Karen Merran Es war einmal in der Metro

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Inhaltsangabe zu „Es war einmal in der Metro“ von Karen Merran

Was haben ein etwas chaotischer Obdachloser und eine kreative Produktmanagerin gemeinsam? Eigentlich nicht viel. Aber als Maya in der Pariser Metro das Handy gestohlen wird und Roger den Täter verfolgt, kreuzen sich ihre Wege. Aus Dankbarkeit beschließt die umtriebige Maya, Rogers aus dem Lot geratenes Leben in Ordnung zu bringen. Zunächst scheint es, als würde es für den Unglücksraben endlich bergauf gehen. Doch dann lernt Maya Nathan kennen und plötzlich gerät ihre Freundschaft ins Wanken.

Langweilig, keine Spannung, keine Entwicklung, keine Bindung zu Protagonisten möglich

— MamaSandra
MamaSandra
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    Es war einmal in der Metro
    MamaSandra

    MamaSandra

    22. March 2017 um 10:33

    Zum Inhalt: Maya lebt in Paris und muss jeden Tag eine längere Strecke zur Arbeit pendeln. Dabei beobachtet sie die Insassen der Metro, denkt sich Geschichten dazu aus. Zudem analysiert sie deren Haare, denn Maya ist Produktmanagerin für Haarpflegeprodukte. Ihre Kreativität umfasst Arten von Shampoo, Namen und die Aufmachung der Packung zu entwickelt. Eines Tages wird ihr das Handy geklaut. Ein Clouchard (Obdachloser) namens Roger will ihr noch zur Hilfe eilen, allerdings erfolglos. Zwischen beiden entwickelt sich eine Freundschaft und sie treffen sich regelmäßig an einer Metrostation. Maya möchte Roger gern helfen mehr Geld einzunehmen, um besser über die Runden zu kommen. Zum Schreibstil: Dieser ist recht einfach gehalten, man kann der Story gut folgen. Das Buch besteht aus 25 Kapiteln und man blickt auf das Leben von Maya. Einige Stellen sind sehr bildhaft beschrieben, wie das Leben an der Peripherique, wo die Obdachlosen leben. Meine Einschätzung: Die Idee ist nicht schlecht, wer selbst mit öffentlichen Verkehrsmitteln pendelt, kennt das Beobachten anderer Leute sicher sehr gut. Mayas Job klingt auch sehr spannend. Ihre Familiensituation wird auch angesprochen, ohne aber wirklich Tiefgang zu bekommen und viele Hintergründe zu erfahren. Die Erlebnisse von Roger sind auch nicht im Detail geschildert, sodass man weder zu Maya noch zu Roger einen richtigen Bezug findet. Ich konnte mich mit keinen von beiden identifizieren. Mayas Ideen, um Roger zu helfen, fand ich durchweg furchtbar. Diese Thematik so anzubringen, ist der Autorin nicht gelungen. Zur persönlichen Entwicklung von Maya gibt es auch nicht viel zu erzählen, außer dass sie etwas stärker am Ende geworden ist. Insgesamt war mir das Buch viel zu langweilig. Es ergab keine nennenswerten Entwicklungen, keine wirklich spannenden Situationen, keine interessanten oder ereignisreichen Momente, die erwähnenswert sind. Ob das Buch eine Intention hat, kann ich ebenfalls nicht sagen. Ob es um Mayas Persönlichkeit ging, ihre Entwicklung im Job, Rogers Leben… ich habe keine Ahnung. Die Thematik der Obdachlosigkeit ist allerdings ein ernstes Thema, welches aber hier nicht ernst genug rüber kam. Der Cliffhanger andere Menschen in der Metro zu beobachten, war wirklich noch das spannendste von allen. Da denke ich mir selbst auch gute Geschichten zu fremden Menschen aus. Dieses Buch ist bei mir leider total durchgefallen.

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  • Es war einmal in der Metro

    Es war einmal in der Metro
    Kitsune87

    Kitsune87

    19. February 2017 um 10:12

    Rezension zu Es war einmal in der Metro von Karen Merran Titel: Es war einmal in der Metro Autor: Karen Merran Übersetzer: Jutta Schiborr Verlag: Selbstverlag/Amazon Crossing Genre: Gegenwartsliteratur/Liebesroman Preis: ebook 4,99 €, Taschenbuch 9,99 € Erscheinungsdatum: 31.01.2017 Isbn: 978-1503941632 Ich habe das Buch via Netgalley als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank. Klappentext: Was haben ein etwas chaotischer Obdachloser und eine kreative Produktmanagerin gemeinsam? Eigentlich nicht viel. Aber als Maya in der Pariser Metro das Handy gestohlen wird und Roger den Täter verfolgt, kreuzen sich ihre Wege. Aus Dankbarkeit beschließt die umtriebige Maya, Rogers aus dem Lot geratenes Leben in Ordnung zu bringen. Zunächst scheint es, als würde es für den Unglücksraben endlich bergauf gehen. Doch dann lernt Maya Nathan kennen und plötzlich gerät ihre Freundschaft ins Wanken. Meinung: Zum erste Mal kann ich nachvollziehen, wenn in Rezensionen die Rede von einem Schreibstil "ähnlich eines Schulaufsatzes" ist. Ob die Einfachheit der Übersetzung geschuldet ist, vermag ich nicht zu sagen. Jedoch konnte mich die Art, wie der Roman erzählt wird, überhaupt nicht abholen.  Die Charaktere wirken durch die Bank weg flapsig und - so leid es mir tut - einfältig. Sie sind sich in dem sogar so ähnlich, dass sie zu einer großen Masse verschmelzen. Maya und Roger werden dadurch komplett austauschbar. Ich konnte mich weder mit ihnen identifizieren, noch waren sie mir sympathisch. Und es half auch nicht, dass die erzwungen-gewollte Schusseligkeit Mayas mir bereits sehr früh auf die Nerven ging. Selbst Mayas Großmutter, die hier anscheinend der große Sympathieträger darstellen soll, blieb nicht dauerhaft in meinem Gedächtnis haften. "Wie ihre Sitznachbarin hatte auch Maya die Unterhaltung zwischen Mutter und Sohn verfolgt. Sie schloss für sich daraus, dass sie als durchschnittlicher Mensch geboren worden war und dass sie daran nichts würde ändern können." - 34 %, Position 1049 Wie wahr, wie wahr... Die Gerundidee, Mayas Künste des Marketings dazu zu nutzen, Rogers Qualitäten als Arbeitsloser zu steigern, mochten im Ansatz vielleicht lustig gewesen sein. Die Umsetzung ist in meinen Augen jedoch nicht gelungen. Des Weiteren hat ihre Fähigkeit, Menschen durch Beobachtung einzuschätzen sehr viel mehr Potenzial gehabt. Auch hier schiebe ich der Art der Erzählung die Schuld in die Schuhe.  Lange Zeit passierte einfach nichts. Kein roter Faden, keine Idee davon, was nun eigentlich im Vordergrund stehen soll. Weder der Versuch, Roger wieder in die Arbeitswelt zu bekommen, noch Mayas Arbeits- und Privatleben bieteten ausreichend Stoff, um einigermaßen interessant zu wirken.  Die Liebesgeschichte hätte es wahrscheinlich noch rausreißen sollen/können, enttäuschte mich dann jedoch am aller meisten. Fazit: Mir fehlte der besondere Charme, der diesem Buch nachgesagt wurde. Eine vor sich hinplätschernde Story trifft auf einen mehr als seichten Schreibstil. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es schon vor der Hälfte abgebrochen. Leider konnte mich "Es war einmal in der Metro" nicht überzeugen.

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