Karen Traviss Gears of War: Jacintos Erben

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Inhaltsangabe zu „Gears of War: Jacintos Erben“ von Karen Traviss

Nach einem 15 Jahre währenden Krieg ums Überleben sieht sich die KOR dazu gezwungen, Jacinto, die einzige verbliebene Stadt der Menschheit, zu opfern, um die Locust Horde doch noch zu stoppen. Als die Überlebenden aus der zerstörten Stadt fl iehen, müssen sie sich in einer eisigen Wildnis zunächst gegen die letzten versprengten Locust behaupten, die auf Rache sinnen. Marcus Fenix, Dom Santiagound ihre Einheit setzen alles daran, Jacintos Flüchtlinge in Sicherheit zu bringen, doch sie haben eine neue, unbekannte Welt betreten, in der ihr größter Feind menschlich ist – und mindestens so erbarmungslos und gefährlich wie die Locust Horde.

Tolle Fortsetzung des 2. Gears Games. Fans greifen unbedingt zu. Alle anderen zocken die Games!

— Lyrbones

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    Gears of War: Jacintos Erben

    Lyrbones

    26. November 2016 um 10:17

    müssen Bücher her halten! In Videospielen ist vor allem eines wichtig: Das Gameplay. Wenn das nicht flutscht, ist das Spiel einfach nicht gut, egal wie gut die Story, die Optik oder der Sound ist. Daher ist es nur logisch, dass bei der Entwicklung eines Games der Fokus auf das Gameplay und nicht unbedingt auf der Story liegt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Videospiele so gut wie nie eine herausragende Story haben. Aber dann haben wir hier ein Gears of War. Oder ein Halo. Einfach eine Milliarden-Dollar-IP mit millionen Fans auf dem ganzen Planeten. Diese Fans wollen auch bedient werden, aber gleichzeitig will man die potenziellen Neukäufer nicht durch eine zu komplexe Story abschrecken. Die Lösung: Spin-Offs. Bücher die im selben Universum spielen, aber für das zocken der Spiele unerheblich sind. Jacintos Erben ist ein Beispiel wie man es richtig machen sollte.Die Handlung setzt direkt nach dem Ende des Spiels Gears of War 2 an und fokussiert sich anfangs auf die neue Situation, in der sich die KoR, die Koalition ordentlicher Regierung, sieht. Ihre letzte Zuflucht ist zerstört worden und nun müssen die letzten überlebenden Menschen zusehen, wie sie zurecht kommen. Das ist tatsächlich eine Story, die nur sehr schwer, sogar unmöglich im Gears of War Kontext, als Spiel umzusetzen ist. Die Hauptcharaktere, von denen es einige gibt, sind halt ständig auf der Flucht. Während es als Gamer um die Action geht, geht es hier um das zwischenmenschliche und das überleben. Man kann so etwas nur selten in wirklich spaßiges Gameplay einbinden, dennoch ist dieser Abschnitt in der Gesamtheit der Geschichte des Franchises unglaublich wichtig, weil es eben das Ende der Koalition, wie wir es kennen, einläutet.Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Point of Views. Dabei eben meist aus der Sicht von Gears, also den Frontsoldaten, die sich nun neuen Aufgaben, wie dem Aufbau von Häusern und der Verpflegung der Zivilbevölkerung entgegensetzen. Aufgelockert wird die eher düstere Stimmung durch witzige Dialoge und Sprüche, wie man sie von den Charakteren kennt. Besonders hervorzuheben sind die Gedankenpassagen, in denen sich Charaktere, gedanklich mit sich selbst und der Situation, in der sie sich befinden auseinandersetzen. Etwas, das man in Games eh kaum umsetzen und somit nur erahnen konnte. Man blickt hinter die muskelbepackte Fassade der Charaktere und erfährt, was sie fühlen.Der größte Kritikpunkt ist hier aber ganz klar die Action. Diese kommt hier, vor allem im Vergleich zu den anderen Büchern, viel zu kurz. Meistens wird die Bedrohung nur angedeutet. Die Soldaten spüren ein beben der Erde und fürchten einen neuen Angriff, dabei ist es eben nur ein kleines Erdbeben. Es erzeugt anfangs Spannung, doch nimmt diese mit der Zeit ab. Es kommt zwar zu Schusswechseln, jedoch viel zu spät. Wer jedoch durchhält wird grandios unterhalten.

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