Kalle Max Hofmann

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen
Kalle Max Hofmann

Lebenslauf von Kalle Max Hofmann

Kalle Max Hofmann ist ein Filmemacher, Autor und Übersetzer aus Berlin. Seine favorisierten Genres sind Science-Fiction, Fantasy und Thriller. Darüber hinaus interessiert er sich besonders für Wissenschaft, Natur und Psychologie. Aktuell ist sein Natur-Dokumentarfilm "Wundervolle Welt 3D" erschienen, der auf "Unser Sonnensystem 3D" und "Das Universum 3D" im Vertrieb von Universal Pictures folgt. Als Experte für digitale Effekte arbeitete er an Filmen wie "Keinohrhasen", "Kokowääh" und "Honig im Kopf" von Til Schweiger, sowie an dem Oscar®-nominierten Film "Pina - Ein Tanzfilm in 3D" und "Every Thing Will Be Fine" sowie "Die schönen Tage von Aranjuez" von Wim Wenders. Als Autor schrieb er Beiträge für Zeitschriften wie GameReactor, Deutsch Magazine, [ple:] und Spiegel Online. Seine Übersetzungsarbeiten umfassen Romane von Autoren wie U.S. Bestseller-Autor Russell Blake, New York Times Bestseller Autor F. Paul Wilson, British Fantasy Award Gewinnerin Sarah Pinborough sowie British Fantasy Award Gewinner Greg F. Gifune.

Neue Bücher

Berlin Zombie Zero: Virohazard (Wiebers Zombie-Reihe 5)

Neu erschienen am 24.10.2018 als E-Book bei Wiebers Verlag.

Alle Bücher von Kalle Max Hofmann

Berlin Zombie City

Berlin Zombie City

 (3)
Erschienen am 06.07.2017
Zombie City Stories

Zombie City Stories

 (0)
Erschienen am 01.02.2015

Neue Rezensionen zu Kalle Max Hofmann

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GrueneRonjas avatar

Rezension zu "Berlin Zombie City" von Kalle Max Hofmann

Zombies in Tempelhof
GrueneRonjavor einem Jahr

Ich bin Berlinerin. Ich habe zwar die meiste Zeit knapp außerhalb gewohnt, trotzdem habe ich fast jeden Tag in Berlin verbracht, entweder wegen Schule/ Arbeit, oder weil ich unterwegs war. Und ich mag Zombies. Bzw. ich mag Literatur und Filme mit/ über Zombies. Diese Kombination hat mich natürlich auf dieses Buch auf der Buch Berlin aufmerksam gemacht. Der Klappentext hat mich dann sehr neugierig gemacht, denn die Handlung startet in Tempelhof, meiner neuen Heimat. Und vorneweg: Der Autor hat alles sehr gut beschrieben, sehr genau und gruselig realistisch. Ich weiß nicht, ob ich die Straßen nochmal so unbesonnen wie bisher entlang gehen kann.


Dieses Buch ist ein Tagesablauf im Leben von Ben. Aber nicht irgendein Tag, sondern der Tag seiner Rückkehr nach Berlin. Ganz offensichtlich ist in seiner Abwesenheit die Welt untergegangen, und er hat es nicht bemerkt. Anfangs kann er es kaum fassen, will es nicht wirklich wahr haben. Doch als die ersten Infizierten ihn verfolgen und er auf andere überlebende trifft, trifft ihn auch die nackte Wahrheit. Völlig überstürzt fasst er den Plan seine Freundin Tanja zu suchen und wenn möglich aus Berlin rauszuholen. Doch erstens kommt immer alles anders und zweitens als geplant.

Ben ist kein sehr sympathischer Mensch. Gleich am Anfang hat er mir nicht sehr gefallen, denn er rennt vor der Verantwortung weg und betrinkt sich lieber, anstatt seinen Mann zu stehen. Und als wenn das noch nicht alles wäre, ist ihm vor allem Geld und Luxus wichtig, er beurteilt Leute nach ihrem Äußeren (okay, das tun wir alle) und ist dabei eigentlich ein Schlappschwanz. Aber natürlich ändert er sich und überrascht zwischendurch. Er ist definitiv nicht mein Lieblingscharakter aller Zeiten, aber er macht sich.

Auch die Nebenpersonen, auf die er auf seiner Reise durch Berlin trifft, sind faszinierend. Und so bunt wie Berlin. Sei es die Punk-Lesbe Paule, der Ausreißer Stefan oder der Kampfsportfan Ralf, alle haben ihre Geschichte und alle sind wichtig für die Geschichte. Genau wie Bens Vergangenheit.


Dieses Buch ist also kein stupides Wegrennen vor Zombies, sondern eine Reise durch Berlin, auf der Suche nach etwas Menschlichkeit, auch in sich selbst. Ich bin ehrlich beeindruckt von diesem Buch, denn das habe ich definitiv nicht erwartet. Wer also Zombieliteratur mag, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

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Jacynthes avatar

Rezension zu "Berlin Zombie City" von Kalle Max Hofmann

"Berlin Zombie City" von Kalle Max Hofmann
Jacynthevor 2 Jahren

Inhalt


Ben kehrt von einer einsamen Bootstour nach Berlin zurück und muss feststellen, dass die Stadt von Zombies bevölkert ist. Es gibt nur wenige Überlebende, was die Hoffnung darauf, seine Freundin lebend in ihrer Wohnung vorzufinden, erheblich schmälert. Doch er muss es versuchen und macht sich auf den gefährlichen Weg durch die Straßen des nahezu toten Berlins. Doch die Zombies sind bald nicht mehr sein einziges Problem...


Meine Meinung


Dieser Roman hat mich sofort angesprochen, als ich im Internet darüber gestolpert bin. Ich liebe Zombie-Romane, und noch mehr liebe ich solche Geschichten, wenn sie in Deutschland spielen. In diesem Fall handelt es sich um Berlin, eine Stadt, die ich sehr gerne mag - eine perfekte Kombination also, die schon im Cover sehr gut zur Geltung kommt. Nach sehr nettem Kontakt mit dem Verlag bekam ich dann dieses Rezensionsexemplar zugesandt. Nochmals vielen, vielen Dank dafür!

Genau wie der Protagonist Ben wird der Leser direkt in die Postapokalypse hinein geschleudert. In der mehrwöchigen Auszeit, während der Ben auf seinem Boot umherschipperte und völlig von der Außenwelt abgeschnitten war, hat sich die ehemals vor Leben sprühende Hauptstadt in eine Totenstadt verwandelt, die von blutrünstigen Zombies bevölkert wird. Bis Ben dies begreift, dauert es ein wenig - eine Tatsache, die sich in fast jedem Roman oder Film dieser Art findet und mich mittlerweile immer zum Schmunzeln bringt. Im Zeitalter von The Walking Dead und Ähnlichem sollte man heutzutage die Anzeichen eine Zombieapokalypse doch schneller deuten können, oder? Aber dieser Umstand gehört natürlich irgendwie zu einer solchen Geschichte und fördert den Spannungsaufbau sowie die Charakterentwicklung.

Charakterentwicklung - ein wichtiges Stichwort für den Protagonisten Ben, der, Verziehung, ein ziemliches Arschloch ist. Der Grund für seine Auszeit war nämlich ein Streit mit seiner Freundin Tanja, weil diese ihm eröffnete, dass sie schwanger sei. Woraufhin er völlig ausrastete und das Weite suchte. Was genau zwischen den beiden geschehen ist, erfährt der Leser immer wieder durch kurze Erinnerungspassagen von Ben und diese machten es mir tatsächlich möglich, dass ich Ben noch weniger mochte, als zunächst angenommen. Da hat es auch nicht mehr geholfen, dass er sich schließlich auf die Suche nach ihr macht, was mir persönlich eher von Pflicht- als von Schuldgefühlen motiviert schien. Langsam jedoch wird Ben zu einem denkenden und vor allem zur Reflexion fähigen Menschen. Er versucht, seine Vergangenheit zu akzeptieren und in der Gegenwart das zu ändern, was zu ändern er in der Lage ist.

Man kann den Roman als zweigeteilt auffassen, wobei sich der erste Teil um die Suche nach Bens Freundin Tanja und der zweite Teil um die Flucht aus Berlin dreht. Diese Suche nach Tanja, die Ben auf einem gefährlichen Weg durch das tote Berlin führt, legt dabei den Grundstein für die folgenden Ereignisse. Auf diesem Weg lernt er verschiedene andere Überlebende kennen, die sich in Gruppen oder alleine verschanzt haben und versuchen, die Situation auszusitzen. Schließlich kommt es jedoch zur entscheidenden Wende, als Flugblätter auftauchen, die die Bombardierung der Stadt ankündigen, was den zweiten Teil einleutet. Plötzlich wird die Situation der Überlebenden noch brisanter, doch Ben, der mittlerweile versucht, seine Schuldgefühle durch eine Art Nächstenliebe zu kompensieren, hat eine Idee. Eine Idee, deren Gelingen jedoch von einem wichtigen Faktor abhängt: seinem Stiefvater.

Der erste Teil hat sich für mein Empfinden ein wenig zu sehr in die Länge gezogen und war irgendwie zu vorhersehbar. Mir persönlich hat der zweite Teil besser gefallen. Ich empfand ihn als spannender, weil er mehr Menschen betrifft und der Ausgang des Unternehmens unvorhersehbarer ist. Außerdem kommt es hier auf viele verschiedene Komponenten an, die zusammenspielen, womit die Situation auch instabiler wird, was der Autor immer wieder genutzt hat, um Spannung zu erzeugen. Die Beschreibungen der Gruppenvorgänge fand ich hingegen leider etwas schwach. Zwischenmenschliche Beziehungen werden zwar immer wieder angedeutet, Hofmann kratzt jedoch oft nur an der Oberfläche, sodass verschiedene Wesenszüge zwar deutlich zu Tage treten, jedoch nicht wirklich ausgearbeitet werden. Den Familienzwist hingegen, von dem letztendlich alles abhängt, fand ich sehr gut ausgearbeitet.

Dann wären da noch die teilweise sehr genaue Beschreibungen von Berlins Straßen und Häusern, die wohl Abwechslung, vor allem jedoch Authentizität in den Roman bringen sollten, die mich als Nichtberliner jedoch eher verwirrt haben. Ich begann irgendwann damit, die vielen Straßennamen und Wegbeschreibungen zu überlesen. Für Menschen, die Berlin wie ihre Westentasche kennen, ist dieses Element aber vielleicht besonders spannend.

Der Wiebers Verlag ist ein kleiner Familienbetrieb, der (noch) nicht die Möglichkeiten eines großen Verlags hat. Deshalb werden die Leser in den Auflagen bis Ende 2016 am Anfang auch ganz direkt angesprochen und gebeten, "untote Fehlerteufel" zu melden um so zur Verbesserung des Romans beizutragen. Eine gute Idee, wie ich finde! Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn sich ab und zu mal ein Fehler einschleicht, wobei ich dennoch zwischen großen und kleinen Verlagen sowie Selfpublishern unterscheide. Bei diesem Buch waren es ein paar mehr Fehler, die jedoch durch sehr differenzierten Sprach- und Wortgebrauch großteils wieder ausgebügelt wurden und dank der Hilfe der Leser sicherlich bald in Gänze ausgemerzt sein werden. Schrift und Zeilenabstand haben mir leider nicht besonders gefallen und mich eher an verstaubte Jugendbücher aus den 70ern erinnert, die meine Mutter mir früher zum Lesen gegeben hat. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, meiner Meinung nach wurde das Potenzial jedoch nicht voll ausgeschöpft. Ich vergebe daher gute  3 von 5 Wolken und hoffe, dass es bald mehr Romane von Kalle Max Hofmann zu lesen geben wird.

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KristinSchoellkopfs avatar

Rezension zu "Berlin Zombie City" von Kalle Max Hofmann

Berlin Zombie City
KristinSchoellkopfvor 2 Jahren

Ich habe mein Exemplar direkt von Will Hofmann und Kalle Max Hofmann zugeschickt bekommen, vielen Dank!

Ich beschreibe immer gern den ersten Eindruck, welcher das Buch auf mich machte, als ich es aus dem Päckchen holte. Ich bin ein großer Fan von Literatur, die Menschen bewegt und gleichzeitig eine gewisse "Message" überbringt. Als ich "Berlin Zombie City" zum ersten Mal sah, stellte ich mich eher auf einen Abenteuerroman ein, welcher womöglich ganz nett würde, aber nicht wirklich in meinem Geschmacksbereich läge... Aber...

Auf dem Cover ist das Gesicht eines zornigen Mannes zu sehen, welcher den Blick nicht auf den Betrachter gerichtet hat, sondern zu etwas, was der Leser nicht sehen kann. Im Hintergrund sind die Umrisse des Berliner Fernsehturms und einige Häuser zu sehen.

Ben kommt gerade von einer dreiwöchigen Tour zu Wasser zurück und kann sich nicht erklären, warum die Straßen Berlins leer und die Häuser verlassen sind. Doch je weiter er sich in die Stadt begibt, scheint er, in einem Albtraum gefangen zu sein. Menschen, die ihn wildgeworden verfolgen und andere, welche sich in Häusern verbarrikadieren und niemanden herein lassen. Wenn er nur wüsste...

Ben erschien mir zu Beginn etwas naiv, da er einfach nicht zu begreifen vermochte, was wirklich in Berlin vorgefallen war. Dann allerdings fragte ich mich selbst: Was hätte ich getan in seiner Situation? Denn sind wir mal ehrlich, eine Zombieapokalypse steht nicht jeden Tag vor der Tür. Auch wenn er nicht heroisch agiert, so ist er doch authentisch und herrlich "normal", so wie auch ich durch eine Welt voller übernatürlicher Wesen stolpere.

Kalle Max Hofmanns Sprache ist flüssig zu lesen und an die jeweilige Situation angepasst. Verlangt eine haarstreubende Situation eine etwas derbere Ausdrucksweise, so muss der Leser nicht lange auf sie warten. Auch hier muss ich die Authentizität loben, selten fühlte ich mich so in einem Buch gefangen, da alles realitätsnah und nicht überschwenglich unrealistisch dargestellt wird.

Das Ende des Romans fand ich sehr stark, da es Charaktereigenschaften in Ben betont, welche mir schon zu Beginn auffielen und welche ich an ihm sehr schätzte: Ehrlichkeit und Mut.
Auch ließ mich dieser Roman eher beeindruckt, als erschrocken zurück, da er sich mehr auf zwischenmenschliche Beziehungen und Gedankengänge fokusiert, als auf blutiges Gemetzel.

Fazit
"Berlin Zombie City" hat mich für einige Stunden in eine Welt entführt, in welcher Berlin in Schutt und Asche liegt und das Überleben über jeglichen sozialen Konventionen liegt. Ich vergebe, in der Hoffnung auf weitere Werke des Autors, 5 Sterne. 

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