Kaja Bergmann Der Mephisto-Deal

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Inhaltsangabe zu „Der Mephisto-Deal“ von Kaja Bergmann

Ich sitze hier mit sieben anderen in einem öden Klassenzimmer und diskutiere mit unserer Deutschlehrerin über Goethes 'Faust'. Stoff nachholen fürs Abitur, na prima. Ansonsten ist die Schule verwaist, nur Herrn Udoriwitschs Mathekurs im Nebengebäude schwitzt über Formeln, nachsitzen wegen eines Streichs. An einem Samstag, damit’s auch richtig wehtut. Okay, und jetzt wird’s heftig: Mitten im Diskurs über Mephisto springt der Schullautsprecher an und eine knarrende Stimme befiehlt Frau Sommer, die Tafel hochzuschieben. Dahinter stehen die Worte 'Ich will, dass Udoriwitschs Kurs stirbt!' Die Stimme erklärt uns freundlich, dass wir alle krepieren werden, wenn wir diesen Satz nicht unterschreiben. Oder wenn wir zu lange zögern. Wir haben vergiftete Waffeln gegessen, Udoriwitschs Leute auch; wer als Erstes unterschreibt, bekommt das Gegenmittel, der andere Kurs stirbt. In wahrscheinlich zwei Stunden sind wir alle tot. Ich bin Finn, 18 Jahre alt. Ich stehe auf Fotosynthese - und mag seit Kurzem keine Waffeln mehr.

Packender & witziger Schreibstil, nachdenkliche und gut vermittelte Moral aber doch nicht ganz meine Geschichte.

— Icelegs
Icelegs

Überraschend und sehr spannend. Empfehlenswert.

— AdrienneAva
AdrienneAva

Eine wahnsinnig gute Umsetzung, die es aber gleichzeitig etwas schwer macht, sich betroffen zu fühlen. Klingt komisch, muss man selbst lesen

— Tialda
Tialda

Klasse Buch, nur das Ende hat mich persönlich etwas enttäuscht. Dennoch lesenswert!

— nicigirl85
nicigirl85

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    Der Mephisto-Deal
    AdrienneAva

    AdrienneAva

    17. January 2016 um 19:46

    Das Buch: Du hast zwei Stunden, dann sind alle tot, dein Deutschkurs und der Mathe-LK im Nebengebäude. Die verdammte Schule ist gesichert wie Fort Knox und der irre Killer lässt euch nur eine perfide Wahl: Einer der beiden Kurse kann überleben, alle anderen werden sterben. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, Ausgang ungewiss... und die Zeit läuft gegen dich. Ich war echt überrascht und das im positiven Sinne. Von diesem Buch habe ich eine bedrückende, beängstigende Geschichte um das Überleben zweier Klassen erwartet.  Die Geschichte war sehr spannend zu lesen, doch wurde der Ernst der Thematik durch viele humorvolle Passagen immer wieder aufgelockert.  Ich fand es richtig erfrischend, dass es mit einem Funken Wortwitz gewürzt war.  Die Personen selbst konnten in diesem recht kurzen Werk nicht ihr ganzes Potential entfalten. Dadurch blieben Sympathien teilweise auf der Strecke. Nur die Antipathie einer bestimmten Person gegenüber konnte kaum übertroffen werden. Das Ende kam abrupt und liess mich ein wenig mit meinen Gedanken allein, und trotzdem  passt es sehr gut zu der Geschichte. Ich gebe diesem Buch 4 1/2 Sterne und kann es jedem weiterempfehlen, der düstere Themen auch mal etwas lockerer mag.

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  • Komischer Mix

    Der Mephisto-Deal
    dominona

    dominona

    30. November 2015 um 21:45

    Was auf dem Klappentext gut klingt, wirkt in der Ausführung leider zusammengestückelt und zum Teil unlogisch. Außerdem merkt man, dass die Autorin Germanistin ist. Schön, dass sie dem Deutschen ein Denkmal setzen will, mit utopisch charakterisierten Jugendlichen wird das jedoch nicht gelingen.

    Amoklauf mal anders, aber durchschaubar, eher wie ein Exposé. Das geht sicherlich besser.


  • Sehr gut umgesetzt, aber deshalb etwas distanziert - ja, klingt erst mal paradox...

    Der Mephisto-Deal
    Tialda

    Tialda

    25. November 2015 um 15:30

    Rezension: Da mich Kaja Bergmanns Debüt 2013 so begeisterte und mich der superspannende Klappentext ihres zweiten Buches „Der Mephisto-Deal“ so neugierig machte, musste dieser All-Age-Thriller natürlich bei mir einziehen. Zu finden ist die Story auf knapp 200 Seiten und ist somit, wie auch sein Vorgänger, schnell verschlungen. Ich kann nur betonen, wie außergewöhnlich der Schreibstil der Autorin ist. Erzählt wird aus der Egoperspektive des Protagonisten Finn und hier fand ich besonders sympathisch, dass er vor allem am Anfang den Leser direkt anspricht. Finn stellt sich und die Situation, in der er sich gerade befindet, witzig vor und legt auch direkt noch Skizzen des Sitzplans im Klassenzimmer und des Tafelbilds bei. Dies trägt alles dazu bei, dass man sich fühlt, als wäre man selbst dabei. Die Kapitelnamen mit der genauen Uhrzeit tun hier ihr übriges und die Einteilung der Geschichte in Akte stellt den Bezug zum Thema des Deutschkurses her, in dem Finn sitzt. Die Ausgangssituation ist folgende: Es ist Samstag und Finn sitzt in der Schule – durch viele Stundenausfälle muss der Deutschkurs den Stoff jetzt am Wochenende nachholen. Im Nebengebäude sitzt noch ein Mathe-LK eine Strafe ab. Während die Zeit mit Goethes Faust vor sich hinplätschert, ertönt plötzlich aus dem Lautsprecher die Aufforderung, die Tafeln der beiden besetzten Klassenzimmer hochzuschieben. Darunter zu sehen ist ein Schriftzug – das Todesurteil für den jeweils anderen Kurs, das unterschrieben werden soll. Das Perfide an der Sache ist, dass beiden Kursen eine beachtliche Menge Gift untergejubelt wurde, das zwei Stunden später zum Tod führen wird. Das Gegenmittel bekommt der Kurs, der zuerst unterschreibt. Und hier beginnt der Wahnsinn. Natürlich finden Versuche, die Schule zu verlassen, statt und am Ende scheint es nur noch an Finn zu liegen, seinen Kurs zu retten, denn zu einer Unterschrift ist zunächst aus moralischen Gründen niemand in der Lage. Und hier kommt der Punkt, der zwar wirklich beeindruckend ist, aber der mir den Spaß an dem Buch ein bisschen genommen hat. Nach und nach befinden wir uns immer mehr in Finns Kopf. Durch die einsetzende Wirkung des Gifts und die Konfrontation mit dem Tod werden Finns Gedanken immer wirrer, teils auch zusammenhangslos. Der Leser steht vor wahnsinnig langen Sätzen und oftmals eingeworfenen wirren Gedanken. Fest steht: Kaja Bergmann hat dies wahnsinnig gut umgesetzt, denn genau so muss es in einem Menschen, der sich in dieser Situation befindet, zweifellos aussehen. Leider entfernte sich das Ganze aber trotzdem oder gerade deswegen meiner Vorstellungskraft, weshalb ich mich nach und nach immer mehr als ferner Beobachter fühlte. Allerdings darf man wie schon Vorgänger auch in „Der Mephisto-Deal“ wieder auf völlig unerwartete Wendungen hoffen – mich persönlich hat das Ende gleich doppelt überrascht. Von daher würde ich das Buch auf jeden Fall an alle Thrillerleser ab 14 weiterempfehlen, den allein den Schreibstil der Autorin ist großes Kino. Fazit: Eine wahnsinnig gute Umsetzung, die es einem aber gleichzeitig auch etwas schwer macht, sich zu fühlen, als wäre man dabei. Klingt paradox, aber muss man selbst gelesen haben.

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  • Leben oder Sterben?

    Der Mephisto-Deal
    baronessa

    baronessa

    Bevor der Unterricht an diesem Samstag beginnt, gibt es erst einmal frische Waffeln. Eine gute Idee, die von allen Schülern an diesem Tag genutzt wird. Es sind nur zwei Kurse, die ihren Unterricht nachholen. Finn ist mit den Gedanken woanders und es fällt ihm schwer, dem Thema des Unterrichts zu verfolgen. Goethes Faust – Teufelspakt oder Wette? Die Diskussion darüber nimmt eine überraschende Wendung, als ein einziger Satz auf der Tafel erscheint: „Ich will, dass Udoriwitschs Kurs stirbt!“ Das Lachen vergeht den Schülern, als eine Stimme aus dem Lautsprecher ertönt. Mindestens ein Schüler muss diesen Satz unterschreiben. Wer als Erstes unterschreibt, bekommt das Gegenmittel, denn die Waffeln waren vergiftet. Zuerst versuchen die Schüler zu fliehen, bis sie merken, dass es zwecklos ist. Der Killer hat an alles gedacht. „Jeder Mensch hat seinen Preis“, diese Worte ergeben einen vollkommenen anderen Sinn, denn wer möchte nicht leben. Die Frage ist – wer unterschreibt zuerst?   Was passiert, wenn Menschen in eine Situation geraten, aus der es kein Entkommen gibt? Hier hat die Autorin eine Geschichte geschrieben, welches das Thema von Goethes Faust aufgreift. Um zu leben, würde jeder einen Pakt mit dem Teufel eingehen. Oder nicht? WAS – WÄRE – WENN? Sehr kreativ hat sie dieses Thema verfolgt. Es gab Momente, welche mir nicht ganz schlüssig waren, aber sie hat die Spannung bis zum Ende gehalten. Die Geschichte ist eingeteilt in 5 Akten und der Zeitangabe. Die Erzählweise ist aus der Sicht eines Jugendlichen und damit kann sich jeder gut in seine Lage versetzen. Das Cover passt und die Geschichte lässt sich flüssig lesen.

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    • 2
  • Wette oder Pakt?

    Der Mephisto-Deal
    Spatzi79

    Spatzi79

    24. June 2014 um 13:43

    Eine Gruppe von 8 Schülern und ihrer Lehrerin trifft sich Samstagmorgens in der Schule, um ausgefallenen Unterricht nachzuholen und sich somit für das Abitur vorzubereiten. Thema: Goethes Faust. Abgesehen von einem Mathekurs im anderen Teil des Gebäudes haben sie die Schule für sich. Doch der langweilige Unterricht wird jäh unterbrochen, als eine Stimme über den Lautsprecher verkündet, dass sie alle sterben werden. Außer sie unterschreiben den an die Tafel geschriebenen Satz, dass die Teilnehmer des anderen Kurses sterben sollen. Sie alle seien vergiftet worden. Der Kurs, der als erster unterschreibt, erhält ein Gegenmittel und bleibt am Leben, die anderen sterben. Nach dem ersten Schock machen sich der Erzähler Finn und zwei weitere Jungen auf die Suche nach einem Ausweg. Doch die Schule ist ausbruchssicher verschlossen, eine Kommunikation nach außen scheint unmöglich. Das Buch besticht durch einen temporeichen Schreibstil und eine streckenweise recht ungewöhnliche Erzählweise aus Sicht eines der Schüler, der immer mehr unter der schleichenden Vergiftung leidet und dessen Gedanken dadurch zusehends sprunghafter und merkwürdiger werden. Die Handlungsweisen der Figuren fand ich nicht immer unbedingt nachvollziehbar, lassen sich aber doch durch den Schockzustand und natürlich auch das jugendliche Alter der Personen größtenteils erklären. Spannend ist natürlich vor allem die moralische Frage, die allem zugrundeliegt: Rettet man das eigene Leben, auch auf Kosten von anderen? Wie schnell ist man bereit, den Tod anderer in Kauf zu nehmen, um selbst zu überleben? Eine Situation, die man in der Theorie wahrscheinlich nicht beantworten kann – man kann nur hoffen, sie nie in der Praxis beantworten zu müssen!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    kubine

    kubine

    01. June 2014 um 13:52
  • Wie weit würdest du gehen?

    Der Mephisto-Deal
    MissRose1989

    MissRose1989

    31. May 2014 um 23:44

    Unterricht am Samstag nachholen - für Finn und seine Klassenkameraden keine Wunschvorstellung, aber es muss ja gemacht werden. Da kommt die Idee, den Tag mit Waffeln zu versüssen doch gerade recht, aber was passiert, wenn die Waffeln vergiftet sind und du vor der Entscheidung stehst: Entweder selber sterben oder andere in den Tod schicken? Wie soll man da reagieren? Das Setting und auch die ganze Geschichte war so spannend, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen, weil es einfach zu gut war. Ich musste einfach wissen, wie es ausgeht. Leider bin ich von dem Ende nicht ganz überzeugt, aber vielleicht ist es gerade das, was einem das Buch im Gedächtnis bleiben lässt. Kaja Bergmann schmeisste den Leser direkt in das Geschehen und schafft es auch, die Jugendlichen typisch darzustelllen, ohne das es aufgesetzt oder gekünstelt wirkt. Man glaubt einfach das, was sie schreibt und auch wie sie es beschreibt. Das Buch zeichnet sich mit einem wirklich guten Schreistil aus, der auch schnell in die Handlung führt. Was mich angesprochen hat, war, dass sie den Leser auch mal direkt anspricht, was mir in einem Jugendbuch zwar das erste Mal passiert ist, aber was ich nicht unangenehm sondern sehr gut fand. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich aber, das fiel mir aber nur so am Rande auf. Kaja Bergmann scheint eine Vorliebe für Blut zu haben, da jede Wunde, egal wie klein der Kratzer auch war, bluten musste. Das fand ich teilweise etwas übertrieben, aber das fiel mir wirklich nur am Rande auf. Auch habe ich bei der Altersempfehlung etwas meine Zweifel, weil ich würde das Buch eher ab 16 empfehlen, aber das kommt auch etwas darauf an, wie weit der Jugendliche in seiner Entwicklung ist. Fazit:  Ein spannender Thiller, der durch den flotten Schreistil und die authentischen Charaktere überzeugt. Ein tolle Buch für alle Thillerfans, die es auch mal etwas blutiger mögen.

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  • Was tust du, um dein Leben zu retten?

    Der Mephisto-Deal
    nicigirl85

    nicigirl85

    25. May 2014 um 20:46

    Acht Jugendliche, die am Samstag Deutsch lernen müssen, unzählige leckere Waffeln, die das Lernen doch um einiges erleichtern und versüßen. Doch was ist, wenn die Waffeln vergiftet sind und du in zwei Stunden stirbst und deine einzige Option ist andere in den Tod zu schicken? Würdest du es tun? Würdest du den Mathekurs sterben lassen, wenn du dadurch dein Leben retten könntest? Dieser überaus spannende Jugendthriller handelt genau davon. Der jungen Autorin gelingt es gekonnt die Jugend von heute darzustellen, denn ohne Handys sind sie aufgeschmissen. Die Hauptcharaktere sind gut gezeichnet und es fällt einem als Leser leicht sich in diese verkappte Situation hineinzuversetzen. Kaja Bergmann hat einen sehr flotten Schreibstil, der Leser wird teilweise direkt angesprochen, was ich so bei Jugendbüchern noch nicht hatte. Ernste Szenen wechseln sich mit lustigen Szenen ab und die Handlung, die innerhalb von zwei Stunden spielt ist sehr rasant und realistisch dargestellt. Minimal negativ aufgefallen ist mir, dass ständig von Blut die Rede ist. Immerzu verletzt sich jemand und sei die Schramme auch noch so klein, es muss Blut fließen. Etwas unblutiger hätte mir der Thriller noch besser gefallen. Bis auf die letzten Seiten las ich überaus gespannt und wollte nun endlich wissen was Sache ist und dann das: ein offenes Ende. Ich habe nichts gegen offene Enden, wenn man als Leser noch ein wenig an die Hand genommen wird, aber wenn man sich bei so einem spannenden Thema dann letztendlich doch das Ende selbst zusammenspinnen muss, dann enttäuscht mich das ein wenig. Ich hatte mit einem Showdown der Superlative gerechnet, wo der Rest der Handlung doch bereits so fesselnd war, aber dieser Schluss blieb mir dann leider verwehrt. Fazit: Trotz des Endes hat mich dieses Buch aber schon überzeugt, da es sich einfach super spannend las. Gern empfehle ich es weiter.

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  • Pakt oder Wette?

    Der Mephisto-Deal
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    22. May 2014 um 22:21

    Finn und seine Mitschüler müssen an einem Samstag in die Schule, um verpassten Lernstoff nachzuholen. Auch eine andere Schulklasse ist da, und dann beginnt der Albtraum: Die Jugendlichen wurden vergiftet! Eine Klasse kann gerettet werden, wenn sie unterschreibt, dass die Schüler der anderen Klasse sterben sollen. Finn sucht nach einem Ausweg... Mein Leseeindruck: Obwohl ich das Verhalten der Schüler nicht immer nachvollziehen konnte und mir einiges auch nicht logisch erschien, hat mir der Roman doch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht, dabei aber doch außergewöhnlich. Der Protagonist Finn wendet sich im Buch direkt an den Leser, was für mich eine interessante Variante des Erzählens darstellt. Die Geschichte ist spannend erzählt, obwohl eigentlich nur wenige Protagonisten eine Rolle spielen. Die Autorin hat es geschafft, auf relativ wenigen Seiten mit relativ wenigen Charakteren eine doch komplexe Handlung zu schaffen. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich manche Handlungen der Jugendlichen nicht ganz nachvollziehen konnte, weil ich persönlich vermutlich in einer solchen Situation ganz anders gehandelt hätte.  

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  • 5.0 von 5 Sternen "Ich bin Finn (..) - und mag seit Kurzem keine Waffeln mehr"

    Der Mephisto-Deal
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    18. April 2014 um 17:10

    Finn ist nicht gerade ein begeisterter Schulgänger, aber was muss das muss. Gerade fürs Abitur. Und da durch die Krankheit der Deutschlehrerin Stoff nachgeholt werden muss, schlägt er sich mit einigen seiner Mitschüler einen Samstag um die Ohren, um über Goethes „Faust“ zu diskutieren. Aber sie sind nicht alleine. Auch der Mathematikkurs ist anwesend. Zwar in einem anderen Trakt des Gebäudes, doch sie teilen das Leid, an einem Samstag in die Schule zu gehen. Noch könnte alles so harmlos sein, wäre da nicht Faust, der mit Mephisto einen Deal aushandeln muss. Und plötzlich ist die Frage, ging Faust nun eine Wette oder einen Pakt mit Mephisto ein, näher als ihnen lieb ist. Per Lautsprecher bekommen die Schüler beider Klassen den Hinweis, dass sie vergiftet wurden und nur noch zwei Stunden Zeit haben, den Satz, der an der Wand hinter der Tafel steht, zu unterschreiben. Dann erhalten sie das Gegengift. Aber, die andere Klasse wird dann sterben, denn der Satz an der Wand ist deren Todesurteil… Das zweite Buch der Autorin nimmt sich Goethes Faust und die Frage, wie würde man selbst im Angesicht des Todes entscheiden? Geschrieben wurde das Buch aus der Sicht von Finn. Der 18jährige Schüler berichtet aus seiner Sichtweise, was er an diesem besonderen Samstagmorgen in der Schule erlebt und wie er sich fühlt. Dabei bekommt der Leser Finn sehr nahe, seine Gedanken und Einschätzungen anderer Mitschüler sind ihm zugänglich. Finn untermalt seine Beschreibungen durch kleine Skizzen, die er anfertigt oder die Mitschüler an die Tafel malen und man als Leser dennoch „sehen“ kann. Passend zur Geschichte, ist das Buch wie ein Drama in 5 Akte aufgeteilt. Die einzelnen Kapitel werden mit Wochentag, Datum und Uhrzeit überschrieben. Irgendwann beginnt Finn, dem Samstag in der Kapitelüberschrift selbstironische Bemerkungen beizufügen. Unterbrochen wird die Geschichte durch kurze Gedankenauszüge von Finn, die er auf eine Seite separat erfasst und durchnummeriert. Die ganze Geschichte ist kreativ, hat einen guten Bezug zum Deutschunterricht und ist in sich schlüssig und spannend. Das Ende ist passend zum Drama. Die Erzählweise ist flüssig und rasant, so dass sich die Seiten trotz der schweren Thematik gut lesen lassen. Das Buch wird für Jugendliche ab 14 Jahren empfohlen. Jüngeren Lesern würde ich es alleine von der Thematik her nicht empfehlen, dafür lege ich es auch älteren und vor allem erwachsenen Lesern ans Herz. Denn in einer solchen Situation, wie würde man da selbst entscheiden? Fazit: Mir hat das Buch sogar noch besser gefallen als das Debüt von Kaja Bergmann. Ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen und freue mich schon auf das nächste Werk dieser jungen Autorin.

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