Karen Engelmann Das Stockholm Oktavo

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Inhaltsangabe zu „Das Stockholm Oktavo“ von Karen Engelmann

Stockholm 1789. Europa ist in Aufruhr. In Frankreich wütet die Revolution. Noch ahnt König Gustav III. von Schweden nicht, dass auch seine Tage gezählt sind. In seinem engsten Umfeld werden arglistig Allianzen geschmiedet. Gustavs Vertraute, die Kartenlegerin Sofia, versucht alles, um seine Zukunft zu retten, doch sie hat eine mächtige Rivalin. Bei der Seherin und Kartenlegerin Sofia Sparv gehen die Mächtigen des Landes ein und aus. Umso überraschter ist der einfache Beamte Emil Larsson, als Sofia ihn auswählt, um ihm ein Oktavo zu legen: acht Karten, die für acht Personen aus seinem Umfeld stehen und sein Schicksal maßgeblich beeinflussen. Etwa Baroness Uzanne, die die Sprache der Fächer perfekt beherrscht und sie geschickt einsetzt, um ihre Gegner auszuschalten; oder die Kräuterkundige Johanna, die auf gefährliche Abwege gerät, oder aber der passionierte Fächerhersteller Nordin, der unwillentlich zum Spielball der Baroness wird. Das Oktavo ruft sie alle auf den Plan, doch wer steht auf welcher Seite? Wer paktiert mit wem? Larsson merkt erst allmählich, dass es in seinem Oktavo nicht nur um seine eigene Zukunft geht, sondern um die eines ganzen Königreiches.

Ein faszinierendes und toll recherchiertes Buch mit fantastischer Atmosphäre. Ungewöhnliche Art des Stils und der Geschichte, aber schön.

— Hikari
Hikari

Fazit: Ein farbenprächtiger Roman, der einem sehr gut das gesellschaftliche Leben Stockholms Ende des 18. Jahrhunderts vor Augen führt und zudem mit einer äußerst vielschichtigen Geschichte aufwarten kann, auch wenn diese zwischendurch einige kleine Längen hat und erst nach gut der Hälfte etwas Spannung aufkommen lässt.

— Bellexr
Bellexr

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  • Rezension zu "Das Stockholm Oktavo" von Karen Engelmann

    Das Stockholm Oktavo
    Bellexr

    Bellexr

    Das Geheimnis der Fächer . Im Jahr 1789 ist Europa im Umbruch begriffen. Die Revolution in Frankreich hat das Land fest im Griff und auch in Schweden regen sich erste Gegner von König Gustav III., die mit seinen Modernisierungsmaßnahmen nicht einverstanden sind. Sie befürchten das Ende der Monarchie. In Stockholm treffen sich im Haus von Madame Sparv die Royalisten, um Karten zu spielen und sich die Zukunft voraussagen zu lassen. Auch der junge Sekretär des Zoll- und Steueramtes Emil Larsson findet Einlass in das auserwählte Etablissement und wird schon bald ein enger Vertrauter von Madame Sparv. Ihm legt sie eines Tages sein Oktavo: Acht Karten, die für 8 auserwählte Personen in seinem Umfeld stehen und sein zukünftiges Schicksal entscheiden werden. Nun liegt es an ihm, diese Personen zu finden, damit sein Schicksal erfüllt wird. . Seine Wege kreuzen sich schon bald mit der Baroness Uzanne, welche die Sprache der Fächer perfektioniert hat und diese mehr als geschickt einzusetzen versteht, um entsprechend Einfluss auf die politischen Geschehnisse des Landes zu nehmen. Aber auch der Fächerhersteller Christian Norden und seine Frau Margot, wie auch der Kalligraph Fredrick Lind und die Apothekerin Johanna gehören bald zu seinem Bekanntenkreis. Doch welche Rolle haben diese Personen in seinem Oktavo inne, welche Rolle spielen sie bei den Geschehnissen rund um das Schicksal des Königreichs? Immer tiefer rutscht Emil Larsson in einen Strudel von Macht und Intrigen, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint. . Karen Engelmann führt ihre Leser sehr langsam in die Geschichte ein. So wie das Oktavo – eine Art Tarot – Zeit benötigt, gelegt zu werden, so lässt die Autorin sich auch Zeit, ihre unterschiedlichen Akteure in die Geschichte einzuführen. Was ich jedoch selten als störend empfand, da man hierdurch die einzelnen Mitwirkenden sehr gut kennenlernt, wobei man sich bei einigen aber auch bis zum Schluss nicht ganz sicher sein kann, auf welcher Seite sie nun stehen: Unterstützen sie den Monarchen, sind sie auf Seiten der Revolutionäre oder gehen sie ihren ganz eigenen Interessen nach? Der Roman strotzt geradezu vor Intrigen, Ränkespielchen, Machtgerangel und der Liebe. . Ihr Protagonist Emil Larsson erzählt die Geschichte des Stockholm-Oktavos zumeist aus seiner Sicht, da der junge Sekretär jedoch nicht bei allen Ereignissen mit eingebunden ist, stellt die Autorin jedem Kapitel die Quellen der Informanten voran, sodass man vor Beginn jeden Kapitels bereits sieht, mit welchen Teil der Geschichte die Ereignisse in Stockholm weitererzählt werden. Der Sprachstil von Karen Engelmann ist farbenprächtig und bildhaft, wodurch man schnell eine Vorstellung von Stockholm selbst, dem Leben der Adligen wie auch der bürgerlichen Bevölkerung erhält. Ausschweifend beschreibt sie die Kunst der Fächer, welchen Einfluss diese zur damaligen Zeit in der gehobenen Gesellschaft hatten, die Damen und jungen Mädchen damit mit ihren Reizen spielten, Signale aussandten oder ihren Missmut kundtaten. . Entsprechend der geschichtlichen Zeit ist auch der Schreibstil der Autorin und wirkt durchweg etwas gediegen und altmodisch und ist somit genau dem ausgehenden 18. Jahrhundert angepasst. Dabei bleibt Karen Engelmann aber zumeist äußerst unterhaltsam in ihren Erzählungen. Eine gewisse Spannung kommt jedoch erst nach gut der Hälfte des Buches auf, nachdem man einen sehr ausführlichen Einblick in das Leben von Emil Larsson und seinen acht Personen des Oktavo erhalten hat, wodurch die Geschichte manchmal etwas ins Stocken gerät. Doch zum Ende hin spitzen sich die Ereignisse zu, die von Anfang an sehr komplex angelegte Geschichte nimmt merklich an Tempo zu und wird zum Schluss hin durchweg sehr fesselnd erzählt. . Die Charaktere sind bis in die kleinste Nebenrolle ausgereift und facettenreich angelegt und entwickeln sich durch die Geschehnisse im Roman entsprechend weiter. Im Fokus steht natürlich der Erzähler Emil Larsson, ein junger Sekretär, der von seinem Vorgesetzten genötigt wird, endlich zu heiraten, ansonsten würde seine Stelle anderweitig vergeben werden. Der eher leichtfertige, lebensfrohe Larsson genießt allerdings sein Singledasein mit nächtlichen Umtrünken und Kartenspielen bis in die frühen Morgenstunden sehr und seine Ambitionen, eine geeignete Ehefrau für sich zu finden, sind somit eher gering. In seinem Oktavo sieht Larsson dann jedoch die Möglichkeit, dem Wunsch seines Vorgesetzen nachkommen zu können und schon bald wähnt er in Carlotta seine zukünftige Ehefrau. Doch scheinbar hat sein Oktavo in dieser Hinsicht etwas anderes für ihn vorgesehen. . Eine weitere Hauptakteurin ist die Französin Madame Sparv. Die geheimnisvolle ältere Dame betreibt einen angesehen Salon in Stockholm, in dem die höhere Gesellschaft gerne zum Kartenspielen kommt und sich von der Wahrsagerin die Zukunft voraussagen lässt. König Gustav III. gehört zu ihren engsten Freunden. Die zweite mächtige Frau des Romans ist die Baroness Uzanne. Die Gesellschaftsdame betritt nach der Trauerzeit um ihren Mann Henrik wieder die politische Bühne und ist eine Anhängerin von Herzog Karl, der mit den Reformen seines Monarchen nicht einverstanden ist. Die Uzanne, wie sie ehrfürchtig genannt wird, ist eine Meisterin der Fächerkunst und der Intrigen und wird bald eine maßgebliche Rolle in Larssons Oktavo spielen. . Fazit: Ein farbenprächtiger Roman, der einem sehr gut das gesellschaftliche Leben Stockholms Ende des 18. Jahrhunderts vor Augen führt und zudem mit einer äußerst vielschichtigen Geschichte aufwarten kann, auch wenn diese zwischendurch einige kleine Längen hat und erst nach gut der Hälfte etwas Spannung aufkommen lässt.

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  • Kartenlegerei und Visionen

    Das Stockholm Oktavo
    gst

    gst

    23. May 2013 um 22:57

    Denjenigen, die sich für die Kunst des Kartenlegens begeistern können, denen dürfte dieses Buch gefallen! Es entführt uns in das Stockholm des späten 18. Jahrhunderts, in die Regentschaft von König Gustav III. Zwar erfahren wir von ihm relativ wenig, entdecken dafür aber eine mir fremde Welt. Durch sie begleitet uns hauptsächlich der Ich-Erzähler Emil Larsson, der neben seinem Beruf als Sekretär noch seinem Hobby, dem Spielen frönt. Auch andere Zeitgenossen kommen zu Wort, die die Umstände aus ihrer Sichtweise schildern. Wunderbare Zeichnungen diverser Karten vervollständigen die Szene. Nach und nach erfahren wir, wie den Karten lebende Menschen zugeordnet werden und die die ihnen zugedachten Rollen ausfüllen. Es geht um Irrtum, Intrigen, Macht und Liebe. Auch wenn das 500 Seiten starke Buch ein paar Längen enthält, lässt es sich gut lesen. Zum Schluss hin baut die amerikanische Autorin, die acht Jahre in Schweden lebte, richtige Spannung auf. Die relativ kurzen Kapitel ermöglichen Lesepausen, das eingearbeitete Stoffband erleichtert das Wiederauffinden der zuletzt gelesenen Seite. Der Schutzumschlag ist mit Silberdruck sehr ansprechend gestaltet. Insgesamt hat dieser historische Roman drei bis vier Sterne verdient. 

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  • Ein Intrigenspiel zwischen Kartenlegen und Fächersprache

    Das Stockholm Oktavo
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    07. May 2013 um 00:39

    Die Ankündigung des Verlags für dieses Buch machte mich neugierig, daraufhin habe ich die Leseprobe gelesen und fand , das könnte ein Buch für mich sein. Nach der Lektüre war ich unschlüssig, was ich von diesem Roman halten sollte. Aber mit dem Abstand von ein, zwei Wochen fällt mein Urteil doch größtenteils positiv aus. Erwartet habe ich einen „historischen Roman“, ich habe auch einen solchen bekommen und gelesen, trotzdem wurde meine Erwartungshaltung nur bedingt erfüllt. Karen Engelmann erzählt in ihrem Roman eine Geschichte, die im Umfeld des schwedischen Königshofes um 1789 angesiedelt ist. Frankreich leidet unter der Revolution, König Gustav III. von Schweden ist mittlerweile nur noch ein schwacher Herrscher, nur er selbst weiß noch nicht, dass seine Tage schon bald gezählt sein werden. Neben dem König und seinem Bruder Herzog Karl treten eine Reihe illustrer Figuren in diesem Roman auf, der die eigentlichen historischen Begebenheiten und die Ebene der Entscheidungsträger eher am Rande schildert. Die wichtigen und größeren Rollen spielen Madame Sofia Sparv, eine gefragte Kartenlegerin, in der deren Salon die Mächtigen des damaligen Stockholm ein- und ausgehen. Aber da ist auch die „Uzanne“, ihre  Gegenspielerin, die als glühende Anhängerin auf Seiten Herzog Karls gesehen werden darf, wogegen die Kartenlegerin als Freundin und Vertraute des Königs gilt. Im Mittelpunkt der Geschichte findet sich unversehens Emil Larsson, ein einfacher Beamter, dem Madame Sparv ein „Oktavo“ legt. Emil glaubt, bei dieser besonderen Konstellation von acht Karten, alle von ihm selbst gezogen und an vorbestimmte Stellen um die eigene Karte herumgruppiert, geht es um „Liebe und Verbundenheit“. Erst viel zu spät erkennt er, dass er sich auf ein gefährliches Spiel von Verrat und Mord, vor allem aber auch auf politische Intrigen eingelassen hat. Neben den Karten wird ein perfides Spiel mit Fächern thematisiert und die Hauptpersonen der jeweiligen politischen Lager schrecken auch vor dem Einsatz der verschiedensten Gifte nicht zurück. Während Emil immer tiefer in dieses Intrigenspiel verwickelt wird, ist er noch immer damit beschäftigt, die realen Menschen in seinem Umfeld zu suchen, die den acht Karten entsprechen, die er Nacht für Nacht gezogen hat. Was wirklich mit ihm geschieht und wer ihn für seine Interessen einspannen will, merkt Emil Larsson erst viel zu spät. Das Stockholm Oktavo erzählt Geschichte auf eine ganz andere Art und mit ganz anderen Aspekten, als ich das bislang von historischen Romanen gewohnt war. Die Karten erinnern ein wenig an die Karten des Tarot, sind aber nicht mit diesen namentlich identisch. Die (Be)Deutung allerdings kommt dem Tarot schon sehr nah. Wie kunstvoll die Fächer der Damen gestaltet werden konnten und welche Botschaften sich damit vermitteln ließen, wird ausgiebig beleuchtet. Und die weniger reichen und weniger einflussreichen Personen werden von den Mächtigen wie Schachfiguren auf einem Spielbrett in Positionen geschoben, in denen sie besonders nützlich sein sollen. Aber ob das wirklich immer klappt? Trotz einiger verwirrender Entwicklungen in diesem Puzzle habe ich das Buch sehr gern gelesen, muss allerdings anmerken, dass ich es nicht mit meinem üblichen Lesetempo verschlingen konnte. Dann hätte ich vermutlich den Faden verloren. Deshalb: nehmen Sie sich Zeit und lesen Sie das Stockholm Oktavo mit Zeit und Muße – und lassen Sie sich von diesem gelungenen Debüt und der dichten Atmosphäre des Romans überraschen.

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  • Leserunde zu "Das Stockholm Oktavo" von Karen Engelmann

    Das Stockholm Oktavo
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Stockholm 1789. Europa ist in Aufruhr. In Frankreich wütet die Revolution. Noch ahnt König Gustav III. von Schweden nicht, dass auch seine Tage gezählt sind. In seinem engsten Umfeld werden arglistig Allianzen geschmiedet. Gustavs Vertraute, die Kartenlegerin Sofia, versucht alles, um seine Zukunft zu retten, doch sie hat eine mächtige Rivalin. Bei der Seherin und Kartenlegerin Sofia Sparv gehen die Mächtigen des Landes ein und aus. Umso überraschter ist der einfache Beamte Emil Larsson, als Sofia ihn auswählt, um ihm ein Oktavo zu legen: acht Karten, die für acht Personen aus seinem Umfeld stehen und sein Schicksal maßgeblich beeinflussen. Etwa Baroness Uzanne, die die Sprache der Fächer perfekt beherrscht und sie geschickt einsetzt, um ihre Gegner auszuschalten; oder die Kräuterkundige Johanna, die auf gefährliche Abwege gerät, oder aber der passionierte Fächerhersteller Nordin, der unwillentlich zum Spielball der Baroness wird. Das Oktavo ruft sie alle auf den Plan, doch wer steht auf welcher Seite? Wer paktiert mit wem? Larsson merkt erst allmählich, dass es in seinem Oktavo nicht nur um seine eigene Zukunft geht, sondern um die eines ganzen Königreiches. Viele weitere Informationen zum Buch, zur Autorin und zu den Hintergründen gibt es auf: http://www.meine-acht.de/ Zusammen mit Hoffmann & Campe suchen wir 25 Vorabtestleser für "Das Stockholm Oktavo" von Karen Engelmann - offizieller Erscheinungstermin ist am 19.Februar. Beantwortet uns einfach bis einschliesslich 10. Februar 2013 folgende Frage: Was würdet Ihr machen, wenn Ihr einen Tag lang die Möglichkeit hättet im Jahr 1789 unterwegs zu sein? Welchen Tagesplan würdet Ihr für Euren Abstecher in die Vergangenheit aufstellen? Karen Engelmann stammt aus dem Mittleren Westen Amerikas und studierte Grafikdesign. Nach ihrem Studium ging sie für acht Jahre nach Malmö, Schweden, und arbeitete dort als Illustratorin, Grafikerin und Bühnengestalterin. Seit ihrer Jugend pflegte sie eine besondere Leidenschaft für die Literatur, von der sie später eingeholt wurde. Sie absolvierte ein Creative Writing Program am Goddard College und schrieb mit Das Stockholm Oktavo ihren ersten Roman. Sie lebt mit ihrer Familie nördlich von New York City. Autorenhomepage

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  • Rezension "Das Stockholm Oktavo"

    Das Stockholm Oktavo
    RoteZora

    RoteZora

    16. April 2013 um 15:42

    Stockholm im Jahre 1789: Auch fern von Frankreich spüren die Adligen in Schweden das Wüten der Revolution. Auch im Umfeld von König Gustav III. werden heimlich Allianzen geschmiedet. Als die Kartenlegerin Sofia Sparv den einfachen Beamten Emil Larsson auswählt, ihm ein Oktavo zu legen nimmt das Schicksal seinen Lauf. Acht Karten, die für acht Personen aus einem Umfeld und sein Schicksal beeinflusst. Wer steht auf welcher Seite? Bald merkt Emil, dass es nicht nur um seine Zukunft geht… Meine Meinung: Nach einigem hin und her, habe ich mich dazu entschlossen das Buch abzubrechen. Die Aufmachung des Romans und auch der Beginn der Geschichte waren so viel versprechen und konnten doch meine Erwartungen nicht erfüllen! Keiner der Charaktere hat es geschafft einen Eindruck bei mir zu hinterlassen. Blass und unscheinbar kamen sie mir vor, besonders Emil. So viel es mir sehr schwer der Geschichte zu folgen, nach wenigen Seiten ja sogar Sätzen, konnte ich einfach nicht mehr. Dabei hat das Buch im Inneren noch mehr zu bitten als nur Text. Gespickt mit Bildern des Oktavos lässt man so wenigsten dort den Leser nicht ganz allein. So wenig mich die Charaktere auch binden konnten, ao war der Schreibstil recht angenehm. Keine endlos, verschachtelte Sätze. Wer Zeit mitbringt und über den schwierigen Anfang hinweg kommt, hat bestimmt Spaß mit diesem Buch. Ich hatte es leider nicht…

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  • Das Stockholm Oktavo

    Das Stockholm Oktavo
    Moosbeere

    Moosbeere

    14. April 2013 um 09:46

    "Jedes Ereignis, das dem Suchenden widerfahren könnte, und zwar ausnahmslos jedes, kann mit einem Kreis von acht Personen in Beziehung gesetzt werden. Und diese acht müssen zur Stelle sein, wenn das Ereignis eintreten soll." Inhalt: Stockholm, 1789. In Frankreich wütet die Revolution und auch in Schweden macht sich Unruhe breit. Der einfache Sekretär Emil Larsson wird von der mächtigen Seherin und Kartenlegerin Sofia Sparv auserwählt, das sogenannte "Oktavo" gelegt zu bekommen. Diese acht Tarotkarten stehen jeweils für eine Person aus seinem Umfeld, die sein Schicksal maßgeblich beeinflussen wird. Von den Spieltischen in Madame Sparvs Salon gerät er tief in die politischen Machenschaften, die den Tod Gustavs III von Schweden zum Ziel haben. Wer ist sind der Gefährte, der Gefangene, der Lehrmeister, der Kurier, der Geschätzige, der Betrüger, der Gewinn und der Schlüssel in seinem Umkreis? Meine Meinung: Die Autorin hat mit "Das Stockholm-Oktavo" einen atmosphärischen, historischen Roman geschrieben, der den politischen Umschwung in Europa aus einer anderen Perspektive betrachtet. Dadurch, dass auf alle Personen des Oktavos eingegangen wird, werden unterschiedliche Geschichten zu einem Gesamtwerk verwoben. Spannend waren die Exkurse in die Kunst der Fächerherstellung sowie in die der Kräuterkunde. Leider konnte mich das Buch letztendlich nicht gänzlich in seinen Bann ziehen, dafür fehlte mir zwischendrin der rote Faden, den ich aufgrund der zahlreichen politischen Intrigen verloren hatte. Sprachlich wiederherum hat mir der Roman wieder ziemlich gut gefallen und auch die Aufmachung des Buches (Hardcover, Zeitleiste, Illustrationen der Karten) macht wirklich etwas her. Fazit: Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne und eine Lesemempfehlung für alle Fans von historischen Romanen mit vielen Irrungen und Wirrungen. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es in Schweden zur Zeit der Revolution zuging ist mit diesem Roman bestens beraten.

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  • Das Stockholm Oktavo

    Das Stockholm Oktavo
    dorli

    dorli

    10. April 2013 um 18:31

    Stockholm 1789. Madame Sofia Sparv, die Besitzerin eines Spielsalons, beherrscht auch die Kunst des Kartenlesens und legt für besondere Gäste gern ein Oktavo – 8 Karten, die über die Zukunft entscheiden. Aufgrund einer von Madame Sparvs Visionen wird auch dem Zollbeamten Emil Larsson diese Ehre zuteil. Da es in der Vision um „Liebe und Verbundenheit“ ging, lässt Emil sich auf das Oktavo ein, denn auf Verlangen seines Arbeitgebers muss er heiraten und er erhofft sich von den Karten einen hilfreichen Fingerzeig. Jede der von Emil ausgewählten Karten steht für eine Person aus seinem Umfeld. Die Rollen, die diese Personen in Emils Zukunft spielen, sind in etwa bekannt, nur deren Identität und die Seite, auf der sie wirklich stehen, nicht. Nach und nach bemerkt Emil, dass er in ein verzweigtes Netz aus Intrigen und Macht rund um das schwedische Königshaus gezogen wird… Karen Engelmann hat einen flott zu lesenden Schreibstil, sie hat mich mitgenommen in das Stockholm des 18. Jahrhunderts. Ihre Beschreibungen habe ich als sehr stimmig empfunden, alles wird detailreich erklärt. Leider gelingt es der Autorin nicht wirklich, ihren Figuren ausreichend Leben einzuhauchen, um aus diesem Buch eine spannende, mitreißende Geschichte zu machen. Keiner der Akteure hat es geschafft, dass ich mit ihm bzw. mit ihr mitfühlen konnte. Das hatte zur Folge, dass mich das Intrigenspiel zwischen den Anhängern der Royalisten und denen der Patrioten nicht durchweg begeistern konnte. Anfangs war ich noch ganz fasziniert von den durch tolle Abbildungen ergänzten Erklärungen zu dem Oktavo, doch die Atmosphäre in dem Buch wurde durch die in meinen Augen sehr trockene Theorie über das Kartenlegen, die Fächersprache und die mit beiden in Zusammenhang stehende „göttliche Geometrie“ immer kraftloser. Ich denke, um dieses Buch wirklich rundum genießen zu können, sollte man großes Interesse an Kartenlegen und Fächerkunst mitbringen. Mich hat die Magie der Karten und der Zauber der Fächer leider nicht erreicht.

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  • Das Stockholm-Oktavo: ein ungewöhnlicher historischer Roman

    Das Stockholm Oktavo
    Hikari

    Hikari

    05. April 2013 um 23:25

    Das Stockholm-Oktavo spielt in Schweden Ende des 18. Jahrhunderts zu Zeiten König Gustavs III. Dabei wird die Geschichte aus der Sicht des Ich-Erzählers Emil Larsson vermittelt, ein Sekretär, aber auf eine so geschickte Weise, dass man dennoch alle Fakten beieinander hat und verschiedene Perspektiven erfahren kann. Der Stil ist recht ungewöhnlich, ebenso der Aufbau der Geschichte, doch auch sehr faszinierend. Die historische Atmosphäre ist dabei so authentisch, dass man das Gefühl hat, man befindet sich selbst in Stockholm. Die Story hat ein paar wenige Längen. Die Charakterentwicklung überrascht an einigen Stellen, aber dadurch und durch andere Wendungen bleibt das Buch auch spannend. Ein wirklich schöner historischer Roman, der etwas aus der Art des Genres schlägt, damit aber überzeugen kann.

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  • Das Stockholm Oktavo

    Das Stockholm Oktavo
    dingsbaer

    dingsbaer

    30. March 2013 um 11:38

    Die Geschichte beginnt 1789 zur Zeit der französischen Revolution. Emil Larsson, ein junger Sekretär, wird durch Madam Sparv an das Oktavo herangeführt. Damit soll ihm die Zukunft vorausgesagt werden. Er sucht seine 8 Personen, die ihm dabei helfen sollen, sein Schicksal auszuführen.  Dabei gerät Emil in einen Strudel aus Macht, Intrigen und Mord. Kann er Madam Sparv helfen, den König und damit Schweden zu retten? Denn ihre Gegenspielerin Die Uzane versucht mit allen Mitteln, den König zu stürzen. In "Das Stockholm Oktavo" geht es größtenteils um Macht, Intrigen, Politik und dem Oktavo, einer Kartenlegung, dass das Schicksal beeinflussen soll. Außerdem spielen Fächer eine große Rolle. Der Schreibstil ist überwiegend flüssig und einfach zu lesen. An manchen Stellen allerdings wird die Handlung etwas zu langatmig und dadurch alles sehr verworrend und unübersichtlich. Und leider auch langweilig. Am Anfang hatte ich leichte Schwierigkeiten, in die Handlung hineinzufinden, denn es werden einfach zu viele Personen und Handlungen aufgeführt. Nach und nach verknüpfen diese sich aber zu einem Ganzen. Dass die einzelnen Karten des Oktavo am Anfang bildlich dargestellt wurden und man sehen konnte, wie das Oktavo aussieht, fand ich sehr hilfreich. Ich habe auch immer mal wieder zurückgeblättert. Man merkt, dass die Autorin gut recherchiert hat und mit Liebe zu den Einzelheiten schreibt. Die Erklärungen rund um die Fächer und deren Kunst waren sehr interessant und gut nachvollziehbar. In der heutigen Zeit hat der Fächer in unserer Kultur keine Bedeutung mehr, aber man kann gut verstehen, wie die Damen ihn damals als Sprachrohr eingesetzt haben. Die Hauptpersonen im Buch sind sehr unterschiedlich und scheinen am Anfang auch sehr interessant. Die Uzane und Madam Sparv verfolgen beide mit ihren ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln ihr Ziel im Leben zu erreichen. Die Uzane ist mir am unsympatischten, denn sie ist machthungrig und besessen von der Idee König Gustav vom Thron zu stürzen. Aber auch die Nebenfiguren wie Anna Maria Plomgren, Johanna und die Nordens  bringen Farbe ins Buch. Leider hatte ich das Gefühl, dass nicht alle Charaktere die Chance bekamen, sich voll zu entwickeln. Zudem fand ich es schade, dass das Ende des Buches so zügig durchgeführt wurde. Es erweckt fast den Eindruck, als wenn die Autorin schnell noch alle Informationen in kürzester Zeit einbringen musste. Das Cover und die gesamte Aufmachung des Buches wirken sehr edel und ansprechend. Die Dame auf dem Cover stellt meiner Meinung nach Madam Sparv dar. Das Thema des Buches ist recht interessant, aber "Das Stockholm Oktavo" ist definitiv kein Buch für Zwischendurch. Man muss sich Zeit nehmen, um der Handlung folgen zu können. So richtig überzeugen konnte mich das Buch dann leider nicht. Mir fehlte auch ein wenig die Spannung bzw. das fesselnde Element.

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  • Intrigen in Schweden

    Das Stockholm Oktavo
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. March 2013 um 18:38

    Zum Inhalt: Die Geschichte spielt 1789 in Stockholm, zur Zeit der französischen Revolution. Emil Larsson, ein junger Sekretär,  läßt sich ein Oktavo legen, das ihm die Zukunft voraussagen soll.  8 Karten, die für 8 Personen aus Emils Umfeld stehen und über sein zukünftiges Schicksal entscheiden sollen. Diese 8 Personen gilt es nun zu suchen und zu schauen, in wie weit sie Emils Leben beeinflussen. Schon bald gerät Emil in ein böses Spiel um Macht und Intrigen , immer dabei Baroness Uzanne, die die Macht der Fächer für sich nutzt. Mein Fazit: Diese Buch ist erstmal wunderschön aufgemacht, das Cover mt seinem umschnörkelten Rand ist schon ganz besonders. Auf den ersten Innenseiten findet man Zeittafeln und ein Personenverzeichnis. Dies hilft ungemein beim lesen, so kann man doch immer mal schnell etwas nachschauen. Ein Lesebändchen ist auch dabei. In der Geschichte erfährt der Leser viel über die Geschichte Stockholms und begleite Emil auf seinem oft steinigem Weg. Der Schreibstil ist nicht ganz einfach, manchmal etwas verworren , so das ich immer ganz genau lesen mußte. Die Charaktere werden am Anfang schön beschrieben, leider verblassen sie innerhalb der Geschichte etwas. Schön und das Besondere diese Buches war die Thematik des Kartenlegens und der Fächerkunde, dieses war sehr spannend zu lesen und immer wieder durch schöne Illustrationen dargestellt. Es ist kein einfaches Buch, ich finde es aber absolut empfehlenswert.    

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  • Mal was ganz anderes....

    Das Stockholm Oktavo
    Lesefieber

    Lesefieber

    25. March 2013 um 17:58

    Also als allererstes muss ich erwähnen, das das Buch unheimlich schön gestaltet ist. Alleine es im Regal stehen zu haben, ist ein absoluter Hingucker und macht mich unheimlich stolz, weil es das ganze Bücherregal unheimlich wertvoll erscheinen lässt! Zu der Geschichte: 1789 in Stockholm tut sich einiges. Die Revulotion ist im vollen Gänge, und as bringt allerlei Geschehen mit sich. So kommt es, das sich Emil auf der Suche nach einer passenden Frau, von Madame Sparks die Karten legen lässt. Nur das er damit in ein Netz aus Lügen und auch Abenteuern gerät, war ihm da wohl nicht bewusst. Anstrengend für ihn, unterhaltsam für uns. Denn schnell befindet man sich in der Geschichte, die einen gleich mitreißt. So unterhaltsam und auch lehrreich, hatte ich vorher nichts von der Fächerkunde gehört. Und hier ist die Fächerkunde ein wichtiger und entscheidender Aspekt des ganzen Geschehens. Jeder Charakter ist hier tiefsinnig und polarisierend dargestellt. Es gibt die Guten und die unheimlich böse Uzanne. Uzanne zieht sich ebenfalls wie ein roter Faden durch das Buch, und auch wenn sie über Leichen geht und oft die Wut in mr zum Köchen brachte, so trägt sie die Spannung durch das ganze Buch! Ein toller historischer Roman, wie ihihn vorher noch nicht gelesen habe. Schade, das das Ende dann so gar nicht nach meinem Geschmack war. Ich hatte das Gefühl, das die Autorin das Gefühl hatte, irgendetwas vergessen zu haben, und das nun noch schnell mit in das Buch einarbeiten wollte. Musste sie aber gar nicht, denn die Geschichte ist toll, ihr Schreibstil überzeugte gleich, und nun ist es das Ende, was einen etwas komisch zurücklässt. Trotzdem sehr empfehlenswert, und ich bin nicht die Norm. Lest es einfach selbst, vielleicht ist das Ende ja ganz genau nach eurem Geschmack!!

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  • Tolles Thema - laue Umsetzung

    Das Stockholm Oktavo
    World_of_tears91

    World_of_tears91

    18. March 2013 um 16:43

    Der Klappentext hat mich fast magisch angezogen, denn einen so gestrickten, historischen Roman habe ich noch nie gelesen und war daher unglaublich neugierig, was mich wohl erwarten würde. Die ersten 150 Seiten war ich sehr angetan, aber dann wurde die Euphorie mit jeder Seite weniger, bis ich am Schluss das Buch ziemlich gelangweilt weggelegt habe. Warum das so ist, versuche ich jetzt mal zu erklären, es wird also keine Inhalt-Figuren-Fazit-Rezension, das als kleine Vorwarnung. Wie gesagt, der Stoff ist einfach klasse. Das Buch spielt in einer interessanten Zeit, an einem ausgefallenen Ort (sonst bekommt man es ja immer mit Frankreich und ähnlichem zu tun) und wartet mit ein paar ganz besonderen Elementen auf. Dass das Kartenlegen so ausschweifend behandelt wird und auch mit tollen Illustrationen versehen wurde, fand ich absolut außergewöhnlich und empfinde es als einen gewaltigen Pluspunkt für das Buch, denn es hebt es dadurch definitiv von der Masse an historischen Romanen ab. Das Problem an der Sache war für meinen Geschmack aber, dass es relativ schnell seinen Reiz verliert. Ich fand es zwar toll, wie detailverliebt Karen Engelmann das Kartenlegen erzählt hat, aber manche Stellen waren einfach dann so gedehnt, dass sie einfach nur noch öde waren. Interessant ist auch die Sache mit den Fächern - nicht, dass ich mich jetzt extrem dafür interessieren würde, aber die Autorin hat dieses kleine Element so geschickt eingebaut und wusste auch hier wieder, dem Leser eine ihm vielleicht gänzlich unbekannte Sache, spannend näher zu bringen. Auch der gesamte Schreibstil des Buches und die detailreiche, lebendige Atmosphäre, haben mir durchweg gefallen und stellen wieder einen Pluspunkt dar. Was veranlasst mich jetzt aber dazu, nach diesen lobenden Tönen doch nur drei Sterne zu geben? Grundsätzlich fehlt mir ab einem gewissen "Wendepunkt" einfach die Spannung. Am Anfang ist man noch gefesselt von den vielen neuen Eindrücken, die auf einen einströmen (Karten legen, Fächer, Atmosphäre, usw.), aber dann verliert die Geschichte zunehmend an Fahrt und an Reiz. Es ist mir zunehmend schwerer gefallen, der Geschichte zu folgen und ich habe wirklich mit jeder Seite ein Stück meiner Leselust verloren - das war ca. nach einem Drittel des Buches. Was mich am Anfang noch gefesselt hat, wurde eintönig und endete manchmal sogar in seitenlangem Geschwafel. Ich finde es wirklich schade, dass ich das Buch nicht besser bewerten kann, aber dafür fehlen mir einfach zu viele Dinge oder es sind mir zu viele negative Dinge auf Dauer aufgefallen. Bewertung Trotzdem möchte ich niemandem, und schon gar nicht eingefleischten "Histo-Fans", von diesem Buch abraten, denn es ist wirklich eine kleine Perle unter den tausenden, ewig gleichen Romanen, auch wenn es seine Schwachstellen hat. Irgendwann werde ich dem Buch sicherlich eine zweite Chance geben!

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  • Das Stockholm Oktavo – Schwedische Geschichte, Karten und Fächer

    Das Stockholm Oktavo
    elisabethjulianefriederica

    elisabethjulianefriederica

    18. March 2013 um 14:34

    Das Stockholm Oktavo – Schwedische Geschichte, Karten und Fächer Der Roman spielt in Stockholm 1789. Inmitten der Unruhen, die die frz. Revolution auch auf Schweden abstrahlt, kommt Emil Larsson unter Druck.Sein Vorgesetzter beim Zoll verlangt von ihm, dass er heiratet, ansonsten droht seine Entlassung. Emil lässt sich von der Wahrsagerin des Königs, Madame Sparv ein Oktavo legen ohne zu ahnen, dass sein Kartenspiel Auswirkungen auf das Schicksal des ganzen Königreichs hat. Die Geschichte ist bestimmt durch die Suche nach den Personen des Oktavos, wobei er auf der Suche nach einer Braut Freunde trifft, wie die Nordéns, aber auch maechtige Gegner. Die Figur Emil ist in diesem Roman etwas unscheinbar, man erfährt wenig ueber ihn und deshalb ist der Leser nicht unbedingt immer emotional in die Handlung eingebunden. Das Thema Kartenspiel ist interessant, auch die Fächersprache, mit der die Dame von Welt sich verständigen konnte ist ein spannender Aspekt.Ein aussergewöhnliches Thema in einem Buch, das allein schon optisch herausragt, durch die liebevolle Ausstattung mit Silberprägung im Schutzumschlag, Lesebändchen, zahlreichen schwarz-weiss Abbildungen des Kartenspiels (Karten von Jost Amman, 16. Jh.).Eine sehr nützliche Zeitleiste im Vorsatzblatt und ein Personenverzeichnis vervollständigen die wirklich tolle Buchgestaltung. Leider hatte das Buch in der Mitte für mich auch Längen, über die ich etwas mühsam hinweglesen konnte und ich denke, der Roman ist nicht unbedingt für Leser geeignet, die eine schöne opulente Liebesgeschichte in einem historischen Roman zu schätzen wissen. Das Thema Liebe und Heirat wird hier eher nüchtern betrachtet. Insgesamt vergebe ich 4 Sterne (der vierte ist für das interessante Thema und besonders für die Ausstattung, die 5 Sterne verdient hätte).

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  • Rezension zu "Das Stockholm Oktavo" von Karen Engelmann

    Das Stockholm Oktavo
    JuliaDrosten

    JuliaDrosten

    16. March 2013 um 07:32

    Das Stockholm Oktavo ist kein historischer Roman wie viele andere. Schon der Titel hat unsere Aufmerksamkeit geweckt. Stockholm klang verlockend, Oktavo geheimnisvoll. Das Buch selbst ist sehr schön gestaltet in Blau- und Silbertönen mit einer kecken Rokokozeichnung. Auch die Zeit in der das Buch spielt ist ungewöhnlich - das ausgehende Rokoko. Soweit wir wissen gibt es nicht viele Bücher, die in dieser Zeit spielen, geschweige denn in Stockholm. Im Mittelpunkt einer Geschichte, die aufrührerische Turbulenzen um den Schwedenkönig Gustav mit der Revolution in Frankreich und dem Sturz Ludwig XVI. verknüpft, steht der Sekretär Emil Larsson, der durch ein geheimnisvolles Kartenspiel - das Oktavo - gegen seinen Willen eine Schlüsselrolle bei den politischen Ereignissen in Stockholm bekommt. Dabei entwickelt Emil sich von einem oberflächlichen, frauenjagenden Lebemann zu einem gereiften Mann mit Tiefgang, der lernt, den Wert von Freundschaft und Loyalität zu schätzen. Dabei wird sein Schicksal mit den anderen acht Figuren seines Oktavos verknüpft, von denen jede nicht nur eine bestimmte Rolle, z.B. Kurier, Gefangener, etc. einnimmt, sondern diese auch erfüllt und wie im Falle von Johanna überwindet. Alle acht Figuren sind dabei eng mit dem Attentat auf König Gustav verknüpft. Da ist die Baronesse Uzanne, die im Laufe der Handlung immer böser und fanatischer wird und am Ende einen hohen Preis dafür bezahlt, ihre skrupellose Komplizin Anna Maria, die ebenso wenig wie die Uzanne vor Mord zurückschreckt und Johanna, die erst in ihrem Elternhaus, später bei der Uzanne von ihren Lebensumständen gefangen ist, sich am Ende aber befreien kann. Madame Sparv, die Gegenspielerin der Uzanne, bekämpft diese mit ihren Spielkarten, während die Uzanne ihren Fächer Kassiopeia als Waffe einsetzt. Beim Lesen wurde uns ziemlich schnell klar, dass die Autorin Karen Engelmann mit Leib und Seele bei der Sache gewesen ist. Das Buch strotzt vor wunderschönen atmosphärischen Beschreibungen, vielen kleinen interessanten alltagshistorischen Details und ungewöhnlichen Blicken auf ihre Figuren. Dennoch dauerte es ziemlich lange, bis der Funke ganz und gar bei uns übersprang. Das lag einerseits daran, dass wir die Figuren, die die Rolle der "Guten" spielen lange nicht sympathisch fanden. Außerdem ist die Handlung am Anfang sehr verwirrend, verdichtet sich aber immer mehr bis hin zum spannenden Höhepunkt. In vielen Szenen fühlten wir uns an ein Theaterstück erinnert oder an den Film "Gefährliche Liebschaften". Die Idee Fächer und Spielkarten als sehr weibliche Waffen zu wählen, war toll und bot viele interessante Informationen. Die leichtlebige "Tanz auf dem Vulkan" Atmosphäre des Rokoko wurde ebenfalls sehr schön getroffen. Was dagegen noch ein bisschen klarer hätte werden dürfen, waren die politischen Verhältnisse in Schweden zu dieser Zeit und wie sie sich auf das Leben und Denken dort ausgewirkt haben. Und Romantikerinnen werden im Roman das Fehlen einer wirklichen Liebesgeschichte vermissen.

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  • Rezension zu "Das Stockholm Oktavo" von Karen Engelmann

    Das Stockholm Oktavo
    Rosinchen

    Rosinchen

    15. March 2013 um 08:27

    Das Stockholm Oktavo widmet sich der Geschichte Schwedens im 18. Jahrhundert. Es ist ein Spiel um Macht, den Thron von Gustav III. und aber Leidenschaft. Die Stimmung ist durchwegs explosiv und aufgeheizt, denn an jeder Ecke lauern Intrige und Verführung. Zur Spannung trägt außerdem bei, dass man nie genau weiß, welche Person man wie einschätzen kann und auf welcher Seite sie wirklich steht. Trotzdem habe ich mich vor allem zur Mitte des Buches mit der Geschichte schwer getan. Gerade weil man keine Person so wirklich einschätzen kann, kommen sie dem Leser meiner Meinung nach auch nicht richtig nahe. Ich habe bis zum Schluss keine Person ins Herz schließen können, egal ob sie positiv oder negativ besetzt war. Eine Geschichte lebt aber für mich aber zu einem großen Teil von seinen Charakteren und wenn ich keinen Zugang zu den Personen finde, dann fällt es mir auch schwer völlig in die Geschichte einzutauchen. Vor allem die Hauptperson des Emil Larsson blieb oft blass und erfüllte eher den Sinn einer Laterne, die durch die Geschichte führt, ohne aber wirklich einen farbenfrohen Hauptcharakter abzugeben. Man fühlte sich immer als würde die Geschichte aus der Ferne erzählt ohne den Leser völlig hineinzuziehen ins Geschehen. Die Sprache trug dazu auch ein wenig bei, denn auch sie blieb meist etwas zu sachlich und distanziert für meinen Geschmack. Eher wie eine Handlungsanweisung für die beteiligten Personen. Die Geschichte an sich fand ich sehr interessant und die ganzen Intrigen und Spiele faszinierend, vor allem auch weil es kein Stoff war, der in jedem historischen Roman schon mal abgefrühstückt wurde, sondern eine mir völlig neue Materie erschloss. So wollte ich trotz einiger Längen doch immer wissen wie das ganze Intrigenspiel ausgeht und wer am Schluss die besten Karten hat und wem Fortuna gewogen ist. Auf Grund dessen gebe ich auch eine eingeschränkte Leseempfehlung für das Buch. Wer mal eine ganz neue Materie in einem historischen Roman erleben möchte und nicht so viel Wert auf die Ausgestaltung der Personen legt, wird mit diesem Buch sehr viel Freude haben. Für mich hatte das Buch aber ein paar Längen zu viel und zog mich als Leser zu wenig in den Bann der Geschichte hinein, als dass ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung geben könnte.

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