Karen Dionne Die Moortochter

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Inhaltsangabe zu „Die Moortochter“ von Karen Dionne

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...

Eine interessante Geschichte rund um das Thema, wie ein Kind eines Verbrechers diesen doch lieben kann.

— MotteEnna

die Geschichte des Mädchens fand ich viel spannender als den aspekt des Thrillers

— CorneliaP

Lässt sich gut lesen, aber spielt für meinen Geschmack zu viel in der Vergangenheit. Dadurch kommt auch erst sehr spät Spannung auf

— mareike91

In meinen Augen leider sehr schwach. Habs trotzdem fertig gelesen... lasst es, lohnt sich nicht. Sorry Karen Dionne...

— Calenndula

Karen Dionne hat zwar keinen Psychothriller geschrieben aber schafft es durch ihren Schreibstil eine authentische Atmosphäre zu schaffen.

— beneaboutbooks

Interessante und spannende Geschichte-, schön geschrieben.

— Booksandcoffee02

Fesselnd und interessant!

— Melanie1978

Kein richtiger Thriller und der Klappentext verspricht auch etwas anderes, aber mir hat es trotzdem gut gefallen. Spannung kam erst gegenEnde

— adventurously

Großartiges Buch, bei dem mir einfach die richtigen Worte fehlen, um meine Gedanken zu teilen, denn es ist so anders.

— LisaLiebeskind

Konnte mich überhaupt nicht fesseln! Nicht abgebrochen, aber zum Teil Kapitel übersprungen!

— Mira20

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streckenweise langatmig, aber tolle Wendungen

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  • Eine interessante Lebensgeschichte ohne Angstfaktor

    Die Moortochter

    MotteEnna

    15. November 2017 um 19:37

    Helena Pelletier hat mehr als ihr halbes Leben gebraucht um ihre Verbindung zu ihrem Vater und den Umständen, unter denen sie aufgewachsen ist hinter sich zu lassen und sich ein ganz neues Leben aufzubauen. Doch dann bricht ihr Vater aus dem Gefängnis aus und stellt ihr Leben wieder total auf den Kopf. Jacob Holbrook ist nicht nur ein verurteilter Mörder, Entführer und Vergewaltiger, sondern vor allem ein Naturmensch, der sich perfekt in den Mooren der Upper Peninsula auskennt und sich in ihnen bewegen kann ohne Spuren zu hinterlassen. Helena ist die einzige Person, die weis wie er denkt und die in der Lage ist ihn aufzuspüren. Auf eigenen Faust macht sie sich auf die Suche um ihren Vater aufzuhalten und ihre neue Familie vor ihm zu schützen. Helena begibt sich durch diese Suche auch auf eine Reise in ihre Vergangenheit und versucht zu verstehen, wie es zu allem gekommen ist und ob es auch anders hätte Enden können. Fazit Durch den Klappentext habe ich ehrlich gesagt etwas anderes erwartet als was ich letztlich in dem Buch zu lesen bekommen habe. Als guten Psychothriller kann ich das Buch leider nicht bezeichnen, da es dafür einfach zu wenig Spannung enthält. Im Großteil des Buchs enthält Rückblicke in Helenas Kindheit. Wie sie ihren Vater damals gesehen hat und welche Erfahrungen sie mit ihm gemacht hat.Nur in kurzen Abschnitten kommt wirklich Spannung auf, wenn die Story in der Gegenwart spielt und sie die Fährte ihres Vaters aufgenommen hat. Schlecht war das Buch nicht. Es war angenehm zu lesen und die eher einem Monolog ähnelnde Erzählweise hat dem Leser durchaus geholfen sich in das Leben von Helena einzufühlen. Für ein gemütliches Wochenende auf dem Sofa wirklich ein gutes Buch, aber definitiv zu wenig Spannung und Angst für einen gelungenen Psychothriller.   Viel Spaß beim Schmökern!

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  • Leben in der Wildnis

    Die Moortochter

    mareike91

    08. November 2017 um 20:52

    Inhalt: Bis zu ihrem fünfzehnten Lebensjahr lebte Helena mit ihren Eltern in einer kleinen Hütte mitten im Moor. Ihr Vater war ihr Held und brachte ihr alles bei, was sie für ein Leben in der Wildnis nötig ist. Doch als sie erfährt, dass er ihre Mutter als Jugendliche entführt und in die Hütte verschleppt hat, und er zunehmend gewalttätig wird, wagt sie mit ihrer Mutter die Flucht. Ihr Vater landet daraufhin im Gefängnis. Doch nun, viele Jahre später, ist er auf der Flucht - und versteckt sich im Moor. Helena weiß, dass nur sie ihn dort aufspüren kann und auch, dass er noch eine Rechnung mit ihr offen hat... eine gnadenlose Jagd beginnt...Meine Meinung:Die Idee des Buches an sich ist spannend und interessant. Eine Jagd auf Leben und Tod, quer durchs Moor. Doch leider spielt die Handlung für meinen Geschmack zu viel in der Vergangenheit. Sicher ist es interessant zu erfahren, wie man in einer Hütte mitten im Wald bzw. Moor, ohne Strom, fließend Wasser und abseits der Zivilisation, lebt bzw. überlebt. Aber leider geht dadurch auch einiges an Spannung verloren. Die Geschehnisse in der Gegenwart rücken durch die vielen Rückblicke einfach zu sehr in den Hintergrund. Die Protagonistin Helene ist ein wenig verschroben. Sie hat durch die lange Zeit im Moor, in der sie mit keinen anderen Menschen als mit ihren Eltern in Kontakt kam und sie von dem lebten, was es in der Natur gab, einfach viele alltägliche Dinge nie kennengelernt. Sie kennt daher manche sozialen Gepflogenheiten einfach nicht und ist teilweise mit der Situation überfordert. Inzwischen hat sie sich zwar recht gut in die Gesellschaft eingepasst und auch eine eigene Familie gegründet, dennoch geht sie beispielsweise noch auf Bärenjagd oder verbringt gerne mehrere Tage und Nächte in der freien Natur. Ich fand sie sehr speziell, aber sympathisch, auch wenn man ihr Verhalten als Leser nicht immer nachvollziehen kann.Der psychologische Aspekt ist der Autorin sehr gut gelungen. Helenas Mutter, die als Jugendliche entführt wurde und seitdem in der Hütte im Moor leben muss, hat sich so gut es geht mit der Situation abgefunden. Dennoch zeigt sich immer wieder, wie stark ihr das Ganze psychisch zusetzt und welche Narben sie davongetragen hat.Auch bei Helena sieht man, wie sich die vielen Jahre im Moor auf sie ausgewirkt haben. Und wie stark ihre Bindung zu ihrem Vater ist. Liebe und Hass, Respekt und Ungläubigkeit...  Sie befindet sich in einem Wechselbad der Gefühle, das die Autorin sehr gut herüberbringt.Fazit:Das Buch lässt sich gut lesen und die Charaktere und der psychologische Aspekt der Entführung und jahrelangen Gefangenschaft sind der Autorin sehr gut gelungen. Für meinen Geschmack spielt es aber leider zu viel in der Vergangenheit, wodurch Spannung verloren geht. 

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  • Faszinierendes Vater-Tochter-Psychodrama

    Die Moortochter

    MarionHue

    06. November 2017 um 08:33

    Helena, die Ich-Erzählerin, ist das Kind eines Entführungsopfers und hat ihre ersten zwölf Jahre mit den Eltern im einsamen Moor verbracht. Ihren Vater hat sie als Kind vergöttert, denn er hat ihr das Leben und Überleben in der Natur gelehrt. Inzwischen sitzt ihr Vater, genannt der Moorkönig, seit fünfzehn Jahren im Gefängnis und Helena hat eine eigene Familie mit zwei Töctern. Doch von heute auf morgen bricht ihre Welt zusammen, denn ihrem Vater gelingt die Flucht. Während die Polizei auf Hochtouren nach dem Verbrecher sucht, macht sich die Tochter selbst auf die Jagd nach ihrem Vater. Sich dem Bann von Helenas Geschichte und den intensiven Erinnerungen an ihre Kindheit zu entziehen, wird schwer. Die Autorin setzt ein Puzzketeil nach dem anderen zusammen - bis zum bitteren Ende.

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  • Dabei klang alles so vielversprechend....

    Die Moortochter

    Calenndula

    23. October 2017 um 18:02

    Beim lesen hat man immer das Gefühl: "Da passiert bald etwas", weswegen ich es nicht weggelegt habe. Ich wollte dem Buch die Chance sich noch zu beweisen nicht nehmen, und habe es fertig gelesen. Leider zog sich die Langeweile ziemlich lange durch, bis sie am Ende in Erstaunen und Kopfschütteln überging. Was sollen die imaginären Freunde darstellen? Erfährt man noch mehr über die wichtigen Randpersonen und den Vater selbst? Fand den "Thriller" sehr vorhersehbar und definitiv nicht thrillerlike.

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  • Kein Psychothriller, aber ein tolles Drama

    Die Moortochter

    beneaboutbooks

    14. October 2017 um 13:22

    Meine Meinung: "Die Moortochter" ist das erste Buch welches ich von Karen Dionne gelesen habe. Und leider muss ich sagen konnte mich dieses Buch nicht zu 100% überzeugen. Obwohl ich sagen muss das mich Cover und Klappentext wirklich sehr angesprochen haben und ich richtig Lust hatte dieses Buch zu lesen. Und vorneweg für alle die sich mit diesem Buch einen wahnsinnig spannenden Psychothriller erhoffen kann ich gleich sagen: NEIN. Dieses Buch ist meiner Meinung nach kein Psychothriller, sondern eher ein Buch das in das Genre Drama geht. In dem Buch geht es um die Hauptprotagonistin Helena die verheiratet ist und zwei kleine Töchter hat. Und eigentlich lebt Helena ein normales Leben, sie verkauft selbstgemachte Marmelade und Gelee und verdient damit ihr Geld. Doch was niemand weiß ist, dass Helena's Vater in einem Hochsicherheitsgefängnis, wegen Mord und Entführung, sitzt. Als dieser jedoch fliehen kann weiß Helena keinen anderen Ausweg, als sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen und ihn wieder Hinter Gittern zu bringen. Das Buch ist ganz anders als ich es mir zu Anfang vorgestellt habe. Ich dachte in dem Buch wird man in eine spannende Verfolgungsgeschichte reingezogen, doch das ist nicht wirklich der Fall, vielmehr geht es in dem Buch um das Leben und die Gefangenschaft im Moor. Die Geschichte wird aus der heute Erwachsenen Helena erzählt. Man erfährt viel wie sie sich im Moor gefühlt hat und was sie dort alles mit ihrem Vater erlebt hat. Das ihre Mutter eigentlich entführt wurde und sie nichts weiter als eine Gefangene ist, dass weiß Helena als Kind noch nicht. Das ganze Buch ist in zwei Handlungstränge aufgeteilt: Im einen Handlungsstrang erfahren wir alles über Helenas Kindheit und die Zeit im Moor. Im anderen Handlungsstrang bekommen wir die Verfolgungsjagd von Helena mit. Leider fand ich hier, dass der Handlungsstrang über Helenas Kindheit zu viel war. Immer wenn Spannung aufkam und man Lust hatte weiter zu lesen, dann war das Kapitel zu Ende und man konnte wieder Seitenweise die Vergangenheit über Helena lesen. Das hat mich an manchen Stellen etwas genervt und hat auch etwas den Lesefluss gehämmt. Doch die letzten 120 Seiten haben mir richtig gut gefallen und die waren dann auch wirklich sehr spannend. Die Charaktere in dem Buch haben mir sehr gut gefallen, wobei ich Helena nie wirklich sympathisch fand, was aber einfach daran liegt das sie mit ihrer Mutter an manchen stellen so blöd und gemein war, dass ich mir echt dachte was sie sich erlaubt mit ihrer Mutter so umzugehen. Die erwachsene Helena fand ich da schon sympathischer aber Helena als Kind ging gar nicht. Die anderen Figuren waren ganz gut gezeichnet und haben mir im großen und ganzen ganz gut gefallen. Karen Dionne hat einen sehr flüssigen und lebendigen Schreibstil, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Ich fand zwar das sie nicht wirklich einen Psychothriller geschrieben hat, dennoch hat sie es geschafft durch Charaktere das ganze sehr authentisch darzustellen und das hat mir an dem Buch sehr gefallen. Zum Ende hin wurde das Buch nochmal sehr spannend und auch das Ende selbst hat mir sehr gut gefallen und konnte mich überzeugen.Mein Fazit: "Die Moortochter" von Karen Dionne konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Für mich waren an manchen stellen zu viele Längen drin und auch die Vergangenheit von Helena war für mich an manchen Stellen zu viel. Doch ihr Schreibstil und ihre Charaktere haben das Buch sehr lebendig und authentisch gemacht. Wer noch nicht so viele Erfahrungen mit Thrillern hat und in das Genre erst mal reinschnuppern möchte dem Empfehle ich das Buch sehr, doch für alle die sich einen spannenden und aufregenden Psychothriller erhoffen dem muss ich leider von dem Buch abraten. Ich gebe dem Buch 4 - 5 Sterne.

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  • Eher Drama als Psychothriller, mit interessanter Handlung. Allerdings mit Schwächen.

    Die Moortochter

    booknerd84

    30. September 2017 um 17:01

    Titel: Die Moortochter Autorin: Karen Dionne Verlag: Goldmann Verlag Seitenzahl: 381 Inhalt/Klappentext:Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin - Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held - bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis ein. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen.Mein Fazit:Das erste was man bei diesem Buch erwähnen muss ist, wer hier einen knallharten Psychothriller erwartet, wird eher enttäuscht sein. Auch ich bin mit diesen Erwartungen an das Buch gegangen. Jedoch bekommt man hier einen eher schwachen Thriller, aber dafür mit sehr interessanten psychologischen Elementen, sodass man eher von einem Drama reden kann. Die Protagonistin Helena ist verheiratet und hat zwei kleine Töchter. Was ihr Mann allerdings nicht weiß ist, dass der Vater seiner Frau ein zur lebenslanger Haftstrafe verurteilter Mörder und Entführer ist. Als dieser aus der Haft entfliehen kann, fühlt sich Helena wieder in ihre Vergangenheit zurück versetzt. Die Geschichte ist in zwei verschiedene Handlungsstränge unterteilt. Einmal befinden wir uns in der Gegenwart, wo Helena versucht ihren entflohenen Vater zu finden, um diesen wieder inhaftieren zu lassen. Und im zweiten Handlungsstrang erzählt Helena alles über ihre Kindheit, ihren Vater und wie sie im Moor aufgewachsen ist. Der Teil in dem die Protagonistin von ihrer Vergangenheit erzählt und wie sie als Kind ihren Vater vergötterte, nimmt den größten Teil des Buches ein. Dadurch hat man das Gefühl, dass die eigentliche Story um die Flucht ihres Vaters und die Suche nach ihm, etwas auf der Strecke bleibt. Ich hatte manchmal beim Lesen eher das Gefühl, dass ich eine Kombination aus Charakterstudie und einem Überlebensguide für das Leben im Moor vor mir habe, als einen Thriller. Trotzdem war das Buch durch den leichten Schreibstil sehr gut zu lesen. Auch fand ich die Informationen über Helena's Vergangenheit sehr interessant, sodass ich immer weiterlesen musste. Die erwartete Spannung eines Thrillers allerdings, baute sich erst im letzten Drittel auf. Ein wirklich ungewöhnlicher Thriller, mit Stärken und Schwächen für den ich 3 von 5 Sterne vergebe.Liebe Grüßeeure Jasmin (booknerd84)

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  • Die Moortochter-für mich spitze

    Die Moortochter

    Melanie1978

    27. September 2017 um 09:06


    Ja, dieses Buch entspricht nicht den typischen Thrillerkriterien.
    Spannend und interessant ist es trotzdem!
    Die Hauptperson Helena ist so hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe und ihrem Hass zu ihrem Vater, dass man bis zum Schluss nicht weiß, wie das ganze endet. Großartig, wie die Autorin diese
    Ambivalenz beschrieben hat.
    Mich hat das Buch absolut gefesselt, eine klare Leseempfehlung von mir!

  • Grandioses, außergewöhnliches Buch

    Die Moortochter

    LisaLiebeskind

    14. September 2017 um 14:54

    Schon vor einer Weile habe ich ein Leseexemplar von "Die Moortochter" von Karen Dionne erhalten. Ich war gespannt auf das Buch, denn der Klappentext klang vielversprechend, aber was mich dann tatsächlich erwartete, hätte ich so nie gedacht.Dieses Buch ist so völlig anders als all die anderen Psychothriller die ich bisher gelesen habe. Leser sollten nicht den herkömmlichen Inhalt eines Thrillers erwarten, obwohl dieses Buch wirklich grausam ist. Doch hier spielt sich wirklich vieles auf einer unterschwelligen, psychologischen Ebene ab und weniger in der realen Welt.Wir erfahren die Geschichte aus der Sicht der Tochter des Moorkönigs und ihr Wesen ist uns als Kindern der normalen Welt fremd und erscheint seltsam und gefühlskalt, ist aber angesichts der Umstände so nachvollziehbar, so erschreckend und traurig zugleich.Es fällt mir so schwer dieses Buch zu bewerten und die richtigen Worte zu finden. Seit Tagen denke ich darüber nach und nun schreibe ich einfach drauf los. Es ist verstörend, überraschend und rasant, dabei passiert eigentlich nicht so viel und doch eine ganze Menge. Man wechselt immer zwischen der Gegenwart und den Rückblenden in die Vergangenheit von Helena. Sie ist im völligen Zwiespalt zwischen Gut und Böse, zwischen Verachtung und Liebe, zwischen Verrat und Loyalität.Ich kann verstehen, dass dieses Buch völlig gegensätzliche Meinungen hervorruft, denn es ist definitiv nicht mit anderen Psychothrillern vergleichbar und sicherlich nicht jedermanns Fall, doch für mich ist dieses Buch eins meiner absoluten Jahres Highlights und ich finde es großartig. In meinen Augen hat Karen Dionne eine großartige Leistung vollbracht und ein Werk erschaffen, dass aus der stereotypen Schiene hervor sticht und mich völlig überzeugt hat. Ich konnte gar nicht so schnell lesen, wie ich durch die Geschichte fliegen wollte.Einzig das Ende war mir ein wenig zu schnell abgehandelt und ich hätte mir gewünscht, dass Karen Dionne sich hier noch etwas mehr Zeit gegeben hätte, um es ein wenig spannender und weniger abgehakt zu gestalten. Vielleicht habe ich es aber auch nur so empfunden, weil ich nicht wollte, dass das Buch endet und weil der Klappentext den Fokus eindeutig hier platziert hat.Auch hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, als würde ich ein reales Erlebnis präsentiert bekommen und keine fiktive Geschichte, als würde ich mit Helena gemeinsam an einem Tisch sitzen und mir ihre Ausführungen mit angehaltenem Atem anhören.Auch jetzt noch habe ich das Gefühl, als wären meine Worte nicht genug, um meine Gedanken richtig zu formulieren. Mir bleibt nicht viel mehr, als jedem dieses Buch ans Herz zu legen, der Spannung, psychologischen Hintergrund und außergewöhnliche Thriller liebt. Dieses Buch ist großartig, auf seine ganz eigene Weise.(www.lisa-reads.blogspot.de)

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  • Kein Thriller, aber hochinteressant

    Die Moortochter

    MikkaG

    09. September 2017 um 19:44

    Die ersten zwei Dinge, die mir zu diesem Buch einfallen:Erstens, es ist ungewöhnlich, aus psychologischer Sicht interessant und in einem schnörkellosen, indes ausdrucksstarken Schreibstil geschrieben.Zweitens, es ist kein Thriller. Nicht mal ansatzweise. Letzteres kann natürlich ein großes Manko sein für den Leser, der nur zu "Moortochter" gegriffen hat, weil er dem Aufdruck 'Psychothriller' auf dem Cover geglaubt hat. (Verständlicherweise.) Wer es mit dieser Erwartung und ausschließlich dieser Erwartung liest, wird mit großer Wahrscheinlichkeit enttäuscht werden – ich habe ein paar negative Rezensionen zu dem Buch gelesen, und diese enthielten fast alle eine Variation von dem, was ich eben unter 'Zweitens' gesagt habe.Doch auch, wenn man diese Erwartung erstmal beiseite lässt, ist es immer noch ein Buch, das die Meinungen spaltet. Es war das Buch des Monats in unserem Krimi-Lesekreis und rief bei unserem letzten Treffen die volle Bandbreite an Reaktionen hervor: von Begeisterung über verhaltene Zufriedenheit bis hin zu tödlicher Langweile oder sogar Abbruch.  Ich selber gehörte zur Faktion der Begeisterten.Wenn es kein Psychothriller ist, was ist es dann? In meinen Augen vor allem das komplexe Psychogramm einer Frau, die unter höchst ungewöhnlichen Voraussetzungen aufgewachsen ist. Ihre Kindheit verbrachte Helena zusammen mit ihren Eltern in einer winzigen Hütte in der Einsamkeit des Moors – ohne zu ahnen, dass ihre Mutter nicht freiwillig dort war und ihr Vater ein Entführer, Vergewaltiger und Mörder.  Ihr erschien vieles normal, weil sie nicht wissen konnte, wie Normalität aussieht. Nicht alle Väter sperren ihre Töchter tagelang im Brunnenschacht ein. Nicht alle Väter schneiden ihnen bei Ungehorsam Worte in den Arm. Und dennoch empfindet Helena ihre Kindheit im Rückblick als glücklich, das Verhalten ihres Vaters als gerechtfertigt. Vom Verstand her weiß sie, dass dem nicht so ist, aber sie ist immer noch geprägt von seiner Erziehung. Sie ist stolz darauf, dass sie als Kind schon Fallen stellen, Spuren lesen, jagen und töten konnte, und (ob sie will oder nicht) sie ist ihm dankbar dafür. Ihre glücklichsten Erinnerungen sind solche, in denen sie ihn stolz machen konnte – wie zum Beispiel die Erinnerung an ihr erstes selber getötetes und ausgeweidetes Tier.Ein Großteil des Buches konzentriert sich auf Helenas Erinnerung an ihre Kindheit, die Jagd auf den entflohenen Vater rückt da deutlich in den Hintergrund. Ich fand es trotzdem spannend, weil ich von Helena und ihrer Sicht auf die Welt fasziniert war.Sie ist verheiratet, hat Kinder, und dennoch merkt man auf jeder Seite, dass sie emotional verkümmert ist. Ja, sie liebt ihre Kinder und würde für sie töten, aber ansonsten spürt man ihre Gefühle so gut wie nie. Auch nach all den Jahren ist sie im Grunde immer noch fixiert auf ihren Vater, und deswegen bleiben alle Charaktere außer ihm und Helena selber blass, unwichtig, Nebensache. Ich sehe das nicht als Scheitern der Autorin, denn es passt zu dem, was Helena erlebt hat, und ist in meinen Augen daher sicher gewollt. Tatsächlich sehe ich es als Kunststück der Autorin an, dass man als Leser trotz Helenas distanzierter Art überhaupt so einen guten Einblick in ihr Seelenleben erhält.Da die Geschichte aus Helenas Sicht und in ihren eigenen Worten erzählt wird, ist der Schreibstil klar und direkt, ohne große Dramatik oder überbordende Emotion. Er fokussiert sich auf die Dinge, die in Helenas Welt entscheidend und wichtig sind, und vieles davon hat mit dem Überleben in der Wildnis zu tun, obwohl sie schon einige Jahre in der Zivilisation lebt, abgesehen von regelmäßigen Jagdausflügen.Bei einem typischen Thriller wäre die Jagd nach dem Vater das wichtigste Element des Buches, und das fulminante Finale würde damit stehen oder fallen, ob Helena ihn tötet, ausliefert oder laufen lässt. Tatsächlich war mir das im Grunde jedoch vollkommen egal – was mich viel mehr interessierte, war, ob sie sich am Schluss emotional von ihrem Vater lösen kann oder nicht, und in der Hinsicht fand ich die Auflösung gelungen. Fazit:Obwohl "Moortochter" in meinen Augen kein Psychothriller ist, sondern vielmehr ein Roman mit psychologischen Spannungselementen, hat mir das Buch nichtsdestotrotz sehr gut gefallen. Die Autorin erzählt dem Leser die Geschichte einer Frau, die durch ihre Kindheit als Tochter eines Entführers und Mörders emotional verkrüppelt ist, ohne dabei in Melodrama oder Effektheischerei zu verfallen. Dennoch entwickelten die Geschehnisse auf mich eine enorme Sogwirkung. Die im Klappentext beschriebene Jagd auf den Vater ist zweitrangig, viel interessanter sind die zahlreichen Rückblicke auf Helenas sonderbare Kindheit im Moor.

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  • ..spannend...

    Die Moortochter

    Lesebegeisterte

    01. September 2017 um 14:09

    Helena ist eine sehr gute Fährtenleserin und Jägerin. Von ihrem Vater hat sie dies in ihrer Kindheit gelernt. Doch Helenas Vater ist ein gefährlicher Psychopath und sitzt zurzeit in einem Hochsicherheitsgefängnis. Als er ausbricht muss sich Helena ihrer Vergangenheit stellen. Ein Psychothriller der etwas anderen Art. Sehr spannender Schreibstil.

  • Thriller mit Stärken und Schwächen, wobei die Schwächen leider überwiegen

    Die Moortochter

    Engel1974

    26. August 2017 um 21:00

      „Die Moortochter“ ist der dritte veröffentlichte Psychothriller der Autorin Karen Dionne.   Um was geht es? Helena ist eine ausgezeichnete Jägerin und Fährtenleserin und hat eine außergewöhnliche Kindheit hinter sich. Beides hat sie ihrem Vater zu verdanken, der zu lebenslanger Haft verurteilt wurde und eigentlich im Gefängnis sitzen sollte. Doch ihm ist vor einigen Stunden die Flucht gelungen. Helena ist sich sicher, dass er sich im Moor verstecken wird, einem Ort, der ihr wohl bekannt ist und sie ist sich ebenfalls sicher, dass nur sie ihn finden wird. Eine atemlose und brutale Jagd beginnt, denn ihr Vater hat noch eine Rechnung mit ihr offen.   Meinung: Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Helena erzählt, wobei sie insgesamt zweigeteilt ist. Zum einem geht es um die Ereignisse die zur Verhaftung des Vaters führten und im zweiten Handlungsstrang um die Verfolgungsjagd. Letztere wird leider spannender vermutet als sie tatsächlich dargestellt wurde.   Der Handlungsstrang aus der Vergangenheit verhalf dazu sich ein umfassendes Bild über Helena und ihre Kindheit zu verschaffen sowie sich in ihrer Gedankenwelt zu Recht zu finden. Dies wurde auch sehr realistisch und nachvollziehbar dargestellt und war schon sehr interessant mitzuverfolgen.  Jedoch macht es dann das Ende und die Aussprache mit ihren Vater, hinter diesen Hintergrundinformationen, sehr unglaubwürdig.   Der Schreibstil der Autorin wirkt sehr lebendig, ist angenehm und flüssig zu lesen, die einzelnen Szenen konnte man sich dabei ebenfalls sehr gut vorstellen. Manchmal waren aber auch hier die Beschreibung zu viel des Guten, eine Orientierung am Wesentlichen und nicht ganz so ausführlichere Beschreibungen hätten der Spannung besser gestanden.   Die Handlung insgesamt konnte mich nicht fesseln,  zumal ich von einem Psychothriller, so wie dieses Buch deklariert ist, mehr Spannungen erwarte. Hier geht es eher mit gemächlichen Schritten voran, es gibt viele Schilderungen der Natur und Umgebungen so dass ich nicht recht weiß, wo man diesen Roman einordnen soll. Ein Psychothriller ist er bei weitem leider nicht.   Insgesamt ein Thriller mit Stärken und Schwächen, wobei die Schwächen leider überwiegen.

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  • Kein Thriller...

    Die Moortochter

    Shellysbookshelf

    26. August 2017 um 12:47

    Inhalt: Helena Pelletier lebt in Michigan auf der dünn besiedelten Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – die Fähigkeiten hierzu hat sie von ihrem Vater Jacob gelernt, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Zwei Jahre später wurde er von der Polizei gefasst und sitzt seitdem im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ihr Vater von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena ist in der Lage, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen. Schreibstil: Die Geschichte ist in der Ich-Form aus Helenas Sicht geschrieben. Präsens für die Storyline im Jetzt und Präteritum für die Zeitlinie damals. Es gibt extra Kapitel, die „Die Hütte“ heißen und die die Zeitlinie von damals, ihrer Kindheit schildern und die sie in einem Tagebuch so niedergeschrieben hat, wie man am Ende erfährt. Jedoch springt sie auch in den Kapiteln im Jetzt immer wieder in die Vergangenheit, sodass diese weit über die Hälfte des Inhalts einnimmt. Helena spricht den Leser oft an, allerdings mit „Sie“, was mich total genervt hat und obwohl sie am Ende sagt, ihre Töchter am Anfang der Tagebuchschilderungen anzusprechen. Genau in diesem „Ansprechkapitel“ spricht sie den Leser ebenfalls mit „Sie“ an, was sehr dämlich ist, da sie ihre Töchter sicherlich nicht siezen wird. Ist wahrscheinlich ein dummer und nerviger Übersetzungsfehler. Ansonsten ist der Schreibstil okay. Handlung: Wie gesagt liegt über die Hälfte der Handlung in der Vergangenheit in Gefangenschaft, was Helena als Kind nicht verstand. Sie erzählt von ihrem einfachen Leben im Moor, von den Dingen, die ihr Vater ihr beibrachte (teilweise echt eklig) und davon, dass sie ihre Mutter quasi nicht mochte und nicht auf sie hören musste und nur tat, was der Vater sagte. Im Jetzt passiert eigentlich nicht so viel. Wir bekommen eine kleine Einleitung in ihr Leben, dann hört sie in den Nachrichten, das ihr Vater ausgebrochen ist und macht sich auf, ihn zu finden. Fährt ein wenig umher, nimmt seine Fährt auf, nachdem er jedoch schon ihre aufgenommen hat, erkennt irgendwann seinen Plan und dann trifft sie auf ihn. Die Handlung im Jetzt hätte man wahrscheinlich auf circa 70 Seiten packen können. Meinung & Fazit: Ich fand das Cover anziehend und auch der Klappentext klang gut. Nur leider war das auch schon alles. Mit einem Psychothriller hat das Buch quasi nichts gemeinsam, Spannung gibt es nicht. Und selbst wenn es welche gäbe, wäre keine einheitliche Spannungskurve vorhanden, da diese ständig durch die Kapitel Damals und auch durch das Abschweifen zu früher in den Kapiteln im Jetzt dazwischenkommen und die Spannung wieder zunichtemachen würden. Es ist nicht mehr als ein Roman. Es zieht sich und teilweise verstehe ich wirklich, wieso alle Helena komisch finden. Natürlich prägt es einen, wenn man unter solchen Umständen aufwächst, aber manchmal war sie echt selten dämlich. Und dass sie trotz allem, was ihr Vater getan hat, nicht in der Lage ist, ihn zur Strecke zu bringen fand ich echt blöd, wobei sie mehrfach beteuerte. Dass sie es nun tun wollte. Aber sie fällt wieder auf ihn herein. Klar, es geht noch gut aus, aber sie braucht eben mehrere Anläufe. Die „Jagd“ ist kaum eine Jagd, sondern vielmehr das Folgen einer Spur über ein paar Seiten. Auch keine Spannung zu sehen. Die vielen Rechtschreibfehler nerven auch. Und solch komische Aussagen wie dass der Schauspieler Neil Patrick Harris dunkelhaarig und dunkeläugig sei, nervte auch. Wieso beschreibt man einen tatsächlich existierenden Schauspieler optisch komplett gegenteilig? Außerdem fand ich es sehr merkwürdig, dass Helena irgendwann imaginäre Freunde hatte, mit denen sie sich tatsächlich zusammenhängend unterhielt, die ihr Tipps gaben und sogar physisch halfen, das grenzte wirklich schon an einer Persönlichkeitsstörung und ich nahm während des Lesens auch an, dass es eine war. Denn normale imaginäre Freunde können kein größeres Wissen haben als man selber und diese beiden hatten das. Sie erzählten Helena Geschichten aus ihrer Zeit als Baby, an die sich Helena selbst nicht erinnern konnte. Und am Ende erscheinen die beiden der erwachsenen Helena dann auch noch mal. Ich habe damit gerechnet, dass am Ende noch aufgelöst wird, dass sie wegen traumatischer Bestrafungen oder so eine dissoziative Identitätsstörung entwickelt hätte, aber nichts dergleichen. Es schienen einfach allwissende imaginäre Freunde zu sein, die so viel vernünftiger waren als sie selbst (als Kind) und sie unterstützten (auch noch einmal als Erwachsene). Sehr seltsam. Das Setting im Moor hingegen fand ich eigentlich ganz interessant, weil es mal etwas anderes ist und insgesamt war die Story auch in Ordnung, hätte aber viel mehr Potenzial gehabt, einen ordentlichen Thriller daraus zu machen. 

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  • Mehr als nur ein gewöhnlicher Thriller

    Die Moortochter

    bookweb

    24. August 2017 um 23:18

    Inhalt: Helena Pelletier lebt auf der Upper Peninsula in Michigan. Ihr Vater war für Helena immer ein Held bis sie vor 15 Jahren erfuhr, dass er ihre Mutter entführt hatte. Als ihre Mutter entführt wurde war sie gerade einmal im Teenie-Alter. Mit 16 wurde sie von ihrem Entführer schwanger. Die Familie lebte lange nach den Regeln des Vaters in einer Blockhütte im Moor der Upper Peninsula. Nachdem Helena all das herausfand sorgte sie (als Teenie) dafür, dass ihr psychopathischer und nazistischer Vater ins Gefängnis, sie und ihre Mutter frei kamen. Helena gründete eine glückliche Familie und ist zweifache Mutter. Doch eines Tages ist plötzlich alles anders. Aus dem Hochsicherheitsgefängnis ist ein Häftling entflohen. Helena weiß sofort, dass es ihr Vater ist. Er hat noch einen Rechnung mit ihr offen. Die Familienidylle ist in Gefahr. Der Flüchtige versteckt sich in „seinem“ Mohr. Nur Helena hat die Fähigkeiten ihn in diesem Gebiet ausfindig zu machen. Eine brutale Jagd beginnt. Helena will ihre Familie beschützen, ihr Vater sie dafür bestrafen, dass sie sein „Familienglück“ zerstört hat. Meine Meinung: „Die Moortochter“ scheint auf den ersten Blick ein gewöhnlicher Thriller zu sein. Doch das Buch ist viel mehr! Die spezielle Umgebung, das Moor, macht die Geschichte zu etwas ganz besonderem. Durch das Moor hat Helena einiges gelernt, was sie auf der Jagd nach ihrem Vater sehr gut gebrauchen kann. Mit dem Moor steht und fällt das ganze Buch. Die Schilderungen über Flora und Fauna in der Natur sind zu Beginn sehr interessant und tragen zur Atmosphäre bei, aber zum Ende hin sind es in Summe doch geringfügig zu viele. Das Buch spielt eben in seiner Welt und diese ist komplett verschieden von unserer. Deshalb denke ich, dass die Schilderungen über diese Welt doch vonnöten sind. Das gesamte Geschehen wird aus der Perspektive Helenas erzählt. Das lässt tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt zu. Die Rückblenden in ihre Vergangenheit, in eine Zeit in der sie ihren Vater noch vergötterte, nehmen einen großen, wenn nicht sogar den größten, Teil des Buches ein. Die gesamte Geschichte ist irgendwie spannend und interessant. Man will immer weiter lesen! Aber zum richtigen Thriller wird das Buch erst im letzten Drittel. Der Showdown könnte auch aus einem Hollywood-(Superhelden)film stammen. Wer aber einen Thriller mit Action erwartet hat, der lag weit daneben. Trotzdem hat das Buch seinen Charme! Einzig störend fand ich die Einwürfe des Märchens „Die Tochter des Moorkönigs“ von Hans-Christian Andersen. Für mich haben sie nur wenig bis gar nichts mit der Handlung zu tun und waren etwas unnötig, weshalb ich sie irgendwann nicht mehr gelesen habe. 4 von 5 Sternen

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  • DIE MOORTOCHTER

    Die Moortochter

    Michelangelo

    24. August 2017 um 16:26

    Inhaltsangabe- Buchklappentext:>>Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...<

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  • Rezension zu "Die Moortochter"

    Die Moortochter

    Pergamentfalter

    23. August 2017 um 23:22

    "Die Moortochter" wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Helena Pelletier erzählt. Die Handlung ist zweigeteilt: Ein Handlungsstrang beschäftigt sich mit den Ereignissen der Gegenwart vom ruhigen Familienleben hin zur Verfolgungsjagd. Letztere ist dabei nicht so adrenalingeladen und rasant, wie man vermuten könnte. Vielmehr lag der Fokus auf Helenas Gedanken, die immer wieder zu ihrer Vergangenheit und der ambivalenten Beziehung zu ihrem Vater abschweiften. Der zweite Handlungsstrang ist ein Blick in die Vergangenheit selbst und in Helenas Entwicklung. Sie schildern eindrücklich, wie Helena im Moor aufwuchs und wie sich die Beziehung zu ihrem Vater entwickelte. Dieser Teil half mir erheblich dabei, Helenas Gedanken und Handlungen in der Gegenwart besser zu verstehen. Die Rückblicke sind insgesamt wie persönliche Berichte gestaltet und richten sich direkt an den Leser, was mir die Protagonistin noch einmal näher brachte. Mit dem Wissen um den eigentlichen Adressaten dieser Rückblicke, der am Ende genannt wird, macht diese Ansprache jedoch für mich keinen wirklichen Sinn.So richtig packen konnte mich dieser Psychothriller leider nicht. Statt den Fokus auf den Gefängnisausbruch und die Verfolgung zu legen, liegt er auf Helenas Entwicklung und der Beziehung zu ihrem Vater. Das ist zwar an sich interessant, provozierte letztlich aber auch die eine oder andere Länge. Zudem kamen dadurch die Nebenfiguren recht kurz und blieben eher farblos. Stilistisch konnte "Die Moortochter" mit einem lebendigen, angenehmen Sprachstil aufwarten. Insbesondere in den Rückblicken findet sich eine Fülle an detailreichen Beschreibungen der Moorlandschaft, die mir ein genaues Bild der überraschend vielfältigen Umgebung ermöglichten. Ein bisschen weniger Natur und mehr Handlung wäre an einigen Stellen jedoch wünschenswert gewesen.FAZIT"Die Moortochter" ist kein typischer Psychothriller mit rasanter, packender Handlung. Vielmehr hatte ich hier das Gefühl, eine Charakterstudie vor mir zu haben, die sich mehr mit der Person "Helena Pelletier" und ihrer Geschichte auseinandersetzte und weniger mit dem Gefängnisausbruch und der Jagd nach ihrem Vater. Diesem Zwiespalt sind dann auch einige Schwächen geschuldet, die dem Buch letztlich drei Pergamentfalter einbringen.

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