Kai Lüftner , Katja Gehrmann Für immer

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Inhaltsangabe zu „Für immer“ von Kai Lüftner

Ein traurig-schönes und sehr besonderes Bilderbuch, das poetisch von einem großen Verlust und dem Gefühl der Trauer erzählt und davon, wie sprachlos die ganze Welt dem kleinen Egon begegnet, als sein Papa gestorben ist. Egons Papa kommt nie mehr wieder. Er ist weg. Für immer. Gegen das 'Für immer' gibt es keine Tabletten. Es wird nie wieder so sein, wie es war, sagt Mama. Aber es wird weitergehen. Aber warum sind die Menschen plötzlich so komisch? Es gibt die Flüsterer, die immer nur sagen 'Das arme Kind' und die Grinser. Und die Armee der Sprachlosen. Das sind die meisten. Es ist schwer darüber zu sprechen, dabei ist es so einfach: Papa kommt nie wieder.

Schöne Illustration - berührende Geschichte - Bilderbuch nicht nur für Kinder

— DieBerta

Einfach unfassbar berührend <3

— MrsSchoenert

"Für immer" ist eines dieser Bilderbücher über Tod und Traurigkeit, das Kindern das Thema unverkrampft, aber in all seinen Facetten unverfäl

— Kinderbibliothek

...empfehlenswert, um das Thema Tod mit betroffenen Kindern anzugehen und so das Eis der eigenen Sprachlosigkeit zu brechen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Berührendes Buch über Tod

    Für immer

    Kinderbibliothek

    21. November 2014 um 13:52

    Inhalt: Der kleine Junge Egon ist zurückgeblieben. Vor zwei Wochen starb sein Vater nach langer Krankheit. Und nun muß Egon mit seiner Mama den Verlust, die Trauer, den Schmerz erleben. Meinung: Wie geht ein Kind mit dem Tod eines Elternteils um? Wie erlebt es die erste Zeit, die Trauer, den Schmerz, die Reaktionen der Mitmenschen? Mit sanften, aber dennoch eindringlichen Tönen geht Kai Lüftner diesem Thema in seinem Bilderbuch "Für immer" nach. Es ist die Geschichte von dem kleinen Jungen Egon, der seinen Vater verlor. Die Erzählung setzt zwei Wochen nach dem Tod des Vaters ein. Zu einem Zeitpunkt, als sich in Egon die Trauer, der Schmerz über den Verlust breit macht. Als er langsam beginnt zu begreifen, daß sein Papa für immer weg ist. Für immer - diese zwei Wörter sind nicht nur titelgebend, sondern der Kern des Plots. Für immer ist Egons Vater fort - tot. Für immer wird er nicht mehr mit ihm lachen, toben, leben, freuen können. Aber was bedeutet "für immer" genau? Wie lange ist für immer? Länger als ein Eis essen? Länger als Zimmer aufräumen? "Länger als unendlich und ungefähr so lang wie ewig. Nur eben für immer.", heißt es im Buch. "Für immer" ist kraftvoll, ist berührend, ist emotional, macht traurig und glücklich zugleich in seinen sanften Erinnerungen schon auf den ersten Seiten, ach was, schon gleich mit dem Cover. "Für immer" ist ein besonderes Bilderbuch. Es trifft alles. Den Ton, die Gefühle, die Reaktionen, die Fragen, in denen sich die Zurückgeblieben kurz nach dem Tod befinden. Die Geschichte von Egon ist so stark verdichtet, auf den Punkt gebracht, daß sie den Kindern Tod, Trauer, Schmerz sehr nahe bringt und dem erwachsenen Leser betroffen ob der eigenen Erfahrungen damit zurückläßt. "Für immer" ist ein starkes Buch. Knapp sind die Sätze, knapp die Geschichte, die auch eigentlich nicht viel Worte braucht. Und dennoch ist sie so auf den Punkt gebracht, so prägnant, daß sie einen im positiven Sinne ein- und aufsaugt. Katja Gehrmanns Illustrationen, großflächig, im zeichnerischen Buntstiftstil, von den vier farben Gelb, Rot, Blau und Grün im pastellnen Farbton nehmen die Kraft der Wort auf, verstärken sie und ziehen den Leser noch mehr in das Buch hinein. Dabei sind es die kleinen Gesten wie das angedeutete traurige Gesicht oder die herunter hängenden Schultern Egons und seiner Mutter, die so stark wirken. Gehrmanns Bilder erzählen mehrere Geschichten gleichzeitig: die Erkrankung des Vaters, sein Tod, die erste Trauerzeit, das Begräbnis, der Alltag ohne Vater, die Reaktion der Mitmenschen in all ihren Facetten von Trauer, aufgesetzter Fröhlichkeit bis zu stummer Hilflosigkeit in der Begegnung mit Egon, aber auch die Zukunft, die der rote Drache symbolisiert. Ihn hat der Vater kurz vor seinem Tode im Krankenbett für Egon gebastelt und letztlich ist er - der rote Drache - der Vater selbst. Wenn Egon ihn am Ende aufsteigen läßt und dabei lacht, zeigt sich eine große Kraft für eine neue, andere Zukunft. "Für immer" ist eines dieser Bilderbücher über Tod und Traurigkeit, das Kindern das Thema unverkrampft, aber in all seinen Facetten unverfälscht nahe bringt. Für die Kinder, die das Schicksal selbst erlebt haben, kann es ein Sprachrohr und -öffner sein. Für die Kinder, die Fragen nach dem Tod und dem "Danach" stellen, zeigt es die Realität hautnah. Absolut empfehlenswert!

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  • Ein wunderbar poetisches, trauriges und doch ermutigendes Bilderbuch über den Tod

    Für immer

    WinfriedStanzick

    Der kleine Egon hat seinen Vater verloren: „Er hatte etwas Böses in der Brust, was ihm schon ein paar Jahre lang weh getan hat. Und das hat ihn tot gemacht. Vor zwei Wochen. Es ist schlimmer als damals, letztes Jahr, als mein Ferdinand für immer weggegangen ist. Viel schlimmer.“   Egon empfindet sich als ein Zurückgebliebener, wie alle, die jemand verloren haben. Für immer. Und er beobachtet seine Umwelt und die  Menschen, die ihm begegnen, sehr genau. Da gibt es die Flüsterer, die sagen „Das arme Kind!“ Und es gibt die Grinser, die wollen ihn mit ihren Späßen ablenken. Egon mag sie beide nicht.   Noch mehr Menschen aber sind sprachlos. „Es ist eben schwer, darüber zu sprechen. Dabei ist es so einfach: Papa kommt nie mehr wieder. Er ist weg. Für immer.“   Doch seine Mutter, die sicher auch voller Trauer und Verzweiflung ist, tröstet ihn und baut ihn auf: „Es wird nie wieder so sein, wie es mal war“, sagt sie zu ihm. „Aber es wird weitergehen. Auch wenn es schwer wird.“    Und der kleine Egon kann dadurch in sich etwas aufbauen, was ihm und seiner Trauer eine Sprache gibt und einen Trost: „Papa ist immer bei mir. Nicht nur auf meinem Lieblingsfoto. Nicht nur in meinem Herzen. Ich bin selber Papa. Zumindest ein kleines Stück. Für immer.“   „Für immer“ ist ein wunderbar poetisches, trauriges und doch ermutigendes Bilderbuch über den Tod, die Sprachlosigkeit, die er hervorruft und wie Liebe sie überwinden kann.

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    • 2
  • Großartig schlicht und reduziert!

    Für immer

    BarbaraP

    11. April 2014 um 11:16

    Ein zu Herzen gehendes Bilderbuch über Abschiednehmen und Tod, Trauer und Zurückbleiben. Eine Junge mit einem leuchtend roten Papierdrachen, ein Zurückgebliebener, erzählt als Ich-Erzähler von der Krankheit und vom Tod seines Papas. Kein Wort ist zu viel und doch wird alles Wesentliche gesagt. Kai Lüftner ist ein ganz besonderer Bilderbuchtext gelungen. Die Bilder von Katja Gehrmann sind in blassen Rosa-, Rot, Braun - und Grüntönen gehalten und wirken, trotz des kleinen Jungen, der in sich gekehrt und traurig in die Welt schaut, leicht, luftig und voller Bewegung und Fröhlichkeit. Besonders schön, dass nur ein Bild die Geschichte des roten Drachen, der als leuchtender Hoffnungsschimmer auf keinem Bild fehlt, erzählt. Der kleine Junge hat ihn mit seinem Papa im Krankenhaus, am Krankenbett des Vaters, gebaut. Klar, dass er ihn nun nie mehr aus den Händen gibt. Der Text jedoch erwähnt den Drachen mit keinem Wort. So fügt die Illustratorin eine wunderbare, zweite Erzählebene ein, die den Leser und Betrachter berührt.

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  • "Er ist weg. Für immer."

    Für immer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. December 2013 um 15:45

    Egon ist traurig, weil sein Vater gestorben ist. Jetzt würde nichts mehr so sein wie früher. Auch wenn die Blumen vor ihrem Haus noch dieselben sind, die Ampel an der Kreuzung und auch der Lotto-Laden – der Weg in den Kindergarten ist anders als sonst. Egon macht sich Gedanken. Er weiß, dass sein Vater nie mehr zurückkehren wird, dass er für immer weg ist… „Für immer“ – zwei so kurze Worte, und doch so lang wie unendlich und ewig, einfach für immer. Auf einmal benehmen sich auch die anderen Menschen seltsam. Die einen haben Mitleid und sagen „Das arme Kind!“, andere wollen ganz besonders lustig sein, als könnten sie Egons Trauer damit weglachen. Und dann sind da noch die Sprachlosen, die nicht wissen, was sie sagen oder tun sollen. Von diesen gibt es besonders viele. Dabei würde Egon einfach gerne darüber reden. Denn er versteht, dass sein Vater tot ist, dass er niemals zurückkehren wird. Aber er wird immer bei ihm sein, nicht nur in seinem Herzen, Egon selbst ist ein Teil von ihm… Der „Tod“ ist kein einfaches Thema. Dieses Bilderbuch zeigt uns jedoch, dass Kinder darüber reden wollen. Es sind die Erwachsenen, denen es schwer fällt, das Thema anzusprechen. Sie scheinen wie gelähmt, denn sie wissen nicht, welche Worte die richtigen sind. Was sagt man einem Kind, dessen Vater gestorben ist? Wie verhält man sich? Egon erklärt uns das Verhalten der Sprachlosen: „Es ist eben schwer darüber zu sprechen. Dabei ist es so einfach: Papa kommt nie mehr wieder. Er ist weg. Für immer.“ Am Ende kommt Egon zu der Erkenntnis, dass sein Vater immer bei ihm sein wird, weil er selbst ein Teil von ihm ist. Und Egon kann wieder lächeln. „Auch wenn es schwer wird. Papa ist immer bei mir.“ „Für immer“ erschien 2013 im Beltz & Gelbert Verlag. Der Autor dieses Bilderbuches Kai Lüftner ist Sozialpädagoge. Heute produziert er Hörbücher und schreibt Kinderbücher. Die Illustrationen von Katja Gehrmann sind kindgerecht einfach gehalten. Vor allem auf die Mimik der gezeichneten Personen wurde Wert gelegt, sodass die Gefühle deutlich werden. Aufgrund dieser Technik können die Kinder die Geschichte leichter nachvollziehen und sich mit Egon identifizieren. „Für immer“ ist empfehlenswert, um das Thema Tod mit betroffenen Kindern anzugehen und so das Eis der eigenen Sprachlosigkeit zu brechen – dieses Bilderbuch ist eine Stütze, aber kein Ersatz. Denn es gibt nur eines, das gegen die Trauer helfen kann: Reden. Alexa

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