Kanae Minato Geständnisse

(125)

Lovelybooks Bewertung

  • 120 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 4 Leser
  • 69 Rezensionen
(70)
(37)
(12)
(4)
(2)

Inhaltsangabe zu „Geständnisse“ von Kanae Minato

Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner - weder Kind noch Erwachsener - ungeschoren davonkommt.

Mit immenser Sogwirkung und einem unbestechlichen Blick auf die menschlichen Abgründe erzählt die ehemalige Lehrerin Kanae Minato eine faszinierend-verstörende Geschichte voller unerwarteter Wendungen. Ein packender Roman, dessen Stimmen den Leser noch lange begleiten.

Die Seiten fliegen nur, das Gestänisse ist schon zum nach denken

— Missi1984

Ein starkes, böses Buch … das unbedingt gelesen werden sollte.

— BinavanBook

Einfach nur WOW!

— Buecherseele79

"Eine gute Story, aber..."

— Lexy_Koch

Geständnisse lässt sich schnell und einfach lesen und wenn man sich auf die Geschichte einlässt, kann man sie sogar genießen.

— Vb00ks

Herausragend aber polarisieren

— MrExlibris

Ein erschütternder und beklemmender Roman über Rache und die Folgen einer erfolgsorientierten Erziehung

— Ambermoon

Ein subtiles, böses Ausnahmebuch, das das Moralverständnis der Beteiligten ins Rampenlicht zerrt!

— gabinski

Was für eine packenende Geschichte! Sehr guter Schreibstil und interessante Charaktere.

— Anni_book

super spannend und toller Aufbau

— Buddy3

Stöbern in Krimi & Thriller

Zu viele Köche

Ein Kriminalfall mit viel Patina und einer gehörigen Prise Humor.

seschat

München

Zu viel Politik, zu wenig Spannung und trotzdem so gut geschrieben !!!

marpije

Dunkel Land

solider Krimi der mich leider nicht überzeugen konnte da er für mich persönlich einige Schwachstellen hat

angyy

Das Mädchen aus Brooklyn

Ein nervenaufreibender Pageturner mit fulminantem Showdown

RosaEmma

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Gute 3 Sterne - teilweise zu schönschreiberisch und langatmig und lange nicht so innovativ wie erhofft, aber nett zum Miträtseln.

lex-books

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

Düster, spannend, literarisch, ein Krimi aus Meisterhand

tardy

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Nichts für schwache Nerven

    Geständnisse

    Missi1984

    12. December 2017 um 19:02

    Habe erst gedacht was kommt jetzt, aber es ist schon sehr tiefsinnig Eine Lehrerin verliert ihr Kind, das tot im Schul Schwimmbad gefunden wird. Nur Sie weiß wer die Mörder Sind, an ihrem letzten Tag in der Schule berichtet Sie ihrer Klasse ihr Leben , das ihr Mann HIV hat, das ihre Tochter ertrunken ist und ein Milch Experiment. Dieses auch geht unter die Haut.

  • Geständnisse

    Geständnisse

    BinavanBook

    12. December 2017 um 12:47

    >> Das ist alles , was ich wollte. Dass mich einfach mal jemand beachtet. << Die kleine Tochter der Lehrerin Yoko Moriguchi ist ertrunken. Ein tragischer Unfall, wie es scheint. Kurz darauf tritt Moriguchi mit einem erschütternden Geständnis vor ihre Klasse und setzt damit unter den Jugendlichen ein tödliches Drama in Gang. Kanal Minato erzählt eine faszinierend-verstörende Geschichte um Schuld und Rache, Gewalt und Wahnsinn. Ein packender Roman voller unerwarteter Wendungen, dessen Stimmen einen noch lange begleiten. Die Autorin:Kanal Minato, geboren 1973 in Japan, begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit dem Bestseller >>Geständnisse<<, der erfolgreich verfilmt wurde. Ihre Romane und Kurzgeschichten wurden vielfach ausgezeichnet. Der erste Satz:Wenn ihr eure Milch getrunken habt, gebt den Karton bitte zurück in den Kasten. Meine Meinung:Wo soll ich nur beginnen, nach Beendigung dieses Romans bin ich immer noch sehr erschüttert und die Geschichte wird mir noch sehr sehr lange im Gedächtnis bleiben. Geständnisse ist ein fantastisches einfach mal total anderes Buch das ich vorweg jedem sehr ans Herz legen möchte. Unscheinbar und sehr schmal, aber der Inhalt fesselt den Leser bis zum Schluss. Der Leser wird hinter die Kulisse der japanischen Erziehung, wie sie beeinflusst und was aus ihr wird, regelrecht entführt. Ja, es wird hier ein Horrorszenario beschrieben, doch ganz ehrlich nicht ganz aus der Luft gegriffen. Durch die wechselnden Erzählperspektiven dringt der Leser immer tiefer in die dunklen Geschehnisse und dessen Auslöser ein. Es lässt einen nur so durch die wenigen aber sehr langen Kapitel fliegen, langweilig oder langatmig ist hier absolut nichts. Beim Lesen hatte ich ein beklemmendes Gefühl das mich am Ende des Buches mit einem offenen Mund sitzen lies.

    Mehr
  • Ich weiss war ihr getan habt

    Geständnisse

    Buecherseele79

    29. November 2017 um 12:46

    Die Lehrerin Yuko Moriguchi hält eine letzte Rede vor ihrer Klasse.Eine Rede die ab diesem Zeitpunkt das Leben aller Schüler darin verändern wird.Denn zwei der Schüler haben den Tod ihrer Tochter zu verantworten, von ihrer kleinen Manami, die damals tot im Schwimmbadbecken aufgefunden wurde.Nach dem Geständnis ist nichts mehr wie zuvor, denn die Klasse kann es nicht hinnehmen dass diese zwei Täter nie zur Verantwortung gezogen werden.Denn in Japan würde es wohl nicht viel bringen dass diese zwei Täter angeklagt werden, denn sie sind noch jung, haben einen Fehler gemacht, eigentlich geht die Polizei von einem Unfall aus und somit würden sie wohl eher eine Erziehungsmassnahme erhalten und könnten dann ihr Leben weiterleben wie bisher.Aber die Lehrerin und Mutter Yuko hat ihre eigenen Pläne und die Rache nimmt ihren Lauf...Ein Buch welches sowohl viele begeistert aber viele auch enttäuscht hatte.Mich konnte das Buch absolut packen und ich bin immer noch hin und weg wenn ich ehrlich bin.Der Schreibstil ist für mich sehr interessant aber konnte mich von Beginn an fesseln.Der längere  Monolog zu Beginn lässt den ein oder anderen Leser womöglich verzweifeln, aber ich kann hier nur sagen- es lohnt sich dran zu bleiben, weiterzulesen, in die Geschichte abzutauchen.Ein sehr wichtiger und interessanter Aspekt liegt hier auf der japanischen Kultur, die Ansichten und Handlungen dieser Kultur und ja, manchmal stand ich da und konnte die Worte nicht glauben oder gar die Beweggründe.Um die Geschichte hier authentisch zu machen ist dies aber ein wichtiger Blick und wer sich damit nicht auseinandersetzen möchte sollte wohl eher die Finger von diesem Buch lassen.Die Rache von Yuko beginnt so leise, mit reinen Worten,keine Namen der Täter, aber sie entwickeln sich zu einer Lawine von Rache, Hass, Schuld, Gerechtigkeit und nach dem Sinn des Ganzen.Darf ein Mensch, dürfen mehrere Menschen Selbstjustiz ausüben?Was gibt ihnen das Recht dazu?Und kann man davon ausgehen dass dies trotzdem mit rechten Dingen, mit fairen Ansichten vonstatten geht?Auf der anderen Seite fragt man sich aber auch ob die Ansichten der Gesellschaft, das Ausleben dieser Kultur nicht auch einen grossen Anteil der Schuld trägt, ob man hier andere Blickwinkel errichten sollte.Die Charaktere sind unterschiedlich und sehr interessant auf ihre Weise vorgestellt.Während die einen sich das Recht der Selbstjustiz herausnehmen überlegen andere ob dies richtig erscheint, stellen sich auf die Seite der Täter, was der anderen Seite aber wiederrum nicht passt.Und wenn man dann plötzlich einen Verlust ertragen muss, dann sieht Selbstjustiz plötzlich gar nicht mehr so falsch aus.... und das fand ich wirklich eine unglaublich interessante Umsetzung!Ein Buch welches sich mit einem sehr interessanten Aspekt auseinandersetzt und mich von daher komplett begeistern konnte.Ich spreche für dieses Buch auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung aus!

    Mehr
  • *Rezension* Geständnisse, Kanae Minato

    Geständnisse

    Lexy_Koch

    10. November 2017 um 11:31

    Meine Meinung Fangen wir mal mit dem optischen an. Aufmerksam auf dieses Buch wurde ich durch das Cover. Es ist mir gleich ins Auge gesprungen und ich dachte zuerst an eine Märchenadaption von Schneewittchen. Da hatte ich mich wohl getäuscht. :)Die Story ist wirklich gut und hat ziemlich gute Wendungen. Das ist aber leider auch schon alles.Ich habe mich so ziemlich durch das Buch gekämpft. Der Schreibstil war einfach nicht mein Fall. Immer wieder habe ich mich erwischt wie ich genervt aufgestöhnt habe und manchmal das Buch einfach beiseite gelegt habe.Das mache ich eigentlich nicht. Normalerweise breche ich ein Buch ab wenn mich der Schreibstil nicht einnehmen kann, aber hier fand ich die Story einfach gut.Das Buch wurde auch verfilmt. Vielleicht schaue ich mir den Film einfach nochmal an.Fazit: Eine gute Story mit gewissen Mängeln.Ich gebe 3 von 5 Delicious Sterne

    Mehr
  • Interessante Geschichte, jedoch etwas zu sehr konstruiert

    Geständnisse

    Vb00ks

    01. November 2017 um 21:08

    Meine Zusammenfassung:Vor der Klasse berichtet die Lehrerin Moriguchi ihren Schülern, dass sie nach den Ferien die Schule verlassen wird. Der Grund wird schnell klar; der Tod ihrer 4-Jährigen Tochter Manami. Ihr Tod in dem Schwimmbecken der Schule war kein Unfall, denn die Mörder sind zwei Schüler. Schüler, aus ihrer eigenen Klasse. In einer langen Rede erklärt sie ihren Schülern, was sie über die Tat herausgefunden hat und beschließt, Rache zu nehmen.Da an der Schule zur Zeit ein Projekt läuft, bei dem die Schüler jeden Tag eine Milch trinken sollen, beschließt Moriguchi den beiden Tätern Blut mit dem HI-Virus in die Milch zu mischen. Selbstverständlich ist die Klasse schockiert, doch regt sich weiterhin keiner. Es wird Zeit über Taten und ihre Konsequenzen nachzudenken.Was werden die beiden betroffenen Schüler unternehmen, jetzt wo sie vielleicht AIDS bekommen könnten? Werden sie ihre Tat bereuen? Oder werden sie sich ihrem Leben, welches sich nun so schlagartig ändern könnte einfach hinnehmen? Was geht nun in ihnen vor?Meine Meinung:Dieses Buch war für einfach eine völlig andere Erfahrung. Die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven der Charaktere zu erzählen hat mir sehr gut gefallen. Es beginnt mit der Erzählung der Lehrerin, dessen Tochter durch, nicht wie die Polizei vermutete, einen Unfall gestorben, sondern von zwei ihrer Schüler umgebracht worden war. Nachdem sie im ersten Kapitel ihre Geschichte mit ihrer Rache an den Mördern beendet hat, bauen die weiteren Kapitel auf eben dieser Geschichte weiter auf und lassen uns immer mehr Einzelheiten und Details erfahren.Auf jedes Geständnis folgt nun ein weiteres und lässt uns daran teilhaben, was in den einzelnen Personen davor, dabei oder danach vorgeht. Für mich war es sehr interessant, die Dinge aus anderen Blickwinkeln zu erleben und ein Gespür dafür zu bekommen, welche Aktionen oder auch Reaktionen einen Menschen prägen und beeinflussen können.Gewundert hat mich, die Emotionslosigkeit der Charaktere und wie nüchtern jeder einzelne mit den verschiedenen Situationen umgeht. Einige Gedanken der Personen konnte ich sehr gut nachvollziehen und doch konnte ich kein Verständnis für sie aufbringen.Mein Fazit:Interessante Geschichte, kam mir jedoch ein wenig zu konstruiert vor. Mir fehlte die Menschlichkeit der Charaktere um Empathie aufzubauen. Ich hatte nicht das Gefühl der Erzählung wirklich beizuwohnen. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt und obwohl mir die Menschlichkeit fehlte, fand ich die Kaltblütigkeit der jeweiligen Beteiligten spannend.Geständnisse lässt sich schnell und einfach lesen und wenn man sich auf die Geschichte einlässt, kann man sie sogar genießen.Ich würde diesem Buch 3 von 5 Sternen geben.

    Mehr
  • Wahnsinnig spannend!

    Geständnisse

    MrExlibris

    31. October 2017 um 17:46

    Klappentext Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt. Mit immenser Sogwirkung und einem unbestechlichen Blick auf die menschlichen Abgründe erzählt die ehemalige Lehrerin Kanae Minato eine faszinierend-verstörende Geschichte voller unerwarteter Wendungen. Ein packender Roman, dessen Stimmen den Leser noch lange begleiten. "Der Thriller 'Geständnisse' der japanischen Autorin Kanae Minato dreht sich um einen Mord an einer Vierjährigen und gehört zum Subtilsten, was ich seit langem gelesen habe. Dieses Buch über den Ursprung des Bösen in uns liefert sowohl Spannung als auch Innenansichten aus einem faszinierenden Land." Handlung / Stil Es ist schwierig, etwas über die Handlung zu sagen, ohne zu viel zu verraten, daher werde ich mich diesbezüglich kurz halten.  Moriguchi beginnt mit einem langen Monolog. Zunächst wird der Leser vielleicht irritiert, da die Situation nicht ganz klar ist. Doch schnell wird deutlich, Moriguchi ist eine Lehrerin, die in diesem Moment einen Vortrag vor ihrer Klasse hält. Dieser soll ihr letzter sein, denn es wird ihr letzter Tag an der Schule sein. Der Grund dafür ist der, dass ihre kleine Tochter Manami vor einiger Zeit starb. Gefunden wurde sie in dem Schulschwimmbecken der Schule, an der Moriguchi unterrichtet. Todesursache ertrinken. Doch Moriguchi zweifelt diese vermeintliche Tatsache an und kommt denen auf die Spur, die Manamis Tod verursachten. Drei Dinge sind ihr klar, ihr Tod war kein Unfall, die Mörder waren zu zweit und sitzen in jenem Moment in der Klasse, vor der Moriguchi ihre Ansprache hält.  Von diesem Moment an, wird der Leser gefesselt sein. Klar ist also, wir haben hier keinen Krimi vor uns, denn die Mörder A und B stehen von Anfang an fest. Zu keiner Zeit habe ich an ihrer Schuld gezweifelt. Es geht vielmehr um die menschlichen Abgründe, die zu dieser Tat führten. Deswegen werden die handelnden Personen sehr ausführlich beschrieben und ihre Beweggründe werden erläutert. Besonders packend fand ich die verschiedenen Erzählperspektiven, die auch in verschiedenen Formen in den Roman einfließen. Wir haben es hier mit der direkten Rede, Tagebucheinträgen, Erinnerungen und Briefen zutun. Wörtliche Rede und Dialoge sind allerdings eine Seltenheit in diesem Werk. Die verschiedenen Perspektiven machen deutlich, was über andere Personen gedacht und behauptet wird und wie diese Personen die Dinge selbst sehen. Besonders dies hat mich sehr überzeugen können, denn im Leben ist es nicht anders. Wie oft meinen wir uns Urteile über andere erlauben zu dürfen und richten über andere, ohne die genauen Hintergründe zu kennen. Der Schreibstil von Minato hat mich überzeugen können, er war in keinster Weise abgehoben oder unlesbar. Der Schreibstil ist nüchtern, ja teilweise ein bisschen emotionslos. Dies verstärkt jedoch das beklemmende Gefühl während des Lesens, da dadurch die Kaltblütigkeit in der hier agiert und reagiert wird, perfekt transportiert wird. Mit jeder gelesenen Seite wird man tiefer in den Sumpf der Rache gezogen, aus dem man erst auftaucht, wenn man am Ende des Buches angelangt ist. Und dann kommt der große Knall... oder eher das leise blop der Seifenblase, die platzt? Charaktere Selten konnten mich die Charaktere eines Thrillers so fesseln wie in Geständnisse. Man kann tief in die Gedankenwelt der Figuren eindringen, die sehr ausschlaggebend für die Handlung sind. Immer, wenn man denkt, man hats, wendet sich die Story oder man bekommt neue bahnbrechende Informationen. Besonders Shuya hat es mir angetan und ich muss zugeben, am Ende hat er mir sogar ein bisschen Leid getan. Das ist vermutlich der Charme solcher Leute, mit denen sie andere "Idioten" einlullen (Noaki-Syndrom ^^). Ich fand es sehr spannend seineVersion der Geschichte, die Handlung und die Tat aus seiner Sicht geschildert zu bekommen und die Hintergründe zu erfahren. Fesselnder hätte man es wohl kaum gestalten können. Die Erzählungen der verschiedenen Personen weichen kaum voneinander ab, aber mit jedem weiteren Kapitel und einer anderen Sichtweise dringt man tiefer in die Geschichte ein, bekommt neue Informationen, am Ende ist man derjenige, der die Dinge weiß, die den anderen Figuren verborgen blieben. Fazit Dieses Buch hat mich in vielerlei Hinsicht überzeugen können. Ich kann nicht behaupten, dass ich am Ende sagen kann, was richtig oder falsch war und wer seine gerechte Strafe bekommen hat, aber ich denke nicht, dass dies das Ziel war. Es war interessant und fesselnd, die verschiedenen Perspektiven, die genau diese Frage behandeln zu verfolgen und bei jedem hinter die Kulissen schauen zu können. Minato hat damit wirklich ein unvergleichliches Werk geschaffen. Ich bin sehr froh, dass das Buch nach Jahren endlich auch auf Deutsch erschienen ist. Es lässt sich sagen, man liebt es oder man hasst es. Vermutlich ist kaum etwas zwischen 1 und 5 Sternen möglich, denn der Roman ist polarisierend. Wer sich generell nicht für packende und anspruchsvolle Thriller sowie tiefgreifende Einblicke in die japanische Gesellschaft interessiert, sollte besser die Finger davon lassen. Für alle anderen: unbedingt lesen!

    Mehr
  • Kalt, distanziert, überspitzt, aber psychologisch interessant

    Geständnisse

    Federfee

    24. October 2017 um 14:56

    Warm geworden bin ich mit diesem Buch nicht; es hat mir nichts gegeben, auch wenn ich die Tatsache interessant fand, dass nichts schwarz oder weiß ist, gut oder böse und dass manches von unterschiedlichen Standpunkten unterschiedlich aussieht.Apropos böse: das war mir des Bösen zu viel. Alle haben schlimme Fehler gemacht, vor allem die Eltern in ihrer Erziehung. Das ist nicht schön, das führt nicht zu einer Kindheit, an die man sich erinnern möchte, aber deshalb muss man nicht gleich zum Mörder werden. Ich finde, da gehört schon ein charakterliches Defizit zu.Den Beginn fand ich langweilig, als eine Lehrerin, deren kleine Tochter tödlich verunglückt ist, ihrer Klasse erklärt, warum sie Lehrerin geworden ist, warum sie gekündigt hat. Erst als sie sagt, dass es Mord war und zwar jemand aus der Klasse, wird es spannend, aber auch ziemlich bösartig, denn sie hat einen Racheplan, der nur zu noch mehr Unglück führt.In den folgenden Kapiteln erfahren wir die Geschichte aus anderen Blickwinkeln. Ich fand, das erklärt einiges, entschuldigt aber nichts.Alles in allem fand ich die Personen und die Erzählweise stark unterkühlt und distanziert, geradezu gefühllos und die Häufung von negativen Verhaltensweisen unrealistisch.

    Mehr
  • Geständnisse

    Geständnisse

    SophieNdm

    24. October 2017 um 14:25

    Inhalt:Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt."Mit immenser Sogwirkung und einem unbestechlichen Blick auf die menschlichen Abgründe erzählt die ehemalige Lehrerin Kanae Minato eine faszinierend-verstörende Geschichte voller unerwarteter Wendungen. Ein packender Roman, dessen Stimmen den Leser noch lange begleiten."Meine Meinung:Schon von Beginn an hebt sich dieses Buch durch den besonderen und ungewöhnlichen Erzählstil hervor.Man erlebt die Story aus verschiedenen Perspektiven. Durch die für mich sehr "fremdartigen" Namen habe ich mir lange schwer getan die Personen zuzuordnen.Da fand ich es schon etwas störend, dass ich teilweise 15 Seiten lesen musste bis ich überhaupt herausfinden konnte wer da gerade erzählt.Das ist aber sicher mein persönliches Empfinden.Zudem war die "Einführung" in die Geschichte ziemlich kompliziert und langatmig.Bis man überhaupt mal erfahren hat, um was es in dieser Story genau geht, war das halbe Buch schon gelesen.Das Ende (also die letzten 10 Seiten) waren schon überraschend, konnten das Ganze aber auch nicht mehr retten.Mir war der ganze Roman einfach zu kompliziert, langatmig und inhaltslos.Ich habe noch nie für so ein dünnes Büchlein so lange gebraucht.Fazit:Das Lesen empfand ich als sehr anstrengend und mühsam. Die Story war langatmig und langweilig. Da hatte ich mir deutlich mehr erwartet.War leider gar nicht mein Fall, Schade!

    Mehr
  • Emotionslose Lesestunden

    Geständnisse

    kruemelhino

    17. October 2017 um 18:47

    Lehrerin Moriguchi tritt an ihrem letzten Tag an ihre Schulklasse heran und berichtet vom Verlust ihrer kleinen Tochter, welche tot im Schwimmbecken der Schule aufgefunden wurde. Was sich zunächst als Unfall herausstellt, entpuppt sich mit der Zeit als Intrige zwischen zwei Schülern. Die Schulklasse sieht sich plötzlich mit Mördern innerhalb ihres eigenen Gefüges konfrontiert...Ich bin anfänglich nur sehr schwer in die Geschichte hineingekommen, wenn man sie überhaupt als solche bezeichnen kann. Vielmehr handelt es sich bei 'Geständnisse' um eine Aneinanderreihung von Monologen aus verschiedenen Perspektiven. Der Todesfall wird aus mehreren Blickrichtungen wiedergegeben, wobei auch die beiden minderjährigen Täter zu Worte kommen. Zum Ende hin schließt sich der Kreis.Die Sprache fällt, streckenweise, unheimlich statisch aus. Ohne jede Emotion rattert Lehrerin Moriguchi den Tod ihrer kleinen Tochter vor ihrer Klasse herunter. Als Leser hatte ich ständig das Gefühl, ich würde einem ferngesteuerten Roboter folgen - völlig seelenlos. Auch wenn man sich mit der Zeit an den Schreibstil gewöhnt, so betrachte ich ihn hier als einen riesigen Schwachpunkt. Charaktere und Story fallen schlichtweg nur belanglos aus. Ein kleines Kind kommt zu Tode - egal. Zwei Halbwüchsige, die ins Visier geraten - egal. Erst, als dem Leser Seeleneinblicke von seiten der Täter gewährt werden, wird das Interesse leise geweckt. Aber auch hier muss man sich natürlich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass es Kinder sind, Motivationen entsprechend kindisch sowie haarsträubend ausfallen.'Geständnisse' hat mir kaum gefallen. Dafür fallen mir die Charaktere viel zu eindimensional aus. Die Kritik an der Übersetzung, die hier bereits in einigen Rezensionen erwähnt wurde, kann ich durchaus nachvollziehen.2,5/5 Punkte

    Mehr
  • Rache ist ein starkes Gefühl, oft stärker als der Schmerz

    Geständnisse

    Ambermoon

    15. October 2017 um 16:49

    Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt. (Klappentext)                                                 -------------------------------- Nach Beendigung dieses Romans bin ich immer noch erschüttert und er wird mich sicher noch lange Zeit nicht loslassen. Ein Roman der im heutigen Japan angesiedelt ist und sich mit der dort herrschenden und sehr ausgeprägten erfolgsorientierten Erziehung von Kindern, sowie deren möglichen Folgen beschäftigt. Zugegeben, es ist ein Horrorszenario, der Supergau, doch wie wir wissen nicht völlig aus der Luft gegriffen. Dies beweisen die zunehmenden Berichte von Jugendlichen, die scheinbar aus dem Nichts austicken...sie werden immer jünger und es betrifft nicht nur Japan. Denn diese Erfolgsorientiertheit ist schon längst zu uns übergeschwappt. In diesem Roman blickt der Leser hinter die Kulissen. Wie diese Art der Erziehung die Kinder beeinflusst und was sie aus ihnen machen kann. Ihre Gedanken, ihre Gefühle, der Druck unter dem sie stehen, bis sie von Opfern zu Tätern werden, getrieben von dem Gefühl der Rache, jedoch aus unterschiedlichen Gründen. Doch nicht nur die Jugendlichen kennen dieses Rachegefühl, sondern auch die Mutter des ermordeten Kindes. Sie, selbst in gewisser Weise Opfer, wird zur Täterin, zwar auf etwas subtilere Art, doch auch getrieben von Rache. Dieser Roman unterscheidet sich von anderen dadurch, dass man von Anfang an weiß was vorgefallen ist und wer die Täter sind. Doch durch die wechselnden Erzählperspektiven dringt man immer tiefer in die Geschehnisse und deren Auslöser ein. Mit jeder wechselnden Sichtweise erfährt man mehr Details, welche einem als Leser erschüttern. Der Schreibstil ist nüchtern, ja nahezu emotionslos. Dies verstärkt jedoch das beklemmende Gefühl während des Lesens, da dadurch die Kaltblütigkeit in der hier agiert und reagiert wird, perfekt transportiert wird. Mit jeder gelesenen Seite wird man tiefer in den Sumpf der Rache gezogen, aus dem man erst auftaucht, wenn man am Ende des Buches angelangt ist. Fazit: Ein absolut packender Roman, der durch seinen ungewöhnlichen Schreibstil besticht und einem gerade dadurch lange nicht loslässt. Erschütternd, grausam und beklemmend, aber mit einer überaus wichtigen Message. Ein Roman, der gerade in der heutigen erfolgsorientierten Welt gelesen werden sollte. Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung! © Pink Anemone

    Mehr
    • 2
  • Verlust, Angst, Wahrheit, Rache!!!

    Geständnisse

    Anni_book

    10. October 2017 um 21:52

    Meine Meinung: Ich glaube, ich hätte das Buch in nächster Zeit nicht gelesen, wenn die liebe Lucy mich nicht darauf aufmerksam gemacht hätte! Ich bin also froh, dass ich auf Lucy gehört habe, denn das Buch war ein richtiges Highlight. Der erste Abschnitt, aus dem Buch, wird aus der Sicht von der Lehrerin Moriguchi erzählt und der Schreibstil ist zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, doch nach ein paar Seiten gewöhnt man sich daran.Gleich zum Anfang der Geschichte erfährt man, dass die 4. jährige Tochter von Moriguchi ums Leben gekommen ist. Am Anfang scheint es so, als wäre es ein Unfall gewesen, doch schnell erfährt man, dass zwei ihrer Schüler das kleine Mädchen mit Absicht getötet hatten. Doch anstatt, dass sie zur Polizei geht, nimmt Moriguchi Rache. Und ihre Rache, nimmt jeder anders auf. Die weiteren Abschnitte sind aus der Sicht von, nennen wir sie mal A, B und C, erzählt. Wenn ich euch jetzt die Namen schreiben würde, dann wäre die ganze Spannung weg und das wollt ihr nicht. ;) Was mir sehr gut an diesem Buch gefallen hat war, dass einzelne Kapitel/Abschnitte aus unterschiedlichen Sichten erzählt werden. So bekommt der Leser ein genaues Bild von den einzelnen Personen und man kann sich viel besser in sie hineinversetzen. Schockiert war ich von den Beweggründen der Kinder! Und ja es sind Kinder, denn sie sind zwischen 12 und 14 Jahre alt. Ich hatte manchmal nicht das Gefühl, als würden sie nicht verstehen was sie da getan haben. Und auch wie sie danach weiter gemacht haben, konnte ich kaum nachvollziehen. Was mich komplett umgehauen hat, war das ENDE!!! Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass das passieren könnte. Für mich war es das erste Buch von der Autorin, doch ganz bestimmt nicht das letzte! Denn das Buch ist wirklich richtig, richtig gut! 

    Mehr
  • Geständnisse - Kanae Minato

    Geständnisse

    -anna-

    08. October 2017 um 13:43

    Inhalt Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner - weder Kind noch Erwachsener - ungeschoren davonkommt. Cover und Gestaltung Auf dem ansonsten einfarbig grauen Cover ist ein roter Apfel abgebildet, von dem Blut tropft. Ich schätze, dass der Apfel den Schauplatz der Geschichte symbolisiert, die Schule, da es früher üblich war, dass Schüler dem Lehrer einen Apfel schenkten. Das Blut, in das der Apfel getränkt ist könnte für die im Buch beschriebene dunkle Seite des Schullebens und der Erziehung der (japanischen) Kinder, sowie natürlich die tödlichen Geschehnisse stehen. Das Buch hat 6 Kapitel, die aus der Sicht einer anderen Person geschrieben sind. Neben manchen repetitiven Abschnitten bilden sie zusammen doch eine fortlaufende Geschichte.   Meine Meinung  "Geständnisse" ist ein sehr leises Buch, das den Leser in seinem Verlauf aber trotzdem immer wieder schockiert zurücklässt. Die Grundstimmung der Geschichte ist düster und angespannt. Ganz klar sind auch die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Japan, den anderen Stellenwert der Schul-/Ausbildung der Kinder, der Lehrer und der Eltern. Dass Moriguchi nur eine Woche nach dem Tod ihrer kleinen Tochter in ihren Beruf zurückkehrt und damit auch an den Ort des Geschehens wäre hier bei uns undenkbar. Man bekommt Einblicke in die Denkweisen der verschiedenen Erzähler, mann kann sie nur sehr schwer verstehen aber man kann akzeptieren, wie sie zustande gekommen sind, wenn man die Geschichte eines jeden erfährt. Daduch, dass man vom ersten Kapitel an merkt, dass Kanae Minato sich darin versteht den Leser mit makaberen und grausamen Taten zu überraschen will man immer weiter und weiter lesen, weil man weiß, dass noch unfassbare Dinge geschehen werden. Der Schreibstil, soweit dieser noch zu erkennen ist, da das Buch aus dem Japanischen ins Englische und von dort ins Deutsche übersetzt wurde ist sehr klar, aufgeräumt fast schon steril, wenn man versteht was ich meine. Es gibt wenig Drumherumgerede und unötige Längen. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass an manchen Stellen das Geschehen um Manamis Tod bedingt durch die verschiedenen Erzähler wiederholt wird. Was an sich ok ist aber ab einem gewissen Punkt dann doch etwas langweilig war. Auch wird im letzten Kapitel nocheinmal eine Zusammenfassung des im Kapitel davor ausführlich beschriebenen Geschehens gegeben, was auch nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Fazit Ein makaberer, schockierender Roman mit Einblicken in die Denkweisen eines anderen Landes. Sehr empfehlenswert !

    Mehr
  • Spannend, subtil, grausam - eine Ausnahmeerzählung

    Geständnisse

    leserattebremen

    29. September 2017 um 14:40

    Die kleine Tochter der Lehrerin Moriguchi ist im Pool der Schule ertrunken. Ein Unfall, wie es scheint. Doch am letzten Tag vor den Ferien stellt sich die Lehrerin sich vor die Klasse und gesteht, dass sie weiß, dass es kein Unfall war. Und dass sie weiß, wer ihre Tochter ermordet hat. Nämlich zwei Schüler aus ihrer Klasse. Und sie übt Rache. „Geständnisse“ von Kanae Minato ist eine subtile Geschichte, die völlig unter die Haut geht. Nicht nur die Lehrerin gesteht ihrer Klasse ihr Wissen, im weiteren Verlauf erfahren wir die Geschichte aus den unterschiedlichsten Perspektiven und auch, wie es nach dem Geständnis der Lehrerin für alle Beteiligten weiterging. Denn Moriguchi ist nicht einfach zur Polizei gegangen, viel durchtriebener straft sie die Täter ab und stürzt beide so auf unterschiedlichste Weise ganz unauffällig ins Verderben. Immer tiefer rutscht man als Leser in die Geschichte hinein und schwankt zwischen Mitgefühl und Wut auf alle Charaktere, so schwierig ist die moralische Beurteilung der Situation, so subtil und spannend verschwimmen die Motive der handelnden Personen. Meiner Meinung nach ist Kanae Minatos Roman „Geständnisse“ ein absolut empfehlenswerter Roman, ein Psychothriller der besonderen Art, der einen von der ersten Zeile an einfängt und auf fast schon gruselige Art und Weise die niederen Motive aller Menschen darstellt. Keiner scheint frei von Schuld und alle sind verstrickt in ein Netz aus Rachemotiven und kindlichen Absichten. Eine spannende und gleichzeitig psychologisch sehr durchdachte Geschichte, die von Minato perfekt inszeniert wurde. 

    Mehr
  • Schuldig!

    Geständnisse

    Ro_Ke

    28. September 2017 um 21:25

    Klappentext (lovelybooks): Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner - weder Kind noch Erwachsener - ungeschoren davonkommt. Mit immenser Sogwirkung und einem unbestechlichen Blick auf die menschlichen Abgründe erzählt die ehemalige Lehrerin Kanae Minato eine faszinierend-verstörende Geschichte voller unerwarteter Wendungen. Ein packender Roman, dessen Stimmen den Leser noch lange begleiten. Meine Meinung: „Geständnisse“ punktet bei mir in erster Linie durch seinen untypischen Aufbau.  Erzählt wird nämlich ein und die selbe Geschichte nicht nur aus unterschiedlichen Perspektiven, sondern es wird auch jedes Mal eine andere Erzählform verwendet.  Es beginnt mit einer Ansprache und findet im sechsten Kapitel sein Ende in einem Telefongespräch.  Kanae Minato gelingt es hierbei stets den passenden Ton zu treffen und sie verleiht ihren Figuren genügend Tiefe, so dass man sich deren Perspektiven verbunden fühlen kann.  Trotz Wiederholung des Plots, wird dem Leser ein psychologisch bis ins kleinste Detail ausgeklügeltes Szenario dargestellt, das durch überraschende Wendungen oft Schockierendes offenbart. Ich muss ehrlich zugeben, dass mich die Auflösung zutiefst angewidert hat und ich ein solches Verhalten absolut verurteile.  Aber es handelt sich natürlich nur um eine Geschichte und diese ist ausgesprochen gut erzählt. Darum auch die hohe Bewertung. Fazit: Ohne Worte! 

    Mehr
    • 3
  • Aussgewöhnlich und schockierend

    Geständnisse

    AberRush

    28. September 2017 um 09:44

    „Geständnisse“ von Kanae Minato ist wohl das ungewöhnlichste Buch was ich in letzter Zeit gelesen habe. Das Buch besteht aus 6 Teilen wobei in jedem Teil die Geschichte aus der Sicht einer anderen Person geschildert wird. Es kommen immer neue Informationen dazu und es ist schon verblüffend wie unterschiedlich Situationen interpretiert werden können und es dabei zu krassen Missverständnissen kommen kann. Dieses Buch ist verstörend, aufregend, traurig und sehr beklemmend mit einem sehr „speziellen“ Ende, welches die Personen noch einmal in ein komplett anderes Licht rücken. Das Buch hat mich sehr überrascht und schockiert. Es hat mich auch Tage später nicht in Ruhe gelassen. Ich habe ein paar Mal über den Ausgang der Story nachgedacht. Die Geschichte spielt übrigens in Japan und man merk, dass es einen fernöstlichen Touch hat, nicht zuletzt an der nüchternen Erzählweise. Ich konnte mich da schon sehr hineinversetzen. Ich dachte nach der dritten Sichtweise, dass es mich langweilen könnte die Story immer wieder zu erleben, aber Pustekuchen. Da einzelne Puzzelteile dem Ganzen hinzugefügt werden, und immer wieder neue Emotionen aufkochen, ist ständig für Abwechslung gesorgt. Dieses Buch grandios anders und hat mich restlos begeistert. Ich habe viel erwartet und noch mehr bekommen. Ein Grinsen kam Ende konnte ich mir auch nicht verkneifen … und zwar ein richtig fieses Grinsen … muahaha

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks