Karen Russell Swamplandia

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Inhaltsangabe zu „Swamplandia“ von Karen Russell

Die Familie Bigtree ist weit über Floridas Sümpfe hinaus für ihren Vergnügungspark Swamplandia berühmt. Ava träumte schon immer davon, der große Star der Alligatoren-Show zu werden, doch seit dem Tod ihrer Mutter bleiben die Zuschauer weg. Nachdem erst ihr Bruder, dann ihr Vater aufs Festland verschwunden sind, ist das Mädchen alleine für die Insel und die siebzig Alligatoren verantwortlich – und für ihre ältere Schwester Osceola, die ihr Herz an einen Geist verloren hat. Als auch noch Osceola abhaut, bricht Ava zu einer gefährlichen Odyssee durch den Sumpf auf. Statt gegen Alligatoren kämpft sie nun um ihre Familie und entpuppt sich dabei als wahre Heldin.

Ein wunderbares Buch, das einen in eine mystische magische Welt zu ziehen scheint. Leider sind viele langweilige u sinnlose Szenen darin.

— Petra_84
Petra_84

wunderbare geschichte, in die man eintaucht und der man wirklich alles abnimmt.

— Borkins
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  • Swamplandia von Karen Russell

    Swamplandia
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2013 um 16:53

    Die Bigtree Familie betreibt einen erfolgreichen Vergnügungspark auf einer kleinen Insel inmitten der Sumpflandschaft Floridas. Hauptattraktion ist der alltägliche Ringkampf der Mutter Bigtree mit dem Alligatoren, eine Attraktion die mit ihrem Krebstod aus dem Programm des Parks gestrichen wird. Noch während Familie Bigtree um die Mutter trauert, brechen die Besucherzahlen ein und es wird immer schwerer die laufenden Kosten des Parks zu decken. Auf der Suche nach einer Rettung vor der bevorstehenden Insolvenz zerstreuen sich die Familienmitglieder in alle vier Winde… Eine etwas ungewöhnliche Familiengeschichte, erzählt mir in diesem Fall Autorin Karen Russell, die ich schon in Kurzform, bzw. als Autorin zweier Erzählbände kenne und liebe. Und auch auf 300 Seiten schlägt sie sich wacker und zieht mich mit den kleinen und großen Abenteuern der Familie Bigtree in ihren Bann. Abenteuer, die nicht selten tragisch enden, doch ich war trotzdem gerne mit von der Partie, habe dieser außergewöhnlichen Erzählerin gelauscht, mit Alligatoren gerungen und mich durch die Sümpfe Floridas treiben lassen. Die Prämisse an sich ist schon genug, um mich von diesem Buch zu überzeugen. Doch hätte ich mich zwischen den Seiten auch Langeweile erwarten können oder schlimmer noch die völlige Unfähigkeit der Autorin diesem Plot in all seiner Kuriosität gerecht zu werden. Karen Russell allerdings schafft es nicht nur glaubwürdig mit der Stimme eines 13-Jährigen Mädchens zu schreiben, sondern vermag mich als erwachsene Frau geradezu an die Worte dieses 13-Jährigen Mädchens zu fesseln – wovon ich schwer beeindruckt bin, denn so ganz war ich nie überzeugt von diesem erzählerischen Kniff, Swamplandia jedoch bildet hier eine Ausnahme. Denn mit viel Finesse wird hier eine Familienidylle beschrieben, die Karen Russell mit fortschreiten der Handlung immer mehr dekonstruiert. Zunächst in form des tragischen Verlustes der Mutter, eventuell gefolgt vom Verlust des ganzen Lebensunterhalts und schickt anschließend jedes Familienmitglied einzeln auf die Suche nach einer Lösung für dieses Problem, auf die Suche nach einem Rettungsring für den Park, aber auch auf die Suche nach sich selbst. Auf eine Suche, bei der ich Ava und Kiwi und Häuptling Bigtree nur zu gerne begleitet habe. Auf eine Suche, die ich aufzunehmen jedem Leser empfehlen möchte, vorausgesetzt sie findet zwischen den Seiten dieses beeindruckenden Romans statt. Mit Swamplandia ist Karen Russell ein beeindruckendes Romandebüt gelungen, das ich nur zu gerne gelesen habe. Ein ungewöhnlicher Entwinklungs- und Familienroman, den ich jedem Leser ans Herz legen möchte.

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  • Rezension zu "Swamplandia" von Karen Russell

    Swamplandia
    Lesemanie

    Lesemanie

    29. January 2013 um 16:03

    Ava Bigtree ist zwölf. Ihre Mutter ist vor kurzem an Krebs gestorben, ihre ältere Schwester Ossie verliebt sich in einen Geist, ihr Bruder taucht ab in die Welt der Finsternis, und Avas Vater ist mit der ganzen Situation ein wenig überfordert. Hinzu kommt, dass die Familie Bigtree nicht irgendwo in einem amerikanischen Vorort mit manikürten Rasen, neugierigen Nachbarn, und besorgten Lehrern wohnt. Den Bigtrees gehört der Alligatoren-Park Swamplandia! und Avas Mutter war bis vor kurzem die Hauptattraktion, wenn sie in einen Pool mit einem Dutzend Alligatoren tauchte, ihn durchschwamm, und am anderen Ende wieder unbeschadet daraus emporstieg. Tag für Tag versorgt Ava die rund 70 Alligatoren in ihrem Park in den Sümpfen der Everglades in Florida. Tag für Tag muss sie aufs neue feststellen, dass der Tod ihrer Mutter und das Eröffnen des Vergnügungsparks „Welt der Finsternis“ dafür sorgen, dass die Besucher in Swamplandia! ausbleiben. Avas Bruder, der siebzehnjährige Kiwi, und ihr Vater verschwinden in kurzem Abstand voneinander aufs Festland. Ava ist überzeugt, dass sie zurückkehren werden, doch als Ossie auch verschwindet, um dem Geist, mit dem sie in den letzten Wochen eine Beziehung aufgebaut hat, nahe zu sein und sich mit ihm zu vereinen, beschließt die Jüngste des Bigtree-Clans zu handeln. Gemeinsam mit dem ominösen Birdman, dem sie hofft, vertrauen zu können, macht sie sich auf den Weg durch die Sümpfe, um Ossie zu finden. Erzählt wird die Geschichte aus zwei Blickwinkeln. In erster Person aus Avas Sicht, und in dritter Person folgt Russell Kiwi aufs Festland und beschreibt, wie er versucht, die Familie aus ihren finanziellen Schwierigkeiten zu retten. Hierbei wird der düsterere Erzählstrang um Ava ein wenig aufgelockert, denn Kiwi, so lernen wir, hat eigentlich nicht viel Zeit außerhalb Swamplandias verbracht (die Kinder sind zu Hause von der Mutter unterrichtet worden), muss sich ganz neu in die gängige Umgangssprache einfinden, und „Mainland“ Gewohnheiten erlernen. Russels Buch ist phantastisch (im wahrsten Sinne des Wortes). Ihr Einfallsreichtum ist beneidenswert, ihre Sprache liest sich leicht, und die Personen, die hier zu Wort vorkommen, oder, im Falle von Ossie, durch Abwesenheit glänzen und doch Einfluss haben, vergisst man nicht leicht. Ava Bigtree ist eine Alice im Wunderland der Sumpflandschaft Floridas.

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  • Rezension zu "Swamplandia" von Karen Russell

    Swamplandia
    bücherelfe

    bücherelfe

    29. June 2011 um 18:36

    Die New York Times Book Review bezeichnet dieses Buch als „Eine Achterbahnfahrt voll lebhafter Schilderungen und unbändiger Fabulierkunst: Russell hat Stil, und zwar jede Menge“. Stephen King – Grossmeister der Alpträume - wird zitiert mit „Brillant, lustig, besonders – zugleich gruselig und böse: Dieses Buch werde ich nicht vergessen.“ Kein Wunder, waren meine Erwartungen an „Swamplandia“ entsprechend hoch. Mitten im Sumpf Floridas lebt das Ehepaar Bigtree mit seinen drei im Strudel der Pubertät schlingernden Kinder. Früher war „Swamplandia“ mit seinen Alligatoren-Shows ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Heute dümpelt das Unternehmen nur noch vor sich hin. Als Mutter Hilola Bigtree stirbt, gerät die Welt der Bigtrees noch mehr ins Schleudern. Dass der Vergnügungspark „Welt der Finsternis“ im nahe gelegenen Loomis eröffnet wurde, scheint „Swamplandia“ den letzten Rest zu geben. Die 13jährige Ich-Erzählerin Ava hat nur eines im Sinn; das Erbe ihrer Mutter antreten und eine genauso berühmte Alligatoren-Ringerin werden. Damit das Unternehmen und ihrer aller Heimat „Swamplandia“ wieder blüht. Alle in der Familie gehen ihre eigenen Wege. Ihr zu Anfang der Geschichte noch unter ihnen weilende, etwas senile Grossvater wird in einem Altersheim geparkt, ihr Bruder Kiwi verschwindet eines Tages in Richtung der „Welt der Finsternis“ und versucht auf seine Weise, die Familie zu unterstützen. Der Vater geht auf eine längere Geschäftsreise und ihre Schwester Ossie ist auf einem spiritistischen Trip und verliebt sich in einen im Wald lebenden Geist. Letzteres mit allen Konsequenzen, denn sie beschliesst, ihr Leben mit ihm zu teilen und verschwindet zwecks baldiger Heirat. Unvermittelt findet sich das Nesthäkchen Ava vollkommen allein Aber die junge Alligatoren-Ringerin lässt sich nicht unterkriegen und macht sie sich auf den Weg, ihre Schwester zurückzuholen. Aber die Sümpfe Floridas sind kein Ort für Spaziergänge.... Karen Russel's Debütroman ist eine Geschichte voller Geschichten; eine Welt voller eigener kleiner Welten. Verschachtelt, bunt, laut und irgendwie etwas schwindelerregend. Ihre sprudelnde Fantasie und ihre Fabulierkunst sind mir definitiv zu viel von allem. Es liest sich so, wie ein überzuckerter Pudding oder ein viel zu scharfes Curry schmeckt: Eine kleine Portion ist durchaus schmackhaft; eine grosse liegt schwer im Magen. Um herauszufinden, ob Karen Russel mir in Kleinstportionen besser gefällt, werde ich mir ihren Erzählband „Schlafanstalt für Traumgestörte“ näher anschauen. Denn ein Kapitel in "Swamplandia" vermochte mich wirklich zu begeistern. Der Teil rund um Ossie's Geist bzw. sein Leben bevor er zum Geist mutierte, war wunderbar. Ihn habe ich nur ungern verlassen.

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  • Rezension zu "Swamplandia" von Karen Russell

    Swamplandia
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. June 2011 um 21:54

    Die Familie Bigtree ist weit über Floridas Sümpfe hinaus für ihren Vergnügungspark Swamplandia berühmt. Ava träumte zwar schon immer davon, der große Star der Alligatoren-Show zu werden, doch seit dem Tod ihrer Mutter bleiben die Zuschauer weg. Nachdem erst ihr Bruder, dann ihr Vater aufs Festland verschwanden sind, ist das Mädchen alleine für die Insel und die siebzig Alligatoren verantwortlich und für ihre ältere Schwester Osceola, die ihr Herz an einen Geist verloren hat. Als auch noch Osceola abhaut, bricht Ava zu einer gefährlichen Odyssee durch den Sumpf auf. Statt gegen Alligatoren kämpft sie nun um ihre Familie und entpuppt sich dabei als wahre Heldin. (Verlagsinfo) Karen Russell erzählt in ihrem Debütroman eigentlich drei Geschichten: Zum einen den Niedergang der Familie Bigtree, zum anderen die Coming-of-Age Story der 13-jährigen Erzählerin Ava und zum dritten den Untergang einer unvergleichlichen Landschaft in den Sümpfen Floridas. Dabei fabuliert sie aus vollem Dichterherz und überrascht den Leser immer wieder mit den wilden Ausgeburten ihrer Phantasie. Sie schreibt flüssig und temperamentvoll, atemlos und sentimental, und weckt bei dem Leser große Sympathie für ihre Figuren. Aber offensichtlich hat sie auch literarische Vorbilder, denn ich habe mich in der Tat bei der Lektüre sehr oft an die skurrilen Figuren eines John Irving sowie dessen Schreibweise erinnert gefühlt, der aber ja nicht unbedingt das schlechteste Idol ist. Sehr gut gefallen haben mir ihre Schilderungen der bedrohten Sumpflandschaft und in diesen eher leisen Passagen des drohenden Verlustes zeigt die Autorin auch ihr ganzes schriftstellerisches Können. Eine wunderschönes Geschichte von Liebe, Verlust, Suchen und Erwachsenwerden, der ich viele Leser wünsche!

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  • Rezension zu "Swamplandia" von Karen Russell

    Swamplandia
    Buecherbaer

    Buecherbaer

    23. June 2011 um 11:55

    Hier geht es um die Familie Bigtree, die abgeschieden auf einer eigenen Insel leben und einen Alligatoren-Park haben. Nachdem die Mutter an Krebst stribt, geht der Park den Bach runter, bis schließlich gar keine Besucher mehr kommen. Der Sohn Kiwi flüchtet aufs Festland, genauso wie der Chief (der Vater). Die Tochter Osceola verzieht sich in ihre eigene Welt, in der sie mit Geistern kommuniziert. Und dann ist da noch die jüngste Tochter Ava, die versucht alles in den Griff zu bekommen. Die Geschichte ist aus der Sicht von Ava geschrieben, abwechselnd aus der Erzählperspektive erfahren wir wie sich ihr Bruder Kiwi auf dem Festland durchschlägt und versucht Geld zu verdienen. Die Geschichte plätschert mehr oder weniger so vor sich hin, ohne dass wirklich viel passiert. Es geht hauptsächlich um das Leben der vieren nach dem Tod der Mutter. Ihr ganzes bisheriges Leben scheint den Bach runter zu gehen und nichts ist mehr so wie es war. Nachdem Kiwi die Schnauze voll hat von seinem Vater flüchtet er aufs Festland, da er sich weiterbilden möchte und die Schulden von Swamplandia zu zahlen. Osceola flüchtet sich immer mehr in ihre eigene Geisterwelt, bis sie schließlich mit einem Geist durchbrennt. Und Ava begibt sich zusammen mit dem Vogelmann auf die abenteuerliche Suche nach ihrer Schwester. Ab hier wird die Geschichte teilweise etwas merkwürdig, am Schluss löst sich aber alles sehr gut auf. Am Anfang hatte ich etwas Mühe in die Geschichte reinzukommen, daher konnte ich am Stück maximal 2-3 Kapitel lesen, da mir das sonst zu mühsam wurde .Trotzdem habe ich immer gerne weitergelesen. Die Geschichte wird sehr lebhaft beschrieben und die Charaktere werden liebevoll dargestellt. Gut gefallen hat mir insbesondere Schluss, den ich an einem Stück gelesen habe. Fazit: Ein Buch über Zusammenhalt, Liebe, Familie, Gewalt, Glauben und vieles mehr. Auf jeden Fall ein Buch für das man sich Zeit nehmen sollte, denn dann kann man sich voll und ganz darauf einlassen und wird ein tolles Lesevergnügen erleben. Ich vergebe 7 von 10 Punkten.

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  • Rezension zu "Swamplandia" von Karen Russell

    Swamplandia
    lokoschade

    lokoschade

    10. May 2011 um 12:01

    Gebundene Ausgabe: 512 Seiten Verlag: Kein & Aber; Auflage: 1 (30. März 2011) ISBN 978-3036955148 Preis: € 22,90 Pressestimmen »Der junge Literaturstar aus den USA, nimmt sich die Natur zum Vorbild und erzählt wuchernd, sinnlich und wild vom Leben uns Sterben in Florida.« (Richard Kämmerlings, Welt amSonntag) »Die verqueren Welten sind uns die liebsten, und die allerliebste ist uns darum Swamplandia. Endlich erscheint Russells erster Roman, der hinreißend bitter und märchenhaft ist.« (Maren Keller, KulturSPIEGEL) »Gleich in ihrem ersten Roman ist es Karen Russell gelungen, ihre überbordende Phantasie mit verblüffender Leichtigkeit zu formulieren, ihren trockenen Humor mit wohligem Schauder zu verbinden. Ein wunderbar verrückter Abenteuer- und Familienroman.« (Krischan Koch, NDR Info) Kurzbeschreibung Die Familie Bigtree ist weit über Floridas Sümpfe hinaus für ihren Vergügungspark Swamplandia berühmt. Ava träumte zwar schon immer davon, der große Star der Alligatoren-Show zu werden, doch seit dem Tod ihrer Mutter bleiben die Zuschauer weg. Nachdem erst ihr Bruder, dann ihr Vater aufs Festland verschwanden sind, ist das Mädchen alleine für die Insel und die siebzig Alligatoren verantwortlich und für ihre ältere Schwester Osceola, die ihr Herz an einen Geist verloren hat. Als auch noch Osceola abhaut, bricht Ava zu einer gefährlichen Odyssee durch den Sumpf auf. Statt gegen Alligatoren kämpft sie nun um ihre Familie und entpuppt sich dabei als wahre Heldin. Meine Meinung: Die schlimmste Bedrohung der wir uns je ausgesetzt sahen, waren die Spaghetti Surprise unserer Mutter, der miserabelsten Köchin aber besten Alligatorringerin Floridas! Wir, das sind die drei Kinder der Bigtrees, Betreiber eines Vergnügungspark auf einer kleinen Insel in den Sümpfen Floridas. Als Ava, 13 Jahre diese Behauptung aufstellte, wußte sie noch nicht, was noch Schlimmeres kommen konnte. Denn schon bald stirbt ihre muskulöse, braungebrannte Mutter an Krebs und niemand mehr springt zu den Seths ("Wir nannten alle unsere Alligatoren Seth, denn Chief Bigtree pflegte zu sagen: Tradition ist so wichtig Kinder, wie Werbematerial teuer!) ins Wasser um mit ihnen zu kämpfen. Die Besucher bleiben aus! Das Geld wird knapp! Der Vater verschwindet aufs Festland und mit ihm auch bald Kiwi, der 18jährige Sohn der Familie, der mit alldem eigentlich nicht so viel anfangen kann, aber trotzdem versucht die Obdachlosigkeit seiner Familie abzuwenden. Ava und Ossi bleiben alleine auf der Insel zurück, ernähren sich von Überbleibseln aus der Tiefkühltruhe und besprühen ihre verdreckten Unterhemden mit dem Rosenduft aus dem Nachlass ihrer geliebten Mutter. Als Ossi das Buch "Der spiritistische Telegraph" findet taucht sie ab in eine Welt die Ava ängstigt, weil sie spürt dass sie ihre Schwester an Geister verliert.... Mit dem extravaganten Vogelmann, macht sie sich auf ihre Schwester zu suchen die auf dem Weg in die Unterwelt ist. Sie befindet sich am Rand des Universums, stakt durch Mangrovensümpfe und Wurzelgewirr vorbei an moosbehangenen Bäumen.... Derweil kämpft Kiwi auf dem Festland um Anerkennung und Jobs und deckt ganz nebenbei das große, traurige Geheimnis seiner Familie auf! "Man glaubt immer es sei unerträglich die Wahrheit nicht zu wissen, bis man sie erfährt, oder?" Fazit: Eine schmerzhaft schöne Familiengeschichte die Karen Russell mit so viel Fabulierfreude und Liebe zu ihren Figuren geschrieben hat, dass es mir an manchen Stellen schier das Herz zerrissen hat. Ein eindeutiger Anwärter auf mein Monatshighlight!

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