Karen Levine

 4.6 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Hanas Koffer, HANAS SUITCASE und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Karen Levine

Karen Levine ist eine preisgekrönte kanadische Radio-Produzentin. Aus einem Radiobeitrag über das Schicksal das jüdischen Mädchen Hana Brady hat sie ihr erstes Kinderbuch "Hanas Koffer" entwickelt. Das Buch wurde ein Bestseller und eines der bestverkauften kanadischen Kinderbücher. Karen Levine lebt mit ihrer Familie in Toronto.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Karen Levine

Cover des Buches Hanas Koffer (ISBN:9783473476145)

Hanas Koffer

 (20)
Erschienen am 28.01.2015
Cover des Buches HANAS SUITCASE (ISBN:9780237545352)

HANAS SUITCASE

 (1)
Erschienen am 01.01.2012
Cover des Buches Hanas Koffer by Karen Levine (2006-10-23) (ISBN:B01K922QBY)

Hanas Koffer by Karen Levine (2006-10-23)

 (1)
Erschienen am 01.01.1813
Cover des Buches Hana's Suitcase on Stage (ISBN:189718705X)

Hana's Suitcase on Stage

 (0)
Erschienen am 01.03.2007
Cover des Buches Hana's Suitcase (ISBN:9780757548420)

Hana's Suitcase

 (0)
Erschienen am 20.08.2010
Cover des Buches Hana's Suitcase (ISBN:9781455849925)

Hana's Suitcase

 (0)
Erschienen am 10.01.2012

Neue Rezensionen zu Karen Levine

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Rezension zu "Hanas Koffer" von Karen Levine

Hannas Leben
gsimakvor 2 Jahren

Meine Meinung

Das Thema Holocaust ist nicht tot zu kriegen. Das ist auch gut so. Unsere momentane Politik braucht Auffrischung dieser Art. 
Mich hat diese Geschichte um Hanna sehr berührt. Was sie und ihr Bruder George mitmachen mussten, ist Wahnsinn pur. Noch mehr Wahnsinn ist jedoch, dass dies ja kein Einzelschicksal war. Über die Ausmaße dieses Wahnsinns wissen wir ja alle Bescheid.

Nun zu der Geschichte selber. Ich habe schon sehr oft zu dieser Thematik Romane gelesen. Hier handelt es sich um eine Biographie. Sie erzählt von der kleinen Hannah und ihrem Bruder George. Zwei Kinder, die bei liebevollen Eltern aufwachsen durften. Aufwachsen ist nicht ganz richtig. Man hat ihnen ihre Eltern weggenommen. Dann ihr Zuhause. Die Kindheit endete radikal. Weil Hitler es so wollte!

Viele dieser Menschen, die so etwas mitgemacht haben, geraten in Vergessenheit. Hanna lebt weiter. Fumiko Ishoka leitet in Tokio eine Holocaust-Museum. Sie hat ihr ganzes Herzblut in dieses Museum hineingesteckt. Bringt den japanischen Schülern den Holocaust näher. Lernt ihnen ein Gefühl zu entwickeln, für die dramatischen Ereignisse, damals in Europa.
Mit viel Engagement ergattert die freundliche Japanerin Museumsstücke von Kindern. Darunter der Koffer von Hanna. 



Die Kinder aus Japan wollen nun mehr über das Mädchen Hanna wissen. Wer war sie? Was hat sie für Spiele gespielt? Wo war sie Zuhause? Lebt sie noch?

Alleine dieser Koffer rührt schon zu Tränen. Ein glückliches Mädchen, von dem heute noch ein Koffer übrig ist.
Fumika nimmt eine lange Flugreise in Kauf, um mehr über Hanna zu erfahren. Sie und ihre Schulkinder sollen wissen, wer Hanna war. Ihre Recherchen führen sie zu Hannas Bruder George in Toronto. Der überlässt dem Museum Bilder von sich und seiner Familie. Er besucht das Museum in Tokio.  Nun hat der Koffer ein Gesicht und eine Geschichte. Hanna lebt weiter! Keiner wird sie jemals wieder vergessen. 
George konnte das Versprechen, seine Schwester zu beschützen, nicht einhalten. Wie denn. er war doch selber noch ein Kind!!!




Mein Fazit

Bitte lest dieses Buch. Die Geschichte wird zwar nüchtern erzählt, berührt einen aber dennoch wahnsinnig. Wir erleben die glückliche Zeit der Kinder in Nove Mesto (Tschechoslowakei) mit. Die Ängste der beiden, als ihnen Stück für Stück ihr Leben weggenommen wird. Viele Bilder im Buch lassen uns am Leben der Familie Brady teilhaben. Bei Hanna und George habe ich nun wirklich das Gefühl, beide zu kennen. 
Besonders die Zeichnungen von Hanna gehen einem zu Herzen.

Ich möchte nicht mehr erzählen. Lest dieses Buch. 
Danke Fumika Ishoka. Durch sie lebt Hanna in unseren Herzen weiter.

Danke Karen Leve

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Rezension zu "Hanas Koffer" von Karen Levine

Wer ist Hana?
dia78vor 3 Jahren

Die Geschichte Hanas Koffer, die Geschichte der Hana Brady geschrieben von Karen Levine, übersetzt von Mirjam Pressler erschien 2006 als Ravensburger Taschenbuch.
Dieses Buch spielt in drei verschiedenen Ländern, in Japen (Tokio), Kanada (Toronto) und Tschechien (Nove Mesto und Theresienstadt). Alles beginnt im Holocaust-Museum Tokio, wo Museumsleiterin Fumiko Ishioka, ein Ausstellungsstück bekommt. Einen Koffer, darauf steht in weißer Farbe: Hana Brady, 16.Mai 1931, Waisenkind. Die Neugier von Fumiko ist geweckt und sie geht auf Entdeckungsjagd, wer sich hinter den Namen Hana Brady versteckt, ob der Inhaber des Koffers vielleicht sogar noch lebt oder zumindest herausfindet, was mit ihr während des 2. Weltkrieges passiert ist. Nach einigen Rückschlägen kommt die Recherche etwas in Bewegung und sie findet auf einer Reise sehr viel heraus.
Mit dieser Geschichte ist der Autorin gelungen, die Geschichte lebendig werden zu lassen und das Leben der Hana Brady nahe zu bringen.
Dieses Buch ist zwar anders, als alle die man sonst so über den 2. Weltkrieg liest, aber es ist auch eines der Bücher, welche man zum Thema Holocaust lesen sollte.
4,5 Sterne.

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Rezension zu "Hanas Koffer" von Karen Levine

Berührend, kindgerecht und wichtig!
onion73vor 4 Jahren

Tokio ist mehr als nur einen Katzensprung von Europa, von Polen und Deutschland entfernt und doch hat ein einzelner Gegenstand von hier das Leben der Kinder und ihrer Lehrerin nachhaltig beeinflusst. Es handelte sich `nur` um einen alten Koffer mit der Aufschrift »Hana Brady - Waisenkind«, der jedoch eine Spurensuche in Gang setzte, die es vorher noch nicht in dieser Art gegeben hat. Der Weg führte über Polen und die deutsche Vergangenheit zu einem Ergebnis, das die Herzen und Gemüter vieler weiterer Menschen berühren sollte.

Es ist erstaunlich, wie viel sich über Menschen, sogar Kinder noch viele Jahrzehnte nach dem Ende des 2. Weltkrieges noch herausfinden lässt. Dabei war Hana doch eigentlich nur ein Kind unter so vielen. Dennoch ist es ihr Schicksal, das uns nach dem Lesen dieses Buches nachhaltig bewegen wird. Aus einem bloßen Namen auf einem Stück Papier oder eben einem Koffer, einer tragischen Schicksalsgeschichte erwächst ein für uns greifbarer Mensch, eine wirklich existente Person. Hana wird fast zu einer Art Freundin. Sie erhebt sich aus der Anonymität der Allgemeinheit und bekommt für uns ein Gesicht, eine Lebensgeschichte ...

Hana war ein fröhliches lebensbejahendes Kind, deren behütetes Leben plötzlich gravierenden Veränderungen unterworfen wird. Sie verliert die Geborgenheit ihres Elternhauses, den Schutz ihrer Eltern und muss getrennt von ihrem Bruder in Theresienstadt unter fremden Menschen und schwierigen Bedingungen heranwachsen. Dennoch verliert sie ihren Lebensmut und Optimismus nicht. Hana war ein 13jähriges Mädchen mit vielen Träumen und Zukunftsvisionen. Jedoch bekam sie nie eine Chance, diese zu erleben oder zu verwirklichen. Man muss noch heute ihren Mut, ihren Lebenswillen und die Kraft zu überleben bewundern.
Hana hatte allein aufgrund ihrer Jugend und da sie für ihr Alter auch nicht übermäßig groß war, nicht den Hauch einer Chance in Ausschwitz zu überleben. Doch Hana ist leider kein Einzelschicksal. Vielmehr steht sie symbolisch für all die vielen Kinder, deren Leben vorzeitig beendet wurden - durch eine Diktatur, eine menschenverachtende Politik und Menschen, die sich als Instrumente dieser Ideologien missbrauchen ließen bzw. deren geistige Abgründe für uns nicht nachvollziehbar sind. Ihr Schicksal ist ein Mahnmal, das uns zu verstehen gibt, dass so etwas nie wieder geschehen darf.

Das Buch ist sehr kindgerecht geschrieben und lässt Jugendliche behutsam in diesen dunklen Teil der Geschichte eintauchen. Für uns, die wissen, was passiert ist und wie Hanas Geschichte ausgehen wird, ist es eine emotionale Achterbahn. Der Moment, als das Tor hinter der Gruppe von Kindern zuschlug, war für mich der berührendeste und schwerste Teil. Allein, weil ich wusste, was danach geschah, auch wenn es nicht direkt im Text steht bzw. gerade deswegen. In diesem Augenblick bleibt man hilflos, wütend und sehr traurig zurück.
»Hanas Koffer« ist nur eine Station auf dem Weg, um den Opfern des Holocaust ein Gesicht zu geben, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Arndt Stroscher und Peggy Steike haben durch ihr Engagement und die emotional tiefen Bilder im Rahmen ihres Projektes »Gegen das Vergessen« einen großen Anteil daran, dass wir uns auch heute noch an all die Unschuldigen, die dem Naziregime zum Opfer fielen, erinnern.

Namen und Worte auf Papier sind sehr geduldig, doch sehen wir ein Bild, ein Foto, bekommen diese Personen auch ein Gesicht, sie werden real. Wir können uns ihnen emotional nicht mehr so einfach entziehen. Sie berühren uns und ihre Geschichte wird persönlicher.

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