Die Moortochter

von Karen Dionne 
3,5 Sterne bei6 Bewertungen
Die Moortochter
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Herzensbuechers avatar

Interessanter und teilweise beklemmender Roman - für mich allerdings definitiv kein Psychothriller. Trotzdem absolut lesenswert!

lenisveas avatar

Eher ein langatmiges Familiendrama als ein spannender Psychothriller

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Inhaltsangabe zu "Die Moortochter"

»Ein sensationell guter Psychothriller!« LEE CHILD

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der dünn besiedelten Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Hütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfuhr, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Zwei Jahre später wurde er gefasst und sitzt seitdem im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist. Nur Helena ist in der Lage, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...
Gelesen von Julia Nachtmann.
(1 mp3-CD, Laufzeit: ca. 8h 40)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783844527100
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Sonstiges Audio-Format
Umfang:0 Seiten
Verlag:Der Hörverlag
Erscheinungsdatum:24.07.2017
Das aktuelle Buch ist am 19.11.2018 bei Goldmann erschienen.

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    walli007s avatar
    walli007vor 10 Monaten
    Kleiner Schatten

    Kleiner Schatten so nannte sie ihr Vater. Helena glaubt, aus dem großen Schatten ihres Vaters heraus getreten zu sein. Ein Irrtum wie sie feststellen muss. Jahrelang lebte sie relativ glücklich und zufrieden mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern. Verschwiegen hat sie allerdings, dass der Vater ihre Mutter entführte als sie kaum ein Teenager war und dass Helena in einer Hütte im Wald geboren wurde. Als Kind hat Helena zu ihrem Vater aufgeschaut. Wenn er sie maßregelte, gab sie sich selbst die Schuld. Doch je älter sie wurde, desto mehr fing sie an zu hinterfragen, ob das teilweise grausame Verhalten wirklich gerechtfertigt ist.


    Der Vater ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und Helena ist die Einzige, die sich in ihn hinein denken kann, die ihn finden kann. Helena versucht, ihre Familie zu schützen. Alleine macht sie sich auf den Weg. Jeder Schritt wirkt wie ein Schritt in die Vergangenheit. Kann sie den Vater jagen, der einmal ihr Idol, ihr großes Vorbild war? Erinnerungen an ihre Kindheit, an ihre Jugend steigen auf. Eine Zeit, die sie nicht mit liebevollen Eltern erleben durfte, sondern mit einem übergriffigen Vater, der die Mutter klein hält und der eine Tochter nach seinem Frauenbild formen will. 


    Wenn man von diesem Vater liest, möchte man mit den Zähnen knirschen. Gleichzeitig denkt man an die kleinen Problemchen, die man mit den eigenen Eltern hatte und ist dankbar, dass man doch größtenteils in behaglicher Geborgenheit aufwachsen durfte. Hoffentlich ist es nur ein perfides Gedankenspiel, das die Autorin darbietet. Hoffentlich gibt es solche Widerlinge nicht. Doch wie schwierig ist es für eine Tochter, die unter einem solchen Einfluss aufgewachsen ist, sich endgültig zu lösen. Schwer verständlich sind manche Gedanken Helenas, gut nachvollziehbar andere. Doch hin und wieder hat man das Gefühl, die Erinnerungen machen einen zu großen Teil der Handlung aus. Der Showdown zwischen Vater und Tochter lässt ein Element einer spannenden Suche vermissen, an der Polizei und Ehemann beteiligt sein sollten. Ein Stück für zwei Personen, eigentlich nur eine Person, da meist darauf verzichtet wird, Reflexionen anderer bekannt zu geben. 


    Ein spannender Psychothriller, der zwar einige Wünsche nicht erfüllt, der aber dennoch mitreißt. Gelesen von Julia Nachtmann, die es versteht, den Vater richtig schön unsympathisch wirken zu lassen und die Helenas vielschichtigem Charakter gekonnt Ausdruck verleiht.


    3,5 Sterne

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    dermoerderistimmerdergaertners avatar
    dermoerderistimmerdergaertnervor einem Jahr
    Eine Kindheit in Gefangenschaft

    Inhalt: Helena lebt mit ihrem Mann und den zwei kleinen Töchtern in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Als Kind lebte sie zusammen mit ihren Eltern in einer einsamen Blockhütte im Moor. Erst als 12-jährige erfuhr Helena, dass ihr Vater ihre Mutter als Jugendliche entführte, jahrelang vergewaltigte und in der Hütte gefangen hielt. Nach der Flucht aus dem Moor von Mutter und Tochter saß der Vater 15 Jahre lang im Hochsicherheitsgefängnis. Bis jetzt. In den Nachrichten hört Helena, dass ihrem Vater die Flucht gelungen ist. Helena weiß, nur sie kann ihn finden…
    Meine Meinung: Das Hörbuch ist grandios gesprochen von Julia Nachtmann. Durch ihre angenehme Stimme und den eingängigen Erzählstil, fiel mir der Einstieg in die Geschichte sehr leicht.
    In die Protagonistin Helena konnte ich mich schnell hineinversetzen, auch wenn mich in manchen Passagen ihre Denkweise und ihre Handlungen erschreckt haben, weil sie dann sehr ihrem Vater ähnelte. Das ist aber bei der Art ihrer Erziehung und ihrer damaligen Lebensweise nicht verwunderlich. Trotz der sadistischen Handlungen ihres Vaters und seiner schweren Strafen, liebt sie ihn. Zu ihrer Mutter dagegen kann sie keine enge Beziehung aufbauen. Auch nicht später in Freiheit.
    Das Buch/Hörbuch ist in zwei Handlugsstränge aufgeteilt. In der Gegenwart macht sich Helena auf die Suche nach ihrem Vater und in Rückblicken erzählt Karen Dionne von Helenas Kindheit in der Hütte und der Zeit im Moor, so dass deutlich wird, warum Helena in der Lage ist, ihren Vater aufspüren zu können. Die Rückblicke mit der Überschrift  “Die Hütte“ sind zwar größtenteils interessant, hätten aber insgesamt kürzer gehalten werden können. Zusätzlich erfährt der Leser/Hörer noch in einigen Passagen, wie es Helena in der ersten Zeit in Freiheit erging.
    Der Spannungsbogen baut sich, vor allem durch die vielen Rückblicke, nur langsam bis zum Höhepunkt am Ende des Buches auf.
    Fazit: Das Buch/Hörbuch hat mir, trotz einiger Längen ganz gut gefallen. Ich würde es allerdings nicht als Psychothriller bezeichnen, sondern eher als Drama mit einem spannenden Ende.
    Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar.

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    EmmaZeckas avatar
    EmmaZeckavor einem Jahr
    Packender Thriller

    Gestaltung
    Julia Nachtmann hat eine angenehme Stimmfarbe. Die Handlung von Die Moortochter zeigt schnell, dass man hier ein gutes Gespür für Feinheiten braucht. Und das brachte Julia Nachtmann mit. Sie schaffte es, die Feinheiten der Geschichte gut herauszuarbeiten und dennoch an den richtigen stellen einen Zahn zuzulegen.
    Allerdings fand ich den Inhalt teilweise etwas unübersichtlich. Die Geschichte hat verschiedene Handlungsstränge, die mir manchmal zu schnell ineinander übergingen. Genauer gehe ich hier aber weiter unten darauf ein. Ich hätte mir von der Hörbuch Gestaltung gewünscht, dass die Unübersichtlichkeit besser aufgefangen wird und die Abschnitte klarer abgegrenzt werden. So hätte man beispielsweise Musik einspielen können, damit eine bessere Trennung der Stränge zu erkennen ist. Außerdem hätte die Musik zusätzlich dafür gesorgt, dass die Stimmung der Geschichte besser transportiert worden wäre.

    Inhalt
    Wie oben bereits beschrieben, besteht die Geschichte aus mehreren Handlungssträngen, nämlich drei: Wir begegnen Helena in der Gegenwart. Sie wirkt introvertiert, aber nicht etwa, weil sie sich nicht traut, Dinge anzusprechen, sondern weil ihr die Kommunikation mit anderen nicht liegt. Sie hat Mühe, die richtigen Worte zu finden und bleibt deswegen einsilbig. Dennoch ist sie eine liebevolle Frau, die sich gerne in der Natur aufhält und für ihre Familie viel riskiert. Als sie dann erfährt, dass ihr Vater aus dem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen ist, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt.

    Und nun kommen wir zum zweiten Handlungsstrang: Wir begleiten Helena dabei, wie sie auf ihre Kindheit zurückblickt und von ihren Erlebnissen im Moor berichtet. Schnell wird klar, dass Helenas Vater einen sehr dominanten Charakter hat. Er erzieht seine Tochter nach einer indianischen Lebensweise, bringt ihr das Jagen und das Fährtenlesen bei. Helenas Mutter hält sich eher im Hintergrund, weswegen die Liebe zu ihrem Vater auch weitaus stärker ist.

    Und dann gibt es noch das Märchen des Moorkönigs von Hans Christian Andersen, dessen Teile immer zu Beginn eines neuen Kapitels zu finden sind und auch zur Handlung des aktuellen Kapitels passen. Immer wenn ein neuer Abschnitt des Märchens kam, wusste ich, dass es wohl der Beginn eines neuen Kapitels sein musste. Die Handlungsstränge von Helena in der Gegenwart, die sich an ihre Kindheit erinnert, gingen mir aber manchmal zu abrupt ineinander über. Gerade, weil es sich bei den Erinnerungen nicht um kurze Abschnitte handelt, sondern durchaus einige Absätze mit der Erzählung verbunden sind.

    Karen Dionne arbeitet den Konflikt, indem sich Helena befindet, sehr gut heraus. Da wir miterleben, wie Helena aufgewachsen ist, konnte ich sehr gut nachvollziehen, dass sie sich ihrem Vater verbunden fühlt und die Lebensweise ihrer Kindheit als die Wahrheit betrachtet. Dennoch steht auf der anderen Seite auch die Wut darüber, was er ihrer Mutter angetan hat. Daher stellt sich die Frage: Wie wird Helena reagieren? Liefert sie ihren Vater aus?

    Spannung
    Der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut, weil sich alle drei Handlungsstränge stetig weiterentwickeln und sich zum Teil auch ergänzen. Zudem mochte ich die subtile Erzählung. Es hat keine abenteuerlichen Actionszenen gebraucht. Allein durch die drei Handlungsstränge war die Spannung für mich spürbar. Ein bisschen hat mich Die Moortochter an schwedische Krimis erinnert.

    Schreibstil
    Ich brauchte erst ein bisschen, um in Karen Dionnes Schreibstil reinzukommen. Gerade am Anfang erwähnt sie sehr viele Details über das Leben im Moor oder die Natur. Und ich befürchtete, wenn das so weitergehe, würde mich die Geschichte nicht packen. Allerdings wurden diese Informationen nachher besser in die Geschichte eingebaut, sodass ich nicht das Gefühl hatte, eine Art Sachbuch vor mir zu haben.
    Karen Dionne hat ihre Geschichte mit tollen sprachlichen Bildern ausgeschmückt. Ich konnte mir die Szenerie sehr gut vorstellen. Während im einen Handlungsstrang Helenas Vergangenheit erzählt wird, blickt Helena in der Gegenwart reflektierend auf ihre Biografie. Und gerade die Ergänzung oder auch Bewertung des damaligen Verhaltens hat dafür gesorgt, dass man Die Moortochter als GAnzes begreifen konnte.

    Gesamteindruck:
    Ich habe mich gefreut, Julia Nachtmann in einem HÖrbuch wiederzutreffen und diesmal eine Geschichte zu hören, die ausschließlich von ihr gelesen wird. Ich hatte zu Beginn etwas Bedenken, ob es sich bei dem Thriller um eine Art CSI Geschichte mit viel Gemetzel und Action handeln würde. Glücklicherweise hat mich Karen Dionne hier positiv überrascht und ich bin wirklich beeindruckt von der tollen Handlung, die sich hinter Die Moortochter versteckt.
    Wer also einen guten Thriller sucht, der ohne viel Blut, Mord und Totschlag auskommt, sollte sich das Buch oder natürlich im besten Falle das Hörbuch mal genauer anschauen.

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    Herzensbuechers avatar
    Herzensbuechervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessanter und teilweise beklemmender Roman - für mich allerdings definitiv kein Psychothriller. Trotzdem absolut lesenswert!
    Beklemmende Erzählung und interessante Geschichte

    Sie hat gelernt Spuren zu lesen. Zu jagen. Zu überleben.

    Inhalt/Klappentext:

    Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...

    Meine Meinung:

    Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen, Julia Nachtmann ist super als Sprecherin und die Story ist wirklich fesselnd - allerdings sehe ich das Buch nicht als Psychothriller, dafür ist zuwenig Spannung drin. Das soll nicht heißen, dass ich nicht begeistert war, aber als Leserin und Hörerin sehr, sehr vieler Psychothriller will ich behaupten, das Buch ist in dieser Kategorie falsch angesiedelt.

    Karen Dionne hat in jungen Jahren selber in der Wildnis der Upper Peninsula ein alternatives Leben geführt und diese Erfahrungen und Beschreiben sind in dem Buch mit eingeflossen, was es wirklich interessant macht.

    Die Geschichte spielt auf zwei Zeit-Ebenen und wird aus der Ich-Perspektive von Helena erzählt. Einmal die  Kindheitserinnerungen und Helena jetzt, als Mutter von zwei Töchtern mit einem Mann der nichts von ihrer Vergangenheit weiß und einem Vater der gerade aus dem Gefängnis entflohen ist.  Zusätzlich fließen noch Auszüge aus Christian Anderens Märchen "die Tochter des Moorkönigs" ein.

    Dies zusammen ist sehr unterhaltsam und interessant, teilweise auch beklemmend, aber die Spannung fehlt. Erst im letzten Viertel nimmt die Handlung etwas Fahrt auf, aber für einen Psychothriller reicht es nicht.

    Trotzdem hat mir das Buch gefallen, es regt zum Nachdenken an und macht betroffen. Meine Bewertung 3 1/2 (aufgerundet 4) von 5 Sternen

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    lenisveas avatar
    lenisveavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eher ein langatmiges Familiendrama als ein spannender Psychothriller
    Die Moortochter

    € 14,99 [D]* inkl. MwSt. € 16,90 [A]* | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis) Hörbuch MP3-CD (gek.) ISBN: 978-3-8445-2710-0 NEU Erschienen: 24.07.2017 Zum Hörbuch: https://www.randomhouse.de/Hoerbuch-MP3/Die-Moortochter/Karen-Dionne/der-Hoerverlag/e527473.rhd Helena Pelletier lebt in Michigan auf der dünn besiedelten Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Hütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfuhr, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Zwei Jahre später wurde er gefasst und sitzt seitdem im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist. Nur Helena ist in der Lage, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ... Gelesen von Julia Nachtmann. (1 mp3-CD, Laufzeit: ca. 8h 40) Meine Meinung: Ich bin durch den interessanten Titel und das coole Cover auf das Buch aufmerksam geworden. Freundlicherweise wurde mir das Hörbuch zu Rezensionszwecken vom Verlag zur Verfügung gestellt. Gelesen wird das Hörbuch von Julia Nachtmann, welche mir als Sprecherin gut gefallen hat. Der Einstieg in das Hörbuch ist mir gut gelungen, ich war direkt in der Geschichte drin. Im Verlauf der Geschichte ist es mir dann gerade zum Ende hin etwas schwergefallen, herauszuhören, ob die Hauptprotagonistin nun von ihrer Kindheit oder vom jetzigen Geschehen erzählt. Es fiel mir echt schwer, mich in die Hauptprotagonistin hinein zu versetzen. Ihre Kindheit war ja eine ganz andere, wie man das hierzulande kennt. An einigen Passagen ist mir auch ein wenig komisch geworden, wenn es um Details des Jagens und Zubereiten der getöteten Tiere ging. Als Kritikpunkt habe ich u.a., dass es meiner Meinung nach an einigen Stellen schon sehr unrealistisch war. Auch möchte ich anmerken, dass es für mich keinesfalls ein Psychothriller, sondern mehr oder weniger ein Familiendrama. Vom Klappentext her war ich auch von wesentlich mehr Spannung und Gruseligkeit ausgegangen, mich hat das Hörbuch aber leider so ab der Hälfte einige Male richtig gelangweilt und hatte durchaus seine Längen. Andererseits hat das Hörbuch gut aufzeigen können, wie das Leben in der Wildnis ist. So ganz konnte ich Helenas Liebe zu ihrem Vater aber nicht ganz nachvollziehen, sie muss ja ab einem gewissen Alter auch gemerkt haben, was für ein grausamer Mensch er eigentlich ist, schon alleine dass er ihre Mutter entführt und gefangen gehalten hat. Auch das Ende konnte mich leider nicht überzeugen. Alles in allem kann ich nur sagen, dass mich das Buch leider etwas enttäuscht hat. Von mir bekommt dieses Hörbuch 3,5 Sterne.

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    Bookwolfvor 10 Monaten

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