Karen Foxlee

 3.9 Sterne bei 89 Bewertungen
Autorenbild von Karen Foxlee (©Sonja Blake)

Lebenslauf von Karen Foxlee

Komplexe Kinder- und Jugendbücher aus Down Under: Karen Foxlee ist eine australische Jugend- und Kinderbuchautorin. Sie wurde 1971 in Queensland geboren. Zunächst arbeitete sie als Krankenschwester, schrieb sich aber dann für ein Studium des Kreativen Schreibens an der University of the Sunshine Coast ein. Drei Jahre nach ihrem Studienabschluss erschien ihr Debütroman „The Anatomy of Wings“ (2008), für den sie noch im selben Jahr den Commonwealth Writers’ Prize in der Kategorie Südpazifik erhielt. Ihr Erstlingswerk wurde bisher nicht ins Deutsche übersetzt, wohl aber ihre Jugendbücher „Das nachtblaue Kleid“ (2016) und „Ophelia und das Geheimnis des magischen Museums“ (2017). Foxlee wird von der Kritik für ihre komplexen Erzählstrategien gelobt, die Kinder und Jugendliche nicht überfordern, sondern in eine magisch-mysteriöse Welt entführen. Bei Foxlees Folgeveröffentlichung „Annabelle und die unglaubliche Reise nach Unter-London“ (2018) handelt es sich um einen dicht gewebten Kinderroman (Lesealter 10-12 Jahre) mit magisch-märchenhaften Elementen: Die Titelheldin möchte eigentlich nichts lieber, als ausschließlich Schlittschuh zu laufen. Doch da man ihr magische Kräfte zuspricht, muss sie sich dem Kampf gegen die Höllenmaschine von Mr. Angel stellen. Karen Foxlee lebt in der Kleinstadt Gympie bei Brisbane.

Alle Bücher von Karen Foxlee

Cover des Buches Das nachtblaue Kleid9783407747020

Das nachtblaue Kleid

 (62)
Erschienen am 29.02.2016
Cover des Buches Alles, was wir träumten9783407755506

Alles, was wir träumten

 (1)
Erschienen am 12.02.2020
Cover des Buches Ophelia and the Marvellous Boy9781471402418

Ophelia and the Marvellous Boy

 (1)
Erschienen am 02.10.2014
Cover des Buches The Midnight Dress9780375847653

The Midnight Dress

 (0)
Erschienen am 10.02.2015

Neue Rezensionen zu Karen Foxlee

Neu

Rezension zu "Alles, was wir träumten" von Karen Foxlee

Traurig und schön gleichermaßen
Damarisvor 2 Monaten

Karen Foxlees Roman "Alles, was wir träumten" wurde für jüngere Jugendliche, ab etwa 11 Jahren, geschrieben. Als ich einen ersten Blick auf das Buch warf und mich über das Thema informierte, rührte es sofort etwas in mir an. Damit war klar, das Buch muss ich lesen. Für mich gehört diese Art von Geschichte zu den echte All-Age-Titeln, die, losgelöst von einer bestimmen Altersgruppe, fesseln und stark berühren. Mir war klar, dass ich hier keine fröhliche Geschichte, sondern ein Drama lese. Trotzdem hatte ich am Ende einen großen Klos im Hals. "Alles, was wir träumten" hält sich hartnäckig in meinen Gedanken.

Wahrscheinlich hätte Lenny für sich selbst und ihren jüngeren Bruder Davey ein anderes Leben gewählt. Doch der 11-Jährigen ist klar, dass sie hier keine Wahlmöglichkeit hat. Vom Vater verlassen, bleibt den Geschwistern nur noch ihre von düsteren Vorahnungen geplagte Mutter und die Nachbarin. Bei der verbringen die Kinder viel Zeit, wenn die Mutter beim Arbeiten ist. Und dann ist da noch die Sorge der Familie um Davey. Lennys Bruder ist erst sechs, noch nicht mal in der Schule, aber er wächst rasend schnell. Zu schnell, als dass es normal sein könnte.

Der Gewinn eines umfassenden Lexikons für das heimische Regal, bringt etwas Abwechslung in Lennys und Daveys Alltag. Gemeinsam träumen sie sich durch die Seiten, stellen sich vor, ein glückliches, sorgenfreies Leben zu führen. Als Davey mit sieben Jahren die Größe eines erwachsenen Mannes erreicht hat, lässt sich sein Zustand nicht länger ignorieren.

Die Geschichte spielt in einer amerikanischen Kleinstadt in den 1970er Jahren. Die Umstände wirken schwierig und nicht selten trostlos. Für eine Familie mit alleinerziehender Mutter, die zwei Jobs nachgehen muss, um ihre Kinder zu ernähren, eines davon krank, ist die Situation frustrierend und wenig aussichtsreich. Die Möglichkeiten waren damals, gesellschaftlich und auch medizinisch, begrenzter als heute, und das ist in jedem Kaptitel ständig präsent. In dieser Situation ist das Sammellexikon, das die Familie gewinnt, eine willkommene Abwechslung und Ablenkung. Lenny und Davey freuen sich auf jede monatliche Ausgabe, können die Flucht aus der harten Realität kaum erwarten.

Stilistisch ist das Buch anspruchsvoll geschrieben. Verträumt, aber echt, manchmal leicht poetisch. Um die Geschichte gut nachvollziehen zu können, bedarf es der Fähigkeit, sich in diese Zeit hineinzuversetzen und zwischen den Zeilen zu lesen. Neben Daveys fortschreitender Krankheit geht es vor allem um Lenny und ihre Suche nach der eigenen Identität. Mich hat die Geschichte durch und durch berührt.

Ein Happy End darf man hier nicht erwarten, spätestens in der zweiten Buchhälfte wird das klar. Doch gerade hier erfahren Lenny, Davey und ihre Mutter eine Welle der Hilfsbereitschaft (und können diese auch annehmen) und auch Anerkennung. Das ist tragisch zu ziemlich traurig, aber auch gut, so wie es ist.

Fazit

"Alles, was wir träumten" erzählt die Geschichte zweier Geschwister, die mit mehr Widrigkeiten zu kämpfen haben, als die meisten von uns. Die sich viel streiten und doch stark aneinander hängen, weil es gar nicht anders geht. Und weil ein Lexikon ihnen eine Traumwelt nach Hause bringt, die die schwierigen Umstände für eine Weile in den Hintergrund drängt. Das Buch berührt mit seinem eindringlichen Szenario das Herz, ist prägnant geschrieben und wirkt lange nach dem Lesen noch nach. Es liest sich traurig und schön gleichermaßen. 4,5 von 5 Sterne vergebe ich dafür.

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Rezension zu "Annabelle und die unglaubliche Reise nach Unter-London" von Karen Foxlee

Hat mir gefallen
Die-Glimmerfeenvor 3 Monaten

Inhalt: Annabelles größter Wunsch sind grüne Schlittschuhe. Doch ihr größtes Geheimnis ist es, in Pfützen und spiegelnden Flächen Dinge sehen zu können. Als ihre Mutter sie dabei erwischt eine Vision zu beobachten, schickt sie Annabelle zu ihren Großtanten. Dort muss sie lernen, dass auch sie eine Hexe ist und ihr Schicksal sie dazu auserwählt hat, den bösen Magier Mr. Angel zu stoppen, der mit seinen Schatten London und die gute Magie bedroht. Ihr zur Seite steht Kitty, ein Mädchen, dass mit den Elfen reden kann und von deren Art es kaum noch welche gibt.

Art des Buches: Kinderbuch ab 10 Jahre

Wie fand ich das Buch? Obwohl das Buch ziemlich düster ist, mochte ich die kreativen Einfälle und auch die Geschichte selbst. Die Charaktere waren mir sehr sympathisch, ob es die schrulligen Großtanten sind, das wilde Mädchen Kitty, die kleine Trollin oder Annabelle selbst. Ich könnte mir vorstellen, dass kleine Mädchen doch ziemlich viel Angst und schlechte Träume von Mr. Angels Maschine und den Schatten haben könnten.

3 passende Wörter zum Buch? Hexen - London -Magie

Wem empfehlen? Es ist eine düstere magische Geschichte, die aus einem London stammt, in dem noch keine Autos unterwegs waren. Mutige junge und auch ältere Hexen können hier eine spannende Geschichte finden.

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Rezension zu "Annabelle und die unglaubliche Reise nach Unter-London" von Karen Foxlee

ein Abenteuer für Kinderherzen
Jessica_Dianavor 9 Monaten

Inhalt:
London um 1860: Annabelle möchte nichts weiter, als mit smaragdgrünen Schlittschuhen über die gefrorene Themse zu gleiten oder aus zierlichen Tässchen Tee zu trinken. Auf gar keinen Fall möchte sie diejenige sein, die die Welt vor der alles zerfressenden Maschine von Mr. Angel retten soll! Doch ihre schrulligen Großtanten halten sie für das prophezeite zaubermächtige Mädchen und schicken sie kurzerhand auf einem Besen und mit einem kratzbürstigen Straßenmädchen als Unterstützung in die Unterwelt! Annabelle muss sich ihren tiefsten Ängsten stellen, um noch rechtzeitig den ewigbesten Zauberstab zu finden!

Meinung:
Zu Beginn baut sich die Geschichte auf, doch es dauert nicht allzu lange, bis man sich als Leser in das Abenteuer stürzen kann.

Anabelle als Charakter gefiel mir sehr, da sie nicht das typische Mädchen ist, sondern ihren ganz eigenen Stil hat. Auch wenn das im nächsten Moment nicht so scheint. Zunächst ist sie das typische verwöhnte Mädchen, wie es im Buche steht, doch nach und nach kommt der wahre Charakter von ihr ans Licht. Auch die anderen Charaktere im Verlauf der Story konnten mich überzeugen, da sie den besonderen Flair der Geschichte perfekt umspielten.

Mein Kritikpunkt ist die Magie innerhalb des Romans, da ich hier glaube ich von einigen anderen Büchern etwas mehr gewöhnt bin und es ein bisschen bei mir auf Granit biss, dass ein Wort "alles bewirken" kann :O An diesem Punkt hätte ich mir persönlich etwas mehr gewünscht.

Aber das war es auch schon mit der Kritik :) Anabelle ist wieder mal ein wunderbares ABenteuer voller Magie, Zauber und wundervollen Wesen, die man im Verlauf der Geschichte kennen lernt. Ein Roman in dem die Charaktere sich wundervoll ergänzen und somit ihre ganz eigene Story weben.

Fazit:
Ein schöner Roman mit einem leichten, flüssigen und vor allem bildhaften Schreibstil. Mit Anabelle würde ich jederzeit gerne wieder ein Abenteuer bestreiten :) 4,5 von 5 Sternen


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    Gespräche aus der Community

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    Cover des Buches Annabelle und die unglaubliche Reise nach Unter-Londonundefined
    Lieselotte
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    Mehr zum Buch:
    London um 1860: Annabelle möchte nichts weiter, als mit smaragdgrünen Schlittschuhen über die gefrorene Themse zu gleiten oder aus zierlichen Tässchen Tee zu trinken. Auf gar keinen Fall möchte sie diejenige sein, die die Welt vor der alles zerfressenden Maschine von Mr. Angel retten soll! Doch ihre schrulligen Großtanten halten sie für das prophezeite zaubermächtige Mädchen und schicken sie kurzerhand auf einem Besen und mit einem kratzbürstigen Straßenmädchen als Unterstützung in die Unterwelt! Annabelle muss sich ihren tiefsten Ängsten stellen, um noch rechtzeitig den ewigbesten Zauberstab zu finden!

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    436 BeiträgeVerlosung beendet
    Letzter Beitrag von  BlueberryMuffin98vor einem Jahr
    Ich hatte auch zum allerersten Mal Glück, ich freue mich riesig, vielen Dank!

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