Karen Eriksen

 2.8 Sterne bei 22 Bewertungen
Autorin von Familienboot.

Lebenslauf von Karen Eriksen

Nach dem Studium in Hamburg und einigen Berufsjahren dort ging Karen nach London. Sie arbeitete als Reporterin bei Dow Jones Newswires. Im Jahre 2000 kaufte sie sich ein Segelboot und lernte auf einer Segelregatta in Italien ihren australischen Mann kennen. Seit 2001 wohnt sie nun in Sidney, Australien mit ihrem Mann, zwei Teenagern und zwei Hunden.

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Familienboot

Familienboot

 (22)
Erschienen am 25.05.2018

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Rezension zu "Familienboot" von Karen Eriksen

Segeln mit der ganzen Familie
Bouquinistevor 3 Monaten

Worum geht es

Einmal dem Alltag entfliehen und etwas Einzigartiges mit der ganzen Familie erleben. Wer wünscht sich das nicht. Aussteigen auf Zeit. Diesen Wunsch hat sich die deutsch-australische Familie Eriksen erfüllt. Nach langem Überlegungen und vielen Vorbereitungen haben die passionierten Segler Karen und John beschlossen, gemeinsam mit ihren Kindern Lizzi und Finn ein Fahrtensegeljahr mit ihrem Segelschiff Senta zu machen. Einmal durch das Mittelmeer und als krönender Abschluss den Atlantik überqueren, damit wollten sie sich einen Lebenstraum erfüllen, aber auch als Familie von intensiven Momenten gemeinsam profitieren. Nur ist die Realität nicht immer so romantisch und perfekt, wie man sich so einen Segeltörn vorstellen könnte.

Was ich über das Buch denke

Das Familienboot kommt in einer ganz tollen Aufmachung daher – ein Hardcover in Rot Blau und Weiß mit einem Lesebändchen. Ich liebe Lesebändchen, sie sind heute eher selten geworden. Es gibt dem Buch einen Hauch von einem Tagebuch.

Die Farbgebung ist maritim und das Titelbild zeigt ein Segelboot mit vier Personen mitten zwischen den Kontinenten. Es gleicht einer Kinderzeichnung, was die Botschaft des Titels verstärkt. Schlägt man das Buch auf, erwarten einen Hochglanzseiten mit vielen Fotos, die die Reise der Familie bebildern. Bereits vor dem Lesen des Buches habe ich es immer wieder zur Hand genommen und darin geblättert.

Der Hauptteil der Reise wird on Karen erzählt. Dabei wechseln ihre Tagebucheinträge, die sie während der Reise geschrieben hat, mit ihren zusätzlichen Beschreibungen, die im Anschluss entstanden sind. Aber auch die anderen Familienmitglieder kommen zu Wort, was ich sehr sympathisch finde, da es ja schließlich das Abenteuer der ganzen Familie ist.
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut und auch sehr hohe Erwartungen an den Inhalt. Karen selbst hat mit ihrem Vorwort diese Erwartungen noch gesteigert, da sie direkt vier Zielgruppen für das Buch angegeben hat. Es gibt Informationen für:

- Auszeit mit Kindern
- Segler die einen längeren Segeltörn mit Kindern durch das Mittelmeer machen möchten
- Atlantiküberquerung
- Eltern mit einem autistischen Kind.

Leider musste ich bereits nach den ersten Seiten feststellen, dass Karens Schreibstil mir persönlich nicht zusagt. Sie beschreibt alle Ereignisse der Reise wie eine einzige Aneinanderreihung von Abläufen. Dabei gibt es viele Wiederholungen und zum Teil etwas abgehackte Sätze. Für mich recht eigenartig und es hat mir leider ein wenig den Lesespaß genommen. Auch scheint sie manchmal ihren Augenmerk auf, für mich als Leser, eher unwichtige Dinge zu lenken. So hat man nach der Hälfte des Buches den Eindruck, dass die Familie ständig zum Essen in irgendwelchen Restaurants ist oder auf Partys in den Segelclubs. Sicher gehört das ebenfalls zu so einer Segelreise mit dazu, aber es kam wirklich zu häufig und verdrängte teilweise das Wesentliche.

Es gibt aber auch sehr interessante Beschreibungen gerade über die Südosteuropäischen Länder wie Kroatien oder Albanien.
Was mir bei der Beschreibung der Häfen oder beim Leben an Bord ein wenig gefehlt hat, waren zum einen die Details und zum anderen die Emotionen. Die gesamte Reise wird sehr schnell abgehandelt. Gerade ist man hier, ist man auch schon wieder weg – eben das bereits weiter oben erwähnte Aneinandereihen von Abläufen. Für mich persönlich gehören in einen Reisebericht über so ein interessantes Unternehmen, wie eine Segelauszeit mit der ganzen Familie, auch einige Emotionen. Dinge wurden zwar als spaßig, blöd oder nervig beschrieben, aber emotional wurde damit nichts transportiert.

Für Segler ist das Buch bestimmt nicht schlecht. Ich als Nicht-Segler hatte aber so manches Mal mit den verwendeten Fachbegriffen zu kämpfen. Kenntnisse wurden vorausgesetzt. Weder im Rahmen der Handlung noch in einem Glossar wurden Fachbegriffe genauer erläutert oder erklärt, warum man in welcher Situation welches Manöver machen musste. Das ist schade, da ich gern konkret etwas über das Segeln gelernt hätte. So musste ich viel zusätzlich im Internet recherchieren.
Da ich ein visueller Typ bin, hat mir auch eine Karte mit eingezeichneter Reiseroute und angelaufenen Häfen gefehlt. Einige Orte kannte ich, aber andere nicht und so kam auch noch ein Atlas als Lesehilfe hinzu.

Im zweiten Teil des Buches geht es dann an die Atlantiküberquerung, die die Familie im Rahmen des ARC (Atlantic Rally for Cruisers) macht. Hier wird dem Leser dann doch etwas von der Aufregung und der Nervosität vor diesem großen Ereignis mitgegeben. Man spürt, dass sich hier ein Traum der Segler erfüllt. Es wird auch auf interessante kleine Details eingegangen, die das Leben an Bord betreffen. Die Enge, der stark begrenzte Stauraum oder das Kochen bei Wellengang – das war sehr sympathisch und interessant.

Das Thema Schulunterricht für die Kinder war auch sehr wichtig. Es hat gut gezeigt, dass Fernunterricht nicht immer einfach ist und eine enorme Disziplin von Seiten der Kinder und der Eltern erfordert. Es ist gleichzeitig ein guter Denkanstoß, ob und wann es Sinn macht, die Kinder für ein Sabbatjahr aus der Schule zu nehmen, um ihnen so zwar viel zu zeigen und Lebenserfahrung mitzugeben, aber immer im Bewusstsein, dass ein geregelter Schulablauf definitiv nicht möglich ist.

Karens selbstgestecktes Ziel Eltern mit autistischen Kindern anzusprechen, ist für mein Empfinden etwas zu kurz gekommen. Finn wird kaum erwähnt, das Krankheitsbild nur am Anfang einmal kurz erklärt.

Fazit

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an dieses Buch, die leider nicht in allen Bereichen erfüllt wurden. Für mich hätte man aus diesem Buch noch wesentlich mehr machen können.
Ich denke, dass das Buch für Segler bestimmt interessant ist, da sie sich besser in diese doch sehr spezielle Welt aus Marinas und Fachbegriffen hineinversetzen können. Als Nicht-Segler stand ich manchmal etwas ratlos da. Trotzdem war es interessant dieses Buch zu lesen und es hat bei mir das Interesse am Thema geweckt.

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Winterzaubers avatar

Rezension zu "Familienboot" von Karen Eriksen

Segelturn
Winterzaubervor 3 Monaten

Karen und John gehen mit ihren beiden Schulkindern für ein Jahr auf Segelturn. Der Turn war schon lange Johns Traum und die beiden haben diese Reise ein paar Jahre geplant. Karen kommt aus Deutschland und John ist Australier, die Familie lebt auch dort. Eine Crew und Karens Eltern sind ebenfalls an Bord.

Es gibt interessante Infos über die verschiedenen Länder, die bereist wurden und eine Art Tagebuch von Karen und ihrer kleinen Tochter.

Leider fehlt der Geschichte der rote Faden, für Nichtsegler werden Begriffe nicht erklärt. Der Schreibstil ist nicht flüssig und das macht es schwierig der Geschichte zu folgen. Leute mit denen sich getroffen wird oder aber die zur Crew gehören, werden nicht vorgestellt. Welche Probleme es gibt mit 2 Kindern, wobei eins noch autistisch ist, darauf wird in der Geschichte gar nicht eingegangen.

Die Atlantiküberquerung gehört meiner Meinung nach zu den Highlights des Buches und ist echt interessant. Ansonsten konnte mich das Buch nicht begeistern.

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Limaries avatar

Rezension zu "Familienboot" von Karen Eriksen

Reisetagebuch über ein Segelabenteuer.
Limarievor 3 Monaten

Im Rahmen einer Leserunde hier auf Lovelybooks durfte ich an der Leserunde teilnehmen.
Zum Inhalt:
„Glücklich sind die, die Träume träumen, und bereit sind, den Preis dafür zu bezahlen, sie wahr werden zu lassen.“
Träumst Du manchmal davon, Dich aus dem Alltag zu verabschieden? Aber die Realitäten des Lebens und die notwendige Rückkehr und die damit verbundenen Unwägbarkeiten halten Dich davon ab? John und Karen mit Finn und Lizzie haben genau das getan. Sie verließen ihr normales Leben in Sidney, Australien, den Job, die Autos, das Haus, Schule und Geschirrspüler. Die leidenschaftlichen Segler wollten 24-Stunden Familienzeit erleben, bevor die Kinder das Nest verließen, ein einjähriges Sabbatical. Das Buch „Familienboot“ ist die inspirierende Geschichte einer deutsch-australischen Familie und das Verfolgen ihres Traumes.
Die Familie zog auf ihre 46-Fuss Yacht Senta und machte sie zu ihrem neuen Zuhause, mit drei Generationen auf wenigen Quadratmetern. Sie würden unzählige Länder besuchen, antike Ruinen besichtigen, sozialistische Architektur und einfache Schäferhütten bestaunen. Sie erkundeten große Städte und winzige Dörfer, erlebten atemberaubende Landschaften und fremde Kulturen. Und am Ende überquerten sie einen Ozean, die größte Herausforderung.
Ein richtiges Familienabenteuer!
Segler oder nicht, dieser unerschrockene Bericht bietet allen etwas. Die Familienauszeit brauchte Jahre der Planung, und das Buch bietet praktische Tipps zum Organisieren eines Sabbatjahres sowie nützliche Informationen zum Fahrtensegeln, Fernschule oder einfach Reisen mit Kindern.
Meine Meinung:
Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Der Schreibstil konnte in mir keine Emotionen auslösen, das Lesen hat mir leider keinen Spaß gemacht, das Segelfieber ist in mir nicht ausgebrochen.
Aus unterschiedlichen Perspektiven und unterrahmt von tollen Reisefotos wird die Geschichte und die Abenteuer der Familie erzählt, die ein Jahr rund um die Welt segelt, um intensive Zeit mit der Familie zu verbringen. Ein interessantes und gewagtes Vorhaben, das die Familie zusammenbringt und sie viel erleben lässt.
Fazit:
Nicht ganz mein Buch. 2 von 5 Sternen.

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Gespräche aus der Community

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nico_kleins avatar

Mit den eigenen Kindern auf große Fahrt!

Unser Alltag kann manchmal sehr stressig und anstrengend sein. Tägliche Verpflichtungen und moderne Kommunikationsmittel rauben uns allen von Zeit zu Zeit die Muße, um uns auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren. Manchmal träumen wir davon, alles hinter uns zu lassen und mit kleinem Gepäck zu neuen Horizonten aufzubrechen. 

So auch Familie Cole. Die beiden geübten Segler John und Karen Eriksen entschieden sich, während eines einjährigen Sabbaticals mit ihren beiden Kindern Finn und Lizzie um die Welt zu segeln. Begleitet sie in unserer Leserunde zu "Familienboot" auf ihrem großen Abenteuer unter anderem nach Montenegro, Instanbul, Guernsey, Gibraltar und sogar über den Atlantik. Ahoi! 

Mehr zum Buch
"Glücklich sind die, die Träume träumen, und bereit sind, den Preis dafür zu bezahlen, sie wahr werden zu lassen." 

Träumst Du manchmal davon, Dich aus dem Alltag zu verabschieden? Aber die Realitäten des Lebens und die notwendige Rückkehr und die damit verbundenen Unwägbarkeiten halten Dich davon ab? John und Karen mit Finn und Lizzie haben genau das getan. Sie verließen ihr normales Leben in Sydney, Australien, den Job, die Autos, das Haus, Schule und Geschirrspüler. Die leidenschaftlichen Segler wollten 24-Stunden Familienzeit erleben, bevor die Kinder das Nest verließen, ein einjähriges Sabbatical. Das Buch „Familienboot“ ist die inspirierende Geschichte einer deutsch-australischen Familie und das Verfolgen ihres Traumes.
Die Familie zog auf ihre 46-Fuss Yacht Senta und machte sie zu ihrem neuen Zuhause, mit drei Generationen auf wenigen Quadratmetern. Sie würden unzählige Länder besuchen, antike Ruinen besichtigen, sozialistische Architektur und einfache Schäferhütten bestaunen. Sie erkundeten große Städte und winzige Dörfer, erlebten atemberaubende Landschaften und fremde Kulturen. Und am Ende überquerten sie einen Ozean, die größte Herausforderung.
Ein richtiges Familienabenteuer!

Segler oder nicht, dieser unerschrockene Bericht bietet allen etwas. Die Familienauszeit brauchte Jahre der Planung, und das Buch bietet praktische Tipps zum Organisieren eines Sabbathjahres sowie nützliche Informationen zum Fahtensegeln, Fernschule oder einfachen Reisen mit Kindern. 

Mehr zur Autorin
Die Seglerin Dr. Karen Eriksen kommt aus Deutschland und arbeitete als Wirtschaftsjournalistin in London. Ihren australischen Mann lernte sie bei einer Regatta in Sardinien kennen. Inzwischen lebt sie in Sydney, ist Mutter zweier Kinder und arbeitet als freischaffende Journalistin und Autorin. 

In dieser Leserunde können 25 reiselustige Abenteurer ein Exemplar von  "Familienboot – Eine Segelreise mit Kindern" gewinnen. 

Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich 25.07.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button. Beantwortet dazu folgende Frage:    

Stellt euch vor, ihr gewinnt euer eigenes Boot inklusive der Möglichkeit eines Skipperkurses. Wohin würdet ihr als erstes segeln? 

Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Erfolg. Möge der Wind immer aus der richtigen Richtung wehen! 
    
Schildi_88s avatar
Letzter Beitrag von  Schildi_88vor 3 Monaten
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Karen Eriksen wurde am 26. Mai 1962 in Stade (Deutschland) geboren.

Karen Eriksen im Netz:

Community-Statistik

in 29 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

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