Karen Armstrong

 4.6 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Die Geschichte von Gott, Im Namen Gottes und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Karen Armstrong

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Karen ArmstrongDie Geschichte von Gott
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Die Geschichte von Gott
Die Geschichte von Gott
 (3)
Erschienen am 01.04.2015
Karen ArmstrongIm Namen Gottes
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Im Namen Gottes
Im Namen Gottes
 (1)
Erschienen am 02.11.2016
Karen ArmstrongDer große Umbruch
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Der große Umbruch
Der große Umbruch
 (1)
Erschienen am 10.11.2008
Karen ArmstrongEine kurze Geschichte des Mythos
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Eine kurze Geschichte des Mythos
Eine kurze Geschichte des Mythos
 (1)
Erschienen am 01.11.2007
Karen ArmstrongDie Botschaft
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Die Botschaft
Die Botschaft
 (1)
Erschienen am 01.03.2012
Karen ArmstrongIm Kampf für Gott
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Im Kampf für Gott
Im Kampf für Gott
 (0)
Erschienen am 12.11.2007
Karen ArmstrongPlädoyer für Gott
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Plädoyer für Gott
Plädoyer für Gott
 (0)
Erschienen am 05.05.2010
Karen ArmstrongJerusalem. Die Heilige Stadt
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Jerusalem. Die Heilige Stadt
Jerusalem. Die Heilige Stadt
 (0)
Erschienen am 01.02.2002

Neue Rezensionen zu Karen Armstrong

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Sookie70s avatar

Rezension zu "Die Botschaft" von Karen Armstrong

Interkonfessionell, wissenschaftlich...
Sookie70vor 2 Jahren

Was ist Mitgefühl? Wie unterscheidet es sich vom Mitleid? Wie können wir lernen, die "Goldene Regel" der Nächstenliebe in unseren Alltag zu integrieren?

Mit diesen und vielen daraus resultierenden Fragen beschäftigt sich Karen Armstrong in ihrem Buch "Die Botschaft". Die Nähe zu buddhistischen Lehren ist dabei sehr offensichtlich.

Viele historische Verweise, viel Neurobiologie, viel Religionswissenschaft - ein bisschen zu "wissenschaftlich fundiert" für meinen Geschmack; mehr Fachbuch als Inspiration, da springt der Funke nicht wirklich über.

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M

Rezension zu "Im Namen Gottes" von Karen Armstrong

Kriege des Glaubens?
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Kriege des Glaubens?

Wenn es ein höchstes Wesen gibt. Wenn dieses Wesen spricht, sich dieses höchste Wesen eine bestimmte Gruppe als “Erwählte“ auserkoren hat und „Erwählt“ späterhin all jene sind, die sich den „Mitteilungen“ glaubend anschließen , dann ist es folgerichtig, die Mitteilung, die „Botschaft“ um jeden Preis zu befolgen und zu verteidigen, denn das „ewige Leben“ hängt ja davon ab. Kampf also ist das Elixier der Religionen, könnte man vorschnell behaupten.

Beginnend schon bei Kain und Abel, einem vordergründig durchaus als religiösen Konflikt zu begreifendes Geschehen. Gott sah das Opfer des einen wohlwollender an als das des anderen. Und der erste Religionskrieg fand sein Opfer. So die einfache Lesart.

Oder ist es doch nicht dieser Gott und „die Religion“, welche den Brudermord auslösten, sondern einfach persönliche Gefühle wie Wut, Ärger, sich zurückgesetzt fühlen, Eifersucht, Neid und Hass?

Oder, moderner ausgelegt, ist diese Geschichte nicht vor allem eine Erinnerung daran, wie schon von Beginn an um Ressourcen erbittert gekämpft wurde?

In diese Richtung nämlich kann man Armstrong im Buch in bester Weise folgen, wenn sie beredt, fundiert und überzeugend hinter die Masken der Kriege und Kämpfe schaut, die man so vorschnell „der Religion“ und „dem (fanatischen) Glauben“ ursächlich zuordnet.

„In der westlichen Kultur geht man heute selbstverständlich davon aus, dass Religion zwangsläufig mit Gewalt einhergeht“.

Und genau hier bietet diese breite und fundierte Untersuchung auch für die gegenwärtige, verfahrene Lage wichtige Gedanken und eine saubere Trennung.

Denn, bei genauerem Hinsehen, die historisch erkennbare Gewalt, die Kreuzzüge, Kriege, der brachiale Umgang mit Ungläubigen in allen großen Religionen hatte noch und gar primär meist ganz andere Hintergründe als den „Glauben“. Ignoriert sogar teils mit aller Macht die „andere“ Seite des Glaubens, die verbindende, den Respekt vor dem anderen einfordernde, die „liebende“ Seite aller Glaubenssysteme.

Zwar schwärt in absoluten Religionen durchaus auch ein Funke von Aggression gegen all jene, die genau diesen absoluten Glauben nicht leben.
Andererseits bricht dieser Funke kaum jemals unmotiviert aus, zu stark sind die humanen, friedensstiftenden Hinweise in allen heiligen Schriften und „Botschaften Gottes“.

So könnte es man nach der Lektüre des Buches als Faustregel begreifen, dass da, wo Religionskriege nach vorne treten, bei genauerem Hinsehen ganz andere, erkennbare Machtinteressen hinter all dem stehen. Vor allem aber eben Machtinteressen und nicht Glaubensfragen.

Interessen, die sich dann allerdings die Anfälligkeit des Glaubens für den Affront der Verweigerung oder gar eines ganz anderen Glaubens zu Nutze machen, und gezielt die versöhnlichen Töne jedes der großen Glaubenssysteme zum Schweigen bringen.

Nicht die Religion wäre dann „fanatisch“, sondern Gläubige würden gezielt „fanatisiert“ werden durch Zuckerbrot und Peitsche, gefüllt mit Inhalten und Bildern der Glaubenssysteme.

Wobei über die meiste Zeit der Geschichte Politik und Religion an sich faktisch völlig ineinander verwoben und untrennbar ihren Weg gemeinsam gingen, somit jeder weltliche Krieg ein religiöser zugleich war und umgekehrt.
Selbst aber, als diese Wege sich trennten, hat die Gewalt in keiner Weise geendet. Auch die säkulare Welt führt Kriege und das nicht weniger und nicht minder hart, als es die sakrale Welt getan hat.

So erweist Armstrong schon hier, dass „Krieg“ im Kern kein „religiöses Ding“ ist, sondern eine destruktive menschliche Form, Konflikte auszutragen, eigene Wünsche zu befriedigen.

Bis dahin im Übrigen, dass Armstrong intensiv darzulegen versteht, wie sehr der Mensch anfällig für den „hehren“ Krieg war (und ist), als eine Möglichkeit der „Flucht“ aus der „weitgehenden Flachheit und Fadheit unseres Lebens“.

„Der Krieg ist ein verführerisches Elixier“.
Mit seinem Gefühl von Entschlossenheit und indem er „einen Grund für unser „Tun gibt“.

Sei es auf dem „edlen Pfad in Indien“, seien es die Krieger im antiken China, sei es in den drei großen monotheistischen Religionen, die Armstrong im Buch zum Schwerpunkt setzt.

Am Ende wird überzeugend argumentiert deutlich, dass „identische religiöse Glaubenssätze und Praktiken ganz unterschiedliche Handlungen auslösen können“, es also „die Religion“ gar nicht wirklich gibt.

Krieg ist somit nicht genuin religiös begründet, sondern genuin menschlich unter bestimmten Voraussetzungen, vor allem unter bestimmter Knappheit an Ressourcen.

So ist verständlich, dass Armstrong am Ende gar ein Plädoyer dafür hält (bei allem, was mit und durch religiöse Vermischungen auch an Fruchtbaren sich ereignet hat), genau jenen Zug der Religionen ernst und sorgfältig zu bewahren und zu stärken, der den Menschen in die Verantwortung für sein Tun, für das Leid der Welt und für große Gemeinschaft setzt.

Eine sehr interessante, sehr fundierte, sehr erhellende Lektüre.

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W

Rezension zu "Die Geschichte von Gott" von Karen Armstrong

Rezension zu "Die Geschichte von Gott" von Karen Armstrong
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Die frühere katholische Nonne Karen Armstrong gilt heute als eine der führenden Religionswissenschaftlerinnen der Welt. In vielen ihrer Bücher fragte sie immer wieder wie in dem vorliegenden Opus Magnum: Was oder wer ist Gott? Bei ihrer Beschäftigung mit dieser zentralen Frage der Menschheit gelangte die Autorin zur Überzeugung, dass Menschen zu allen Zeiten das Bild von Gott nach ihren eigenen Bedürfnissen geformt haben. Armstrong untersucht ausführlich die religiösen Erfahrungen und Gottesbilder der drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam, bietet allerdings auch Ausblicke auf andere religiöse Vorstellungswelten wie den Hinduismus. Die zentrale These lautet: Eine neue Religion mit einem neuen Gott setzt sich nur durch, wenn sie effektiv ist, wenn sie Menschen in bestimmten Situationen hilft. So hatte zum Beispiel der eine Gott der frühen Israeliten gegenüber den bis dahin verehrten vielen Stammes- und Territorialgöttern den entscheidenden Vorteil, dass seine Wirksamkeit nicht an einen Ort gebunden war. Jahwe konnte den Israeliten auch im Lande des Pharaos zu Hilfe kommen und zeigte sich dadurch den traditionellen Gottheiten überlegen.

Kritisch, aber der Suche nach Gott wohl gesonnen, verfolgt Karen Armstrong die Entwicklungsgeschichte der Gottessuche von den mythischen Anfängen bis zur Gegenwart. Alle Menschen, so ist sie überzeugt, sind auf Transzendenz angelegt: Jeder Mensch, auch wenn er sich nicht selbst als religiös definiert, hat so etwas wie einen natürliche Sinnsehnsucht.
Diese Sehnsucht mündet oft in religiöse Bekenntnisse, denen, das zeigt der interkulturelle und historische Vergleich, allen eines gemeinsam ist: das Bild, das sich die Menschen zu verschiedenen Zeiten und verschiedenen Orten der Welt von Gott gemacht haben, hatte immer etwas zu tun mit ihrer Kultur und ihrem Leben mit alle seinen Fragen und Problemen.

Karen Armstrong folgert daraus aber nicht wie etwa die philosophische Religionskritik, dass der Mensch Gott und Vorstellungen und Bilder von ihm nicht brauche. Sondern sie weist nach, dass sich religiöse Vorstellungen nur dann durchsetzen konnten, wenn sie den Menschen in ihrer jeweiligen Lebenswelt plausibel erschienen.

Auch in der Gegenwart geht diese Suche weiter. Denn „die Menschen können Leere und Trostlosigkeit nicht ertragen. Sie füllen die Leere, indem sie sich ein neues Sinnzentrum schaffen (…) Wenn wir einen kraftvollen Glauben für das 21. Jahrhundert entwickeln wollen, sollten wir die Geschichte Gottes auf Lehren und Warnungen hin neu überdenken.“

Da wartet eine Menge sinnvoller Arbeit nicht nur für die Theologen.

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