Karen Duve Macht

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Inhaltsangabe zu „Macht“ von Karen Duve

Noch nie war Liebe so finster und Weltuntergang so unterhaltsam. Frauen haben die Regierung an sich gerissen, Pillen geben ewige Jugend, religiöse Endzeitsekten schießen wie Pilze aus dem Boden und ein genervter Mann kettet seine Frau kurzerhand im Keller an ... Wir schreiben das Jahr 2031: Staatsfeminismus, Hitzewellen, Wirbelstürme, Endzeitstimmung und ein 50-jähriges Klassentreffen in der Hamburger Vorortkneipe ›Ehrlich‹. Dank der Verjüngungspille Ephebo, der auch Sebastian Bürger sein gutes Aussehen verdankt, sehen die Schulkameraden im besten Rentenalter alle wieder aus wie Zwanzig- bis Dreißigjährige, und als Sebastian seine heimliche Jugendliebe Elli trifft, ist es um ihn geschehen. Wen interessiert es da noch, dass die Krebsrate von Ephebo bei 60% innerhalb der nächsten zehn Jahre liegt? Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Sebastians Frau, die ehemalige Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Kraftwerkstilllegung und Atommüllentsorgung, die er seit zwei Jahren in seinem Keller gefangen hält. Dort muss sie ihm seine Lieblingskekse backen und auch sonst in jeder Hinsicht zu Diensten sein. Seiner neuen Liebe steht sie jetzt allerdings im Weg. Bei dem Versuch, sich seine Frau vom Hals zu schaffen, löst Sebastian eine Katastrophe nach der anderen aus ...

Geschichte um Mann der eigene Frau gefangen hält, spielt sich innerhalb eines erschreckenden, durchaus glaubwürdigen, Zukunftsszenarios ab.

— Lucia
Lucia

Hier wird dem Leser der - sehr übertriebene - gesellschaftliche Spiegel schonungslos vor die Nase gehalten.

— Literaturchaos
Literaturchaos

Highlight des Jahres. Böse, direkt und politisch vollkommen unkorrekt

— rallus
rallus

Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher...

— Caastorb
Caastorb

Nicht das, was ich erwartet hatte, erzählt das Buch die Gedanken und Handlungen eines geistesgestörten Verbrechers in einer düsteren Zukunft

— annlu
annlu

MACHT macht mit seinen Lesern das Lesen zu einer Zerreissprobe. Derb, kontrovers und mutig. leider nicht meine Leserichtung!

— Floh
Floh

Fies, böse, zynisch bis zum Anschlag, politisch. Duve hält uns den Spiegel vor und denkt sich in die Zukunft. Großartig!

— thursdaynext
thursdaynext

Interessante Idee, in meinen Augen leider etwas zu krass umgesetzt. Der Sinn blieb mir verborgen.

— boergerwelt
boergerwelt

Kurz gesagt: aboluter Mist. Ich sage das selten, aber das Buch geht für mich gar nicht.

— Teetrinker
Teetrinker

Starek Satire, die uns mit erhobenen Zweigefinger davor warnt weiter in unsere selbstgemachte Apokalypse zu rennen.

— Gruenente
Gruenente

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Geschichte mit skurrilen Charakteren, die sich gut liest und insgesamt unterhaltsam ist, das Lesen der Vorbänder allerdings voraussetzt

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  • Leserunde zu "Abgrund" von Bernhard Kegel

    Abgrund
    Mare_Verlag

    Mare_Verlag

    Liebe Lovelybooks-Leserinnen und Leser, auf geht's in eine neue Leserunde! Am 28. Februar 2017 erscheint im mareverlag Bernhard Kegels neuer Roman Abgrund, der dritte Fall für den Wissenschaftler Hermann Pauli. Ihr habt die Möglichkeit, an unserer Leserunde teilzunehmen und Euch um eines von 15 Vorableseexemplaren zu bewerben. Zum Buch:  So hatte sich Anne Detlefsen den ersten gemeinsamen Urlaub nicht vorgestellt: Statt mit ihr die Sonne und die traumhafte Natur der Galápagosinseln zu genießen, hat Hermann Pauli sich auf die Suche nach einem seltsamen Hai begeben, der selbst den Experten der örtlichen Charles-Darwin-Forschungsstation Rätsel aufgibt. Bei seinen Tauchgängen stößt Hermann auf weitere Ungereimtheiten. Ist es möglich, dass sich die Lebensgemeinschaften im Meer rasant verändern? Und auch Anne bekommt plötzlich zu tun. Als vor der Insel Nacht für Nacht Schiffe in Flammen aufgehen, juckt es die Leiterin der Kieler Mordkommission in den Fingern, der Sache auf den Grund zu gehen. Ihre Recherchen führen sie mitten in das komplizierte soziale Gefüge der Inselwelt, in dem die traditionelle Fischerei und der strenge Naturschutz nur schwer mit dem andauernden Tourismusboom zu vereinen sind. Und es ist Eile geboten, denn der Brandstifter scheint eine Mission zu verfolgen … Vor der zauberhaften Kulisse des legendenumrankten Galápagos-Archipels gewährt Bernhard Kegel Einblicke in Faszination und Abgründe der biologischen Forschung.  Hier geht's zur Leseprobe. Möchtest Du zu den 15 Vorablesern gehören?* Dann bewirb Dich und beantworte bis zum 16. Februar die folgende Frage: In seinen spannenden Wissenschaftsromanen erzählt der Biologe Bernhard Kegel vom Eigensinn der Natur und der Faszination der biologischen Forschung. Auf zwei unterschiedlichen Ebenen wird in Abgrund ermittelt: Während Anne Detlefsen mit einem neuen Kriminalfall beschäftigt ist, geben dem Wissenschaftler Hermann Pauli die Entdeckung neuer Tierarten Rätsel auf. Welche Erwartungen habt ihr an einen Wissenschaftsroman? Habt ihr bisher ähnliche Titel gelesen? Wir warten gespannt auf Eure Antworten und freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen! Euer mareverlag *Bedingung ist, dass Ihr euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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    Gruenente

    Gruenente

    26. February 2017 um 07:50
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    Mare_Verlag schreibt Habt Ihr Euch bisher kritisch mit den Folgen auseinandergesetzt, die das menschliche Einwirken auf Klima und Artenvielfalt haben kann?

    Ich bin kein Aktivist, aber alles macht mir doch viel Angst. Manchmal (wie auch bei diesem Buch) habe ich vor allem Angst um meine Kinder. Sie sind Teenager und es ist leicht ihnen auch Angst zu ...

  • Macht macht die Menschheit unberechenbar...

    Macht
    Literaturchaos

    Literaturchaos

    19. September 2016 um 13:43

    So völlig absurd! Surreal! Abstrus! Und vor allem eins: Absolut erschreckend! Karen Duve zeichnet mit "Macht" eine nahe Zukunftsvision, die sich wirklich keiner wünschen kann, die aber leider in manchen Punkten gar nicht so weit hergeholt ist. Hamburg 2031: Die Welt, wie wir sie heute kennen, hat sich rasant und unaufhaltsam weiterentwickelt. Fast ausnahmslos zum Schlechten. Da ist zum einen das Wetter - die Klimaerwärmung hat im Laufe der Jahre ganze Arbeit geleistet und die Menschen kommen um vor Hitze. 36 Grad durchgängig ab April sind normal. Das begünstigt das Wachstum des "Killer-Raps", der überall Wurzeln schlägt und dreimal im Jahr blüht. Diese Pflanze wiederum zieht Milliarden kleiner Raps-Käfer an, die sich auch gerne mal gemeinschaftlich auf Menschenfleisch niederlassen. Die Natur schlägt also zurück, aber der Mensch ist nach wie vor ignorant und nur mit seinem eigenen Kram beschäftigt. Eine ständige Verbesserung in sämtlichen Belangen muss her und was kümmert es da die Einwohner von Hamburg, ob irgendwo auf der Welt eine Überschwemmumg nach der anderen kommt oder tausende Flüchtlinge an der ungarischen Mauer sterben? Oder an der italienischen? Oder an der türkischen? "Jeder für sich" lautet die Devise, könnte man meinen, denn zuallererst ist jeder mit sich selbst beschäftigt. "Ephebo" ist der Grund hierfür, eine Verjüngungspille mit drastischen Folgen. Regelmässig und in hohen Dosen eingenommen werden 70jährige Greise wieder zu 20jährigen Jünglingen - unnötig zu erwähnen, dass es so ziemlich jeder, der sich diese Pille leisten kann, mit der Einnahme völlig übertreibt. Dass Ephebo sehr wahrscheinlich krebsauslösend ist, interessiert insofern nicht, da man der Erde sowieso nur noch ein paar Jahre bis zum völligen Kollaps gibt. Wenn schon sterben, dann wenigstens gut aussehen dabei! Das allergrößte Problem, die Wurzel allen Übels, sind jedoch die Frauen! Die haben es weltweit an die Spitze geschafft, haben die Männer aus den Machtpositionen gedrängt und geben das Kommando an. Und die Männer? Die rebellieren. Entweder öffentlich oder im Stillen. So wie unser Antiheld Sebastian. Ich muss dazu sagen, dass Antihelden in den meisten Fällen ja recht sympathisch und geradezu rührend sind ..... Sebastian ist es nicht. Ein Kotzbrocken von der ersten Seite an, der mit den schlimmsten Minderwertigkeitskomplexen überhaupt ausgestattet ist. Seine Frau Christine bekleidete ein hohes Amt in der Politik und galt als Kanzlerkandidatin. Dann plötzlich verschwand sie spurlos und man ging von einer Entführung aus. Zweieinhalb Jahre ist das mittlerweile her und über ihren Verbleib ist öffentlich nichts bekannt. Sebastian weiss allerdings sehr wohl, wo sie ist: In einem Verlies in seinem Keller, das er eigens ausgebaut hat, muss sie ihm angekettet seine Lieblingskekse backen und sexuell zu Willen sein. - "Zivilisation lässt sich nur aufrecht erhalten, wenn jeder Mann, und sei er noch so dumm, arm und unfähig, eine Frau zugeteilt bekommt, der er sagen kann, was sie zu tun hat. Ansonsten: Gewalt und Chaos." - Zitat Seite 400 Sebastian ist ein ganz spezieller Fall, der sich selber sein Verhalten immer wieder schönredet. Er hat Angst vor seiner Frau und überhaupt vor ihm überlegenen Menschen, das ist mehr als auffällig. Trotzdem hält er gnadenlos an dem Schwachsinn fest, dass die Frau dem Mann bedingungslos untertan sein muss. Dass er sich bei seiner eigenen Frau nur durchsetzen kann, wenn sie eingesperrt und festgekettet ist, ärgert ihn selbst vermutlich am meisten. Andererseits ist er ein Nostalgiker und man wird das Gefühl nicht los, dass er in der falschen Zeit lebt. Nach dem Tod der Eltern hat er deren Haus in einem Hamburger Vorort übernommen und arbeitet akribisch daran, alles wieder genauso einzurichten, wie es zu seiner Kindheit in den 1970er Jahren war. Der ganze neumodische technische Schnickschnack geht ihm auf die Nerven, weshalb er alle Gerätschaften abmeldet und das alte Wählscheiben-Telefon wieder anschliesst. Und irgendwo tief drinnen hat auch Sebastian ein Herz, denn als er beim Klassentreffen seine große Jugendliebe Elli wiedertrifft, ist es um ihn geschehen. Er will sein komplettes Leben umkrempeln und neu anfangen - aber wie wird er nun Christine los? Karen Duve hält uns mit diesem Roman den - sehr übertriebenen - gesellschaftlichen Spiegel vor die Nase. Sie zeichnet eine Welt, in der die wenigen Guten gegen Windmühlen kämpfen, in der jeder sich selbst der Nächste ist und in der Macht unberechenbar macht. In der Gleichgültigkeit und Selbstfixiertheit zur Normalität gehören. Dieser Roman macht nachdenklich und hallt lange nach. Gleichzeitig jedoch ist er sehr mitreissend geschrieben und vermag es, den Leser zwar permanent ungläubig mit dem Kopf schütteln zu lassen, jedoch auch an die Seiten zu fesseln.

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  • Die Ohnmacht des Einzelnen

    Macht
    rallus

    rallus

    04. August 2016 um 16:10

    Satire ist eine Kunstform mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typisches Stilmittel der Satire ist die Übertreibung. (Wikipedia)Übertreibung ist ein Stilmittel der Satire. Das erstmal für alle, die dieses Buch abstoßend finden. Abstoßend, die Wahrheit unverblümt zu sagen?! Nicht nur unverblümt, auch direkt und ohne wenn und aber? So etwas trauen sich leider nicht alle Schriftsteller. Karen Duve hat es mit Macht getan!Wir befinden uns im Jahre 2031. Die Welt, so wie wir sie kennen, hat wohl noch fünf Jahre zu überdauern. Man(n) hat den Frauen den letzten Stab überreicht, damit diese die Welt aus der Scheiße holen. Klappt aber auch nicht so ganz. Da gibt es CO² Bezugsscheine für Fleisch und den Tank fürs Auto, da gibt es die Verjüngungspille, die einen auch wieder 20 Jahre alt macht, aber mit der Gefahr in den nächsten 5 Jahren an Krebs zu sterben. Olaf Scholz ist derzeit die männliche Bundeskanzlerin, umringt von lauter Ministerinnen. Die Frauen haben die Macht übernommen. Nicht so für Sebastian Bürger!Seine Frau ist seit 2 Jahren verschollen. Nur er weiß, dass sie im Keller seines Hauses festgehalten und von ihm gefügig gemacht wird. Eine Allmachtsphantasie der Männer. Schon die erste Seite des Buches gibt darüber Auskunft, wie man sich einen Menschen untertan machen kann. Zwar muckt sie noch manchmal auf, doch im Prinzip hat er sie soweit. Sex wann er will, wie er will, sie kocht für ihn, betet ihn an und wenn sie zickt, wird die Kette kürzer gemacht."Gibt es etwas Schöneres als den Anblick einer Frau die sich auszieht? Während Christine mit gesenktem Kopf ihr Kleid aufknüpft, spüre ich, wie mein Herz das Blut mit kräftigen, gleichmäßigen Schlägen durch meine jugendlichen, völlig kalk-und-thromben-freien Adern treibt und wie die Freude am Leben und Herrschen darin mitschwimmt und jedes einzelne Körperteil erreicht. Es gibt keine Gleichheit zwischen Männern und Frauen, es gibt nur Sieger und Besiegte."Sebastian Bürger ist ein zwar angepasster Mann und arbeitet fleissig an der Weltverbesserung mit, aber das Streben hilft nicht. Die Umwelt geht zum Teufel, über seine Kleinstadt bei Hamburg toben Tornados, das Wetter spielt verrückt, und die Technik?:"Hallo? Hallo? Hallo?... Man sollte es nicht für möglich halten. Jetzt schreiben wir das Jahr 2031, aber die Telefonverbindungen sind noch schlechter als in den Lassie-Filmen des frühen letzten Jahrhunderts, wenn der Vater von Timmy an einer Kurbel drehte und 'Hallo? Hallo Verbindung?' rief."Bei einem Klassentreffen, die Frauen alle verjüngt auf 20 Jahre, die Männer meist dezent auf seriöse Ende 30 getrimmt, bringt es ein frühererMitschüler auf den Punkt, dass zwar die Welt vor den Hund geht aber was solls:"'Ihr müsst auch die guten Seiten sehen', sagt Bernie' Unsere Generation hat immerhin die beste Zeit gehabt, die die Menschheit im Laufe ihrer Geschichte je erleben durfte: keinen Krieg, Alkohol und Essen in Hülle und Fülle, Dope, Autos, Fernsehen, Internet, Picture-Phones, Ego-Smarts, überhaupt jeden erdenklichen Luxus. Die ganze Zeit ging es aufwärts. Und bis vor Kurzem hatten wir ja sogar noch eine ziemlich gute medizinische Versorgung. Außerdem sind wir jetzt alle wieder jung. Dafür können wir eigentlich dankbar sein.'..."Zynischer kann man es nicht sagen! Bei Karen Duve geht es nicht nur (zwar vordergründig) um die Macht Sebastian Bürgers über seine Frau, nein es ist die allgemeine Macht die um sich greift. Die Ohnmacht des Einzelnen wird zum: Jetzt ist mir alles egal. Man hat Macht über seinen Körper durch die Verjüngungspillen, Macht über die Zukunft indem man sie ignoriert, und irgendwie habe ich beim Lesen das leise Gefühl, dass wir heute schon so weit sind. Dass Karen Duve nicht weit weg liegt mit ihrer Beschreibung der Hybris. Aber auch alles wird übertrieben, aber so, dass immer noch ein, nein viele Körnchen Wahrheit darin liegen:"Aber in letzter Zeit kann ich die Islamische Wurzel immer besser verstehen. Es muss angenehm sein, in einer Gesellschaftsordnung zu leben, in der man jeden, der dumme Scheiße redet, sofort körperlich züchtigen darf. Gleich auf der Straße, vor Ort noch rechts und links was an die Ohren. Tief befriedigend muss das sein."Irgendwie hat sich die Demokratie doch überholt und ist gescheitert! Warum tun wir denn noch so und machen nicht einfach alle, wie wir wollen. Die Religion zeigt es uns doch jetzt schon!"Es geht ihnen nicht um den Willen des Herrn, sondern darum, sich als Religion mit politischem Herrschaftsanspruch zu positionieren. Jeder Staatsapparat ist machtlos, wenn nur eine genügend große Zahl von Menschen beschlossen hat, sich über das Gesetz hinwegzusetzen. Deswegen geben religiöse Führer ja auch nie nach, sondern bringen ihre Anhänger gegen jede Vernunft und Menschlichkeit dazu, kleinen Jungen ein Stück vom Penis abzuschneiden oder ein lebendiges Tier aufzuschlitzen. Jeder Rechtsbruch, den ein Staat sich zu tolerieren gezwungen sieht, ist ein Sieg über diesen Staat. Ist uns egal, was in euren Gesetzbüchern steht, unser Gott will es so. Religionen sind totalitäre Systeme, und die Sehnsucht des Menschen nach Religion ist die Sehnsucht des Menschen nach totalitären Systemen."Bumm! Das sitzt! Und ist wie das ganze Buch so herrlich und erfrischend politisch unkorrekt. Es bereitet mir als Leser eine regelrechte Lust, in diesem Buch zu lesen, die Grenzen der Zivilisation aufzubrechen und Ja, Ja, Ja zu rufen!!! Und das sollte nicht nur ich als Mann, auch jede Frau sollte in diesen Übertreibungen ihre Wahrheiten suchen und sich amüsieren, immerhin ist das Buch ja auch von einer Frau geschrieben. Und eine Blogmitstreiterin hat das Buch auch so goutiert. Zu lesen HIER.Was mich natürlich noch etwas erschreckt hat, ist die Figur des Sebastian Bürger. Äußerlich ein angepasster Mann, innerlich ein intelligenter Psychopath, der allen Männerphantasien unkoordiniert und unkorrekt freien Lauf lässt. Und so ein wenig liegen diese Phantasien bei vielen Männern unter der dünnen Schicht des Zivilisationslacks, wenn Man(n) ehrlich sein soll.In dem Buch kumuliert bald alles zum Endchaos, eine der schönsten Figuren ist Ingo Dresen, ein Mann der alles auf die altmodische Art richten soll. Und war sie nicht um so vieles besser, die gute alte Zeit?"Es sind nicht nur die Folgen des Polizeiknüppels, die mir Schmerzen bereiten, es ist vor allem die Erkenntnis, dass die Zivilisation, wie ich sie einmal kannte und schätzte, dabei ist, sich aufzulösen. Die Gesellschaft ist gewalttätig geworden, hat sich in lauter kleine Splittergruppen geteilt, die vor nichts zurückschrecken, und wenn sich einer beschwert, ruft man gleich die Bodyguards. Jetzt sieht man, wie stabilisierend einst die Unterdrückung der Frauen gewirkt haben muss und wie wichtig es wäre, diese Ungleichheit wieder einzuführen. Zivilisation lässt sich nur aufrechterhalten, wenn jeder Mann, und sei er noch so dumm, arm und unfähig, eine Frau zugeteilt bekommt, der er sagen kann, was sie zu tun hat. Ansonsten Gewalt und Chaos."Natürlich kann man Bürger nicht mehr ernst nehmen, so wie vieles nicht in dem Buch. Wer diese köstliche Gesellschaftssatire aber nur auf den Männer-Frauenaspekt reduziert, greift zu kurz und verpasst eines der Buch-Highlights in diesem Jahr!

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  • Wenn das Ende nah und die Verjüngungspille auf dem Markt ist ...

    Macht
    Monsignore

    Monsignore

    16. April 2016 um 20:52

    Olaf Scholz hat es im Jahr 2031 als Quotenmann zum Bundeskanzler einer öko-feministischen Regierung gebracht. Und es sieht schlimm aus, unrettbar schlimm: die selbstgemachte ökologische Katastrophe trifft alle, dem Planeten werden noch 5 Jahre gegeben. Für Fleischessen und Autofahren muss man ein ausreichendes CO²-Punktekonto haben. Testosterongesteuerte Manager und Politiker haben das angerichtet. Einziges Trostpflaster ist das frei verfügbare Medikament Ephebo, welches in jeder Beziehung um bis zu 30 Jahre jünger macht; allerdings liegt bei der Einnahme das Krebsrisiko bei über 50 % und die Krankenkassen zahlen in diesem Fall nicht. So weit, so gut und manchmal plump. Doch der Roman hat einen Täter im Mittelpunkt. Sebastian hat die Schnauze voll vom Feminismus und hat seine Frau - Regierungsmitglied - in einem schalldichten Keller mit großzügiger Küchenzeile eingesperrt. Dort fällt er nach Belieben über sie her, nachdem sie ihm Plätzchen und Gulasch zubereitet hat. Die Demütigung ist sein Ventil. Der Roman ist eine Mischung aus Gedankenexperiment, Belehrung und Satire. Eine schöne Mischung mit beeindruckenden Textstellen: "Gerechtigkeit? Gerechtigkeit ist etwas, von dem nur die Schwachen profitieren." Und als Ex-Katholiken gefallen mir im Buch die christlichen Endzeit-Auswüchse, z.B. gibt es die "Johannesjünger der sieben Posaunenplagen" mit ihrem "Buch der unanfechtbaren Erkenntnisse". Daraus muss frau erst mal kommen ...

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  • Dieses Buch sucht spezielle Leser, ich gehöre leider nicht dazu. Nicht mein Fall...

    Macht
    Floh

    Floh

    (Meine Rezension zu einem vorzeitig beendeten Buch, welches ich nach Seite 156 von 416 leider nicht weiterlesen mag.)Dieser Roman hat mich sofort durch sein eindringliches Thema und seinen Klapptext angesprochen. Hier erwartete ich bereits durch die vielen Pressemeldungen und Diskussionen, sowie den sehr auseinanderklaffenden Lesestimmen ein aufwühlendes und arg kontroverses Buch, was mich zusätzlich neugierig gemacht hat. Ein Buch voller Gesellschaftskritik und –Satire. Ein Buch, was aneckt, aber auch einen wahren Kern beherbergt… Die Autorin Karen Duve scheint für ihre Offenheit und ihren Mut bereits in der Literaturwelt bekannt zu sein. Für mich ist ihr streitbarer Roman „Macht“ ihr erstes Werk was ich zu lesen gewünscht habe. Der Grat der Begeisterung und der Abgedroschenheit ist hier sehr schmal, ich habe meinen Weg zum Buch leider nicht gefunden. Erschienen im Galiani Berlin Verlag (http://www.galiani.de/)Zum Inhalt:"Noch nie war Liebe so finster und Weltuntergang so unterhaltsam.Frauen haben die Regierung an sich gerissen, Pillen geben ewige Jugend, religiöse Endzeitsekten schießen wie Pilze aus dem Boden und ein genervter Mann kettet seine Frau kurzerhand im Keller an ...Wir schreiben das Jahr 2031: Staatsfeminismus, Hitzewellen, Wirbelstürme, Endzeitstimmung und ein 50-jähriges Klassentreffen in der Hamburger Vorortkneipe ›Ehrlich‹. Dank der Verjüngungspille Ephebo, der auch Sebastian Bürger sein gutes Aussehen verdankt, sehen die Schulkameraden im besten Rentenalter alle wieder aus wie Zwanzig- bis Dreißigjährige, und als Sebastian seine heimliche Jugendliebe Elli trifft, ist es um ihn geschehen. Wen interessiert es da noch, dass die Krebsrate von Ephebo bei 60% innerhalb der nächsten zehn Jahre liegt?Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Sebastians Frau, die ehemalige Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Kraftwerkstilllegung und Atommüllentsorgung, die er seit zwei Jahren in seinem Keller gefangen hält. Dort muss sie ihm seine Lieblingskekse backen und auch sonst in jeder Hinsicht zu Diensten sein. Seiner neuen Liebe steht sie jetzt allerdings im Weg. Bei dem Versuch, sich seine Frau vom Hals zu schaffen, löst Sebastian eine Katastrophe nach der anderen aus ..."Schreibstil:Das Buch beginnt wirklich beklemmend. Hamburg im Jahr 2031. Karen Duve zeigt ein erschütterndes Bild einer kaputten Familie. Grausame Bilder entstehen und packen den Leser beim Schopfe und ziehen ihn unweigerlich mit ins Geschehen. Dieser erste Schachzug ist der Autorin wirklich gut gelungen, leider war es nicht der entscheidende Schachzug und Kunstgriff des Schreibens. Was für mich erst wie ein Thriller anmutete, entpuppt sich schnell als für mich einfach nicht greifbarer Kern des Jugendwahns, der Zukunft, der Wetterkapriolen und des Exzentrismus der Charaktere. Karen Duve möchte ein gesellschaftliches Abbild schaffen, mit Blick auf die Zukunft. Dabei bedient sie sich ekelerregenden Bildern und Taten, driftet ab in eine satirische Ader und vermeidlichen Sarkasmus, der mich leider hier gar nicht erreicht hat. Sie beweist dadurch Mut und hebt sich von der Masse ab. Charaktere:Da mir der Schreibstil einfach nicht zugesagt hat, und das Buch mich somit nicht erreichen und ansprechen konnte, habe ich mich auch viel weniger auf die Charaktere, besonders der Familie von Sebastian einlassen können. Mir blieb durch meine selbst erlegte Distanz natürlich das Psychogramm der Einzelnen fern und wirkte somit sicherlich nicht wie beabsichtigt auf mich als Leserin. Meinung:Dystopie? Psychothriller? Endzeitroman? SciFi? Parodie? Satire? Krimi? Gesellschaftskritik? Ich wüsste nach meinen gelesenen Seiten wirklich nicht, was ich mit diesem Buch anfangen sollte? Ich habe mich sehr gefreut, als "Macht" von der Autorin Karen Duve bei mir eintraf und ich das Buch kennenlernen durfte, welches schon für so viel Aufsehen und Debatte gesorgt hat. Ich habe schon viele Leserstimmen und Meinungen zu dieser besonderen Autorin gehört und vernommen, umso größer war meine Neugierde, da mir der Stil und die ungeblümte Ausdrucksweise der Autorin noch völlig unbekannt war. Voller Erwartungen habe ich gleich mit dem Buch begonnen. Ich bin wirklich hin und her gerissen. Sehr mutig, gewagt und einzigartig. Leider muss ich mir jedoch eingestehen, dass ich mich mit diesem derben und ungefilterten Stil und Inhalt nicht wirklich anfreunden kann und ich beschlossen habe, das Buch vorzeitig nach knapp 160 gelesenen Seiten zu beenden. Leider habe ich im Laufe des Lesens festgestellt, dass es mir immer schwieriger wurde, der Handlung zu folgen, Sympathien zu entwickeln und ich die Ausdrucksart und den Ton eher zu gewagt und fast abneigend empfinde, für meinen persönlichen Geschmack. Für mich erschließt sich der Kern nur mühsam und es entstehen unheimlich viele und surreale Bilder, mit denen ich mich nicht arrangieren kann. Das tut mir zwar unheimlich leid, aber ein Buch was mich nicht so sehr fesselt oder mitnimmt, lässt sich dann nur noch schwer oder mühsam lesen. Das ist denke ich nicht Sinn und Zweck beim Lesevergnügen.Meine Rezension bietet daher nur einen kleinen persönlichen Ausriss aus meinen Leseeindrücken, die nicht das komplette oder gänzliche Bild und Wirken des Romans widerspiegeln kann. Die Autorin:"Karen Duve, 1961 in Hamburg geboren, lebt in der Märkischen Schweiz. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Romane Regenroman (1999), Dies ist kein Liebeslied (2005), Die entführte Prinzessin (2005) und Taxi (2008) waren Bestseller und sind in 14 Sprachen übersetzt. 2011 erschien ihr Selbstversuch Anständig essen, in dem sie die Frage aufwarf »Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer?« und damit eine breite Diskussion über unser Konsumverhalten auslöste. Zuletzt erschien von ihr die Streitschrift Warum die Sache schiefgeht (2014). Die Verfilmung ihres Romans Taxi kam im Sommer 2015 in die Kinos."Cover / Buch:Das Cover wirkt sehr auffällig. Der Klapptext hat meine absolute Neugier geweckt und der Bezug zu gesellschaftlichen und politischen Themen hat mich letztendlich zum Buch greifen lassen. Das Buch besitzt ein handfreundliches Hardcover-Format bei angenehmem Eigengewicht. Offenes und einladendes Schriftbild Fazit:Es tut mir wirklich leid, dass ich keine positiven Rückmeldungen zu diesem sehr vielversprechenden Buch geben kann! Vielleicht sind andere Leser da ganz anderer Meinung, aber für mich ist dieses Buch leider von der Sprache und vom Ausspruch diesmal nicht das Richtige!

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • anders als erwartet - nichts für schwache Nerven

    Macht
    annlu

    annlu

    25. March 2016 um 17:17

    Nie spürt man die eigene Macht so sehr wie in jenen Momenten, in denen man sie missbraucht. Erst wenn man etwas richtig Gemeines tut, etwas, das so gut wie alle Menschen verurteilen würden, und man tut es trotzdem und kommt damit auch noch durch – erst das ist wirkliche Macht. Im Jahr 2031 hat sich so einiges verändert: Umweltkatastrophen gehören zur Tagesordnung, Frauen haben die Macht an sich gerissen, die Menschen schlucken Verjüngungspillen und können damit ewige Jugend erreichen. Doch nicht alle sind mit den Entwicklungen einverstanden. Religiöse Sekten wehren sich gegen die Trends der Zeit und einige Männer können mit dem Rollenwechsel der Geschlechter gar nicht umgehen. Zu ihnen gehört auch Sebastian, der lieber wieder in seine Kindheitsjahre zurückkehren möchte, sich von seiner Exfrau unterdrückt fühlte und sie deshalb vor zwei Jahren entführt und im Keller eingesperrt hat. Als er beim Klassentreffen seine Jugendliebe wiedersieht, wird besagte Gefangene zu einem Problem. Erst einmal eine Warnung: Das Buch entspricht nicht einer typischen Dystopie oder Zukunftsvision – sondern ist eine Wiedergabe der Gedanken eines Psychopathen, der in einer wenig Hoffnung verheißenden Zukunft lebt. Ich hatte es mir ebenfalls anders vorgestellt und habe etwas gebraucht um in die Geschichte zu finden. Diese wird von Sebastian erzählt, der eigentlich immer ein an Umweltthemen interessierter Mensch war. Da seine Protestaktionen zu nichts geführt haben, hat er sich nun dem Zynismus, der Menschen- und Systemverachtung hingegeben und lässt den Leser durch seine vielen Tiraden gegen die Frauen und die Egoisten, die den Untergang der Welt provozieren werden, teilhaben. Im ersten Moment kam er mir nur verbittert vor. Ein Siebzigjähriger im Körper eines Enddreißigers, der der Welt dabei zusieht, wie sie zugrunde geht. Dann kam die erste Szene mit seiner Exfrau im Keller. Hier sei eine Warnung angebracht: Diese Teile der Geschichte sind von Gewalt (auch sexueller) geprägt, zeigen seine Gedanken, die eigentlich einem kranken Menschen gehören sollten, dabei im ersten Moment aber verstörend nachvollziehbar sind. Allerdings bringt ihn die Geschichte immer mehr dazu sich in weitere Taten zu verstricken. Während er mir zu Beginn noch leicht verstört vorkam, schien er mir im Laufe der Geschichte immer kranker. Die Vision der Zukunft ist hier vermischt mit Ereignissen, die schon stattfanden. So gibt es manches, das weitergedacht wurde. Zum einen, die Weiterentwicklung der Kommunikationstechnologie, zum anderen die Entwicklung der Rohstoffe. Da die Politiker und die Größen der Wirtschaft unserer Zeit nicht eingesehen haben, dass sie die Handbremse ziehen müssen, hat dies zur Klimaerwärmung mit Überschwemmungen, Hitzewellen und Stürmen geführt. Genetisch verändertet Raps breitet sich überall aus und bringt aggressive Rapskäfer mit sich, die auch mal Menschen attackieren können. Die Meere sind von giftigen, roten Algen bedeckt, was von den religiösen Fanatikern als Zeichen des Weltuntergangs gesehen wird. Um das Ganze etwas einzudämmen bekommt die Bevölkerung CO2 Punkte, mit denen Benzin und Fleisch rationiert werden. Der Aspekt des Ökothrillers war für mich interessant, wenn auch erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig. Fazit: Das Buch war nicht das, was ich mir darunter vorgestellt habe. Vielmehr gibt es die Gedanken eines gestörten Verbrechers wieder. Dennoch hat es etwas morbide – faszinierendes an sich, dem ich erlegen bin.

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  • Der will nur spielen...

    Macht
    thursdaynext

    thursdaynext

    Demokratie ist eine Schönwetter - Regierungsform. Sie verträgt es nicht auf den Prüfstand gestellt zu werden. Das Matriarchat hat sich gegenüber dem Patriarchat durchgesetzt, zumindest in der Politik. Teilweise. Und schonend. Die Frauen sollen es richten, jetzt wo die Chose eh schon versaut und der Endspurt zum Untergang des Homo Sapiens am Laufen ist. Nicht alle sind einverstanden mit der Frauenherrschaft. Sebastian Bürger dessen Geschichte hier erzählt wird erst recht nicht. „Aber es ist eine Lüge, verstehst du, eine Lüge. Wir wollen keine gleichberechtigten Beziehungen. Kein Mann will das. ......Wenn du wissen willst was Männer wirklich wollen, schau die Pornos an. Pornos sind dafür da männliche Wünsche zu erfüllen. Und wenn Männer auf Solidarität, Respekt und Beziehungen auf Augenhöhe stehen würden, wären Pornos voll davon. Sind sie aber nicht. Und? Was sagt dir das?" Bürger, 70ger Jahre "gute alte Zeit" Liebhaber, Misanthrop und enttäuschtes Scheidungsopfer, ist intensiv und aktiv dabei seinem Opfer Status zu entkommen. dabei bedient er sich gerne bei Ratschlägen zur Gehirnwäsche. Und den neuen Youth Pillen kann auch er sich nicht entziehen. Was juckt schon das cancerogen 60% Restrisiko angesichts des Weltuntergangs in klimatisch bedingtem Chaos & Anarchie. Vergesst „The Circle“, schlechtgeschriebener Zukunftsbrei. Karen Duve hat mit „Macht” die derzeitige Realität weitergedacht. Eine Zukunft die wesentlich eindrucksvoller, realitätsnäher, bedrückender und greifbarer erscheint als jene die Dave Eggers erdachte. Allein der zwiegespaltene Antagonist der unter akuter kognitiver Dissonanz leidet ist ein Bravourstück par excellance. Duve lässt ihn am laufenden Meter Sätze raushauen die einem direkt in die Fresse schlagen. Sie ist am Puls der Zeit, denkt den Zeitgeist und seine verschiedenen Strömungen weiter. Das ist schwer zu ertragen, hart auszuhalten, kein Buch für Weicheier die lieber die Vogel Strauss Taktik weiterverfolgen möchten. Macht ist gerade ein Buch für jene, die bereit sind den Kopf weiterhin aus dem Sand zu halten. Ein politisches Buch, bei dieser Autorin nicht verwunderlich, und so ehrlich, dass es schmerzt. Aber es sind gute Schmerzen, die eine Gesundung herbeiführen könnten. Sie bietet Denkanstösse per Kopfstoß, geht mit ihren (Anti) Helden an die Grenzen und konsequent weit darüber hinaus. Seziert genüsslich und schwarzhumorig zynisch die Schwächen unserer Gesellschaft anhand eines schizophrenen Psychopathen mit wachem Verstand, der ab und an völlig abdriftet um nicht ganz in der Verzweiflung angesichts des drohenden Weltuntergangsszenarios zu versinken. Nicht sehr viel anders als jeder von uns der sich die Wirklichkeit etwas zurechtbiegt oder verdrängt hat, um das Leben in der Welt wie sie ist zu ertragen. (Beispiel gefällig? : Unsere Kleidung wird zu menschenunwürdigen Bedingungen für Minimalentlohnung extrem unfair und gesundheitsgefährdend produziert um die Gewinnmaximierung der Hersteller zu garantieren und uns mit immer neuem Billigschrott anzuziehen. Oder unsere Handys, Computer, Schuhe. Und habt ihr euch schon mal mit den Zutatenlisten und der Herstellung von Convenience Lebensmitteln beschäftigt?) Wir sind alle ein wenig Sebastian Bürger, nur unsere Opfer sind nicht sichtbar somit leiden sie indirekter. Karen Duve steigt da ein wo Thor Kunkel mit Subs aufgehört hat. Machtausübung und ihre Folgen. Widerwärtig, abstossend, deprimierend aber spannend. Als Schmankerl für Eltern noch eine Beschreibung des Kinderspielzeugs von Bürgers Sohn Racke: „ Rackes „Destroyer“ hätte ich vielleicht noch ertragen. Es ist die gedrosselte Version für das Alter von 7 bis 10 Jahren. Deswegen ist die Projektion nur 1,50 m hoch, ein Roboter mit Krokodilschädel, altägyptisch anmutendem Lendenschurz und einem gigantischem Hammer, der ständig schnarrt:“ ich will dein Freund sein“, oder vorschlägt: „Lass uns Rabatz machen!“ Das Wort Rabatz betont er auf der ersten Silbe. Wenn mein Sohn Racke ihm durch den langsam und deutlich ausgesprochenen Satz: „Ja, lass uns Rabatz machen“ , die Starterlaubnis erteilt, stapft die Blechechse zum nächstbesten Haushaltsgegenstand und schlägt mit dem Hammer darauf, wobei der pROJEkta – Lautsprecher täuschend ähnlich die Geräusche simuliert, die entstehen würden, wenn es sich nicht um eine Projektion, sondern um einen echten Vorschlaghammer handeln würde, der entsprechenden Schaden anrichtet – ein scharfes Klirren bei Glas, gedämpftes Klirren bei Porzellan, ein Bersten und Splittern beim Couchtisch.“

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    • 3
  • Rezension zu "Macht" von Karen Duve

    Macht
    aba

    aba

    Zwiespältige Gefühle Wenn ich mir die Welt in 15 Jahren vorstelle, sehe ich keinen großen Unterschied zu unserer heutigen. Vor 15 Jahren sah sie auch nicht ganz anders aus. Und auch wenn wir mittedrin im 21. Jahrhundert sind, fliegen noch keine Autos zwischen den Wolken, vor Krebs fürchtet man sich nach wie vor und alt werden wir immer noch. Alles anders, als viele Zukunftsvisionäre es vorausgesagt haben. Karen Duve vertritt in dieser Hinsicht eine andere Auffassung. In ihrer Vorstellung nehmen die Menschen sogar Krebs gerne in Kauf, um mittels hochmoderner Medikamente ewig jung bleiben zu können. Leider hat das Wort "ewig" für sie eine ganz andere Bedeutung als für uns. In Karen Duves neuestem Roman "Macht" gibt es keine Zukunft mehr. 2031 läuft die Ewigkeit nach maximal fünf Jahren ab. Unglaublich verrückte Sachen, wie Frauen an der Macht als Staatsform, CO₂-Punkte statt Geschenkgutscheine, salonfähige Hasstiraden gegen Fleischfresser und Fahrradhelmpflicht, sind Normalität im Jahr 2031. Frauenfreund, Vegetarier, Umweltschützer und Softie Sebastian zeigt uns diese Welt aus seiner ganz persönlichen Perspektive. Der 70-Jährige, der durch regelmäßige Einnahme von Verjüngungspillen wie Mitte 30 aussieht, träumt von der Vergangenheit. Er kannte ja eine Welt ohne Handys und eine Kindheit ohne Fernbedienung. Oh, eigentlich ist er ein sympathischer und knuffiger Typ. Aber ausgerechnet dieser Verteidiger der echten gesellschaftlichen Werte und Kämpfer der Natur ist der größte Heuchler und Zyniker, ein Betrüger, Sadist und Verbrecher. Trotzdem hat er mich unterhalten. Sogar viel mehr als alle Beschreibungen der zukünftigen Welt mit allen sozialen, politischen, umweltzerstörerischen und technischen Veränderungen und Neuerungen. Ja, Sebastian hat mich schlicht und einfach unterhalten. Zwischen Faszination und Ekel schwankte ich die ganze Zeit beim Lesen. Sebastian übt Macht auf seine Ex-Frau aus, die er hasst und die er für alles Negative in seinem Leben verantwortlich macht. Er quält sie in einer unvorstellbaren Art und Weise. Gleichzeitig ist er außerhalb seines häuslichen Territoriums ein netter Bursche, der sich nicht mal gegen Proleten auf der Straße wehren kann. Meinetwegen hätte man auf viele Themen in diesem Roman verzichten können, damit ich mehr von Sebastian gehabt hätte. So dermaßen haben mich seine Geschichte, seine Gedanken und seine verdrehte Logik gefesselt, dass ich mich immer wieder gefragt habe, ob alles mit mir in Ordnung ist. Ich gebe zu, manchmal musste ich schwer schlucken beim Lesen mancher Gewaltszenen, aber meistens war ich von Sebastians Verhalten gebannt. Definitiv ist "Macht" keine Lektüre für jedermann. Technikfreaks werden ihre Freude an die zukünftigen Spielzeugen und Geräten haben. Eingefleischte Vegetarier werden über ihre eigenen Träume lesen, Fleischfresser offen beschimpfen zu dürfen. Für mich aber wird die total verschrobene Geschichte um Sebastian das sein, woran ich lange denken werde.

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    • 2
  • eine wirklich sehr spezielle Dystopie, die leider nicht meinen Lesenerv traf

    Macht
    Kendra

    Kendra

    Macht von Karen Duve ist eine wirklich sehr spezielle Dystopie, die nicht für jeden Leser gemacht ist...so z.B. für mich. Ich konnte leider so gar nichts mit dieser Geschichte anfangen, daher fällt es mir auch extrem schwer eine konstruktive Rezension dazu zu schreiben :-( Puhh. Alles in einem sei zusammenfassend gesagt, dass das Buch einfach eine Schippe zu viel übertrieben hat: zuviel an Gewalt, zuviele Psychos, zuviele Dramen und zuviele komische Charaktere , die allesamt nicht sympathisch waren.... Auch unser Hauptprotagonist, der verrückte Basti war ein Paradebeispiel dafür wie es einem Buch schaden kann, wenn man mit der Hauptfigur nicht mitfühlen kann...(jedenfalls ist das bei mir so) Im Gegenteil, denn mit seinen Gedanken und auch mit seinen Taten hat er mich geradezu abgestoßen und ich fragte mich wiedereinmal wie ein Mensch nur so wahnsinnig sein kann, und sich selbst immer noch so fühlt als wenn er im Recht wäre... Doch kurz zum Inhalt: Wir finden uns im Jahr 2031 in der Zukunft wieder, und bekommen hier ein erschreckendes Szenario vorgespielt, dass den Menschen evtl bevorstehen könnte.. Denn der Weltuntergang steht kurz bevor...und wir können geradezu erkennen, wie furchtbar diese Wissen auf die Menschen abfärbt: Zitat Seite 92: „Wir können alle tun, was wir wollen, ohne uns vor den Folgen fürchten zu müssen. Das ist das Gute daran, wenn es keine Zukunft gibt“ Diese Tatsache lässt jegliche Hemmungen bei den Menschen fallen.. Auch bei Basti, denn er hält seine Frau schon seit 2 Jahren in seinem Keller eingesperrt..... Hier hält er sie praktisch an der Leine und lässt sich mit Gebieter von ihr anreden...., dabei fühlt er sich mächtig, das armselige Würstchen Hüstel Doch als er seine ehemalige Flamme auf einem Klassentreffen wieder trifft , überlegt er sich wie er seine Frau endgültig loswerden kann....Doch er hat nicht damit gerechnet, dass bald schon sein düsteres Geheimnis auffliegen wird...., jedoch heckt er erneut einen wahnsinnigen Plan aus.. Kann man ihn stoppen? Und wie ergeht es seinen zwei Frauen, dessen Liebe zu ihm für sie zu einem schrecklichen Horrorszenario wird? Eigentlich hat die Geschichte von der Handlungsidee wirklich sehr viel an Potential....dennoch finde ich die Umsetzung nicht wirklich gut. Ich war zwar vom Inhalt fasziniert, aber eher auf eine schockierende Art und Weise....als wenn man bei einem schrecklichen Unfall zusieht, und man einfach nicht wegsehen kann...so ging es mir mit dem Buch... Leider war dieses Buch wirklich nicht nach meinem Lesegeschmack, hier fehlt mir vielleicht noch der benötigte Wahnsinn^^

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    • 2
  • Leserunde zu "Macht" von Karen Duve

    Macht
    aba

    aba

    Endzeitstimmung einmal anders In "Macht", dem neuesten Roman der Bestsellerautorin Karen Duve, wird der Traum der ewigen Jugend wahr. Das Beste dabei: So lange müssen wir nicht darauf warten, im Jahr 2031 wäre es so weit und wir alle hätten die Möglichkeit, so jung und attraktiv auszusehen, wie man es sich nur wünschen kann. In "Macht" lassen es die Junggebliebene richtig krachen und so entsteht eine Endzeit-Atmosphäre, die alles andere als düster ist. Seid ihr neugierig geworden? Und seid ihr für das Jahr 2031 bereit? Dann dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen! Zum Inhalt Wir schreiben das Jahr 2031: Staatsfeminismus, Hitzewellen, Wirbelstürme, Endzeitstimmung und ein 50-jähriges Klassentreffen in der Hamburger Vorortkneipe "Ehrlich". Dank der Verjüngungspille Ephebo, der auch Sebastian Bürger sein gutes Aussehen verdankt, sehen die Schulkameraden im besten Rentenalter alle wieder aus wie Zwanzig- bis Dreißigjährige, und als Sebastian seine heimliche Jugendliebe Elli trifft, ist es um ihn geschehen. Wen interessiert es da noch, dass die Krebsrate von Ephebo bei 60% innerhalb der nächsten zehn Jahre liegt? Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Sebastians Frau, die ehemalige Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Kraftwerkstilllegung und Atommüllentsorgung, die er seit zwei Jahren in seinem Keller gefangen hält. Dort muss sie ihm seine Lieblingskekse backen und auch sonst in jeder Hinsicht zu Diensten sein. Seiner neuen Liebe steht sie jetzt allerdings im Weg. Bei dem Versuch, sich seine Frau vom Hals zu schaffen, löst Sebastian eine Katastrophe nach der anderen aus … Zur Autorin Karen Duve, 1961 in Hamburg geboren, lebt in der Märkischen Schweiz. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Romane Regenroman (1999), Dies ist kein Liebeslied (2005), Die entführte Prinzessin (2005) und Taxi (2008) waren Bestseller und sind in 14 Sprachen übersetzt. 2011 erschien ihr Selbstversuch Anständig essen, in dem sie die Frage aufwarf "Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer?" und damit eine breite Diskussion über unser Konsumverhalten auslöste. Zuletzt erschien von ihr die Streitschrift Warum die Sache schiefgeht (2014). Die Verfilmung ihres Romans Taxi kam im Sommer 2015 in die Kinos. Rechtzeitig vor dem Erscheinungstermin verlosen wir zusammen mit Galiani 25 Exemplare von "Macht". Möchtet ihr wissen, ob es Sebastian gelingt, seine Frau loszuwerden? Habt ihr Lust, euch über diese ungewöhnliche Geschichte im Rahmen einer Leserunde auszutauschen und im Anschluss eine Rezension zu schreiben? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und antwortet bis zum 14.02. auf diese Frage: Die bahnbrechende Errungenschaft in naher Zukunft ist die Verjüngungspille Ephebo, mit der man im Rentenalter aussieht wie 20. Welche weltweite Problematik oder Krise müsste aus eurer Sicht im Jahr 2031 auch gelöst sein? Und wie könnte die Lösung ausehen? Auf eure Antworten bin ich sehr gespannt! Viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

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    • 917
  • "Macht" macht was mit dem Leser

    Macht
    Deengla

    Deengla

    15. March 2016 um 20:37

    Kurzmeinung Ein Buch, das polarisiert und über das geredet wird. Ein Buch, über das man sich definitiv selbst eine Meinung bilden muss. Inhalt Wir schreiben das Jahr 2031. In Deutschland sind Frauen an der Macht dank Staatsfeminismus, Fleisch gibt es nur gegen CO²-Punkte, das Wetter spielt verrückt... "Macht" ist eine Dystopie. Im Zentrum steht Sebastian, ein Siebzigjähriger, der dank Jugendpille Ephebo eher wie Mitte 30 aussieht. Ephebo ist beliebt und die biologisch Jungen haben es schwer, sich gegen Ephebo-Nutzer, die natürlich viel mehr Erfahrung bieten können bei gleicher körperlicher Agilität, beruflich durchzusetzen. Allerdings garantiert die Wunderpille so gut wie einen Krebstod. Doch das nimmt man für die Jugend gerne in Kauf - sieht die Zukunft doch nicht so rosig aus und das Ende der Welt ist in nur knapp fünf Jahren. Das Abitreffen von Sebastian steht an. Er hofft, seinen Jugendschwarm Elli dort zu treffen. Er selbst hat zwar zwei sehr junge Kinder, doch seine Frau ist seit zwei Jahren verschwunden. Armer Sebastian. Na gut, nicht wirklich arm, weiß er doch genau, wo seine Frau steckt... Meine ausführlichere Meinung Vorneweg: Sebastian ist kein Sympathienträger. Auf keinen Fall. Eine Figur zu finden, die man in diesem Buch sympathisch findet, scheint fast ein Ding der Unmöglichkeit. Sebastian ist der Ich-Erzähler und ich fand es erstaunlich, wie man manche Sachen doch aus seiner Sichtweise geschildert für nicht ganz so schlimm hielt bzw. diese als so normal und alltäglich dargestellt werden, dass ich mich manches Mal erst danach ertappte und dachte: "Hilfe, warum hat mich das nicht mehr schockiert? Bin ich so kaltherzig und widerwärtig?" Es prasseln ziemlich viele Themen, Ideen und Thesen auf einen ein, die teilweise sehr auf die Spitze getrieben sind. Der Schreibstil ist gefällig und mich hat die Lektüre gefesselt, da ich einfach wissen wollte, in welche Richtung das Ganze geht. Doch die Lektüre stößt definitiv auch ab; es wird teilweise Gewalt fast zelebriert bzw. erbarmungslos dargestellt. Es gibt eklige und erschütternde Szenen und manches widert einen einfach nur an. Was das Buch auf jeden Fall bietet ist ausreichend Stoff für viele, viele, VIELE und sicherlich kontroverse Diskussionen. Dies ist zum einen der Themenvielfalt, zum anderen eben der überspitzten Darstellung geschuldet. Manches "Was wäre, wenn.."-Gedankenspiel ist ganz interessant, manches Mal scheint jedoch eine eindeutige Wertung vorgenommen worden zu sein - etwa, was das Vegetariertum angeht. Macht ist ein zentrales Thema und es werden diverse Spielarten präsentiert; eine klare Antwort auf die Frage: "Was ist Macht?" gibt es jedoch nicht. Das muss jeder für sich selbst ausmachen. Mich hat das Buch auf jeden Fall lange beschäftigt und ich hatte danach Redebedarf, sodass ich es gleich einmal verliehen habe. Die große Schwäche ist für mich letztendlich, dass einfach auf zu vielen Hochzeiten gespielt wurde. Warum das Ganze? Ein roter Faden? Ein Ende, das fast ein wenig verpufft, und die Tatsache, dass gewisse Dinge einem von der Autorin gewisse Ansichten bzw. Themen regelreicht eingeprügelt bzw. eingestopft werden, lassen mich ein wenig ratlos zurück. Fazit Keine leichte Bettlektüre und ein Buch, das mich oft vor den Kopf gestoßen hat. Es sind jedoch viele interessante Ansätze vorhanden, auch wenn es letztendlich dann von allem etwas "too much" war. Es hat mich jedoch deutlich beschäftigt und während der Lektüre war ich auch fasziniert und wollte unbedingt gleich alles wissen und lesen. 3,5 Sterne.

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  • Keine Macht für Niemand

    Macht
    Aspasia

    Aspasia

    13. March 2016 um 19:15

    Die "Welt" fasst den neuen Roman von Karen Duve mit folgenden Schlagworten zusammen: "Erderwärmung, Sintflut und Klimastürme, Seuchen, Genmanipulation, Nahrungsmittelknappheit, Jugendwahn, Generationen- und Geschlechterkampf, angeheizt durch Endzeit-Sekten, klerikale Ultras, militante Tierschützer, Nazi-Rocker und islamistische Fundamentalisten."All das ist drin auf 414 Seiten, mit denen die Autorin nur ausgekommen ist, weil sie einen Teil ihres Pulvers zuvor in einem Essayband verschossen hatte. Diese Anklageschrift benennt nicht nur das Was und Warum, sondern auch explizit die Verursacher der Chose: die gierigen Alpha-Männchen, mit den handgenähten Maßschuhen und dem Teflon-Argumenten.Den Rest ihrer Wut über das Hier und Jetzt und uns, die wir das nicht sehen wollen und nur träge auf dem Sofa Bücher lesen, führte dann zur Dystopie "Macht".Dessen Ich-Erzähler, der nun bald 70 jährige, Sebastian Bürger, Angehöriger der Generation Baby-Boomer, hat stets seinen Müll auf's Pedantischte getrennt, nicht nur nichts mit Augen verspeist, sondern auch den Hasen das Futter nur mit dem angebrachten schlechten Gewissen weggefuttert, fuhr Fahrrad mit Helm für die Klimabilanz und war lange der Mann hinter seiner karrierebewussten Ehefrau Christine, die seine Gesinnung zu ihrer parteipolitischen Profession gemacht hatte.In der Erzählzeit, im fernen 2031, ist er geschieden von Frau und Kindern, zurück gelassen mit dem geplatztem Traum das ganz viel Gutes zu Gutem führt und lebensbedroht vom täglich näher heran wirbelnden Armaggedon und somit zurück geworfen auf nichts als sich selbst.Doch ungleich seines tapferen Namenspatrons, dem heiligen Sebastian, der sich einst für Not leidende Christen einsetzte und dafür den Märtyrertod starb, lässt Herr Bürger so kurz vor Schluss die Sau raus und lebt mit Wonne seine kühnsten Macho-Phantasien aus. Mit einer Welt-Restlaufzeit von knapp unter 5 Jahren vor Augen haben auch gesellschaftliche Regularien über moralisches Verhalten ihr Haltbarkeitsdatum erreicht und Sebastian lebt, wie er sich zuvor nie zu leben getraut hat.Karen Duve hat hier ein wunderbares vom Leben im staatsfeministischen Deutschland gebeuteltes Weichei von einem Mann gezeichnet. Einen nur auf den ersten Blick irren, psychopathischen Öko-Aktivisten, der dank der Wunderpille im Kraft strotzenden und vor Testosteron triefenden Körper eines 30 jährigen steckt und dessen aufgestauter Frust dem Leser in einem Empörungsschwall in diesem Ekelpickel auslösenden, wehleidigem Grundtenor nur so entgegen fließt.Sebastian wehrt sich, holt sich zurück, was die Frauen und seine Frau ihm genommen haben und was Generationen von Männern per Geburt schließlich zusteht: Macht!Einem Kammerspiel gleich gelingt es Duve im begrenzten Erzählraum des Kellerverlieses, in dem der sich ständig selbst rechtfertigende Sebastian die Mutter seiner Kinder als Haus- und Sexsklavin im Blümchenkleid gefangen hält, die Machtspiele auf Mikroebene zu sezieren. Wie funktioniert Macht? Was macht sie mit dem Mächtigen und dem Machtlosen? Wem die Emma zu sehr Alice Schwarzer und Macchiavelli zu antiquiert ist, der schaut dem sich unterdrückt Fühlenden zu wie er unterdrückt. Und lernt dabei nicht nur was über Feminismus, sondern über jede Form von Ungleichheit. Ein hoch aktuelles Thema und genau das macht den Roman für mich wirklich lesenswert.Aber da gibt es auch noch eine Außenhandlung, siehe Schlagwortaufzählung im ersten Absatz meiner Rezension, von Frau Duve selbst als "Deko" bezeichnet und besagter Chi-Chi war einfach zu sehr Gelsenkirchener Barock, selbstredend der ästhetische Supergau unter den Interiorstilen. Jedes geblümte Sofakissen, jeder güldene Kandelaber oder jeder Porzelankater für sich könnten einem Zimmer zur Zierde gereichen, aber en masse verschreckt dieser Nipppesterror. So auch des Themenkonglomerat dieser Anti-Utopie, jedes für sich einen Roman wert als Hintergrund eine Kakofonie des politischen Zeitgeistes. Mein persönlicher Wunsch von der Themenpuristin an die Autorin vor dem nächsten Roman bitte 2-10 Essaybände vorweg zum Wutabbau und dann einen neuen wunderbaren Roman mit nicht zu viel Tand auf einmal.

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  • 3,5 Sterne für dieses provokative Gedankenexperiment

    Macht
    anushka

    anushka

    11. March 2016 um 23:10

    Es ist das Jahr 2031 in Deutschland. Es herrscht glühende Hitze, zusammen mit Monsterstürmen. Alle fahren ein Elektroauto, Fleisch gibt es nur gegen CO2-Marken und es herrscht Staatsfeminismus. Die Menschheit hat nur noch wenige Jahre. Mittendrin befindet sich Sebastian Bürger, optisch ein Enddreißiger, biologisch fast 70 Jahre alt. Denn das Medikament Ephebo macht es möglich. Die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, liegt zwar bei 60%, es wollen aber eben alle ewig jung aussehen und körperlich leistungsfähig sein. Sebastians Ex-Frau, eine Ministerin, gilt seit Jahren als vermisst. Tatsächlich aber hält Sebastian sie in seinem Keller gefangen. Als er sich neu verliebt, wird die Ex-Frau zum Problem ..."Macht" ist nicht einfach zu beurteilen. Etliche Rezensenten des Feuilletons finden wenig positive Worte für das Buch und so war ich zunächst abgeschreckt. Auf den ersten hundert Seiten war ich dementsprechend überrascht, dass ich mich ganz gut amüsierte. Sebastian ist eigentlich kein Sympathieträger, aber man ist so schnell in seinem Kopf und kann seine Gedanken so leicht nachvollziehen, dass es manchmal verstörend ist. Das Buch gibt etliche interessante Denkanstöße, doch mit fortschreitender Handlung werden die Szenen im Keller, in dem Sebastian seine Ex-Frau gefangen hält, brutaler, unappetitlicher und immer sexlastiger. Sebastian entpuppt sich dabei als Sadist, der wohl auch ein wenig die Wahrheit verklärt. Somit ist der Erzähler unzuverlässig, was sehr gut gelungen ist. Die Handlung ist eine Mischung aus "Keller-Szenen" und "normalem Leben", in dem Sebastian überwiegend der freundliche Mann von nebenan ist. Dabei werden zahlreiche Themenkomplexe angesprochen und das Buch ist eine Mischung aus Gesellschaftskritik, Zukunftsvision und Thriller. Nicht alle Elemente passen perfekt zusammen und so kommt gerade die Zukunftsvision ein wenig zu kurz. Andererseits passt die Verstrickung von Endzeit und Psychopathie ganz gut, da die Einstellung des Psychopathen zu den politischen Entwicklungen passt. Die Gesellschaftskritik ist allerdings manchmal ziemlich brachial und die durchgängige Frauenfeindlichkeit der männlichen Figuren war manchmal schwer zu ertragen. Ständig suhlen sie sich im Selbstmitleid, verletzter Ehre und eingebildeter Demütigung durch die Frauen. Ich konnte mir das nur so erklären, dass die Autorin durch Überspitzung Empörung wecken will und hier einfach mal das Experiment wagt, die Rollen zu verkehren. Leider sind mir die männlichen Figuren dabei durchweg zu eindimensional geraten und werden letztlich durchweg zu frauenfeindlichen "Schweinen". Es wirkt fast, als würde hier mit den Männern allgemein abgerechnet.Am Ende werden zu viele Themen angerissen, die nicht weiterverfolgt oder ausreichend ausgeführt werden. Das Ziel des Buches wird nicht ganz klar; es soll sicherlich auf die Missstände hinweisen, aber der Protagonist handelt immer sehr indifferent. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, die Autorin versuche irgendwie mit der Brechstange, ihre Message rüberzubringen, die dann aber durch die Figuren doch wieder untergeht.Und schließlich waren mir die Kellerszenen zu heftig und gewalttätig. Und trotzdem bot das Buch auch immer wieder Lichtblicke und unterhaltsame Seiten. Sebastian als "Normalo" hat interessante Gedankengänge und Argumente zur Weltsituation. Insgesamt konnte mich dieses durchaus provokative Gedankenexperiment aber nicht ganz auf seine Seite ziehen und erhält 3,5 von 5 Sternen von mir.

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  • War nicht so mein Fall

    Macht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. March 2016 um 18:39

    Inhalt: Wir schreiben das Jahr 2031 – also gar nicht so weit in der Zukunft. Die Frauen sitzen auf den Regierungsposten und es wurde eine Pille erfunden, die einen nicht altern lässt. Ein Nachteil hat diese Pille, sie erhöht das Krebsrisiko enorm. Auch Sebastian verdankt dieser Pille sein jugendliches Aussehen. Als er bei einem Klassentreffen, wo fast alle wie damals aussehen, seine Jugendliebe Elli trifft, ist es um ihn geschehen. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht seine Ehefrau. Seit über einem Jahr hält er sie in seinem Keller gefangen und muss ihm zu Diensten sein. Natürlich steht diese seiner neuen Liebe im Weg und bei dem Versuch, seine Frau aus dem Weg zu schaffen, löst Sebastian eine Katastrophe nach der anderen aus. Meinung: Ich muss sagen, dass ich von der Geschichte hin- und hergerissen bin. Der Schreibstil ist angenehm und ich war sofort in der Story drin. Die Zukunft wird authentisch und gut wiedergegeben. Persönlich hoffe ich zwar nicht, dass so etwas in so naher Zukunft geschieht. Es ist aber durchaus möglich. Sebastian ist eine Person, die mir absolut unsympathisch war. Er möchte den Fortschritt nicht und versucht so weit wie möglich analog zu leben. Seine Art und wie er mit seiner Frau umgeht, waren für mich oft sehr schockierend. Er ist ein oberflächlicher Mensch und in meinen Augen ein Psychopath. Da aber das Buch sehr gut geschrieben ist, konnte ich trotzdem nicht aufhören zu lesen und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Oft habe ich den Kopf geschüttelt und war auch von Sebastian regelrecht angewidert. Fazit: Das Buch ist gut geschrieben und die nahe Zukunft realistisch wiedergegeben, aber die Hauptfigur war für mich persönlich ein absolutes No-Go.

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