Girl Unknown - Schwester? Tochter? Freundin? Feindin?

von Karen Perry 
3,8 Sterne bei17 Bewertungen
Girl Unknown - Schwester? Tochter? Freundin? Feindin?
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Positiv (13):
romanasylvias avatar

Tolles Buch, mit überraschendem Ende. Sehr empfehlenswert.

Kritisch (2):
brauneye29s avatar

Hat mich nicht überzeugt

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Inhaltsangabe zu "Girl Unknown - Schwester? Tochter? Freundin? Feindin?"

Sie behauptet, deine Tochter zu sein, und du lässt sie in dein Leben. Vertraust ihr, bedingungslos. Bis es zu spät ist …

Der große Sunday-Times-Bestseller – 'Karen Perrys bester Roman.' Tana French

Eines Nachmittags steht Zoë Barry in Professor David Connollys Büro an der Dubliner Uni und behauptet, seine Tochter zu sein. David ist wie vor den Kopf geschlagen und traut seinen Ohren nicht. Nach dem ersten Schock stellt er Zoë seiner Frau Caroline und seinen Kindern vor. Bald ist die junge Frau Teil der Familie, zieht sogar bei den Connollys ein. Doch während sie in Davids Gegenwart schüchtern und verletzlich wirkt, zeigt sie Caroline gegenüber ein anderes Gesicht – kühl, berechnend, beinahe verschlagen.

Ist Zoë die, die sie vorgibt zu sein? Wen haben die Connollys in ihr Haus und in ihr Leben gelassen? Eine Tochter? Eine Schwester? Oder eine völlig Fremde, die geduldig darauf wartet, ihrer aller Leben zu zerstören?

Der neue Roman des Erfolgsduos Karen Perry – unter die Haut gehende Psychospannung made in Irland

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783651025516
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:FISCHER Scherz
Erscheinungsdatum:23.05.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    romanasylvias avatar
    romanasylviavor einem Monat
    Kurzmeinung: Tolles Buch, mit überraschendem Ende. Sehr empfehlenswert.
    Sehr gutes Buch

    Inhalt: Eines Nachmittags steht Zoë Barry in Professor David Connollys Büro an der Dubliner Uni und behauptet, seine Tochter zu sein. David ist wie vor den Kopf geschlagen und traut seinen Ohren nicht. Nach dem ersten Schock stellt er Zoë seiner Frau Caroline und seinen Kindern vor. Bald ist die junge Frau Teil der Familie, zieht sogar bei den Connollys ein. Doch während sie in Davids Gegenwart schüchtern und verletzlich wirkt, zeigt sie Caroline gegenüber ein anderes Gesicht – kühl, berechnend, beinahe verschlagen.

    Ist Zoë die, die sie vorgibt zu sein? Wen haben die Connollys in ihr Haus und in ihr Leben gelassen? Eine Tochter? Eine Schwester? Oder eine völlig Fremde, die geduldig darauf wartet, ihrer aller Leben zu zerstören?

    Meine Meinung: Zuerst möchte ich gerne zum Cover etwas sagen. Ich finde das Cover sehr schön, es hat etwas geheimnisvolles an sich. So wie auch Zoey. Es wurde passend zum Inhalt gewählt.

    Es wird immer abwechselnd aus der Sicht von Caroline und aus der Sicht von David erzählt. Die Geschichte fand ich sehr gut und sehr spannend. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Denn ich wollte immer wissen wie es weiter geht. Allerdings gibt es am Ende des Buches eine überraschende Wendung. Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen.

    Kommentare: 4
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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Fesselnder und beklemmender Psythriller mit überraschendem Ende.
    Fesselndes und beklemmendes Psychodrama mit überraschendem Ende

    Eines Tages steht eine junge Studentin im Büro des Dubliner Unidozenten David Connolly und behauptet, sie sei seine Tochter Zoë. David kann es kaum glauben, bis sie ihm offenbart, wer ihre Mutter war: Linda Barry, mit der er früher eine kurze Affäre hatte. Nach dem ersten Schock stellt er Zoë seiner Frau Caroline und ihren beiden Kindern Holly und Robbie vor. Bald wird sie Teil der Familie und zieht sogar bei ihnen ein. Doch während David von seiner neuen Tochter zunehmend begeistert ist, traut Caroline ihr nicht über den Weg. Denn Zoë verhält sich ihr gegenüber sehr kühl, berechnend und sogar richtig heimtückisch. Wer ist sie wirklich? Schwester, Tochter, Freundin oder Feindin?

    "Girl Unknown" stammt aus der Feder des Autorenduos Karen Perry. Mein erstes Buch von Karen Gillece und Paul Perry und sicherlich nicht mein letztes. Denn die beiden irischen Autoren legen hier einen gelungenen Psychothriller vor, der mir einige spannende Lesestunden bescherte.

    Der Roman liest sich ausgesprochen flüssig und entwickelt schnell einen richtigen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Caroline und David fungieren dabei abwechselnd als Ich-Erzähler, die rückblickend die Geschichte aus ihrer Sicht schildern. Und die hat es wirklich in sich. Ein geschickt aufgebautes und gut geschriebenes Familien- und Ehedrama mit durchweg beklemmend- bedrohlicher Atmosphäre, bei dem die Seiten nur so dahinfliegen.

    Zoë ist ein interessant gezeichneter Charakter, der auch bei mir ein richtig mulmiges Gefühl hervorrief. Carolines Argwohn und ihr wachsendes Misstrauen kann ich daher sehr gut nachvollziehen, ebenso wie Hollys Abneigung gegen ihre neue Schwester. Im Vergleich dazu fand ich David viel zu leichtgläubig und sein Verhalten auch nicht immer schlüssig. Im Laufe der Handlung verliert er einiges an Sympathiepunkten. 

    Wer ist Zoë wirklich? Was für ein Spiel spielt sie? Auf den letzten Seiten steigt die Spannung immer weiter an. Die Ereignisse spitzen sich bald dramatisch zu und gipfeln schließlich in einem überraschenden Ende.

    Insgesamt kann ich daher "Girl Unknown" sehr empfehlen. Ein fesselndes und beklemmendes Psychodrama, für das ich sehr gute 4 Sterne vergebe.

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    Sandra8811s avatar
    Sandra8811vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Konnte das Buch kaum weglegen. Das Ende war unerwartet für mich.
    Einmal in die Hand genommen, nie wieder weggelegt!

    Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
    Das Cover hat mich magisch angezogen und der Klappentext hat mich dann überzeugt.

    Cover:
    Der rote Titel auf dem ansonsten finsteren Cover wirkt bedrohlich. Dadurch, dass die Frau in diesem roten Titel mit eingebunden ist, denkt man gleich, die Bedrohung geht von ihr aus. Das Häuschen ist hell und wirkt somit etwas unschuldig. Einfach ein tolles Cover und zum Thema passend.

    Inhalt:
    David ist Geschichtsdozent an einer Universität. Seine Ehe ist nicht ganz perfekt, aber es kommt langsam wieder zur Normalität. Eines Tages jedoch steht ein Mädchen vor seiner Tür, die behauptet, seine Tochter zu sein. Kann er ihr vertrauen? Wird sie seine Familie zerstören?

    Handlung und Thematik:
    Es ist gut dargestellt, wie eine einzelne Person die ganze Familiendynamik verändern kann. Das Ende war vorhersehbar, aber trotzdem mit Überraschungen. Durch die ständige Ungewissheit, was Zoë vorhat und was noch für schlimme Dinge passieren, musste man eigentlich immer weiterlesen.

    Charaktere:
    Davids Leben ist nicht perfekt, aber er ist sehr zufrieden. Dadurch, dass Zoë angibt, Lindas Tochter zu sein, ist er gleich Feuer und Flamme. Auch wenn er Zweifel hat, merken tut man sie nicht. Manchmal wirkt er ein bisschen naiv und handelt unlogisch, somit war er mir nicht ganz so sympathisch. Seine Frau Caroline hingegen war mir äußerst sympathisch. Zoë’s Verhalten gegenüber ihr ist super unfair und ihr Mann steht nicht hinter Caroline. Zoë ist das Mädchen mit den scheinbar 2 Gesichtern, sie war mir gleich unsympathisch.

    Schreibstil:
    Das Buch ist super spannend geschrieben, da man nur die Perspektiven der Familie kennt und nicht Zoë’s. Man fiebert ständig dem Ende entgegen, da einem die Charaktere teilweise schnell ans Herz wachsen. Auch die Nebencharaktere sind gut beschrieben und wirken viel mit. Der flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Am Schluss wird’s fast ein bisschen zu viel, da musste ich dann genau lesen um nicht durcheinander zu kommen.

    Persönliche Gesamtbewertung:
    Buch mit vielen Ungerechtigkeiten, die einen so richtig mitreißen. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Kann das Buch empfehlen, da ich das Buch regelrecht gefressen habe und die Umsetzung der Handlung einfach klasse war.

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    brauneye29s avatar
    brauneye29vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Hat mich nicht überzeugt
    Hat mich nicht überzeugt

    Zum Inhalt:

    Sie behauptet, deine Tochter zu sein, und du lässt sie in dein Leben. Vertraust ihr, bedingungslos. Bis es zu spät ist.
    Meine Meinung:
    Was mir gut gefallen hat, war der Schreibstil des Buches. Gerade auch der ständige Wechsel der Erzählstränge, mal aus Sicht von Caroline, mal aus Sicht von David, brachten schon ganz schön Leben in die Erzählweise. Dennoch hat mir die Geschichte so überhaupt nicht gefallen. Irgendwie alles recht unglaubwürdig und auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. 
    Fazit:
    Erzählweise fand ich gut, Story hat mich nicht überzeugt.

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    Flamingos avatar
    Flamingovor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein nicht besonders beeindruckender Psychothriller.
    Ein nicht besonders beeindruckender Psychothriller

    Mir hat dieser Psychothriller gar nicht gefallen. Er fing zu langsam an, die Figuren waren durch die Bank unsympathisch und durch Klappentext und Titel wusste man ja eh, in welche Richtung die Handlung gehen wird. 


    Das Autoren-Duo hat es nicht wirklich geschafft, mit Überraschungen aufzuwarten. 

    Selbst im letzten Kapitel weiß man, da kommt noch eine finale Überraschung, aber auch hier ist höchsten die Person eine Überraschung. 

    Auch war mir - als Epilog-Liebhaberin - das Ende zu abrupt. 
    Der Titel ist übrigens selten dämlich. 

    Keine Leseempfehlung von mir. 

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    MelEs avatar
    MelEvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Solider Thriller, der erst zum Ende sein ganzes Potential entwickelt.
    Solider Thriller

    " Girl Unknown" ist ein solider Thriller, dessen düstere Atmosphäre seine Leserschar relativ schnell in den Bann ziehen wird. Für mich war es der zweite Thriller des Autorenduos und ich konnte mich recht gut in die gegebene Situation einlassen. Für mich ist allerdings nicht verständlich, wie schnell es ein Mensch schafft eine gut funktionierende Ehe zu zerstören, Zwietracht zu säen und vorhandene Kinder ins "Aus" zu katapultieren. Vielleicht sind es tatsächlich die Umstände der Vergangenheit die dazu führen vorschnell Vertrauen zu fassen? " Girl Unknown" ist sehr belastend von Anfang an und dieses zieht sich bis zum Ende. Zoè schleicht sich in die Familie, obwohl lange nicht bestätigt ist, dass sie wirklich aus einer Liebelei in früheren Zeiten entstanden ist und sich nun nach dem Ableben ihrer Mutter auf die Suche nach ihrem Erzeuger macht. Sie bildet ein Lügengebilde um sich herum und Caroline ist es, die ihr von Anfang an misstraut. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen wirkt das Buch sehr authentisch und gibt Einblicke in das Denken und Handeln der Protagonisten David und Caroline erzählt. Während sich David schnell in seine Vaterrolle einfindet, ist und bleibt Caroline skeptisch, was ich ihr nicht verdenken kann, da Zoè sehr viel Unruhe mit sich bringt. Sie spielt ein sehr interessantes Spiel, was den Showdown am Ende erklärt. 

    Mitunter fehlt die Spannung und das Geschehen plätschert etwas langatmig daher. Zum Thriller entwickelt sich die Story erst spät, wobei es der Leserschar bis dahin möglich ist, Verhalten und Gegebenheiten der Protagonisten genau zu studieren. Wirklich sympathisch wird hier niemand dargestellt und das Ende ist sehr beängstigend, da es Einblicke in die menschliche Psyche gibt, die ich so nicht erwartet hätte. Dieses reißt das Ruder noch einmal so herum, dass ich gerne eine  Leseempfehlung ausspreche für diejenigen Leser, die mit Geduld ein gelungenes Ende erwarten und sich bis dahin mit diversen Familienproblemen herumschlagen möchten. Erst das Ende zeigt, dass es sich bei " Girl Unknown" um einen Thriller handelt. Zuvor ist es eher Roman, der leichte Spannung erzeugt, um sich dann völlig überladen in ein Drama begibt, von dem sich die Familie lange erholen muss. Vielleicht wird auch nie mehr alles gut? 


    ★★★★

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    Mali133s avatar
    Mali133vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr guter Thriller, der die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht erhalten kann!
    Spannend und überraschend bis zur letzten Seite

    "Girl Unknown – Schwester? Tochter? Freundin? Feindin?" ist ein Roman von Karen Perry und ist erstmals 2018 im Fischer Scherz Verlag erschienen.

    Klappentext:
    Mein Name ist Zoë Barry.
    Ich glaube, Sie sind mein Vater ...

    Eines Nachmittags steht die junge Frau in Professor David Connollys Büro an der Dubliner Uni und behauptet, seine Tochter zu sein. David ist wie vor den Kopf geschlagen und traut seinen Ohren nicht. Nach dem ersten Schock stellt er Zoë seiner Frau Caroline und seinen Kindern vor. Bald ist Zoë Teil der Familie, zieht sogar bei den Connollys ein. Doch während sie in Davids Gegenwart schüchtern und verletzlich wirkt, zeigt sie Caroline gegenüber ein anderes Gesicht – kühl, berechnend, beinahe verschlagen. Ist Zoë die, die sie vorgibt zu sein? Wen haben die Connollys in ihr Haus und in ihr Leben gelassen? Eine Tochter? Eine Schwester? Oder eine völlig Fremde, die geduldig darauf wartet, ihrer aller Leben zu zerstören?

    Fazit:
    Ich bin durch den Fischer-Leseclub auf dieses Buch aufmerksam geworden. Da mich die Inhaltsangabe neugierig gemacht hatte, wollte ich es gerne lesen, obwohl die Grundidee hinter der Geschichte nichts neues ist. Aber ich kann sagen, dass mir die Umsetzung sehr gut gefallen hat.

    Der Roman ist von zwei Autoren geschrieben worden. Von Karen Gillece und Paul Perry, die gemeinsam unter dem Pseudonym Karen Perry Romane veröffentlichen. Hierbei schreibt einer die weibliche Rolle und einer die männliche. Dies ist mal etwas anderes und hat mir gut gefallen.
    Die Schreibweise beider Autoren war flüssig und angenehm zu lesen. Alle Charaktere werden detailliert beschrieben und erwachen zum Leben. Auch die Handlungsorte sind sehr gut und bildhaft dargestellt. Man kann also mit Leichtigkeit in die Geschichte eintauchen.

    Das Buch ist in vier größere Abschnitte aufgeteilt, welche sich in einzelne Kapitel gliedern. Dabei wird in den ersten drei Teilen immer abwechselnd aus der Sicht von David Connolly und Caroline Connoly von den Ereignissen berichtet. Im letzten Teil wird aus der Sicht von zwei anderen Charakteren erzählt, aber ich möchte nicht zu viel verraten. Kann aber sagen, dass es sehr interessant war im letzten Abschnitt alles nochmal zusammengefasst aus der Sicht von zwei weiteren Personen zu lesen.
    Die Story ist wie zu Anfang schon erwähnt nichts neues. Eine völlig Fremde taucht eines Tages auf und behauptet die Tochter von David zu sein. Am Anfang bestehen bei ihm noch leichte Zweifel, aber mit der Zeit ist er selbst überzeugt davon und er konfrontiert seine Familie mit der Tatsache. Während sich Zoë in Davids Gegenwart immer nett, höflich und zurückhaltend präsentiert, dreht sich sich in seiner Abwesenheit um 180°. Vor allem Caroline bekommt ihr hasserfülltes Verhalten zu spüren und fürchtet sich schon bald vor dem was Zoë wohl als nächstes geplant hat.
    Die Spannung welche sich anfangs nur langsam aufbaut, wird bis zum Ende gehalten. So auch die Ungewissheit wer Zoë wirklich ist und was sie wirklich vorhat. Am Ende gab es noch eine Wendung mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte, aber diese hat dem Buch das gewisse Etwas verliehen. Der einzige Kritikpunkt meinerseits ist, dass das Ende nicht abgeschlossen ist. Das ist aber in diesem Fall zu verkraften.

    Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen und ich kann das Buch ruhigen Gewissens weiterempfehlen.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen!

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    Krimisofa_coms avatar
    Krimisofa_comvor 2 Monaten
    Packend bis zum Schluss

    Wer denkt, dass Karen Perry eine Autorin ist, der denkt wie ich – und liegt ebenfalls falsch. Es ist ein Autorenduo und besteht aus Karen Gillece und Paul Perry. „Girl Unknown“ ist ihr drittes gemeinsames Buch, auf das ich mich schon lange gefreut habe, weil ich in den letzten Monaten ein Faible für solche Settings entwickelt habe – weg von den hard boiled Krimis, hin zu den Thrillern, deren Spannung eher psychologischer Natur sind. Ich kannte Gillece und Perry davor nicht, aber mit „Girl Unknown“ haben sie mich überzeugt.

    David ist Dozent für Geschichte an der UCD, der University College Dublin, und spätestens jetzt wissen wir auch, wo die Geschichte spielt. David ist Mitte vierzig und mit Caroline verheiratet, mit der er zwei Kinder hat, Holly und Robbie, sie elf, er fünfzehn. David ist mit Leidenschaft Akademiker und hofft, dass er bald einen eigenen Lehrstuhl bekommt. Als er von seiner späten Vaterschaft erfährt, ist er kurz verwirrt, später aber glücklich. Die Mutter kannte er vor einem halben Leben von der Uni in Nordirland, wo er einige Zeit war. Er lässt zwar einen Vaterschaftstest machen, aber eigentlich ist ihm das Ergebnis egal – er hat Zoë sofort ins Herz geschlossen.

    Caroline hat das mitnichten – nicht nur weil sie nicht ihre leibliche Mutter ist, sondern weil sie ihr nicht traut. Als sie Zoë auf der Uni konfrontiert, ist das junge Mädchen flapsig und keineswegs unsicher, noch weniger schüchtern. Aber sie kann David gegenüber nichts sagen, weil ihre Ehe nach einer Affäre, die sie vor einem Jahr hatte, noch immer auf tönernen Füßen steht.

    Es beginnt mit dem Prolog, in dem man einer Möwe begegnet und der auf den ersten Blick unbedeutend ist. Später kann man ihm jedoch den „Foreshadowing“-Stempel aufdrücken. Dann kommt Kapitel eins und schon werden wir vom Flügel der Möwe in die Geschichte gestoßen – die Möwe fliegt weiter, weil das Fliegen ihre Natur ist. Und der Leser liest weiter, weil – ihr ahnt es – das Lesen eben seine Natur ist. Und so lesen wir und lesen und können nicht mehr aufhören, ergötzen uns an dieser feingliedrigen Konstruktion dieser grandiosen Geschichte. Immer wieder wechseln mit jedem Kapitel die zwei Ich-Erzähler David und Caroline und erzählen uns im Nachhinein, wie sie das Leben mit der plötzlich aufgetauchten Tochter Zoë erlebt haben. Alles dreht sich in der Geschichte um Zoë, diese optisch engelhafte Erscheinung mit ihren blonden Locken und der zarten Figur – eine Harfe in die Hand und sie kann zur Geburt Jesu erscheinen.

    Aber sie ist alles andere als engelhaft, oh, ist sie gerissen wie sie alle gegeneinander aufhetzt, Vater, Mutter, Tochter, Sohn. Und genau das ist das Salz in dieser Buchstabensuppe von der man noch und noch einen Nachschlag will. In Zoë steckt Schwarz und Weiß, Yin und Yang, Dr. Jekyll und Mrs. Hyde; und als Leser will man nur noch wissen, wie es endet, also blättert man Seite um Seite weiter, wühlt sich durch diese knisternde Spannung, versucht Zoës Intrigen zu durchschauen und scheitert doch daran.

    Das klingt alles sehr einseitig, sehr undifferenziert, aber ich bin noch nicht fertig. Denn eines hat das Lesen anfangs doch etwas verlangsamt: nämlich die von Karen Gillece verfassten Kapitel über Caroline, in der sie uns von ihrem Familienleben und ihrer Affäre erzählt – so zäh diese anfangs im Gegensatz zu Davids Kapitel sind, so wichtig sind sie für den weiteren Verlauf der Geschichte. Und was mir auch gefehlt hat, war eine Erklärung zu Zoës Verhalten - man kann als Leser zwar mutmaßen, aber die Wenigsten von uns werden eine psychologische Ausbildung haben, um die richtigen Schlüsse zu ziehen.

    Was soll ich sagen? Das Buch ist einfach verdammt gut. Kudos an Gillece und Perry, die meine Erwartungen mehr als erfüllt haben.

    Tl;dr: „Girl Unknown“ von Karen Perry ist ein irrsinnig packender Psychothriller, den man, einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand legen will. Mit einer irrsinnig gut konstruierten Geschichte und einem Mädchen, das es faustdick hinter den Ohren hat, die das Salz in der Suppe ist.

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    niggeldis avatar
    niggeldivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Großartiger Erzählstil, überzeugende Charaktere! Dennoch haben mir die vorherigen Thriller des Duos besser gefallen.
    Mitreißender Thriller

    Eines Nachmittags steht Zoë Barry in Professor David Connollys Büro an der Dubliner Uni und behauptet, seine Tochter zu sein. David ist wie vor den Kopf geschlagen und traut seinen Ohren nicht. Nach dem ersten Schock stellt er Zoë seiner Frau Caroline und seinen Kindern vor. Bald ist die junge Frau Teil der Familie, zieht sogar bei den Connollys ein. Doch während sie in Davids Gegenwart schüchtern und verletzlich wirkt, zeigt sie Caroline gegenüber ein anderes Gesicht – kühl, berechnend, beinahe verschlagen. Ist Zoë die, die sie vorgibt zu sein? Wen haben die Connollys in ihr Haus und in ihr Leben gelassen? Eine Tochter? Eine Schwester? Oder eine völlig Fremde, die geduldig darauf wartet, ihrer aller Leben zu zerstören? (Amazon.de)

    Das Cover strahlt etwas Unheilvolles, Düsteres aus, was gut zum Inhalt passt.

    Die Geschichte wird wie zuvor jeweils aus der Sicht eines Mannes und einer Frau erzählt, was gut umgesetzt ist. Die Charaktere sind authentisch dargestellt.
    Man wird langsam in die Geschehnisse eingeführt, manchmal werden Andeutungen in die Zukunft gemacht, die einen nicht vom Haken ließen. Der Erzählstil ist einfach grandios, man möchte einfach nicht mehr aufhören und immer mehr erfahren. Was alles durch Manipulation und Zwietracht passieren kann, ist unfassbar. Das Ende ist sehr unerwartet, aber durchaus nachvollziehbar. Dennoch hat mir was gefehlt, durch den Klappentext hätte ich mehr Perfides erwartet.

    Mir haben die zwei anderen Bücher des Autorenduos zwar besser gefallen, dennoch kann ich dieses nur empfehlen. 4 Sterne!

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    miahs avatar
    miahvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine düstere, unheilvolle Atmosphäre zieht sich durch das gesamte Buch, die Handlung ist spannend, der Schreibstil großartig.
    Girl unknown - Schwester? Tochter? Freundin? Feindin?

    Inhalt:
    Eines Tages klopft die Studentin Zoë an David Connolly Bürotür und eröffnet ihm, seine Tochter zu sein. Nach anfänglichem Schock stellt David sie seiner Frau Caroline und den Kindern Robbie und Holly vor. Zoë wird in die Familie integriert. Während sie sich David gegenüber schüchtern und süß verhält, zeigt sie Caroline eine ganz andere Seite und ist zickig, gemein und hinterhältig. Welches ist ihr wahres Gesicht?

    Meine Meinung:
    Von Beginn an durchzieht das gesamte Buch eine unheilvolle Atmosphäre. Den Autoren gelingt es, diese düstere Stimmung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten. Ständig rechnet man als Leser damit, dass nun etwas Schlimmes passieren wird. Alles steuert auf dieses eine Ereignis am Ende zu.

    Die Handlung ist spannend, nicht durchweg, da sie oft auch ziemlich vorhersehbar ist, aber der Schreibstil ist so großartig, dass ich darüber hinwegsehen kann. Die Geschichte wird in Teil 1 bis 3 abwechselnd aus der Sicht von David und Caroline erzählt. Die beiden kennen sich seit ihrer Studienzeit und haben schon so einige Höhen und Tiefen durchlebt. Die Familie wirkt auf den ersten Blick sehr harmonisch. Allerdings ist das Vertrauen zueinander noch etwas labil, da erst vor einem Jahr ein Fehltritt die Beziehung gefährdete.

    Durch die abwechselnde Erzählweise lernt man fast immer beide Seiten der Geschichte kennen. Sie ergänzen sich sehr gut. Häufig bleibt man als Leser frustriert zurück, weil die beiden nicht ganz ehrlich zueinander sind oder sich nicht alles erzählen. Zoë hätte von Anfang an viel weniger Macht über die Familie gehabt, wenn Caroline und David sich mehr vertraut hätten.

    Durch Carolines Kapitel ist der Zweifel an Zoë stets groß. Auch ich habe Zoë nicht geglaubt, wenn sie von ihrem Leben erzählte. Ich hatte von Anfang an Angst, dass Zoë diese Familie zerstören würde. Carolines Misstrauen geht so weit, dass sie sogar hinter Davids Rücken einiges unternimmt.

    David dagegen wirkt zu Beginn blauäugig und sieht in Zoë die verlorene Tochter, aber vor allem erinnert sie ihn an die Zeit mit ihrer Mutter. Er will Zoë unbedingt in seine Familie integrieren und stellt ihre Bedürfnisse über die seiner Frau und Kinder. Er handelt daher oft impulsiv, vertraut mehr auf sein Gefühl und kehrt gedanklich zurück in eine Vergangenheit, die schmerzlich vermisst. Dabei ist er allerdings immer authentisch, auch wenn ich sein Handeln nicht gutheißen wollte.

    Am Ende stellte sich vieles, was Zoë gesagt und getan hat,  tatsächlich als Lüge heraus, einige Verdachtsmomente wurden aber ausgeräumt. Die Motivation von Zoë blieb mir aber bis zum Schluss verborgen. Letztendlich ist die Handlung aber in sich stimmig und realistisch.

    Das Ende kam doch recht unerwartet. Es war zwar klar, dass etwas Schlimmes passieren würde, aber was dann tatsächlich geschah, das hatte ich nicht ganz kommen sehen.

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