Kamila Shamsie Die Straße der Geschichtenerzähler

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Inhaltsangabe zu „Die Straße der Geschichtenerzähler“ von Kamila Shamsie

Ein reicher, sinnlicher Roman über eine junge Engländerin, die 1914 zu Ausgrabungen nach Labraunda reist und dort dem Archäologen Tahsin Bey begegnet. Ein Roman voller Exotik, eine Liebesgeschichte, die sich vor dem Hintergrund antiker Ausgrabungen und den Wirren des Ersten Weltkriegs entfaltet. Juli 1914. Vivian Rose Spencer hastet über die antiken Pflastersteine den Hang hinauf, unter Feigen und Zypressen hindurch, und stolpert fast unversehens in ihre erste Entdeckung. Tahsin Bey, ein Freund ihres Vaters, hat sie eingeladen, an den Ausgrabungen von Labraunda teilzunehmen. An diesem sagenhaften Ort, in dem strahlenden Licht Kariens lässt sie die strengen Konventionen ihrer Heimat weit hinter sich und wird auch Tahsin Bey auf ganz neue Weise begegnen. Juli 1915. Der junge Paschtune Qayyum Gul kehrt verwundet aus dem Krieg zurück; Vivian folgt einer Spur ihres verschwundenen Geliebten. In einem Zug nach Peschawar treffen die beiden aufeinander, nicht ahnend, dass ihre Geschicke sich auf immer verbinden und sie eines Tages, in der Straße der Geschichtenerzähler, wieder zusammenführen werden. Kamila Shamsie hat einen fesselnden Roman über Liebe und Verrat, über Unterdrückung und das Streben nach Freiheit, geschrieben. Voll sinnlicher Details – die blühenden Gärten Peschawars, der Geruch nach Tabak, Erde und Feigen – ist »Die Straße der Geschichtenerzähler« ein Stück erfahrbare Geschichte, ein leidenschaftlicher, dringlicher Roman.

Das Buch konnte mich leider nicht fesseln, obwohl das Thema interessant war.

— Felidae65
Felidae65

Sie verwebt die Leben ihrer Protagonisten mit der Weltgeschichte. Wieder einmal wird klar, dass alles mit allem zusammenhängt.

— Helen13
Helen13

Ein grandios beschriebenes Stück Weltgeschichte!

— BettinaR87
BettinaR87

Der Schreibstil der aus Pakistan stammenden Autorin ist reich an Beschreibungen und das Buch liest sich flüssig.

— buchernarr
buchernarr

Ich würde das Buch jedem weiterempfehlen der in eine Vergangenheit eintauchen will in der der osmanische Duft herscht

— eleisou
eleisou

Die junge Britin Vivian findet in Indien nur scheinbar ihr Glück wieder....

— kassandra1010
kassandra1010

Wow! Ich brauchte etwas um hinein zu kommen, aber dann hat es mich mitgerissen, gefesselt und berührt.

— vielleser18
vielleser18

Ein besonderer historischer Roman, anspruchsvoll und intensiv wird über die Kolonialzeit Englands und damit verbundene Schicksale erzählt

— hannelore259
hannelore259

Es ist ein außergewöhnliches Buch mit politischen Aspekten und einer überzeugenden und fesselnden Zeitgeschichte, die zum Nachdenken anregt.

— BuchNotizen
BuchNotizen

Fremde Kulturen, Indien vor der Unabhängigkeit und eine starke Frau außerhalb der Konventionen der Zeit.

— Smberge
Smberge

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Spannend, schockierend und furchtbar traurig. Ein sprachgewaltiges Buch, dass sich so richtig keinem Genre zuordnen lässt. Lesenswert!

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  • Leserunde zu "Das Ministerium des äußersten Glücks" von Arundhati Roy

    Das Ministerium des äußersten Glücks
    aba

    aba

    "Wie erzählt man eine zerbrochene Geschichte? Indem man sich langsam in alle verwandelt. Nein. Indem man sich langsam in alles verwandelt." 20 Jahre lang hat die literarische Welt auf dieses Werk gewartet. Aber die lange Wartezeit hat sich gelohnt: Mit "Das Ministerium des äußersten Glücks" kehrt die indische Autorin Arundhati Roy zurück und erobert weltweit die Bestsellerlisten innerhalb kürzester Zeit. In ihrem neuen Roman stellt sie uns ganz besondere Charaktere vor und nimmt uns auf eine faszinierende Reise quer durch den indischen Kontinent mit. Wieder einmal beweist Arundhati Roy, dass sie eine großartige Schriftstellerin ist. Sie überzeugt mit ihrem grandiosen Schreibstil und die Liebe zu ihrer Heimat spürt man auf jeder Seite.Rechtzeitig vor dem Erscheinungstermin habt ihr die Möglichkeit, in einer exklusiven Leserunde diesen außergewöhnlichen Roman der Booker Prize Gewinnerin Arundhati Roy zu lesen.Zum InhaltArundhati Roy, die Autorin des Weltbestsellers "Der Gott der kleinen Dinge", kehrt zurück! Ihr lange herbeigesehnter Roman "Das Ministerium des äußersten Glücks" führt uns an den unwahrscheinlichsten Ort, um das Glück zu finden. Eine Reihe ausgestoßener Helden ist hier mit ihrem Schicksal konfrontiert, aber sie finden eine Gemeinschaft, sie bilden eine Familie der besonderen Art.Auf einem Friedhof in der Altstadt von Delhi wird ein handgeknüpfter Teppich ausgerollt. Auf einem Bürgersteig taucht unverhofft ein Baby auf. In einem verschneiten Tal schreibt ein Vater einen Brief an seine 5-jährige Tochter über die vielen Menschen, die zu ihrer Beerdigung kamen. In einem Zimmer im ersten Stock liest eine einsame Frau die Notizbücher ihres Geliebten. Im Jannat Guest House umarmen sich im Schlaf fest zwei Menschen, als hätten sie sich eben erst getroffen – dabei kennen sie einander schon ein Leben lang.Voller Inspiration, Gefühl und Überraschungen beweist der Roman auf jeder Seite Arundhati Roys Kunst. Erzählt mit einem Flüstern, einem Schrei, mit Freudentränen und manchmal mit einem bitteren Lachen ist dieser Roman zugleich Liebeserklärung wie Provokation: eine Hymne auf das Leben.Seid ihr bereit für eine Leseprobe?Zur AutorinArundhati Roy wurde 1959 geboren, wuchs in Kerala auf und lebt in Neu-Delhi. Den internationalen Durchbruch schaffte sie mit ihrem Debüt "Der Gott der kleinen Dinge", für das sie 1997 den Booker Prize erhielt. Aus der Weltliteratur der Gegenwart ist er nicht mehr wegzudenken. In den letzten zehn Jahren widmete sie sich außer ihrem politischen und humanitären Engagement vor allem ihrem zweiten Roman "Das Ministerium des äußersten Glücks".Möchtet ihr eine ganz neue Welt kennenlernen? Wollt ihr ganz besondere Romancharaktere treffen, die mit ihren Schicksalen unter die Haut gehen?Wenn die Antwort auf diese Fragen "ja" ist, dann dürft ihr diese exklusive Leserunde nicht verpassen.Zusammen mit S. FISCHER verlosen wir exklusiv und noch vor dem Erscheinungstermin 25 Exemplare von "Das Ministerium des äußersten Glücks" unter allen, die sich im Rahmen unserer Leserunde über diesen überwältigenden Roman austauschen und eine Rezension schreiben möchten. Bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 25.07. und antwortet auf folgende Frage:Warum seid ihr die Richtigen für die Teilnahme an unserer exklusiven Leserunde?Überzeugt uns!Ich freue mich jetzt schon auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!* Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 1384
    aba

    aba

    06. August 2017 um 13:59
    gsimak schreibt Das letzte mal, wo ich mich mit Kaschmir befasst habe war, als ich mir den leckeren Duft gekauft habe. Hier mal ein Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaschmir

    Wer Lust hat, kann "Die Straße der Geschichtenerzähler" lesen. Dieses Buch, das sich teilweise mit den tragischen Umständen um die Teilung Indiens befasst, ist eins der besten, die ich gelesen habe.

  • Rosenblüten auf Silber

    Die Straße der Geschichtenerzähler
    Helen13

    Helen13

    04. September 2016 um 21:42

    Die Kurven dieser langen Straße am Hindukusch scheinen unendlich – sie führen von Skylax von Karien im frühen 6. Jahrhundert vor Christus und König Darius von Persien, die den Lauf des Indus erkundeten bis in die Zeit des englischen Empire in den Ersten Weltkrieg und danach. Sie ist voller Geschichten, die Kontinente umspannen und unterschiedlichste Menschen miteinander verbinden. Die Gegend ist reich an Schätzen, von ihnen umgeben lebt hier das 15 Millionen Volk der Pathanen, die Heiligtümer aus buddhistischer, hinduistischer und muslimischer Tradition sind die Kulisse ihres Daseins., Die Suche nach einem besonderen Schatz, dem Stirnreif des Skylax, wird ein zentrales Thema dieser Geschichte. Die Straße der Geschichtenerzähler in Peshawar, gleichzeitig einer der Orte und Titel dieses Romans ist ihr Schlüssel, erzählt kunstvoll von Kamila Shamsie in Vor- und Zurückblenden. Sie verwebt die Leben ihrer Protagonisten mit der Weltgeschichte. Wieder einmal wird klar, dass alles mit allem zusammenhängt. Karien, in der Türkei ist der Anfang, dort nimmt die Engländerin Viviane Spencer an Ausgrabungen teil. Für immer wird sich ihr Leben verändern, nichts ist wie es scheint und nichts bleibt, wie es ist. Der Erste Weltkrieg schneidet roh den Faden ab, der sie mit ihrem geliebten Freund und Mentor verbindet. Dieser Krieg schleudert sie in die Welt der Schlachten und Lazarette. Blut und Schmerzen der Soldaten in diesem grausamen Krieg werden ihr tägliches Dasein. Hier erleben wir, mit welchen Mitteln England seine eigenen Soldaten schonte und dafür Menschen aus ihren Kolonien als „Kanonenfutter“ einsetzte. In diesem Krieg waren es Inder, die kämpften, ihr Leben verloren oder für immer entstellt ein neues Leben begannen. All dies erzählt Shamsie aus verschiedenen Perspektiven ihrer Protagonisten. Die Geschichten in dieser Geschichte scheinen unendlich, die Ereignisse turbulent, der menschliche Faktor verschwindend klein im riesigen Weltentanz und doch das Zentrum. Im großen Finale der Geschichte entschlüsselt sich uns der Sinn dieses Romans um Liebe, Archäologie, Kolonialgeschichte und Vernetzungen verschiedener Geschichten aus der Vorzeit, die in einem Zusammenhang stehen, der ganz besonderer Menschen bedarf, um ihn zu finden und zu entschlüsseln.

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  • Ein Stück Weltgeschichte

    Die Straße der Geschichtenerzähler
    BettinaR87

    BettinaR87

    18. July 2016 um 15:38

    Vivian Rose ist ein Produkt ihrer Umwelt: Anfang des 20. Jahrhunderts wächst sie in England heran. Ihre Mutter ist - typisch weiblich - sehr zurückhaltend, der Vater wider Erwartens gesellschaftlichen Entwicklungen positiv gegenüber eingestellt. Das heißt für die junge nichts anderes, als dass sie im Alter von 23 Jahren allein zu einer Gruppe internationaler Archäologen stoßen darf, um in der Region Peschawar aktiv mit zu graben. Mit von der Partie ist ein enger Freund ihres Vaters, Tahsin Bey. Der Türke und das Mädchen entwickeln allmählich eine zarte Zuneigung zueinander - da reisst der Erste Weltkrieg die beiden auseinander. Vivian begeht einen kradinalen Fehler und verliert Tahsin aus den Augen. Ihr eigenes Leben spült sie zurück an die Küsten Englands, wo sie gemeinsam mit anderen Frauen ihren Weg als Krankenschwester geht. Diese Zeit wühlt sie so sehr auf, dass sie der Kriegsmaschinerie entfliehen möchte - und reist kurzerhand zurück nach Peschawar (im heutigen Pakistan). Dort sucht sie an Tahsins Stelle nach einem legendären Silverreif des Skylax, stattdessen trifft sie vor allem erst einmal auf Najeeb. Der kleine junge ist ein nuegieriges, unbeschriebenes Blatt und sie beginnt, ihn in Archäologie und Altertumsgeschichte zu unterrichten. Seiner Familie und vor allem seinem großen Bruder passt das aber nicht. Denn der kam gerade erst mit einem Auge weniger auf dem Weltkrieg zurück nach Hause und hat genug Probleme, sich wieder einzufinden in seinen Alltag.  Alle drei Schicksale der so unterschiedlichen Charaktere sind untrennbar miteinander verbunden - selbst, als sich Indien/ Pakistan auf den Weg zu seiner politischen Unabhängigkeit von den Briten macht und Blut in Strömen fließt ...Die KritikFas Fazit vorab: Grandios, wirklich! Der Autorin ist ein super einfühlsames Buch gelungen, das die großen Themen wie Liebe, Krieg, Freundschaft und Gesellschaft in sich vereint - und nebenher den Leser in einem wichtigen Stück Weltgeschichte und -politik weiterbildet. Die Seiten fliegen nur so aus den Händen und man hat das Gefühl, neben Vivian Rose zu stehen und alles mitzuerleben. Klitzekleines Manko: Es ist ein klassischer Fall von „irreführender Klappentext“ – oder vielleicht habe ich das mit der „Geschichte einer großen Liebe“ falsch interpretiert. Der Mann, auf den es sich beziehen könnte, verschwindet im Verlauf von der Bildfläche. Oder ist die Liebe zur Freiheit gemeint, die Indien vor dem Zweiten Weltkrieg erschüttert und die Engländer vertreibt? Oder ist es die Liebe zur Vergangenheit, die Archäologen antreibt? Ich hätte auf die Liebe zwischen zwei Menschen getippt und sehe diesen Aspekt nicht in der sonst wirklich stark erzählten Geschichte. Kamila Shamsie ist eine prägnante Erzählstimme, die mit einer jungen, unerfahrenen Hauptperson beginnt – die noch dazu aus der herrschenden Klasse stammt. Was sie aber eigentlich erzählt, ist die Geschichte des Landes Pakistan. Genauer gesagt der Region und Stadt Peschawar, das damals noch zu Indien gehörte und in den Jahren dieses Buches unter der Herrschaft der Engländer stand. Das ist ein exzellenter Kniff, denn so kann sich der Leser mit der Hauptperson weiterentwickeln. Auch wenn die Personen bis auf historische Größen wie Alexander fiktiv sind, bietet das Buch einen exzellenten Einblick in einer literarisch bisher sehr wenig verarbeitete Region unserer Erde. Wenn wir mal ehrlich sind: Alles, was wir über Pakistan wissen ist das, was die Medien in Verbindung mit Terror darüber schreiben. Vielleicht war es so nicht beabsichtigt, aber die Autorin stellt uns damit ganz schön vor unser Spiegelbild. Und es ist kein schönes Bild, das uns da entgegen blinzelt.Ich bin ganz hin und weg!

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  • Die Straße der Geschichtenerzähler

    Die Straße der Geschichtenerzähler
    buchernarr

    buchernarr

    26. June 2016 um 12:19

    Der Archäologe Spencer liebt seinen Beruf über alles aber genauso liebt er seine einzige Tochter Vivian. Deshalb weiht er sie früh in seine Wissenschaft ein und erlaubt der inzwischen Historikerin und Ägyptologin Viv an einer Ausgrabungsstätte in Labraunda teilzunehmen. Dies aber auch nur weil sie sich unter der Obhut seines besten Freundes, des Archäologen Tahsin Bey, befindet. Der deutlich ältere Mann imponiert der jungen Vivian und sie beginnt Gefühle für ihn zu entwickeln. Zu einer Beziehung kommt es jedoch nicht weil der erste Weltkrieg sie beide trennt. Vivian kehrt nach England zurück und arbeitet dort als Krankenschwester. Aus Loyalität ihrem Vaterland gegenüber aber auch aus Naivität begeht sie einen Verrat mit schwerwiegenden Folgen auch für Tahsin. Im Zug nach Peschawar trifft sie auf den jungen Soldat Qayyum Gul. Er teilt auch ihre Liebe zur Archäologie und ihr Schicksal verbindet sich durch dieses Treffen. Ob Vivian dieses Mal die Liebe finden wird? Der Schreibstil der aus Pakistan stammenden Autorin ist reich an Beschreibungen und das Buch liest sich flüssig, auch wenn es nicht zu den einfachen Büchern gehört die man so nebenbei liesst (was natürlich gut ist). Ich habe einiges dazugelernt und fand mich in einer vergangenen Zeit zurückversetzt. Das Cover und die Aufmachung des Buches passen sehr mit der Geschichte zusammen. Alles in allem sehr lesenswert.

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  • Die Straße der Geschichtenerzähler

    Die Straße der Geschichtenerzähler
    eleisou

    eleisou

    23. June 2016 um 22:59

    Die Geschichte des Romans fängt im Sommer 1914 an, wo die junge Britin Vivian die Erlaubnis von ihrem Vater bekommt an einer Ausgrabung in Karien teilzunehmen wobei sein bester Freund, der über 50-jährige Tahsin Bey die Fürsorge für sie tragen soll. Diese besonderen Freiheiten genießt sie als Frau ihrer Zeit nur, weil ihr Vater keinen Sohn hat und ihr solche Erxtreme erlaubt. Tahsin Bey auf der anderen Seite hat sein Leben der Suche nach dem sagenumwobenen silbernen Stirnreif des Skylax gewidmet und Vivian stürzt sich enthusiastisch auf die Ausgrabungen und verliebt sich unverhofft in den Mann der sie so sehr beeindruckt. Doch alles nimmt einen ganz anderen Lauf als der erste Weltkrieg ausbricht und ihre Liebe, trotz der Erwiderung ihrer Gefühle von Tahsin, unerfüllt bleibt. Beide müssen sich vorerst von ihrer großen Liebe, der Archäologie, trennnen. Vivian hilft als Krankenschwester ihrem Vaterland und reist gleich darauf nach Britisch-Indien wo sie sich erneut verliebt. Diesmal ist der junge Najeeb Gul Ziel ihres Herzens aber auch hier gibt es kein Happy End. In Laufe ihres Lebens kommen noch weitere Begegnungen, mehr oder weniger wichtiger Personen auf sie zu, wobei die naive Viv ihren eigenen Weg zur Reife und Selbstachtung finden muss. Die Autorin behält den ganzen Roman über einen sehr bildreichen Erzählstil, der keineswegs schleppend noch langatmig wirkt. Ich habe es genossen über die Landschaften, die alte Stadt Peschawar und die Ausgrabungsstätten zu lesen und fühlte mich in die Szenen hineinversetzt. Ich würde das Buch jedem weiterempfehlen der in eine Vergangenheit eintauchen will in der der osmanische Duft herscht gepaart mit Liebe, Verrat und Krieg.

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  • Ihr lebt in eurer Geschichte, wir in unserer.

    Die Straße der Geschichtenerzähler
    Jisbon

    Jisbon

    20. May 2016 um 18:33

    Zunächst muss angemerkt werden, dass die Geschichte nicht war, was ich aufgrund der Inhaltsangabe auf dem Buchrücken erwartet hätte. Besonders ärgert mich die falsche Information, dass Vivian Tahsin Bey erst bei der Ausgrabung in Labraunda kennen lernen würde - er ein Freund ihres Vaters und kannte sie, seit sie ein kleines Kind war, was auch so im Klappentext steht. Es ist nur eine Kleinigkeit, die keine wirkliche Konsequenz für die Handlung hat, aber ich frage mich wirklich, wie solche Fehler in der Inhaltsangabe passieren können.Auch die angekündigte Geschichte einer "großen Liebe" gibt es nicht. Vivian und Tahsin entwickeln zwar Gefühle füreinander, werden aber durch den Krieg getrennt, bevor sie diese ausleben könnten. Ich will nicht zu viel verraten, aber wer eine romantische Liebesgeschichte vor einem historischen, exotischen Hintergrund erwartet, wäre von diesem Buch sehr enttäuscht. Sie spielt nur am Rande eine Rolle. Viel wichtiger sind die historischen Ereignisse. Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit dem Ersten Weltkrieg und der Fokus liegt hierbei auf der Indischen Armee und ihrem Beitrag zum Kampf Großbritanniens. Dies fand ich sehr interessant, da ich bisher nicht viel über die Teilnahme nicht-europäischer Länder am Krieg wusste und ich somit eine „andere“ Seite des ersten Weltkrieges kennenlernen konnte.Shamsie schafft es sehr gut, den Schrecken des Krieges nahezubringen. Vivian, die Protagonistin, arbeitet eine zeitlang als freiwillige Schwesternhelferin und sieht viele Menschen ihren Verletzungen erliegen, während Quayyum Gul (dessen Geschichte auch einen großen Teil der Handlung einnimmt) selbst verwundet wird. Auch nachdem die beiden nach Peschawar reisen und somit den Kriegshandlungen entkommen, spürt man, dass der Krieg noch nicht vorbei ist, sondern sie immer noch verfolgt, nicht loslässt. Die beiden Hauptcharaktere sind sehr unterschiedlich und sich dabei doch ähnlich. Vivian ist zu Beginn unglaublich naiv, sehnt sie sich nach der Anerkennung ihres Vaters und will ihrem Vaterland im Krieg helfen. Quayyum ist stur, seinem Vaterland treu ergeben und davon überzeugt, dass Großbritannien etwas ist, von dem sein Land sich befreien sollte. Beide verändern sich durch den Krieg, machen ihre Fehler und haben eindeutige charakterliche Schwächen, was sie als Figuren glaubwürdig macht.Außerdem haben beide ihre Vorurteile, von denen sie sehr fest überzeugt sind. Dies macht die Geschichte interessant, da die Autorin es so schafft, die schwierige Situation des Ersten Weltkrieges und des danach beginnenden Unabhängigkeitskampfes des heutigen Pakistans aus der Sichtweise beider Parteien darzustellen. Sie zeigt, wie beide Seiten glauben, das richtige zu tun und wie beide Seiten sich ein festes Bild ihrer Gegner machen, wovon sie sich nur schwer abbringen lassen. Beide Seiten werden berücksichtigt und beide Seiten handeln nicht immer richtig. Das hat mir gut gefallen, da Shamsie somit eine typische Schwarz-/Weiß-Malerei vermieden hat. Insgesamt fand ich "Die Straße der Geschichtenerzähler" sehr gut. Es war abwechslungsreich, gut geschrieben und faszinierend. Besonders interessant waren für mich hierbei die historischen Fakten, die die Autorin eingearbeitet hat, und ihre Ausarbeitung der Krisensituation.Was mir leider nicht gefallen hat, war das Ende, genauer gesagt die letzten fünfzig Seiten. Ich hatte das Gefühl, dass sich eigentlich nichts aufgelöst hat, und fand alles ein wenig verwirrend, vor allem durch den Wechsel der Perspektive. Außerdem hat mich gestört, wie Dialoge dargestellt wurden. Sie wurden nicht mit Anführungszeichen markiert und manchmal wurden auch mitten im Absatz ein paar Worte gesagt, die nicht hervorgehoben wurden, was meinen Lesefluss ein paar Mal unterbrochen hat. Abgesehen von dieser Kritik kann ich das Buch aber weiterempfehlen.3,5/5 Sternen __________________Herzlichen Dank an den Verlag und Vorablesen für den Gewinn.

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Gelungen, aber anspruchsvoll

    Die Straße der Geschichtenerzähler
    Tasmetu

    Tasmetu

    Dieses Buch ist nichts für ein kurzes, schnelles und leichtes Lesevergnügen zwischendurch. Denn die Liebesgeschichte, beziehungsweise die schicksalshafte Begegnung die im Klappentext angedeutet wird gibt es zwar - aber bei weitem nicht so im Mittelpunkt wie es sich vermuten lässt. Dieses Buch ist politisch, kritisch und vielschichtig. So sind zentrale Themen wie Archäologie, Unterschiede zwischen Kulturen, Kolonialherrschaft und der erste Weltkrieg und seine Leiden und Folgen so in die Geschichte eingewoben, dass sie ein großes Gewicht haben und doch die Charaktere nicht erdrücken. Meiner Meinung nach eine große Leistung. Ich freute mich, dass ich einige Begriffe - vor allem im Bereich der Archäologie - kannte, da ich im ersten Studiensemester eine Vorlesung zur Geschichte Vorderasiens hatte. Aber sehr schnell wird klar: In diesem Buch steckt eine Recherche in so vielen Bereichen, dass es als Laie unmöglich ist alle Begriffe zuordnen zu können. Bei den Charakteren war ich zwiegespalten. Mit Qayyum konnte ich irgendwie nicht soooo viel anfangen - die Kapitel über ihn empfand ich immer als etwas anstrengend, wahrscheinlich weil er selbst ein anstrengender und vom Leben gezeichneter Mensch ist. Die Kapitel von Viv vielen mir leichter und sie war mir in vielen Momenten sehr sympathisch - doch auch sie hatte ihre Schattenseiten. Geht es nämlich um das Thema Kolonialherrschaft ist sie oft arrogant, oberflächlich und respektlos. Manchmal hätte ich sie gerne fest geschüttelt, wenn sie sich mal wieder vollkommen daneben benimmt. Aber ich denke, diese Gradwanderung zwischen offene-intelligent- und-sympathische-Frau-von-Welt und Arrogante-und-ignorante-Kolonialherrin war gewollt. Nicht nur, dass sie so ein Kind ihrer Zeit wurde, sondern eben auch die Widersprüchlichkeiten deutlich werden. Es ist sicherlich kein Buch für jedermann, aber dennoch sehr gelungen und ich empfehle es jedem weiter, der gerne einen anspruchsvolleren und/oder historischen Roman lesen möchte, in dem es nicht nur Archäologie geht, sondern auch um Krieg, Tod, Begegnungen, Frauenrechte, Unterschiede und Liebe. Mehr auf: http://wp.me/p5aiIx-S6

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    • 2
  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel
    Daniliesing

    Daniliesing

    10. December 2015 um 10:37

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Die Sehnsucht nach Liebe und Abenteuer

    Die Straße der Geschichtenerzähler
    kassandra1010

    kassandra1010

    30. October 2015 um 16:08

      Die junge britische Vivian nimmt an einer Ausgrabung im Jahr 1914 teil, als der Krieg ausbricht. Sie geht nach England zurück und pflegt ausgerechnet dort in Brighton im Royal Pavillion Soldaten der indischen Panthans-Armee. Sie kehrt zurück und gibt dort einem armen Jungen Unterricht in Archeologie und Griechisch sowie Latein. Als dieser sich von ihr abwendet, weil es nicht den Sitten entspricht, reist sie abermals nach England zurück um Jahre später von ebendiesem Jungen zu einer Ausgrabung eingeladen zu werden.   Ein Kreisen um Gefühle, Sehnsucht und der damaligen Sittsamkeit, die durch Kolonialherrschaft zum Aufstand der Einheimischen führt, bringt Vivian mehr als einmal in Gefahr und es endet alles in der Straße der Geschichtenerzähler.

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  • Zeitgeschichte die fasziniert

    Die Straße der Geschichtenerzähler
    hannelore259

    hannelore259

    04. September 2015 um 14:11

    1914 Die junge Engländerin Vivian Spencer reist auf Einladung eines langjährigen Freundes ihres Vaters, Tahsin Bey nach Labraunda um ihn dort bei archäologischen Ausgrabungen zu unterstützen. Zwischen ihnen entwickelt sich eine zarte Liebe, der aber durch Ausbruch des Krieges ein jähes Ende gesetzt wird. Die beiden werden getrennt. Noch während des Krieges folgt Vivian Beys Hinweis in Peschawar den Stirnreif des Skylax zu suchen. Und so verschlägt es sie nach Indien um dort Tahsins Lebenstraum zu erfüllen. Zu gleicher Zeit lernen wir Qayyum kennen, einen indischen Soldaten, der in Europa im 1.Weltkrieg für die Kolonialmacht England kämpft und dort vieles verliert, was ihn wieder zurück nach Peschawar führt. So spinnt sich um diese beiden Hauptprotagonisten eine komplexe Geschichte, die sich über einen Zeitraum von über 15 Jahren erstreckt. Kamila Shamie hat hier einen gut recherchierten historischen Roman geschaffen, dessen Schreibstil und Namen der mitwirkenden Personen und Ort für mich zu Beginn jedoch gewöhnungsbedürftig waren. An mancher Stelle hätte es vielleicht ein Glossar leichter gemacht, um sich in der Fülle von ausländischen Namen zurechtzufinden. Doch einmal reingekommen, wird man mit einem facettenreichen Stück englisch-indischer Zeitgeschichte belohnt. Das Buch zeigt vor allem auf wie männerdominiert die Welt von damals war, nicht nur unter den Indern, sondern auch den Engländern, außerdem greift es  das Thema der Unterdückung durch die Kolonialmächte auf und zeigt die Grausamkeit der Engländer dem indischen Volk gegenüber. Was Kamila Shamsie aber meiner Meinung nach in diesem Werk mit Bravour gelingt,ist die Zusammenführung der einzelnen Handlungsstränge, so dass am Ende ein schlüssiges Gesamtbild erzeugt wird. Mich hat dieser Roman mit seiner Insität und Dichte, erzeugt durch die verschiedenen Perspektivwechsel wirklich begeistert.

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  • Geschichte - spannend und märchenhaft

    Die Straße der Geschichtenerzähler
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    17. August 2015 um 09:29

    Kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs reist Vivien zu Ausgrabungen nach Labraunda, in die heutige Türkei. Ein aufgeschlossener Vater, selbst Hobbyarchäologe, ermöglichte ihr ein Studium und die Teilnahme an diesem Projekt, zu der Zeit fast ein Novum für eine junge Frau aus guter Familie. Dort wird sie von einem Freund der Familie, einem osmanischen Wissenschaftler Tahsin Bey unterstützt. Vivien kennt Tahsin schon seit Kindertagen, aber in der Zeit der gemeinsamen Arbeit, wandelt sich ihr freundschaftliches Gefühl in eine tiefe Liebe, die nicht unerwidert bleibt. Doch der Krieg in Europa wirft auch einen Schatten auf das osmanische Reich, er unterbricht die Ausgrabungen und die Forschungsreise Viviens und Tashins. Als sich die Türkei der deutschen Seite anschließt, bricht auch der briefliche Kontakt ab und von Tahsin verliert sich jede Spur. Vivien arbeitet als freiwillige Krankenschwester und ist sehr verwundert, als ein Militär – auch ein Freund des Vaters – sich für ihre Skizzen und Tagebücher aus der gemeinsamen Reise mit Tahsin interessiert, aber sie erzählt viel und auch über seine Verbindungen und Sympathien zum armenischen Volk, die er ihr anvertraut hat. Viele Monate später, Vivien reiste inzwischen durch Indien, erreicht sie ein Brief, der ihr die Augen öffnet, welche Katastrophe sie durch ihren Vertrauensbruch ausgelöst hat. Qayyum Gul aus Peschawar kämpft mit seinem indischen Regiment für die Engländer in Ypern, wird schwer verletzt und kehrt desillusioniert und von der Loyalität der Engländer enttäuscht ,nach Asien zurück. Im Zug nach Peschawar lernt er Vivien kennen, die nun 1915 sich dort für einige Zeit aufhalten möchte, die Geschichte des Landes zu erkunden und die Sprache zu lernen. Von da an wird sich der Weg der Beiden immer wieder kreuzen, denn ihr Schicksal scheint miteinander verbunden. Der Roman schildert die Geschichte Viviens und die Geschichte Qayyums in zwei Handlungssträngen, Beide sind verbunden durch die Liebe zur Archäologie und der Suche nach der geheimnisvollen Siedlung Kaspatyros. Gleichzeitig ist es ein beeindruckendes Zeitbild aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Das bröckelnde englische Empire und seine Kolonien werden genauso farbig beschrieben, wie das untergehende osmanische Reich und der Wunsch Viviens nach einen selbstbestimmten Leben. Antike Überlieferungen und Märchen werden eingewoben und lässt die Geschichte dieses Landstrichs über Jahrhunderte lebendig werden. Dieser Roman fände auch in der realen Straße der Geschichtenerzähler in Peschawar seine Zuhörer, fast wie weitere Episoden aus 1001 Nacht. Daneben ist sind die politischen Wirren in Europa und im Orient jener Zeit realistisch und kenntnisreich dargestellt. Für mich ein ganz besonderer Lesegenuß.

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  • Erstmals bin ich bei einem Buch einfach sprachlos...

    Die Straße der Geschichtenerzähler
    reading-books

    reading-books

    27. July 2015 um 13:51

    Schon das Cover des Buches von Kamila Shamsie begeistert. Es wirkt sommerlich und ein wenig verträumt. Es erinnert ein wenig an Urlaub und Architektur – letzteres aber eher nur entfernt. Gleichzeitig wirft der Titel einige Fragen auf und ich bin schon vor dem Lesen gespannt, was das für eine Straße ist. Dieses Buch ist vieles, ich habe derart viele Eindrücke und Emotionen zum Buch, dass es mir tatsächlich schwer fällt eine Rezension zu schreiben, die diesem Buch gerecht wird. Es gibt Bücher, die liest man einfach und ist anschließend begeistert, Pageturner, die den Leser vom Hocker hauen und mitreißen. Dieses Buch gleicht einer Flut aus Eindrücken, es ist eine Mischung verschiedener Genre und hinterlässt mich.. tja zufrieden, ein wenig erschlagen, begeistert und traurig gleichzeitig. Ihr merkt schon, diese Rezension gleicht den anderen auf diesem Blog nicht wirklich. Das liegt daran, dass “Die Straße der Geschichtenerzähler” nicht einfach so erzählt oder beschrieben werden kann – geschweige denn bewertet. Schon der Einstieg ins Buch machte mich fast sprachlos. Tahsin Bey entpuppte sich bereits auf den ersten Seiten als unglaublich charismatischer Mann, der Frauenherzen vermutlich schnell höher schlagen ließ. Es ist beachtlich, denn eben dieses Charisma war über die Seiten hinweg zu spüren und auch wenn er nur zu Beginn des Buches erwähnt wird, so ist er für mich doch eine der markantesten Figuren des Romans. Es ist erstaunlich mit welcher scheinbaren Leichtigkeit Schicksale in “Die Straße der Geschichtenerzähler” miteinander verwoben werden. Die einzelnen Figuren sind dabei mit Liebe zum Detail ausgearbeitet. Selbst bei einigen der Randfiguren hatte ich das Gefühl sie gut zu kennen. Dieses Buch verbreitet einen ganz eigenen Zauber, dem man sich mit jeder weiteren Seite immer weniger entziehen kann. Daraus resultiert allerdings auch ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle, das bis zum Ende des Buches anhält. Im Nachhinein kann ich sagen, so beeinruckend das Cover bereits ist, es kann mit dem Inhalt des Buches nicht mithalten. Kamila Shansie hat eine Geschichte erschaffen, die beeindruckender kaum sein könnte. Starke, charismatische Protagonisten, mitreißende Nebenfiguren und großartige Schauplätze. Der geschichtliche Hintergrund wird in diesem Buch schnell zu Nebensache, denn es sind die Schicksale der Figuren die fesseln und den Leser ans Buch binden. Meine Tweets zeigen, wie tief die Geschichte geht, wie sehr mich dieses Buch fesselte und mitriß. Wie es endet werde ich nicht verraten, doch soviel sei gesagt: damit hatte ich nicht gerechnet. “Die Straße der Geschichtenerzähler” ist so viel mehr als ein einfacher Bestseller oder Pageturner. Es ist ein Roman, der den Begriff “Tiefgang” neu definiert. Dieser Geschichte kann man sich einfach nicht entziehen. Es ist ein brillianter Roman, für den meine 5 Sterne Skala kaum ausreicht um meine Bewunderung für dieses Buch zu verdeutlichen. Dieser Roman ist beachtlich und mir fehlt tatsächlich grad das passende Wort um es zu beschreiben. Aber es steht fest: Lest es!! Wartet nicht, lest es und erzählt mir dann von euren Eindrücken. Ich bin irgendwie auch jetzt noch sprachlos.

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  • Orient und Okzident

    Die Straße der Geschichtenerzähler
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    19. July 2015 um 23:40

    Dieses Buch fängt wunderhübsch an. Man denkt, man liest eine Liebesgeschichte zwischen Orient und Okzident. 1915, Vivian Rose Spencer, Tochter aus gutem, englischen Hause, viel zu klug für eine Frau und sehr interessiert am Altertum, verliebt sich in einen türkischen Archäologen. Die Liebesgeschichte verläuft aber mit Beginn des ersten Weltkriegs im Sand und ist eigentlich nur der Anlass dazu, dass es Vivian nach Indien verschlägt und dass sie einen Traum verfolgt: Wo ist der Stirnreif des legendären Skylax geblieben? Parallel lernt man Qayyum kennen, der Inder ist und mit seinen Kameraden die Engländer im Krieg unterstützen will. Anfangs ist er sehr begeistert vom ungewohnten europäischen Leben, muss aber feststellen, dass man als Inder in Europa nur theoretisch geachtet wird. Dagegen erlebt Vivian in Peschawar, welche Grenzen dort Frauen gesetzt sind. Das ist auch sehr spannend. Die Sicht eines Inders auf den ersten Weltkrieg, die krassen Kulturunterschiede, die Stellung der Frauen hier und da, Kampf um das Frauenwahlrecht einerseits und die Verpflichtung zum Tragen einer Burka in der Öffentlichkeit andererseits, aber auch hier gibt es wieder einen Schnitt. Man findet sich wieder in Perschawar 1930, wo Ghandis Doktrinen Fuß gefasst haben und es auf der Straße der Geschichtenerzähler zu einem furchtbaren Massaker kommt. Selbst darauf hätte ich mich noch sehr gerne eingelassen, wenn nicht die Geschichte an dieser Stelle komplett zerfasern würde. Vivian und Qayyum werden nebensächlich. Stattdessen verfolgt man ausführlich, wie Qayyums Bruder und zwei indische Frauen in die Kampfhandlungen verwickelt werden. Es steckt sehr viel Interessantes und Brisantes in diesem Buch. Besonders der Einblick in die indische Mentalität ist sehr spannend. Allerdings hatte ich beim Lesen zunehmend das Gefühl, hier fehlt ein roter Faden. Viele spannende Themen werden aufgegriffen, aber nicht zu Ende erzählt. Wenn beispielsweise Ghandis Aufruf zu gewaltlosem Protest gegen die englische Vorherrschaft zu einem tragischen Massaker führt, möchte ich auch lesen, wie es danach weiter ging. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Frage, ob Najeeb überlebt hat oder nicht. Das einzig verbindende Element ist der Stirnreif des Skylax, dessen Verbleib man über Jahrhunderte hinweg beobachten kann. Natürlich hat das einen gewissen Reiz, aber in diesem Buch stecken so unendlich viele spannende Themen, die mich sehr viel mehr interessiert hätten. Man kann dieses Buch als Streifzug durch ein Stückchen englisch-indische Geschichte ansehen. Vielleicht sind es eher Momentaufnahmen, als eine Geschichte. Allerdings gibt es vor, eine Geschichte zu erzählen, die geht nur leider irgendwo unterwegs verloren.

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  • Die Straße der Geschichtenerzähler

    Die Straße der Geschichtenerzähler
    Tiffi20001

    Tiffi20001

    29. June 2015 um 11:54

    Klappentext: Eine junge Engländerin reist 1914 zu Ausgrabungen nach Labraunda und begegnet dort dem Archäologen Tahsin Bey. Vor dem Hintergrund antiker Ausgrabungen und den Wirren des Ersten Weltkriegs entfaltet sich eine vergangene Zeit, eine exotische Welt und vor allem die Geschichte einer großen Liebe. Buchgestaltung: Das Cover zeigt neben dem Titel „Die Straße der Geschichtenerzähler“ die Photographie einer Halle und einer Katze und ist überwiegend in orange gehalten worden. Ich finde das Cover generell gesehen sehr gelungen, da ich die Farbgestaltung sehr ansprechend und einladend finde. Das Foto gefällt mir an sich auch sehr gut, ich hätte mir es aber etwas aussagekräftiger gewünscht, sodass man beim Betrachten sofort einen Einblick in das Buchgeschehen erhält. Der Titel ist sehr gut gewählt worden, da er zum Buch passt und neugierig macht. Der Klappentext beschreibt das Buch sehr schön und verrät dennoch nicht allzu viel, sodass es beim Lesen noch spannend bleibt. Alles in allem gesehen eine sehr gelungene Buchgestaltung, die Lust auf das Buch macht. Eigene Meinung: Das Buch konnte mich sehr überzeugen, da ich die Grundidee sehr spannend und auch gut umgesetzt fand. Die Handlung beginnt sehr interessant und mich konnte sie durch das gesamte Buch hindurch fesseln. Die Geschichte ist sehr anspruchsvoll und dennoch oder vielleicht auch gerade deswegen hat sie einen ganz eigenen Charme, der sich vor allem auch durch die Verknüpfung der vielen verschiedenen Themen wie z.B. der Archäologie und der zusammenführenden Liebesgeschichte entfaltet. Besonders die Figuren konnten mich überzeugen, da ich sie alle als sehr eigenständig empfunden habe und mir vor allem die Hauptprotagonistin sehr gefallen hat. Sie ist eine ganz besondere Frau, mit der ich mich persönlich sehr gut identifizieren konnte und der ich gerne durch das Buch gefolgt bin. Die Sprache ist, passend zum Buch, ebenfalls anspruchsvoll und trotzdem ist das Buch sehr flüssig und angenehm zu lesen. Vor allem die Beschreibungen waren sehr bildlich und ich konnte mir sie gut vorstellen. Fazit: Ein sehr interessanter, aber auch anspruchsvoller Roman, den ich aufgrund der Vielzahl an behandelten Themen und der tollen Sprache sehr empfehlen kann. Autor: Kamila Shamsie wurde 1973 in Karatschi, Pakistan, geboren und lebt in London und Karatschi. Im Berlin Verlag erschienen bisher „Kartographie“ (2004), „Verbrannte“ „Verse“ (2005), „Salz und Safran“ (2006) und „Verglühte Schatten“ (2009). Für ihr literarisches Werk erhielt Kamila Shamsie zahlreiche Preise, u.a. wurde sie 2013 als „Granta Best of Young British Novelists“ ausgezeichnet. Allgemeine Infos: Titel: Die Straße der Geschichtenerzähler Autor: Kamila Shamsie Verlag: Berlin Verlag Seitenzahl: 384 Preis: 19,99 EUR ISBN: 978-3827012289

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