Karen Swassjan Unterwegs nach Damaskus

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Inhaltsangabe zu „Unterwegs nach Damaskus“ von Karen Swassjan

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  • Rezension zu "Unterwegs nach Damaskus" von Karen Swassjan

    Unterwegs nach Damaskus
    Christa_Schyboll

    Christa_Schyboll

    21. August 2012 um 22:24

    Unsere Lebensweise in vielen Bereichen zeigt mehr und mehr sein schreckliches Gesicht und scheint den Niedergang der Kulturen zu beschleunigen. Die Menscheit steht immer rat- und kraftloser vor einer Macht, die sich aus innerem und äußerem Zwang, Egoismus und Weltherrschaft, offenbar gegen das Überleben stellt. Der armenische Philosophie-Professor Karen Swassjan hat sich auf die Suche begeben und ist fündig geworden bei der Frage, wo ein Ausweg scheint. Seine Antwort lässt aufhorchen: Die geistige Wiedergeburt Deutschlands und Mitteleuropas scheinen ihm Möglichkeit, dem Untergangsszenario, das sich immer konkreter in die Wirklichkeit stellt, noch zu entkommen. Die Suche nach der geistigen Heimat der Deutschen und ihre Mission steht im Mittelpunkt der geschichtlichen Besinnung, die der Autor aus Jerewan unternimmt. Die Betrachtung der beiden Weltmächte Russland und USA wird ebenso schonungslos und notwendig vorgenommen wie der desolate Zustand unserer Geisteskraft. Ganz Mitteleuropa ist heute fast oder total enturphänomenologisiert. Es herrscht überall sein Nebensächliches, Unwesentliches. Das heutige Europa scheint nichts als Besinnungslosigkeit. Deutschland selbst wurde zu einem leeren amerikanisch-sowjetischen Anhängel, das von der einen Seite mit den Narkotika der Übersättigung, von der anderen Seite mit den Narkotika der Angst genährt wurde, so dass der Faktor östlicher Repression mit dem Faktor der westlichen Depression ganz gut auskam. Denn es wäre nicht undenkbar, im Beispiel dieser deutschen Vereinigung eine Versuchsprobe der künftigen Vereinigung Amerikas mit Russlands zu sehen - natürlich unter überwältigender Führung der ersteren. In dem spannend zu lesenden Buch wird die Suche nach der geistigen Heimat der Deutschen von Goethe ausgehend ebenso beschrieben, wie der "Terror eines abstrakten Menschenexperiments" im Bolschewismus oder der "Konsumterror des westlichen satten Materialismus". Schonungslos geht der überzeugte Anthroposoph Swassjan aber auch mit der sich darlebenden Anthroposophie um: "Der willenlose, unbewaffnete, kraftlose, ohnmächtige, gutmütige, UNO-mäßige, Ferienheimische, paralysierte, parasitäre, unparacelsische, ungoethische, unsteinersche Gedanke baut sich ein Nest in der Anthroposophie selbst: Statt den Willen ins Denken zu bringen, geht es mehr und mehr darum, die Gesamtausgabe der Werke Steiners ins Denken zu bringen. .. Ob wir Anthroposophen wirklich darauf rechnen, es gelänge uns, den unergründlichen Hüter dieser Schwelle etwa mit ein paar vorprogrammierten Eurythmieaufführungen in Rührung zu versetzen? ... Die Anthroposophie ist individuell oder sie ist nichts. ..." Ein Buch mit analytischem Tiefblick und Klarsicht, ohne Geschwätz, aber in unnachahmliche Sprachkraft gesetzt... weitsichtig in die Gegenwart gestreut, das es sich lohnt zu: kritisch zu denken - statt nur zu lesen.

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