Karen Duve Anständig essen (Hörbestseller)

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Inhaltsangabe zu „Anständig essen (Hörbestseller)“ von Karen Duve

Lebt es noch oder isst Du es schon? Karen Duve gehörte nicht eben zur Gesundheitsfraktion. Bratwürstchen und Gummibären wanderten genauso in ihren Einkaufswagen wie Schokolade und Curryketchup in 1-L-Plastikflaschen. Doch dann zog sie mit jemandem zusammen, der schnell den Spitznamen Jiminy Grille erhielt – nach dem personifizierten Gewissen der Holzpuppe Pinocchio. Denn Jiminy schrie auf, wenn Karen Duve nach der „Grillhähnchenpfanne für 2,99“ griff. Und Karen Duve musste einräumen, dass das Leben der „Grillhähnchenpfanne“ vor ihrer Schockfrostung wohl eher unerfreulich gewesen war. So stellten sich vor der Tiefkühltheke schnell grundlegende Fragen: Darf man Tiere eigentlich essen? Und wenn Tiere nicht, warum dann Pflanzen? Wo beginnt die menschliche Empathie, und warum? Irgendwann wollte Karen Duve es wirklich wissen: Jeweils zwei Monate lang testet sie seitdem Ernährungsweisen mit moralischem Anspruch: Biologisch-organisch, vegetarisch, vegan und am Ende sogar frutarisch, also nur das, was die Pflanze freiwillig spendet. Schonungslos und mit der ihr eigenen knochentrockenen Komik setzt sie sich jenseits aller Ideologien mit der Frage auseinander: Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer?

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    Anständig essen (Hörbestseller)
    AnnaChi

    AnnaChi

    24. May 2015 um 13:01

    Seit ich mich mit Ernährung beschäftige und vegetarisch esse, gehen mir die Menschen auf die Nerven, die meinen, sie müssten mich belehren oder bekehren. An Karen Duves (Hör)buch aber hat mir sowohl die Informationsfülle als auch die Art der Präsentation gefallen. Im Rahmen eines Selbstversuchs ernährt sich Karen Duve zunächst mit Bio-Lebensmitteln, dann vegetarisch, dann vegan und schließlich fruktarisch. Neben Interviews mit Vertretern der jeweiligen "Lebensarten" und Informationen zu verschiedenen Lebensmitteln, beschreibt sie ihre Erfahrungen während des Selbstversuchs - ihren Spaß und ihren Frust. Diese "Selbsterfahrung" beschreibt sie mit einer gesunden Portion von Selbstironie. Herrlich beispielsweise fand ich ihre Begegnung mit "Bio Zisch"-Cola oder ihre Versuche, ihre Katzen vegan zu ernähren. Ihr Fazit am Ende und die Entscheidung, wie sie sich in Zukunft ernähren will, empfand ich als ehrlich und nachvollziehbar. Ein kluges Buch von einer klugen Frau - und ein Muss für jeden, der nicht weiterhin ungefragt Lebensmittel in sich hineinstopfen, sondern bewusst essen will.

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  • Rezension zu "Anständig essen" von Karen Duve

    Anständig essen (Hörbestseller)
    Petruscha

    Petruscha

    23. April 2011 um 10:31

    Ich mag Karin Duves Stil und bin seit 10+ Jahren Vegetarierin, also dachte ich mir könne mir dieses Hörbuch gefallen. Nö, gefiel mir nicht. Warum? Zum einen viel mir Duves Biolabel-Gläubigkeit auf. Mittlerweile wissen doch selbst Leute, die sich nicht hobbymäßig für Ernährung interessieren, dass diese Label eher durch Werbewirksamkeit als scharfe Auswahlkriterien an die Produkte glänzen. Zum anderen nannte sie ihr Henne "der Piepsi" und "er". Eine Henne, die Eier legt ist weiblich. Warum verleugnen? Drittens fiel mir auf, dass Duve bei der Bewertung, wie wohlschmeckend die Gerichte in den verschiedenen Stufen der tierlosen Kost sind, von Fertigessen redet. Anstatt vegetarische oder vegane Rezepte nachzukochen, kauft sie Fleischersatzprodukte z.B. (veganes Wiener Schnitzel) - erfährt also gar nicht was Gemüseküche bedeutet. Schade. Austauschprodukte ersetzen vielleicht Fleisch, lassen aber keine Änderung der Essgewohnheiten erkennen. Außerdem ist die Produktion von Fleischsurrogaten alles andere als natürlich. Des weiteren brachte mich die Vermenschlichung der armen fleischfressenden Tiere zum Lachen. Tiere, die andere Tiere fressen, werden tatsächlich böse genannt. Jetzt könnte ich mich lange mit den Begriffen gut & böse beschäftigen, aber ich möchte bei diesem Punkt auf eine häufige Erste-Welt-Natur-Entfremdung der Modevegetarier hinweisen. Tiere, die andere Tiere fressen, betreiben keine Massentierhaltung mit all ihren schlimmen Details, daher müssen sie auch ihre Fressgewohnheiten nicht ändern. Fünftens fand ich die Einstellung Duves zum Staat überraschend pubertär. Einerseits streute sie häufige Phrasen wie "die da oben - denen traue ich alles zu" ein (wer hat DIE denn gewählt?), andererseits forderte sie die Politik häufig auf, drastische Gesetze zu machen und erzieherisch auf die BürgerInnen zu wirken. Was denn nun? Sind gewählte PolitikerInnen Verbündete im Bestreben nach mehr Tierschutz oder gestatten sie per Gesetzgebung Grausamkeiten an Tieren, weil es ihnen irgendwie nützt? Wer Tiertransporte und Massentierhaltung schlimm findet, muss nicht gleich seine Lederschlappen wegschmeißen und die Katze auf Getreidefutter setzen. Es geht doch gar nicht darum, in allen Punkten vorbildlich zu leben, sondern es schrittweise, im Rahmen des persönlich Machbaren, zu versuchen.

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