Kai Meyer Die Alchimistin

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Inhaltsangabe zu „Die Alchimistin“ von Kai Meyer

Director's Cut - vom Autor vollständig überarbeitete Neuausgabe
Im düsteren Schloss ihrer Ahnen wächst Aura Institoris inmitten eines Labyrinths endloser Gänge und Säle heran. Als ihr verhasster Vater, ein Alchimist, getötet wird, verliebt sie sich ausgerechnet in seinen Mörder – den mysteriösen Gillian. Sein Auftrag ist es, auch Aura zu ermorden. Doch Gillian stellt sich für sie gegen seinen Meister. Gemeinsam geraten die beiden zwischen die Fronten eines Krieges zwischen Unsterblichen, deren Hass die Jahrhunderte überdauert hat.

Fesselnd, einzigartig

— Lilith-die-Buecherhexe

Umfassend und detailreich, aber am meisten beeindruckt mich nach wie vor Aura - was für ein unfassbarer Charakter! Wirklich grandios.

— MoWilliams

Also mit dem Ende kann ich mich nicht anfreunden. Und Lust auf die nächsten Teile verspühre ich auch nicht.

— LarryPi

Ein grandioser, atmosphärischer Reihenauftakt!

— BeeLu

Übertrifft voll und ganz meine Erwartungen. Atmosphärisch, sprachlich gekonnt und absolut mitreißend. WOW!

— Floh

Ein grandioser Auftakt in der vieles nichts so ist wie es scheint, über Liebe, Intrige und Verrat, spannend, düster und voller Geheimnisse

— Solara300

Es ist eine Familiengeschichte, die einen den Atem anhalten lässt und wo kein Charakter nur das ist, was er zu sein vorgibt ...

— Levenya

Spannender Trilogieauftakt über die Faszination der Alchimie!

— Lena_AwkwardDangos

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  • Die Alchimisten (Kai Meyer)

    Die Alchimistin

    PoldisHoerspielseite

    16. February 2017 um 21:33

    Christopher zieht mit 17 Jahren aus einem Waisenhaus ind das düstere Anwesen der Familie Institoris. Doch gerade von seiner Stiefschwester Aura wird er nicht gerade freundlich empfangen, sie verhält sich ihm gegenüber sehr abweisend. Währenddessen schmiedet Lysander, der Erzfeind von Auras Vater, der als Alchemist seltsame Experimente durchführt, finstere Pläne und bedient sich dabei seinem Diener Gillian, einem Hermaphroditen...   Kai Meyer hat seinen Status als einer der erfolgreichsten Vertreter der deutschen Phantastik unter anderem mit seinem Roman „Die Alchemistin“ begründet. Bereits 1998 erstmals erschienen ist das Werk auf dem besten Weg, zu einem modernen Klassiker zu werden, und schon dort zeigt sich, wie intensiv und mystisch Meyers Schreibstil ist. Denn schon auf den ersten Seiten, auf denen Christopher in den alten Gemäuern der Institoris ankommt, haben mich völig in diese schattenreiche und geheimnisvolle Welt hineingezogen, ich war schnell mitten im Geschehen. Geschickt gewählt ist auch, dass Christopher von außen in diese fremde Welt der Alchemie eindringt und so mit dem Leser gemeinsam tiefer in die Geheimnisse der Familie eindringt, erst etwas später übernimmt Aura die Rolle der Hauptfigur.   Aura ist eine bemerkenswerte junge Frau, sehr durchsetzungsstark und nicht immer sympathisch, dennoch wächst einem schnell ans Herz und schafft es, dass man schnell mit ihr mitfiebert. Und wie Christopher wird sie hineingezogen in einen verbitterten Krieg, der weit in die Vergangenheit hineinreicht und der auch mit dem Tod ihres Vaters nicht abbricht. Finstere Pläne und Intrigen bestimmen den äußerst spannenden Verlauf der Handlung, aber auch eine aufkeimende Liebe wird beschrieben – und das alles mit sehr präsenten und einprägsamen Figuren. Jeder hat seinen festen Platz in dem Gefüge, jeder ist einzigartig und ungewöhnlich beschrieben, wobei Meyer jedoch nie zu Übertreibungen neigt oder in bekannte Klischees verfällt.   „Die Alchimistin“ ist ein sehr bemerkenswerter Roman, der seinen ganz eigenen Weg geht, der düster und geheimnisvoll wirkt, der sehr starke Charaktere mit einer spannenden Handlung verknüpft. Durch den lebendigen Schreibstil kann man völlig in diese andere, fremdartige Welt hieintauchen, die sich trotz der vielen Gefahren warm anfühlt. Viel zu früh ist der Roman dann zu Ende – glücklicherweise gibt es mit „Die Unsterbliche“ und „Die Gebannte“ mittlerweile zwei Fortsetzungen.

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  • Absolut lesenswert!

    Die Alchimistin

    BeeLu

    25. January 2017 um 18:18

    *Teil eins einer Reihe* Der siebzehnjährige Waise Christopher wird von der Familie Institorius adoptiert. Schnell bemerkt er, dass die Bewohner des düsteren Anwesens auf einer kleinen Insel im stürmischen Norden Deutschlands viele Geheimnisse zu verbergen versuchen. Nur die Mutter Charlotte und die kleine Stiefschwester Sylvette scheinen Christopher Willkommen zu heißen. Die anderen zwei Stiefgeschwister sind sehr abweisend und der Herr des Hauses, Nestor Institutorius lässt sich so gut wie nie blicken, er scheint seine Familie zu hassen und sich voll und ganz seiner geheimen Arbeit im Labor hinzugeben. Als Nestor sich jedoch entschließt, Christopher in seine alchimistischen Forschungen einzuweihen, hat er einen neuen Verbündeten. Christoph wird Zeuge, wie Nestor von einem Auftragskiller getötet wird und beginnt seine eigene alchimistische Forschungsarbeit zu betreiben. Die Ereignisse überschlagen sich, als seine Stiefschwester Aura in ein merkwürdiges Internat geschickt wird und sich in den Mörder ihres Vaters verliebt... Nein, dies ist keine schnulzige Liebesstory, sondern ein handfester Fantasy-Roman! Kai Meyers Schreibstil hat mich wieder einmal gefangen. Von der ersten Seite an entsteht eine subtile düstere Stimmung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Die interessanten Schauplätze werden sehr detailliert beschrieben, aber ohne, dass es für meinen Geschmack ausartet. Es geht von Norddeutschland in die Schweiz, nach Wien in dunkle Katakomben, in den Kaukasus und überall entstehen spannende Wendungen und Verwicklungen, die die Geschichte voran treiben. Die Charaktere sind durchaus sehr eigenwillig und doch - oder gerade deshalb - sehr absprechend. Durch die wechselnden Perspektiven der Erzählung erfährt der Leser viel über die Hintergründe der Figuren, kann Handlungen und Gefühle nachvollziehen, die doch zunächst völlig abstrus scheinen mögen. Ein mordender Hermaphrodit, von der Alchemie und dem ewigen Leben besessene Männer, Familiengeheimnisse, Mädchenmorde und vorherrschend die Frage nach den Zusammenhängen. Anfangs tappt der Leser ebenso wie Christopher und Aura im Dunkeln, doch nach und nach verweben sich auf geniale Art und Weise Jahrhunderte alte Geschichten und Fehden zu einer absolut stimmigen Auflösung. Kai Meyer schreckt nicht vor brutalen Kampfszenen zurück und auch nicht davor, einigen liebgewonnenen Figuren das Leben auszuhauchen. Der Autor ist unglaublich einfallsreich, nutzt Mythen und Sagen für die Entwicklung seiner Geschichten. Ich bin immer wieder fasziniert davon, was für eine große Fantasie Kai Meyer hat. Diese Mischung und seine tolle Art, fantastische Geschichten zu ersinnen und zu erzählen, macht "Die Alchimistin" zu einem atmosphärischen und absolut spannendem Lesevergnügen. Ich bin wirklich begeistert, ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen und bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzungen! Als Extra sind in dieser als "Director's Cut" betitelten Ausgabe Texte zur Entstehung des Romans, sowie interessante Anmerkungen und anhand persönlicher Notizen des Autors zu den Figuren und Schauplätzen verfasste Erläuterungen enthalten. Ein Blick in dieses Zusatzmaterial lohnt sich!

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    • 3
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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    • 2500
  • Die Alchimistin von Kai Meyer

    Die Alchimistin

    Tamii1992

    01. August 2016 um 16:26

    Beschreibung: Aura ist die Tochter von Nestor und Charlotte Institoris. Ihr verhasster Vater wird von einen Auftragskiller ermordet. Danach wird Aura ins Internat geschickt, wo sie sich ausgerechnet in den Mörder ihres Vaters verliebt. Eigentlich sollte Gillian ( der Mörder von Nestor) auch Aura töten, doch er stellt sich über seinen Meister und hegt die gleichen Gefühlen für Aura wie sie für Gillian. Gemeinsam geraten sie in einen Krieg zwischen Unsterblichen. Kann ihre Liebe dies verkraften?   Lesevergnügen: Alle die Bücher von Kai Meyer gelesen haben, kennen den tollen Schreibstil den er verkörpert.    Ende: Das Ende könnte spannender nicht sein. Man will den zweiten Teil sofort verschlingen.   Meine Meinung: Ich habe schon einige Bücher von Kai Meyer gelesen und eines stört mich immer wieder. Der ewig lange Anfang. Bis endlich einmal was spannendes passiert, braucht es leider sehr lange. Auch die Charaktere waren etwas merkwürdig. Aber sonst ein sehr gelungener Fantasy. Auf jeden Fall lesenswert.   Cover: Das Cover zeigt das Schloss der Institoris Familie, auf ihrer kleinen Insel umrandet von Zypressen.   Bewertung: 3 von 5 Punkten

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  • Die eigentliche Geschichte fängt erst ab der Hälfte an.

    Die Alchimistin

    Baneful

    23. July 2016 um 11:06

    Meine Meinung: Kai Meyer ist ein Autor, der mich bereits oft verzaubert hat. Er schafft es immer Geschichten zu erzählen, die den Leser berühren, ihm unter die Haut gehen. Dabei bedient er sich an traditionellen Mythen und Sagen, die er so verdreht oder denen er ein anderes Element zuführt, sodass der Leser seiner Geschichte verfällt. Hinzu kommt, dass er eine tolle Art zu schreiben hat. Daher ist es mir schwer gefallen, zu verstehen, dass es eben nicht so bei Die Alchimistin ist. Die eigentliche Handlung fängt erst nach gut der zweiten Hälfte des Buches an, nachdem sieben Jahre von der Vorhandlung verstrichen sind. Diese sieben Buchjahre fühlen sich auch wie sieben Menschenjahre an. Die Charaktere sind distanziert und merkwürdig. Sie stechen lediglich durch einige Angewohnheiten hervor, die ich nicht als besonders sympathisch empfunden habe. So bleiben auch die Protagonisten eher nebulös und uninteressant. Irgendwann hätte ich am liebsten das Buch abgebrochen, allerdings habe ich mich zusammengerissen, mir einen Ruck gegeben und das Buch wurde tatsächlich besser. Bis die Handlung und die Charaktere besser werden, dauert es eine ganze Weile. Das liegt daran, dass sehr viele Informationen auf den Leser prasseln. Sehr gut recherchierte Informationen, aber dennoch ist der Infodump zu viel, da einige Dinge im Nachhinein und eher passiv erzählt werden. Durch die distanzierte Erzählweise kommt der Leser nicht in den Kopf der Charaktere hinein und auch das erschwert das Leseerlebnis. Das Setting ist wirklich interessant. Kai Meyer nimmt und an Orte mit, an denen ich noch nie war und wo ich gerne noch etwas verweilen würde. Diese Orte sind nicht immer mit der Handlung eng genug verknüpft, weshalb diese (zugegeben sehr schönen) Beschreibungen gerne gekürzt hätten werden können. Bewertung: Das Buch lässt mich etwas unschlüssig zurück. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dieses Buch, das eines der ersten Werke Kai Meyers war, wirklich mag. Die Alchimistin hat einige gute Aspekte, jedoch würde ich es nicht noch ein Mal lesen, wenn ich wüsste, dass um die zweihundert Seiten verstreichen müssen, damit die Geschichte endlich erträglich wird.

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  • Großartiger Auftakt! Düster und geheimnisvoll ...

    Die Alchimistin

    Aleshanee

    11. July 2016 um 07:08

    4.5 Sterne 1897Christopher ist 17, als er endlich aus dem Waisenhaus aus- und in ein neues Heim einziehen soll. Ein düsteres Anwesen erwartet ihn an einer stürmischen Küste der Ostsee und auch die Bewohner sind alles andere als einladend. Aura, seine neue Stiefschwester, ist nicht erfreut über sein Auftauchen. Sie verhält sich ihm gegenüber sehr zurückhaltend, ja geradezu abweisend - aber sie ist nicht die einzige, die ein seltsames Verhalten an den Tag legt. Vor allem der Hausherr, Nestor Institoris, der sich seit Jahren im Dachboden verschanzt und seltsame, alchimistische Experimente durchführt, zeigt sich äußerst unzugänglich. Zeitgleich wird Gillian, ein Hermaphrodit, darauf angesetzt, den Alchimisten zu töten und setzt damit Ereignisse in Gang, die niemand vorausgeahnt hätte und die ihren Ursprung weit in der Vergangenheit haben.Meine MeinungSchon auf den ersten Seiten besticht der Autor wieder mal mit seinem Schreibstil, der eine düstere und Unheil versprechende Atmosphäre schafft. Mit vielen Details beschreibt Kai Meyer eindringlich die Stimmungen, die Schauplätze und die vielen verstrickten Geheimnisse, die sich hinter der Familie Institoris, den Waisen Christopher und den auf Abwege geratenen Gillian verbergen.Die Perspektiven wechseln sich zwischen den Protagonisten ab, die das Schicksal in diesem schaurigen Schauspiel zusammengeführt hat.Ich bin wieder einmal begeistert von den vielen originellen Ideen, mit der der immer wiederkehrende Mythos vom "Stein der Weisen" neu aufgepeppt wird. Ein Gewirr aus losen Fäden spinnt diese Geschichte zu einem immer klarer werdenden Muster, das sich im Laufe immer mehr zusammen zieht. Hier stimmt einfach wieder alles: von den eigenwilligen Charakteren, die sich überraschend weiter entwickelnden Schauplätzen, die von Wien, über die Schweiz und Venedig bis nach Transilvanien reichen und wirkungsvoll die Stimmung wiederspiegelnund auch die Handlung, die ständig Überraschungen bereit hält und sich insgesamt aber konsequent zu einem logischen Zusammenspiel verfeinertDie Figuren sind alles andere als typisch. Schon die Familie Institoris hält viele sonderbare Eigenarten bereit, sei es durch den ominösen Hausherrn, der sich seit Jahren im Dachboden verschanzt, der Mutter Charlotte, die leicht hysterisch ist und immer nur den Schein wahren will, oder den Stiefsohn Daniel, der ebenfalls seine Geheimnisse hat. Für Christopher kein einfacher Weg, in dieser Familie Fuß zu fassen. In einem Waisenhaus bei Mönchen aufgewachsen hat er selbst mit seiner Vergangenheit zu kämpfen und bestreitet für sich mit einem sehr ungewöhnlichen Weg seinen Platz.Aber auch Gillian, der Hermaphrodit, kann nicht mit seiner Vergangenheit abschließen. Er steht in der Verpflichtung von Lysander, dem Unterweltkönig von Wien, der ihn zu einem letzten Auftrag nach Deutschland schickt. Doch Gillian befallen zum ersten Mal Zweifel und als Mörder macht er zum ersten Mal einen unwiderruflichen Rückzug.Die Handlung geht in einem guten Tempo voran und gerade gegen Ende erhöhen die Sichtwechsel die Spannung immens und decken viele Geheimnisse auf. Kai Meyer hat viele Elemente zusammengeführt wie die ewige Suche nach dem Stein der Weisen, den Einfluss der Tempelritter und die damit verbundenen Mythen, die sich über die jahrhunderte aufrecht erhalten haben. Dabei müssen sich die Figuren ständig bedrohlichen und teilweise makaberen Situationen stellen, die immer wieder überraschende Wendungen bereit halten.Besonders schön ist bei dieser Ausgabe auch am Ende ein kleines "Making of" des Romans zur Entstehungsgeschichte, den Hintergründen und der Charaktere. Auch ein toller Einblick in die Arbeit eines Autors ;)FazitEin großartiger Auftakt der Trilogie, der mich in allen Punkten überzeugt hat! Trotz vieler, komplexer Ideen ist alles bis ins Detail durchdacht und mit historischen Infos verwoben. Prägnante Charaktere und ein beschleichendes Gefühl eines schonungslosen Geheimnisses, dem man auf der Spur ist, ergeben ein fesselndes Leseerlebnis!© AleshaneeWeltenwandererDie Alchimistin1 - Die Alchimistin2 - Die Unsterbliche3 - Die Gebannte

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    • 3
  • Absolut Unvorhersehbar und Spannend bis zur Letzten Seite

    Die Alchimistin

    Isa1996

    27. June 2016 um 11:10

    In einem Schloss, mitten in der Ostsee, wächst Aura Institoris zusammen mit ihrer Schwester und ihrem Bruder auf. Auras Vater, der Alchimist Nestor Institoris, lebt zurückgezogen von seiner Familie um sich ganz seiner Forschung nach der Unsterblichkeit hingeben zu können. Als Auras Mutter den  17-Jährigen Christopher adoptiert beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Christopher wird von Nestor in den Grundzügen der Alchemie unterrichtet. Doch kurz darauf wird Auras Vater durch einen Auftragskiller von seinem Erzfeind getötet. Aura verliebt sich in den Mörder, Gillian, dessen zweiter Auftrag es ist, auch Aura zu töten. Als Gillian sich gegen seinen Auftraggeber stellt, geraten die beiden in einen schon jahrhunderterlang andauernden Krieg zwischen Unsterblichen. Die verstörenden und brutalen Methoden der Alchimisten Unsterblichkeit zu erlangen, stellen Aura und Gillian immer wieder vor eine Herausforderung. Die Handlung des Buches kurz zusammenzufassen ist in diesem Fall sehr viel komplizierter als gedacht. Die Geschichte ist so verworren, mysteriös und düster, dass man kaum genug sagen kann um Interesse zu wecken, ohne dabei zu spoilern.  Die Charaktere sind auf ihre Art außergewöhnlich und einzigartig. Zum Beispiel Gillian [weiterlesen]

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  • Ein gelungenes Werk eines tollen Autor!

    Die Alchimistin

    buecher_bewertungen1

    05. May 2016 um 15:33

    Zusammenfassung:Director's Cut - vom Autor vollständig überarbeitete NeuausgabeIm düsteren Schloss ihrer Ahnen wächst Aura Institoris inmitten eines Labyrinths endloser Gänge und Säle heran. Als ihr verhasster Vater, ein Alchimist, getötet wird, verliebt sie sich ausgerechnet in seinen Mörder – den mysteriösen Gillian. Sein Auftrag ist es, auch Aura zu ermorden. Doch Gillian stellt sich für sie gegen seinen Meister. Gemeinsam geraten die beiden zwischen die Fronten eines Krieges zwischen Unsterblichen, deren Hass die Jahrhunderte überdauert hat.Cover:Das Cover passt richtig gut zum Buch; die Schriften sind super gewählt, da die wuchtigen Buchstaben einen gewissen Eindruck hinterlassen und die Muster am Rand passen genauso gut! Die Zeichnung soll wohl das Schloss der Familie Institoris sein und ist perfekt plaziert. Mir gefällt die Aufmachung sehr gut, sie hat etwas düsteres; und in dem Buch wird es düster, das kann ich sagen! Sonias Meinung:Das Buch besteht aus zwei Teilen; in dem zweiten sind seit dem ersten 7 Jahre vergangen. Der erste Teil spielt im Jahre 1897, also findet das ganze Geschehen vor über 100 Jahren statt. Schon der erste Satz von Kai Meyer hat mich gefesselt, und obwohl der nur aus vier Worten bestand, hatte ich gleich dieses typische Bild von dem gruseligen Schloss vor den Augen, in das mitten in der Nacht ein Blitz einschlägt... Die Geschichte hat sich sehr gut entwickelt, die Charaktere waren sehr authentisch. Ich muss ja sagen, Gillian hat es mir angetan! Ich mag ihn unglaublich gerne. Aura war mir am Anfang etwas suspekt und ich wusste nicht viel über ihr Verhalten, allerdings war sie da noch nicht so im Focus. Anfangs ging es nämlich vor allem um ihren Adoptivbruder Christopher, der mir zu dem Zeitpunkt auch nicht ganz unsympathisch war. Leider hat sich diese Meinung von mir recht schnell ins Gegenteil verändert.Die Mutter von Aura war mir schon am Beginn der Geschichte nicht ganz geheuer und dieses Gefühl hat sich dann recht schnell bestätigt: die Frau ist etwas nicht so ganz normal und am Schluss weiß man auch, wieso.Mit dem Schluss war das so eine Sache. Der Autor hat ein gutes Ende gefunden, auch wenn er noch etwas weiter erzählen könnte, aber egal. Nur war ich am Ende etwas verwirrt was die ganzen Verwandtschaftsverhältnisse angeht und wer mit wem wann was gemacht hat; das war am Schluss doch etwas verwirrend aber nach kurzem Überlegen wusste ich dann wieder einigermaßen, wer wann was mit wem gemacht hat *grins*Ich finde das Thema von Meyers erstem Bestseller auch sehr interessant; ich kenne nicht viele (Jugend)Bücher, die sich mit der Alchemie beschäftigen und das dann noch auf eine Weise, dass man nicht allzu sehr verwirrt wird. Das hat der Autor wirklich sehr gut hinbekommen (übrigens habe ich ihn auf der LBM2016 getroffen und er hat Humor bewiesen und war sehr freundlich; obwohl wir seinen "Feierabend" bei der Signierstunde nochmal um 20 Sekunden verschoben hatten).Am Ende meiner Rezension kann ich sagen, dass "Die Alchimistin" ein gelungenes Werk eines tollen Autors ist, dem ich 4 Sterne gebe!

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  • Gefällt!

    Die Alchimistin

    Zaphyria

    17. April 2016 um 21:44

    Das Cover zeigt die Burginsel der Institoris-Familie im Hintergrund. An den äußeren Rändern ist ein Torbogen zu sehen.Die Schriftart ist einfach als gedacht. Da ich ja mit Kai Meyers "Seiten der Welt" Probleme hatte und es erst einmal zu Seite gelegt habe, war ich überrascht, wie flüssig sich doch dieses Buch liest. Natürlich ist die Schrift etwas "veraltet", aber gerade das gefällt mir doch sehr als Ausgleich zu den neumodischen Büchern.Der Charakter Christopher ist mir eigentlich sehr sympatisch, doch leider wird er im Laufe des ersten Buches (das Buch besteht aus zwei einzelnen Büchern) immer brutaler und unsympathischer.Die Hauptakteurin Aura ist dazu genau das Gegenteil. Erst kam sie mir unsympatisch, frech und unhöflich vor. Das ändert sich allerdings im Laufe der Geschichte, jedenfalls die Sympathie. Das Höfliche lassen wir mal außenvor.Der Inhalt klingt vielversprechend. Allerdings sollte man nicht verwechseln, dass zwar auf der Rückseite von Aura Institoris gesprochen wird, das Buch aber mit Christopher beginnt. Das war etwas holprig, total verwirrt war ich schon genervt von den ersten Seiten, bis ich merkte, dass es anscheinend Grund und Sinn hat. Das störte mich allgemein etwas bei dem Buch, denn es wurde von A nach B zu C und D gesprungen. Nie ging eine Geschichte richtig zuende, sondern wurde durch eine Andere ersetzt. Und da man ja aber gerne wissen will, wie die Situation A weitergeht, musste man sich etwas durch teils auch beiläufige, für mich langweilige Geschichten, lesen. Allerdings ging mir das mit dem Langweiligen nur am Anfang so, denn umso weiter man liest, umso spannender wurde auch die Nebengeschichte.Für mich begann der spannende Teil der Geschichte ab dem Zeitpunkt, wo Christopher zu Nestor Institoris´ Dachgarten empor steigt. Es passiert mehr, es wechselt zwischen spannenden Situationen hin und her und ich wollte gar nicht aufhören zu lesen. Das durchzog sich das komplette erste Buch durch.Während Gillian hinzukommt, durch Morde glänzt und letztendlich doch durch Liebe, bekommt das Ganze einen Schwung Dramatik. Gefühlswelten werden erweitert und kriegen einen neuen Touch.Seinen Höhepunkt bekommt Buch 1 zu dem Zeitpunkt, an dem Sylvette, Auras kleine Halbschwester, entführt wird. Schade, dass es manchmal ein Privatleben und Arbeit gibt, sonst hätte man mich nach Tagen aus der Leseecke kratzen müssen. Aktion um Aktion und Tatendrang und Taten erweitern die Geschichte um einige spannende, mitfiebernde Momente.Buch 2 übertrifft Buch 1 um einiges!Was mir sehr gefällt, ist die Steigung des Buches. Es ist kein Berg auf und Berg ab. sondern eine konstante Steigung in der Spannung. Ich habe wirklich selten ein Buch gelesen, dass so an Spannung aufbaut und dann auch noch beibehält.Was soll ich zu Buch 2 sagen, ohne zu spoilern. Es passiert soooooo viel. 7 Jahre sind vergangen. Aura hat ein "Geschenk" bekommen und die Alchemie ihres Vaters übernommen. Nach einem Entschluss fährt sie zu Christopher. Und dann kommt der Rubel ins rollen. Es kommen immer neue Infos, an denen man Staunen kann, sich freut, aber auch genauso traurig wird. Und das war ich wirklich einige Male in diesem Buch. Die Anzahl der Personen, die "wichtig" sind und desöfteren auftreten minimiert sich um so circa 80%. Ziemlich viel, und deswegen bin ich doch seeeeeehr gespannt, wie die Fortsetzung "Die Unsterbliche" weitergeht. Ich kann und möchte gar nicht viel vorweg nehmen, denn jeder, der Teil 1 gelesen hat, wird Teil 2 lieben. So viele Geheimnisse werden gelüftet, einzelne Situationen finden ihren Zusammenhang.Was ich etwas öde fand, war die Geschichte Nestors und Lysanders, denn diese waren wirklich sehr groß und ausgeweitet, etwas zu viel für meinen Geschmack.Wirklich sehr positiv überrascht bin ich von diesem Buch, denn Kai Meyers "Seiten der Welt" habe ich vor längerem zur Seite gelegt, da mir sein Schriftstil nicht so zusagte. Ganz im Gegenteil zu diesem Buch, denn auch wenn es die eine oder andere holprige Stelle gab war es einfach und verständlich.Empfehlung für alle Alchimisten, Fantasy-Liebhaber und die, die den Glauben an die Unsterblichkeit nie aufgegeben haben (aber bitte nicht nachmachen!!! ;) )

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  • *+* Spannend, vielschichtig, umfangreich recherchiert, wundervolle Sprache *+*

    Die Alchimistin

    Irve

    07. April 2016 um 19:37

    . Die Erzählung nimmt ihren Beginn auf Schloss Institoris, gelegen auf einer einsamen Insel. Von Beginn an weht ein magischer, mythischer Wind durch die Buchseiten, denn der Autor umhüllt sowohl das Schloss und die späteren Schauplätze als auch die Charaktere mit einer mysteriösen, geheimnisvollen Aura. Aura, so heißt auch die fast volljährige Tochter des Schlossherren Nestor Institoris. Er hat sich seinen Forschungen verschrieben, verbringt sein Leben im Dachgarten des Schlosses, um dort seinem alchimistischen Wissensdurst nachzugehen. Seine Frau Charlotte interessiert sich nicht für Nestors Lebensinhalt. Für den jüngsten Spross der Familie, Sylvette, ist es normal, den „verrückten Alten“ nur alle Jubeljahre einmal zu Gesicht zu bekommen. (Die Originalrezension ist auf meinem LitBlog erschienen: https://irveliest.wordpress.com/2016/03/29/kai-meyer-die-alchimistin/). Lediglich Aura ist in die Geheimnisse des Dachbodens eingeweiht. Ich fragte mich, warum? Wäre es nicht sicherer gewesen, die geheimen, teils gefährlichen Forschungen ohne jedwede Art von Mitwisserschaft zu betreiben? Das eigenartige Leben der Familie hätte bis in alle Ewigkeit so weitergehen können, jedoch bricht Charlotte mit den Gesetzmäßigkeiten, indem sie zweimal einen fast erwachsenen Adoptivsohn in das Schloss holt. War sie einsam? Brauchte sie Gesellschaft? Aber warum mussten es unbedingt Jünglinge sein, die die Familie ergänzten? Nicht nur in diesem frühen Stadium des Buches wurde mein Lesespeicher mit Fragen angefüllt. Es passierten so viele Dinge, die mir rätselhaft erschienen. Sie kitzelten meine Neugier ungemein und ich musste aufpassen, dass ich nicht zum Leseflug ansetzte. Bummelzuglesen ist hier angebrachter, denn es passieren so viele interessante Dinge, immer wieder werden wichtige Details erwähnt, die man nicht verpassen sollte, um der Erzählung wirklich folgen zu können. Anstrengend ist die Lektüre dennoch nicht. Der Stil ist eher leicht, sehr flüssig. Was mir besonderen Spaß bereitete, war die verwendete Sprache – die Wortwahl und Ausdrucksweise, die ausführlichen Beschreibungen, die den Leser glaubhaft in die Zeit versetzen, in der „Die Alchimistin“ angesiedelt ist – Dieser erste Teil der Trilogie spielt in den Jahren 1897 und 1904. Aber nicht nur der detailverliebte Erzählstil ist beachtenswert, auch die Charaktere konnten mich sehr begeistern. Denn es blieb nicht bei den Schlossbewohnern. Nach einiger Zeit wurde Nestor getötet. Gillian, sein Mörder, tauchte immer wieder auf der Bildfläche auf – wie die Kreise die sich bilden, wenn man einen Stein ins Wasser wirft, zog auch sein Auftreten immer wieder weite Kreise nach sich, die zurück in die Vergangeheit reichten, aber auch zukunftsweisend waren. Weitere Figuren wurden in das Geschehen integriert, die teilweise über interessante Pfade miteinander in Beziehung gerieten oder schon längst miteinander standen. So verschieden wie die Protagonisten auch sein mochten, eines war ihnen gemeinsam: Sie alle umgab eine geheimnisvolle Aura. Sie schienen undurchschaubar zu sein. Mir gefiel diese Darstellung der Handlungsträger sehr gut – spitzte dies meine Neugier und Leselust doch noch weiter an! Viele der Figuren durchlebten große charakterliche Entwicklungen und ich wunderte mich immer wieder, warum mir denn auf einmal der „Böse“ sympathisch war und der vermeintlich „Gute“ nicht mehr so nahe stand. Kai Meyer spielt hier nicht nur mit seiner Besetzung im Buch, er spielt auch ein Stück weit mit dem Leser – mir hat das viel Spaß gemacht! Besonders aufregend wurde das Lesen immer dann, wenn es eines der vielen Abenteuer zu bestehen galt. Die Erlebnisse waren sehr spannend, der Ausgang zunächst häufig ungewiss, sodass ich gerne mit den Nachkommen der Familie Institoris, aber auch mit Gillian mitfieberte (zugegebenermaßen mit ihm am meisten – er ist meine Lieblingsfigur). Das Geschehen führte die Protagonisten an viele spannende, interessante Orte, die sehr stringent zu den aufkommenden Themen des Buches gewählt waren. Zusätzlich zu diesen fesselnden Passagen versorgt der Autor den Leser noch mit wohldosierten Portionen seiner umfassenden Recherchen und hat dadurch zumindest in mir den Wunsch geweckt, mehr über einige der angesprochenen Themen wissen zu wollen. Vor allem spricht mich als naturwissenschaftlich interessierte Leserin sehr das Feld der Alchimie an, aber auch die anderen Wissensbrocken, denen ich auf meinem Leseweg begegnete, mag ich gerne weiter vertiefen. Nun bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, denn in diesem ersten Teil werden zwar viele Handlungsstränge beendet, es bleiben aber genügend Fäden unverknüpft und einige Fragen offen. Handlung, Charaktere, Schauplätz, Stil….für mich bildete das alles ein überzeugendes Schauspiel und setzte häufig ein lebhaftes Kopfkino in Gang! Die Trilogie hat übrigens eine interessante Seite im Internet (Link), schaut doch mal vorbei! Inhalt Im düsteren Schloss ihrer Ahnen wächst Aura Institoris inmitten eines Labyrinths endloser Gänge und Säle heran. Als ihr verhasster Vater, ein Alchimist, getötet wird, verliebt sie sich ausgerechnet in seinen Mörder – den mysteriösen Gillian. Sein Auftrag ist es, auch Aura zu ermorden. Doch Gillian stellt sich für sie gegen seinen Meister. Gemeinsam geraten die beiden zwischen die Fronten eines Krieges zwischen Unsterblichen, deren Hass die Jahrhunderte überdauert hat. Der Autor Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Deutschlands. Er studierte Film und Theater, arbeitete einige Jahre als Journalist und widmet sich seit 1995 ganz dem Schreiben von Büchern. Viele seiner Romane wie “Die Alchimistin”, “Die Unsterbliche” und die Trilogien “Merle und die Fließende Königin” und “Die Wellenläufer” wurden zu Bestsellern. Seine Bücher erscheinen in mehr als 40 Ländern, u.a. in den USA, in England, Japan, Italien, Frankreich und Russland. Für “Frostfeuer” erhielt Kai Meyer 2005 den “CORINE-Literaturpreis”. Mehrere Verfilmungen sind in Planung. Quelle: Randomhouse

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  • Der erste Teil des Buches war schon gut... aber

    Die Alchimistin

    nickypaula

    28. March 2016 um 13:49

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~Kai Meyer wusste wieder einmal mit Worten zu zaubern. Das ganze Buch war von Anfang bis Ende spannend und ich konnte es gar nicht wirklich aus der Hand legen. Somit ist es ein gelungener Auftakt zur Alchimistin-Reihe (momentan eine Trilogie - weitere Bände: Die Unsterbliche & Die Gebannte).Beim Genre wusste ich gar nicht, was ich euch schreiben sollte, weil ich es nicht ganz zuordnen konnte. Also habe ich die Verlagsseite befragt: Randomhouse hat „historische Krimis“ und „historische Fantasy“ angegeben. Das passt denke ich ganz gut, auch wenn insgesamt weniger Fantasy enthalten ist als gedacht. Doch da kann man sich, denke ich, auch darüber streiten, ob man die Alchemie als Fantasy ansieht oder nicht – immerhin hat es sie gegeben. Sie ist der Vorgänger der Chemie. Fantastisch wird es, als es um die Unsterblichkeit geht. Doch auch da können wir nur spekulieren. Vielleicht fand ein Alchemist den Weg zur Unsterblichkeit und hat es nur nicht geteilt? *zwinker*Das Buch ist erstmals 1998 erschienen, also vor 18 Jahren. Wieder war ich erstaunt, dass ich ein Buch gelesen habe, welches vor etlichen Jahren erschienen ist. Doch dies tut hier der Geschichte und auch dem Erzählstil keinen Abbruch. Es wäre mir gar nicht aufgefallen, wenn ich es nicht nachgelesen hätte, aber mich interessiert es bei jedem Buch, wann es ursprünglich veröffentlicht wurde. Diese Auflage ist komplett von Kai Meyer überarbeitet – einen Vergleich zu alten Ausgaben kann ich hier nicht geben, da ich nur diese Ausgabe kenne.~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~Aura Institoris ist im Schloss ihrer Ahnen aufgewachsen und half ihrem Vater von Zeit zu Zeit bei (kleineren) alchimistischen Experimenten. Diese fanden im Dachgarten satt wo er sich fast immer aufhält und diesen auch nur selten zum Essen verlässt. Dort haben nur Aura und ihr Vater Nestor Zutritt, sowie später der neue Stiefbruder Christopher. Eines nachts wird ihr Vater von Gillian ermordet. Dieser wurde von Nestors Gegenspieler Lysander beauftragt. Doch Gillian soll nicht nur Nestor, sondern auch seine Tochter töten. Doch stattdessen lässt er sie am Leben und verbündet sich später mit ihr gegen Lysander, wodurch sie in einen „Krieg“ zwischen Unsterblichen geraten.~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~Wie oben erwähnt ist das Buch nun schon etwas älter, wodurch es viele Auflagen gab. Doch das Cover dieser Auflage gefällt mir am besten – es ist ein wahrer Augenschmaus! Ich mag Cover in diesem Stil viel mehr als Cover mit irgendwelchen Menschen, die womöglich nicht einmal zu den Figuren im Roman passen.Zu sehen ist die Schlossinsel der Familie Institoris, auf welcher wir auch so manche Buchseite verbringen.Das Buch ist in zwei Teile geteilt und es verfügt über einen Anhang. Der zweite Teil spielt sieben Jahre nach dem ersten. Jeder der beiden Teile besteht aus 11 Kapiteln, welche unterschiedlich lang sind. Der personale Erzähler schildert in manchen Kapiteln die Geschichte aus der Sicht einer Person, manchmal aus der mehrerer Personen.Der Anhang ist 44 Seiten lang und ist durch drei Überschriften unterteilt: Die Entstehung des Romans - Alchemie in der Literatur - Das Theatre du Gand Guignol. Der Anhang wurde von einer anderen Person verfasst und wurde anhand von Kai Meyers Notizen verfasst.Dieser Anhang gewährt einen schönen Einblick in die Arbeit Kai Meyers und in die Entstehung seines Werkes. Gerade durch den Anhang wird der historische und realistische Bezug umso deutlicher. Manche Sachen habe ich auch schon vor dem Lesen des Anhangs gegoogelt. So habe ich auch den Namen eines Künstlers erfahren, von dem ich zwar schon Bilder gesehen hatte, aber dessen Namen ich nicht kannte. Die Rede ist von Giuseppe Arcimboldo. Der Künstler der beispielsweise Gesichter gezeichnet hat, welche aus Obst und Gemüse bestehen. Der Anhang ist ganz interessant, aber ich muss auch gestehen, dass ich es nicht gelesen hätten, wenn ich das Buch nicht als Rezensionsexemplar bekommen hätte. Es wäre aber schade drum gewesen.Die Schrift ist zwar recht klein und die Seiten voll, dennoch lässt sich das Buch sehr gut lesen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass eine schlanke Schrift gewählt wurde, sodass die Seiten nicht vollgekleckst wirken.~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~Der erste Teil des Buches war schon gut und hielt einige unerwartete Wendungen bereite, doch im zweiten Teil hatte ich mehrere „wow“-Momente. Das Ende ist in sich geschlossen, man kann, muss also nicht die folgenden Bände lesen.Während des Lesens war ich total begeistert. Nun, ein paar Tage später, mag ich das Buch noch immer sehr, aber der Bann, der mich während des Lesens eingefangen hatte, ist nun etwas verflogen.Letztlich bekommt das Buch 4 von 5 Sternen. Es ist ein tolles Buch, wenn doch anders als erwartet. Ich habe etwas mehr Fantasy erwartet, auf Grund von Rezensionen und Gesprächen mit anderen Personen. Das Buch ist M.E. ziemlich realitätsnah. Es spielt an realen Orten und auch bei der Alchemie versucht Kai Meyer bei den Fakten zu bleiben die überliefert sind. Es wird nicht einfach herum gesponnen, bis auf den Punkt mit dem Stein der Weisen – der Unsterblichkeit. Doch dies war das Ziel der Alchemie und wer weiß ob es nicht doch einer geschafft hat? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~Puh, da muss ich jetzt erstmal überlegen. Kenne zwar bis jetzt nur ein anderes Buch von Kai Meyer, aber würde behaupten auf jeden Fall all seinen Fans? :-)Ansonsten für alle ab dem Alter ältere Jugendliche/junge Erwachsene und natürlich aufwärts, welche gern historisch angehauchte Bücher bzw. welche mit starkem Realitätsbezug lesen. Tifivon Nickypaulas Bücherwelt

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  • Rezension zu Die Alchemistin von Kai Meyer

    Die Alchimistin

    LiaDeLyra

    20. March 2016 um 14:23


  • Für mich eine totale Überraschung! Kai Meyer konnte mich als Leserin gewinnen. Ein Must-read!

    Die Alchimistin

    Floh

    Der Bekanntheitsgrad des Bestsellerautors Kai Meyer steht für Erfolg und Sensation seiner Werke. Ich wollte schon länger eines seiner Bücher oder Reihen lesen. Nun bot sich die komplett überarbeitete Neuauflage zu seiner Trilogie um „Die Alchemistin“ an. Ich bin völlig geplättet, dass was mich in diesem Buch erwartet, hätte ich mir so gar nicht ausmalen können. Ein Buch, was man auf jeden Fall gelesen haben sollte. Vielschichtig, minutiös, detailverliebt und emotional. Mit einer Wucht aus Magie, Alchemie, Zauber und Liebe wird der Leser in den Bann des Buches gezogen. Eine Geschichte, die man in den Händen hält und erst wieder loslassen mag, wenn die letzte Zeile gelesen ist. Erschienen im Heyne Verlag (http://www.randomhouse.de/Verlag/Heyne/30000.rhd) Inhalt / Beschreibung: "Director's Cut - vom Autor vollständig überarbeitete Neuausgabe Im düsteren Schloss ihrer Ahnen wächst Aura Institoris inmitten eines Labyrinths endloser Gänge und Säle heran. Als ihr verhasster Vater, ein Alchimist, getötet wird, verliebt sie sich ausgerechnet in seinen Mörder – den mysteriösen Gillian. Sein Auftrag ist es, auch Aura zu ermorden. Doch Gillian stellt sich für sie gegen seinen Meister. Gemeinsam geraten die beiden zwischen die Fronten eines Krieges zwischen Unsterblichen, deren Hass die Jahrhunderte überdauert hat." Meinung: Im Bereich Romane und Fantasy ist es schwierig genau meinen Geschmack zu treffen und mich wirklich gefangen zu nehmen. Doch Kai Meyers Geschichte wirkt so nah und real, dass ich mit jedem Charakter miterleben konnte, welche Gefühle und innere Antreibe ihn formten. Kai Meyer hat es geschafft, mich in eine so facettenreiche Welt zu holen, die ich erst nach Beenden des ersten teils wieder verlassen konnte. Dass in „Die Alchemistin“ eine Art Familiengeschichte auf mich wartete hat mich besonders positiv überrascht. Diese besondere Art, wie Kai Meyer mit den Worten jongliert und seine Geschichte überwiegend aus Sicht von Aura Institoris erzählt, lässt die Nervenbahnen und Gefühlsadern der Leser pulsieren. Kai Meyer hat es bereits mit seinen ersten Zeilen geschafft mich für seine Trilogie zu gewinnen. Mir fehlen schier die Worte, die meiner Begeisterung einen Namen und Ausdruck geben könnten. Ich bin wirklich froh solch ein meisterhaftes Buch entdeckt und gelesen zu haben. Und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und viele weitere überwältigende Erzählungen, Ereignisse, Geheimnisse und Wendungen. Wir Leser tauchen in die Welt der großen und belesenen Meister, eine Welt aus Einsamkeit und Andersartigkeit, eine Welt der Intrigen und Geheimnisse, eine Welt der großen Gefühle und einer zarten Liebe. Eine Welt, die einen Mord zu verarbeiten hat. Das Besondere ist Kai Meyers´Sprache, die dieses Werk so erblühen lässt, dieses Buch besitzt Spannung, Düsternis, Faszination, Nervenkitzel, Gänsehaut und Beklemmungen. K. Meyer hat sich einen Plot erdacht, eine eigene Welt erbaut, in die er seine Leser entführt und mitnimmt. Da es sich hier um eine Neuauflage mit vielen bisher unveröffentlichten Material und Passagen handelt, frage ich mich, auf was man vorher verzichten konnte? Ich will kein einziges Wort dieser Geschichte missen wollen. Einfach selbst lesen und sich selbst entführen lassen. Ich wollte Kai Meyer für mich entdecken, ich glaube jetzt liebe ich seine Werke. Kritikpunkte: Eigentlich gab es keine Kritikpunkte, aber um auf hohem Niveau zu nörgeln könnte ich anmerken, dass im ersten Drittel einige Längen auftauchen, die sich erst mit weiteren Seiten erklären und schlüssig werden. Aber im Gesamtkonzept macht das gar keinen Hehl. Im Gegenteil, diese Phasen waren nötig, um den weiteren Verlauf vorzubereiten. Sie dienten somit als Fundament der weiteren Handlung. Pressestimme (Quelle Amazon): „Kai Meyer schreibt Romane von großer sprachlicher Schönheit. (Stern)“ Schreibstil: Der Schreibstil erlaubt zunächst kein einfaches lesen und setzt Zeit und Muße sowie Konzentration voraus. Passagen und Fakten die man zuvor gelesen hat, setzten sich erst mit fortschreitenden Seiten zusammen und ergeben einen Sinn. Manches erklärt sich aber auch erst sehr viel später, oder erst beinahe am Ende des Buches. Der Leser sollte also Geduld für dieses Buch mitbringen. Da es noch zwei weitere Teile geben wird, bleibt auch noch Potential offen, was nicht tragisch ist, da alle Bände bereits veröffentlicht sind und man nahtlos fortfahren kann. Jedoch lassen sich die Teile auch sicherlich unabhängig verstehen und lesen. Zumindest Teil 1 wirkt rund und abgeschlossen. Sprachlich gekonnt, und sehr beeindruckend. Aus Sicht von der jungen Aura Institoris erzählt, bekommt der Inhalt und das Geschehen noch mehr Intensität und Nähe. Man verbindet und verbündet sich mit Aura und geht mit ihr ihren Weg. Kai Meyer nimmt seine Leser einfach mit in ganz andere Gefilde, die an große Fantasy erinnern, aber sehr real und lebensnah erscheinen. Was vor allem an den Beschreibungen und der wortgewandten Sprache liegt. Der Autor hat eine Poesie in seinem Schreibstil, welche unvergleichlich ist, und dem Geschehen besondere Noten verleiht. So hat mich der Autor als Leserin gewonnen, er lässt durch seinen Ausdruck und seiner Worte eine Atmosphäre entstehen, die einen sofort in den Bann zieht und in die Zeit aus Alchemie und Magie und der Suche nach Antworten und der großen Liebe reisen lässt. Sich in Gefahren stürzen lässt und sogar einen Mörder mildert. Charaktere: Bestsellerautor Kai Meyer besitzt das Talent, die einzelnen Charaktere dem Leser besonders nahe zu bringen. Vor allem natürlich unsere Hauptprotagonistin und Dreh- und Angelpunkt Aura. Aura macht ihrem Namen alle Ehre. Eine ganz besondere Person, der man sich schnell anschließt und mit ihr ihr Dasein in der Alchemisten-Familie fristet. Doch es soll sich bald ändern und die Familie wird gänzlich aus den Angeln gerissen. Ein kaltblütiger Mord beschattet das Vorhaben des Vaters. Kai Meyer hat vielschichtige Charaktere erschaffen, die mit ausgefeilten Skizzierungen und Psychogrammen beeindrucken und den Leser fesseln. Ihm ist es wahnsinnig grandios gelungen, die Macht und die Besonderheiten dieser Charaktere auszumachen und unglaublich genau einzufangen. Ihre Hintergründe, Prägung und Beweggründe werden dem Leser jedoch erst schrittweise deutlich und klar gemacht. Das überzeugende bei Autor K. Meyers´ Umsetzung und Darstellung der Protagonisten ist, wie er einfache kleine Handlungen der Charaktere detailliert beschreibt, bei denen man sich oft selbst ertappt fühlt. So werden diese auf den ersten Blick unbedeutsamen Taten zu großen Schlüsselelementen im Buch. Der Autor: "Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Deutschlands. Er studierte Film und Theater, arbeitete einige Jahre als Journalist und widmet sich seit 1995 ganz dem Schreiben von Büchern. Viele seiner Romane wie "Die Alchimistin", "Die Unsterbliche" und die Trilogien "Merle und die Fließende Königin" und "Die Wellenläufer" wurden zu Bestsellern. Seine Bücher erscheinen in mehr als 40 Ländern, u.a. in den USA, in England, Japan, Italien, Frankreich und Russland. Für "Frostfeuer" erhielt Kai Meyer 2005 den "CORINE-Literaturpreis". Mehrere Verfilmungen sind in Planung." Fazit: Es gehört für mich ohne Zweifel zu den Werken, die man einfach gelesen haben muss. Ich bin froh, durch die Neuauflage nun endlich auf den Geschmack der Bücher von Kai Meyer gekommen zu sein. Ich habe viel zu lange gewartet, dafür war es nun umso beeindruckender! Voller Flair, Charakter und Atmosphäre.

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    • 10
  • Wenn nichts so ist wie es scheint und wenn Liebe zur Gefahr wird gehen wir mit Aura auf die Reise...

    Die Alchimistin

    Solara300

    24. February 2016 um 15:39

    Kurzbeschreibung Die junge Aura Institoris ist in einem düsteren verwinkelten Schloss aufgewachsen, durch dessen bunte Fenster kaum Tageslicht in die Zimmer und langen Gänge und Flure dringt.  Ihr Vater, Nestor Nepomuk Institoris, auf den sie eine unbändige Wut hegt, bekommt sie kaum zu Gesicht. Er hat sich der Alchemie völlig verschworen und für ihn zählen nur seine Studien. Doch als er eines Tages ermordet wird und sein Mörder die Anweisung auch sie zu töten ignoriert, ändert sich ihr Leben von Grund auf. Sie verliebt sich und Gillian, so heißt der mysteriöse junge Mann, verbündet sich mit ihr und unterstützt sie im Kampf gegen ihre Widersacher.  Sie muss das Erbe ihres Vaters antreten und Alchimistin werden um gegen ihre Feinde zu bestehen.   Cover Das Cover ist ein absoluter Eyectacher! Es ist sehr aufwendig gestaltet und ich finde es fantastisch. Der Hintergrund ist schwarz gehalten dadurch wirkt es dunkel und Düster. Im Vordergrund, gezeichnet in hellem Blau, ist ein schön stilisiertes Tor zusehen durch das der Blick auf das düstere Schloss fällt über dem sich die dunklen Wolken türmen. Gesäumt von hohen Zypressen zieht es meinen Blick magisch an. Im unteren Teil des Covers ist ein Ornament zu sehen umrahmt von Federn und Schlüsseln, es macht neugierig zu erfahren was sich dahinter verbirgt.      Schreibstil Der Autor Kai Meyer hat einen fantastischen Schreibstil der eine sofort gefangen nimmt.  Er entführt mich mit seinen detaillierten und bildhaften Beschreibungen und fesselndem Schreibstil in ein spannendes Abenteuer das mich bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen hat.  Die Charaktere sind sehr komplex gestaltet und anfangs schwer zu durschauen. Es dauert bis man hinter die Fassaden blickt, das hält die Spannung hoch und birgt auch Überraschungen, denn vieles entwickelt sich anders als gedacht.    Es gibt verschiedene Erzählstränge die alle sehr gut miteinander verwoben werden.  Mir persönlich gefällt das sehr gut, erfährt man doch die Sichtweise verschiedener Protagonisten und bekommt einen breiteren Überblick auf die Geschehnisse.     Meinung Wenn nichts so ist wie es scheint und wenn Liebe zur Gefahr wird gehen wir mit Aura auf die Reise...   Die achtzehnjährige Aura Institoris wächst auf einer Insel in einem düsteren Schloss auf dessen verwinkelte Gänge einem Irrgarten gleichen.   Auf ihren Vater ist sie nicht gut zu sprechen. Er  verbringt er seine Zeit ausschließlich mit seinen Studien in seinem privaten Reich unter dem Dach, zu dem nur sehr wenige Zutritt haben und ignoriert seine Familie.    Da wird ihr Vater ermordet und Gillian sein Mörder, führt den zweiten Auftrag seines Meisters nicht aus. Er sollte auch Aurora ermorden, stellt sich stattdessen auf ihre Seite und unterstützt sie in ihrem Kampf gegen ihre Widersacher.  Beide spüren eine unerklärliche Anziehungskraft zueinander, der sie nicht widerstehen können. Doch es liegt ein schwieriger Weg vor ihnen denn sie geraten mitten in einen Krieg und ihre Liebe wird auf eine schwere Probe gestellt.   Die Charaktere sind sehr komplex gestaltet und bestechen durch ihre Vielfalt und zahlreichen Facetten. Die Gefühle und Gedanken der Protagonisten sind sehr klar beschrieben, sodass man ihre Handlungen und Reaktionen verstehen und nachvollziehen kann. Man fühlt mit ihnen mit, spürt ihre Ängste, ihre Wut und den Zorn.    Aurora erscheint anfangs unfreundlich und abweisend, sie trägt viel Wut in sich, sehnt sich nach Anerkennung und fühlt sich verraten und im Stich gelassen. Doch sie ist eine Kämpferin und gibt nicht schnell auf. Ihr Leben auf dem Schloss stellt sich als nicht einfach dar, kämpft sie doch jahrelang um Anerkennung und Liebe. Sie fühlt sich nur ihrer kleinen zehnjährigen Schwester Sylvette verbunden. Sylvette besticht durch ihre Fröhlichkeit und Natürlichkeit und ihr Talent hinter die Fassade zu schauen. Gillian sehnt sich nach Freiheit und einem normalen Leben über das er selbst bestimmt. Er zeigt bei Aurora zum ersten Mal Gefühle, als er es nicht über sich bringt sie zu töten. Er tritt zwar als der Böse auf, doch wandelt er sich und beschließt nicht mehr gegen seine Überzeugungen zu handeln.  Und was soll ich sagen, ich mochte ihn sofort.    Die Schauplätze und Landschaften sind sehr ausführlich und mit Liebe zum Detail beschrieben was die Geschichte wie einen Film erscheinen lässt den man vor Augen hat. Ich konnte die Beklemmung in dem düsteren Schloss fast fühlen. Das liebe ich an Geschichten, wenn sie fühlbar sind, man richtig eintauchen kann und sich hautnah mit den Protagonisten auf die Reise begibt.     Fazit Ein grandioser Auftakt in der vieles nichts so ist wie es scheint, über Liebe, Intrige und Verrat, spannend, düster und voller Geheimnisse die mich in den Bann gezogen hat.     Sehr empfehlenswert!!!     5 von 5 Sternen

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  • Kai Meyer wie man ihn kennt

    Die Alchimistin

    Shiro_91

    19. February 2016 um 22:59

    Die Alchimistin ist ein eher komplexes Buch. Man bekommt im ersten Moment sehr viel Informationen was Charakter und Handlungsorte betrift und weiß auch ersten Augenblick nicht wirklich viel damit anzufangen, denn alle Handelnden Personen sind schon auf den ersten Blick nicht wirklich das was man als "normal" bezeichnen würde. Angefangen mit Aura - der eigentlichen Protagonistin des Buches - was sich jedoch im Verlaufe des Buches noch teilweise ändern wird, da der Roman aus den verschiedenen Sichten der vorkommenden Figuren erzählt wird - sie lebt mit ihrer Familie in einem Schloss nahe der Ostsee. Ihr Vater bekommt sie nur selten zu Gesicht, da sich dieser meist Tage oder sogar Wochenlang im Dachgarten einschließt um irgendwelche geheimen Experimente zu tätigen. Ihre Mutter hat ein schwäche für Muscheln, ihre kleine Schwester ist das komplette gegenteil von ihr, immer fröhlich und so zu sagen der Sonnenschein der Familie. Daneben gibt es noch den älteren Daniel, der von der Mutter adoptiert wurde und kränklich zu sein scheint. Eines Tages bekommt sie einen neuen Adoptivbruder, mit der sie sich schon auf anhieb nicht gut versteht. Plötzlich taucht eines Tages ein mysteriöser Mann auf, der Nestor - der Vater von Aura - ermordet - und von da an kommt der besagte Stein ins Rollen und die Geschichte nimmt ihren lauf. Nach den beiden Merle-, Arkadien Büchern und dem ersten Buch der Seiten der Welt Trilogie, wollte ich wieder ein Buch von Kai Meyer lesen. Da viel mir die Alchimistin ins Auge. Dementsprechend war ich gespannt was mich erwarten wird. Jetzt nachdem ich es gelesen habe muss ich ehrlich gestehen, dass ich etwas verwirrt und überfordert bin. Es gibt zahlreiche Figuren mit denen man sich auseinander setzen muss und die im Voranschreiten der Story immer mehr Entwicklungen durchmachen, bei denen man genau aufpassen muss. Hat man sich dennoch auf das ganze eingelassen, erfährt man nach und nach in welchem Verhältnis nicht nur Aura zu ihrem Vater, sondern auch zu dem geheimnisvollen Gillian - dem Hermaphrodit - und wie sich ihr Weg kreuzt und sie sich aus den Augen verlieren. Auch Gillian hat in Die Alchimistin eine tragende Rolle zu spielen, die ich hier aber nicht näher erläutern will ;D  Dennoch muss ich sagen, hat man sich einmal festgelesen, wird dieses  Buch zu einer interessanten Lektüre. Vieles an Informationen muss man verarbeiten, aber sie werden zum Teil aufgelöst. Man bekommt viele Rätsel aufgetischt die man mit Spannung verfolgt und auch nicht immer so aufgelöst werden wie man sich vielleicht zuvor gedacht hat. Wie in allen Kai Meyer Romanen bereist man auch hier zahlreiche Orte in die der Autor seine Leser mitnimmt. Ausgeklügelt und fantastisch beschrieben, so wie es nur Kai Meyer kann. Wer also schon einige seiner Bücher gelesen hat wird auch hier nicht enttäuscht, was die Vielfalt an Länder gibt in denen die Geschichte spielt, sei es Venedig, Deutschland, Österreich oder sogar der Kaukasus.  Eine Besonderheit dieses Buches ist, dass es in zwei Teile unterteilt ist. So kann es dem Leser vorkommen, dass der erste Teil eine Art Einführung sein kann. Zum einen werden hier die verschiedenen Charakter und ihre Beziehung zueinander erklärt und zum anderen werden hier die Vorbereitungen auf die Ereignisse im zweiten Teil getroffen. Beide Teile liegen sieben Jahre auseinander und dementsprechend haben sich die Charakter weiterentwickelt und Veränderungen erlebt, so dass der Leser gezwungen wird diese auf Neue kennen zu lernen. Außerdem passiert wirklich sehr viel und man kann es nur schwerlich erklären ohne zu viel zu verraten.  Die Alchimistin ist ein wirklich spannendes Buch, auch wenn ich wie erwähnt etwas verwirrt bin und hoffe, dass im zweiten Buch diese Verwirrung verschwindet und ich erfahre wie es mit Aura, Gillian und so manch anderen Figuren weitergeht. Dieses Buch ist wirklich nichts für zwischendurch, mann muss höllisch aufpassen, sonst kann man den Faden verlieren. Fassettenreich und wirklich toll. Ich kann aber auch sagen, dass es wohl ein Buch ist, dass nicht jedem gefallen wird. Es ist eher so ein zwischending. Selbst ich bin mit noch nicht wirklich sicher, wie ich es bewerten soll, dafür müsste ich mir noch die anderen beiden Bände durchlesen. Trotzdem ein gutes Buch, fantastisch erzählt wie es nur Kai Meyer kann. Ein besonderes Gimmick in der Neuauflage der Alchimistin ist nicht nur neben dem Nachwort des Autors das man im Buch findet, sondern auch noch die Hintergrundinformationen der Charakter und die Entstehung des Romanes und weitere interessante Erklärungen, welche man im hinteren Teil des Buches findet.

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