Das Buch von Eden

von Kai Meyer 
4,0 Sterne bei151 Bewertungen
Das Buch von Eden
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Eine Reise durch die bekannte Welt einen Mythos nach

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Eine Interessante Reise im namen des Glaubens quer durch die Länder.

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Inhaltsangabe zu "Das Buch von Eden"

Winter 1257. Zwei Reisende kämpfen sich durch Eis und Schnee bis zu einem einsamen Kloster in der Eifel. Der Novize Aelvin erkennt in einem der Fremden den berühmten Albertus Magnus, begleitet von dem todkranken Mädchen Favola. Sie trägt ein begehrtes Gut bei sich: die sagenumwobene Lumina, die letzte Pflanze aus dem Garten Eden. Während Favola das geheimnisvolle Gewächs zurück an seinen rätselhaften Ursprungsort bringen will, hat ein machtgieriger Erzbischof andere Pläne. Seine Krieger sind den Fliehenden dicht auf den Fersen. Aelvin schließt sich den beiden an ═ und ahnt nicht, dass damit eine Odyssee bis ans Ende der bekannten Welt beginnt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404155453
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:826 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:15.08.2006
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.01.2004 bei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    histerikers avatar
    histerikervor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Reise durch die bekannte Welt einen Mythos nach
    Ein historischer Roman

    Inhalt:
    Aelvin ist ein Novize in einem Kloster in der Eifel. Im Wald nicht weit weg lebt Libuse mit ihrem Vater Corax, mitten im Wald in einem Turm. Und dann tauchen da noch Besucher auf, Albertus und Favola, die ein Geheimnis haben. Diese Leute werden durch eine Reise verbunden.

    Bewertung:
    Das Buch ist dick und liest sich trotzdem gut. Die Reise ist sehr interessant, den mystischen Inhalt kann ich im Zusammenhang mit dem Mittelalter nachvollziehen, hätte ich aber nicht unbedingt haben müssen. Auch die anderen "geheimnisvollen" Sachen waren zwar interessant und wahrscheinlich aus der Sicht der mittelalterlichen Personen glaubhaft, aber dafür hätte ich etwas mehr Ich-Erzählung gebraucht.
    Das Buch nimmt aber einen auf eine wundersame Reise und streift so viele Themen und Personen, dass man geneigt ist, weiter zu recherchieren und sich mit diesen Personen zu beschäftigen. Das ist ein großes Plus des Buches, es macht einen interessiert an Geschichte.
    Die Charaktere fand ich sehr gut gewählt, einige besser als andere. Vor allem Corax hat es mir angetan, auch wenn er eigentlich nur eine Nebenperson ist. Sinaida ist auch sehr interessant, auch wenn etwas einseitig aufgebaut, was ihre Motive betrifft. Aber die Einblicke die man durch ihren Charakter bekommt, sind die interessanten im Buch.
    Für mich hat sich das Buch gelohnt.

    Kommentare: 1
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    LadySamira091062s avatar
    LadySamira091062vor 6 Monaten
    Von der malerischen Eifel bis ins ferne Persien

    Der Zisterziensernovize Aelvin wird im Winter 1257 jäh aus seinem beschaulichen Klosterleben gerissen.  Magister Albertus Magnus erscheint mitten in der Nacht mit einer jungen schwer kranken Frau im Kloster und bittet um Hilfe.

    Das  todkranken Mädchen Favola trägt eine geheimnisvolle Pflanze   mit sich ,die Lumina,die angeblich aus dem Garten Eden stammt und dorthin wieder zurück soll. Doch der Weg dorthin ist weit und gefährlich .Und wer die Lumina ha t    der hat den Schlüssel zum Garten Eden .Ein machtgieriger  Erzbischof  setzt alles daran die Lumina in die Hände zu kriegen und schickt Albertus und   seinen Getreuen  seine gefürchteten Wolfskrieger hinterher.
    Aelvin,Favola,Albertus,Libuse  und  Corax von Wildenberg  machen sich auf den weitern  ,beschwerlichen Weg  zum Garten Eden der irgendwo im fernen Osten liegen soll.Dort kämpfen derweil die Mongolen mit den  Nizaris   um die Herrschaft .
    Ein Buch so blutrünstig und doch  auch stellenweise voller Poesie und  Charm ala 1001 Nacht .Man ist gefangen mit den Protagonisten auf ihrer gefahrvollen Flucht vor Gabriel von Goldau  ,man leidet mit der  Mogolenprinzessin Sinaida  und kämpft mit dem blinden Corax um Recht und Freiheit und den Garten Eden..
    Die Protagonisten sind vielfältig und die meisten  sind einem sofort sympatisch doch bei  anderen dagegen denen kann man  nur  Wut und Abneigung aufbringen.

    Ich fand es ein großartiges Buch  mit einem wunderbar gelungenen Spannungsbogen der von der malerischen Eifel bis ins ferne Persien reichte.

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    Wollys avatar
    Wollyvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Interessante Reise im namen des Glaubens quer durch die Länder.
    Eine Interessante Reise um einen alten Mythos der Menschheit

    Winter 1257:
    Kai Meyer schickt uns mit einer bunten Truppe Gesellen quer durch die halbe Welt, auf einer Mission, die eines der ältesten Mysterien der Menschheit entschlüsseln soll. Es geht um den Garten Eden, zu dem ein alter Gelehrter glaubt, den Schlüssel gefunden zu haben. Er macht sich mit seiner Hüterin auf den langen, beschwerlichen Weg, zum ursprünglichen Garten um ihn zu neuem Leben zu erwecken. Während der Reise gesellen sich die unterschiedlichsten Gestalten zu ihnen, die Teil ihrer Mission werden. Natürlich bleibt sein Vorhaben nicht unentdeckt und sie stoßen schnell auf Widerstand.
    Gegner, Wetter und andere Gefahren machen die Reise zu einem Weg auf Leben und Tod.

    Über viele Seiten fiebert man mit der Truppe mit, die aus ganz unterschiedlichen Menschen besteht. Durch die Länge des Buches dringt man tief zu den Einzelnen vor, sodass man sich ein wirklich gutes Bild von ihnen machen kann. Die meisten sind dabei wirklich sympathisch, auch wenn uns der Autor dieses empfinden selbst in die Hand gibt. Er schafft es nämlich seine Charaktere so vielschichtig zu gestalten, das sie keineswegs nur positive oder negative Eigenschaften besitzen. Viele haben gemordet, gestohlen oder Dinge begehrt die ihnen nicht zustanden, trotzdem sind sie deshalb nicht zwingend schlechte Menschen. Jeder hat dabei seine ganz eigene Motivation die gefährliche Reise anzutreten, manche ist vielleicht verständlicher als andere. Die Motive der Menschen für ihr Handeln sind in meinen Augen ein Kernstück der Geschichte, nicht nur was Eden anbelangt.

    Spannung entsteht neben der Reise nämlich auch durch Kriege, politische Ränkeschmiede und Glaubensdiskurse. Auch hier kommen immer wieder moralische Fragen auf, die Jeder für sich beantworten sollte.

    Neben der Geschichte selbst, ist natürlich auch ihr Rahmen wichtig, den Kai Meyer wortgewand und manchmal etwas zu ausschweifend dokumentiert.
    Man bekommt einen recht umfangreichen Eindruck der Welt in der Zeit des Mittelalters, besonders der Ausflug in orientalische Gefilde gefiel mir dabei ausgesprochen gut. Hier hat der Autor sich teilweise nah an tatsächliche Historie gehalten, sodass es hier auch noch was zu lernen gab. Ob fiktiv oder real ist aber eigentlich nebensächlich, denn beides ist unterhaltsam durch die schöne Schreibe des Autors, die man auch von seinen anderen Werken gewohnt ist.

    Fazit:
    Ein spannenden Reise für die man sich etwas Zeit nehmen sollte, um sich wirklich darauf einzulassen.

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    MissJaneMarples avatar
    MissJaneMarplevor 5 Jahren
    Die Suche nach dem Paradies


    Inhalt:
    Aelvin ist Novize bei den Zisterziensern und lebt in einem Kloster nahe Köln. Libuse lebt mit ihrem Vater in einem Turm mitten im Wald nahe des Klosters. 
    Als eines Wintertages zwei Reisende in das Kloster kommen verändert sich das Leben aller!
    Die Reisenden sind Albertus Magnus, der Gelehrte und eine Novizin namens Favola. Sie haben die Lumina bei sich, angeblich die letzte Pflanze aus dem Garten Eden!
    Albertus möchte mit Favola und der Lumina ins Heilige Land reisen, um sie dort wieder einzupflanzen und den Garten Eden neu wachsen zu lassen. Dazu braucht er Libuses Vater, den Ritter Corax von Wildenburg als Führer, da dieser lange Zeit im Heiligen Land als Kreuzritter gelebt hat.
    Aber der Bluthund des Erzbischofs von Köln ist Albertus schon auf den Fersen, denn der Bischof will die Lumina für sich! Gabriel von Goldau war ehemals Weggefährte von Corax!
    Als Albertus und Favola in Aelvins Kloster Schutz suchen, wird diese von Gabriel und seinen Mannen überfallen! Auf der Flucht vor dem Wolfsrudel Gabriels schließen sich Albertus, Favola, Aelvin, Corax und Libuse zusammen und reisen mit der Lumina Richtung Orient!
    Im Elburzgebirge, zur selben Zeit, auf Der Burg Alamut versucht der Kur Shar durch seine Heirat mit der Mogolenprinzessin Sinaida, sein Volk vor der totalen Vernichtung zu retten. Durch einen Verräter aus den eigenen Reihen gelingt ihm das aber nicht! Shadan sein Berater hat ihn an den Mongolenfürsten verraten und ihn somit zum Tode verurteilt! Sinaida schwört Rache und hofft auf Hilfe des Kalifen in Bagdad!
    In Bagdad treffen die Reisegefährten und Sinaida im Palast des Kalifen aufeinander! Bagdad wird da aber schon von den Mogolen belagert und es kommt zum Krieg!
    Ob die Reisegesellschaft den Garten Eden findet, Sinaida ihre Rache bekommt und sich alles zum Guten wendet!?! Hinter diese und andere Geheimnisse müsst ihr schon selber kommen!!!!


    Meinung:
    Kai Meyer unterteilt Das Buch von Eden in vier Teile/Bücher, sie spiegeln die einzelnen Reiseabschnitte wieder. 
    Außerdem gibt es zu anfangs zwei Handlungsstränge: den der Gefährten und den der Prinzessin Sinaida! 
    Meyer zeichnet ganz wunderbare Charaktere, mit ihren guten, aber auch mit ihren schlechten Seiten! Jede Figur ist bis ins Kleinste beschrieben und zeichnet sich dadurch ganz klar vor dem inneren Auge ab!
    Auch die Sprache ist passend zur Geschichte etwas anspruchsvoller und wirkt oft (den Charakteren entsprechend) gehoben!
    Die einzelnen Reiseabschnitte und Landschaftbilder sind so detailreich beschrieben, dass man das Gefühl hat ein Teil der Reisegruppe zu sein!
    Allerdings ist bei dieser Geschichte auch eher mehr der Weg das Ziel! Dann der eigentlich "Showdown" beschränkt sich etwa auf 80 Seiten! Was der Geschichte aber keinen Abbruch tut!

    Fazit:
    Eine rasante Reise zu Okzident und Orient auf der Suche nach dem Paradies! Bei diesem Roman ist wirklich alles dabei: Spannung, Rache, Liebe, Hass, Zweifel, Krieg, Freundschaft, Intriegen, Verrat und und und
    Ein wirklich gelungener Roman!!! Sehr empfehlenswert!

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    F
    FantasyBookshelfvor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Buch von Eden" von Kai Meyer

    Diese Rezension und eine Leseprobe findet ihr auch auf meinem Blog:
    http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.de/2012/07/das-buch-von-eden-kai-meyer.html

    Titel: Das Buch von Eden
    Originaltitel: Das Buch von Eden
    Autor: Kai Meyer
    Seitenzahl: 826
    Verlag: Bastei Lübbe
    Erschienen: 13. September 2004
    ISBN-13: 978-3785721742
    Preis
    Gebunden: 24,90€ (Sonderangebot Thalia 7,99€!!)
    Taschenbuch: 9,95€
    Hörbuch: 20,99€

    Klappentext:
    Winter 1257. Zwei Reisende kämpfen sich durch Eis und Schnee bis zu einem einsamen Kloster in der Eifel. Der Novize Aelvin erkennt in einem der Fremden den berühmten Albertus Magnus, begleitet von dem todkranken Mädchen Favola. Sie trägt ein begehrtes Gut bei sich: die sagenumwobene Lumina, die letzte Pflanze aus dem Garten Eden. Während Favola das geheimnisvolle Gewächs zurück an seinen rätselhaften Ursprungsort bringen will, hat ein machtgieriger Erzbischof andere Pläne. Seine Krieger sind den Fliehenden dicht auf den Fersen. Aelvin schließt sich den beiden an - und ahnt nicht, dass damit eine Odyssee bis ans Ende der bekannten Welt beginnt.

    Rezension:
    Ich habe ja nun schon ein paar Bücher von Kai Meyer gelesen und obwohl dieses hier ein historischer Roman kommen auch Fantasy-Elemente vor. Zum Beispiel die Fähigkeiten von Libuse, das Baumlicht heraufzubeschwören. Aber der Reihe nach.

    In dem Buch geht es hauptsächlich um die Reise von 5 vollkommen unterschiedlichen Menschen, die sich zu einer Gemeinschaft zusammenschließen, um die Lumina, die letzte Pflanze aus dem Garten Eden wieder an ihren angestammten Platz zurückzubringen.
    Die Person, die wir als erstes kennenlernen ist der Novize Aelvin. Er ist nicht ganz so fromm, wie man es von einem Diener Gottes vielleicht erwarten würden und hat ziemlich viel Unsinn im Kopf. Außerdem schwärmt er für Libuse und beobachtet öfters aus dem Gebüsch heraus, wie sie das Baumlicht beschwört. Als Favola im Kloster ankommt, entwickelt er eine Art Beschützerinstinkt. Man denkt zuerst, er würde sich einfach in Favola verlieben und Libuse links liegen lassen, was mich ein wenig enttäuscht hätte, aber lest selbst xD. Es ist kein wirkliches Liebesdreieck, auch wenn ein wenig Eifersucht im Spiel ist. Außerdem kennt Aelvin Albertus bereits, weil dieser der Grund ist warum er von seinem ursprünglichen Kloster des Dominikanerordens zu den Zisterziensern wechseln musste. Deswegen kann er Albertus nicht wirklich gut leiden, hat zugleich auch ein wenig Angst vor ihm.
    Favola ist die Hüterin der Lumina, das heißt, dass die eine nicht ohne die andere überleben kann. Außerdem hat sie eine fürchterliche Gabe und ist aufgrund dieser von großen Schuldgefühlen geplagt. Sie ist auch der Grund warum sie ins Kloster geschickt wurde. Hinzu kommt, dass sie eine schwere Krankheit heit, weswegen sie auch ziemlich zerbrechlich wirkt und man die Stärke, die sie aufbringt, um die Lumina wieder an ihren Platz zu bringen nur bewundern kann. Sie ist sehr sanftmütig.
    Albertus von Lauingen ist der sehr strenge und forsche Magister der Dominikanermönche, weswegen er öfters durch die Gegend reisen muss. Seit langem widmet er sich verschiedenen Studien, unter anderem auch über den Garten Eden und die Lumina. Er will sie um jeden Preis an ihren, angestammten Ort zurückbringen und zeigt dabei oft keine Rücksicht auf Verluste. Deswegen sorgt er sich auch um Favola und behandelt sie mit besonderer Aufmerksamkeit, weil sie die Lumina am Leben hält. Er hat Favola aus ihrem Kloster geholt, konnte gerade noch mit ihr fliehen, als die Schergen des Kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden es brandschatzten, um an die Lumina zu kommen. Mit dem Erzbischof steht er schon lange im Konflikt.
    Libuse ist ein etwas hitzigerer Charakter. Sie wohnt mit ihrem Vater in einem Turm im Wald. Er hat ihr jagen und ein wenig kämpfen beigebracht und weiß sich zu wehren. Von ihrer Vergangenheit und über ihre Mutter, weiß sie nichts. Sie weiß außerdem auch das Aelvin sie beim Beschwören des Baumlichtes beobachtet, lässt ihn das aber nicht wissen. Die Beschwörung des Baumlichts schwächt sie zwar, schenkt ihr aber gleichzeitig Wärme und Geborgenheit. Sie ist ein sehr starkes und selbstbewusstes Mädchen, bis zu einem furchtbaren Zwischenfall, der ihr ein bisschen von ihrem Selbstbewusstsein nimmt und ihre Stärke auf die Probe stellt.
    Der fünfte und letzte Gefährte ist schließlich Corax, er ist der Vater von Libuse und gehörte einstmals zu den Schergen des Erzbischofs. Außerdem lastet ein schweres Schicksal auf ihm, das auch Libuse betrifft und von dem wir nur nach und nach erfahren.

    Natürlich gibt es auch Bösewicht in dieser Geschichte. Diese sind der Erzbischof von Köln, den Präsenz wir aber nur durch seine Schergen erfahren. Dessen Anführer ist Gabriel, aus dessen Perspektive auch ein paar Abschnitte geschrieben sind, sodass man seine Motive auch nachvollziehen kann, auch wenn man selbst vielleicht nicht so handeln würde. Er hat sein "Wolfsrudel" seine Söldner ständig um sich und bildet mit ihnen eine grauenerregende Gruppe. Durch seine Anführerqualitäten sind sie im treu ergeben. Ein weiterer Bösewicht ist Oberon, von dem man sogar vermuten könnte, dass er der Teufel selbst ist...

    Es gibt noch eine weitere Geschichte, die im Morgenland spielt paralell zur anderen läuft und irgendwann mit der anderen zu einem Strang zusammenfindet. In ihr lernen wir Sindaida kennen, eine Mongolenprinzessin, die eine Ehe mit dem Nizari-Herrscher Khur Shah (die Nizaris sind heute eher als Assassinen bekannt) eingeht, um das Leben von tausenden Menschen zu retten. Sie kennt sich schon ein bisschen mit der Kultur der Nizaris aus und beherrscht auch schon wenig von ihren Fähigkeiten. Eine weitere wichtige Person ist Shadhan, der Berater des Königs, vor dem man sich lieber in Acht nehmen sollte.

    In diesem Buch setzt sich Kai Meyer auch mit Religion auseinander. Dabei schafft er es, auch ein wenig Kritik anzubringen, ohne dabei irgendwie herablassend zu sein oder total provokant zu werde und es darauf anzulegen andere vor den Kopf zu stoßen, was ich ziemlich bewundernswert finde.

    Der Schreibstil ist so flüssig und angenehm zu lesen wie immer. Man kann sich alles gut vorstellen und die Handlungen der Charaktere nachvollziehen. Die Charaktere haben, wie man oben wahrscheinlich oben schon herauslesen kann, alle etwas eigenes, Stärken sowie Schwächen und obwohl man natürlich weiß, wer hier den Bösen darstellt, ist es keine solche Schwarz-Weiß-Malerei wie man auf den ersten Blick vielleicht denken könnte. Der Erzbischof hat durchaus seine Gründe, warum er die Lumina im Land behalten will, man muss dadurch sogar die Motive der 5 Reisegefährten infrage stellen, Gabriel kommt einem manchmal schon fast wie ein Opfer vor und Shadhan handelt zwar äußerst selbstbezogen und rücksichtslos, verfolgt aber genau wie eigentlich Albertus nur ein bestimmtes Ziel, in das er sich verbissen hat. Zu Oberon möchte ich nichts sagen, weil man da wirklich zu viel verraten würde.
    Dafür, dass das Buch so lang ist hat es erstaunlich wenige Längen, die aber nicht sehr stören und es ist eigentlich fast durchgehend spannend und es wird immer spannender, je näher sie dem Ziel kommen. Kai Meyer ist auch immer wieder für einige Überraschungen gut.

    Das Ende ist ein wenig offen, sodass man nicht genau erfährt, was passiert ist und man sich das Ende selbst zurechtlegen kann. Man erlebt es sozusagen nicht selbst mit, sondern hört nur was Aelvin erzählt. Durch Andeutungen, weiß man aber, dass nicht unbedingt alles so geschehen ist, wie Aelvin es berichtet.

    Fazit:
    Kai Meyer schreibt in seinem gewohnt tollen Stil. Die Charaktere haben alle etwas für sich, es ist fast die ganze Zeit spannend und es treten nur selten Längen auf, die man bei über 800 Seiten aber vergeben kann. Die Handlung ist gut durchdacht und kann einen durchaus auch mal überraschen. Allen, die Kai Meyer mögen, wird dieses Buch sicherlich gefallen. Ein kleines Pünktchen fehlt aber noch.

    (9/10)

    Kommentare: 1
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    scarlett-ohs avatar
    scarlett-ohvor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Buch von Eden" von Kai Meyer

    Solider historischer Roman, gut charakteriesierte Figuren.Interessante Story mit einem ungewöhnlichem Thema.

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    Maggis avatar
    Maggivor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Buch von Eden" von Kai Meyer

    Auch dieser historische Roman von Kai Meyer hat mich wieder für sich einnehmen können!

    Eine gut strukturierte Story, glaubhafte Protagonisten mit Stärken und Schwächen. Die Geschehnisse und Beziehungen zwischen den einzelnen Personen nehmen oft unvorhersehbare Wedungen, so dass nie Langeweile beim Lesen aufkommt.
    Der Ausgang der Geschichte, ob die Mission glückt und wer überlebt, bleibt bis zum Schluss offen, so muss ein dicker Roman sein! Nichts ist ätzender als ein dicker Schmöcker, bei dem schon auf der Hälfte alles klar ist.
    Da dies hier nicht der Fall ist kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Die Protagonisten sind mir während des Lesens fast wie Freunde ans Herz gewachsen und ich bin gerne mit ihnen gereist, daher vergebe ich 5 Sterne!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Buch von Eden" von Kai Meyer

    Meiner Meinung nach ist das einecht spannendes Buch! Wer das nicht gelesen hat, ist selber schuld! Man taucht richtig ein die Geschichte. Echt schade, das es schon vorbei ist. Hätt gerne noch mehr über die Charas erfahren.

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    Sariis avatar
    Sariivor 8 Jahren
    Rezension zu "Das Buch von Eden" von Kai Meyer

    Eine Geschichte über die dunkle Seite des Menschen und die Geheimnisse der göttlichen Schöpfung..
    *
    Der Historische Roman „Das Buch von Eden“ von Kai Meyer beschreibt die Reise zweier Personengruppe, die ihren Frieden finden wollten. Auf der einen Seite befindet sich die Mongolenkönigin Sinaida, die den Tod ihres geliebten Mannes rächen möchte und sich auf den Weg nach Bagdad macht, um den Kalifen vor dem Angriff ihres Schwagers zu warnen. Auf der anderen Seite gibt es eine Personengruppe, die sich auf die Suche nach dem Garten Eden macht. Hierbei handelt es sich um eine „komische“ Zusammensetzung, da die Personen anfänglich nicht zusammenpassen. Es gibt den Novizen Aelvin, der sich nicht ordenskonform verhält und sehr neugierig ist, sowie den einflussreichen Dominikaner Magister Albertus von Launingen zusammen mit einem schwerkranken Mädchen namens Favola. Ihre Aufgabe ist es die letzte Pflanze des Garten Edens, die Lumina, zu beschützen und dort wieder zu pflanzen, damit ein neuer Garten Gottes entstehen kann. Der Ritter Corax, welcher von seinem Erzfeind Gabriel geblendet wurde, und dessen Tochter Libuse, die hofft während der Reise die Geschichte über ihre Familie bzw. über ihre verstorbene Mutter zu erfahren. Jene machen sich somit mit samt all ihrer Erwartungen und Wünsche auf den Garten Eden zu finden und müssen auf ihrer Reise viele Gefahren überstehen. Sogar Gabriel ist auf der Spur der Gruppe, da dieser den Auftrag vom Erzbischof erhalten hat die Lumina zu ihm zu bringen.
    *
    Meiner Ansicht nach handelt es sich hierbei um eine sehr spannende und gut konstruierte Geschichte, da das Ende bis zur letzten Minute ungewiss ist und der Leser mit dem Schicksal der Lumina mitfiebert. Auch die Charaktere sind sehr spannend und anwechslungsreich, da diese sehr verschieden sind und es interessant ist deren Entwicklung und Geheimnisse zu erfahren. Gut gefallen hat mir auch der Zusammenhang zwischen der Suche nach dem Garten Eden und die Erzählung um Sinaida und Bagdad, da mir dies nie so wirklich bewusst war und auf wahren Tatsachen beruht. Am Anfang hatte ich zwar einige Bedenken, weil ich zuvor schlechte Erfahrungen mit historischen Romanen gesammelt habe, jedoch ist dieser ein echtes Schmückstück! Es hat einfach Spaß gemacht die Reise zu verfolgen und es war nicht so leicht das Buch wieder aus der Hand zu legen!
    *
    Fazit: Der erste Historische Roman der mich begeistert hat!

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    SitataTirulalas avatar
    SitataTirulalavor 8 Jahren
    Rezension zu "Das Buch von Eden" von Kai Meyer

    Inhalt: Bis die beiden Reisenden in dem Zisterzienser-Kloster in der Eifel eintreffen, führt Aelvin dort ein ruhiges Leben als Novize. Das einzige, was er zu fürchten hat, sind die Schelten des Abtes, wenn er sich wieder einmal von Schalk und Übermut hat leiten lassen. Doch als der Dominikaner Albertus und das totkranke Mädchen Favola in sein Leben treten, verändert sich auf einen Schlag alles. Favola trägt die geheimnisumwobene Lumina bei sich, die angeblich letzte überlebende Pflanze des Garten Edens, des Paradieses, aus dem Gott die Menschen damals verbannt hat. Albertus und Favola wollen die Lumina dorthin zurückbringen, wo sie vor Jahrhunderten gefunden wurde, um somit ein neues Paradies auf Erden zu erschaffen. Doch auch der Erzbischof von Köln hat es auf die Lumina abgesehen und seine ganz eigenen Pläne damit - seine Häscher sind Albertus und Favola dicht auf den Fersen. Hals über Kopf stolpert Aelvin in eine Unternehmung, die ihn und seine Gefährten nicht nur weit weg von allem Bekannten führen wird, sondern auch zahlreiche Gefahren birgt...
    ----------
    Meine Meinung: "Nimm das, Kai Meyer schreibt total schön." Das waren die Worte einer Freundin, die mich zum Kauf dieses Buches bewogen haben. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Kai Meyer gelingt es, die Geschichte um Aelvin, Favola, Libuse, Corax, Albertus, Gabriel und natürlich die Lumina auf eine unglaublich fesselnde Art und Weise zu erzählen. Obwohl es sich mit 826 Seiten um einen richtigen Wälzer handelt, hatte das Buch für mich keine Längen. Ich habe mich selbst bei bloßen Beschreibungen der Umgebung nicht gelangweilt, sondern sie regelrecht genossen. Wie nur wenige Autoren hat Meyer mit jedem seiner Worte klare Bilder vor meinen Augen heraufbeschworen. Die Figuren, die da Kai Meyers Fantasie entsprungen sind, sind, jede auf ihre Art, unvergleichlich und einzigartig. Aus den unterschiedlichsten Motivationen schließen sie sich zu einer Zweckgemeinschaft zusammen, die nach und nach doch enger zusammen wächst. Neben einem mit Aelvin wirklich sehr sympathischen Protagonisten, lag mein besonderes Augenmerk auf Gabriel von Goldau, der von Anfang an zu meinem Liebling avancierte. Obwohl es sich mit ihm um den - plakativ gesprochen - Bösen handelt, ist es dem Autor gelungen, ihn nicht eindimensional wirken zu lassen. Auch Gabriel hat seine Motive, seine Gründe und diese und seine ganze Person haben mich das ganze Buch über beschäftigt. Es handelt sich um einen historischen Roman, doch Kai Meyer lässt manchmal ganz geschickt die Grenzen zwischen Realität und Übernatürlichkeit verschwimmen. Auch hier sei als Beispiel wieder Gabriel herangezogen: Mehr als einmal habe ich darüber nachgegrübelt, ob die Dinge, die ihm an manchen Stellen widerfahren seinem Wahn entspringen oder ob sie tatsächlich etwas Übernatürliches an sich haben.
    Das Ende, von dem natürlich nicht zu viel verraten sei, hat mich einen Augenblick lang stutzen lassen und liegt mir ehrlich gesagt immer noch ein bisschen quer im Magen. Letztlich ist es aber auch Meyers Schöpfung, die er, nachdem er mir so viele wundervolle Seiten und Erlebnisse mit Aelvin, Favola, Gabriel & Co. geschenkt hat, zu Ende bringen kann, wie er will. Es schmälert nicht die Wirkung des Buches.
    ----------
    Fazit: 5 Sterne für einen großartigen historischen Roman, in dem es Kai Meyer gelingt, mich vom Anfang bis zum Ende trotz all seiner Missetaten mit dem "Bösewicht" sympathisieren zu lassen - das ist eine Leistung! Empfehlenswert für jeden, der sich für die Thematik um den Garten Eden interessiert, aber auch für jeden Fan historischer Romane, die mit der ein oder anderen Prise Magie gewürzt sind.

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