Karen Duve Taxi

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Inhaltsangabe zu „Taxi“ von Karen Duve

Eine ziellose Jugend, eine spießige Familie, eine frustrierende Ausbildung – die Hamburgerin Alex hat null Plan, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Da kommt die Annonce „ Taxifahrerin gesucht“ wie die Rettung schlechthin daher. Bald sitzt Alex – Blut und Wasser schwitzend, weil ohne jede Ortskenntnis – neben ihrem ersten Fahrgast. Und wird damit automatisch zum Mitglied einer ganz speziellen Kollegen-Clique aus gescheiterten Künstlern, Uni-Abbrechern und frauenfeindlichen Verklemmten. Beginn eines komischen, ungewöhnlichen und brillant erzählten Großstadtabenteuers. Mit Liebesgeschichte. Sozusagen.

Das Buch ist anders und der Inhalt eig. nicht weltverändernd, aber irgendwas macht es trotzdem besonders!

— Sumsi1990

Als Hamburger war es toll mit durch die Straßen der Stadt zu fahren. Die Hauptfigur nervt einen manchmal, wächst aber trotzdem ans Herz.

— claudeste

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  • “Taxi” von Karen Duve (2008)

    Taxi

    neenchen

    18. July 2016 um 17:00

    2008 erschien der Roman “Taxi” der deutschen Schriftstellerin Karen Duve (*1961). Er erzählt von der jungen Taxifahrerin Alexandra Herwig, die aus einer Laune heraus 1984 in Hamburg anfängt Taxi zu fahren. Anfänglich berauscht von der Nacht, dem Geld und der Freiheit entwickelt die Figur immer mehr Depressionen und Widerstand gegen diese Arbeit. Man verfolgt das Schicksal der Heldin über sechs Jahre lang und ist dabei, wenn sie Höhen und Tiefen erlebt oder Schwierigkeiten in der Liebe hat.Duve, die selbst 13 Jahre lang Taxifahrerin in Hamburg war, hat bereits vor ihrem Debütroman “Regenroman” (1999) ein 800-seitiges Manuskript verfasst, das vom Taxifahren handelt. Der nun verlegte ca. 300-seitige Roman “Taxi” bietet vieles, was man von einem guten Roman erwartet: Eine außergewöhnliche Heldin, interessante Nebenfiguren, eine unorthodoxe Liebesgeschichte und einen Einblick in eine eher unbekannte Welt. Gespickt ist das alles mit gutem Humor und  ansprechenden (Lebens-)Weisheiten. Die Entwicklung, welche die Geschichte zeichnet, lässt nie an Spannung nach. Sie verändert Stück für Stück die Tonlage und entwirft so ein treffsicheres Gesellschaftsporträt, was die Gefühle vieler Platzsuchender der damaligen und der heutigen Zeit trifft. Die veränderte Stimmung ist aber auch das Manko des Buches: Nicht jeder mag sich mit dem Wechsel vom beschwingten zum gedrückten Ton anfreunden. Doch im Gesamten verdient dieses Buch eine definitve Empfehlung.Doreen Matthei - testkammer.com

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  • Ein Roadmovie im Taxi - auf dem Weg ins Leben

    Taxi

    Corsicana

    10. September 2015 um 14:34

    Alex ist ziellos, planlos und recht lebensuntüchtig - sagt sie von sich selbst. Sie hat einen hohen IQ, bricht aber eine Ausbildung ab und landet beim Taxifahren. Dort trifft sie weitere Menschen, die ähnlich sind wie sie - oft studiert, intelligent - aber nicht wirklich in der Gesellschaft angekommen. Und auch von der Gesellschaft nur als Außenseiter wahrgenommen Wie auch die Fahrgäste von den Taxifahrern nur als Stereotypen wahrgenommen werden. Ein Leben in einer Parallelwelt. Nachts. Hamburg, Reeperbahn, Kneipen, Bordelle und die schicken Wohnviertel verdichten sich zu einem Roadmovie, das sich auf Hamburg konzentriert und auf die Protagonistin.  Diese schlittert eher ungewollt in eine Beziehung zu einem anderen Taxifahrer - aber nur die Neben-Affäre mit dem kleinwüchsigen Marco scheint tiefere Gefühle zu wecken - vor denen Alex aber bevorzugt davon läuft. Als ich von der Verfilmung dieses Buches las, wollte ich das Buch doch einmal lesen, es stand schon lange in meinem Bücherregal. Und ich habe es nicht bereut. Das Buch ist manchmal schnell, manchmal ruhig, auch spannend und bietet zusätzlich jede Menge - sehr subtil - dargestellter Gesellschaftskritik - und treffsichere Beschreibungen von verschiedenen Menschentypen. Gut geschrieben. 

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  • "Taxi"

    Taxi

    neenchen

    15. August 2015 um 16:13

    2008 erschien der Roman “Taxi” der deutschen Schriftstellerin Karen Duve (*1961). Er erzählt von der jungen Taxifahrerin Alexandra Herwig, die aus einer Laune heraus 1984 in Hamburg anfängt Taxi zu fahren. Anfänglich berauscht von der Nacht, dem Geld und der Freiheit entwickelt die Figur immer mehr Depressionen und Widerstand gegen diese Arbeit. Man verfolgt das Schicksal der Heldin über sechs Jahre lang und erfährt, wie sie dabei Höhen und Tiefen erlebt und Schwierigkeiten in der Liebe hat. Duve, die selbst 13 Jahre lang Taxifahrerin in Hamburg war, hat bereits vor ihrem Debütroman “Regenroman” (1999), ein 800-seitiges Manuskript verfasst, das vom Taxifahren handelt. Der nun schlussendlich verlegte ca. 300-seitige Roman “Taxi” bietet vieles, was man von einem guten Roman erwartet: Eine außergewöhnliche Heldin, interessante Nebenfiguren, eine unorthodoxe Liebesgeschichte und einen Einblick in eine eher unbekannte Welt. Gespickt wird das alles mit gutem Humor und  ansprechenden (Lebens-)Weisheiten. Auch die Entwicklung, welche die Geschichte nimmt, lässt nicht an Spannung missen. Diese verändert Stück für Stück die Tonlage und entwickelt sich so zu einem treffsicheren Gesellschaftsportrait, was die Gefühle vieler Platzsuchender der damaligen und der heutigen Zeit trifft. Die veränderte Stimmung ist aber auch das Manko des Buches: Nicht jeder mag sich mit dem Wechsel vom beschwingten zum gedrückten Ton anfreunden. Doch im Gesamten ist dieses Buch eine definitve Empfehlung wert. by Doreen Matthei / www.testkammer.com

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  • hatte etwas anderes erwartet

    Taxi

    dominona

    28. October 2014 um 09:10

    Es hat schon seinen eigenen Sog, wie Karen Duve vom Taxifahren durch Hamburg erzählt und so ganz nebenbei merkt man, dass man es mit einer völlig kaputten Figur zu tun hat, die eine ganze Menge nicht auf die Reihe bekommt und sich selber, glaube ich, stärker vor dem Leser entblößt, als ihr lieb ist. Das Ganze Hin und her mit den Männern gehört zwar irgendwie dazu, hätte für meinen Geschmack aber auch fehlen können. Nettes Buch, aber leider auch nur im Sinn von "kleine Schwester von" und die Geschichten über die Fahrgäste haben mich manchmal gelangweilt...warum hat die Autorin wohl dieses Buch geschrieben...Ich war dann doch froh, die Hauptperson los zu sein.

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  • Rezension zu "Taxi" von Karen Duve

    Taxi

    WinfriedStanzick

    26. February 2013 um 11:09

    Schon in ihrem 2003 ebenfalls bei Eichborn Berlin erschienenen ziemlich skurrilen Weihnachtsbuch "Weihnachten mit Thomas Müller", das mein Sohn, seit er etwa drei Jahre alt war, sehr liebt, hat es Karin Duve mit den Taxifahrern. Für meinen Sohn immer wieder unverständlich, verprügeln sie den kleinen Teddybär auf das übelste, als er gesteht, kein Fahrgeld zu haben, aber doch nach Hause möchte, weil ihn der Junge, dem er gehört im Kaufhaus vergessen hat. Auf dem Kofferraumdeckel der Taxis klebt die Forderung: "Todesstrafe für Taximörder". Nachdem ich den Roman von Karin Duve gelesen habe mit dem Titel "Taxi" (in einem faszinierten und in den Bann gezogenen Ruck übrigens), ist mir diese Szene im Weihnachtsbuch verständlicher geworden. Sie beschreibt über 320, zu keinem Zeitpunkt langweiligen Seiten die Geschichte ihrer Protagonistin Alex Herwig. Ihre Lehre als Versicherungskaufrau hat sie abgebrochen und ist auf der Suche nach einer Arbeit zufällig (?) auf das Taxifahren gestoßen. Die dafür nötige Ortskenntnis in Hamburg, dort spielt der Roman, fehlt ihr, aber auch diese Hürde überspringt sie mit ihrem Charme und ihrem Durchhaltevermögen. Diese Eigenschaften sind es auch, die sie im Verhältnis zu ihren männlichen Kollegen braucht und einsetzt. Was ursprünglich ein Job war, wird für dreizehn Jahre ihr Broterwerb. Sie lebt von der Hand in den Mund. Mit ihren Beziehungen zu Männern verhält es sich ganz genauso. Die Beschreibung unbefriedigender Beziehungen und sexueller Abhängigkeiten und einer immer mehr ungeliebten und sie krankmachenden Arbeit ziehen sich durch das ganze Buch. Aber auch zahllose Begebenheiten mit unverschämten Fahrgästen werden geschildert und besonders hier merkt man dem Roman seinen autobiographischen Zug deutlich an, denn Karin Duve ist viele Jahre lang wirklich Taxis gefahren und weiß, wovon sie schreibt. Karin Duve schildert ihre Protagonisten gnadenlos, sodass dem Leser eigentlich kein einziger bleibt, mit dem er sich auch nur ansatzweise identifizieren könnte. Kleine Helden sind das, die zu den Verlierern dieser Gesellschaft gehören, obwohl sie arbeiten bis zum Umfallen. Und doch ist der Roman keine Sozialkritik, sondern eine amüsante Lektüre. Karin Duve ist es wieder einmal gelungen, einen für sie typischen Roman zu schreiben, mit einem subtilen Humor, der einen fast auf jeder Seite schmunzeln lässt. Gleichzeitig ist das Leben der geschilderten Menschen auf eine Weise trostlos, wie der Zustand der meisten ihrer Fahrzeuge, dass einem das nackte Heulen kommen könnte. Ein sehr empfehlenswertes Buch einer Autorin, die in kein Klischee passt obwohl sie in ihrem Buch genial mit allen möglichen spielt.

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  • Rezension zu "Taxi" von Karen Duve

    Taxi

    mausispatzi2

    30. September 2012 um 21:03

    Klappentext: Eine ziellose Jugend, eine spießige Familie, eine frustrierende Ausbildung – da kommt die Annonce „Taxifahrerin gesucht” wie die Rettung schlechthin daher für Alex. Bald sitzt sie – Blut und Wasser schwitzend, weil ohne jede Ortskenntnis – neben ihrem ersten Fahrgast. Und wird damit automatisch zum Mitglied einer ganz speziellen Kollegen-Clique aus gescheiterten Künstlern, Uni-Abbrechern und frauenfeindlichen Verklemmten. Beginn eines komischen, ungewöhnlichen und brillant erzählten Großstadtabenteuers. Mit Liebesgeschichte. Sozusagen. Die Autorin: Karen Duve, 1961 in Hamburg geboren, lebt heute mit ihrer englischen Bulldogge, zwei Hühnern und einem Maultier auf dem Lande. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, ihre Romane waren Bestseller und sind in 14 Sprachen übersetzt. Meine Meinung: Hm...schwierig....wenn ich so darüber nachdenke...ich habe das Buch vor ein paar Minuten beendet, aber mir fällt der Name der Hauptprotagonistin nicht mehr ein. Er wurde auch nur ein oder zweimal im Buch erwähnt, wenn überhaupt. Ich nenne sie jetzt einfach mal Zwodoppelvier nach ihrer Taxinummer. Sie ist ziemlich unentschlossen, was ihre Zukunft angeht egal ob in Beruflicher Hinsicht, als auch in der Privaten. Sie fährt Nachts Taxi in Hamburg, obwohl sie sich die Straßennamen nicht merken kann und ihre Fahrgäste nach dem Weg fragen muss. Klar erlebt sie beim Taxifahren einige haarsträubende Geschichten und auch ihr Privatleben ist alles andere als normal, aber mir persönlich hat das nicht so gut gefallen, teilweise hat es sich gezogen wie Kaugummi und es ist einfach nichts passiert, außer das sie sich immer mehr darüber beschwert stinkende, besoffene und unfreundliche Fahrgäste irgendwo hinzufahren. Vor allem die Kurzstrecken für ein paar Mark...ja Mark...die gute alte Deutsch Mark...denn die Story spielt von 1984 bis 1990! Der Schreibstil ist ganz angenehm zu lesen, allerdings fehlt es mir an Spannung. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und sind einzigartig und lassen sich von ihrer Meinung nicht oder nur selten abbringen. Die Fahrgäste sind alle sehr mit Vorurteilen belastet, die sie auch zu neunundneunzig Prozent erfüllen. Das Cover ist schlicht gehalten und zeigt wie bei dem Titel zu erwarten, ein Stück von einem Taxi. Fazit: Die Idee der Story ist interessant, nur die Umsetzung hat mir nicht so gut gefallen.

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  • Rezension zu "Taxi" von Karen Duve

    Taxi

    MrsFine

    04. April 2012 um 19:31

    Alex ist eine frustrierte Jugendliche der 80er. Sie weiß mit ihrem Leben nicht viel anzufangen, verpflichtet sich ungerne, und will sich erst garnicht auf etwas fest legen. Ob es sich nun um eine Beziehung oder einen Job handelt. Doch sie braucht Geld, und so meldet sie sich auf eine Anzeige in welcher Taxifahrer, und auch Taxifahrerinnen, gesucht werden. Erst macht ihr das Fahren mit all seinen Abenteuern, und dem vielen Bargeld welches dabei raus springt, Spass. Doch dann zieht sie dieser Job immer weiter hinunter. Bis sie sich selbst beinahe aufgibt. Karen Duve hat einen sehr direkten, aber auch humorvollen Schreibstil. Alex' Leben mit all seinen Auf und Abs wird sehr gut beschrieben. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Allerdings nicht nur wegen des Stils sondern auch, weil ich endlich zu dem Punkt kommen wollte, an welchem die junge Frau sich aufrafft und aus dem Sumpf ausbricht, in welchem sie zu versinken droht. Leider kam dies nicht so vor, wie es für einen positiven Abschluss der Geschichte, meiner Meinung nach, nötig gewesen wäre. Trotzdem ein lesenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Taxi" von Karen Duve

    Taxi

    Callso

    04. November 2011 um 09:41

    Nun ja, schon nach wenigen Seiten nehmen wir im Taxi Platz. Über 300 Seiten begleiten wir die Routen der Protagonistin quer durch Hamburg. Eine Anekdote reiht sich dabei an die Nächste. Dabei fehlten mir hier Sympathie, Gefühle und die großen Emotionen. Der Erzählstil ist zu trocken, zudem wirken die einzelnen Kapitel sehr häufig etwas abgehackt. Insgesamt kommt der Roman für mein Empfinden zu monoton und zu steril daher. Etwas schade um die verpasste Chance, denn insgesamt gibt es in diesem Themenkomplex viele Geschichten zu erzählen. Da ich trotzdem eifrig am Hinterrad geklebt habe, gibt es immerhin noch drei Sterne!

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  • Rezension zu "Taxi" von Karen Duve

    Taxi

    Solitude

    10. October 2011 um 14:49

    "Taxi" hat mir sowohl Stil als auch vom Inhalt (dieser wird ja immer wieder kritisiert) sehr gut gefallen. Schwach erinnert hat mich die ganze Form der Geschichte an Sven Regeners "Herr Lehmann". Auch wenn ich solche Vergleiche sonst nicht gerne ziehe.
    Wer Spaß an skurrilen verkrachten Existenzen und schrägen Geschichten hat, dem dürfte dieser Roman gefallen.

  • Rezension zu "Taxi" von Karen Duve

    Taxi

    verena scott

    30. August 2011 um 15:44

    lustig geschriebenes buch, mit leider uninteressantem inhalt...

  • Rezension zu "Taxi" von Karen Duve

    Taxi

    JED

    04. April 2011 um 20:54

    Kurzinhalt: Hamburg, Anfang der 80er: Alex lebt mit ihrem Bruder in einem Bungalow - der Vater ist froh, dass er seine Kinder nach draußen verfrachtet hat. Ohne Job kann sie sich keine Wohnung leisten. Mal abgesehen davon, dass sie auch gar nicht weiß, wie man eine mietet. Da fällt ihr die Anzeige: "Taxifahrerinnen gesucht" ins Auge. Explizit mit Frauenendung. Sie besteht die Prüfung und lernt das Leben von einer ganz neuen Seite kennen. Nicht nur, weil sie lauter neue Straßennamen lernt, sondern auch, weil ihre Kollegen eine ganz neue Welt darstellen - wie auch die Fahrgäste, die bei ihr einsteigen. Meine Meinung: Nachdem ich bei der Lesung mit Karen Duve war und gehört haben, dass sie selbst jahrelang Taxi fuhr und diese Erfahrungen in einem Buch verarbeitet hat, musste ich mir das gleich bestellen. Nach der ersten Irretation, dass es sich dabei um einen Roman und keinen autobiographischen Erfahrungsbericht handelt, war ich sofort in der Geschichte drin. Ich denke, es ist völlig egal, ob die Protagonistin Karen Duve oder Alex heißt- dass man so ein Buch nur schreiben kann, wenn man viele der Dinge selbst erlebt hat, ergibt sich von selbst. Ich war begeistert von der schonungslosen Beschreibung des Taxifahrens einerseits und der Fahrgäste auf der anderen Seite. Duve gelingt damit gleichzeitig eine Analyse der gesellschaftlichen Unterschicht Hamburgs der 80er Jahre. Da sind auf der einen Seite die Taxifahrer: ewige Studenten, Machos, Selbstverliebte und Verklemmte. Menschen die nicht wissen, was sie sonst in ihrem Leben anfangen sollen und insofern im wahrsten Sinne des Wortes ziellos durch die Gegend irren. Bis ihnen der nächste Fahrgast eine neue Richtungsangabe vorgibt. Haben sie mal niemanden zu fahren, hocken sie zusammen in einem Taxi und philosophieren über das Leben. Auf der anderen Seite werden die Fahrgäste, von den Taxifahrern des Romans als "Dreckhecken" bezeichnet, in einem ganz anderen Licht dargestellt, als ich mir das immer vorgestellt habe. Da dachte ich, nur gut betuchte Menschen, können sich Taxifahren leisten. Alle anderen nehmen den Bus. Aber hier wird von Schnorrern und Spinnern geschrieben, Zuhältern und Gewalttätigen, Nutten und alten Muttchen. Menschen, die ihren eigenen Geruch mitbringen oder den, der noch an ihren Schuhen klebt; die ungefragt rauchen oder meinen, die Frau am Steuer wäre auch noch für anderweitige Dienste offen. Dabei immer im Mittelpunkt: Alex - die Frau, die das Taxi fährt und mehr als einmal darauf angesprochen wird: Hast Du keine Angst? Tatsächlich weiß auch sie mit ihrem Leben zunächst nichts Besseres anzufangen, so sehr der Job nachher auch an ihr zehrt. Sie bleibt viele Jahre dabei und findet nachher den Absprung nicht. Unterteilt ist der Roman in die Anfänge (1984-86) und das Ende dieser Zeit (1989-1990). Gleichzeitig erhält man einen schonungslosen Einblick in ihr Privatleben, das keines ist. Auch hier ist sie eine Suchende, Getriebene, die nirgendwo richtig ankommt, ankommen möchte. Zugezogenen Vorhänge, Affenbücher, platte Fahrradreifen und skurile Männer bestimmen ihr Leben. Selten habe ich einen so schonungslosen und dabei ehrlichen Blick auf einen Menschen erhalten. Fazit: Eine seltsame und gleichzeitig faszinierenden Welt, in der man versinkt, sobald man das Buch aufschlägt. Ganz großes (Kopf-)Kino! Ganz große Literatur! Ich liebe Karen Duve!

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  • Rezension zu "Taxi" von Karen Duve

    Taxi

    bfhpierce

    19. January 2011 um 07:39

    Hamburg, 80er Jahre. Alex ist ziellos, antriebslos. Spontan entscheidet sie sich, als Taxifahrerin zu arbeiten. Und stürzt sich damit von einem Abenteuer ins nächste, sowohl im Taxi als auch im Bett. Der Beginn liest sich spannend, man erwartet unwillkürlich so einiges auf den folgenden Seiten. Leider wird das Buch den Erwartungen nicht gerecht. Die Story an sich scheint zunächst gut durchdacht und recherchiert, trotzdem mag keine Begeisterung aufkommen. Die zahlreichen geschilderten Taxifahrten erinnern mehr an eine Aufzählung von Fallbeispielen als ein einen Roman. Die detaillierte Beschreibung der wechselnden Beziehungen unterstreicht nur diesen Eindruck. Die wenigen wirklich witzigen Stellen können leider nichts am Gesamteindruck ändern. Der Hype um dieses Buch ist für mich nicht nachvollziehbar. Das Buch liest sich zäh und nach der letzten Seite ist man einfach nur froh, dass man es geschafft hat. Absolut keine Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Taxi" von Karen Duve

    Taxi

    Holden

    30. November 2010 um 15:47

    Kann als ehemaliger Taxifahrer das meiste leider durchaus bestätigen.

  • Rezension zu "Taxi" von Karen Duve

    Taxi

    Ariely

    12. September 2010 um 00:35

    Die Geschichte ist sehr gut durchdacht. Hat mir alles gut gefallen und war schlüssig. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und werde sicher weitere Bücher der Autorin lesen. Hat Spaß gemacht das Buch zu lesen!!!

  • Rezension zu "Taxi" von Karen Duve

    Taxi

    BettyBlue

    31. August 2010 um 14:19

    Eine junge Frau in Hamburg in den 1980 ern, ziemlich ziellos und unorientiert, lässt sich eher zufällig auf das Abenteuer Taxifahren ein. Sie besteht die Prüfung mit Ach und Krach und springt ins kalte Wasser. Ebenso zufällig und ungewollt erscheinen ihre menschlichen Beziehungen. Sie lernt duch ihren Job die seltsamsten Typen kennen, kommt mit einem davon zusammen und führt mit ihm eine jahrelange, freudlose Beziehung. Immer dabei: sein bester Freund, ein ziemlich aufgeblasener Student/Taxifahrer, der ständig frauenfeindliche Texte von anno dazumal zitiert und ihr (ebenso wie dem Leser) gehörig auf den Zeiger geht. Doch da ist ja auch noch Marco... Ein ehemaliger Schulkamerad, kleinwüchsig, mit dem sie nebenher eine leidenschaftliche On and Off - Lovestory laufen hat. Ziemlich verworren alles... Dazu kommt der aufreibende Taxialltag, dass "sich behaupten müssen" in einer Männerdomäne, das Buhlen um die besten Touren, nervige Kundschaft, Auseinandersetzungen mit ihrer lieblosen Familie und ein Umfeld das überhaupt nicht verstehen kann warum sie "so einen Job" macht.

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