Die verborgene Schönheit der Sterne

von Karen Hilgarth 
4,3 Sterne bei13 Bewertungen
Die verborgene Schönheit der Sterne
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gantenbeyns avatar

Spannende Beziehungsgeschichte

N

Dieses Buch ist ein literarisches Highlight. Sehr gut geschrieben und es hinterlässt Spuren, regt zum Nachdenken an.

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Inhaltsangabe zu "Die verborgene Schönheit der Sterne"

Liebe ist ein großer Bestandteil des Lebens. Liebe bringt Menschen zusammen. Die Liebe zweier Menschen ist stark genug, um bösen Kräften wie Tod und Krankheit zu trotzen. So wird es zumindest in vielen Geschichten und Filmen proklamiert. Schicksalsschläge beeinflussen unsere Beziehung zu vertrauten Menschen, zu unserer Umwelt, aber vor allem zu uns selbst. Glücklich verheiratet mit dem Astrophysiker Leonhard scheint Martinas Leben seinen gewohnten Lauf gefunden zu haben. Doch eine Zufallsbekanntschaft mit dem katholischen Priester Jarek ist Auftakt für einen Riss in ihre sonst perfekt erscheinende Realität. Von Gewissensbissen begleitet, beginnen die beiden trotzdem eine heimliche Liebesbeziehung. Diese findet jedoch ein jähes Ende, als Leonhard unheilbar an Krebs erkrankt. Von einem Augenblick auf den anderen sieht sich Martina einer komplizierten Situation gegenüber, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird. Aber damit ist sie nicht alleine: Sowohl Jarek als auch Leonhard erlangen für sich neue Erkenntnisse, die den beiden neue Horizonte eröffnen. Eine herzergreifende Geschichte über das Leben und seine Tücken, über die Suche nach dem eigenen Selbst in einer Welt, in der Wissenschaft und Religion, Vernunft und Glaube um die Vorherrschaft ringen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783939990413
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:305 Seiten
Verlag:Pro-Talk Verlag
Erscheinungsdatum:15.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    gantenbeyns avatar
    gantenbeynvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannende Beziehungsgeschichte
    Hoch dramatisch, viel zum Nachdenken


    Die verborgene Schönheit der Sterne… ein Buch, das mich gepackt hat! Eine eigentlich alltägliche Geschichte von einem Ehepaar, das einander in Liebe zugetan ist und sich doch voneinander entfremdet, von einem eher zufälligen Seitensprung, der in eine verzweifelte, absurde Liebe mündet, dazu von dem zaghaften Glück zweier Menschen, mit denen es das Leben bisher nicht besonders gut gemeint hat…

    Was mir an dem Buch ganz besonders wichtig ist: Offensichtlich mag die Autorin ihre Protagonisten, und das ist nicht unbedingt selbstverständlich. Mit welcher Sympathie diese unterschiedlichen Charaktere gezeichnet werden! Da ist der Physiker Leonhard, der die Chance seines Lebens erhält und im Moment seines höchsten Glücks – er darf am Large Hadron Collider in Genf arbeiten, dem Mekka der Theoretischen Physiker – ereilt ihn die fatale Diagnose. Dann der Priester Jarek mit seiner brüchigen Überzeugung, seinem Idealismus, seinen Zweifeln, seinen weit reichenden Entscheidungen. Die „Sozialtante“ Martina mit ihrer Sympathie für „ihre“ Obdachlosen, die auf einmal erleben muss, wie ihr die Liebe entgleitet und etwas ganz Neues sich in ihr Leben drängt. Und schließlich Mike, der ziemlich abgestürzte Junge, der sich aus Alkoholismus und Obdachlosigkeit herausarbeitet und mit Jenny, deren Chancen im Leben ebenfalls nicht besonders gut stehen, seinen Traum vom guten Leben zu verwirklichen versucht. In ihren Schilderungen dieser Personen, in ihren inneren Konflikten, den Dialogen, den Begegnungen spürt man der Autorin ab, dass sie eine tiefe Sympathie für ihre Geschöpfe empfindet. Und die haben es wirklich nicht leicht. Leonhard, der einem elenden Tod entgegengeht, Martina, die sich mehr aus Versehen in einen anderen Mann verliebt, Jarek, der zwischen dem, was er für seine Berufung hält, und ganz neuen Erfahrungen in- und hergerissen wird. Und Mike und Jenny in ihrem Bemühen, sich eine lebenswerte Existenz aufzubauen.

    Für mich der einzige kritische Gesichtspunkt: Ich finde, die Autorin hat versucht, zu viel in einen einzigen Roman zu stecken. Natürlich wäre es super spannend, mehr über Leonhards Arbeit und die Grenzgebiete der Physik zu erfahren, in die er am LHC vordringen kann. Aber das war dann wohl doch zu viel für diesen Roman, so kommt es zu den kurzen Absätzen, die den Kapiteln als Motto vorangestellt werden: Grundaussagen der modernen Physik, deren innerer Zusammenhang mit dem folgenden Kapitel sich mir nicht immer erschlossen hat. Auch über Jareks Gewissensqualen und die Überlegungen, die seiner Entscheidung vorangehen, hätt ich gern mehr erfahren, aber das hätte ebenfalls den Rahmen des Buches gesprengt. Aber das sind Schönheitsfehler, vielleicht Anfängerfehler (bei Lovelybooks ist jedenfalls nur dieses eine Buch von ihr zu finden), und man kann sich auf weitere Bücher aus der Feder von Karen Hilgarth freuen.

    Gute vier Sterne!

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    Nenettevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist ein literarisches Highlight. Sehr gut geschrieben und es hinterlässt Spuren, regt zum Nachdenken an.
    Eine literarische Perle

    Ich habe das Buch bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand gelegt und an einem Wochenende gelesen.
    Die tragische Dreiecksgeschichte zwischen einer nicht mehr ganz enthusiastischen Sozialarbeiterin, einem todkranken Astrophysiker mit großen Ambitionen und einem Pfarrer ist brilliant geschrieben.
    Daneben gibt es die Geschichte des Obdachlosen, der die Straße verlassen will und zu einem geregelten Leben  finden möchte, der sich rettungslos dabei verliebt und dem die Liebe weiteren Auftrieb gibt.
    Mit klaren Worten werden die Charaktere und ihre jeweiligen Dilemmata beschrieben. Mich hat vor allem die Beschreibung von Leonhard, dem Astrophysiker, berührt. Die Entdeckung der Krankheit, wie Körper, Geist und Gedanken seziert werden und die Vielschichtigkeit der Emotionen, die eine solche Diagnose auslöst, sind ungeheuer realitätsnah und doch mit ungewöhnlichen Worten beschrieben. Die Autorin hat sich intensiv mit ihren Charakteren beschäftigt.
    Auch der Bezug zum Universum, zur Astrophysik, zu Philosophie, zu Religion ist unter anderem mittels der Kapiteleinleitungen ausgezeichnet gelöst.
    Wir sind alle nur Staub in einem expandierenden Universum, aber die Dramen des Lebens lassen das Universum um uns herum zu Staub werden und stellen uns immer wieder in das Zentrum unseres eigenen, persönlichen Universums.
    Das ist meine private Quintessenz aus der Lektüre des Buchs.

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    AnjaKoenigs avatar
    AnjaKoenigvor einem Jahr
    Die verborgene Schönheit der Sterne


    schon das cover hat mir sehr gefallen und der titel mich total angezogen. der schreibstil war schön zu lesen und die geschichte sehr gut. mehrere menschen mit ihren Schicksalen und Verknüpfungen untereinander werden beschrieben. so unterschiedlich wie die Personen sind, so anders die jeweiligen ansichten. wie Leonhard mit seiner Krankheit umgeht und Martina seine frau damit zurecht kommt, wie die Beziehung dadurch beeinflusst wird. all dies zeigt auf, wie schwer diese so extreme Situation ist und aufgenommen wird. dann jarek und sein umgang mit Religion und der liebe, Martin und Jenny, eine eigene geschichte die dennoch verknüpft ist und einige interessante Themen aufnimmt. ein rund um gutes buch, das ich gerne weiterempfehle.
    nicht leicht, aber tief.

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    hannelore_bayers avatar
    hannelore_bayervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tief berührend
    Tief berührend und entwicklungsstark

    Ich habe ein tolles Buch gelesen, daß mich sehr beeindruckt hat und mir sicher im Gedächtnis bleibt.

    Die Autorin versteht es hervorragend dermaßen einfühlsam auf alle Charaktere in der Geschichte einzugehen, daß man sich in Jeden hineinversetzen kann. Leonhard, arbeitsverliebt, muß einen großen Kampf bestehen. Martina, zu Anfang etwas schwach gewinnt unheimlich dazu. Jarek, der katholische Pfarrer, ich konnte richtig mit ihm fühlen und auch seine Probleme verstehen. Mike, der Obdachlose, mit seinem großen Gewinn Jenny, selbst diese Personen sind sehr authentisch dargestellt. Mit ihnen war ich in der Welt der Obdachlosen und Trinker. Man konnte Mikes Anstrengungen wieder in die richtige Spur zu kommen miterleben. Der große Kampf von Leonhard, dieses nicht wahr haben wollen und doch akzeptieren müssen, tief berührend! Auch die Entwicklung von Martina ist unbedingt lesenswert!

    Eine großartige Idee fand ich, den einzelnen Kapiteln Erkenntnisse aus der Physik voran zu stellen. In den meisten Fällen konnte man einen Bezug zum Kapitelinhalt herstellen. Sehr schön empfand ich das Vorwort zum 1. Kapitel noch einmal vor das letzte Kapitel zu setzen.

    Den Grund erfahren sie durch das Lesen.

    Die Geschichte:

    Martina und Leonhard sind schon einige Zeit verheiratet. Er arbeitet als Astrophysiker in Genf und sie als Sozialtante in Berlin. Martina ist oft allein und so lernt sie eines Tages Jarek kennen. Beide fühlen sich voneinander angezogen und beginnen ein Verhältnis, bis der große Show-down in Martinas Leben beginnt. Leonhard ist schwer krank und sie will sich um ihn kümmern und zieht sich von Jarek zurück. So leicht ist es aber garnicht für sie. Durch LeonhardsProbleme wird sie immer mehr aus seinem Leben geschoben, daß verkraftet sie kaum. Warum sie dann Jarek wieder anruft und was sonst noch passiert, lohnt sich selber zu lesen. Martina macht eine ganz starke Entwicklung durch! Auch die Nebencharaktere verdienen es, daß man ihre Geschichte liest. Ein starker,schwacher Mann, dieser Mike mit seinem Hauptgewinn.

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    hannelore_bayers avatar
    hannelore_bayervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tief berührend
    Tief berührend und entwicklungsstark

    Die verborgene Schönheit der Sterne

    Ich habe ein tolles Buch gelesen, daß mich sehr beeindruckt hat und mir sicher im Gedächtnis bleibt.

    Die Autorin versteht es hervorragend dermaßen einfühlsam auf alle Charaktere in der Geschichte einzugehen, daß man sich in Jeden hineinversetzen kann. Leonhard, arbeitsverliebt, muß einen großen Kampf bestehen. Martina, zu Anfang etwas schwach gewinnt unheimlich dazu. Jarek, der katholische Pfarrer, ich konnte richtig mit ihm fühlen und auch seine Probleme verstehen. Mike, der Obdachlose, mit seinem großen Gewinn Jenny, selbst diese Personen sind sehr authentisch dargestellt. Mit ihnen war ich in der Welt der Obdachlosen und Trinker. Man konnte Mikes Anstrengungen wieder in die richtige Spur zu kommen miterleben. Der große Kampf von Leonhard, dieses nicht wahr haben wollen und doch akzeptieren müssen, tief berührend! Auch die Entwicklung von Martina ist unbedingt lesenswert!

    Eine großartige Idee fand ich, den einzelnen Kapiteln Erkenntnisse aus der Physik voran zu stellen. In den meisten Fällen konnte man einen Bezug zum Kapitelinhalt herstellen. Sehr schön empfand ich das Vorwort zum 1. Kapitel noch einmal vor das dritte Kapitel zu setzen.

    Den Grund erfahren sie durch das Lesen.

    Die Geschichte:

    Martina und Leonhard sind schon einige Zeit verheiratet. Er arbeitet als Astrophysiker in Genf und sie als Sozialtante in Berlin. Martina ist oft allein und so lernt sie eines Tages Jarek kennen. Beide fühlen sich voneinander angezogen und beginnen ein Verhältnis, bis der große Show-down in Martinas Leben beginnt. Leonhard ist schwer krank und sie will sich um ihn kümmern und zieht sich von Jarek zurück. So leicht ist es aber garnicht für sie. Durch LeonhardsProbleme wird sie immer mehr aus seinem Leben geschoben, daß verkraftet sie kaum. Warum sie dann Jarek wieder anruft und was sonst noch passiert, lohnt sich selber zu lesen. Martina macht eine ganz starke Entwicklung durch! Auch die Nebencharaktere verdienen es, daß man ihre Geschichte liest. Ein starker,schwacher Mann, dieser Mike mit seinem Hauptgewinn.

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    Lesewunders avatar
    Lesewundervor einem Jahr
    Kurzmeinung: eine berührende Geschichte , aber kein Liebesroman im herkömmlichen Sinn
    eine bewegender Roman über Liebe, Tod und Hoffnung

    Martina, eine Sozialarbeiterin, die sich um Obdachlose kümmert und Leonhard, ein Physiker, sind schon lange ein Paar. Man ist sich vertraut, und das Leben ist ein ruhiger Fluss.
    Martina lernt in einem Cafe zufällig den polnischen Pfarrer Jarek kennen und freundet sich mit ihm an. Dieser hilft ihr bei der Wohnungsbeschaffung für ihren Schützling Mike, der beschlossen hat, sein Leben zu ändern, weil er sich in Jenny verliebt hat. In dieser Situation schlägt das Schicksal erbarmungslos zu. Leonhard hat Bauchspeicheldrüsenkrebs - unheilbar, Endstadium. Das Paar durchlebt nun verschiedene Gefühlsstadien: Wut, Einsamkeit,  Schuld und auch Liebe. Und dann ist da Jarek, der sich in Martina verliebt hat und nun mit seinem Glauben und Gott hadert. Und Mike und Jenny, die versuchen, sich ihren Platz in der Gesellschaft und ihr Stück vom Glück zu erkämpfen.
    Das Buch hat mich sehr berührt. Die klare Sprache der Autorin verhindert zum Glück allzu große Sentimentalität, was das Buch in meinen Augen auszeichnet, da dadurch der Blick nicht verstellt wird auf die wesentlichen Fragen und den Leser zum Nachdenken anregt.
    So wie die Autorin die Personen schildert, könnte die Geschichte jedem passieren, Keiner kann darauf vertrauen, dass sein Leben von Schicksalsschlägen verschont bleibt. Was zählt ist, wie man damit umgeht und seinen Weg findet. Das Universum kümmert sich nicht darum. Diese Haltung der Autorin wird meiner Meinung nach deutlich, in dem sie vor jedes Kapitel eine wissenschaftliche Erklärung zum Weltall stellt.
    Dennoch bleibt immer noch die Hoffnung. Und so endet das Buch bei aller Trauer versöhnlich und ist vielleicht deshalb doch eine Liebesgeschichte.

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    Brunhildis avatar
    Brunhildivor einem Jahr
    Tiefgründig, aber viel zu ausschweifend


    Meine Meinung:
    Das Cover hat mich leider nicht so angesprochen. Es wirkt schlicht und nicht gerade aussagekräftig. Man sieht den Umriss dreier Personen, vermutlich die Protagonisten. Der Sternenhimmel passt zum Titel.


    Der Klappentext verrät schon, worum es in dem Buch geht. Da dieser schon so lang ist und das Wesentliche auf den Punkt bringt, möchte ich dem auch nicht mehr viel hinzufügen. Meiner Meinung nach ist er aber zu lang geraten.


    Die Autorin hat einen sehr ungewöhnlichen Schreibstil, der mir leider nicht zugesagt hat. Er ist langgezogen und sehr ausschweifend. Immer wieder schweift sie von dem Eigentlichen ab. So passiert auf vielen Seiten nur sehr wenig.


    In diesem Buch haben wir insgesamt fünf Protagonisten. So haben wir Martina und Leonhard, das verheiratete Paar. Leonhard erkrankt ja ziemlich schnell im Verlaufe der Geschichte an Krebs und verändert sich. Martina hat vor der Diagnose den Priester Jarek kennengelernt. Beide haben sich ineinander verliebt, aber Martina kann Leonhard ja in seinen letzten Monaten nicht allein lassen. Es gibt auch noch einen eigenen kleinen Handlungsstrang über Mike und Jenny. Dieser hat sich meiner Meinung nach jedoch nicht gut in das Buch eingefügt und war irgendwie fehl am Platz. Die Charaktere haben zwar eine gute Tiefe, aber dennoch haben sie sich in den Dialogen leider überhaupt nicht unterschieden.


    Die Geschichte ist tiefgründig und soll zum Nachdenken anregen. Das tut sie auch, aber dennoch war es mir einfach zu ausschweifend. Mir fehlte es an Überraschungen, die das Ganze noch ein wenig verbessert hätte. Der Funke ist bei mir nicht übergesprungen.




    Fazit:
    "Die verborgene Schönheit der Sterne" konnte mich leider nicht begeistern. Der langgezogene Schreibstil und die Charaktere, die ebenfalls immer ausschweifend reden oder denken, haben mir das Lesen sehr schwer gemacht. Es gibt keine besonderen Überraschungen, so dass die ernste Handlung eher vor sich hin plätscherte.


    2/5 Punkte
    (Geht so! Das war nicht meins.)


    Vielen Dank an die Agentur Spread and Read und an den Pro-Talk Verlag zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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    catlys avatar
    catlyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein literarisch hochwertiger Roman, der sich unter anderem mit der Frage Wissenschaft oder Glaube auseinandersetzt. Sehr inspirierend.
    Ein etwas anderer "Liebesroman"

    "Die verborgene Schönheit der Sterne" ist nur indirekt ein Liebesroman. Zwar spielen die Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen eine zentrale Rolle, jedoch setzt sich der Roman auch mit dem Urglauben der Menschheit und der gesellschaftlichen Entwicklung der Forschung, sowie auch dem Universum auseinander.

    Jedes Kapitel startet mit einigen wissenschaftlichen Sätzen über Physik bzw. das Universum. Diese regten mich jeweils zum Nachdenken an und waren teils sehr interessante Ansätze. Unter anderem wird zum Beispiel die Theorie der Anziehungskraft aufgefasst - Objekte ziehen sich gegenseitig an. Doch ist dieses Konzept eventuell auch auf die Menschen umlegbar?

    „Was aber wäre, wenn diese Gesetzmäßigkeiten nicht nur auf die Forschungsobjekte der Physik zuträfen, sondern im übertragenen Sinne auch auf die der Gefühle und die von ihnen motivierten Handlungen lebendiger Wesen? Oder ist es nicht vielleicht seit Urzeiten so und wir haben es nur noch nicht bemerkt?“ 

    Die Kapitel selbst sind in qualitativ hochwertiger Sprache verfasst. Der Schreibstil der Autorin ist auf jeden Fall einzigartig und erfordert viel Aufmerksamkeit. Mich konnte er allerdings hundertprozentig überzeugen. Die Handlung ist nur in wenigen Ansätzen voraussehbar und es ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Ich hatte bei keinem Kapitel das Gefühl, dass etwas nicht passen würde oder dass es qualitativ abgenommen hätte!

    Martina und Leonhard sind ein Paar. Als Martina Jarek kennenlernt ergibt sich eine seltsame Dreieckskonstellation. Besonders gut haben mir dabei die Diskussionen zwischen Jarek (Pfarrer) und Leonhard (Wissenschaftler und überzeugter Physiker) gefallen. Sie vertreten die exakten Gegenpole in der Grundsatzfrage Wissenschaft gegen Glaube bzw. Was kommt nach dem Tod?. Äußerst anregend und interessant!
    Im Laufe der Geschichte ergibt sich in dieser Konstellation durch diverse Ereignisse (die ich hier nicht vorwegnehmen möchte) eine traurige und unglückliche Handlung.
    Parallel dazu läuft die Handlung zwischen Mike und Jenny. Er ist ein Alkoholiker, der aufgrund dessen, dass er sich in Jenny verliebt, von der Straße wegzukommen versucht und den Aufbau eines geregelten Lebens in die Hand nehmen will. Diese Handlung verläuft gegensätzlich zur anderen relativ positiv. Anfangs waren diese parallelen Handlungen etwas verwirrend und ich fragt mich wie diese zu verbinden seien, doch am Ende ergibt sich daraus ein stimmiges, verwobenes Bild. Denn das Schöne kann ohne dem Traurigen nicht existieren.

    FAZIT: Ein Buch, das mich inspiriert und berührt hat. Es ist sehr tiefgreifend und vielleicht auch eher im Bereich der Philosophie anzusiedeln. Auf jeden Fall war es eine außerordentliche Leseerfahrung, wie ich sie in dieser vollendeten Form schon einige Zeit nicht mehr hatte. Nicht für klassische Liebesroman-Leser, sondern eher für Philosophie bzw. Wissenschaft - Interessierte empfehlenswert.

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    Meine_Magische_Buchwelts avatar
    Meine_Magische_Buchweltvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine sehr traurige Geschichte und ein ungewöhnlicher Schreibstil
    Eine tiefgründige Geschichte, in der Wissenschaft und Religion eine sehr große Rolle spielen

    Glücklich verheiratet mit dem Astrophysiker Leonhard scheint Martinas Leben seinen gewohnten Lauf gefunden zu haben. Doch eine Zufallsbekanntschaft mit dem katholischen Priester Jarek ist Auftakt für einen Riss in ihre sonst perfekt erscheinende Realität. Von Gewissensbissen begleitet, beginnen die beiden trotzdem eine heimliche Liebesbeziehung. Diese findet jedoch ein jähes Ende, als Leonhard unheilbar an Krebs erkrankt.
    Von einem Augenblick auf den anderen sieht sich Martina einer komplizierten Situation gegenüber, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird. Aber damit ist sie nicht alleine: Sowohl Jarek als auch Leonhard erlangen für sich neue Erkenntnisse, die den beiden neue Horizonte eröffnen.

    Meine Meinung: 

    Der Schreibstil der Autorin war für mich doch etwas gewöhnungsbedürftig, in dieser Weise habe ich bisher noch kein Buch gelesen. Dabei ist die Geschichte ernst und tiefgründig, tatsächlich eine sehr schwermütige und keine leicht verdauliche Lektüre. Sie bringt einen zum Nachdenken und zwangsläufig auch dazu, sich mit dem Leben und dem Tod auseinander zu setzen. 

    Die Charaktere wurden gut und vielschichtig herausgearbeitet. Ihre Gefühle und Ängste wurden sehr authentisch dargestellt und waren vollkommen nachvollziehbar.

    Leonhard ist ein Physiker und liebt seine Arbeit. Als er plötzlich erfährt, dass er sterbenskrank ist, fällt es ihm schwer, sich damit auseinanderzusetzen und es zu akzeptieren. 
    Martina ist Sozialarbeiterin und liebt ihren Mann von ganzem Herzen. Als sie von seiner Krankheit erfährt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg, dennoch möchte sie für ihn da sein und ihm helfen. 
    Jarek ist Pfarrer und sieht darin seine Berufung. Doch als er Martina kennenlernt, fängt er plötzlich an, mit sich zu hadern.

    Zur eigentlichen Handlung um Martina, Leonhard und Jarek gesellt sich noch eine Nebenhandlung über den Alkoholiker und Obdachlosen Mike, der sich verliebt und daraufhin sein Leben ändern möchte. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, warum diese Nebenhandlung dabei ist. Soll sie der Geschichte etwas Leichtigkeit schenken? Ich fand die Nebenhandlung eher überflüssig und sie hat mich auch nicht so richtig interessiert. Sie zog das Buch nur unnötig in die Länge und lenkte immer wieder von der eigentlichen Handlung ab. Ohne hätte es mir deutlich besser gefallen. 
    Dafür fehlte mir bei der Haupthandlung doch das ein oder andere, was in einem Zeitsprung leider verloren ging und mich am Ende mit unbeantworteten Fragen zurückließ.

    Die vielen Abschnitte über das Universum, Physik und wissenschaftliche Erkenntnisse waren mir etwas zuviel. Aber ich denke, hier kommt es auch einfach darauf an, ob man sich selbst für diese Themen interessiert oder nicht. Daher ist es auch nur meine persönliche Meinung und kein Kritikpunkt an der Handlung. 

    Fazit: 

    Eine tiefgründige und schwermütige Geschichte über das Leben und seine Tücken, in der die Wissenschaft und Religion eine sehr große Rolle spielen. 

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    Marie-Enterss avatar
    Marie-Entersvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mutig, klug, leidenschaftlich, direkt: „Die verborgene Schönheit der Sterne“ – und die Gesetzmäßigkeiten der Liebe.
    „Liebe darf egoistisch sein, weil sie gar nicht anders kann.“

    Karen Hilgarths „Die verborgene Schönheit der Sterne“ ist nur vordergründig ein Liebesroman. Zwar ist Liebe ein zentrales Thema, aber sie beschreitet hier Wege weit abseits aller ausgetretenen Klischeehaftigkeit.

    Leonhard – Martina – Jarek 

    Martina und Leonhard, ein gut situiertes verheiratetes Paar, kinderlos, er etliche Jahre älter als sie und als Wissenschaftler eine Koryphäe in seinem Fachgebiet Physik, sie Sozialarbeiterin, lieben sich. Es ist eine eingespielte, verlässliche, Sicherheit bietende Beziehung, die durch zwei voneinander unabhängige Ereignisse Schaden nimmt.

    Zum einen eine Zufallsbegegnung: Martina lernt Jarek kennen, einen Mann in ihrem Alter, sympathisch, offen –und katholischer Priester. Zum anderen erfährt Leonhard, dass er unheilbar krank ist – und verschweigt diese äußerst bösartige Erkrankung zunächst, weil er sie selbst nicht wahrhaben will. Leonhard ist rational durch und durch: „Der für die Tätigkeit gewählte Standort war maßgeblich – wenn man Brötchen verkaufen wollte ebenso, wie wenn man als Tumor einem lebenden Wesen zum Tode verhelfen wollte.“

    So nimmt das Verhängnis seinen Lauf, eine Dreieckskonstellation, in der jeder Regisseur und Darsteller zugleich ist. Haben die Lebenswege sich zufällig oder schicksalhaft gekreuzt? Bedingt sich nicht alles im Universum gegenseitig, hängt voneinander ab und nimmt Einfluss?

    Mike – Jenny

    Während Leonhards Krankheit voranschreitet und Martina und Jarek sich auf eine Weise zueinander hingezogen fühlen, die beide mit ihrem Gewissen kaum vereinbaren können, lernen die Leser_innen auch Mike und Jenny kennen, für die sich alles auf wundersame Weise zum Positiven fügt. Mike ist einer von Martinas Schützlingen, dem sie als Sozialarbeiterin beistand: alkoholabhängig und perspektivlos auf der Straße lebend, bis eine Zufallsbegegnung ihn anspornt, sich den Weg aus der Gosse zu bahnen.  Er verliebt sich, aber: „Alles im Leben war so anstrengend, wenn man damit begann: Die Geburt war anstrengend, die Schule war anstrengend und auch das Verliebtsein, überlegte Mike.“

    Gibt es eine Philosophie der Wissenschaft, haben Gefühle und Schuld eine Gesetzmäßigkeit?

    Für mich ist dieses Buch inhaltlich und sprachlich eine echte Entdeckung. Viele Stellen habe ich mehrmals gelesen förmlich aufgesogen, wegen solcher Sätze wie:

    „Was aber wäre, wenn diese Gesetzmäßigkeiten nicht nur auf die Forschungsobjekte der Physik zuträfen, sondern im übertragenen Sinne auch auf die der Gefühle und die von ihnen motivierten Handlungen lebendiger Wesen? Oder ist es nicht vielleicht seit Urzeiten so und wir haben es nur noch nicht bemerkt?“ 

     „Wann immer wir Anziehung spüren, kann sich unsere Position verändern. Und manchmal mag es uns so vorkommen, als ginge es uns wie den Himmelskörpern und wir müssten dem Naturgesetz der Gravitation Folge leisten, auch wenn wir uns vor dem Sog, in den wir dadurch geraten, fürchten.“ 

     „Es klingt wie eine Ausrede, ich weiß, aber zumindest ist es ein Teil der Wahrheit, meiner Wahrheit.  Seitdem bin ich nicht mehr sicher, ob zur Schuld die Absicht gehört wie ein großer Bruder.“

    „Es war wie beim Schachspiel: Die Ausgangssituation war Makulatur, die Kampfpositionen wurden so rasch wie möglich bezogen. Überflüssiges, das nur im Weg war, wenn es galt, zum Kern des Spiels vorzudringen, wurde rasch geopfert; die Bauern waren schnell aus dem Spiel. Es galt, den Gegner aus der Reserve zu locken, indem man Angebote machte, auf die nicht einzugehen, ihm schwerfallen würde. In der Versuchung war die Finte bereits angelegt.“ 

     „Das Leben klopft an die Tür und lässt sich nicht wegschicken. Man ist besser beraten, es hineinzubitten in die traute Zweisamkeit und zu fragen, womit man dienen kann.“

    „Die Zeit eines Menschenlebens kennt nur eine Richtung: vorwärts. Sie scheint weder raffiniert physikalisch gekrümmt zu sein noch sonst wie etwas Anderes zu sein als ein gerader Zahlenstrahl mit einem uns zu Lebzeiten unbekannten Endwert. Aber die Erinnerung ist der eingebaute Rückwärtsgang in diesem System. Hier dürfen wir und die uns Nahestehenden alles: In Endlos-was-wäre-wenn-Schleifen gehen, verändern und – vor allem – bewahren.“

    Fazit:

    Das Buch „Die verborgene Schönheit der Sterne“ hat mich im Innersten berührt. Es braucht volle Aufmerksamkeit, es ist fordernd, aber nicht anstrengend. Es ist mutig, klug, leidenschaftlich, direkt. Eine Liebesgeschichte mit so viel Tiefgang, dass ich es eher als einen philosophischen Wissenschaftsroman bezeichnen würde, der den Finger in manche Wunde legt.




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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    SpreadandReads avatar
    Ihr habt Lust eine ungewöhnliche Liebesgeschichte mit tiefgründigem Hintergrund direkt zur Veröffentlichungen zu lesen? Dann begleitet in dieser Leserunde Martina, Leonhard und Jarek auf ihrem turbulenten Weg bei dem sie nicht nur die Liebe, sondern auch sich selbst finden müssen. Immer mit dabei: Autorin Karen Hilgarth, die sich gerne mit euch austauschen möchte!

    Darum gehts:
    Liebe ist ein großer Bestandteil des Lebens. Liebe bringt Menschen zusammen. Die Liebe zweier Menschen ist stark genug, um bösen Kräften wie Tod und Krankheit zu trotzen. So wird es zumindest in vielen Geschichten und Filmen proklamiert. Schicksalsschläge beeinflussen unsere Beziehung zu vertrauten Menschen, zu unserer Umwelt, aber vor allem zu uns selbst.

    Glücklich verheiratet mit dem Astrophysiker Leonhard scheint Martinas Leben seinen gewohnten Lauf gefunden zu haben. Doch eine Zufallsbekanntschaft mit dem katholischen Priester Jarek ist Auftakt für einen Riss in ihre sonst perfekt erscheinende Realität. Von Gewissensbissen begleitet, beginnen die beiden trotzdem eine heimliche Liebesbeziehung. Diese findet jedoch ein jähes Ende, als Leonhard unheilbar an Krebs erkrankt.

    Von einem Augenblick auf den anderen sieht sich Martina einer komplizierten Situation gegenüber, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird. Aber damit ist sie nicht alleine: Sowohl Jarek als auch Leonhard erlangen für sich neue Erkenntnisse, die den beiden neue Horizonte eröffnen.

    Eine herzergreifende Geschichte über das Leben und seine Tücken, über die Suche nach dem eigenen Selbst in einer Welt, in der Wissenschaft und Religion, Vernunft und Glaube um die Vorherrschaft ringen.










    Leseprobe (ab Veröffentlichung am 15.6 verfügbar)








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