Karen Dionne Die Moortochter

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 4 Rezensionen
(5)
(0)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Moortochter“ von Karen Dionne

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...

Bangii-Agawaateyaa – Kleiner Schatten – Einfach großartig

— Nisnis
Nisnis

Psychothriller ohne viel wahren Psycho, viele Überlebensstrategien und eine Handlung hauptsächlich aus der Vergangenheit.

— nessisbookchoice
nessisbookchoice

Sensationell mitreißend geschrieben, ein Strudel von Spannung, Naturschönheit der Wildnis und den Drangsalen durch einen Psychopathen.

— sommerlese
sommerlese

es schreit nach Liebe,einem Gefühl,welches jedem von uns in die Wiege gelegt wird,egal unter welchen Umständen wir da hinein geboren wurde.

— Irrenmagnet
Irrenmagnet

Das Buch hat sich gut lesen lassen, und vermittelt eine ganz neue Sichtweise auf das Leben fernab aller Zivilisation.

— Rosa1234
Rosa1234

Stöbern in Krimi & Thriller

Die 13. Schuld

Super gut geschrieben und einfach mega spannend!!

Bucheule1902

Fashion Victim

Spannung bis zur letzten Seite.

Nitsrek321

Bis du alles verlierst

Leider enttäuschend...

nellsche

Stille Wasser

schwächster Brunetti Roman bisher, lange kein Fall, irgendwie diesmal nicht so gelungen...

alexandra0104

Murder Park

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und war ziemlich gefesselt.

kleine_welle

The Watcher - Sie sieht dich

Nein, nein, nein - verwirrend und überhaupt nicht spannend, ABER man wollte trotzdem wissen wie alles endet.

lui_1907

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Bangii-Agawaateyaa – Kleiner Schatten – Einfach großartig

    Die Moortochter
    Nisnis

    Nisnis

    26. July 2017 um 10:59

    Bangii-Agawaateyaa – Kleiner Schatten – Einfach großartigHellen Pelletier lebt mit ihrem Ehemann Stephen, ihren beiden kleinen Töchtern Iris und Mari, und ihrem dreibeinigen Hund Rambo in der einsamen Wildnis von Upper Peninsula in Michigan. Stephen ist Naturfotograf und Helen bessert ihr gemeinsames Einkommen, in der beschaulichen und bescheidenen Einöde, mit dem Verkauf von selbstgemachten Marmeladengelees auf. Helens indianischer Vater lehrte sie in Kindertagen Fährten zu lesen und zu jagen, was ihr in dieser wilden Gegend zugutekommt. Immer wieder zieht es sie für ein paar Tage in die Wildnis, während Stephen und die Kinder zurückbleiben.Als Helen eines Tages von einem Gefangenenausbruch aus dem Hochsicherheitsgefängnis erfährt, weiß sie sofort, dass es sich dabei um ihren sadistischen, gefährlichen und psychopathischen Vater handelt, den sie einst verraten hat. Stephen weiß nicht, dass sie als Kind zwölf Jahre lang als Gefangene in einer einsamen Blockhütte gelebt hat und er weiß auch nicht, dass ihr nazistischer Vater ein Vergewaltiger und Entführer ist.Helen hat ihn damals ins Gefängnis gebracht und nur sie wird ihn erneut hinter Gitter bringen können. Nur sie wird ihre Familie retten können und nur sie kann ihm ebenbürtig sein.Die Autorin:Karen Dionne hat in jungen Jahren mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein alternatives Leben in einer Hütte auf der Upper Peninsula geführt. Ihre damaligen Erfahrungen in der Wildnis hat sie nun in ihren außergewöhnlichen Psychothriller "Die Moortochter" eingebracht. Heute lebt Karen Dionne mit ihrem Mann in einem Vorort von Detroit, wo sie an ihrem nächsten Psychothriller schreibt. (Quelle: Goldmann Verlag)Reflektionen:Die Moortochter hat mich von Anfang an sehr gefesselt und mich nicht mehr losgelassen. Ich bin tief in die Wildnis von Upper Peninsuler eingetaucht, konnte die Einsamkeit dort spüren, das Knistern und Brechen von Zweigen hören, wenn Tiere durch die Wildnis streiften, ich konnte das Moor riechen und ich konnte die Gänze der wunderschönen Natur genießen.Dieser Thriller ist großartig geschrieben. Abwechselnd sanft und stark im Ausdruck, geschmeidig flüssig und berührend. Karen Dionne hat die Handlung des hoch spannenden Thrillers in die Wiege der wilden Natur gelegt. Es ist ihr intelligent gelungen, die dramatische Gegenwart, der zunächst unsichtbaren Bedrohung durch den nazistischen Vater mit der Vergangenheit und Kindheit der lange gefangengehaltenen Hauptprotagonistin Hellen Pelletier vielschichtig ohne Längen zu erzählen, ohne die Handlung in irgendeiner Weise zu überladen. Die Geschichte ist so außergewöhnlich und weit von dem entfernt, was man sonst inhaltlich in thematisch ähnlichen Büchern liest. Helens Kindheit stellt dabei den Haupterzählstrang dar. Ich nicke erneut. Eine Geste, von der ich hoffe, dass Stephen sie als Entschuldigung und Geständnis zugleich auffassen wird. Ja, Jacob Holbrook ist mein Vater. Ja, ich habe dich belogen von dem Tag an, als wir uns kennenlernten. Ja, das Blut dieses bösen Mannes fließt in den Adern unserer gemeinsamen Töchter. Es tut mir leid. Es tut mir leid, dass du es auf diese Weise erfahren musstest. Es tut mir leid, dass ich es dir nicht eher gesagt habe.Es tut mir leid, leid, leid. (Zitat)Zwölf Jahre lang sieht Helen außer ihren Eltern keinen anderen Menschen. Körperkontakt und Liebe wie wir sie kennen sind ihr fremd. Sie wächst in der Annahme auf, dass das Leben genau so sein muss, wie sie es kennt. Ohne Uhr, ohne Elektrizität, ohne fließend Wasser und einzig im Einklang mit der Natur, völlig isoliert. Für uns schwer zu begreifen so zu leben, aber es gelingt der Autorin, die Normalität dieser Familie authentisch und glaubhaft in alltags Details zu erzählen. Zum fünften Geburtstag bekommt Helen vom Vater ein Messer geschenkt, tötet ihr erstes Kaninchen. Mit sechs Jahren erlegt sie ihre erste Hirschkuh, die mit Zwillingskitzen trächtig war und fiebert so ihrem Ziel immer mehr entgegen, ein „Mann“ der Wildnis zu werden. Sie lernt Spuren und Fährten zu lesen und wetteifert mit dem Vater, ihrem Held, den sie abgöttisch zu lieben glaubt, auch wenn er sie zur Bestrafung von Respektlosigkeit in einen Brunnenschacht stürzt, den er vorher mit scharfkantigem und spitzem Müll am Grund befüllt hat.Das einzige was sie mit der Welt draußen verbindet, sind fünfzig Jahre alte Geographic-Magazine, in denen sie immer wieder blättert und deren Inhalt sie erst spät vorsichtig hinterfragt.Die Rolle der von Helens Vater einst entführten, wehrlosen Mutter ist unscheinbar und passt zu ihrer leblosen, blassen Existenz. Karen Dionne versteht es, die allseits präsente Angst der Mutter vor alltäglicher Gewalt emotional berührend in die Handlungen der Mutter einzuflechten und widerzuspiegeln. Als nach zwölf Jahren Gefangenschaft ein Ereignis eintritt ist es Helen, die ihre Mutter und sich selbst vor dem Vater retten kann, indem sie das vom Vater Erlernte gegen ihn verwendet.All diese Dinge werden rückblickend und eindringlich erzählt. Die Perspektiven zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind gut pointiert platziert. Helen weiß, dass ihr aus dem Gefängnis ausgebrochener Vater sie jagen wird und nur sie kann ihre Familie retten, aber Helen dreht den Spieß um und beginnt mit einer gefährlichen Jagd auf ihren Vater, der sie stets manipuliert hat.Bevor ich sagen konnte, dass es mir wirklich, wirklich leistet und dass ich bestimmt daran denken würde, in Zukunft vorsichtiger zu sein, und dass ich mir nie, nie wieder auf meinen Daumen schlagen würde, ballte er seine Hand zur Faust und ließ sie auf meinen Daumen niederkrachen. Ein Sternenregen explodierte vor meinen Augen, und ein weißblühender Schmerz schoss mir in den Arm.Ich wachte auf dem Boden auf. Mein Vater kniete neben mir. Er hob mich hoch, setzte mich auf einen Stuhl und gab mir meinen Löffel. Meine Hand zitterte, als ich ihn nahm. Mein Daumen tat schlimmer weh als unmittelbar nach dem Schlag mit dem Hammer. Ich blinzelte die Tränen weg. Mein Vater mochte es nicht, wenn ich weinte. "Iss". (Zitat)Diese Geschichte ist eine leise, aber dennoch voller Tempo. Sie ist gewaltgeschwängert, aber nicht bluttriefend, obwohl es blutige Szenen und Morde gibt. Die Spannung knistert von Anfang an und sie wartet immer wieder mit überraschenden Spannungshöhepunkten auf, die zusätzlich dafür Sorge tragen, dass eine kalte, kribbelige Gänsehaut langsam den Rücken des Lesers hinaufkrabbelt.Fazit und Bewertung:Die Moortochter ist ein faszinierendes und fesselndes Thriller-Highlight. Ich bin so dankbar für dieses großartige Buch und möchte es am liebsten jedem ans Herz legen. Karen Dionne erzählt in einer ausdrucksstarken Sprache eine außergewöhnliche, hoch spannende und dramatische Geschichte, die in der wilden Natur von Michigan spielt. Der Wechsel geschickt pointierter Perspektiven, die zwischen der Gegenwart und der Kindheit der Hauptfigur wechseln, produzieren eine knisternde Spannung, die bis zur letzten Seite bestehen bleibt. Großartig.©nisnis-buecherliebe

    Mehr
  • Psychothriller? Eher ein interessanter Survival-Ratgeber

    Die Moortochter
    nessisbookchoice

    nessisbookchoice

    26. July 2017 um 00:34

    Titel: "Die Moortochter"    (Leseexemplar)Autorin: Karen DionneErscheinungsdatum: 24. Juli 2017Seitenanzahl: 384 SeitenGenre: PsychothrillerPreis: Broschur 12,99€Verlag: Goldmann Klappentext:Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...   Zuerst einmal möchte ich mich bei der Mayerschen Buchhandlung im Ruhr-Park Bochum und seinem Team bedanken, die mir nach einer Blogger-Aktion dort offengestellt haben, dieses Leseexemplar aus ihrem Repertoir mitzunehmen!   Cover und Klappentext Das Cover empfinde ich als durchaus ansprechend. Es bildet eine schöne Verbindung zum Titel und strahlt daher eine Einheitlichkeit aus, die Neugier erweckt. Einen Klappentext im üblichen Sinne, auf der Rückseite des Buches, gibt es nicht. Diese ist lediglich geschmückt mit Belobigungen und Zitaten über das Buch.Ich persönlich bin kein großer Fan einer solchen Darstellung von Büchern, da meine Erwartungen automatisch hochschellen. Ebenso halte ich von hochgelobten Aussagen eher weniger, da ich sie teilweise nicht glauben kann. Da es sich bei dieser Ausgabe um ein broschiertes Buch handelt, kann man vorne und hinten Klappen an den Seiten lösen. Vorn ist nun eine Art Klappentext zu finden.Dieser verspricht so einiges: von rasanter Spannung bis hin zu psychologischen Hintergründen soll laut diesem alles dabei sein. Leider hört sich der Klappentext aufregender an, als das eigentliche Buch ist.   Figuren Hauptsächlich begleiten wir Helena durch das Buch. Laut Angaben befindet sie sich auf der Jagd nach ihrem Vater und sie tut alles, um ihn zu finden. Wir erfahren sehr viele Dinge und erleben einige Situationen aus ihrer Vergangenheit, die sich im Moor abgespielt hat.Sie war mir nicht unsympathisch, aber auch nicht gänzlich sympathisch. Ich konnte mich einfach kaum mit ihr identifizieren, geschweige denn mich in sie hineinversetzen. Sie hat eine andere Sozialisation als die meisten von uns erlebt und benimmt sich dementsprechend. Auf mich wirkte sie fast durchgehend ziemlich maskulin, taff und abenteuerlustig.Einige ihrer Handlungen, in der Vergangenheit, sowie der Zukunft, konnte ich weiß Gott nicht nachvollziehen.Das mag wohl daran liegen, dass ich ihre heutige Erscheinung als etwas zu oberflächlich dargestellt empfinde. Wir lernen ebenfalls ihre Eltern und ihre eigene Familie kennen.Letztere tritt im Laufe des Buches eher am Rande in Erscheinung und spielt als Basis eine Rolle, kommt jedoch nicht großartig im Detail zur Sprache.Gewisse Informationen erhalten wir allerdings zu Beginn des Buches. Helena's Eltern werden ebenso stark abgebildet, wie sie selbst, wenn auch der Fokus auf ihrem Vater liegt.Es scheint eine klare Aufgabenverteilung zu geben und Rollenklischees werden deutlicher, je mehr man in die Geschichte eintaucht.   Schreibstil und Inhalt Im ersten, eher kurzen Kapitel, erfahren wir alle nötigen Grundinformationen, um den weiteren Handlungen der Geschichte zu folgen.Kurz und knapp präsentiert. In weiteren Kapiteln, jedoch nicht in ausschließlich jedem, bekommt man zu Beginn einen kurzen Text in kursiver Schrift zu Lesen. Dabei handelt es sich um das Märchen "Die Tochter des Moorkönigs" von Hans Christian Andersen.Diesen Teil empfand ich als besonders schön und klug in Szene gesetzt, denn es passt perfekt zur Storyline der Geschichte! Der Schreibstil der Autorin erwies sich zunehmend als flüssig und angenehm zu lesen. Die Wortwahl variiert zwischen relativ einfach hinzu zu individuelleren Ausdrücken, die auf die Indianerkultur zurückgreifen. Allgemein erfahren wir viel über die Indianer und man bekommt das Gefühl eher einen altindianischen Survival-Ratgeber zu lesen.Wie bereits erwähnt, besteht der Inhalt des Buches zu 3/4 oder mehr aus Helenas Vergangenheit, die bestückt ist mit Jagen, Töten, Überleben.So wie man es von einem "Wie überlebe ich in der Wildnis?"-Lexikon erwarten würde, erhält man als Leser tiefere Einblicke in das "wilde Leben" ihrer Familie und ihrer Überlebensstrategien. Vielerlei Dinge sind sehr detailgenau ausschraffiert, wie beispielsweise Tötungen oder das Häuten von Tieren und die Verarbeitung zu Handschuhen. Dabei fiel mir auf, dass der Tod im allgemeinen eher als etwas Nebensächliches geahndet wird. Wo ich teilweise angeekelt und schockiert über gewisse Brutalitäten über die Seiten flog, war es für die Figuren das Normalste auf der Welt.Das Leben im Moor beziehungsweise "in freier Wildbahn" wurde daher, für mich persönlich, ziemlich gut dargestellt. Dennoch muss ich gestehen, dass der Klappentext mich etwas in die Irre geführt hat.Ich habe einen psychologisch ausgeklügelten Thriller mit packenden Spannungselementen erwartet, in dem uns die von ihrem Leben in der Wildnis geprägte Protagonistin mit auf eine gefährliche Jagd nimmt. Letzteres bekommt man zwar geboten, aber, im Vergleich zum Rest des Textes, quantitativ minderwertig dafür, dass der Klappentext darauf zu weisen scheint. Einen "psychologisch ausgeklügelten Thriller mit packenden Spannungselementen" suchte ich jedoch vergebens...Natürlich ist ein gewisser psychologischer Hintergrund zwischen den Zeilen zu erkennen, jedoch hätte ich mir gewünscht, dass mehr darauf und auf die Auswirkungen für die heutige Zeit eingegangen wird. Man erfährt natürlich, wie die Protagonistin sich neu einleben und mit der Zivilisation klar kommen musste, jedoch fehlte mir für einen ausgeschriebenen "Psychothriller" der "Psycho"-Aspekt.(Auch wenn das jetzt nach hohen Ansprüchen klingt.) Ich persönlich würde das Buch auch nicht als Thriller, sondern vielmehr als Spannungsroman bezeichnen. Es gibt auf jeden Fall Aspekte eines Thrillers in der Story, jedoch überwiegt für mich mehr das Interessante, was man über ihr altes Leben erfährt. Leser sollten daher keinen rasanten Spannungsaufbau erwarten, sondern eher mit einer seichten, unterschwelligen Spannung rechnen und sich auf viele Lesestunden in den tiefen der Upper Peninsula (im Moor) einstellen. Mir fällt es wirklich schwer, dieses Buch einzuschätzen.Denn auf der einen Seite ließ es sich sehr gut und zügig lesen und gewisser Maßen war ich auch interessiert dabei.Andererseits habe ich aufgrund der Genre-Ausschreibung und des Klappentextes einfach etwas anderes erwartet, wie ich oben hoffentlich deutlich genug erläutert habe. Ich habe erst mit dem Gedanken gespielt, das Buch mit 2,5 Sternchen zu bewerten, was allerdings dem tollen Schreibstil und der Eingliederung des Märchens nicht gerecht werden würde. Daher habe ich mich dafür entschieden, diesem Büchlein durchschnittliche 3/5 Sternchen zu geben, aber dennoch auf die oben genannten negativen Punkte hinzuweisen.  

    Mehr
  • Ein Thriller zum Verschlingen!

    Die Moortochter
    sommerlese

    sommerlese

    21. July 2017 um 17:15

    Der Psychothriller "Die Moortochter" der amerikanischen Autorin Karen Dionne erscheint 2017 im Goldmann Verlag.   Helena Pelletier jagt ihren Vater, der aus einem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen ist und dabei zwei Menschenleben in Kauf genommen hat. Was hat er vor, will er in der Wildnis abtauchen? "Die amerikanischen Ureinwohner haben das Konzept der Nachhaltigkeit begriffen, lange bevor es einen Namen dafür gab." Zitat Seite 261 Helena lebt mit ihrer Mutter und ihrem Vater in völliger Isolation im Moorland der Upper Peninsula. Diese Wildnis ist früheres Indianerland, urwüchsig, fast unbesiedelt. Sie ist Fährtenleserin und Jägerin, denn das ist hier überlebenswichtig. Es gibt keinen Strom und kein fließendes Wasser, keine Heizung und kein Geschäft für Grundnahrungsmittel. Alles was man zum Leben braucht, muss aus dem Wald, den Bächen und Seen und aus der Natur geholt werden. Helena vermisst keine Zivilisation, denn die hat diese gar nicht kennengelernt. Sie liebt das freie Leben in der Natur und sogar ihren gewalttätigen Vater, bis sie erfährt, dass er ihre Mutter als junges Mädchen entführt hat und sie kein Kind der Liebe ist. Bei diesem Psychothriller konnte ich nicht aufhören zu lesen, ich habe ihn gestern erst erhalten und heute beendet. Ein Buch zum Verschlingen, das MUSS man lesen! Selten war ich so fasziniert von einem Thriller wie bei "Die Moortochter". Gänsehautgefühle bei einer besonderen Verfolgungsjagd Helenas auf ihren Vater wechseln ab mit wunderschönen Landschaftsschilderungen und eindringlich geschildertem primitiven Einsiedlerdasein in der Wildnis. An Helenas Seite streift man durch unberührte Natur, sieht die Tiere der Wildnis mit ihren Augen. Ich beobachte Kaninchen, Waschbären, Biber, Bären und Hirsche aus nächster Nähe und erfahre, wie diese Tiere zu jagen und zu schlachten sind. Sogar ein einzigartiges Erlebnis mit einem Wolf bringt uns Helena näher. Wenn sie erzählt, scheint ein Film abzulaufen. Fast spüre ich auch die entsetzlich juckenden Stiche und Bisse der Pferdebremsen, Gnitzen und Stechmücken, die in den Sommermonaten hier auftreten. Ich bewundere gewaltige Wasserfälle, sehe die Hickorybäume, aus denen die Indianer Bogen herstellten, sammel Wilderdbeeren und Heidelbeeren und entdecke wilde Schwertlilien, Seerosen und gelbe Ringelblumen (Marigold). Man kann sich kaum sattsehen an dieser prachtvollen Natur. Doch immer wieder durchbricht Helenas Geschichte mit grausamen Details ihrer Kindheit diese vermeintlich schöne Idylle. Was hier zutage tritt, ist ein narzistisch veranlagter Vater, der sich seiner Wurzeln als Indianer bewusst ist, in der Natur überleben kann und über Helena und ihre Mutter herrscht wie ein Despot. Ein brutaler Mensch, ohne väterliche Liebe, sondern nur dem eigenen Zweck unterworfen. Kaum vorstellbar, dass Helena ihn trotz der harten Strafen und Schläge mochte. Aber echte Liebe wurde ihr nicht entgegengebracht, woher sollte sie diese dann erkennen. Die Wechsel zwischen Helenas Kindheitserzählungen und der aktuellen Jagd auf ihren aus dem Hochsicherheitsgefängnis entlaufenen psychopathischen Vater, machen dieses Buch einzigartig fesselnd. Nur Helena mit ihrer Kenntnis der Wildnis kann ihn stellen. Sie kennt sich im Moor aus, bewaffnet sich und findet, nur begleitet von ihrem Hund, seine Fährte.  Ich habe mitgefiebert, die Gelegenheiten dieser Jagd auf Leben und Tod mit Gänsehaut miterlebt und habe gedacht: "Schieß doch, Helena!".   Diesen Thriller MUSS man lesen, es ist eine meiner Buchentdeckungen im Jahre 2017!  Sensationell mitreißend geschrieben, ein Strudel von Spannung, Naturschönheit der Wildnis und den Drangsalen durch einen Psychopathen.

    Mehr
  • Kleiner Schatten (Bangii-Agawaateyaa)

    Die Moortochter
    Irrenmagnet

    Irrenmagnet

    17. July 2017 um 21:39

    sieben Tage habe ich Helena begleitet, sie kennengelernt und ich frage mich, ist die Moortochter ein Psychothriller? Mit einen sehr flüssigen Schreibstil erzählt Karen Dionne, eine mir noch unbekannte Autorin die Kindertage von Helena, ein Mädchen, welches  fern ab der modernen Welt im Moor nach dem Grundzügen der Ureinwohner aufgewachsen ist und bis zu ihrem 12. Lebensjahr nur ihre Eltern kannte. Welches abgeschieden in einer Hütte wohnt, ohne fließenden Wasser oder Elektronik. Gekocht wird, was davor selbst gejagt wurde und man lebt nicht nach einem Kalender oder der Uhrzeit- die Natur zeigt die Jahreszeit und man geht ins Bett, wenn es dunkle ist.Helena vergöttert ihren Vater, der ihr das Schwimmen, das Färtenlesen und das Jagen  früh bei bringt, lesen lernt sie  aus einen Stapel  Zeitschriften der National- Geographie,  eine Schule besucht sie nicht.Soweit denkt man an eine schöne heile Welt. Aber Helen ist auch  die Tochter, von einem Monster, einem Entführer einen Sadist und Vergewaltiger. Ihre Mutter ist nicht freiwillig mit ins Moor gegangen. Sie wurde  enführt und bekam von ihrem Peiniger im 3. Jahr ihrer Gefangenschaft ein Mädchen,  welches den Kosenamen Bangii-Agawaateyaa > kleiner Schatten < gerufen wurde und auch auf dem Namen Helena hört. Zu 90% besteht das Buch auf Rückblenden, Helena erzählt von ihrer Kindheit im Moor und parallel ist die Zeit in der Gegenwart, wo sie sich als erwachsene Frau  auf die Begegnung mit ihrem Vater, der nach 14 jahren aus dem Gefängnis ausgebrochen ist, vorbereitet.Anfangs war ich verwirrt von den vielen Rückblenden und recht schnell genervt, dass auf jeder gefühlter 2. Seite die Zeitschrift National- Geographic erwähnt wurde. Dabei wollte ich doch wissen,auf dem Klapptext bezogen, was in der Gegenwart passiert. Aber ich ließ mich auf die Vergangenheit von Helena ein und ich wurde nicht enttäuscht.Ich wurde in die dunkelste Psyche entführt. Die Autorin schaffte es, mich eigenständig ihre Geschichte weiter zu spinnen und sich das ganze Ausmaß von der jahrelangen Gewalt nur mit einem Hauch vorzustellen und immer wieder fragte ich mich,warum hat Helena's  Mutter nicht gehandelt, aber es  ist die Geschichte von Helena, wie sie selbst am Anfang dem Leser mitteilt.Am Ende kann ich sagen, dass die Moortochter ein Psychothriller der besonderen Art ist, der fast ohne einen Tropfen Blut auskommt dem Leser zum Nachdenken anregt und  ein Buch, welches  noch eine Weile nach hängt, bevor man zum nächsten Buch greift.Es ist ein Buch, welches nach Liebe schreit, einem Gefühl,welches jedem von uns in die Wiege gelegt wird, egal unter welchen Umständen wir da hinein geboren wurden.

    Mehr