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Rosenmaedchen

vor 2 Monaten

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Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter Jungstar, das Gesicht des Magiers Phoenix aus den Glamour-Filmen. Sie ist eine „Unsichtbare“, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Londoner Hotelsuite, wo sie gerade sein Bargeld klaut.

Parker kann sein Leben im Fokus der Medien nicht mehr ertragen. Und nutzt die Chance, mit Ash vor den Fans und den Paparazzi zu fliehen. Dabei scheint er geradezu körperlich abhängig von Ruhm und Aufmerksamkeit. Ihre gemeinsame Flucht führt sie durch Frankreich an die Côte d'Azur – auf den Spuren eines teuflischen Paktes, verfolgt von einer Macht, die sie gnadenlos jagt.

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Dieses Werk stellt auch gleichzeitig mein allererstes Buch vom Autor Kai Meyer dar, an welches ich mich herangewagt habe. Die Idee des Buches hat mich gleich angesprochen und ich war gespannt, wie sich die Story entwickelt und was es mit dem teuflischen Pakt auf sich hat. Außerdem war ich auch neugierig auf die Liebesgeschichte und wie diese beiden total unterschiedlichen Menschen zusammenpassen können. Natürlich ist die Grundidee vom prominentem Kerl und der unscheinbaren Frau nicht neu, aber Meyer setzt dies auf seine ganz eigene Art und Weise um.

Die Umsetzung des Buches ist nämlich sehr gelungen und vor allem eines: sehr düster und so anders, als man es zunächst erwarten könnte. Die Liebesgeschichte ist nur nettes Beiwerk und eher untergeordnet, im Vordergrund steht vor allem der Roadtrip und das permanente gehetzte Fluchtgefühl. Leider kommen dadurch die Emotionen nicht so gut beim Leser an und oftmals wirkt die ganze Story ein wenig distanziert auf einen. Dennoch bin ich recht zufrieden; es ist jedenfalls mal etwas ganz Anderes!

Meinen Lesespaß hat das nur bedingt beeinträchtigt, da die Handlung sehr spannend und rasant war. Schon mehr gestört haben mich hierbei einige sehr brutale und blutige Szenen, die ich normalerweise nicht ganz so toll finde. Manchmal fehlte mir auch ein wenig das gewisse Etwas, insgesamt fühlte ich mich aber gut unterhalten.

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Wie oben schon erwähnt bleibt man den Charakteren ein wenig fern, v.a durch den Schreibstil bedingt. Parker ist zwar ein gefeierter Superstar, möchte dies aber überhaupt nicht mehr sein. Am liebsten würde er einfach in der Masse verschwinden und in Ruhe sein Leben leben. Er ist sympathisch auf seine eigene, ruhige Art und Weise und seine Meinungen permanent verständlich. Er fühlt sich zum Straßenmädchen Ash hingezogen, welche sich alleine durchschlagen muss und von kleinen und größeren Raubzügen ihr Leben finanziert. Beide sind ein sehr ungleiches Paar und doch verstehen sie sich auf einer intimen Ebene auf Anhieb. Sie ergänzen sich gut wie zwei Puzzlestücke, die sich schon immer gesucht haben. Beide entwickeln sich im Verlauf auch etwas weiter, können sich aber treu bleiben. Einzig allein Parkers „Krankheit“ bzw. Sucht nach Ruhm war mir ein wenig fremd. Im Verlauf gibt es dafür zwar relativ gute Erklärungen, aber dennoch konnte ich mich damit überhaupt nicht anfreunden.

Ihre Beziehung steht – wie oben schon erwähnt – nicht im Vordergrund und ist nettes Beiwerk. Diese Zuneigung entwickelt sich in einem guten Tempo und sehr realistisch. Am besten gefiel mir, dass Meyer ohne jeglichen Kitsch auskommt, aber man dennoch das Gefühl hat, dass die beiden sich wirklich sehr gern mögen. Auch wenn sich diese Emotionen nicht sehr gut auf mich übertragen ließen, so waren sie dennoch spürbar.

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Die Handlung beginnt ohne große Umschweife nach einem kurzen Prolog mitten im Geschehen: Ash ist eine bezahlte Aushilfe im Hotel und hat geplant, dieses Mal Parkers Geldbeutel zu stehlen um weiterhin über die Runden zu kommen. Auch Parker lernt man kurz darauf kennen und seinen inneren Zwiespalt, da er nicht länger die Marionette seines Vaters sein möchte. Es dauert auch nicht sehr lang, dann treffen diese beiden schon zusammen und die Handlung nimmt rasant ihren Lauf.

Geprägt ist sie durch den markanten Schreibstil des Autors, der mich einfach fesselt, prägnant ist und sehr gut zum Geschehen passt. Es dauerte nicht sehr lang, da hat mich die Geschichte gefangen gehabt. Nur die Distanz zu den Charakteren fand ich nicht so prickelnd. Die fantastischen Elemente und die merkwürdigen Verfolger von Parker und Ash werfen dutzende Fragen auf und die permanente gehetzte Flucht steigert die Spannung ins Unermessliche. Generell hat man kaum Zeit mal durchzuatmen.

Auch ist das Buch überhaupt keine leichte Geschichte und schlug mir teilweise schon echt auf den Magen auf. Es wird blutig, brutal und ein wenig gruselig. Anders als erwartet, ich glaube auch genau deswegen vergebe ich keine volle Punktzahl, weil es mir ein wenig fremd bzw. zu viel war.

Dennoch ist die Handlung bis zum Ende hin unvorhersehbar und fesselnd. Oftmals entkommen Ash und Parker nur haarscharf dem Tod und man hat nie das Gefühl, dass es ihnen zu einfach gemacht wird. Ab einem bestimmten Punkt ist das Ende ein wenig absehbar geworden und es wird knapp und kurz abgehandelt. Für mich nicht ganz zufriedenstellend und einige Aussagen lassen definitiv Platz für Spekulationen.

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Die Geschichte von Parker und Ash ist insgesamt sehr rasant, düster und fesselnd. Es ist keine leichte Geschichte, so wie man es anfangs vom Inhalt her erwarten könnte und mir persönlich war das Buch stellenweise zu brutal und düster. Manchmal war mir das Ganze auch etwas zu distanziert, aber ich mochte die Hauptfiguren und ihre kitschfreie Beziehung und auch der Roadtrip hat mir ganz gut gefallen. Ich kann das Buch sehr gut weiterempfehlen – Kai Meyer weiß, wie es geht! Da brauche ich bald noch mehr Bücher von ihm.

Autor: Kai Meyer
Buch: Asche und Phönix
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