Kai Twilfer

 3 Sterne bei 205 Bewertungen

Lebenslauf von Kai Twilfer

Kai Twilfer wurde 1976 in Gelsenkirchen geboren und arbeitet als Kaufmann und Buchautor.

Neue Bücher

Cover des Buches Tu dat besser nich! (ISBN: 9783431050448)

Tu dat besser nich!

Neu erschienen am 30.09.2022 als Taschenbuch bei Lübbe.

Alle Bücher von Kai Twilfer

Cover des Buches Schantall, tu ma die Omma winken! (ISBN: 9783862652198)

Schantall, tu ma die Omma winken!

 (163)
Erschienen am 15.02.2013
Cover des Buches Schantall, tu ma die Omma Prost sagen! (ISBN: 9783862653829)

Schantall, tu ma die Omma Prost sagen!

 (15)
Erschienen am 01.09.2014
Cover des Buches 111 Gründe, den Ruhrpott zu lieben (ISBN: 9783896029737)

111 Gründe, den Ruhrpott zu lieben

 (3)
Erschienen am 16.09.2013
Cover des Buches Finn-Luca, komm bei Fuß! (ISBN: 9783596032174)

Finn-Luca, komm bei Fuß!

 (5)
Erschienen am 10.03.2016
Cover des Buches Schantall, tu ma die Omma Tschüss rufen! (ISBN: 9783862655700)

Schantall, tu ma die Omma Tschüss rufen!

 (4)
Erschienen am 01.09.2016
Cover des Buches Ein Arschvoll Ratschläge (ISBN: 9783404610082)

Ein Arschvoll Ratschläge

 (3)
Erschienen am 26.10.2018
Cover des Buches Tu dat besser nich! (ISBN: 9783431050448)

Tu dat besser nich!

 (0)
Erschienen am 30.09.2022

Neue Rezensionen zu Kai Twilfer

Cover des Buches Schantall, tu ma die Omma winken! (ISBN: 9783862652198)
Yoyomauss avatar

Rezension zu "Schantall, tu ma die Omma winken!" von Kai Twilfer

Grenzwertig
Yoyomausvor 6 Monaten

Du bist Beamter.

Und weil mal wieder Personalmangel ist,

wirst du von deinem Posten abberufen, um als Sozialarbeiter zu fungieren.

Und was du da so erlebst,

das schlägt wohl dem Fass den Boden aus.

 

 

Zum Inhalt:

Selbstlose Sozialarbeit mit Menschen, die in gesellschaftliche Schieflage geraten sind, ist etwas Ehrenwertes. Der Sozialarbeiter Jochen könnte die meisten seiner sehr speziellen "Kunden" allerdings zum Mond schießen. Unfreiwillig von der beschaulichen Kulturbehörde einer Kleinstadt in den Sozialdienst versetzt, wird Jochen direkt mit dem Härtefall der Unterschichtfamilie Pröllmann konfrontiert. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit in der Welt der Sonnenbänke und Glitzer-Handys fängt Jochen an, die Familie nebst Tochter Schantall in sein Herz zu schließen. Trotzdem muss er sich gelegentlich Luft machen, um Schantall, Tschastin und Co ertragen zu können.

In dieser satirischen Abrechnung zeichnet Jochen schonungslos die Kuriositäten im Leben einer bildungsfernen Familie nach. Egal ob Kindergeburtstage bei McDoof, Dosensektpartys in Lloret de Mar oder erzwungene Kirmesbesuche mit der kompletten Sippschaft Jochen ist nun Teil des Ganzen. Während sein ambitionierter Plan, Niveau in die Welt der Unterschicht zu bekommen, zum Scheitern verurteilt scheint, stellt sich ihm aus der Nähe betrachtet die Frage, ob nicht bereits ein bisschen "Schantall" in jedem von uns steckt.

 

Cover:

Das Cover ist so eines dieser Art, wo du eben sofort weißt, auf was du dich einlässt, sobald zum Buch gegriffen wurde. Wir sehen hier im Hintergrund eine Wohnplatte, ein Schild, auf dem der Titel des Buches prangert und wir haben hier die „Schantall“, wie sie schwarzhumoriger nicht hätte dargestellt werden können. Denn „Schantall“ trägt Lockenwickler, ist aufgetackelt, raucht und schiebt einen Kinderwagen vor sich her. Wer sich über die „Flodders“ amüsieren konnte bekommt hier nun den Einblick auf das deutsche Pendant. 

 

Eigener Eindruck:
 Unfreiwillig landet der Autor des Buches von seinem beschaulichen Beamtentum im Kulturbereich bei den Sozialarbeitern. Dass ihn dieser Job Nerven kosten könnte, damit hat er vielleicht hintergründig gerechnet, doch er will helfen, will seine Arbeit gut machen und vielleicht auch ein bisschen revolutionieren. Dass das aber nichts wird, das muss er bald feststellen, als er die Härtefälle der deutschen Plattenbaukunst kennen lernt. Besonders geschieht dies in Form der Familie Pröllmann und deren Tochter Schantall. Ihr dachtet Chantalismus war nur ein Spaß? Dann lasst euch von Sozialarbeiter Jochen eines Besseren belehren!

Diese Bücher über diverse soziale Schichten in deutschen Gefilden sind ja so eine absolute Gratwanderung, wie ich finde. Wer zu so einem Buch greift, der sollte schon mit Sarkasmus, Ironie und einer ordentlichen Portion schwarzem Humor zu Werke gehen. Das Buch ist zum Schmunzeln, keine Frage. Aber es ist eben auch auf Kosten anderer Menschen entstanden und einige könnten durchaus daraus schließen, dass man sich über die Familie Pröllmann oder eben diese soziale Schicht lustig macht. Auf der anderen Seite muss man den Sozialarbeitern seinen Respekt zollen, denn die Arbeit mit solchen Menschen ist nicht immer einfach und erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl. Effektiv hat Sozialarbeiter Jochen ja auch noch richtig Glück, denn die soziale Abwärtsspirale kann noch viel tiefer gehen. Auf der anderen Seite sollte eben jenes Buch vor allem für Familien- und Bildungsminister ein absoluter Warnschuss sein, denn die Geschichte von Schantall spiegelt immer mehr das Leben wieder, welches sich in Deutschland tagtäglich abspielt und auch wenn diese Menschen vielleicht mit ihrem Leben zufrieden sind, so sollte es für die Regierung eben ein Wink sein, dass etwas getan werden muss. Diese Menschen brauchen Unterstützung, nicht nur finanziell. Sie brauchen Bildungsangebote, Betreuungsangebote etc., denn das was wir hier geboten bekommen, scheint nicht zu reichen. Man sollte diesen Familien die Möglichkeit geben sich aus ihrer Abwärtsspirale zu befreien, ihnen Chancen einräumen. Man könnte hier wohl noch viel mehr benennen, doch dabei soll es bleiben. Das Buch jedenfalls ist eine Fleißarbeit des Autors, humorvoll geschrieben, teilweise ironisch und sarkastisch. Es ist ein kurzweiliges Buch, mit dem man sich im Nachgang noch ein ganzes Weilchen beschäftigt, aber es hat immer einen bitteren Beigeschmack, der sich einfach nicht vertreiben lässt: nämlich das Amüsieren auf Kosten von anderen. Sei es die Namengebung der Kinder, Schnäppchenshoppen was dann doch keine Schnäppchen mehr sind, Geldprobleme im Allgemeinen und ein billiger Lebensstil, weil eben nicht mehr drin ist, sei es die falsche Wortwahl wegen fehlender Bildung oder wegen Leserechtschreibschwächen. Ja sicher, man kann darüber schmunzeln, aber wenn man länger darüber nachdenkt, dann ist es einfach nur traurig.

 

Fazit:

Man sollte schon einen gewissen Grad an schwarzem Humor mitbringen, sonst sollte man die Finger davon lassen. Das Buch kann unterhalten, ist aber bisweilen auch recht grenzwertig.

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783862652198

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 224 Seiten

Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf

Erscheinungsdatum: 15.02.2013

 

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Cover des Buches 111 Gründe, den Ruhrpott zu lieben (ISBN: 9783896029737)
Wichmanns avatar

Rezension zu "111 Gründe, den Ruhrpott zu lieben" von Kai Twilfer

Liebeserklärung an ein Relikt ohne übertrieben daherzukommen wobei manches geradegerückt wird
Wichmannvor einem Jahr

Rezension: 111 Gründe, den Ruhrpott zu lieben: Eine Liebeserklärung an die großartigste Region der Welt


Buchbeschreibung:

Gründe den Ruhrpott zu lieben ist ein Buch, dass sowohl auf die Geschichte des Ruhrpotts eingeht, als auch deren Entwicklung, den Aufbruch in die neuere Zeit aufzeigt. Es klärt, wie sich die Industrie dort änderte, dass nicht alle mit rußverschmierten Gesichtern herumlaufen, sondern, dass es einen neuen Ruhrpott gibt. 


Textauszug:

Ein Relikt längst vergangener Zeit und ein Zuhause, das an urtypischer Harmonie nicht mehr zu überbieten ist.


Meine Meinung:

Hömma, Ruhri und Furzknoten. Das sind nur einige der Begriffe, die der Leser schmunzelnd zur Kenntnis nimmt und mein Rechtschreibprogramm sofort rot ankreidet. Manche Worte sind dem Leser(in) bekannt, andere neu doch alle sind sie eingebettet in den Text, um klar zu sein oder klar zu werden. Dabei lernt der (die) Lesende, so einiges über das Ballungsgebiet, über die Lage oder was der Ruhri in schlechten Zeiten lernte. Zu lesen ist, dass das U nicht, wie in der Hauptstadt Berlin für Untergrundbahn steht, nebenbei werden Begriffe wie Montanindustrie genannt oder benannt, was das Stadtbild prägte und einige prominente Namen fehlen auch nicht.


Charakterausarbeitung: Sehr genau beschrieben

Hintergrund: Ruhrgebietler

Gesamtbewertung: 5 Sterne


Zum Autoren: Kai Twilfer schreibt über den Ruhrpott und hält den Bürgern Deutschland (s)einen Spiegel vors Gesicht. Sinds die Arschvoll Ratschläge, ruhrpöttische Geschichten der Serie: Schantall, Tu Ma ... oder Special Effects.


Fazit:

Liebeserklärung an ein Relikt ohne übertrieben daherzukommen wobei manches geradegerückt wird. Wahnsinn, wie locker und leicht der Autor SEINE Gegend beschreibt, den Flair an den Leser / die Leserin weitergibt.


Buch

Wow, einfach unterhaltsam, bzw kann man auch drüber nachdenken, bringt mich weiter, lese ich nochmal


5 Sterne


Rezension von Stefan Wichmann: 111 Gründe, den Ruhrpott zu lieben: Eine Liebeserklärung an die großartigste Region der Welt, von Kai Twilfer


Genre: Sachbuch

Zeit: aktuell

Autor: Kai Twilfer

Seitenzahl: 288

Herausgeben: Schwarzkopf und Schwarzkopf 

Sprache: Deutsch

ISBN-13:978-3-896029737 

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Cover des Buches Schantall, tu ma die Omma winken! (ISBN: 9783862652198)
M

Rezension zu "Schantall, tu ma die Omma winken!" von Kai Twilfer

Wirklich so witzig?
Mella24vor einem Jahr

Nachdem es nun schon so lange in meinem Regal rumgegammelt hatte, habe ich es nunn endlich auch mal gelesen.

Ich bewerte alle Bücher privat nach einem Punktesystem, damit am Ende die Sterne begründet vergeben kann…

Dabei habe ich mich für zehn Kategorien entschieden, bei denen ich jeweils zwischen 0 und 5 Punkte vergeben kann, sodass ein Buch bis zu 50 Punkte erreichen kann. (Diese entsprechen den 5 Sternen.).

Die Kategorien sind:

1. Die Umsetzung (3 von 5)

2. Das Thema (3 von 5)

3. Der Schreibstil  (2 von 5)

4. Die Handlung (3 von 5)

5. Die Charaktere (5 von 5)

6. Die Kulisse (4 von 5)

7. Die Spannung (1 von 5)

8. Das Ende (5 von 5)

9. Die Logik (4 von 5)

10. Wie fesselnd das Buch war/Den Suchtfaktor (2 von 5)


Das Buch hat mir eigentlich recht gut gefallen, da es mich zum Lachen gebracht hat. Dennoch  fand ich nach den Kapiteln jeweils die Erklärungen oder was das  auch immer war echt mies. Deshalb habe ich nach dem dritten Kapitel dieses immeer übersprungen oder nuur quergelesen, dadurch war das  Buch deutlich besser.

An dem Buch ist mir aber besonders gut das Ende, sowie die meist echt witzigen Charaktere. Ich fand auch eigentlich alles recht realistisch, da ich entweder es schonmal im Alltag erlebt habe oder aber es mir echt gut vorstellen kann.

Deshalb hat das Buch 32 Punkten von möglichen 50, welches 3,2 Sternen entspricht.

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