Karen Thompson Walker Ein Jahr voller Wunder

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Inhaltsangabe zu „Ein Jahr voller Wunder“ von Karen Thompson Walker

Ein Liebesbrief an die Welt. und ein Abgesang Was geschieht mit einer Familie, wenn sich plötzlich das Gefüge um sie herum verschiebt? Was könnte verhängnisvoller sein als der Zerfall einer Ehe? Was bewegender als die Gefühle eines verunsicherten Teenagers? Das kalifornische Ehepaar Joel und Helen sitzt mit seiner Tochter Julia gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: die Erddrehung verlangsamt sich spürbar, Tage und Nächte werden länger, und auf einmal ist alles anders. Doch das Leben muss irgendwie weitergehen. (4 CDs, Laufzeit: 4h 35)

Das Buch ist sicher nichts für Liebhaber rasanter Katastrophenromane. Dafür bahnt sich das Unglück viel zu langsam an.

— dowi333
dowi333

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  • Schleichende Katastrophe

    Ein Jahr voller Wunder
    dowi333

    dowi333

    19. June 2016 um 06:53

    Eine Familie in Kalifornien. Sie sind die Bewegungen der Erde gewöhnt; ihnen ist klar, dass sich der Boden erbeben und erschauern konnte. Sie haben immer Batterien in ihren Taschenlampen und Wasserflaschen in den Schränken. Sie nehmen hin, dass Risse in Bürgersteigen auftauchen konnten, Swimmingpools manchmal wie Wasserschüsseln überschwappten. Sie sind geübt darin, unter Tischplatten zu kriechen, und wissen, dass sie sich vor fliegenden Glassplittern zu hüten hatten. Aber auf diese Katastrophe sind sie nicht vorbereitet. Die Erdrotation verlangsamt sich, die Tage dehnen sich spürbar aus, mit erschreckenden Folgen. Mitten drinnen hat die elfjährige Julia mit alltäglichen Problemen zu kämpfen: Sie verliert ihre beste Freundin Hanna, verliebt sich zum ersten Mal Hals über Kopf und ihr Vater spielt mit dem Gedanken, die Familie für Julias Klavierlehrerin zu verlassen. Darüber hinaus wird verändern sich die physikalischen Verhältnisse dramatisch; Menschen, Tiere und Pflanzen müssen unter neuen Bedingungen zu bestehen. Der Katastrophe angemessen vermittelt die Schreibweise eine sehr bedrückende Stimmung. Die Geschichte wird rückwirkend aus Julias Sicht erzählt. Zu Beginn des Buches wird immer wieder angedeutet, dass es noch schlimmer kommt („Hätten wir damals schon gewusst…“). Die Menschen überall auf der Welt verdrängen die Katastrophe. Zunächst soll der Tagesrhythmus dem Tageslauf angepasst werden. Aber als die Tage sich weiter ausdehnen, beschließen Regierungen überall auf dem Globus, die Tageslänge zu ignorieren und kehren zum 24-Stunden-Rhythmus zurück. Der Roman beschreibt auf erschreckende Weise, die tragischen Auswirkungen einer abrupten Verlangsamung der Erdrotation und das typische Verhaltensmuster von uns Menschen: Ignorieren und weiter machen wie bisher. Die im Klappentext angekündigte erste Erfahrung in Sachen Liebe kommt aus meiner Sicht zu kurz. Immer wieder werden Julias Gefühle für Seth angedeutet. Aber bis in Hinblick auf Seth irgendwas passiert und die Beziehung irgendwelche Formen annimmt, muss man sich durch gut 2/3 des Buches schlagen. Und dann… Ach, lest selbst. Das Buch ist sicher nichts für Liebhaber rasanter Katastrophenromane. Dafür bahnt sich das Unglück viel zu langsam an. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau.

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  • Ein Jahr voller Wunder

    Ein Jahr voller Wunder
    Crazy

    Crazy

    08. May 2014 um 21:50

    Mir fällt es ehrlich gesagt richtig schwer, hierzu meine Meinung zu schreiben. Nicht, weil mir das Hörbuch nicht gefallen hat, sondern weil ich mich unangenehm berührt fühle. Und zwar aus dem Grund, weil ich zu den Menschen gehöre, die dauernd jammern, dass der Tag zu wenig Stunden hat. Wenn ich es mir recht überlege, bin ich doch ziemlich zufrieden, dass ich 24 Stunden jeden Tag habe und dass die Welt größtenteils im Gleichgewicht ist. Julia frühstückt gerade mit ihren Eltern, als sie erfährt, dass etwas Schreckliches geschehen ist. Die Rotation der Erde hat sich verlangsamt. Anfangs nur um ein paar Minuten, später immer schneller. Anfangs weiß man nicht, welche Auswirkungen die Verlangsamung hat, dann stellen die Menschen mehr und mehr fest, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere und Pflanzen unter der Verlangsamung leiden. Ich mag Dystopien wirklich, aber das war too much. Nicht, das Buch an sich, viel mehr hat mich das Buch zum Nachdenken angeregt. Schon allein, dass es zwei Fraktionen gibt: Die Echtzeitler, die nach der Sonne bzw. dem Mond leben und die Uhrenzeitler, die weiterhin an den 24 Stunden festhalten. Schon dies birgt riesige Probleme. Nachts ist es taghell und heiß, tagsüber unter Umständen dunkel und sehr kalt. Dann fängt die Umwelt an sich zu verändern. Menschen werden krank, Tiere sterben... Die Autorin hat das Buch aus Sicht von Julia geschrieben. Julia ist zwölf und zum ersten Mal verliebt und grundsätzlich ist ihr Leben in Ordnung. Der Leser erlebt die Veränderung der Welt mit allen Gedanken, die ein Mädchen in diesem Alter hat, mit. Auch Julias Gedanken außerhalb dieser Katastrophe werden beleuchtet. Ich finde, dass das Thema der Verlangsamung aus diesem Blickwinkel genau richtig betrachtet wurde. Das Hörbuch wird von Winnie Böwe gesprochen. Bisher kannte ich die Sprecherin noch nicht, war aber angenehm überrascht von der Art, in der sie das Buch vorgetragen hat, da man als Hörer deutlich Julias Verzweiflung hören kann. Trotz des düsteren Themas kann ich das Hörbuch guten Gewissens empfehlen. 

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  • Wo blieben die Wunder?

    Ein Jahr voller Wunder
    Spatzi79

    Spatzi79

    03. July 2013 um 13:18

    Sehr gespannt war ich auf diese neue Dystopie, die mich von der Thematik her an Die Welt wie wir sie kannten" von Susan Beth Pfeffer, erinnert hat. Die Messlatte lag also hoch, denn Pfeffers Buch fand ich sehr eindringlich. Hier ist die Ausgangssituation also eine ähnliche. Etwas geschieht mit der Erdrotation und dadurch ändert sich das Leben auf der Erde total. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Julia, einem 12jährigen Mädchen aus Kalifornien. Die Auswirkungen der sogenannten Verlangsamung" entwickeln sich langsam. Die Tage und Nächte werden immer länger, bald ist kein 24-Stunden-Rhythmus mehr erkennbar, die Zeit vom einen Sonnenaufgang bis zum nächsten beträgt irgendwann 50, 60 Stunden und wird immer noch länger. Natürlich hat dies entsprechende Auswirkungen auf die Menschen und noch viel mehr auf die Tier- und Pflanzenwelt. Die Menschen arrangieren sich irgendwie, teilen sich auf in einen großen Teil, der weiter nach der Uhrzeit lebt und eine kleinere Minderheit von Echtzeitern", die sich an die neuen Tage und Nächte anpassen oder es zumindest versuchen. Viele Tiere sterben und auch das Wachstum vieler Pflanzen ist bald in der freien Natur kaum noch möglich. All dies erfährt man als Leser aber nur so nebenbei. Julia erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und ihr Fokus liegt viel mehr auf dem, was mit ihrer Familie und ihren Freunden passiert und wie sich eine zarte Freundschaft zu ihrem Schulkameraden Seth anbahnt. Der drohende Weltuntergang rückt dabei beinahe in den Hintergrund beziehungsweise dient eher als drohende Kulisse, vor der Julia die Geschichte ihrer Kindheit erzählt. Einerseits kommen die erschreckende Veränderung der Welt und ihre Auswirkungen so sehr gut zur Geltung, andererseits fehlte mir dennoch irgendwas und das war vor allem die Spannung. Besonders störend fand ich die vielen wenn wir damals schon gewusst hätten, dass dies und jenes passieren wird" Sätze, die viel vom Geschehen und der drohenden Entwicklung vorwegnehmen. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, ab und an scheint etwas zu passieren, aber dann verläuft die Episode doch wieder im Sande und ein anderes Thema wird angeschnitten. Die beginnende Freundschaft zwischen Julia und Seth zieht sich streckenweise sehr in die Länge und konnte mich gar nicht überzeugen. Gegen Ende passiert dann zwar etwas mehr, aber dann ist die Geschichte auf einmal auch schon vorbei. Was denn nun eigentlich die titelgebenden Wunder der Geschichte sein sollten, wurde mir leider während des ganzen Hörbuches nicht klar und ich beendete es mit einem dementsprechend enttäuschten Gefühl. Da ich in einigen Rezensionen zum Buch ähnliche Kommentare gelesen habe, gehe ich davon aus, dass mein Eindruck nicht aus den dem Hörbuch zugrundeliegenden Kürzungen entstanden ist. Die Sprecherin Winnie Böwe hat ihre Sache gut gemacht, ihre Stimme hat mich das Hörbuch trotz fehlender Spannung angenehm bis zum Ende durchhören lassen.

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