Kamala Markandaya Nektar in einem Sieb

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Inhaltsangabe zu „Nektar in einem Sieb“ von Kamala Markandaya

Am Ende ihrer Tage hält eine indische Bauernfrau Rückschau auf ihr Leben. Drei Schwestern wurden vor ihr verheiratet, und als die Reihe an sie kam, war als Mitgift nicht einmal mehr ein diamantener Nasenschmuck übrig. Aber auch der Pachtbauer Nathan, an den die Eltern sie verheirateten, hat nichts zu geben als Liebe und Sorge. In seiner Lehmhütte mit dem Palmblätterdach, bei der Arbeit auf den kleinen Reisfeldern scheint eine glückliche Zeit zu beginnen.Aber eines Tages fahren in langen Kolonnen Karren mit Backsteinen im Dorf ein, staubbedeckte Männer kommen und beschmutzen das sanfte Grün. Ihr Lärm zerreißt die Stille. Eine Gerberei wird gebaut, das Dorf verändert sich. Einige wenige kommen in die Höhe, andere werden zu Boden gedrückt. Eine Stadt wächst heran, eine Bestie, die die Schwächsten verschlingt.

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  • Rezension zu "Nektar in einem Sieb" von Kamala Markandaya

    Nektar in einem Sieb

    PrinzessinMurks

    24. March 2010 um 20:33

    Die Inderin Rukmani erzählt. Von ihrer Zweckehe mit einem einfachen Bauern, von ihren Kindern, von der Feldarbeit und vom Leben in ihrer kleine Hütte, vom Wandel der Welt durch die Weißen, vom zweischneidigen Schwert des Fortschritts - und das Leben brandet um sie herum, prallt ab, fließt vorbei. *** Dieses Buch erzählt nicht skandal-heischend von Zuständen, die in Indien herrschen, es zeigt nicht mit dem Finger auf Missstände, es klagt nicht an. – Das mag am Anfang irritieren aber es birgt auch einen ganz eigenen, stillen Charme. Man wird quasi von innen her mit einer vollkommen andere Lebensart konfrontiert. Hier wird das Indische nicht als Exotisch einem Europäer vorgeführt – vielmehr blickt das Indische auf den seltsamen Einbruch der Europäer. Das hat mir sehr gefallen. *** Der einzige Wermutstropfen ist die Sprache. Geschwollene Dialoge, pathetische Gedankengänge und langatmige Beschreibungen. Das Erzählen wirk immer wieder hölzern und unbeholfen. Damit fällt es einem Anfangs schwer „den Indern“ Sympathie entgegenzubringen. Doch ist es wirklich Unvermögen der Autorin ist, oder der Versuch möglichst authentisch die Sprache der indischen Bäuerin wiederzugeben?. Vielleicht eher letzteres. Denn man lernt darüber hinwegzulesen, beginnt über den Pathos zu lächeln und gewinnt die gleichmütige, optimistische, aufgeschlossene Rukmani lieb.

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  • Rezension zu "Nektar in einem Sieb" von Kamala Markandaya

    Nektar in einem Sieb

    krimtango

    27. May 2007 um 12:45

    Die Autorin erhielt für dieses Buch den LiBeraturpreis 1990.

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