Kai Strittmatter Gebrauchsanweisung für China

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Inhaltsangabe zu „Gebrauchsanweisung für China“ von Kai Strittmatter

Nein, nicht in Italien: Chinakenner Kai Strittmatter weiß, wo Pasta und Fußball wirklich erfunden wurden. Wieso Sie China nie ohne Ohrenstöpsel betreten sollten. Wie Sie sich für Zufallsbegegnungen im Zugabteil oder auf dem Plumpsklo wappnen. Weshalb Chinesen am liebsten in Scharen auftauchen und wieso sie sehr wohl das »r« rollen können. Warum sie uns plötzlich die Milch wegtrinken und was sie außer »Sissi« und Audis sonst noch an Deutschland mögen. Dass der Mao-Anzug in China gar nicht Mao-Anzug heißt und trotzdem ein Comeback als schickes Modezitat feiert. Wie die Kommunisten heute Konfuzius und die Pandabären für sich einspannen und überhaupt die größte Fälschung des Landes sind. Und was bei alledem Frühlingsrollen und Weißwürste gemeinsam haben.
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  • Rezension zu "Gebrauchsanweisung für China" von Kai Strittmatter

    Gebrauchsanweisung für China
    Jiline

    Jiline

    15. August 2011 um 11:57

    Lustig geschriebene Aufzählung von Marotten, Angewohnheiten, Umgangsformen von Chinesen im eigenen Land. Wer selbst schon in China war wird sicher schon viele Geschichten selbst erlebt haben und schmunzelnd an diese Erlebnisse erinnert werden.

  • Rezension zu "Gebrauchsanweisung für China" von Kai Strittmatter

    Gebrauchsanweisung für China
    metalmel

    metalmel

    15. November 2007 um 22:31

    Nach China wollte ich schon immer mal. Bisher hab ich es noch nie nach Asien geschafft, aber ich bin ja noch jung, das kann noch werden... Damit ich dann dort nicht wie der letzte Touristen-Deutsche dastehe, dachte ich mir, ich informiere mich lieber gleich schon. Das kann ja nicht schaden. Hoffentlich vergesse ich das dann nicht bis ich mal dort bin. Zur Vorabinformation eignen sich hervorragend die „Gebrauchsanweisung für...“ Bücher aus dem Piper Verlag. Seinerzeit habe ich die für „Schottland“ gelesen und habe in diesem wunderschönen Land nie irgendwelche Probleme gehabt. So soll es mir in China auch gehen. Nun ist China ja nicht Europa, dort leben ganz andere Menschen mit ganz anderen Vorstellungen und alle mit schwarzen Haaren. Für uns Europäer sind sie kaum zu unterscheiden. Das ist übrigens andersrum genauso. Außerdem essen Chinesen nicht nur Reis, sondern vor allem Nudeln, chinesische Restaurants in Europa sind ein „Hort abgrundtiefer Tristesse“ und Chinesen können sehr wohl ein „R“ aussprechen. Es gibt mehr als 1,3 Milliarden Chinesen – davon heißen mehr als 105 Millionen „Li“, also mehr Menschen als Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen an Einwohnern haben. Überhaupt sind Namen so eine Sache im Reih der Mitte. Vornamen nämlich. Eine ganze Zeit lang war es schick, einen aus zwei Zeichen bestehenden Vornamen zu wählen, weswegen manche Chinesinnen so schöne Namen haben wie „Sommerfrühling“. Heute gibt man ihnen eher Namen mit nur einem Zeichen. Außer natürlich man ist maßlos enttäuscht, dass man nur ein Mädchen bekommen hat, dann kann es passieren, dass sich das arme Ding mit so einem Vornamen wie „Komm, kleiner Bruder“ durchs Leben schlagen muss. Damit es beim nächsten Versuch besser klappen möge... Doch damit nicht genug: In China gibt es einen „Klassiker der Kindesliebe“. Das ist ein Buch, das den Kindern die Liebe zu den Eltern erklärt. Da ist zum Beispiel die Rede vom „mustergültigen Sohn, der sich in der heiße Sommernacht nackt vor die Bettstatt seiner schlafenden Eltern legt, damit die Mücken sich an seinem Blute laben und die Alten verschonen.“ Jaha, bis weit in das 20. Jahrhundert hinein, wurde Schülern so ein Verhalten zur Nachahmung empfohlen! In China ist man nur wer, wenn man auch eine Visitenkarte hat. Besitzt man keine, ist man höchstens Bauer oder Arbeiter. Eine Visitenkarte ist unheimlich wichtig, denn nur so kann man erkennen, ob mein Gegenüber über oder unter mir steht und erst dann weiß ich mich zu verhalten! Deswegen stehen auf der Karte auch eine Fülle von Titeln und Ämtern, so dass oftmals gar kein Platz mehr bleibt für Namen und Telefonnummer. Diese Infos werden dann nachlässig auf einen Schmierzettel hingekritzelt. Chinesen lieben es auch zuzugucken. Egal wobei! Es ist umsonst und macht Spaß! Sie sehen gerne zu, wenn zwei Nachbarinnen streiten oder zwei Passanten sich prügeln. Wichtigste Regel: Nie eingreifen, sondern „still genießen, dass man nicht selbst der Doofe ist. Verkehrsunfälle gelten als besonders aufregend und sind noch besser, als ein Ausländer, der sich auf dem Gehsteig die Schuhe bindet.“ Natürlich hat China auch den Sport hervorgebracht und zwar vor etwa 500 000 Jahren. Das ist eine tolle Leistung, da es den Homo Sapiens erst etwa 40 000 Jahre gibt. Aber so sind sie, die Chinesen in ihrem wundersamen schönen Land.

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