Hexenmilch

von Kari Köster-Lösche 
3,1 Sterne bei14 Bewertungen
Hexenmilch
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Minjes avatar

prima! ein toller, aber auch erschütternder Roman über die Zeit der Hexenverfolgung!

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Inhaltsangabe zu "Hexenmilch"

In einem Dorf im Nordfriesland des 16. Jahrhunderts lebt Mutter Griebsch, eine Hebamme, die auch der Herstellung von Heilsalben kundig ist. Ihre Fähigkeiten machen sie jedoch bald zum Opfer ihrer Zeit. Denn die anderen Dorfbewohner sprechen ihr magische Kräfte zu und beschuldigen sie der Hexerei

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548606132
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:178 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:01.02.2006

Rezensionen und Bewertungen

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    sursulapitschis avatar
    sursulapitschivor 3 Jahren
    langweilig, platt und vorhersehbar

    Eigentlich haben wir hier einen wirklich gut recherchierten historischen Roman, der am nördlichsten Zipfel Deutschlands spielt. Kleine Dorfgemeinschaften verteilen sich auf Inseln und Warften. Man lebt vom Fischfang. Das Leben dort wird sehr schön beschrieben und mit historischen Details versehen. Ich wusste nicht, was eine Schloßprähme, eine Klampe, ein Ösgefäß, Dingstock, eine Töwersche oder Bonden sind. Fünf Sterne für Recherche und Ambiente.

    Leider kommt die Geschichte selbst nicht so gut weg. Mutter Griebsch, die hingebungsvolle Hebamme, wird Opfer der Gerüchteküche. Die schöne Sabbe braucht eine Ausrede, warum ihr eine Fehlgeburt widerfahren ist. Was einem zu temperamentvollen Seitensprung geschuldet ist, wird Hexenpraktiken zugeschoben. Die naiven, abergläubischen Dorfmenschen glauben das nur zu gerne und schmücken es weiter aus.

    Hier weiß man eigentlich schon nach den ersten paar Seiten, worauf das Ganze hinausläuft und das bremst den Elan beim Lesen direkt aus. Ab spätestens Seite 20 ist der weitere Verlauf des Dramas vorhersehbar. Es passiert dieses und jenes, aber eigentlich wartet man nur darauf, aus welchen Gründen auch dieses Unglück wieder Mutter Griebschs Schuld sein soll. Gähnende Langeweile in spannendem Ambiente. Am Ende denkt man: Endlich ist sie tot, obwohl sie gar nichts dafür kann, die arme Mutter Griebsch.

    Auch die Figuren zeichnen sich aus durch vorbildliche Schwarz-Weiß-Malerei. Da gibt es ein paar schrecklich missgünstige, sensationslüsterne Böse und edle, fromme Gute. Gelegentliche Versuche, durch einige wenige objektive Mitmenschen aus der Klischeewelt zu entkommen, enttarnt man sofort. Hier handeln Stereotypen und keine lebendigen Menschen.

    Vielleicht ist dieses Buch interessanter für alle, die noch nie ein Hexenbuch gelesen haben (gibt es solche Leute?). Man kann gut nachvollziehen, wie in einer mittelalterlichen Welt Hexengerüchte aufkommen. Man kann sich allerdings zu diesem Zweck auch einfach ein besseres Buch aussuchen. Da gibt es viele. Dieses hier ist langweilig, platt und vorhersehbar.

    Kommentare: 1
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    Minjes avatar
    Minjevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: prima! ein toller, aber auch erschütternder Roman über die Zeit der Hexenverfolgung!
    Hexenverfolgung

    "Hexenmilch" von Kari Köster Lösche ist 2006 als List Taschenbuch erschienen.

    Der Roman spielt 1567 in Nordfriesland. Mutter Griebsch ist eine Hebamme und kräuterkundige Frau, die Salben herstellen kann. Antje ist ihre Nicht, die sie anleitet. Im Laufe des Romans lernen wir noch andere Personen kennen: Sabbe Brodersen und ihren Mann. Anne und Peer. Pay. Und den Hausherrn von Humptruphof sowie seinen Verwandten Carsten.
    Die Gerüchteküche wird in Gang gesetzt, dass Mutter Griebsch eine Hexe ist und immer mehr Menschen wenden sich von der Hebamme ab und versuchen ihr Fallen zu stellen. Grüßen sie nicht mehr. Reagieren mit großer Angst oder auch Aggression. Die Bosheit der Menschen wird immer schlimmer.
    Eines Tages kommt es zu einer kirchlichen Verkündigung, das Mutter Griebsch ihre Tätigkeit als Wehmutter nicht mehr ausführen darf.
    Am Ende kommt es zu einem Hexenprozess mit detailiert beschriebenen Foltermethoden.

    Ein toll gewähltes Thema. Man merkt, das die Autorin Hintergrundwissen hat.
    Es ist erschreckend, wie die Gerüchteküche immer schlimmer wurde, wie die Menschen die Worte verdreht haben.
    Interessant die Figur der Metta von Ahlenfeldt. Sie selbst wird zum Schluss als besessen beschrieben.
    Erschreckend das Verhalten des Pastors während der Verhandlung, vor allem den jungen Mädchen gegenüber.

    Fazit: ein interessant geschriebenes Buch mit Hintergrundwissen. Toll, dass die Autorin keine Scheu hatte, die Foltermethoden zu beschreiben. Ganz am Ende flossen allerdings die Tränen- vor Wut über die Ungerechtigkeit.

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    Klusis avatar
    Klusivor 8 Jahren
    Rezension zu "Hexenmilch" von Kari Köster-Lösche

    Nordfriesland im Jahr 1567: Eine hinterhältige Schwangere, ihr besorgter (gehörnter) Ehemann und ein paar einfältige, abergläubige Nachbarn, mehr braucht es nicht, um das Leben einer Frau komplett zu verändern bzw. zu zerstören. Die Gerüchte und Verdächtigungen ziehen immer weitere Kreise und setzen eine Lawine in Gang, dazu noch der eine oder andere unglückliche Zufall, und alles wird so lange gedreht und gewendet, bis es ins Bild passt.
    Mutter Griebsch, die Hebamme des Ortes, gerät in einen Teufelskreis aus ungerechtfertigten Beschuldigungen. Es ist bedrückend, zu erleben, wie schnell damals über einen Menschen geurteilt wurde und wie leichtgläubig ein Grossteil der Leute anscheinend war.
    Der Roman ist von Anfang bis Ende sehr düster und macht deutlich, wozu Menschen in ihrem Fanatismus oder auch in ihrer Einfalt fähig sein konnten (und wohl auch heutzutage oft noch sein können). Das Buch ist nicht sehr dick, aber für meinen Geschmack weist die Geschichte doch einige Längen auf, was sicher darauf zurückzuführen ist, dass sich die Handlung eigentlich nur auf die unbegründete Verdächtigung, die daraus resultierende Hysterie bei den Nachbarn, das Verhör und die anschließende Verurteilung der Hebamme beschränkt.

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    MonaMayfairs avatar
    MonaMayfairvor 10 Jahren
    Rezension zu "Hexenmilch" von Kari Köster-Lösche

    die geschichte spielt in nordfriesland, im 16. jahrhundert..
    lena ist die einzige hebamme im dorf und daher wird sie geschätzt..
    bis.. ja bis eines tages das gerücht umgeht, sie sei eine hexe..

    kari köster-lösche schreibt so lebendig, dass man das gefühl hat, mitten dabei zu sein..
    diese ohnmacht, in der sich die (unschuldige) lena befindet, beschreibt sie sehr trefflich..
    und nicht nur lenas ohnmacht.. die ohnmacht gegenüber der obrigkeit.. gegenüber sämtlichen bösen gerüchten..

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    Germanins avatar
    Germaninvor 8 Monaten
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    Lorlainevor 3 Jahren
    sameas avatar
    sameavor 4 Jahren
    Tweety559s avatar
    Tweety559vor 4 Jahren
    Nerolaans avatar
    Nerolaanvor 5 Jahren
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    DaniLeserattevor 5 Jahren

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