Kamal Ben Hameda Sieben Frauen aus Tripolis

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Inhaltsangabe zu „Sieben Frauen aus Tripolis“ von Kamal Ben Hameda

Für den libyschen Autor Kamal Ben Hameda war das Tripolis seiner Kindheit eine Stadt der Frauen. Fasziniert lauschte der kleine Junge den Geschichten seiner Mutter und ihrer Freundinnen. Ihre Schicksale waren wie aus Tausendundeiner Nacht: voll Tragik und Gewalt, voll Sehnsucht und Geheimnis.

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  • "Die kleinen Dinge sind die Seele des Lebens"

    Sieben Frauen aus Tripolis
    monerl

    monerl

    23. August 2013 um 20:28

    Klappentext: Für den libyschen Autor Kamal Ben Hameda war das Tripolis seiner Kindheit eine Stadt der Frauen. Fasziniert lauschte der kleine Junge den Geschichten seiner Mutter und ihrer Freundinnen. Ihre Schicksale waren wie aus Tausend und einer Nachtf: Voll Tragik, Sehnsucht und Geheimnis. ________________________________________________________________________________ Meine literarische Reise durch den Orient führte mich natürlich auch, über dieses Buch, nach Libyen. Ich wollte dieses Buch mögen, ja, sogar lieben, aber ich drang nicht ganz zur Poesie durch. Und irgendwie fühle ich mich enttäuscht über mich selbst. Schwer zu erklären... Hadachinou, der kleine Junge, der, anstatt mit anderen Kindern zu spielen, sich lieber unter die Frauen mischt, ihnen und ihren Geschichten zuhört, sie gerne begleitet und sich in der eher sanften Gesellschaft der Frauen wohl fühlt. Denn sie streiten nicht über Politik oder Religion, nein, sie erfreuen sich am Frau-sein oder ertragen ihre Leiden, so, wie es sich für Frauen in diesen Ländern gehört. "Du musst dich mit einfachen Dingen beschäftigen, die du liebst, setz dir ein Ziel. Die kleinen Dinge sind die Seele des Lebens; die kleinen Ereignisse, die niemand beachtet..." "Ohne diese Augenblicke vertrauensvoller Hingabe wären sie [die Frauen] vor Kummer längst vertrocknet oder ... hinter ihren Töpfen verpufft." Diese beiden Zitate sollen beispielhaft für die schöne Sprache des Autors dienen. Es ist Poesie, keine Frage! Vermutlich bin ich aber durch die Kürze des Buches, auf dem Weg dortin, einfach steckengeblieben. Ich fühle die Angst, die Unterdrückung, die Einsamkeit, den Schmerz aber auch die Freude, die Tapferkeit und auch die Heiterkeit der Frauen. Aber ich hätte sie wohl gerne intensiver begleitet. Ich hätte sehr gerne mehr erfahren wollen von den Frauen und der Stadt aus der Kindheit des Autors. Trotz meines Hin-und-Her-Gefühls für dieses Buch, ich empfehle es weiter. Lest es - und dringt durch zu Tripolis aus Tausend und einer Nacht! ___________________________________________________________________________________ http://monerls-bunte-welt.blogspot.de/2015/03/buchvorstellung-sieben-frauen-aus.html?view=timeslide

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  • Rezension zu "Sieben Frauen aus Tripolis" von Kamal Ben Hameda

    Sieben Frauen aus Tripolis
    sabatayn76

    sabatayn76

    27. July 2012 um 22:03

    '[...] denn wer einmal die Luft von Tripolis geatmet hat, wird nie mehr der Versuchung widerstehen können, dorthin zurückzukehren' Inhalt und mein Eindruck: Kamal Ben Hameda berichtet in 'Sieben Frauen aus Tripolis' vom Leben in der libyschen Hauptstadt, von unterdrückten Ehefrauen und Gewalt in der Ehe, doch auch von Lebenslust und Sinnlichkeit. Er entwirft so auf wenigen Seiten ein komplexes Bild der libyschen Gesellschaft, erzählt anhand von Geschichten der Mutter des Ich-Erzählers und ihren Freundinnen von eingeschränkter und von ausgelebter Freiheit, vom langsamen Ausbrechen aus patriarchalen Strukturen. Die Beschreibungen des Autors sind dabei detailliert, die Sprache poetisch, die Schilderungen beinahe märchenhaft. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Roman etwas ausführlicher wäre, denn bei der Kürze fand ich es schwierig, mich ganz auf die Geschichte einzulassen und richtig in die tripolitanische Welt einzutauchen. Mein Resümee: Ein Autor, den man sich merken kann. Eine schöne und bewegende Geschichte, die Einblicke in eine andere Welt bietet.

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  • Rezension zu "Sieben Frauen aus Tripolis" von Kamal Ben Hameda

    Sieben Frauen aus Tripolis
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. December 2011 um 13:43

    Das Jahr 2011 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu - und es gibt wahrlich viele große Ereignisse, die uns aus diesem Jahr in Erinnerung bleiben werden. Untrennbar mit 2011 verbunden sind sicherlich die Revolutionen im arabischen Raum und nicht zuletzt der Sturz des Gaddafi-Regimes mit Hilfe des internationalen Militäreinsatzes in Libyen. Daher freute ich mich besonders, als ich vom Graf Verlag das Rezensionsexemplar zu "Sieben Frauen aus Tripolis" zugeschickt bekam. Autor Kamal Ben Hameda schildert hier das Tripolis seiner Kindheit, was er sehr stark mit der Rolle der Frau verbindet. Ehemänner tauchen nur am Rande auf und so wird auch der Vater selbst kurz beschrieben als gläubiger Mann, der häufig betet und in die Moschee geht. Tripolis selbst ist bunt gewürfelt, überal wimmelt es von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen, der Duft von Gewürzen hängt in der Luft und die gleißende Hitze erschwert oftmals den Alltag. Mitten drin lebt "Hadachinou" (bisher hab ich die Bedeutung dieses Kosenamens leider noch nicht ausfindig machen können) zwischen seiner Mutter und ihren Freundinnen und im Gegensatz zu unserem westlichen Verständnis beschreibt er die Frauen seines Lebens als überaus starke Personen. Natürlich haben die Frauen eine dem Mann untergeordnete Rolle inne, doch unter sich erfährt Hadachinou, was in den Frauen wirklich vorgeht, was für ein Bild sie sich von den Männern machen und wie ungerecht viele Männer mit ihren Frauen umgehen. Und so zeigt uns Hameda einmal die andere lebensfrohe und doch wirklich bunte Seite Tripolis. Mein Fazit: Ich hab es genossen, endlich einmal ein Buch aus einer anderen Perspektive zu lesen. Und auch wenn die Hintergründe und Lebenswege der Frauen alles andere als schön sind und sie unterschiedlich tragische Schicksale erleiden, so kommt bei der Lektüre nie das Gefühl auf, dass die Frauen sich aufgeben. Nein der Blick ist nach vorne gerichtet und unter sich können sie ihr Leben in vollen Zügen genießen. Anders als vielleicht erwartet schicldert Hameda keine dunkle triste Welt in Tripolis, sondern begeistert einen von den starken Frauen. Und man spürt bereits, dass Hadachinou mit einem ganz anderen Rollenverständnis aufwächst.

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  • Rezension zu "Sieben Frauen aus Tripolis" von Kamal Ben Hameda

    Sieben Frauen aus Tripolis
    Clari

    Clari

    13. October 2011 um 15:55

    Als der kleine Kamal Ben Hameda seine Mutter nach ihrer Heirat fragt, bekommt er zur Antwort:“Ein andermal, später, wenn du groß bist". Mit dieser geheimnisvollen Antwort muss sich der Junge zufrieden geben, denn genaue Ausführungen über die Unterdrückung der Frauen im Lybien gibt es nicht. Jahrhunderte lang herrschte das Patriarchat und Frauen wurden zu hilflosen Opfern ihrer Männer, die im schlimmsten Fall mit brutaler Gewalt über sie herfielen. Aus den Augen des etwa zehnjährigen Kamal sieht die Welt verwirrend aus. Neben den wunderschönen Geschichten, die ihm seine Tanten und die Freundinnen seiner Mutter erzählen, sind es die Gewohnheiten der Männer und Frauen, die den Jungen interessieren und ihm den Sinn für eine ungerechte Welt enthüllen. Hier zeigt der Orient zwei Seiten: poetisch und malerisch und von exotischen Gerüchen und Farben belebt sind es die Geheimnisse wie in "Taudensundeine Nacht" auf der einen Seite, die einen gefangen nehmen. Auf der anderen Seite sind es die Magie und Zauberei und die bösen Prophezeiungen weiser Frauen, die dem Jungen in unheimlicher Weise die Welt zu erklären versuchen. Unvorbereitet erleidet er seine Beschneidung, die jeden Jungen traumatisiert, während die Familie das Ritualopfer feiert. In der Moschee leiert der Junge seine Gebete herunter wie alle anderen. Er denkt sich dabei, dass er es absurd findet, unentwegt vor dem Höchsten niederzuknien, während dieser je nach Laune Schmerzen verteilt, Ungerechtigkeiten duldet, Menschen in der Hölle schmoren lässt oder nach dem Wiederauferstehen weitere Schmerzen zufügt. Kamal mochte diesen unsichtbaren Gott nicht! Mit seiner klaren Stimme und treffenden Worten, poetisch und hingebungsvoll erzählt Kamal Ben Hameda die Geschichten seiner frühen Kindheit und der Erfahrungen, die er dort machte. Frauen waren die heimlichen Herrscherinnen über die Liebe und ihre Folgen, aber sie wurden auch vielfach zu Opfern ihrer alle beherrschenden Ehemänner. Beängstigend erlebte Kamal, wie Frauen ihrem Schicksal zu entrinnen trachteten. Sie verbrannten sich, wurden verbannt oder entwichen, bevor sie dem Martyrium ihrer Ehen erlagen. Mit seinem Buch bezeugt er die kulturelle Vielfalt der Erzählkunst seiner Region und prangert zugleich das ungleiche Verhältnis zwischen Mann und Frau an. Es ist ein kleines aber feines Werk, das sich unbedingt zu lesen lohnt. Der Autor hat schon früh sein Land verlassen, wurde Dichter und Jazzmusiker und lebt heute in den Niederlanden.

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  • Rezension zu "Sieben Frauen aus Tripolis" von Kamal Ben Hameda

    Sieben Frauen aus Tripolis
    goldfisch

    goldfisch

    19. September 2011 um 17:34

    Libyen ist seit Wochen täglich in den Nachrichten ein Thema, aber was wissen wir schon von diesem Land? Ein kleiner Junge, genannt Hadachinou, erzählt uns von den Frauen seiner Kindheit.Er erzählt von Müttern, Nachbarinnen,Tanten und Sklavinnen. Eines haben die Frauen gemeinsam, sie leben unterdrückt in einem Patriarchat.Der kleine Hadachinou schildert das Leben der Frauen, zwischen Angst,Glück,Schlägen und dem Versuch selbstbestimmt zu leben. Ein wunderbares, wenn auch bedrückendes Büchlein mit einer poetischen Sprache. Sehr lesenswert!

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