Kai Michel

Lebenslauf von Kai Michel

Kai Michel, geboren 1967 in Hamburg, ist Historiker und Literaturwissenschaftler. Er hat von GEO über Die Zeit bis zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung für die großen deutsch- sprachigen Medien geschrieben. Gemeinsam mit Carel van Schaik las er die Bibel aus einer evolutionären Perspektive als Tagebuch der Menschheit, mit dem Archäologen Harald Meller legte Kai Michel den Bestseller Die Himmelsscheibe von Nebra vor. Er lebt als Buchautor in Zürich und im Schwarzwald.   

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Griff nach den Sternen (ISBN: 9783549100271)

Griff nach den Sternen

Neu erschienen am 31.05.2021 als Hardcover bei Propyläen Verlag.

Alle Bücher von Kai Michel

Cover des Buches Die Himmelsscheibe von Nebra (ISBN: 9783548061160)

Die Himmelsscheibe von Nebra

 (12)
Erschienen am 31.01.2020
Cover des Buches Das Tagebuch der Menschheit (ISBN: 9783499631337)

Das Tagebuch der Menschheit

 (4)
Erschienen am 17.11.2017
Cover des Buches Die Wahrheit über Eva (ISBN: 9783498001124)

Die Wahrheit über Eva

 (1)
Erschienen am 17.11.2020
Cover des Buches Griff nach den Sternen (ISBN: 9783549100271)

Griff nach den Sternen

 (0)
Erschienen am 31.05.2021

Neue Rezensionen zu Kai Michel

Cover des Buches Die Himmelsscheibe von Nebra (ISBN: 9783549076460)Dirk1974s avatar

Rezension zu "Die Himmelsscheibe von Nebra" von Harald Meller

Die Himmelsscheibe
Dirk1974vor 2 Jahren

Das Buch über die Himmelscheibe von Nebra ist in erster Linie ein Sachbuch, doch auf Grund der Umstände, wie das archäologische Objekt in den Besitz des Landesmuseums kam, beginnt das Buch wie ein Kriminalroman.

Die Himmelscheibe wurde 1999 von Sondengängern am Mittelberg gefunden und illegal verkauft, denn Sachsen-Anhalt gehört zu den sogenannten Schatzregalen, somit gilt: "Bewegliche Kulturdenkmale, die herrenlos sind oder die so lange verborgen gewesen sind, dass ihr Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist, werden mit der Entdeckung Eigentum des Landes..." (§12 Abs. 1, DSchG LSA).

Harald Meller beschreibt, wie er der Himmelscheibe auf die Spur gekommen ist und diese letztlich mit Unterstützung der Polizei für das Museum retten konnte.

"Um das Jahr 1600 vor Christus im Boden vergraben, handelt es sich bei der Scheibe aus Bronze und Gold um die älteste bisher gefundene konkrete Darstellung des Himmels."

Auf Grund der Aussagen der Finder sowie der hinterlassenen Spuren, wurde der Fund nachgestellt. Im weiteren berichtet das Buch über die ausführlichen Untersuchungen der Himmelsscheibe. Dabei werden mögliche Deutungen über den Sinn der Darstellungen auf der Scheibe besprochen. Die Beschreibungen sind dabei unterhaltsam gehalten. Oft wird weit ausgeholt, was aber aus meiner Sicht als archäologischer Laie durchaus nützlich ist, um die Erklärungen besser zu verstehen. Sehr gut wird beschrieben, wie selbst die einzelnen Materialien der Scheibe auf ihre Zusammensetzung und mögliche Herkunft untersucht wurden.
Da der Fund aus einer Zeit ohne schriftliche Aufzeichnungen stammt, ist es besonders schwer die Rätsel der Himmelscheibe zu lösen.

Das Buch ist in die Teile Der geschmiedete Himmel und Das Reich der Himmelscheibe unterteilt. Während der erste Teil über den Fund und die Untersuchungen berichtet, widmet sich der zweite Teil des Buches der Zeit, in der die Himmelsscheibe erschaffen wurde.

Verteilt über das ganze Buch gibt es auch immer wieder ergänzende Darstellungen zum jeweiligen Thema.

Am Ende des Buches gibt es noch Informationen zu den Ausstellungen rund um die Himmelsscheibe.


Fazit

Mir hat das Buch über die Himmelsscheibe sehr gut gefallen. Obwohl ich bereits die Ausstellung im Landesmuseum sowie die Arche Nebra besucht habe, konnte ich noch viel Neues und vor allem Interessantes über dieses bedeutende Fundstück erfahren.

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Cover des Buches Die Himmelsscheibe von Nebra (ISBN: 9783549076460)leserattebremens avatar

Rezension zu "Die Himmelsscheibe von Nebra" von Harald Meller

Sehr interessant
leserattebremenvor 3 Jahren

Die Himmelsscheibe von Nebra umgeben viele Geheimnisse. Wo kommt sie her, warum wurde sie vergraben und was genau war ihre Bedeutung? All diesen Fragen gehen die Autoren Harald Meller und Kai Michel in ihrem Buch „Die Himmelsscheibe von Nebra. Der Schlüssel zu einer untergegangenen Kultur im Herzen Europas“ nach. Schon der Untertitel verspricht bahnbrechende Erkenntnisse, eine großartige bronzezeitliche Kultur in Mitteldeutschland, in einer Zeit, in der man als unbedarfter Leser eher an Stämme und kleine Gruppen denkt, die für sich gelebt haben und sich über die Landwirtschaft und fruchtbare Böden selbst versorgten.
Da ich dieses Buch als Laie gelesen habe, kann ich nicht abschließend beurteilen, wie glaubwürdig die Schlussfolgerungen der Autoren sind. Sie versprechen einen Krimi und den bekommt der Leser stellenweise auch. Die Lektüre ist sehr unterhaltsam und man kann an dem Gedankenexperiment teilhaben, was alles hinter den Himmelsscheibe stecken könnte. Denn bei all den Hinweisen, die die Autoren anführen, wirkliche Beweise für ihre Theorie fehlen scheinbar. Wer sich aber für die Zeit interessiert und ein spannendes Artefakt wie die Himmelsscheibe näher kennen lernen will, ist mit dem Buch auf jeden Fall gut bedient. Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es in der Mitte ein paar Längen hatte, in denen mir die Hintergründe aus Glockenbecher-, Schnurkeramik- und Bandkeramikkulturen etwas zu detailliert erläutert wurden.
Besonders viel Freude macht die Lektüre allerdings, wenn man auch die Ausstellung im Berliner Gropius-Bau zur Himmelsscheibe und Archäologie in Deutschland gesehen hat, denn man findet viele Verbindungen zum Buch wieder und viel ergänzendes Wissen erleichtert die Lektüre. Und natürlich macht es das Buch noch spannender, wenn man die Himmelsscheibe schon einmal wirklich vor Augen hatte und die Faszination, die von ihr für manche Menschen ausgeht, wirklich nachvollziehen kann.
Harald Meller und Kai Michel haben ein interessantes Buch über die Himmelsscheibe von Nebra und die Bronzezeit geschrieben, das man auch als Laie sehr gut verstehen kann und welches auf jeden Fall das Interesse für die Archäologie in Deutschland weckt. 

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Cover des Buches Die Himmelsscheibe von Nebra (ISBN: 9783549076460)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Die Himmelsscheibe von Nebra" von Harald Meller

Sie gibt nach wie vor Rätsel auf ...
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Vorliegendes Buch ist eines der vielen, die sich mit der Himmelsscheibe von Nebra beschäftigen.

 

Seit dem ersten Hype um die bronzezeitliche Darstellung ist nun einige Zeit vergangen. Zahlreiche Forscher haben das kostbare Relikt in der Hand gehalten und untersucht. Die beiden Autoren versuchen die vielen Ergebnisse, Theorien und Hypothesen ein wenig zu kanalisieren.

 

Die Umstände nach dem Auffinden des Artefakts und dem Verbringen in die Hände erfahrener Wissenschaftler ist von den Autoren für meinen Geschmack ein wenig zu reißerisch dargestellt. Anschließend werden die verschiedenen Untersuchungen und Theorien ein wenig sachlicher behandelt.

 

Stellenweise ufern die Autoren ein wenig aus und bewegen sich weit weg vom Fundort z. B. nach Aunjetiz (Tschechien), wo die Glockenbecherkultur und die Schnurkeramikkultur einander begegnet sind und mehr oder weniger friedlich miteinander existiert haben. Wie haben die Menschen damals gelebt, ihren Alltag bewerkstelligt?

 

Da die Himmelsscheibe aus einer schriftlosen Epoche in Europa stammt, wachsen und gedeihen allerlei Spekulationen. Doch was wäre die Archäologie ohne die manchmal als „spinnerte Ideen“ abgekanzelten Gedanken?

 

Einiges muss jedoch als spekulativ eingeordnet werden. Doch wer weiß, vielleicht wird das Rätsel um dieses Artefakt demnächst früher oder später gelöst.

 

Für alle jene, die gerne etwas über die Bronzezeit wissen wollen, ist dieses Buch dennoch ein Gewinn.

 

Fazit:

 

Vielleicht ist die Himmelsscheibe von Nebra nur der Aufhänger, um Interesse an der Bronzezeit zu wecken?

 


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