Kanae Minato

 4.2 Sterne bei 177 Bewertungen
Autorin von Geständnisse, Penance und weiteren Büchern.
Kanae Minato

Lebenslauf von Kanae Minato

Kanae Minato ist 1973 in Innoshima, Hiroshima in Japan geboren. Minato fing in ihren 30ern mit Schreiben an und aus der Hausfrau wurde eine Bestseller-Autorin. Ihr Debütroman „Geständnisse“ gewann auf Anhieb den Japanese Booksellers Award und wurde beim Erscheinen der englischen Version 2014 als japanische Version von „Gone Girl“ gehandelt. 2010 wurde das Buch unter der Regie von Tesuya Nakashima verfilmt und war 2011 für einen Oscar nominiert. Kanae Minato wird oft als Königin des Iyamisu beschrieben. Iyamisu (engl. „eww mystery“) ist ein Subgenre des Mystery- oder Thrillergenres, in dem oft die dunkelsten Abgründe der menschlichen Natur aufgezeigt werden und bei dem den Lesern ein Schauer über den Rücken laufen soll.

Alle Bücher von Kanae Minato

Geständnisse

Geständnisse

 (176)
Erschienen am 27.03.2017
Schuldig

Schuldig

 (0)
Erschienen am 22.04.2019
Penance

Penance

 (1)
Erschienen am 06.04.2017
Confessions

Confessions

 (0)
Erschienen am 14.08.2014

Neue Rezensionen zu Kanae Minato

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Nessicaxoxos avatar

Rezension zu "Geständnisse" von Kanae Minato

Sowas habe ich noch nie zuvor gelesen
Nessicaxoxovor einem Monat

Meinung:

Wo Genie und Wahnsinn sich die Hände reichen.
Diese Rezension muss mit diesem Satz beginnen, denn ich habe mich jede Sekunde die ich mit diesem Buch zugebracht habe gefragt, ob das Buch wahnsinnig ist, oder genial. Ob ich wahnsinnig bin, weil ich nicht aufhören konnte eine so grausame, bösartige Geschichte zu lesen, die mich gleichzeitig so fasziniert hat, dass es nur wenige Stunden waren, die es brauchte um es zu beenden.
Wo hört das Genie auf und wo beginnt der Wahnsinn?
Alles was ich glaubte darüber zu wissen wurde einfach so weggefegt, denn hier werden alle Grenzen ausradiert, neu gezogen um dann wieder und wieder ausgelöscht zu werden. Hier ist nichts wie es scheint, niemand wie er vorgibt.
Und das ist nur die kleinste Wahrheit über dieses Buch.

Zum Anfang.
Ich wurde also mitten rein katapultiert, in eine Erzählung, die meistens eine blieb. 
Zuerst begegnet man der Lehrerin Moriguchi, die gerade beginnt ihrer Klasse alles zu erzählen. Eine Seite der Geschichte.
Die Perspektive habe ich so noch nie erlebt und dennoch hatte ich keinerlei Schwierigkeiten in diese Geschichte hinein zu finden. Nein. Ich war sogar so sehr drin, dass ich mich erschreckte sobald irgendein Geräusch mich störte.
Man beginnt jedenfalls Schlüsse zu ziehen, einen Fall zu rekonstruieren, sich mehr Gedanken zu machen. Doch das wird alles schnell wieder zunichte gemacht, denn am Ende von Moriguchis Vortrag ist alles anders. 

Und dann bin ich gefallen. Von Seite zu Seite getorkelt um mehr zu wissen, um die Teilchen zusammen zu setzen, die nach und nach so perfekt zu passen schienen, dass man es nur als  genial bezeichnen kann obwohl die ganze Story eigentlich völlig an den Haaren herbei gezogen klingt. Aber man wird das Gefühl, dass es sich vielleicht irgendwo so genau abspielt nicht los. Es nagte an mir. Auch wenn ich mir sicher war, dass diese enorm große, perfide Verkettung so niemals würde passieren können musste ich letztlich so abwegig es mir auch erscheint dem Ganzen eine Portion Realität beimessen. 
Aus folgendem schlichten Grund:  Wahnsinn.
Dieser ist so real wie alles andere auf der Welt. Es gibt ihn in Ausführungen, die mir sicher den Boden unter allem wegreißen würden an was ich glaube. Das war auch einer der Hauptgrunde, weswegen mir dieses Buch Schauder um Schauder über den Rücken gejagt hat, mich verstört hat und mir eine unsagbare Angst eingejagt hat.

So Irrwitzig es auch klingt wenn ihr versucht es realistisch zurück zu verfolgen mag zwar einiges überzogen klingen im Wahn aber vielleicht so passieren. Vielleicht hat das eine das andere zur Folge. Vielleicht gibt es diese Verkettungen, bei dem jeder mit jedem verbunden ist und es erst aufhört wenn all die schrecklichen Dinge passiert sind, die passieren sollten. 
Ihr merkt vielleicht, dass meine Gedanken ziemlich dunkel sind und sie wurden tatsächlich immer dunkler.

Die Atmosphäre hat nichts mit gut, schön oder hell zu tun. Nicht einmal entfernt. Auch würde ich nicht sagen, dass es mich unterhalten hat.
Es hat mich an sich gerissen ohne mein Zutun.

Es ist keine liebevolle Geschichte mit Detailverliebtheit, keine Story bei der man denkt, dass alles schon seinen richtigen Weg geht. Es ist alles und es ist nichts und so viel dazwischen. Es hat mich beeindruckt und angewidert gleichermaßen. 
Und es war hart. Richtig hart.
Die Gefühllosigkeit, die es rüber bringt habe ich in der Form noch nie erlebt. Alles was passiert ist ein grässliches Spiel, auf Gemeinheiten folgt Tod und das ist nicht das schlimmste.

Es frisst einfach alles von dir.
Es erreicht die Substanz mühelos. Es ging mir an die Substanz, unter die Substanz, es zerfraß sie einfach so.
Und ich schwöre es wird nachklingen.

Ja dieses Buch ist böse. Niemand ist normal. Alle haben irgendwelche schwerwiegenden psychischen Probleme und eins ergibt das nächste, ergibt das nächste, das nächste...







Schreibstil:
Auch dem klinischen Schreibstil von Kanae Minato ist es geschuldet, dass diese Geschichte so bei mir angekommen ist, wie sie angekommen ist. Und ich bin sicher, dass sie ihre Wirkung nicht verfehlt hat. Diese Geschichte soll nicht begeistern sondern verstören und ich finde, dass Kanae die verstörenden Worte findet mehr als andere, die gestörtesten Charaktere erschafft und die abgedrehteste, böseste Geschichte unter der Sonne geschrieben hat. Zu welchem Zweck wusste ich selbst danach nicht, aber es ist ein unheimliches Talent über das diese Schriftstellerin verfügt und sie weiß es einzusetzen.




Cover:
Es ist schlicht aber aussagekräftig. Zusammen mit dem Klappentext muss man es wohl haben.


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J

Rezension zu "Geständnisse" von Kanae Minato

Sehr gelungen
JayLavor 2 Monaten

Geständnisse Ein Buch was mich von der ersten Sekunde nicht mehr los gelassen hat, direkt am Anfang hatte ich einen Klos im Hals . Was wahrscheinlich normal ist , Kinder sind irgendwie ne tabuzone die noch mehr weh tut, als wenn es ein erwachsener ist. Die Lehrerin und Mutter Moriguchi Überzeugte mich mit Ihren taten und ihren Schmerz, was völlig verständlich war . Obwohl am Anfang das Gefühl rüber kam , das sie sehr mechanisch war . Was man aber nachvollziehen kann , das man unter Schock steht aber funktionieren muss . Das einzigste was etwas störend in diesem kopfkino war, waren die Monologen die aneinander gereiht waren und das die Perspektiven sich änderten . Aber die Mischung zwischen vorhersehbar und verblüffend war berauschend. Es haperte zwar mit dem Schreibstil , aber im großen und ganzen war das Buch spannend und hielt das Versprechen was ich erwartet hatte. Das Ende war schockierend . Viele werden den Film kennen und wenn ich den Film mit dem Buch vergleichen soll , bin ich 101 Prozent bei dem Buch obwohl der Film ziemlich am Original angelehnt ist . Eine lese Empfehlung ist es Aufjedenfall .

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S

Rezension zu "Geständnisse" von Kanae Minato

Rezension zu "Geständnisse" von Kanae Minato
sophia22vor 3 Monaten

Moriguchi ist eine gewissenhafte Lehrerin an einer Mittelschule in Japan. Sie nimmt ihren Beruf sehr ernst und sieht es als ihre Aufgabe, ihre Schülerinnen und Schüler zu leiten und sie zu beschützen. Sie hat eine kleine Tochter, Manami, die sie alleinerziehend voller Hingabe liebt. Doch dann geschieht ihr der Alptraum einer jeden Mutter: Ihre Tochter wird tot aufgefunden. Und zwar im Schwimmbecken der Schule, in der Moriguchi unterrichtet. Moriguchi beschließt, die Schule und damit ihre Schülerinnen und Schüler zu verlassen. Doch nicht ohne etwas zu hinterlassen: Sie hält vor der Klasse einen Abschiedsvortrag. Sie erzählt von ihrem Kind, dessen Vater, von Jugendjustiz und schrecklichen Verbrechen, begangen von scheinbar lieblichen Kindern. Und was am allerschlimmsten ist: Moriguchi lässt den Tod ihrer Tochter noch einmal Revue passieren und klärt ihre Schülerinnen und Schüler darin auf, dass es sich um keinen Unfall handelte, sondern um Mord, begangen von zwei Schülerinnen oder Schülern, die sich in diesem Moment in der Klasse befinden.

Ich habe schon einige japanische Romane gelesen und es hat mich keineswegs überrascht, dass es sich auch bei diesem um ein ausgeklügeltes, brutales und makaberes Buch handelte. Einerseits erschütterte es mich in so vielerlei Hinsicht und andererseits öffnete es mir die Augen für manche Dinge.

Der Schreibstil war gut und in Ordnung, jedoch keineswegs einer, der mit großer Bedeutung hervorgehoben werden müsste. Gefallen hat mir, dass man sich sehr gut in die Figuren hineinversetzen konnte und fühlen konnte, was sie fühlten. Auch, dass die Handlungsweisen der Personen am Ende zwar nicht logisch, aber nachvollziehbar wirkten und das Ende einem wirklich die Sprache verschlägt.

Daher vergebe ich an das Buch 3 von 5 Sternen. Alles in allem empfehle ich das Buch nicht an jene, die sich nicht gerne mit angewandter Brutalität an Kindern befassen und psychotische Spielchen eher abstoßend als spannend empfinden. Doch für alle anderen, denen es nach etwas Einzigartigem, Ausgeklügeltem und Heftigem gelüstet, für die könnte dieser Roman zur echten Abwechslung und Begeisterung dienen. 

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Gespräche aus der Community

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Insider2199s avatar

Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Geständnisse" von Kanae Minato zu lesen. 

Wir beginnen ab nächster Woche (oder schon sofort) und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man ein Los dafür. 

Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    


Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. 

Viel Spaß uns allen :)
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Kanae Minato wurde am 01. Januar 1973 in Innoshima (Japan) geboren.

Community-Statistik

in 323 Bibliotheken

auf 81 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

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