Ein Jahr voller Wunder

von Karen Thompson Walker 
3,8 Sterne bei164 Bewertungen
Ein Jahr voller Wunder
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Positiv (105):
R

Zukunftsängste in Form von Erdverlangsamung. Momente erscheinen kostbarer, als umso rarer wir sie ansehen.

Kritisch (19):
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Recht unspektakulär. Konnte mich leider nicht mitreißen.

Alle 164 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Ein Jahr voller Wunder"

Der internationale Bestsellererfolg. Julia sitzt mit ihren Eltern Joel und Helen gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erde dreht sich plötzlich langsamer. Tage und Nächte werden länger. Jegliche Orientierung geht verloren. Auf einmal ist alles anders. Denn auf einmal könnte jede Entscheidung die letzte sein. Als Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin zu verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depressionen ankämpft. Und als Julia sich zum ersten Mal verliebt ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442745562
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:14.04.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.05.2013 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Lennyvor 2 Monaten
    Ein Jahr voller Wunder

    Ich habe gesehen, dass dieses Buch sehr viele gute Kritiken hat. Ich konnte mich wohl nicht auf dieses Buch einlassen....den Grund weiß ich nicht, vielleicht Angst, dass es wirklich zu einem solchen Szenario auf der Welt kommen kann.....

    Das Vogelsterben war nur eins, das mich erschreckt hat......der Verfall der Erde im Hintergrund schleichend, Julia mit ihrer Verliebtheit  im Vordergrund schleichend.....

    So wenig Tempo in der Geschichte -die Verlangsamung hat sich auch beim Lesen bemerkbar gemacht......mich hat das Buch nicht packen können. Schade

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    G
    Gisevor 3 Monaten
    Endzeit

    Was passiert, wenn sich die Erdrotation verlangsamt und damit ganz langsam die Welt untergeht? So langsam allerdings, dass zwar nach und nach die Vögel vom Himmel fallen und die Vegetation nicht mehr genügend Sonnenlicht bekommt und damit eingeht – aber das Leben doch noch weitergehen muss. Julia verliebt sich zum ersten Mal, während ihr Vater seine Frau verlassen möchte für die Klavierlehrerin. Die Schule geht weiter, auch wenn manche Schüler weggezogen sind…
    Dies ist kein Weltuntergang mit apokalyptischen Reitern, sondern einer der langsamen, hinterhältigen Sorte. Das Buch lädt zum Nachdenken an, sowohl auf der wissenschaftlichen wie auch auf der persönlichen Ebene. Es sind verblüffende Folgen, die sie schildert. Allerdings gibt es hier keine großen Wunder, die man nach dem Titel eigentlich erwarten würde, sondern es sind kleine Wunder, die aus der Sicht der Jugendlichen ganz nebenbei erwähnt werden. Dadurch bleibt die Gefahr des Weltuntergangs immer im Hintergrund gewahr. Enttäuscht war ich allerdings vom Ende der Geschichte, für mich blieben so viele Fäden offen. Damit fehlte mir letztendlich der Kick, um das Buch wirklich weiterempfehlen zu können. 

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    Rosa3vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Zukunftsängste in Form von Erdverlangsamung. Momente erscheinen kostbarer, als umso rarer wir sie ansehen.
    Bewegende Geschichte übers Erwachsenwerden - im Rahmen einer Dystopie

    Was macht man, wenn die Erde sich plötzlicher langsamer dreht, Tage und Nächte sich nicht länger als solche anfühlen, und die halbe Welt von einer Apokalypse spricht? - Man macht weiter wie bisher, nur, dass man Entscheidungen als etwas Endgültigeres und die Zeit hier auf Erden allgemein als umso befristeter ansieht.

     

    Sie erfahren in den Nachrichten davon. Erst mal passiert nichts. Dann werden die Tage immer länger, und um drei Uhr nachmittags steht man plötzlich im Stockdunkeln.

     

    Geschrieben ist die Geschichte aus Sicht der zwölfjährigen Julia, eines Mädchens, das so sein will wie alle anderen und irgendwie doch nicht. Sie erlebt, was in diesem Alter jeder erlebt: Freundinnen, die sich von einem lösen, und die erste Liebe. Und all das erscheint ihr irgendwie bewusster, endgültiger, weil Entscheidungen nicht länger so getroffen werden können, als hätte man ewig dafür Zeit.           

    Julia gehört zu einer dieser Protagonistinnen, bei denen nichts leichter fällt, als sich in sie hineinzuversetzen. Man teilt ihre Ansichten, ihre Gedanken. Es ist, weil sie realitätsnah und griffbereit sind, und je weiter man in das Buch vordringt, umso mehr werden dem Leser auch ihre Wünsche und Hoffnungen aufgedrängt. Kurz: Es ist, wie es in dem klassischen Buch sein sollte.

    Das Cover empfinde ich in diesem Fall als unglücklich gewählt, weil Titel und Bild mehr auf eine schicksalhafte Liebes-, beziehungsweise Familiengeschichte setzen zu scheinen, anstatt den Kern des Buchs zu beleuchten. Wir haben es hier mit einer romanartigen Dystopie zu tun, die sich - soweit im Rahmen einer Apokalypse möglich - an unserer Realität orientiert. Und trotz allen Zukunftsängsten und Wissenschaftsspekulationen kommen im Vergleich zu anderen Dystopiepen die emotionalen Konflikte innerhalb einer Familie nicht zu kurz, sondern stellen ein Schlüsselelement der Geschichte dar. Man hätte dieses Buch auch ohne Apokalypse, Erdverlangsamung etc. schreiben können, und es wäre trotzdem ein gutes Buch gewesen. Genau das ist es, was den meisten Action- oder Fantasyromanen in ihrem Klassifikationsbereich abhanden kommt, und weshalb ich hier vier von fünf Sternen vergebe.

    Der Erzählstil der Autorin behagte mir zuerst nicht, weil er mir zu einfach und schlicht aufgebaut war, aber mit den Seiten, die verflogen, gewöhnte ich mich daran. Indem sie Themen auf ihren Kern bringt, zeigt die Autorin, dass sie keine weitschweifigen Umschreibungen braucht, um Sätze miteinander zu verweben, und dass die schönsten Liebesgeschichten ohne große Worte sind.

    Ich habe mich in diese Geschichte verliebt, obwohl ich es nicht vorhatte. Und dass das geht, zeigt die Autorin mit diesem Buch.

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    FabAustens avatar
    FabAustenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Realistischer und eindrucksvoller Endzeit-Roman, der ohne Action beschreibt, wie es sein könnte.
    Ein Jahr voller Wunder


    Nicht vom Cover täuschen lassen. Die Endzeit ist angebrochen! 

    Es scheint ein ganz normaler Tag zu werden. Natürlich wird er vierundzwanzig Stunden dauern. Natürlich wird die Nacht die hellen Stunden ablösen. Doch dann erklären Wissenschaftler, dass sich die Erde langsamer dreht. Die Tage und Nächte dehnen sich aus. Erst nur wenige Minuten, doch diese werden sich summieren. Anfangs sind die Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen gering, doch sie werden zunehmen. Aber wie genau werden sie aussehen? Wie lange wird es dauern, ehe alles ausgelöscht wird? Julia und ihre Eltern bleibt wie allen anderen nur übrig, abzuwarten, weiterzuleben, sich anzupassen. Als wäre das nicht genug muss sich Julia auch noch mit den üblichen Problemen einer Heranwachsenden herumschlagen: Freundschaft, Anerkennung und der ersten Liebe.

    Karen Thompson Walker ist ein eindrucksvolles und sehr realistisches Endzeitszenario gelungen. Es benötigt keine Explosionen, Zombies oder Epidemien. Statt mit viel Brimborium und dem großen Effekt aufzuwarten, zeigen sich die Folgen der Katastrophe schleichend. Das Geschehen wirkt dadurch umso glaubwürdiger und unmittelbarer auf den Leser.

    Üblicherweise spielt sich in Endzeitromanen eine dramatische Geschichte vor dem Hintergrund der Katastrophe ab. Die Figuren suchen Rettung, verschollene Angehörige oder wollen das Unausweichliche sogar verhindern. Die prekäre Lage soll ihre Schwächen und Stärken herausstellen, sie zu Helden oder Verlierern formen. Hier steht jedoch augenscheinlich ein junges Mädchen mit ihren alltäglichen und für ihr Alter typischen Sorgen im Vordergrund. Ihre Familie, Freunde und die erste Liebe stellen das Personal. Ihre persönliche Geschichte mag auf den ersten Blick durchschnittlich, einfach und für manchen Leser möglicherweise langweilig erscheinen. Doch sie ist es keineswegs, denn die Normalität ihre Alltags lässt die Monstrosität der Verlangsamung umso stärker hervortreten. Ebenso setzt sie gravierende Geschehnisse in Julias Leben erst in Gang. Durch diese beides erhält der Roman eine ganz eigene, unterschwellige Spannung.

    Gleichzeitig wird die Chronologie der Verlangsamung veranschaulicht. Fast beiläufig und doch allgegenwärtig sind ihre Erscheinungen und Auswirkungen. Physikalische Gesetze werden außer Kraft gesetzt, Pflanzen und Tiere sterben, die Menschen gehen unterschiedlich mit den radikalen Begleiterscheinungen um. Versuchen, ihren bisherigen Alltag aufrechtzuerhalten. Somit hat Ein Jahr voller Wunder zwei Protagonisten, die völlig gleichwertig nebeneinander stehen: Julia und die Verlangsamung.

    Julia fungiert als Erzählerin, die das Geschehen beobachtet und für ihre elf Jahre überraschend analytisch ist. Die Diskrepanz klärt sich in ihrem Fall später, doch insgesamt bleibt ein wenig der Eindruck, dass Julias Mitschüler häufig nicht unbedingt ihrem angegebenen Alter entsprechend agieren, sondern eher wie etwas ältere Teenager. Der leicht distanzierte, aber sehr pointierte Sprachstil führt jedoch keineswegs dazu, dass der Leser gefühlsmäßig auf Distanz gehalten würde. Ganz im Gegenteil. Es gibt sehr emotionale Passagen, die nicht trotz sondern wegen ihrer oberflächlichen Schlichtheit eine starke Wirkung erzielen.

    Ein Jahr voller Wunder ergänzt das actionreiche Genre des Endzeitromans um ein tiefgründiges, realistisches Werk, das den Leser stark aufwühlen wird, wenn er sich darauf einlässt. 

    Kommentare: 2
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    KiraMinttus avatar
    KiraMinttuvor 2 Jahren
    Ein Jahr voller Wunder

    Irgendwann wacht man morgens auf und erfährt, dass es soweit ist: Der Weltuntergang steht bevor.
    Und er kommt zwar nicht mit Pauken und Trompeten, nicht mit Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Überschwemmungen, aber es ist unvermeidlich, unabänderlich, unausweichbar: Das Leben auf der Erde nähert sich seinem Ende.

    Was würde man denken, wie ginge man damit um?
    Wie würde sich die Menschheit verhalten, wie jeder einzelne? Wie man selbst?

    In "Ein Jahr voller Wunder" sind die Protagonisten des Romans mit genau dieser Situation konfrontiert, und der Einstieg in diesen Roman fühlt sich an, als säße man in einer Achterbahn, die sich, langsam von einer Seilwinde nach oben gezogen, dem bevorstehenden Abgrund nähert. Was Julia und ihre Familie erwartet, wenn die Bahn nach vorne kippen wird, ist bisher nur schwer konkret fassbar. Dass aber das normale Leben mit dem Bekanntwerden der Nachricht, dass die Erdrotation sich verlangsamt, ein Ende gefunden hat, ist mehr als sicher.

    Ergreifend, schockierend, unvorstellbar - keine Formulierung wird diesem Buch wirklich ganz gerecht. Karen Thompson Walker führt den Leser ohne Pathos durch eine Welt, deren physikalische Gesetze sich aufzulösen beginnen. Wie leicht wäre es, das übliche Katastrophenszenario heraufzubeschwören; Zerstörung, Raserei und meterhohe Flutwellen zu beschreiben. Stattdessen gelingt ihr das Kunststück, inmitten der Zersetzung des Alltags das Augenmerk des Lesers auf die Herausforderungen, Ängste und Hoffnungen der elfjährigen Julia zu lenken, auf den Verlust von Freundschaft, auf die notwendige Ablösung und auf das Vertrauen, das Julia letztlich in das Neue zu setzen vermag. Selbst ohne den zunächst unauffälligen und sanften Wandel, dem die Menschheit unterworfen ist, ist dies eine Geschichte, die es wert ist, gelesen zu werden.

    Karen Thompson Walker schreibt über Metamorphose, über die Entwicklung aller und über die Entwicklung des einzelnen Individuums - und dies tut sie absolut brillant.
    Wunderbares Buch.

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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Endzeitroman, der erschreckend realistisch ist - spannend bis zum Schluss. Ein Roman, der im Gedächtnis bleibt.
    Endzeitroman, der erschreckend realistisch ist - spannend bis zum Schluss.

    Es passierte ganz langsam, so dass es die Menschheit zunächst nicht bemerkte: Die Erde dreht sich langsamer. Unbemerkt wurden die Tage wenige Minuten länger, dehnten sich aber schon bald unaufhörlich auf mehrere Stunden aus. Die katastrophalen Auswirkungen auf Flora und Fauna sowie den Menschen sind bereits bei einer Überlänge von nur wenigen Stunden spürbar.
    Durch die Verlangsamung der Erde verstärkt sich die Schwerkraft: Vögel fallen vom Himmel und Menschen entwickeln die Schwerkraftkrankheit, die sich in ihrer harmlosesten Form als Schwindel äußert.

    Die Welt teilt sich in zwei Gruppen: Menschen, die sich anpassen und nach der (24-Stunden-)Uhrenzeit weiterleben, so dass mittags tiefste Dunkelheit herrschen kann und nachts das Schlafen bei Helligkeit schwerfällt. Daneben gibt es die Echtzeitmenschen, die in der Minderheit sind und versuchen, nach den Tageszeiten zu leben, was aber aufgrund der Länge der Tages- und Nachtabschnitte unmöglich werden wird.

    Tage und Nächte dehnen sind aus, so dass extreme Wetterverhältnisse herrschen. Die Sonne wird so bedrohlich stark, dass Pflanzen nicht mehr unter natürlichem Sonnenlicht wachsen können.
    Die Menschen beginnen Lebensmittel zu horten und geben die Hoffnung nicht auf, dass die Verlangsamung eines Tages nachlassen wird. Wissenschaftler, die die Ursache des Phänomens nicht erklären können, forschen nach Alternativen bis hin zu einem Leben außerhalb der Erde.

    Die Dystopie wird aus der Perspektive der 11-jährigen Julia geschildert, die den Beginn der Katastrophe im Jahr 2021 miterlebt. Ihr Vater Joel ist Arzt und kann mit der Umstellung des Biorhythmus aufgrund seiner Schichtarbeit im Krankenhaus noch am besten umgehen, während die Mutter Helen sowohl psychisch als auch physisch enorm unter den Auswirkungen der Verlangsamung leidet. Julia verliert nach und nach ihre Freunde, die mit ihren Familien in andere Landesteile oder alternative Kolonien fliehen. In der Schule fühlt sie sich allein und ausgeschlossen, bis endlich ihr heimlicher Schwarm Seth Interesse an ihr zeigt.

    "Ein Jahr voller Wunder" ist ein Titel, der stutzig macht, verbindet man doch mit einem Wunder in der Regel etwas Positives. In diesem Roman ist das Wunder eine Katastrophe, die nicht zu erklären ist und für die es aus diesem Grund auch keine Lösung zu geben scheint. Besonders eindringlich ist dabei, dass es sich nicht um eine völlig absurde Vorstellung handelt, sondern dass das Szenario durchaus schlüssig und realistisch ist.

    "Ein Jahr voller Wunder" ist ein Endzeitroman, den ich voller Spannung verschlungen habe, um zu erfahren, wie das Leben weitergeht, wenn sich die Erde so langsam dreht, dass sich einzelne Tage über Wochen erstrecken.
    Auch wenn dem Leser am Ende keine Ursache für diese Entwicklung präsentiert wird, enttäuschte mich das Ende keinesfalls. Im Gegenteil - gerade das (halb-)offene Ende macht die Geschichte so brutal realistisch.

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    Buchbekloppts avatar
    Buchbeklopptvor 3 Jahren
    Ein Jahr voller Wunder von Karen Thompson Walker

    Julia sitzt mit ihren Eltern Joel und Helen gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erde dreht sich plötzlich langsamer. Tage und Nächte werden länger. Jegliche Orientierung geht verloren. Auf einmal ist alles anders. Denn auf einmal könnte jede Entscheidung die letzte sein. Als Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin zu verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depressionen ankämpft. Und als Julia sich zum ersten Mal verliebt ...
    Meine Meinung: Zu diesem Buch kam ich Dank winkybooks, die dieses Buch wärmstens empfohlen hat in einem ihrer Videos. Es geht um Weltuntergang und es geht um Liebe, ich glaube eine bessere Kombination gibt es nicht. Wir verfolgen hier eine Familie, die gegen längere Tage ankämpft, gegen Hitze und gegen helle, schlaflose Nächte. Und dennoch läuft der Alltag: Kinder gehen zur Schule, Eltern gehen in die Arbeit, doch nicht jeder kommt mit dem neuen Rythmus klar. Und genau das fand ich so gut an dem Buch: Es war wie eine normale Familiengeschichte, aber nebenher passierte so viel, das man einfach süchtig wird nach dieser Geschichte, diesem Buch und diesem Drumherum!

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    B
    BookTownrezisvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein locker leichtes Buch für jeden der Coming of Age Geschichten mag:)
    Süße Geschichte mit bezaubernder Protagonistin!

    Heute geht es um ein Buch was ich aus Zufall entdeckt habe. Ich habe mir dieses Buch dann näher angeschaut und wollte Ein Jahr voller Wunder sofort lesen.

    In Ein Jahr voller Wunder geht es um die 11- Jährige Julia, die ganz nebenbei mitbekommt dass die Welt sich nun langsamer drehen würde. Julias Mutter verzweifelt darauf hin, schiebt Panik und kauft tausende von Vorräten ein weil sie denkt das Ende steht kurz bevor. Julias Vater wiederum sieht dem ganzen ziemlich entspannt entgegen und fängt lieber eine Affäre mit Julias Klavierlehrerin an..  Julia bekommt alles mit und erzählt ihre ganze Geschichte, bis hin zu ihrer ersten großen Liebe.

    Das Buch ist am 14. April 2015 im btb Verlag erschienen.

    Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
    ISBN: 978-3-442-74556-2
    € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90

    Zum Buch: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Ein-Jahr-voller-Wunder-Roman/Karen-Thompson-Walker/e425467.rhd

    Zum Verlag: http://www.randomhouse.de/btb/

    Ich war ja am Anfang ein bisschen abgeschreckt, nachdem ich auf dem Klappentext gelesen habe dass die Protagonistin erst 11 Jahre alt ist. Das war aber im Endeffekt überhaupt nicht so schlimm, es war an einigen Stellen etwas gewöhnungsbedürftig zu lesen, aber man gewöhnt sich ziemlich schnell daran.Trotzdem muss ich sagen dass ich im  Rückblick einen ein klein wenig älteren Charakter doch besser gefunden hätte..

    Das Grundszenario war wiederum genial ausgedacht und ausgearbeitet. Die Auswirkungen auf die Welt sind sehr gut ausgedacht und auch die Reaktionen darauf sind stimmig und waren auch irgendwie toll mitanzusehen (oder auch mitanzulesen ;) Ich empfand die Protagonistin zu Anfang etwas nervig aber das hat sich nach dem ersten Kapitel definitiv geändert und ich habe sie ins Herz geschlossen.

    Ich finde es außerdem toll mit welch einer kindlichen Denkweise die Autorin an diese Geschichte rangegangen ist und ich denke mittlerweile dass die Autorin in dieser Geschichte vielleicht auch ein bisschen ihre Kindheit verarbeitet und das gefällt mir so gut, das ich das Buch gleich noch einmal lesen würde.

    Im Endeffekt hatte das Buch viele sehr gut ausgearbeitete Fassetten aber auch ein paar Dinge die mir wiederum eben nicht so gut gefallen haben.

    Das Buch hat von mir 3,5 Sterne bekommen, also durchaus gut und ich würde es jedem empfehlen der eine locker, leichte Geschichte sucht mit einer süßen Geschichte.

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    Sophiiies avatar
    Sophiiievor 3 Jahren
    Eine ganz andere Idee der Zukunft

    Julia ist 11 Jahre alt, als die Erde beginnt sich langsamer zu drehen und die Tage länger werden. Die Auswirkungen sind riesig, überall auf der Welt , doch auch in ihren Leben. Und in diesen ganzen Chaos um sie herum, versucht sie erwachsen zu werden...

    Dieses Buch wird aus Julias Perspektive erzählt und man weiß einfach nicht was gerade in dieser zukünftigen Welt geschieht, weil es damals auch niemand wusste. Und daran musste mich erst gewöhnen, aber es machte dieses Buch auch sehr spannend, weil man die ganze Zeit sich selber Fragen stellt. Was würde ich machen in dieser Situation? Wie geht es weiter ?

    "Wir lebten unter einen neuen Schwerkraft, deren Veränderung zu schwach, um sie bewusst wahrzunehmen, doch unsere Körper waren ihrer Gewalt bereits unterworfen."

    Und so ist es auch. Der ganze Alttag  wird von der Verlangsamung geprägt. Doch beginnt irgendwann sich das halbwegs zu normalisieren und Julia muss sich auch ihren eigenen Problemen stellen, denn ihrer Familie und auch das sie verliebt ist und nicht weiß was sie machen soll. In manchen Momenten ist sie da sehr Erwachsen und dann doch wieder ein Kind.

    Diese Geschichte ist überaus Glaubwürdig erzählt und das ist irgendwie sehr bedrückend. In der Mitte wurde dieses Szenario fast zu erzählerisch und das Buch hatte einen Hänger.Der Schluss konnte aber wieder einiges gut machen. Es ist abgeschlossen und hinterlässt doch Platz für Interpretation.

    Einmal eine ganz andere Idee, der Zukunft und fast schon ein bisschen Science Fiktion verbirgt dieser Roman. Und doch erzählt er die Geschichte des Erwachsen Werdens mit großer Sorgfalt.Ein Buch dass sich zu lesen lohnt, dass aber doch zwischenzeitlich einen kleinen Hänger hat.
    3,5 von 5 Sterne

    Danke an den btb Verlag für dieses Rezensionsexemplar

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    marcelloDs avatar
    marcelloDvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle und hoch interessante Thematik, die den Leser so schnell nicht wieder loslässt.
    Großartige Idee, die aber Beklemmung auslöst

    „Ein Jahr voller Wunder“ handelt von der 11-jährigen Julia, die mit ihren Eltern, Helen und Joel, ein ganz normales Familienleben in Kalifornien führt. Eines Morgens kommt die Nachricht, dass sich die Erdrotation verlangsamt und nach und nach müssen Julia und ihre Familie realisieren, was das alles für Auswirkungen auf sie und die ganze Welt hat.

    Das Stärkste an diesem Roman ist und bleibt die Idee und die hat mich bis ans Ende gefesselt. Einerseits war es faszinierend, was alles durch die Verlangsamung der Erdrotation betroffen ist, denn darüber macht man sich ja eigentlich keine Gedanken, und andererseits war es doch schon sehr beklemmend. Dass dieses Buch kein Happy End hat war nur folgerichtig und hat mich auch noch mal wach gerüttelt, was wir Menschen der Erde eigentlich alles antun.
    Die Charaktere, um die sich die Geschichte spann, haben mich im Vergleich zu der Idee an sich weniger begeistern können. Schon in der Leseprobe habe ich mich kritisch geäußert, dass ich bei so einem Thema eine 11-jährige Protagonistin falsch halte. Mir ist durchaus bewusst, dass Julia die Geschichte rückblickend schreibt und schon 23 ist und dennoch hat sie einige Dinge erlebt, bei denen ich mir dachte: Das erlebt eine 11-Jährige? Zugegebenermaßen war ihre Naivität absolut altersgerecht gelungen und das hat mich an ihr doch ganz schön gestört. Ansonsten aber war es spannend alle Folgen der Verlangsamung aus ihren Augen mit zu betrachten und noch besser hätte ich es gefunden, wenn sie schon älter gewesen wäre.
    Die Eltern waren natürlich auch extrem gezeichnet. Auf der einen Seite Helen, die vollkommen panisch auf die Nachricht reagiert und immer mehr Vorräte anhäuft und auf der anderen Seite Joel, der sich überfordert zeigt seine Frau und seine Tochter zu beruhigen und stattdessen sich in die Arbeit verkriecht und in eine Affäre mit Julias Klavierlehrerin.
    Der Erzählstil hat mich vollkommen überzeugt. Er war absolut flüssig lesbar und die in der Regel doch eher kürzeren Kapitel haben das Lesetempo und auch den Spannungsbogen aufrecht gehalten. Zudem fand ich es super, dass es nicht immer nur um Julia und ihre Familie ging, sondern dass sie auch vollkommen neutral beschreiben konnte, was alles nacheinander passiert, wie zum Beispiel die Tatsache, dass immer mehr Vögel tot vom Himmel fielen und anschließend auch noch Vermutungen von Wissenschaftlern, warum dies so ist.

    Fazit: Die Idee von „Ein Jahr voller Wunder“ war großartig, vor allem weil man diese Thematik eher seltener auf dem Buchmarkt findet. Die Geschichte an sich war dann nicht großartig, weil sie vor allem beklemmend war und mich als Leser wirklich nachdenklich gemacht hat. Die Figuren waren etwas überzeichnet, haben aber natürlich die Folgen gelungen wiedergegeben. Julia war an sich eine gelungene Protagonistin, aber in meinen Augen zu jung gewählt.
    Ich spreche hiermit eine Kaufempfehlung aus, weil es einfach was anderes ist. Aber man sollte sich wirklich nicht vom Titel des Buches fehlleiten lassen. Denn ob die Folgen der Verlangsamung wirklich als Wunder bezeichnet werden können und ob Katastrophen nicht das viel bessere Wort wäre, das will ich mal offen lassen. Aber ansonsten Daumen hoch und ich gebe 4 Sterne!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    Stellt euch vor, dass sich vom einen auf den anderen Tag alles verändert. Die Erdrotation nimmt spürbar ab! Das könnte womöglich das Ende der Erde bedeuten und trotzdem muss man irgendwie weiterleben. Wunderbar erzählt die Autorin Karen Thompson Walker in ihrem Roman "Ein Jahr voller Wunder" von genau dieser Situation. Doch ist es kein typisches Katastrophenszenario, sondern die Autorin erzählt vor diesem Hintergrund von verschiedenen Lebensgeschichten und all ihren Besonderheiten. Mitreißend und bewegend von der ersten bis zur letzten Seite!

    Mehr zum Inhalt:
    Das kalifornische Ehepaar Joel und Helen sitzt mit seiner Tochter Julia gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erdrotation verlangsamt sich spürbar. Und auf einmal ist alles anders. Als sich Julia Hals über Kopf zum ersten Mal verliebt. Und Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin zu verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depressionen ankämpft. Was geschieht mit einer Familie, wenn sich plötzlich das Gefüge um sie herum verschiebt? Was könnte verhängnisvoller sein als der Zerfall einer Ehe? Was bewegender als die Gefühle eines verunsicherten Teenagers? Denn selbst wenn die Erde, wie manche voraussagen, vor ihrem Ende steht – das Leben muss doch weitergehen ...

    --> Leseprobe

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