Die Moortochter

von Karen Dionne 
3,6 Sterne bei92 Bewertungen
Die Moortochter
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Interessante Mischung aus Drama und Thriller mit einer realistischen und grauenerregenden Handlung

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Inhaltsangabe zu "Die Moortochter"

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – die Fähigkeiten hierzu hat sie von ihrem Vater gelernt, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist. Seit dreizehn Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ihr Vater von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena ist in der Lage, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442488186
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:19.11.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.07.2017 bei Der Hörverlag erschienen.

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    Roman-Tippss avatar
    Roman-Tippsvor einem Monat
    Kurzmeinung: Interessante Mischung aus Drama und Thriller mit einer realistischen und grauenerregenden Handlung
    Eine interessante Kombination aus Drama und Thriller

    „Die Moortochter“ von Karen Dionne ist mal eine interessante Abwechslung von den „normalen“ Thrillern, wie man sie sonst kennt. Dabei ist nicht nur die Idee imposant, sondern auch spannend umgesetzt und bietet eine passende Mischung aus Thriller und Drama mit einem größtenteils gemäßigten Tempo.

    Die Geschichte handelt von der ca. 28-jährigen Helena Pelletier, die auf der wenig besiedelten Upper Peninsula in Michigan gemeinsam mit ihren beiden kleinen Töchtern und ihrem Mann lebt. Als sie davon erfährt, dass ihr Vater Jacob aus dem Gefängnis ausgebrochen ist, weiß sie, dass nur sie den erfahrenen Spurenleser finden und überwältigen kann. Jacob stellt eine Gefahr für sie und ihre Familie dar, denn vor über zehn Jahren konnte er mit ihrer Hilfe gefasst und eingesperrt werden. Dass er auf Rache sinnt und das alles bis ins kleinste Detail geplant hat, scheint klar zu sein. Keinem hat sie die Wahrheit über ihre Vergangenheit verraten, um endlich einen Schlussstrich ziehen zu können. Die ersten zwölf Jahre ihres Lebens hat sie in einer Blockhütte im Moor verbracht, wobei die einzigen Menschen, mit denen sie in dieser Zeit gesprochen hat, ausschließlich ihre Eltern gewesen sind. Das Gebiet drumherum hat sie nicht verlassen, Lesen hat sie sich selbst beigebracht, fließendes Wasser oder Strom hat es nicht gegeben – und sie hat nicht gewusst, dass sie Gefangene gewesen sind. Aber für sie ist ihre Kindheit glücklich gewesen – bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Während sie ihren Vater, der ihr beigebracht hat, im Moor zu leben, immer mehr vergötterte, hat sie sich stetig von ihrer schweigsamen, deprimiert und „blass“ wirkenden Mutter entfernt. Doch dann tritt der Wendepunkt ein. Und sie beginnt sich zu fragen, was wirklich richtig und was falsch ist.

    Helena ist eine selbstbewusste, willensstarke, mutige und kalkulierende Protagonistin. Das Leben im Moor hat ihr einiges abverlangt und sie zu der starken und ungewöhnlichen Persönlichkeit geformt, die sie heute nun ist. Die Umgewöhnung von ihrem früheren Leben im Moor und dem Leben in einer Stadt, umgeben von anderen Menschen, ist ihr damals schwer gefallen – und jetzt auch noch hin und wieder, was sie jedoch versucht zu „überspielen“. Sie geht nicht zimperlich mit Waffen um und ist eine hervorragende Spurenleserin. Ihr ist klar, dass sie sich bei der Jagd auf ihren Vater, einem skrupellosen Mörder, in Gefahr begibt und, wenn möglich, ihn entweder zurück ins Gefängnis bringen oder ihn wahrscheinlich sogar töten muss.

    Das Buch ist in zwei geschickt abwechselnde Handlungen geteilt, nämlich in Gegenwart und Vergangenheit. Während sich Helena in der Gegenwart auf die gefährliche Suche nach ihrem Vater begibt, erfährt man in der Vergangenheit, wie sie im Moor aufgewachsen ist ohne zu ahnen, dass sie und ihre Mutter im Grunde von Jacob dort festgehalten werden. Das Leben im Moor wird durch viel Detailtreue und Authentizität sehr bildhaft und realistisch dargestellt. Begleitet wird die Geschichte hauptsächlich durch eine drohende Atmosphäre, düster und recht quälend, dass einem mulmig zumute wird, als würde irgendetwas Schreckliches bald geschehen.

    Die Kapitel beginnen zum Teil mit einem Auszug aus „Die Tochter des Moorkönigs“ von Hans Christian Andersen, wobei Parallelen zu dem Thriller gezogen werden, die von essentieller Bedeutung sind.

    Was hier besonders hervorsticht, ist der interessante Schreibstil, wobei die Autorin Karen Dionne öfters auf eine recht nüchterne und ruhige Art von den Geschehnissen erzählt. Da das wahrscheinlich daran liegt, dass aus Helenas Sicht in der Ich-Erzählperspektive berichtet wird, ist das wirklich gut gelungen, zumal es auch die Dramatik der Geschichte unterstreicht. Des Weiteren hat es mich beeindruckt, dass Helena den Leser direkt anspricht, den Leser sozusagen in die Handlung einbezieht bzw. so davon erzählt, als würde sich der Leser ihr gegenüber befinden.

    „Die Moortochter“ ist eher weniger rasant – außer am Ende. Die Handlung und Spannung baut sich langsam und drohend auf. Anfangs kam ich zwar nur schleppend voran, auch später weist das Buch einige starke Längen auf, aber mit der Zeit konnte ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören, weil die Entwicklung der Geschehnisse immer spannender wird, wobei das Einbinden von Helenas imaginären Freunden auch sehr dazu beigetragen hat. Es ist beinahe so, als würde man mit Helena nach und nach die grauenerregende Wahrheit herausfinden.

    Fazit:


    „Die Moortochter“ ist eine beeindruckende Mischung aus Drama und Thriller, der mit einer realistischen und grauenerregenden Handlung besticht, die auch zum Nachdenken anregt. Auch wenn das Buch sich etwas gezogen hat, ist die Geschichte doch sehr interessant und gelungen umgesetzt.

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    Steliyanas avatar
    Steliyanavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Enttäuschend
    Enttäuschend

    Als ich das Buch gesehen habe, habe ich gedacht "Dieses Cover ist super schön. Ich muss dieses Buch lesen!". Als Genre ist Psychothriller angegeben. Das Buch hat aber mit einem Psychothriller überhaupt nichts zu tun. Die Geschichte war relativ simpel, hat sich aber sehr in die Länge gezogen. Es wurden sehr oft Sachen wiederholt. Ich habe gehofft, dass irgendwann etwas Spannung kommt, das war aber leider nicht der Fall.

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    Rabookzels avatar
    Rabookzelvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Für mich leider kein packender Thriller durch die vielen Ansammlungen von abgelösten Erinnerungen
    Erzählungen über eine verschrobene Kindheit

    Ich habe dieses Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen von einer lieben Arbeitskollegin. 


    Mir gefiel sofort das Cover, was für mich den Anschein erweckt, als würde ich selber von einer Lichtung aus als Beobachter auf die Hütte im Wald schauen und etwas geheimnisvolles anschauen. Dies in Kombination mit dem finsteren Klappentext hat mich auf viele spannende Lesestunden hoffen lassen.

    Bereits zu Beginn wird einem die Hauptperson vorgestellt, Diese ist die Tochter einer Frau, welche in jungen Jahren entführt wurde und in die Moorlandschaft der Upper Peninsula verschleppt wurde. Sie wächst zusammen mit ihrer Mutter und dem Entführer in dieser wilden Landschaft auf und weiß nicht, dass ihre Mutter eine Gefangene ist. Die Erzählung setzt Jahre später dort an wo die Tochter nach der Flucht aus dem Moor mit ihrer Mutter um einige Jahre später bereits ihre eigene Familie hat und ihren Namen änderte um ein neues Leben aufzubauen. Sie wohnt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern im Haus ihrer Großeltern. Ihre Familie weiß nichts von ihrer Vergangenheit, bis zu dem Tag an dem ihr Vater aus dem Gefängnis ausbricht und sich auf dem Weg zu ihnen befindet.

    Zu Beginn wird der Leser darauf hingewiesen, dass es sich hierbei nicht um die Geschichte der entführten Frau handeln soll, sondern um die Geschichte ihrer Tochter. Diese wird so erzählt, dass es Ausschnitte aus der Gegenwart gibt, die immer wieder unterbrochen werden von den Erinnerungen aus ihrer Kindheit im Moor.
    In meinen Augen ist es leider jedoch nicht ganz gelungen daraus wirklich die Geschichte der Tochter zu erzählen, ich als Leser habe mich immer wieder in das vergangene Verbrechen zurück gedrückt gefühlt, während ich auf das neue spannende warten musste. Die Entwicklung in der Gegenwart wurde aber in meinen Augen kaum voran getrieben. Man hat wenig bis kaum über die eigene Familie der Tochter gelernt und das Leben wie sie es jetzt meistert, sondern viel mehr über die eigentliche Kindheit der Tochter. Weiterhin traten für mich viele Fragen auf bezüglich der Vertuschung ihrer Vergangenheit vor ihrer neuen eigenen Familie. 

    Der Schreibtsil war zwar flüssig, jedoch war es für mich eher wie eine Hommage an die Landschaft als wie ein Thriller Roman. Ich habe mich kaum in die Person an sich hinein versetzen können, da ihre innere Gefühlswelt vorallem aus ihrer Vergangenheit eher ein wildes, grobes und emotionskaltes Kind beschrieb. So wurde es für mich leider nie richtig spannend. 

    Wer jedoch keien allzu spannende Thrillerhandlung erwartet sondern mehr über die Landschaft und die Jagd lesen möchte, könnte seine Freude am Buch haben. Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt.

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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Durch den sachlich-kalten Erzählton bleibt der Leser außen vor. Wie ein Bericht in der Zeitung. Schade.
    Durch den sachlich-kalten Erzählton bleibt der Leser außen vor. Wie ein Bericht in der Zeitung.

    Die Geschichte wurde überall groß gelobt: „Action Thriller, Meisterwerk, Vergnügen, brillant“, um mal ein paar Wörter zu nennen. Auch die Inhaltsangabe weckte bestimmte Vorstellungen. Für mich traf leider nichts davon zu. Es war kein Vergnügen, dieses Buch zu lesen, es war – normal bis langweilig. Es war nicht brillant – es gab ganz normale Vorgänge die nicht viel Intelligenz beim Lesen erfordern und es gab keinen Aha-Effekt. Es war für mich auch kein Thriller, bei dem ich eine Gänsehaut bekam. Es war auch kein Action-Thriller, weil es nur ganz wenige Szenen im Buch gibt, die ich unter „Action“ verstehen würde.

    Ich hatte mich auf einen spannenden Roman mit einem großartigen Überlebenskampf in der Wildnis Upper Peninsulas (USA, Michigan) eingestellt. Ich dachte, es geht querfeldein durch Dreck, Gestein, Moor, Wildwasser und die Protagnisten müssten etliche Überlebensqualen auf der Jagd nacheinander ausstehen. Sich mit schlimmen Verletzungen abseilen, in reißenden eiskalten Strömungen untertauchen, weglaufen, leise sein, sich verstecken immer mit dem Gedanken der Gejagte steht gleich hinter mir im dunklen Nebel oder in der Nacht oder so. Also, ich dachte es geht richtig hart zur Sache. Es kam aber anders, ganz anders. Die Jagd, die Fährtensuche und der sogenannte Überlebenskampf in der Gegenwart spielten sich in ein oder zwei Tagen ab, bzw. in ein paar kurzen Kapiteln und waren bei weitem nicht so spannend wie erwartet. Auch die Thriller-Elemente mit  Gänsehaut, Angst und Grusel waren bei vielleicht auf 1-2 klitzekleine Szenen beschränkt (zum Beispiel als sie einer Hütte eine nackte Leiche findet). Zudem hatte ich mir alles viel ausführlicher und ganz nah dran an den Charakteren und Emotionen vorgestellt. Sie erschienen mir leider nur ziemlich kurz und knapp präsentiert.

    Die Geschichte wird rückblickend erzählt. Zum einen in der nahen Gegenwart, wie sich Helena auf die Suche nach ihrem aus dem Gefängnis entflohenen Vater in der Wildnis macht und wie nach und nach die Angst um ihre Familie wächst, denn ihr Vater hinterlässt ihr Botschaften und Spuren, die eindeutig sind. Und zum anderen in der Vergangenheit, als sie noch ein Kind war und ihren Vater liebte. Beide Erzählstränge bauen ruhig und mit Längen die Geschichte auf und spitzen sich erst am  Schluss zu.

    Parallel wird dazu das Märchen „Die Tochter des Moorkönigs“ von Hans Christian Andersen erzählt.

    Die Autorin baut „schlau“, und wie ich meine mit Hintergedanken, die Geschichte auf. Denn in der ersten Hälfte entwirft sie ein Charaktergebilde von Jacob Holbrook, dass wir nur aus der Perspektive der kleinen Helena kennen, die ihren Vater abgöttisch liebt und ehrfürchtig zu ihm aufschaut. Die Autorin hat hier geschickt agiert: Sie weckt vielleicht nicht direkt Sympathie für den Entführer mit den indianischen Vorfahren (Ojibwe), aber impliziert ein klein wenig Nachsicht mit ihm zu haben. Wie seine kleine Tochter, die vollstes Verständnis für ihn hat. Und der Leser ist geneigt dieser Regung zu folgen, eigentlich wohl wissend, dass die Tochter psychologisch raffiniert manipuliert wurde. Man schwankt zwischen Verständnis und Abneigung, weil man sich noch nicht genau im Klaren ist, wer dieser Mensch und zu was er fähig ist. Aber dennoch erahnt man als Leser subtil unter der Oberfläche von Jacob Holbrook seinen kranken Geist. Erst in der zweiten Hälfte des Buches ändert sich das entscheidend.

    Denn als Erwachsene versucht die Hauptprotagonisten Helena auf der Jagd nach ihrem Vater, sein Verhalten zu analysieren und auch immer noch zu entschuldigen. Auch wenn sie erkennt, was ihr Vater ihr und ihrer Mutter angetan hat, ist sie zwiegespalten und innerlich zerrissen, glaubt immer noch irgendwo im tiefsten Innern, dass ihr Vater sie geliebt hat.

    Gerne hätte ich mehr über das Leben in der Natur erfahren, dass zwar schon in diversen Ansätzen erwähnt wird, aber für meinen Geschmack hätten diese Ansätze ausführlicher sein können. Zu kurz werden die Herstellung der Nahrung, der Heilmittel oder die täglichen Abläufe in der Wildnis erwähnt, wie zum Beispiel der Zichorienwurzel-Kaffee, der entzündungshemmende Tee aus Weidenextrakt, Feuer machen, Wasser holen oder die Jagd erwähnt.

    Zudem hat Helenas Mutter fast keinen Platz in der Geschichte. Ihre Sicht der Dinge erfährt man nicht. Im Gegenteil. Sie muss mit ansehen, wie sich ihr eigenes Kind gegen sie stellt und zu dem gestörten Vater hält. Auch Helenas Ehemann Stephen bleibt praktisch unsichtbar.

    In der zweiten Hälfte zeigt sich dann der wahre Charakter von Helenas Vater, den ich als Leser schon vermutet hatte. Die Frage war nur, wann und ob es auch Helena merken würde, die mit zwölf Jahren endlich flieht. Der Clou dieser Geschichte ist eigentlich, wie ein Kind manipuliert werden kann. Ich denke nicht, dass es Jacob Holbrook, Helenas Vater so geplant hatte. Er war psychisch krank und vieles geschah für ihn unbewusst, weil auch er gefangen in seinen Ängsten und Handlungen war. Und dies war schon sehr scharfsichtig dargestellt, so dass man letzten Endes doch irgendwie verstehen konnte, warum Helena ihren Vater dennoch mit einem letzten Funken Hoffnung liebt. Unter diesen Aspekt lohnt es sich schon, die Geschichte zu lesen.

    Das alles liest sich auf distanzierte und ruhige Art schon irgendwie unterhaltsam, aber der Erzählton ist eher sachlich-lakonisch und dadurch waren die Emotionen so weit weg. Ich konnte deswegen nicht mit den Protagonisten wirklich mitfühlen. Die Charaktere waren alle nicht tiefergehend angelegt. Überhaupt, schien jedes und alles relativ kurz gehalten zu sein in dieser Geschichte, und es fehlten viele Details und noch ausführlichere emotionale Gedanken von und über die Charaktere. So war ich nicht mittendrin, sondern blieb außen vor.

    Alles in allem: Ich war schlichtweg enttäuscht, weil es weder einen großartigen Überlebenskampf in der Wildnis gab, noch trug der sachliche Erzählstil dazu bei, dass ich mitfühlen konnte. Die Charaktere blieben blass und sehr oberflächlich, und die Geschichte las sich wie irgendein Bericht in der Zeitung. Dennoch war die Idee selber überzeugend, es haperte nur mit der Umsetzung.

    Sterne: Ich vergebe zwei von fünf Sternen, weil eine hohe Erwartungshaltung geschürt und nicht gehalten wurde. Die Idee dieser Geschichte hätte sicherlich fünf Sterne verdient, wurde mir hier aber nicht emotional genug umgesetzt. Dies lag vor allem an dem sachlich-kalten Erzählton. Dennoch lässt sich das Buch unterhaltsam lesen, auf sehr ruhige Art auch irgendwie spannend, aber mit vielen Längen.

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    Desiree_Miao_Miaos avatar
    Desiree_Miao_Miaovor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ich fand es leider viel zu langweilig.
    Sehr vergangenheitsorientiert

    Die Protagonistin erzählt fast nur aus den vergangenen Tagen, von der Entführung ihrer Mutter und wie sie aufgewachsen ist. Es ist schon schockierend, aber da man weiß, dass sie in der Gegenwart lebt und einen Mann und Kinder hat, hat es mich emotional nicht so gepackt wie es eigentlich sein sollte. Sehr schade.

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    xotils avatar
    xotilvor 9 Monaten
    Gelungenes Buch

    Von diesem Buch habe ich so viel positives gehört, da musste ich es einfach lesen und ich wurde auf keiner einzigen Seite enttäuscht.

    Der Schreibstil ist Flüssig und de Spannungsfaden zieht sich durch das ganze Buch .

    Die Autorin schafft es einen gleich mit in die Geschichte zu ziehen und man fiebert und leidet von der ersten Seite an mit .

    Die Schauplätze und Charaktere sind super beschreiben das man sich alles bildlich vorstellen kann .

    Auch das Cover wurde passend zum Buch wurde passend gewählt ,

    Das Buch ein muss für jeden Thriller Fan

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    SophieNdms avatar
    SophieNdmvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Also ein Psychothriller war das nicht!
    Absolut Langweilig

    Inhalt:
    Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula.
    Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten.

    Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte.
    Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis.
    Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt.

    Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen.

    Meine Meinung:
    Der Einstieg in das Buch ist relativ lang gezogen. Die Handlung beginnt schleppend, es gibt viele Erklärungen und wenig Spannung.
    Dass man prinzipiell erstmal die Charaktere kennen lernt finde ich okay, aber das war mir hier zu viel.
    Ständig habe ich gewartet, dass die Story nun endlich mal Fahrt aufnimmt und der "Psychothriller" sich auch von der Geschichte her zu besagtem entwickelt.

    Der Thriller spielt teils in der Gegenwart und teils in der Vergangenheit, als Helena noch ein Kind war.
    Die Vergangenheit nimmt hier einen deutlich größeren Teil ein, was zwar viele Hintergrundinfos über Helena und ihre Eltern liefert, aber nicht unbedingt zur Spannung beiträgt.

    Helena fand ich schwer einzuschätzen. Einerseits hat sie Angst vor Ihrem Vater und möchte ihm nie wieder begegnen, andererseits macht sie sich alleine auf in die Natur im ihn zu suchen. Wo ist da die Logik?
    Sie weiß genau, dass die Polizei an der falschen Stelle sucht. Aber anstatt die Behörden darauf aufmerksam zu machen, sucht sie lieber auf eigene Faust nach ihm?
    Das fand ich irgendwie widersprüchlich und nervig,man kann die Spannung auch anders erzeugen.

    Generell war viel in dem Buch unlogisch und verwirrend bzgl. der Handlung von Helena und Ihren Eltern.
    Auch die Helena in der Gegenwart hat oft naiv und unüberlegt gehandelt, das hat extrem genervt.

    Das Ende fand ich sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart total übertrieben und unrealistisch.

    Dazu kommt, dass ich das Buch wirklich überhaupt nicht spannend fand.. Wieso wird dieser Roman als Psychothriller betitelt?!

    Der Schreibstil von Karen Dionne ist sehr detailliert, was mir beim hören gut gefallen hat.

    Zum Hörbuch:
    Das Hörbuch wird von Julia Nachtmann gelesen. Sie hat eine ruhige, angenehme Stimme und spricht sehr deutlich.
    Für meinen Geschmack spricht sie etwas zu langsam mit zu ausgedehnten Pausen zwischen einzelnen Wortwechseln und Sätzen. Das war nicht unbedingt störend aber gegen Ende schon etwas anstrengend.
    Ansonsten passt Ihre Stimme und auch die gefühlvolle Betonung gut zum Buch und zu der dort herrschenden Atmosphäre.

    Fazit:
    Wenn ich das Buch gelesen hätte, hätte ich es sicher abgebrochen.
    Helena war nervig, ihre Handlungen unlogisch und dumm.
    Es war so gut wie keine Spannung vorhanden.

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    AnnaSalvatores avatar
    AnnaSalvatorevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Meine Erwartungen wurden weit untertroffen - schade, denn das Potential war da
    Meine Erwartungen wurden weit untertroffen - schade, denn das Potential war da

    GANZE REZENSION:
    https://annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/2018/01/das-sachbuch-der-psychothriller-die.html

    MEINUNG
    Die Idee finde ich nach wie vor faszinierend. Ein Kind, das in unserer heutigen Zeit mit Vater und Mutter im Moor aufwächst, ohne zu wissen, dass die Mutter entführt und vergewaltigt worden ist?
    Es gibt zwei Zeitlinien:
    Eine, die die Kindheit erzählt, und eine, die eine Jagd auf ihren entflohenen Vater beinhaltet?
    - Count me in!


    Und dann, das Erwachen.
    Anstatt eines Psychothrillers las ich eher einen Roman mit ordentlichem Sachbuch-Anteil.Von den beiden erwähnten Zeitlinien, nimmt die Vergangenheit locker 90 % des Buches ein - und die war - es tut mir leid - langweilig.


    Ich hatte wirklich das Gefühl eher einen Ratgeber für das Leben in der Natur zu lesen. Ellenlange Beschreibungen, wie man diese Falle stellt, wie das mit dem Wasserholen gemacht wurde, wie man etwas ausnimmt etc. etc. Zwar kriegt man hier einen Eindruck vom Vater, aber ganz ehrlich: Man hätte zwei große Situationen nehmen können, und nicht dutzende Kleine, fast schon unbedeutene.
    Psychologen hätten vielleicht ihren Spaß beim Analysieren der ganzen Sachen, doch ich langweilte mich. 


    Ich ging später dazu über, die Vergangenheitskapitel nur noch zu überfliegen, denn erst auf den letzten Seiten wurde es dort spannend. Und jetzt das Tolle:
    Als es das erste Mal dort wirklich richtig spannend wird, wird erstmal 4 Seiten (!) lang eine Sage eingeschoben. Danach war ich genervt davon und meine Aufregung ist längst schon wieder weg gewesen. 


    Die aktuelle Zeitlinie in der Gegenwart gefiel mir wesentlich besser. Hier kommt Spannung auf, zwar noch lange kein Psycho-, aber ein Thrillergefühl. Hätte die Autorin nur diese genommen und nur kurze Rückblenden eingebaut - Yay. So leider nay.


    Übrigens saß ich ungefähr zwei Wochen an dem Buch, sehr lange für mich. Es hätte mich fast in eine ausgewachsene Leseflaute gestürzt, hätte ich mich nicht an einem Tag zusammengerissen und es endlich beendet.


    Auch das Ende, das zwar gut und spannend war, kann das Buch leider nicht mehr hochziehen.Hätte ich nicht die ewig langen Kindheitsberichte später nur noch überflogen, hätte ich das Buch auch abgebrochen.

    FAZIT
    Fans von Psychothrillern - Finger weg. Ihr werdet enttäuscht werden.
    Für Fans von etwas Drama und einem ordentlichen Schuss Natur - schaut es euch an, lest mal rein.
    Ich gehöre zur ersten Sorte, und meine Erwartungen wurden weit untertroffen - schade, denn das Potential war da.

    - 1,5 von 5 Feenfaltern -




    Dennoch natürlich gilt mein Dank natürlich dem Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.



    © Anna Salvatore's Bücherreich

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    KruemelGizmos avatar
    KruemelGizmovor 10 Monaten
    Rezension zu Die Moortochter

    Helena Pelletier, lebt mit ihrer Familie auf der einsamen Upper Peninsula in Michigan. Als Kind lebte sie nur mit ihren Eltern in einer Blockhütte mitten im Moor ohne Kontakt zur Außenwelt. Für Helena war ihr Vater ihr großer Held, der sie zu einer ausgezeichneten Fährtenleserin und Jägerin ausbildete. Aber dann änderte sich für Helena alles, sie muss erfahren das ihr Vater ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte und sorgt für seine Festnahme. Seitdem sitzt ihr Vater in einem Hochsicherheitsgefängnis, aus dem er eines Tages bei einem Gefangentransport entkommen kann. Helena weiß, dass ihr Vater sich im Moor verstecken wird und nur sie die Fähigkeiten hat ihn aufzuspüren und so begibt sie sich auf die Jagd nach ihrem Vater, der auch noch eine Rechnung mit ihr offen hat…

     

    Die Moortochter stammt aus der Feder von Karen Dionne.

     

    Wenn man dem Klappentext und dem Marketing des Verlages folgt erwartet man eigentlich einen spannenden und rasanten Psychothriller, ich empfand diese Buch aber eher als die Lebensgeschichte einer Frau, die sich nach einer doch grausamen Kindheit ein neues Leben aufgebaut hat und nun durch die Freilassung ihres Vaters wieder damit konfrontiert wird. Die Jagd nach ihrem Vater macht eigentlich nur einen kleinen Teil der Geschichte aus, denn in vielen Rückblenden, die wie die ganze Geschichte aus Helens Sicht erzählt wird, erfährt der Leser nach und nach wie sie ihre Kindheit im Moor ohne Kontakt zu anderen Menschen erlebt hat. In ihren Schilderungen wird die manchmal unterschwellige aber auch offensichtliche Grausamkeit des Vaters anschaulich erzählt, die Helen aber als Kind oftmals gar nicht wahrnimmt oder als selbstverständlich erachtet. Dem Leser wird schnell klar, dass es sich bei dem Vater um einen ausgemachten Psychopathen handelt, der sich im Moor sein eigenes Reich erschaffen hat.

     

    Die Stimmung, die die Autorin bei den Schilderungen und den Beschreibungen des Moores eingefangen hat, empfand ich als sehr eindringlich und auch manchmal auch richtig bedrückend. Helens Kindheit im Moor, geprägt von Grausamkeit und Lieblosigkeit, ihre späteren Probleme in der wirklichen Welt anzukommen, empfand ich als sehr anschaulich erzählt. Die Spannung baute sich in dieser Geschichte für mich nur sehr unterschwellig auf und ist für mich auch erst wirklich zum Showdown hin richtig zu spüren.

     

    Mir hat das Buch gut gefallen auch wenn es für mich nicht der erwartete Psychothriller war, Helenas Geschichte, die Beschreibungen des Moores und das Leben in ihm konnten mich wirklich packen und über weite Strecken begeistern.

     

    Mein Fazit:

    Kein Psychothriller für mich, aber eine packende Geschichte die mir wirklich gut gefallen hat.

    Kommentare: 7
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    MotteEnnas avatar
    MotteEnnavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine interessante Geschichte rund um das Thema, wie ein Kind eines Verbrechers diesen doch lieben kann.
    Eine interessante Lebensgeschichte ohne Angstfaktor

    Helena Pelletier hat mehr als ihr halbes Leben gebraucht um ihre Verbindung zu ihrem Vater und den Umständen, unter denen sie aufgewachsen ist hinter sich zu lassen und sich ein ganz neues Leben aufzubauen. Doch dann bricht ihr Vater aus dem Gefängnis aus und stellt ihr Leben wieder total auf den Kopf. Jacob Holbrook ist nicht nur ein verurteilter Mörder, Entführer und Vergewaltiger, sondern vor allem ein Naturmensch, der sich perfekt in den Mooren der Upper Peninsula auskennt und sich in ihnen bewegen kann ohne Spuren zu hinterlassen. Helena ist die einzige Person, die weis wie er denkt und die in der Lage ist ihn aufzuspüren. Auf eigenen Faust macht sie sich auf die Suche um ihren Vater aufzuhalten und ihre neue Familie vor ihm zu schützen. Helena begibt sich durch diese Suche auch auf eine Reise in ihre Vergangenheit und versucht zu verstehen, wie es zu allem gekommen ist und ob es auch anders hätte Enden können.

    Fazit

    Durch den Klappentext habe ich ehrlich gesagt etwas anderes erwartet als was ich letztlich in dem Buch zu lesen bekommen habe. Als guten Psychothriller kann ich das Buch leider nicht bezeichnen, da es dafür einfach zu wenig Spannung enthält. Im Großteil des Buchs enthält Rückblicke in Helenas Kindheit. Wie sie ihren Vater damals gesehen hat und welche Erfahrungen sie mit ihm gemacht hat.Nur in kurzen Abschnitten kommt wirklich Spannung auf, wenn die Story in der Gegenwart spielt und sie die Fährte ihres Vaters aufgenommen hat. Schlecht war das Buch nicht. Es war angenehm zu lesen und die eher einem Monolog ähnelnde Erzählweise hat dem Leser durchaus geholfen sich in das Leben von Helena einzufühlen. Für ein gemütliches Wochenende auf dem Sofa wirklich ein gutes Buch, aber definitiv zu wenig Spannung und Angst für einen gelungenen Psychothriller.

     

    Viel Spaß beim Schmökern!

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