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Jisbon

vor 9 Monaten

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"30 Sekunden zu spät" wird zwar als Thriller bezeichnet und es gibt einige Momente, die Gänsehaut und ein unbehagliches Gefühl hervorrufen, aber davon entscheidend ist eigentlich, dass die Geschichte sich mit dem Schmetterlingseffekt beschäftigt.

Geringfügig veränderte Anfangsbedingungen können im langfristigen Verlauf zu einer völlig anderen Entwicklung führen. ( x

Dabei bekommt der Leser die Geschichte zwei Mal erzählt - einmal aus der Sicht von Nepomuk und danach aus der Sicht seiner Freundin Miranda. Beide Erzählungen haben das gleiche Gerüst, aber immer mehr Kleinigkeiten weichen voneinander ab, bevor man schließlich mit zwei verschiedenen, tragischen Enden dasteht, ohne zu wissen, was nun die Wahrheit ist und was nicht. Das fand ich sehr interessant, da man dadurch automatisch über all die anderen Möglichkeiten nachdenkt, die es gibt und da die Autorin so wirklich zeigen konnte, welche Auswirkungen schon eine kleine Abweichung haben kann.

Die Handlung selbst war dagegen nur mäßig interessant, weil man lange nicht erfährt, warum die Reise denn nun so wichtig ist und wonach Nepomuk sucht, sodass nicht viel passiert. Wie bereits gesagt gibt es in beiden Geschichten einige beklemmende Momente und mir hat gefallen, wie detailverliebt alles erzählt wurde, aber davon abgesehen ist es nur eine nette Erzählung, die man gut zwischendurch lesen kann. Am interessantesten war für mich wirklich der Vergleich zwischen den beiden Perspektiven und die Auswirkungen, die der Schmetterlingseffekt hatte.

Autor: Kaja Bergmann
Buch: 30 Sekunden zu spät
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