Kamran Pasha Die Schwerter von Jerusalem

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Inhaltsangabe zu „Die Schwerter von Jerusalem“ von Kamran Pasha

Er ist eine der schillerndsten Figuren seiner Zeit: Richard Löwenherz, der im Jahre 1189 zum dritten Kreuzzug nach Jerusalem auszog, um die Heilige Stadt zu befreien. Sein Widersacher, Sultan Saladin, ist einer der bedeutendsten Herrscher des Morgenlands, sowohl bei Freund wie auch bei Feind genießt er höchstes Ansehen. Für beide ist Jerusalem die wichtigste Stadt der Welt. Und beide wollen mit allen Mitteln die Liebe der schönen Jüdin Miriam erringen. Als die Armeen der beiden Heerführer aufeinander treffen, kämpfen sie nicht nur um Jerusalem und ihre beiden Kulturen. Beide Männer kämpfen auch um die Liebe einer Frau. Kamran Pasha hat einen spannenden historischen Roman über zwei der bedeutendsten Männer ihrer Zeit geschrieben, die Hochachtung voreinander empfanden, und deren Schicksal sich in Jerusalem entscheiden sollte.

Verklärte Geschichtsstunde voller Pathos. Erschreckend verfälschte Handlung. Überflüssig und nicht wirklich viel neues. Keine Empfehlung.

— MichaelSterzik
MichaelSterzik

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  • Eine Stadt, eine Frau und zwei Könige, die um beides kämpfen.

    Die Schwerter von Jerusalem
    Lesemaus85

    Lesemaus85

    27. April 2013 um 13:44

    Ein Sturm war aufgekommen an den Stränden der Küste, der landeinwärts zudrehen schien, um die Grundfesten der Zivilisation zu erschüttern. Un nun würde er seine zerstörerische Wut gegen sich selbst kehren. Die Kreuzfahrer würden zu Boden gehen, nicht im kalten Licht des Halbmondes, sondern unter der entsetzlichen, niederschmetternden Last ihres eigenen Kreuzes. *********************************************************************************** Richard Löwenherz zieht im Jahre 1189 zum dirtten Kreuzzug nach Jerusalem aus, um die Heilige Stadt den Sarazenen zu entreißen. Sein Widersacher ist Sultan Saladin, einer der bedeutensten Herrscher des Morgenlandes. Für beide ist Jerusalem die wichtigste Stadt der Welt. Und beide wollen mit allen Mitteln die Liebe der schönen Jüdin Miriam gewinnen. Als die beiden Heere aufeinander treffen zur größten Schlacht dieser Zeit, geht es nicht nur um die Kulturen, sonder auch um Ehre, Ruhm und Liebe. ************************************************************************************ Ein wunderbares historisches Abenteuer. Gefühlvoll, wild, farbenfroh und voller Leben. Ich war von Anfang gefangen in einer Welt aus Staub und Blut. Alles wirkt autentisch und wird aus verschiedenen Sichtweisen beleuchtet (wobei die Sarazenen etwas besser wegkommen). Die Charaktere sind lebendig und glaubwürdig. Ein jeder mit Farben aus Licht und Schatten. Es gibt die Bösen und die Guten. Es gibt Intrigen und Loyalität, Liebe und Hass, Freundschaft und Verrat, Weisheit und Dummheit... Alles was ein guter Roman braucht. Am Ende habe ich mehrere Tränen um die Protagonisten vergossen, so mitreißend war die Szenerie. Miriam ist sehr tapfer und eine tragende Figur im Kampf um Jerusalem, wobei ihrer Rolle für die Könige nicht überstrapaziert wird, so dass die Kalkül und Entscheidungen im Krieg glaubhaft bleiben. Richard Löwenherz scheint viel Stoff für weitere Lektüre zu bieten, wohingegen Saladin in seiner Mischung aus Grausamkeit, Weisheit und Ehre bewundernswert echt wirkt. Mein erklärter Liebling ist William Chionon (und sein Schicksal hat mich zu den meisten Tränen bewegt.) Ein rundum perfekt gelungener historischer Roman. Nur zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Die Schwerter von Jerusalem" von Kamran Pasha

    Die Schwerter von Jerusalem
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    04. December 2011 um 13:33

    Glaubenskrieg 1189 Eine vielerzählte Geschichte erzählt Pasha mit „Die Schwerter von Jerusalem“ aufs neue. Klingende Namen wie Richard Löwenherz und Sala ad Din (Saladin) bilden die Hauptfiguren der gut 500 Seiten des Buches, bei weitem aber nicht die einzigen Protagonisten. Ein Buch, in dem Pasha schon auf den ersten Zeilen verdeutlicht, dass hier aus der Sicht des Morgenlandes erzählt wird, dass Rittertum und Edelmut ebenso wie innere Stärke, aber auch Härte nicht in erster Linie „dem Westen“ zuzuordnen waren, damals zu Zeiten der Kreuzzüge, sondern eher im „Osten“ anzutreffen waren. Ein Roman, kein geschichtliches Werk, wie man deutlich an den vielen fiktiven Personen erkennt und den eher romanhaft gestalteten Beziehungsgeflechten. In den Fakten stimmig ist dieser Roman nur im Groben. Saladin ist ein Mann von untadeligem Charakter und weitem Herzen, der als Feldherr und Eroberer Jerusalems durchaus auch gnadenlos zuzuschlagen versteht. Berechtigt, findet man emotional allein schon in der ersten Begebenheit ein, in der ein kleines Mädchen Schändung der Mutter, Miedermetzelung der Eltern und eigene Vergewaltigung ertragen muss. Geschehen durch die sich so dem Ideal verschworenen christlichen Ritter. Franken, die wir Tiere im Orient wüteten und deren Niederlage allseits bejubelt wird. Ein Wüten, dass eben Saladin nicht erwidert, nicht blindlings Rache nimmt an der christlichen Bevölkerung. Bei weitem nun aber auch nicht schwarz weiß zeichnet Pasha seine Figuren. Sehr differenzieret gelingt es ihm, einerseits den Bruder Saladins auf moslemischer und den Bruder Richards auf christlicher Seite in ihren rein egozentrischen Charakteren darzustellen. Auch Richard Löwenherz selbst ist bei Pasha nicht der strahlende und reine Held, als der in abendländischer Literatur lange Zeit auch geschildert wurde. Stur und hochfahren durchaus, aber mit einem Kern, der lernen könnte. Auch an Saladin. Falls er sich nicht selbst dauerhaft im Wege stehen wird. Was gut passieren könnte. Denn beide werden, wenn auch lange nicht direkt, zusammentreffen im heiligen Land. Richard als der, der seinen Vater und damit den englischen Thron mit hineinzieht in den Kreuzzug von 1189, Saladin, der es als hehre Aufgabe angenommen hat, sein Volk innerlich zu einen und ihm Frieden zu bieten. Anhand des kleinen, jüdischen Mädchens des Beginns, die inzwischen zu jungen Frau herangereift ist, stellt Pasha eine innere Verbindung zwischen Orient und Okzident her. Richard und Saladin wenden sich der jungen Frau zu, die als Jüdin zwischen Christen und Moslems steht, die ob ihrer traumatischen Erlebnisse innerlich ihrem Verstand folgt und nicht mehr religiös sich gebunden fühlt. Bleiben beide im Kampf und der Liebe erbitterte Konkurrenten oder sind andere Entwicklungen möglich? Eine durchaus interessante und anregende Perspektive, aus der heraus Pasha sein neues Buch erzählt. In der Sprache, ein kleiner Wehrmutstropfen, kommt allerdings in Teilen eine doch altbacken wirkende Bildersprache zum Tragen, die manches Mal zu kitschig und pathetisch sich darstellt. Pferdemähnen, die „gülden durchzogen“ sind, „im Wind flatterndes ebenholzschwarzes Haar“, „Männer und Frauen von hoher Geburt mit grausamen Herzen“ und vieles mehr zeugen von einer Bildsprache, die einfach manches Mal zu platt in den Raum geworfen wird. Dies trübt den ansonsten gut zu lesenden Roman allerdings nur am Rande. Aus anderer, nicht gewohnter Perspektive heraus beschreibt Kamran Pasha die Ereignisse des Kreuzzuges von 1189 um seine beiden Hauptfiguren Richard Löwenherz und Sultan Saladin herum in lebhafter Atmosphäre und mit durchaus differenziert dargestellten Figuren. Flüssig und anregend zu lesen, in Teilen sprachlich zu simpel umgesetzt mit einem besondern Augenmerk auf die orientalische Sicht der Dinge.

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