Karen Raney

 3,5 Sterne bei 51 Bewertungen

Lebenslauf von Karen Raney

Kunst und Literatur: Karen Raney ist eine US-amerikanische Schriftstellerin, die später nach England zog. Sie studierte Creative Writing an der Goldsmith University in London. 

Ihr Debüt als Autorin gab sie mit ihrem Roman „Vielleicht auf einem anderen Stern“, der in kurzer Zeit auf den Bestseller-Liste stand und für den Pat Kavanagh-Preis nominiert wurde. 

Darüber hinaus unterrichtet Raney Kunst an der University of East London.

Alle Bücher von Karen Raney

Cover des Buches Vielleicht auf einem anderen Stern (ISBN: 9783453360518)

Vielleicht auf einem anderen Stern

 (51)
Erschienen am 10.08.2020

Neue Rezensionen zu Karen Raney

Cover des Buches Vielleicht auf einem anderen Stern (ISBN: 9783453360518)Jidewis avatar

Rezension zu "Vielleicht auf einem anderen Stern" von Karen Raney

Das Leben passiert jetzt
Jidewivor 4 Monaten

Wie verhältst du dich, wenn du weißt, dass deine Tochter schwer erkrankt ist und plötzlich beginnt, Fragen zu stellen über ihren unbekannten Vater, die du nicht zu antworten vermagst? Wie kontrollierst du die Vergangenheit in der Gegenwart und ist das überhaupt möglich? Denn ist es nicht legitim die essenziellen Fragen des Lebens zu stellen, wenn die Welt um ein junges Mädchen herum entgleist?

"Vielleicht auf einem anderen Stern" von Karen Raney thematisiert genau diese Tochter- Mutter Beziehung, deren Konfliktpotenzial sich als Dreh- und Angelpunkt in der Vaterfigur findet.

Maddy ist sechzehn und genießt das Leben, als sie schwer erkrankt. Die Krankheit krempelt ihr Leben komplett auf links und so beginnt sie sich zu fragen, wer eigentlich ihr Vater ist und warum er nichts von ihrer Existenz weiß. Ihre Mutter Eve will diesen Teil der Vergangenheit dort belassen und so macht sich Maddy selbst auf die Suche nach ihrem Vater, die nicht nur ihr Leben maßgeblich verändern wird.

Der Stil ist sehr leicht, die Perspektivwechsel dabei angenehm. Der Leser taucht ein in die emotionale Gedankenwelt eines Teenagers mit großem Lebenshunger, dem Willen, die Welt zu verändern, großem Talent und den elementaren Fragen über das Leben, dem Sinn im Hier und Jetzt. Kontrastreich erscheint die Sicht aus Eves Augen, der erfolgreichen Kuratorin, reflektiert und zurückhaltend, distanziert und zugleich getrieben. Die Passagen sind fließend, thematisch angepasst und somit leicht, wobei selbst die Zeitsprünge kaum wahrzunehmen sind, was dem Roman die nötige Spannung verleiht. Die Handlung umfasst eine Reise aus dem hiesigen Moment hin in die Vergangenheit und zurück in die Zukunft, die alle Protagonisten in ihrem Wesen berührt, sowie den Leser mit der Frage konfrontiert, wann der richtige Zeitpunkt ist, um die richtigen Fragen zu stellen. Das Leben passiert in all den unkontrollierbaren, überraschenden, aber zugleich wunderbaren Facetten, während wir noch überlegen, ob diese oder jene Entscheidung die richtige ist, wobei richtig eine relative Antwort verbleibt, subjektiv gefärbt und niemals allgemeingültig. Mir gefällt die Grundidee, das Gedankengerüst und die emotionalen Anwandlungen, herausragend wäre es für mich persönlich geworden, wenn ich emotionaler eingespannt, mich verbundener mit den Charakteren gefühlt hätte. So verbleiben zwar die Fragen des Lebens mit einem intensiven Nachgeschmack, die Handlung jedoch auf der rauen Oberfläche zurück. Eine Empfehlung für Fans von leicht fließenden Jugendromanen mit schwermütigem Tonus, der nachdenklich stimmt.

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Cover des Buches Vielleicht auf einem anderen Stern (ISBN: 9783453360518)missbooklovers avatar

Rezension zu "Vielleicht auf einem anderen Stern" von Karen Raney

Poetisch
missbooklovervor 6 Monaten

Der Schreibstil ist sehr angenehm, ein bisschen distanziert, aber es steht unglaublich viel zwischen den Zeilen und ist dadurch auch poetisch. 

Das Buch wird aus zwei Sichten erzählt, aus der von Eve und ihrer Tochter Maddy. Maddy ist 16 und ich konnte mich wahnsinnig gut mit ihr identifizieren. Sie war so stark und lebensfroh, obwohl sie Krebs hat und weiß, sie wird nicht mehr lange leben. Sie versucht weitestgehend ein 'normales' Teenie Leben zu leben und verliebt sich auch, ich habe ihre Sicht so geliebt und mit ihr mitgefiebert. Das Buch beschreibt die letzten Monate ihres Lebens und die Zeit danach, die dann aus der Sicht von Eve. Die Mutter-Tochter-Beziehung wird hier auf eine harte Probe gestellt.

Außerdem spielt Maddys leiblicher Vater eine Rolle, der mit aber nicht mehr mit Eve zusammen lebt. 

Auch der Umweltschutz spielt eine große Rolle, ich fand es richtig toll, wie diese Message noch hinein gebracht wurde. Im Großen und Ganzen hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen, aber teilweise war es ein bisschen zäh. Besonders im letzten Teil des Buches, als aus der Sicht von Eve erzählt wurde, schien es, als hätte die Geschichte keinen roten Faden mehr. 

Vielleicht wollte die Autorin genau das erreichen, weil sich Eve verloren gefühlt hat und bei ihr erstmal alles zum Stillstand kam. Aber natürlich war das nicht gerade sehr angenehm zum lesen.

Also größtenteils wenig Inhalt auf sehr viele Seiten. 

Trotzdem war das Buch total schön und ließ sich sehr gut lesen und ist deshalb auch empfehlenswert. Für mich war es auf jeden Fall besonders, auch wenn die Handlung gegen Ende hin nicht mehr ganz erkennbar war und woraus alles hinaus läuft. 

3.5/5⭐

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Cover des Buches Vielleicht auf einem anderen Stern (ISBN: 9783453360518)buecher_sind_traumhafts avatar

Rezension zu "Vielleicht auf einem anderen Stern" von Karen Raney

Vielleicht auf einem anderen Stern von Karen Raney
buecher_sind_traumhaftvor 7 Monaten

Mir fällt es es extrem schwer meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen, das es eine total eigensinnige Geschichte ist und ganz anders, als alles, was ich bisher gelesen habe. 🙈❤️

Die Story wird aus der Sicht der 16-jährigen Maddy und deren Mutter Eve erzählt. Maddy ist schwer krank, aber trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) neugierig und lebenshungrig. Sie weiß nicht mehr wie viel Zeit ihr noch bleibt und beschließt per E-Mail Kontakt zu ihrem Vater, den sie nie kennengelernt hat, auf zu nehmen.

Ich glaube, dass niemand, der nicht in der selben Situation wie Maddie war oder ist, sich wirklich in sie hineinversetzen kann, aber die Autorin hat es geschafft, dass ich mir zumindest vorstellen konnte, wie Maddy sich fühlt. Ich finde sie ist eine starke und einzigartige Protagonistin und ich habe sie gerne auf ihrem Weg begleitet. ❤️

Bei Eve war es etwas anders. Ihre Kapitel haben mir nicht ganz so gut gefallen und ich konnte keine richtige Bindung zu ihr aufbauen. Allerdings muss man auch bedenken, dass zwischen mir und ihr ein großer Altersunterschied liegt und ich nicht weiß, wie es sich anfühlt, eine Mutter zu sein.

Das Buch zieht sich zwar gegen Ende hin etwas, aber ansonsten bin ich wirklich gut durch die 476 Seiten durchgekommen und war gefesselt von dem tollen, poetischen und tiefsinnigen Schreibstil. 🥰

Es werden in dem Buch so unglaublich viele wichtige Themen angespannt und diese Geschichte ist so viel mehr, als das, was der Klappentext vermuten lässt. ❤️

Eine Geschichte, die nicht mit Spannung oder überraschenden Plotttwist punkten kann, sondern damit, dass sie einen wirklich zum Nachdenken anregt und tief im Inneren berührt. (Und ja, ich musste am Ende auch ein paar Tränchen verdrücken.) ❤️✨


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Gespräche aus der Community

In dieser Leserunde erwartet euch ein berührender Debütroman der britischen Autorin Karen Raney: "Vielleicht auf einem anderen Stern". Das Buch erzählt die berührende Geschichte von Eve und ihrer Tochter Maddy, die sie über alles liebt und trotzdem ein großes Geheimnis vor ihr verbirgt. Erst als Maddy schwer erkrankt, bricht plötzlich alles Ungesagte hervor. Möchtet ihr herausfinden, welches Geheimnis Eve hat?

Herzlich Willkommen zu unserer Leserunde mit dem Diana Verlag
für Karen Raneys Roman "Vielleicht auf einem anderen Stern" suchen wir 30 Leser und Leserinnen, die das Buch gemeinsam lesen und sich über diese besondere Mutter-Tochter-Geschichte austauschen möchten. Seid ihr dabei?

Dann beantwortet bis zum 16. August 2020 die folgende Frage über unser Bewerbungsformular und nutzt eure Chance auf eines der Bücher:

Wie würdet ihr Kontakt zu einem nahen Verwandten aufnehmen, den ihr bisher noch nicht kennengelernt habt?

Ich bin gespannt auf eure Antworten & drücke die Daumen!

691 BeiträgeVerlosung beendet
KatMas avatar
Letzter Beitrag von  KatMavor 8 Monaten

Eve und Robin kommen von ihrem Haus am See in die leere Wohnung zurück. Wieder frage ich mich, wo ist Maddy? Ich hoffe immer noch, dass sie noch am Leben ist! Kann sie nicht vielleicht nur im Krankenhaus oder bei den Großeltern sein?

Aber Eve wirkt so unglaublich einsam und verlassen. Robin bemüht sich sehr aber er kommt nicht an sie ran. Sie flüchtet zurück an den See.

Und dann habe ich plötzlich meine Gewissheit: Maddy lebt nicht mehr. Obwohl das schon immer zwischen den Zeilen hing, empfinde ich es als grausam. Arme, arme Eve! Mein Kind zu verlieren ist unvorstellbar! Ich weiß nicht, wie man so etwas überlebt. Und gerade auf den letzten Seiten des Leseabschnitts kommt diese alles umfassende Trauer auch so richtig zum Ausdruck. Immerhin kann Eve mit ihren Eltern trauern. Die Szene am Küchentisch ihrer Mutter fand ich sehr berührend.

Wie schön, dass es zwischendrin noch Maddies Teil gibt. Für mich ist das ein bisschen, als wäre sie noch da. Sie ist wirklich tapfer und es macht mich glücklich, dass Sam mit ihr zusammen ist und sie ihren Vater gefunden hat. Sie muss auf so vieles verzichten, wenigstens das hat sie!


Eve hat an dem gefundenen Schriftverkehr zwischen ihrer Tochter und deren Vater ganz schön zu kauen. Sie kann Maddy nicht mehr fragen und fühlt sich außen vorgelassen.

Norma gefällt mir übrigens ausnehmend gut. Sie geht sehr einfühlsam vor und stupst Eve sehr sachte aber immer in die richtige Richtung.

Habt ihr schon mal was von Caly Bevier gehört, einem damals 16jährigem Mädchen aus den USA, die 2016 bei AGT den „Fight Song“ sang, als sie gerade ihre Krebserkrankung besiegt hat? So stelle ich mir Maddy vor!

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