Kamila Shamsie

 4.1 Sterne bei 116 Bewertungen
Autorin von Die Straße der Geschichtenerzähler, Verglühte Schatten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kamila Shamsie

Ein Leben zwischen England und Pakistan: Kamila Shamsie wurde im August 1973 in Karatschi (Pakistan) geboren. Sie besuchte nach ihrem Schulabschluss unter anderem das Hamilton College und absolvierte dort ihren Bachelor in Kreativem Schreiben. Ihr Debüt "In the City by the Sea" veröffentlichte Shamsie im Jahr 1998. Nur ein Jahr später wurde sie mit dem Prime Minister`s Award for Literature in Pakistan geehrt, dem weitere Auszeichnungen folgten. Mittlerweile werden ihre Bücher in zahlreiche Sprachen übersetzt. Kamila Shamsie lebt heute abwechselnd in Karatschi und London.

Alle Bücher von Kamila Shamsie

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Die Straße der Geschichtenerzähler

Die Straße der Geschichtenerzähler

 (80)
Erschienen am 01.07.2016
Verglühte Schatten

Verglühte Schatten

 (20)
Erschienen am 14.09.2015
Kartographie

Kartographie

 (4)
Erschienen am 01.10.2005
Salz und Safran

Salz und Safran

 (4)
Erschienen am 01.09.2006
Hausbrand

Hausbrand

 (3)
Erschienen am 04.09.2018
Verbrannte Verse

Verbrannte Verse

 (3)
Erschienen am 01.12.2006
Home Fire

Home Fire

 (2)
Erschienen am 15.08.2017
A God in Every Stone

A God in Every Stone

 (0)
Erschienen am 10.04.2014

Neue Rezensionen zu Kamila Shamsie

Neu

Rezension zu "Hausbrand" von Kamila Shamsie

Wenn die wir lieben Feinde des Staates sind
Buecherschmausvor 4 Monaten

„Die wir lieben…sind Feinde des Staates.“
Sophokles – Antigone

Schon im Motto ihres Romans „Hausbrand“ erzählt die britisch-pakistanische Autorin Kamila Shamsie eigentlich die ganze Geschichte.
„Homefire“ im Original trifft es, wie so oft genauer, denn es ist nicht das Haus, das hier brennt, sondern das Heim, die Familie, die Heimat, der Westen, Großbritannien. Und die große, klassische Geschichte, die hier neu gefasst wird, ist die der Antigone.
Diese war die Tochter des Ödipus, nach dessen Tod ein erbitterter Streit um die Macht in Theben zwischen ihren Brüdern Eteokles und Polyneikes ausbrach. Im Kampf gegeneinander wurden beide getötet. Der Onkel Kreon, der nun die Macht erlangte, erlaubte aber nur die Beerdigung des Einen. Der aufständische Polyneikes, „Feind des Vaterlandes“, sollte unbestattet bleiben. Gegen den Rat der besonnenen Schwester Ismene, unter Androhung der Todesstrafe, brachte Antigone ihren Bruder dennoch unter die Erde, wie es ihr Glaube befahl. Daraufhin wurde sie lebendig eingemauert. Ihr Verlobter Haemon, Sohn des Kreons, verwandte sich eindringlich für sie und dieser lenkte schließlich ein. Aber zu spät, Antigone nahm sich bereits das Leben. Daraufhin folgten ihr Haemon und später auch seine Mutter Eurydike in den Tod.
Ein großer, dramatischer Stoff, griechische Tragödie in Reinkultur, die bereits der irische Dichter Seamus Heany 2004 für ein höchst politisches Theaterstück neu adaptierte. Generell scheint die Neufassung von Klassikern ein wenig im Trend zu liegen, man denke an das Hogarth Shakespeare Projekt. Selten gelingt dies so rundum überzeugend und mitreißendend wie bei Kamila Shamsie.
Am Personal ändert die Autorin relativ wenig.
Die Geschwister Pasha, die ältere Isma und die Zwillinge Aneeka und Parvaiz – die Wahl der Namen erleichtert die Zuordnung zu den Protagonisten des antiken Dramas – wachsen in Wembley mit Großmutter und Mutter, die aus Pakistan stammen, auf. Der Vater verschwand schon früh aus ihrem Leben. Als Dschihadist kämpfte er in Kaschmir, Tschetschenien, Afghanistan, im Kosovo – wo eben ein „Gotteskrieger“ benötigt wurde. 2002 wurde er verhaftet, im berüchtigten Hauptquartier der Streitkräfte der Vereinigten Staaten in Afghanistan, Bagram wohl auch der Folter unterzogen und starb auf dem Transport nach Guantánamo. Seitdem stand die Familie in Großbritannien unter Beobachtung des MI5. Nach dem Tod von Mutter und Großmutter war es die ältere Isma, die ihre Geschwister großzog. Nun sind die beiden erwachsen und für Isma kann ein neues Leben beginnen: Ein Stipendium ermöglichst ihr Promotionsstudium in Soziologie in Amherst/USA. Wir begegnen ihr gleich zu Beginn des Romans.
„Isma war auf dem besten Weg, ihren Flug zu verpassen. Das Ticket würde nicht erstattet werden, weil die Airline nicht bereit wäre, für Passagiere geradezustehen, die zwar drei Stunden vor Abflug am Flughafen sind, aber in ein Befragungszimmer abgeführt werden.“
Der Schatten des radikalisierten Vaters und die amerikanische Paranoia im Umgang mit muslimischen Einreisewilligen – Isma trägt einen Hidschab – fordern ihren Preis. Wir befinden uns nicht mehr in der griechischen Antike, sondern im Zeitalter des Terrors und der Angst vor dem Islamismus, der mit dem Islam allzu oft gleichgesetzt wird.
Kaum in ihrer neuen Heimat eingerichtet, muss Isma erfahren, dass ihr bisher so unauffälliger, gut integrierter Bruder Parvaiz nach Syrien ausgereist ist. Er hat sich dort der Medieneinheit des IS angeschlossen, vertont Propagandafilme, Filme von Geiselnahmen und Enthauptungen. Er ist der „Feind des Staates“. Hier hat Kamila Shamsie die einzige Anpassung des antiken Personals vorgenommen. Es gibt keinen zweiten Bruder, die Figur des Eteokles entfällt. Parvaiz kämpft gegen die Werte des Westens, gegen die „Mörder“ seines Vaters. Sein Gegner ist abstrakt. Nach relativ kurzer Zeit wird ihm aber Irrsinn und Bestialität seiner neuen Auftraggeber bewusst und er möchte wieder nach Hause. Hilfesuchend wendet er sich an seine Schwester Aneeka.
Zur gleichen Zeit trifft Isma in den USA zufällig Eamonn, den Sohn eines ebenfalls aus Pakistan stammenden Politikers. Dieser ist ein typischer „trust-fond dropout“, reich, aber orientierungslos, heimat- und religionslos. Typisch der Dialog, als Isma und er zum ersten Mal aufeinander treffen.
„Darf ich Sie etwas fragen?“, sagte er. „Der Turban. Ist das ein Modeding oder ein Muslimding?“
„Wissen Sie, die einzigen Menschen in Massachusetts, die mich danach gefragt haben, wollten wissen, ob es ein Modeding oder ein Chemotherapieding ist.“
Lachend sagte er: „Krebs oder Islam – was ist das größere Übel?“
Eine weitere Entfernung von den Wurzeln kann man sich kaum vorstellen. Und das ist auch das Programm seines Vaters Karamat (Kreon), der sich erfolgreich um das Amt des Innenministers bewirbt. Er prangert die Rückständigkeit der in Großbritannien lebenden Muslime an, fordert mehr Integration, Anpassung, überwirft sich dadurch zunehmend mit einem großen Teil dieser Wählerschaft, die ihm Nestbeschmutzung vorwerfen. Unerbittliche Härte zeigt er auch gegenüber den „britisch geborenen“ Terroristen. Man beachte, dass nicht die Rede von „britischen Terroristen“ ist. Das in dieser Entfremdung, im Gefühl des nicht wirklich dazu zu gehören, ein Grund für die Radikalisierung junger Muslime ist, daran hat Kamila Shamsie keinen Zweifel. Aber auch andere Motive für das Abgleiten in Extremistenkreise werden angesprochen, ebenso wie die unverantwortlichen Rekrutierungsmethoden.
Und doch ist diese Radikalisierung nicht das Hauptmotiv von Kamila Shamsies komplexem, fesselndem und eindringlichem Roman. Der Autorin geht es um Loyalitäten, um das Spannungsfeld in das Gesellschaft, Familie und Religion geraten können. Es geht um Recht und Gerechtigkeit, um die Diskrepanz, die zwischen beiden bestehen kann. Und um Liebe, um die Frage, wie weit man für diese zu gehen bereit ist.
Aneeka trifft Eamonn, der sich in sie verliebt. Sie sieht eine Chance, ihren Bruder zu retten…
Auf nur 250 Seiten entfaltet Kamila Shamsie die große Tragödie, wirft in Kapiteln mit unterschiedlichen Perspektiven Blicke auf den Konflikt, bleibt aber in der distanzierten personalen Perspektive, fügt gegen Ende Hashtags, Twitternachrichten, poetische Fragmente und Berichterstattungen hinzu. Das Ende erleben wir, wie so oft die Tragödien dieser Welt, über einen TV-Stream. Perfekt gelingt ihr das Versetzen des antiken Stoffs in unsere unmittelbare Gegenwart.
Das alles ist großartig gemacht, subtil, mit zunehmender Spannung, völlig überraschenden Wendungen, bewegend, erhellend. Kein Wunder, dass Kamila Shamsie damit den Woman´s Prize for Fiction 2018 gewann. Auf der Longlist des Man Booker Prize stand sie damit ebenfalls.
Das Beste an diesem Buch, das für mich ganz sicher zu den Highlights des Jahres gehört, ist aber, dass man durch es übliche Denkmuster hinterfragt, über eigene Werturteile nachdenkt, Meinungen überprüft. Ein Buch, das lange nachhallt, und dabei noch höchsten Lesegenuss bietet.

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Rezension zu "Hausbrand" von Kamila Shamsie

Gesellschaftsportrait von Relevanz
yellowdogvor 4 Monaten

Kamila Shamsie ist eine britisch-pakistanische Autorin, die ich sehr schätze. Herausstellen möchte ich die gelungenen Romane Verglühte Schatten und broken verses. Und doch hat sie mit Hausbrand jetzt vielleicht ihr bestes und wichtigstes Buch geschrieben. Hausbrand ist geschickt und gut durchkonzipiert geschrieben und besitzt wichtige Themen. Insbesondere ist es ein London-Roman, die eine Gesellschaft zeigt und ihre Konflikte mit der Akzeptanz der muslimischen Bevölkerung.

Dafür lehnt sich Kamila Shamsie an Antigone von Sophokles an, eine griechische Mythologie. Das muss man aber nicht erkennen, um den Roman zu würdigen. Es ist auch ein beeindruckender Familienroman.

Im Mittelpunkt eine Familie von muslimischen Briten mit pakistanischen Wurzeln: Isma und ihre jüngeren Geschwister, die 19jährigen Zwillinge Aneeka und Parvais. Ihr Vater war Dschihad und starb auf dem Weg nach Guantanamo. Das prägt seine Familie natürlich.

Die Geschichte teilt sich in 5 Abschnitte auf, mit jeweils einem anderen Protagonisten im Mittelpunkt: Isma, Eanmonn, Parvaiz, Aneeka, Karamat.

Durch diese Technik entsteht ein gesellschaftliches Gesamtbild von Relevanz.

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Rezension zu "Hausbrand" von Kamila Shamsie

Tragische Geschichte mit einem interessanten, politischen Plot, der den Zeitgeist trifft
schnaeppchenjaegerinvor 5 Monaten

Nachdem Isma sich nach dem Tod der Mutter und Großmutter um ihre neun Jahre jüngeren Zwillingsgeschwister Aneeka und Parvaiz gekümmert hat, ist sie endlich frei, um ihr Studium wieder aufzunehmen. Die Britin pakistanischer Herkunft erhält von einer Mentorin in den Vereinigten Staaten ein Stipendium, doch ihr Vater ist ein verstorbener Djihadist und ihr Bruder befindet sich derzeit in Syrien, wo er sich dem Islamischen Staat angeschlossen hat. Nach einem Verhör am Londoner Flughafen darf sie tatsächlich in die USA einreisen. In einem Café lernt sie Eamonn kennen, den Sohn des britischen Innenministers Karamat Lone, der selbst Muslim ist und jeglichen Fundamentalismus ablehnt. 
Zurück in London sucht Eamonn die hübsche Aneeka auf, die er von Fotos kennt. Er verliebt sich in die toughe Jurastudentin, auch wenn er weiß, dass er mit einer Beziehung zu ihr der Karriere seines Vaters massiv schaden kann. Aneeka wiederum hofft durch seine Hilfe ihrem Zwillingsbruder die Ausreise aus Syrien zu ermöglichen. 

Der Roman ist in fünf Abschnitte untergliedert und darin aus der Sicht von Isma, Eamonn, Parvaiz, Aneeka und Karamat geschildert. 
Er handelt von einer muslimischen Familie, die in dritter Generation in London fest verwurzelt sein sollte. Der Vater hat die Familie allerdings frühzeitig verlassen, so dass die jüngeren Zwillinge keine Erinnerungen an ihn haben. Er ist ausgereist und hat an verschiedenen Kriegsschauplätzen in Allahs Namen gekämpft. Inzwischen sind die Zwillinge erwachsen und während Aneeka trotz festen Glaubens in Wembley integriert ist und ein Jurastudium aufnimmt, schlägt sich Parvaiz mit Nebenjobs durch und findet in Faruk einen Freund, der ihm von seinem Vater erzählt, ihn als Märtyrer idealisiert. Parvaiz hat stets eine Vaterfigur gefehlt und so lässt er sich leicht von den Versprechungen Faruks blenden, der an Parvaiz' Muslimehre und Männlichkeit appelliert, auf den Spuren seines Vaters gegen die Ungläubigen zu kämpfen. 

Gegensätzlich stellt sich die Familie Lone dar, die ebenfalls pakistanischer Herkunft ist und in London lebt, aber einer anderen gesellschaftlichen Schicht angehört. Der Vater hat es bis zur Funktion des britischen Innenministers gebracht und sieht sich selbst als Vorbild für Integration. 

Durch die Schilderung der fiktiven, aber glaubhaften Geschichte aus den verschiedenen Perspektiven kann man sich als Leser sehr gut in die unterschiedlichen Lebenssituationen der Protagonisten hineindenken. 
Der Roman behandelt ein aktuelles politisches Thema und spielt mit den Ängsten der heutigen Zeit. Es geht um islamistischen Terrorismus, um die Verlorenheit in der Gesellschaft, um die Suche nach Anerkennung und einen Platz in der Welt. Am Beispiel von Parvaiz wird aufgezeigt, wie leicht Jugendliche ohne ein starkes Elternhaus manipuliert werden und einer Gehirnwäsche unterzogen werden können. Es zeigt aber auch, egal ob in Gestalt von Isma, die sich auch von den USA aus um ihre jüngere Schwester in London sorgt, oder ob in Gestalt von Aneeka, die ihren Bruder nicht aufgeben kann, wie stark ein Band unter Geschwistern sein kann. 
Wie weit ist es noch moralisch vertretbar, für seinen Bruder zu gehen? Ist Blut dicker als Wasser? Kann Eamonn aus Liebe zu Aneeka die Prinzipien seiner Familie verraten? Wie kann Karamat als Politiker und Vater mit dem Gewissenskonflikt umgehen, ohne sich unglaubwürdig zu machen?

Es ist eine tragische Geschichte mit interessantem Plot und spannenden Charakteren, die aufgrund der fünf ganz unterschiedlich erzählten Abschnitte etwas sprunghaft zu lesen ist und bei der aufgrund der Kürze der Passagen jeder einzelne Protagonist für sich etwas zu kurz kommt.

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Gespräche aus der Community

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»Kamila Shamsie verfügt über außergewöhnliche erzählerische Kraft.« Salman Rushdie

Liebe Lovelybooker,

diesemal entführen wir euch ins Osmanische Reich, ins sagenumwobene Labraunda, wo ihr mit mit der Protagonistin Vivien Spencer an archäologischen Ausgrabungen inmitten der Wirren des Ersten Weltkriegs teilnehmen könnt...

Die junge Engländerin Vivian Rose Spencer reist 1914 zu Ausgrabungen in der Türkei. Hier, im sagenhaften Labraunda, lässt sie die strengen Konventionen ihrer Heimat weit hinter sich und verliebt sich in den Archäologen Tahsin Bey. Als der Krieg ausbricht, verlieren sich die beiden aus den Augen. Auf ihrer Suche nach ihm trifft Vivian in einem Zug nach Peschawar den jungen Paschtunen Qayyum Gul. Beide ahnen nicht, dass ihre Geschicke sich auf immer verbinden und sie eines Tages, auf der Straße der Geschichtenerzähler, wieder zusammenführen werden.

»Die blühenden Gärten Peschawars sind so gegenwärtig wie die Feuerwehrleute, die das Blut von den Straßen des Quissa Khawani Basars spritzen. Shamsies bedingungslose Neugier – wie entstehen Weltreiche, wie zerfallen, wie verschwinden sie – hebt »Die Straße der Geschichtenerzähler« weit aus der Masse der Bücher heraus.« The Guardian

Ihr wollt dabei sein?

Wir verlosen 8 Leseexemplare unter allen, die hier ihren ersten Leseeindruck schildern: LESEPROBE

Die 22 Gewinner unseres Jahresabos müssen sich nicht bewerben und bekommen  DIE STRASSE DER GESCHICHTENERZÄHLER unaufgefordert zugeschickt.

Wir freuen uns auf eure Bewerbung und eine aktive Teilnahme an der Leserunde!
Zur Leserunde

Liebe und Betrug, Krieg und Hoffnung, Großmut und Unmenschlichkeit...

Die Stimmen der Vergangenheit weckt Kamila Shamsie in ihrem neuesten Roman "Die Straße der Geschichtenerzähler". Atmosphärisch dicht und mit einer bildhaften Sprache sowie Figuren, deren Schicksale unter die Haut gehen, kann man diesen Roman nicht aus der Hand legen. Wer sich auf ein Abenteuer in längst verschwundene Weltreiche im Orient einlassen möchte, darf diese Leserunde nicht verpassen.

Zum Inhalt
Juli 1914. Über antike Pflastersteine, unter Feigen und Zypressen hindurch, läuft Vivian Rose Spencer eilig den Hang hinauf und stolpert fast unversehens in ihre erste Entdeckung. Tahsin Bey, ein Freund ihres Vaters, hat die junge Engländerin eingeladen, an Ausgrabungen in der Türkei teilzunehmen. Hier, im sagenhaften Labraunda, lässt sie die strengen Konventionen ihrer Heimat weit hinter sich und wird auch Tahsin Bey auf ganz neue Weise begegnen.
Juli 1915. Der Krieg hat alles verändert. Vivian folgt einer Spur ihres verschwundenen Geliebten, als sie in einem Zug nach Peschawar den jungen, im Krieg verwundeten Paschtunen Qayyum Gul trifft. Beide ahnen nicht, dass ihre Geschicke sich auf immer verbinden und sie eines Tages, auf der Straße der Geschichtenerzähler, wieder zusammenführen werden.
Der Geruch nach Tabak, Erde und Feigen, das strahlende Licht Kariens – Kamila Shamsie hat einen ebenso sinnlichen wie fesselnden Roman über Liebe und Verrat, über Unterdrückung und das Streben nach Freiheit geschrieben.


Leseprobe

Zur Autorin
Kamila Shamsie wurde 1973 in Karatschi, Pakistan, geboren und lebt in London und Karatschi. Im Berlin Verlag erschienen bisher "Kartographie" (2004), "Verbrannte Verse" (2005), "Salz und Safran" (2006) und "Verglühte Schatten" (2009). Shamsie schreibt regelmäßig für den "Guardian" und erhielt für ihr literarisches Werk zahlreiche Preise, u.a. wurde sie 2013 als "Granta Best of Young British Novelists" ausgezeichnet.

Zusammen mit dem Berlin Verlag verlosen wir 25 Exemplare von "Die Straße der Geschichtenerzähler" unter allen, die Vivien auf ihre faszinierende Reise in eine exotische Welt begleiten möchten. Wenn ihr diesen Roman im Rahmen einer Leserunde lesen, euch darüber austauschen und am Ende eine Rezension schreiben möchtet, dann bewerbt euch* bitte bis zum 06.04., indem ihr auf folgende Frage antwortet:

Kamila Shamsies Roman versetzt den Leser in den märchenhaften Orient.
Was verbindet ihr mit den Ländern des Orients?


Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten.

Ich wünsche euch viel Glück!

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Kamila Shamsie wurde am 13. August 1973 in Karatschi geboren.

Kamila Shamsie im Netz:

Community-Statistik

in 195 Bibliotheken

auf 27 Wunschlisten

von 3 Lesern aktuell gelesen

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