Kaja Bergmann Gabriel

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Inhaltsangabe zu „Gabriel“ von Kaja Bergmann

Der 17-jährige Gabriel spürt, dass er ein Engel ist. Und er hat einen Auftrag, den nur er erfüllen kann: Er muss Seraphin stoppen, einen Todesengel, der wahllos Menschen tötet. All-Age-Thrill für Leser ab 12 Jahren!

Erstaunlich anders, faszinierend und aufwühlend!

— J-B-Wind

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  • Eine gute Idee, aber in der Umsetzung noch etwas holprig

    Gabriel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. June 2013 um 15:31

    Gabriel ist glücklich mit seiner Freundin Sonja. Seine Eltern, die ihn adoptiert haben, sieht er nicht oft, da sie beruflich viel unterwegs sind. Alles was er zum Glücklichsein braucht ist deshalb Sonja und Schokoeis. Doch dann bemerkt Gabriel, dass er anders ist, er kann fliegen – er ist ein Engel. Als dann eines Tages Seraphin neu in seine Klasse kommt nimmt das Chaos seinen Lauf. Denn auch Seraphin ist ein Engel, aber ein Todesengel.... Puh, hier wird es jetzt richtig schwierig. Sprachlich ist das Buch in Ordnung, nicht schlecht, aber auch nicht überragend, aber mit dem Inhalt habe ich mich sehr schwer getan, zumal mir die Thematik mit den Engeln sehr gut gefallen hat. Ich fand es wirklich toll, wie Gabriel entdeckt hat, dass er ein Engel ist und fliegen kann, wobei es dann leider schon etwas langweiliger wurde, denn Gabriel ,acht nichts anderes außer durch die Gegend zu fliegen. Ein wenig Spannung kommt dann noch einmal auf, als Seraphin auftaucht. Wobei auch da ein wenig die Spannung weggenommen wird, da jeder Leser, bei dem Namen direkt denken wird, oh – noch ein Engel. Es scheint alles sehr leicht vorherzusehen sein. Spannung ist so gut wie nicht vorhanden. Gabriel und Seraphin können sich nicht leiden und als dann auch noch Unglücksfälle in Frankfurt geschehen ist bald klar, dass es an Seraphin liegt, dass er der dunklen Seite angehört. Alles plätscherte in wenig vor sich hin und manchmal fragt man sich, wo der rote Faden hin ist, der sich doch eigentlich durch eine Geschichte spinnen sollte. Mehr kann und will ich gar nicht zu dem Buch sagen. Kaja Bergmann ist noch eine sehr junge Autorin, die bestimmt noch einiges lernen wird und ich bin guter Dinge, dass ihr nächster Roman schon eine ganze Ecke besser sein wird!

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  • Supersymatischer Progatonist und herzzerreißendes Ende

    Gabriel

    Tialda

    05. June 2013 um 15:54

    Rezension: Bei Kaja Bergmanns “Gabriel: Duell der Engel” kann man schon am Cover erkennen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Das Motiv und die farbliche Abstimmung passen perfekt zu der Geschichte und setzen sich auch auf den Innenseiten der Klappbroschur fort. Am besten hat mir die Art gefallen, in der die Geschichte erzählt wird – nämlich aus Sicht des Protagonisten, einem Jugendlichen namens Gabriel. Er erzählt das Ganze rückblickend und wendet sich oft an den Leser, was den Charakter sehr sympathisch wirken lässt. Es fühlt sich so an, als wäre er ein Bekannter und würde einem seine unglaubliche Story erzählen, in der er herumwitzelt oder auch hin und wieder anmerkt, dass ihm klar ist, dass alles total seltsam wirken muss. Auf 167 Seiten empfand ich das Buch aber fast zu kurz, mehr wie eine längere Kurzgeschichte. Ich hätte gern viel mehr dazu gelesen – aber so geht alles ziemlich schnell. Es beginnt damit, dass Gabriel einen Unfall hat und durch diesen Umstand aber mit dem Mädchen, das er schon seit einer Ewigkeit anhimmelt – Sonja-, zusammenkommt. Nachdem er im Krankenhaus aufwacht, stellt er fest, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmt und er wohl so etwas wie ein Engel sein muss – denn er kann z.B. plötzlich fliegen. Seiner Freundin erzählt er von der Sache nichts und auch nicht, was zwischen ihm und seinem neuen Mitschüler Seraphin für ein Kampf entbrennt – denn auch dieser ist nicht menschlich. Gabriel ist irgendwie ein Charakter mit besonders viel Tiefe. Obwohl sein Herz offenbar nicht schlägt, wirbeln die Emotionen nur so um ihn herum und eine seiner größten Ängste ist es, Sonja zu verlieren. Noch mehr über Gabriel erfährt man außerdem durch Seiten, die hin und wieder im Buch auftauchen, aussehen wie karriertes Papier und auf denen sich handschriftlich niedergeschriebene Gedanken des Protagonisten wiederfinden. Und dann ist da noch seine ganz deutliche Liebe zu Büchern, denn sein Humor bezieht sich oft auf Anspielungen zu Werken wie z.B. Harry Potter. Am meisten geflasht hat mich übrigens das Ende. Ein Ende welches Fantasy-Fans ziemlich sicher enttäuschen wird aber das ich einfach nur atemberaubend fand. Es kommt zu einem dramatischen Showdown und man denkt sich “Endlich… jetzt wird alles gut.” und die letzte Seite nimmt einem einfach nur die Luft. Weniger zu empfehlen für Leute, die ausschließlich Fantasy lesen – dafür möchte ich das Buch aber Lesern ans Herz legen, die Jugendbücher – und vor allem solche, die mit der Psyche des Menschen zu tun haben – mögen. Fazit: Tolle Geschichte mit supersympathischen Protagonisten und herzzerfetzendem Ende.

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  • beeindruckend vielseitig

    Gabriel

    Manja82

    11. May 2013 um 17:53

    Kurzbeschreibung: Der 17-jährige Gabriel spürt, dass er ein Engel ist. Und er hat einen Auftrag, den nur er erfüllen kann: er muss Seraphin stoppen, einen Todesengel, der ihn bedroht und wahllos Menschen tötet. Als Seraphin einen weiteren Mord ankündigt, sieht Gabriel nur noch eine Chance … (Quelle: Bookspot Verlag) Meine Meinung: Gabriel ist 17 Jahre alt. Vor 2 Jahren hat er zufällig herausgefunden, dass er ein Engel ist. Er wollte sich von einem Hausdach stürzen, doch anstatt zu fallen flog er plötzlich. Diese Tatsache verwirrt ihn zunächst sehr und er behält sie erst mal für sich. Er geht ganz normal in die Schule und hat außerdem eine Freundin, Sonja. Dann aber kommt ein neuer Schüler in seine Klasse, Seraphin. Doch wer genau ist er? Warum trägt er die ganze Zeit nur schwarze Klamotten? Von da an geschehen immer öfter seltsame Unfälle und auch Sonja gerät in Gefahr. Gabriel muss etwas unternehmen und er muss sich entscheiden … Der All Age-Thriller „Gabriel“ ist eine Mischung aus Mystery und Thriller. Das Buch stammt von der Autorin Kaja Bergmann und ist ihr Debütroman. Gabriel, der Protagonist, ist 17 Jahre alt. Mit 5 Jahren wurde er adoptiert. Seine leiblichen Eltern haben sich nie für ihn interessiert. Durch Zufall findet er heraus, dass er ein Engel ist. Doch er ist mit dem Engel sein überfordert. Muss man nicht erst sterben um ein Engel zu werden? Gabriel hat in der Schule eine Freundin, Sonja. Sonja weiß nicht, dass Gabriel ein Engel ist. Sie geht mit ihm aus, die beiden verhalten sich wie ein normales Teenager Paar. Seraphin ist der Neue in der Klasse. Er trägt schwarze Klamotten und wirkt mysteriös. Aber was führt er im Schilde? Der Schreibstil der Autorin ist beeindruckend flüssig und ausdrucksvoll. Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Gabriel in der Ich-Perspektive. Zu Beginn des Buches stellt sich Gabriel auf seine Weise vor. Er spricht den Leser direkt an. Die Handlung beginnt langsam und nach und nach baut sich eine Spannung auf, der man sich als Leser nicht entziehen kann. Die Geschichte ist komplex und vielseitig, es gibt viele überraschende Wendungen. Die Handlung nimmt einen Verlauf den man als Leser nicht unbedingt erwartet und regt zum Nachdenken an. Das Ende fand ich persönlich sehr gut. Es wirft nochmal ein vollkommen anderes Licht auf die Geschehnisse im Buch. Fazit: „Gabriel“ von Kaja Bergmann ist ein beeindruckender All-Age Thriller und ein wirklich klasse Debüt. Die vielsichtige Handlung und ein etwas anderer Protagonist machen das Buch auf jeden Fall mehr als lesenswert!

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  • Ein blonder Engel und ein dunkler....

    Gabriel

    J-B-Wind

    16. April 2013 um 16:38

    „Die Engel, die nennen es Himmelsfreud, die Teufel, die nennen es Höllenleid, die Menschen, die nennen es - Liebe!“ (Heinrich Heine) Der 17jährige Gabriel liebt Sonja und Sonja liebt ihn. Sein Leben könnte endlich perfekt sein, wäre da nicht der Neue in der Klasse, Seraphin: Ein Todesengel, der wahllos Menschen umbringt und Gabriel sogar dabei zusehen lässt. Und er hat es auf Sonja abgesehen, und das kann Gabriel auf keinen Fall zulassen, denn er spürt schon länger, dass er ein Engel ist. Seine Aufgabe ist es, Menschen zu beschützen und zu retten. Seraphin zu stoppen ist daher ein Auftrag, den nur er erfüllen kann. Schon wieder Engel? Alles schon mal gehört? Alles schon mal in dieser Form gelesen? Nein! Jeder der meint, es würde sich bei Gabriel wieder um einen Fantasyroman unter vielen handeln, liegt falsch. Gabriel ist Liebesroman, Krimi, Entwicklungsroman und viel mehr. Im Mittelpunkt steht der 17-jährige Titelheld, der im Alter von fünf Jahren erfährt, dass er adoptiert wurde. Während einer Sportstunde in der sechsten Klasse findet er seinen Puls nicht. Drei Jahre später ist er sicher, tot zu sein. Sonja ist seine große Liebe, sie schwebt über seinem ansonst so tristen Leben mit ständig abwesenden Eltern. Die Autorin Kaja Bergmann hat hier, mit gerade einmal 21 Jahren, einen außergewöhnlichen Debütroman vorgelegt: Erstaunlich anders, faszinierend und aufwühlend; hebt sich damit aus dem Einheitsbrei der Massenware ab. Kaya Bergmann schreibt erfrischend, jugendlich und ist sprachlich dabei in einem Moment blumig, beinahe lyrisch, dann wieder direkt, trocken oder experimentell, sodass man >Gabriel< durchaus auch als literarischen Roman sehen kann. Die Grundatmosphäre ist teils düster, als auch stellenweise leicht und getragen. Aufgelockert werden die Kapitel durch Gabriels Notizen. Die Kapitel sind kurz und angenehm zu lesen. Der Roman hat zudem nur 165 Seiten, man ist also recht schnell durch. Das bedeutet aber nicht, dass man mit der Geschichte dann schon fertig ist. Der Roman hallt noch länger nach und wird sicher für Diskussionsstoff bei Jugendlichen sorgen und zum Nachdenken anregen. Ich würde das Buch deshalb auch Schulklassen empfehlen. Der Roman ist vollständig aus der Sicht des Titelhelds und in Ich-Form geschrieben, wenn man vom, für viele LeserInnen sicher verblüffenden, Ende absieht. Als geeichte Krimileserin war mir allerdings von Anfang an klar, wohin der Roman führen wird, bzw. was die Pointe ist. >Gabriel< ist spannend, mitreißend und rührt stellenweise zu Tränen. Die Bezeichnung Thriller empfinde ich hingegen als irreführend. Es ist für mich viel mehr ein Roman mit Elementen aus verschiedenen Genres, die geschickt miteinander verknüpft werden. Fazit: Ein durchaus gelungener und eindrucksvoller Debütroman einer jungen Autorin über die man Zukunft sicher noch einiges hören wird. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Roman der Autorin. Vielen Dank an das Kriminetz für diese kurzweilige und ausgefallene Lektüre! Prädikat: Sehr lesenswerter All-Age-Thriller für LeserInnen ab 12 Jahren, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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  • Engel oder bedrohliche Stimmung

    Gabriel

    baronessa

    08. April 2013 um 20:49

    Gabriel wurde mit fünf Jahren adoptiert, und seine leiblichen Eltern haben ihn nie interessiert. Er lebt in Frankfurt und ist ein Einzelkind. Seine Eltern sind viel unterwegs und somit ist er viel allein. Inzwischen ist er fünfzehn und hat eine veränderte Sichtweise auf die Dinge, denn er ist anders. Er hat keinen Puls und er ist tot. Nein ein Vampir ist er nicht, aber ein Engel. Er hat Flügel und kann somit fliegen. Erst durch einen Unfall merkte er seine Bestimmung. Seine Leidenschaft ist allerdings seine Freundin, denn die liebt er über alles. Sonja – die Liebe seines Lebens. Sie kennt nicht sein „Wahres Ich“, sie kennt nur den Gabriel aus der Schule. Dann kommt eines Tages ein neuer Schüler in die Klasse. Von der ersten Minute an spürte Gabriel die Abneigung gegen ihn. Seraphin - in Schwarz gekleidet und locker drauf – nahm den Platz neben Gabriel ein. Er hasste den Neuen, wusste aber nicht warum. Dann stellte sich eines Tages heraus, dass Seraphin auch ein Engel war. Ein böser Engel, der Menschen tötete. Gabriel musste den Kampf gegen ihn aufnehmen, obwohl er gar nicht kämpfen wollte oder konnte. Er war ein Weichei! Nur ein Stich ins Herz konnte Seraphin aufhalten. Seraphin wollte, dass Gabriel ihn tötete, denn er wollte nicht böse sein. Konnte Gabriel das wirklich tun?   „Ich versuchte, die Augen zu öffnen. Konnte es nicht. Kostete zu viel Kraft. Wollte wieder zurück ins Dunkel. Zurück zu meinen Stimmen. Kannte sie inzwischen. Mochte sie. Mehr als die Realität.“   Gedanken eines Jungen oder bedrohliche Stimmung?   Mehr erzähle ich natürlich nicht! Die Geschichte nimmt eine vollkommende andere Wendung. Ich war total überrascht, denn damit habe ich nicht gerechnet. Die Geschichte fängt etwas langsam an und die Spannung kommt erst zustande, als Seraphin in sein Leben tritt. Es ist kein Buch für Fantasyfans, denn die Geschichte hat damit nichts zutun. Die Geschichte ist aus der Sichtweise als Ich-Erzähler geschrieben, der seine Leser in diesem Buch auch anspricht. Der Junge erzählt seine Geschichte rückwirkend und schreibt seine Gedanken immer auf. Diese Notizen sind auch so abgedruckt. Nur das Ende der Geschichte wird von einem Zeitungsartikel erzählt. Das Fühlen und Denken eines Jugendlichen ist gut dargestellt. Trotzdem merkt man auch die Einsamkeit und die innere Leere des Jungen. Das Cover passt ausgezeichnet zu dieser Geschichte. Das Buch liest sich auch flüssig, nur der Spannungsbogen kommt sehr spät.  

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  • "Ich wusste nicht, dass ich tot war."

    Gabriel

    Tanzmaus

    25. March 2013 um 09:13

    Der 17jährige Gabriel stellt eines Tages fest, dass er ein Engel ist. Statt von einem Hausdach zu fallen, fliegt er plötzlich. Diese Erkenntnis verwirrt ihn zunächst, denn um ein Engel zu werden, muss er doch gestorben sein? Er beschließt, dieses Wissen zunächst für sich zu behalten, geht weiterhin zur Schule und mit seiner Freundin Sonja aus. Doch dann kommt ein neuer Schüler an die Schule – Seraphin. Wer ist Seraphin? Warum trägt er immer schwarze Kleidung? Und wieso reizt er Gabriel immer? Als sich seltsame Unfälle häufen, wird Gabriel klar, dass er etwas unternehmen muss. Doch dann gerät auch Sonja in Gefahr. Gabriel muss sich entscheiden. Der Debütroman von Kaja Bergmann ist im Bookspot Verlag in der Edition 211 erschienen. Diese Edition legt All-Age-Thriller bzw. Krimis auf und wurde nach dem §211 StGB (Mord) benannt. Dieser kritische Gegenwartsroman erzählt die Geschichte von Gabriel. Ein 17jähriger Junge, der eines Tages feststellt, dass er eigentlich ein Engel ist. Um diese Erfahrung verarbeiten zu können, fängt er an, seine Geschichte aufzuschreiben. In Form eines Tagebuches berichtet er von der Begegnung mit seiner großen Liebe und einem Unfall. Zwei Jahre später stellt er dann fest, dass er ein Engel ist. Das Buch beginnt mit einem Inhaltsverzeichnis. Dort erklärt Gabriel, dass er eigentlich keine Lust hat, dieses anzulegen. Also startet Gabriel gleich mit dem Prolog.Danach widmet sich Gabriel einem kurzen Abriss der Vorgeschichte und stellt sich in einem weiteren Kapitel erst einmal vor – so gut er es eben vermag. Die Geschichte ist aus Sicht von Gabriel in der Ich-Form geschrieben und ähnelt einem Tagebuch. Jedes Kapitel nach dem Vorspann ist mit Datum und Uhrzeit überschrieben. So behält man als Leser den zeitlichen Überblick. Zwischen den einzelnen Kapitel finden sich immer wieder karierte Blätter mit handgeschriebenen Notizen von Gabriel. Diese Notizen stellen Gedanken von Gabriel dar, bei denen er Angst hat, sie zu verlieren. Zwar stellen die Notizen keinen direkten Bezug zum Ablauf der Geschichte dar, geben aber einen interessanten Einblick in Gabriels Gedankenwelt. Gabriel weiß nicht, ob er seine Geschichte niederschreiben soll und sie jemanden überhaupt interessiert. Trotzdem greift er zur Feder und legt los. Zu Beginn herrscht erst einmal Chaos. Der Leser und auch Gabriel müssen sich sortieren. Man muss Gabriel kennenlernen und er unterstützt den Leser dabei, indem er im Vorspann einiges von sich preis gibt. Auch geben die Notizen Aufschluss über das Gefühls- und Gedankenchaos, das in ihm tobt. Die Kapitel sind kurz gehalten, so dass ein schneller Lesefluss angeregt wird. Die Notizen, die immer wieder eingestreut sind, lockern die Geschichte etwas auf und regen zum Nachdenken über Gabriel und das Leben an sich an. Zwar hat das Buch nur 167 Seiten, doch steckt zwischen den beiden Buchdeckeln viel mehr. Die Autorin scheint sich mit der Welt der Engel und dem Kampf zwischen Gabriel und Seraphin auseinander gesetzt zu haben. Das wird beim Lesen deutlich. Kaja Bergmann versucht, mit Worten und Handlungen die Welt eines Teenagers, der von seinem Engeldasein regelrecht überrannt wird, dem Leser näher zu bringen. Dies ist ihr in meinem Augen auch gelungen. Es steht zwar von Anfang an, und nicht nur, weil man den Klappentext kennt, fest, dass es einen Entscheidungskampf zwischen Gabriel und Seraphin geben wird. Das ist insofern keine Überraschung. Überraschend dagegen ist, wie kam es dazu. Die Spannung in diesem Showdown bildet nicht zuletzt die Frage, was würde der selbst machen, stünde er in solch einer Situation? Wäre er eher wie Seraphin oder kann er sich mehr mit Gabriel identifizieren? Durch seine zurückhaltende Schreibweise zu Beginn, weckt Gabriel Neugierde auf seine Geschichte. Der Spannungsbogen baut sich zwar nur sehr langsam auf, kommt aber dann in letzten Drittel des Buches zu seinem Höhepunkt. Die Frage, wie die Geschichte endet, wird wieder mit einer Überraschung beantwortet. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, zwar hätte ich mir etwas mehr Einblick in Gabriels Leben und den Konflikt zu Seraphin gewünscht, doch ist die Geschichte so dick gepackt, dass es ausreichend ist. Sprachlich ist das Buch in der heutigen Sprachgebung geschrieben, wobei Gabriel den Satzbau oft seiner eigenen Sprache angepasst hat. Ob sich das Buch schon für Leser ab 12 Jahren eignet, hängt in diesem Falle von der Entwicklung der Person ab. Ich finde, es wäre eher für etwas ältere Leser geeignet, um nicht nur die Geschichte im Vordergrund, sondern auch die Intention von Gabriel verstehen zu können. Fazit: Ein interessanter Debütroman, der die Geschichte zwischen Gabriel und Serpahin in unsere Zeit holt und neu beleuchtet.

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