Kai Weyand

 4.1 Sterne bei 41 Bewertungen
Autor von Applaus für Bronikowski, Applaus für Bronikowksi und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kai Weyand

Kai Weyand wurde 1968 geboren und lebt in Freiburg. Er arbeitet als Lehrer im Strafvollzug und als Mitarbeiter einer Sozietät. Er wurde unter anderem mit dem ersten Preis beim open Mike der LiteraturWERKstatt Berlin und dem Bolero-Literaturpreis ausgezeichnet.

Alle Bücher von Kai Weyand

Applaus für Bronikowski

Applaus für Bronikowski

 (28)
Erschienen am 02.03.2015
Applaus für Bronikowksi

Applaus für Bronikowksi

 (6)
Erschienen am 13.02.2017
Schiefer eröffnet spanisch

Schiefer eröffnet spanisch

 (4)
Erschienen am 13.06.2017
Am Dienstag stürzen die Neubauten ein

Am Dienstag stürzen die Neubauten ein

 (2)
Erschienen am 10.08.2005
Applaus für Bronikowski: Roman

Applaus für Bronikowski: Roman

 (1)
Erschienen am 02.03.2015
24 Grad und windstill - Literatur-Quickie

24 Grad und windstill - Literatur-Quickie

 (0)
Erschienen am 19.04.2013
24 Grad und windstill

24 Grad und windstill

 (0)
Erschienen am 01.10.2012

Neue Rezensionen zu Kai Weyand

Neu
Isaoperas avatar

Rezension zu "Applaus für Bronikowksi" von Kai Weyand

Ganz besonders und ganz verrückt :)
Isaoperavor einem Jahr


Witzig, absurd, ironisch, leichtsinnig - ganz besonders und ganz verrückt. Lesen!!!
Nies ist kein Herr Lehmann, sondern ein sehr spezieller Held, der sich vom Durchschnittsbürger eindeutig abhebt. Ich möchte über den Inhalt gar nichts verraten, denn dieser ist an sich schon originell, aber für mich waren bei der Lektüre dieser (leider kurzen!) Geschichte vor allem die Dialoge herausstechend. Gehen Sie doch mal in einen Buchladen, und lassen Sie sich etwas empfehlen - damit Sie dieses Buch gelesen haben ;)

Kommentieren0
15
Teilen

Rezension zu "Applaus für Bronikowksi" von Kai Weyand

Applaus für Bronikowski - Kai Weyand
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Mit „Applaus für Bronikowski“ schaffte es Kai Weyand 2015 auf die Longlist des Deutschen Buchpreises und obwohl ich mich immer sehr für diesen interessiere, ist dieser Titel (leider) an mir vorübergegangen. Das sollte sich mit Erscheinen der Taschenbuchausgabe aber schleunigst ändern, klingt der Inhalt doch unglaublich vielversprechend! Nies ist gerade mal dreizehn, als seine Eltern beschließen nach Kanada auszuwandern und die Verantwortung für Nies von nun an auf seinen großen Bruder übertragen – oder vielmehr auf Nies selbst. Da ist der Punkt erreicht, von dem an Nies trotzig beschließt nicht mehr länger Nies zu sein, sondern „NC“, No Canadian. Während Bernd, NC’s großer Bruder, von Jahr zu Jahr erfolgreicher wird, versucht sich NC mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten und scheint auch mit dreißig kaum ein Stück erwachsener geworden zu sein. Er überlässt sein Leben lieber dem Zufall und den Empfehlungen von Frau März, die ihm nicht nur Streusel, sondern auch die Holpenstraße ans Herz legt, in der er seine neue Arbeitsstelle gefunden zu haben scheint: ein Bestattungsunternehmen! NC arbeitet von nun an als Bestattungshelfer und lernt, dass jeder Tote seine ganz eigene Geschichte und eine individuelle, würdevolle Behandlung verdient. Doch NC wäre nicht NC, wenn er auch dort nicht für Aufsehen sorgen würde… Dieses knapp 187 Seiten dünne Büchlein beinhaltet eine bitterzarte und tragischkomische Geschichte, die ans Herz geht, ohne dabei zu schwer zu sein. Kai Weyand schafft es mit klugem Wortwitz, viel trockenem Humor und einer leichten, neutralen, aber brillanten Sprache einen herzensguten Außenseiter, eine Art verschrobenen Antihelden bildhaft auferstehen zu lassen. NC, für den Freundschaften schon allein deswegen unmöglich erscheinen, weil das Wort „Freundschaft“ mit einem „F“ beginnt und er: „Wörtern, die mit F beginnen grundsätzlich nicht trau[t]. Vom Buchstaben E aus gesehen, fehlt dem F ein Stück, und zwar die Basis, vom G aus gesehen, fehlt ihm der Schwung, und insgesamt betrachtet, ist der Buchstabe nicht ausbalanciert.“ ist ein herrliches Unikat. Es macht Spaß an seinen Gedanken teilhaben zu dürfen: „Es kam ihm vor, als wären die Wörter auch nichts anderes als Zahlen, formbar wie Schlangen. So wie man im Handumdrehen aus einer 6 eine 9 machen konnte, so stellten auch Wörter Dinge auf den Kopf, wenn man nicht aufpasste.“ Auch wenn man seine Denkweise nicht immer nachvollziehen kann, weil sie teilweise doch ein wenig verrückt anmutet, macht ihn das nur umso sympathischer und authentischer. Nach und nach verdichtet sich die Geschichte und man kommt sowohl der Covergestaltung (ich sage nur: dreibeiniger November) als auch dem Titel auf die Schliche. „Applaus für Bronikowski“ ist ein Buch, das einen nachdenklich und beschwingt zugleich zurücklässt und damit ganz nach meinem Geschmack, ich kann es nur weiterempfehlen!

Kommentieren0
1
Teilen
miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Applaus für Bronikowski" von Kai Weyand

Kai Weyand - Applaus für Bronikowski
miss_mesmerizedvor 2 Jahren

Ein Lottogewinn wird alles ändern für Nies und seine Familie. Doch die Zukunftspläne der Eltern, das neue Leben in Kanada, sehen irgendwie nicht vor, dass die beiden Kinder sie begleiten. So bleiben Nies und sein Bruder schon als Jugendliche allein in Deutschland zurück. Aus Protest gibt er sich einen neuen Namen: NC – No Canada. Seine Beziehungen zu Menschen bleiben schwierig, meist ist er allein mit seinen Gedanken und den scharfen Beobachtungen seiner Mitmenschen. Als er zufällig in einer Bäckerei eine Empfehlung von einer Verkäuferin erhält, fragt er sich auch noch, wohin er jetzt spazieren solle. Der Tipp wird sein Leben verändern, führt sein Weg ihn zu einem Beerdigungsinstitut, wo man auch gerade einen Mitarbeiter sucht. Mit den Lebenden kommt NC nur schlecht zurecht, aber für die Toten hat er ein Händchen und er schafft es auch, aus unmöglichen Situationen mit Einfallsreichtum wieder herauszukommen.

Kai Weyands Protagonist ist schon sehr eigen geraten, als Sympathieträger kann man ihn nicht unbedingt sehen, dafür kann er weder zu den Figuren in seiner fiktionalen Welt noch zu dem Leser eine wirkliche Bindung aufbauen. Das einzige, das ihn sympathisch erscheinen lässt, ist der Umgang mit den Toten, denen er Respekt und Fürsorge entgegenbringt und sie nicht als Körper sieht, sondern als Menschen. Auch dass er durchaus bemüht ist, dem Jungen, den er im Bus kennenlernt, beiseite zu stehen, wenn dieser wieder den Angriffen der anderen ausgesetzt ist, zeigt, dass er eigentlich kein schlechter Typ ist. Trotzdem bleibt er zurückgezogen für sich.

Das Buch lebt weniger von seiner Hauptfigur als viel mehr von den absurden Situationen, in die sich NC manövriert, und seinen schrägen Ideen, um den Toten ihre letzten Wünsche zu erfüllen. So gelingt es dem Autor, neben dem todernsten Thema Bestattung und Umgang mit dem Tod, immer wieder auch urkomische Momente zu schaffen und zu zeigen, dass der Fokus weniger auf dem Verlust als auf den positiven Erinnerungen liegen sollte.

Ein Beruf, der Bestatter, eher zur literarischen Randgruppe gehörend, kommt bei Kai Weyand in unerwartet komisch daher und dem Autor gelingt der Spagat zwischen unterhaltsam und ernsthaft bei diesem heiklen Thema. 

Kommentieren0
2
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 57 Bibliotheken

auf 10 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks