Karen Dionne

 3.5 Sterne bei 113 Bewertungen
Autor von Die Moortochter, Gefrierpunkt und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Die Moortochter

 (94)
Neu erschienen am 19.11.2018 als Taschenbuch bei Goldmann.

Alle Bücher von Karen Dionne

Die Moortochter

Die Moortochter

 (94)
Erschienen am 19.11.2018
Gefrierpunkt

Gefrierpunkt

 (11)
Erschienen am 10.01.2011
Die Moortochter: Psychothriller

Die Moortochter: Psychothriller

 (1)
Erschienen am 03.07.2017
Die Moortochter

Die Moortochter

 (7)
Erschienen am 24.07.2017
Freezing Point

Freezing Point

 (0)
Erschienen am 30.09.2008

Neue Rezensionen zu Karen Dionne

Neu
Roman-Tippss avatar

Rezension zu "Die Moortochter" von Karen Dionne

Eine interessante Kombination aus Drama und Thriller
Roman-Tippsvor 2 Monaten

„Die Moortochter“ von Karen Dionne ist mal eine interessante Abwechslung von den „normalen“ Thrillern, wie man sie sonst kennt. Dabei ist nicht nur die Idee imposant, sondern auch spannend umgesetzt und bietet eine passende Mischung aus Thriller und Drama mit einem größtenteils gemäßigten Tempo.

Die Geschichte handelt von der ca. 28-jährigen Helena Pelletier, die auf der wenig besiedelten Upper Peninsula in Michigan gemeinsam mit ihren beiden kleinen Töchtern und ihrem Mann lebt. Als sie davon erfährt, dass ihr Vater Jacob aus dem Gefängnis ausgebrochen ist, weiß sie, dass nur sie den erfahrenen Spurenleser finden und überwältigen kann. Jacob stellt eine Gefahr für sie und ihre Familie dar, denn vor über zehn Jahren konnte er mit ihrer Hilfe gefasst und eingesperrt werden. Dass er auf Rache sinnt und das alles bis ins kleinste Detail geplant hat, scheint klar zu sein. Keinem hat sie die Wahrheit über ihre Vergangenheit verraten, um endlich einen Schlussstrich ziehen zu können. Die ersten zwölf Jahre ihres Lebens hat sie in einer Blockhütte im Moor verbracht, wobei die einzigen Menschen, mit denen sie in dieser Zeit gesprochen hat, ausschließlich ihre Eltern gewesen sind. Das Gebiet drumherum hat sie nicht verlassen, Lesen hat sie sich selbst beigebracht, fließendes Wasser oder Strom hat es nicht gegeben – und sie hat nicht gewusst, dass sie Gefangene gewesen sind. Aber für sie ist ihre Kindheit glücklich gewesen – bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Während sie ihren Vater, der ihr beigebracht hat, im Moor zu leben, immer mehr vergötterte, hat sie sich stetig von ihrer schweigsamen, deprimiert und „blass“ wirkenden Mutter entfernt. Doch dann tritt der Wendepunkt ein. Und sie beginnt sich zu fragen, was wirklich richtig und was falsch ist.

Helena ist eine selbstbewusste, willensstarke, mutige und kalkulierende Protagonistin. Das Leben im Moor hat ihr einiges abverlangt und sie zu der starken und ungewöhnlichen Persönlichkeit geformt, die sie heute nun ist. Die Umgewöhnung von ihrem früheren Leben im Moor und dem Leben in einer Stadt, umgeben von anderen Menschen, ist ihr damals schwer gefallen – und jetzt auch noch hin und wieder, was sie jedoch versucht zu „überspielen“. Sie geht nicht zimperlich mit Waffen um und ist eine hervorragende Spurenleserin. Ihr ist klar, dass sie sich bei der Jagd auf ihren Vater, einem skrupellosen Mörder, in Gefahr begibt und, wenn möglich, ihn entweder zurück ins Gefängnis bringen oder ihn wahrscheinlich sogar töten muss.

Das Buch ist in zwei geschickt abwechselnde Handlungen geteilt, nämlich in Gegenwart und Vergangenheit. Während sich Helena in der Gegenwart auf die gefährliche Suche nach ihrem Vater begibt, erfährt man in der Vergangenheit, wie sie im Moor aufgewachsen ist ohne zu ahnen, dass sie und ihre Mutter im Grunde von Jacob dort festgehalten werden. Das Leben im Moor wird durch viel Detailtreue und Authentizität sehr bildhaft und realistisch dargestellt. Begleitet wird die Geschichte hauptsächlich durch eine drohende Atmosphäre, düster und recht quälend, dass einem mulmig zumute wird, als würde irgendetwas Schreckliches bald geschehen.

Die Kapitel beginnen zum Teil mit einem Auszug aus „Die Tochter des Moorkönigs“ von Hans Christian Andersen, wobei Parallelen zu dem Thriller gezogen werden, die von essentieller Bedeutung sind.

Was hier besonders hervorsticht, ist der interessante Schreibstil, wobei die Autorin Karen Dionne öfters auf eine recht nüchterne und ruhige Art von den Geschehnissen erzählt. Da das wahrscheinlich daran liegt, dass aus Helenas Sicht in der Ich-Erzählperspektive berichtet wird, ist das wirklich gut gelungen, zumal es auch die Dramatik der Geschichte unterstreicht. Des Weiteren hat es mich beeindruckt, dass Helena den Leser direkt anspricht, den Leser sozusagen in die Handlung einbezieht bzw. so davon erzählt, als würde sich der Leser ihr gegenüber befinden.

„Die Moortochter“ ist eher weniger rasant – außer am Ende. Die Handlung und Spannung baut sich langsam und drohend auf. Anfangs kam ich zwar nur schleppend voran, auch später weist das Buch einige starke Längen auf, aber mit der Zeit konnte ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören, weil die Entwicklung der Geschehnisse immer spannender wird, wobei das Einbinden von Helenas imaginären Freunden auch sehr dazu beigetragen hat. Es ist beinahe so, als würde man mit Helena nach und nach die grauenerregende Wahrheit herausfinden.

Fazit:


„Die Moortochter“ ist eine beeindruckende Mischung aus Drama und Thriller, der mit einer realistischen und grauenerregenden Handlung besticht, die auch zum Nachdenken anregt. Auch wenn das Buch sich etwas gezogen hat, ist die Geschichte doch sehr interessant und gelungen umgesetzt.

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Steliyanas avatar

Rezension zu "Die Moortochter" von Karen Dionne

Enttäuschend
Steliyanavor 4 Monaten

Als ich das Buch gesehen habe, habe ich gedacht "Dieses Cover ist super schön. Ich muss dieses Buch lesen!". Als Genre ist Psychothriller angegeben. Das Buch hat aber mit einem Psychothriller überhaupt nichts zu tun. Die Geschichte war relativ simpel, hat sich aber sehr in die Länge gezogen. Es wurden sehr oft Sachen wiederholt. Ich habe gehofft, dass irgendwann etwas Spannung kommt, das war aber leider nicht der Fall.

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Krimifee86s avatar

Rezension zu "Gefrierpunkt" von Karen Dionne

6 quotes why: Gefrierpunkt von Karen Dionne
Krimifee86vor 4 Monaten

Vorwort: Ich schreibe Rezensionen, weil es mir Spaß macht, mich auch im Nachhinein noch einmal mit einem Buch zu beschäftigen und zu reflektieren. Allerdings merke ich immer mehr, dass mir das nicht mehr so gelingt, deshalb versuche ich jetzt erst einmal was Neues: Ich möchte meine favorsierten Zitate aus dem Buch aufschreiben. So lese ich aufmerksamer und genauer und ich bin gespannt, wie das mein Lesevergnügen beeinflussen wird.

1. Der Beginn einer Ära bedeutete gleichermaßen den Tod der vorhergegangenen, dachte Zo. [Seite 76]

2. Was konnte ein Gebet den Toten noch nutzen? Die Lebenden hätten es dringender nötig. Das ganze Theater bei einer Beerdigung – Blumen, Sarg und die schluchzenden Verwandten – war ihr von jeher verlogen vorgekommen. Ein Ritual, so vorhersagbar wie eine Seifenoper und ebenso oft wiederholt. [Seite 201]

3. Ihre kindliche Naivität und ihr ernsthafter Idealismus hatten einen gewissen Charme. Aber für seinen Geschmack war sie einfach zu zickig. Wenn man sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmerte, galt man als unsensibel, wollte man ihr einen Gefallen tun, wurde man als Macho beschimpft. So einer konnte man es einfach nicht recht machen. [Seite 246]

4. Ben nahm sich vor, eine Pressekonferenz zu halten, sobald er wieder in L.A. war. Wissen bedeutete Macht, und es war ein großartiges Gefühl, einmal derjenige zu sein, der am längeren Hebel saß. [Seite 297]

5. Doch ebenso wie jeder Journalist, der die Bezeichnung überhaupt verdiente, wusste auch Donald sehr wohl, wie schwierig es war, ein Gerücht in die Welt zu setzen und es anschließend aufrechtzuerhalten. [Seite 314]

6. Schließlich war es nicht leicht, für seine Überzeugungen einzutreten, wenn man Rechnungen zu bezahlen hatte. [Seite 339]

Fazit: Die Hauptcharaktere in der Geschichte sind der Ingenieur Ben aus Los Angeles sowie die Wissenschaftlerin Zo, die auf einem Eisschelf in der Antarktis forscht. Ben hat eine neue Technologie entwickelt, mit dem Ziel, aus Eisbergwasser Trinkwasser zu erzeugen, welches Menschen in armen Ländern gegeben werden soll. Doch die Firma für die er arbeitet, ist weitaus skrupelloser als er denkt. Zo wiederum forscht in der Antarktis – auf dem Eisberg, den Bens Firma für ihre Zwecke auserkoren hat. Doch in der Antarktis ist das größte Problem nicht die Kälte und der eisige Wind. Es sind ... Tja. Und an dieser Stelle bitte zum Buch greifen, da ich nicht spoilern mag. :)
Es sei nur so viel gesagt: Das Buch ist wahnsinnig spannend, so spannend, dass ich es an einem Tag durchgelesen habe. Insbesondere die Tatsache, dass die Gefahr von einer ganz anderen Seite droht, als man zunächst denkt, macht das Buch zu etwas Besonderem. Ich hatte allerdings nicht mit ganz so vielen ekelhaften Szenen gerechnet, teilweise kam ich mir schon fast vor wie in einem Horrorbuch. Was auch ein Grund ist, warum ich einen Punkt abziehe, denn stellenweise übertreibt es die Autorin. Nichtsdestotrotz in meinen Augen insgesamt ein höchst gelungenes Debut, spannend, mit realistischen Protagonisten und jede Menge Wendungen und Überraschungen. 4 Sterne dafür.

Kurzmeinung: Gefrierpunkt war überraschend spannend, mit einem aktuellen Thema, tolle Charakteren und einer Portion Grusel und Ekel.

Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

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