Kai Meyer Faustus

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Inhaltsangabe zu „Faustus“ von Kai Meyer

1515, die Zeit der Schwarzkünstler und Geisterbeschwörer. Keiner ist berüchtigter als Doktor Johannes Faustus, keinen jagt die Kirche gnadenloser. Mit seinem jungen Adlatus Christof Wagner befindet sich Faustus auf der Flucht, gehetzt von den Schergen der Inquisition. Durch dunkle Kerker, mittelalterliche Bibliotheken, verfluchte Schlossruinen und die Fundamente des Vatikanpalastes führt ihr Weg in das Herz einer teuflischen Intrige: Der Borgia-Papst selbst spinnt in Rom finstere Pläne, die ganz Europa ins Verderben stürzen. Doch Faustus und Wagner haben zwei geheimnisvolle Verbündete. Ein Mädchen ohne Gesicht, das behauptet, ein Engel zu sein. Und Mephistopheles, ein schwarzer Wolfshund - oder Satan persönlich? Enthält die Bände: Der Engelspakt Der Traumvater Die Engelskrieger

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  • Rezension zu "Faustus" von Kai Meyer

    Faustus

    MichaelSterzik

    29. May 2009 um 23:21

    Der Name "Faust" oder "Faustus" ist uns geläufig. Nicht nur durch den Dichterfürsten Goethe mit seiner Interpretation der Faust-Legende die zweifellos die berühmteste ist. Auch durch die Werke von Christopher Marlowe oder Thomas Mann und anderen zahllosen bekannten wie auch unbekannten Autoren hat die Figur des Dr. Faust der einen Pakt mit dem Teufel eingeht, zu Gedichten, Dialogen, Romanen, Dramen und Theaterstücken inspiriert. Es gibt ein Faust-Museum in Knittlingen und die Weimarer Bibliothek verfügt über 13000 wissenschaftliche und literarische Werke. Doch es gibt auch viele widersprüchliche Quellen, viele rätselhafte Geheimnisse um den Dr. Faust der neben der Theologie, auch Medizin, Astrologie und Astronomie studiert hat. Was Dr. Faust oder Dr. Faustus als der er auch bekannt gewesen war, interessant und mystisch zur Legende gemacht hat, sind seine Interessen über die dunklen Künste, der schwarzen Magie, des Hexenwerkes die ihn zu einen mächtigen Schwarzkünstler stilisierten. Sein gewaltsamer Tod, letztlich hat ihn der Teufel doch seiner Seele beraubt, hat ihn abschließend eine Hauptrolle in der Weltliteratur eingebracht. 1587 - fünf Jahrzehnte nach seinem Tod setze in der Erzähltradition ein wahrer Faustboom ein der den guten Doktor wahrlich die erwünschte Unsterblichkeit eingebacht hat, wenigstens in der Literatur und auf der Bühne. In dem Roman "Faustus" von dem Deutschen Autor Kai Meyer hat wurde dieser legendären Figur ein neues Bild gegeben. Mit dem historischen Dr. Faust hat dieser nur am Rande Ähnlichkeit, doch sein Historischer Roman ist lesenswert. - Story/Geschichte - Anno Domini 1515 - Überall in Europa brennen in Namen der Heiligen Inquisition die Scheiterhaufen. Die Opfer Männer und Frauen die als Ketzer denunziert wurden, weil sie anderes glaubten, anders lebten oder einfach nur jemanden anders persönlich im Wege standen. Aber nicht nur diese wurden durch die Heiligen Kirche gejagt, gerade Mediziner, Astrologen, eben jene intelligenten Menschen die nicht einfach durch die Drohung der Verdammnis, dem endlosen Qualen der Hölle oder durch Enteignung des kargen Besitzes und Androhung der notpeinlichen Folter den Kirchenfürsten ein Dorn im Augen waren. Diese Personen wurden verdächtigt einen Pakt mit dem Teufel zu haben, oder die abartigen und sonderbaren Künste der Schwarzen Magie auszuüben. Dr. Faustus ist dem Hexenjäger und Inquisitor Konrad von Asendorf nach langer Jagd in die Falle gegangen. Auf dem Wittenberger Dorfplatz steht Dr. Faustus auf einem Scheiterhaufen, verurteilt in den Augen der Kirche wegen schwarzer Magie und ähnlichen Vergehen, die Henker stehen bereit den Schwarzkünstler Faustus dem reinigen Feuer zu übergeben. Doch inmitten der Hinrichtung taucht eine Gruppe von "Pestkranken" auf und Panik breitet sich aus, ein jeder hat Angst vor dem Schwarzen Tod der unter der Bevölkerung egal ob jemand nun ein Unfreier oder ein Adliger ist, keinen Unterschied kennt. Es ist eine List, die "Pestkranken" verwandeln sich als todbringende und brandschatzende Attentäter die die Kirche zu Wittenberg in Brand setzen und den Priester Erbarmungslos verbrennen. Einer der Attentäter befreit wahrscheinlich aus Mitleid den fast schon brennenden Faustus dessen Scheiterhaufen im Tumult Feuer gefangen hat. Es ist eine junge Frau, maskiert und selbst durch die züngelnden Flammen schwer verletzt. Dr. Faustus verwirrt, versucht in dem Durcheinander was auf dem Marktplatz herrscht, zu fliehen wird aber von den Landsknechten gefangen genommen. Der Inquisitor von Asendorf schlägt Dr. Faustus einen Handel vor - Die Identität der Attentäter zu lüften um erstmal der Gefangennahme zu entgehen. Von Asendorf lässt Dr. Faustus eine Bedenkzeit bis zum nächsten Morgen, ansonsten wird er in den Flammen brennen. In der Nacht wird Faustus von dem jungen Schüler Christof Wagner, des Priesters Martinius, der sich später mit seinen Theorien unter dem Namen Martin Luther noch mehr Feinde unter den Klerikern macht, befreit. Christof Wagner wird fortan ein Schüler des Dr. Faustus sein und diesen auf seinen Reisen und Abenteuern begleiten. Er wird vieles erlernen, viel erleben und sich in gewisser Weise auch einen Namen machen. Auf der Flucht vor den Landsknechten des Inquisitors treffen Dr. Faustus und Christof Wagner eine herumziehende Schar von Gauklern und Zirkusartisten die den Vogelfreien für eine Nacht Unterschlupf und Nahrung gewähren. Aber nicht nur den beiden Flüchtigen wurde in dieser Nacht geholfen, eine schwer durch Brandwunden entstellte junge Frau mit merkwürdigen, tiefen Schnittwunden auf dem Rücken, dem Tode näher als dem Leben nehmen sich die Gaukler rührend an. Dr. Faustus erkennt in dem schwer verletzten Mädchen seine Retterin wieder, die Person die ihn vor der Hinrichtung bewahrt hat. Die Gaukler sagen über diese junge Frau, sie wäre ein gefallener Engel?! Dr. Faustus empfindet Mitleid und Interesse an dem Mädchen und überredet die Gaukler dazu "Angelina" wie sie genannt wird in seiner Obhut zu nehmen. Dr. Faustus will herausfinden was es auf sich hat mit dem "Gefallenen Engel" und den Attentäter die in den Augen der Kirche eine Gefahr darstellen! Gehetzt von den Schergen der Inquisition gehen Faustus und Wagner einen unheilvollen Weg bis in das Zentrum der Heiligen Kirche nach Rom. Doch bis dahin müssen Sie mysteriöse Morde in dem verfluchten Schloss des Schlangenkönigs im Spreewald aufklären bis sie die Lösungen in den Fundamenten des Vatikans finden. - Meinung/Kritik - Wie schon oben erwähnt hat die Figur des Dr. Faustus mit der historischen Person des "Schwarzkünstlers" nicht viel gemein. Trotzdem ist der Roman von Kai Meyer spannend und unterhaltsam geschrieben und kann den Leser wirklich für Stunden an das Buch ketten. Der Roman, bzw. die Trilogie - "Der Engelspakt", "Der Traumvater" und letztlich der Abschluss "Die Engelskrieger" werden in der Ich-Form aus der Sicht des "Zauberlehrlings" Christof Wagner erzählt. Für den Leser ist es wichtig die Romane der Reihe nach zu lesen, zwar ist jeder Roman in sich eine abgeschlossen Erzählung, doch um die Charakter und ihr Streben verstehen zu können ist es unabdingbar diese fortführend zu lesen. Die Charaktere in dem Roman und ihre Beziehung zu- und miteinander entwickeln sich stetig aus und weiter. Die Hauptperson um die es geht stellt zwar die Figur des Dr. Faustus dar, doch alle drei Protagonisten spielen faktisch gleich wichtige Rollen. Der Autor hat es gut verstanden den Spannungsbogen auszubauen und die Geheimnisse der "Gefallenen Engel" und des Vatikans plausibel dem Leser zu beschreiben. Mir haben sehr die Passagen gefallen in dem der "Lehrling" Wagner versucht Dr. Faustus seine Geheimnisse zu entlocken. Die Sage Dr. Faustus hätte einen Pakt mit dem Teufel geschlossen wird in dem Roman nicht aufgelöst. Dr. Faustus weiß es geschickt das Thema zu umgehen, er bezieht keine eindeutige Stellung, weder pro noch contra. Es bleibt dem Leser zu überlassen welchen tatsächlichen Pakt Dr. Faustus geschlossen hat, doch es gibt genügend Hinweise die zu Interpretationen führen. Der Charakter des Christof Wagner ist am besten beschrieben. Mal Großmäuler und sehr arrogant, dann wieder ein Feigling und doch ein über seinen Schatten springender mutiger junger Mann. Vielleicht ist diese Figur deswegen so vielschichtig weil diese die Geschichte des Dr. Faustus dem Leser erzählt, doch der Autor hat sich hier wirklich die größte Mühe gegeben. Wer aber mit dem Roman einen gut recherchierten historischen Roman erwartet, dem sei leider zu sagen das dieser in keinster Form auf Fakten beruht. Auch das Leben im Zeitalter der Hexenverbrennung und im Namen der Inquisition wird nicht abschließend und historisch korrekt wiedergegeben. Hier hat sich der Autor viele, viele Freiheiten gelassen, was aber für die Spannung und dem Unterhaltungswert akzeptabel ist. Im Nachwort erklärt der Autor Kai Meyer auch seine Motivation. Dr. Faustus wird zwar als Person interessant dargestellt, aber es bleiben viel zu viele Fragen offen. Ich habe mir immer die Frage gestellt was macht den Dr. Faustus zu der erklärten Legende die er scheinbar ist oder besser war? Hier bleibt vieles im dunklen der Geschichte. Hier hätte ich gerade in der Entwicklung der Geschichte mehr erwartet. Die Lebensgeschichte des Dr. Faustus wird nicht zu Ende erzählt, der Roman endet nicht mit dem Tod der Hauptfigur, was vielleicht wie Kai Meyer es selbst erwähnt auf eine Fortsetzung schließen lässt. Zu den anderen Charakteren wie "Angelina" möchte ich nichts schreiben, denn dies würde viel zu viel erklären und die Spannung vorweg nehmen. "Faustus" von Kai Meyer erschienen im Lübbe- Verlag kann ich für Freunde der Unterhaltung und der Spannung abschließend empfehlen. - Autor - Kai Meyer wurde 1969 geboren. Durch die Romane "Das Buch von Eden", Herrin der Lüge" und "Die Fließende Königin, sowie "Die Wellenläufer" wurde er international bekannt und seine Romane in zwanzig Sprachen übersetzt. Kai Meyer lebt und schreibt zu Zeit in der Eiffel. - Details zum Roman - Titel: Faustus Autor: Kai Meyer Verlag : Lübbe ISBN : 978-3-404-15633-7 Einband : Paperback Preisinfo : 8,95 Eur[D] / 9,20 Eur[A] / 16,50 sFr Seiten/Umfang : 700 S. Erschienen : 1 Aufl. 09.01.2007 Aus der Reihe : Allgemeine Reihe. - Michaels kleine Geschichtsstunde - Dr. Faust oder Dr. Faustus ist eine Historische Persönlichkeit. Aus heutiger Sicht aber ist vieles rätselhaft und widersprüchlich. Allein sein Vorname sorgt seit Jahrzehnten Streit unter den Gelehrten. Ob nun Johannes, Jörg, Georg oder Heinrich sein Vorname war wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben, genauso ob sein Nachname nun "Faustus" oder "Faust" gewesen sein mag. Wahrscheinlich wurde Dr. Faustus zwischen 1480 und 1490 geboren. Historiker haben sich auf die goldene Mitte geeinigt - 1485. Mögliche Geburtsorte, auch hier scheiden sich die Meinungen, wären hier vielleicht Knittlingen (bei Pforzheim), Simmern (bei Kreuznach) oder Rode (bei Weimar) und schließlich Salzwedel (in Sachsen Anhalt). Faustus starb wahrscheinlich zwischen den Jahren 1536 und 1540 bei Wittenberg oder in Staufen. Wie man also ersieht es gibt unglaublich viele Ungereimtheiten. Seine Studienorte sind genauso unklar: Wittenberg, Heidelberg oder Ingolstadt. Manchen Quellen sagen aus er hätte überhaupt nicht studiert. Nach dem "Studium" der Theologie, später der Medizin, Astronomie und Astrologie hatte Faustus Zugang zur schwarzen Magie wie sie damals unter andersgläubigen auch genannt wurde. Gerade dieser Wissensdurst nach Theorien über die Kräfte der Natur und ihrer Phänomen, den Wissen anderer Randgruppen wie Zigeuner oder Gauklern verdankt Dr. Faustus seinen Ruf. Im Roman wurde die Person des Christof Wagners erklärt, auch diese ist eine historisch belegte Person, allerdings mit genauso viel an Ungereimtheiten sein Meister persönlich. Der Pakt mit dem Teufel durch dem er letztlich berühmt und berüchtigt wurde, entstand durch einen Wolfsähnlichen Hund der ihn auf seinen Reisen begleitete, mehr aber noch wurde sein gewaltsamer Tod zu der herrschenden Legende. Sein Leiche war fürchterlich entstellt, man sagte der Teufel hätte ihn quer durch den Raum geschlagen, aber die Logik in unserer Zeit lässt eher den Schluß zu das Dr. Faustus bei Experimenten der Alchemie ums Leben gekommen ist. In der Literatur wird "Faust" oder "Faustus" immer eine legendäre Gestalt bleiben, aber wie so oft bei Legenden, gibt es immer irgendwo ein Körnchen Wahrheit. Danke fürs lesen und kommentieren. LG Michael Sterzik

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  • Rezension zu "Faustus" von Kai Meyer

    Faustus

    strabo2001de

    18. December 2007 um 12:19

    Kai Meyer auf Goethes Spuren? Nein sicherlich nicht! Meyer verwendet hier einige historische Personen des ausgehenden Mittelalters, um einen Abenteuerroman vor historischer Kulisse zu schreiben. Wir begegnen Martin Luther, Hieronymus Bosch, einigen Päpsten und natürlich Dr. Faustus mit seinem Gehilfen Wagner. Man sollte jetzt aber nicht erwarten, dass eine historisch korrekte Biographie des Alchemisten und Scharlatans Faustus geliefert wird. Die historischen Figuren werden in eine Geschichte eingegliedert, die, angereichert mit Fantasy-Elementen, vor allem eins erreichen soll - den Leser zu unterhalten. Dies gelingt ohne Zweifel. Die Geschichte ist spannend und hat nur wenige Längen. Literarische Qualität sollte man sicherlich aber nicht erwarten. Der Schreibstil bedient das große Publikum, die Figuren agieren oft doch sehr klischeehaft.

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