Karim El-Gawhary

 4.7 Sterne bei 83 Bewertungen
Karim El-Gawhary

Lebenslauf von Karim El-Gawhary

geboren 1963 als Sohn einer deutschen Mutter und eines ägyptischen Vaters, studierte Islamwissenschaften und Politik an der FU Berlin. Seit 2004 leitet er das Nahostbüro des ORF in Kairo. Zuvor war er dort fünf Jahre lang als Vertreter des ARD-Rundfunkstudios tätig. Daneben arbeitet der Vater von drei Kindern als Nahost-Korrespondent seit 17 Jahren für verschiedene deutschsprachige Zeitungen, u. a. die tageszeitung (Berlin), die Presse (Wien), die Sonntagszeitung (Zürich), die Hannoversche Allgemeine, die Stuttgarter Nachrichten, die Badische Zeitung (Freiburg), die Rheinische Post (Düsseldorf), die Rheinpfalz (Ludwigshafen), den Bonner General Anzeiger.

Alle Bücher von Karim El-Gawhary

Frauenpower auf Arabisch

Frauenpower auf Arabisch

 (44)
Erschienen am 01.08.2013
Tagebuch der arabischen Revolution

Tagebuch der arabischen Revolution

 (4)
Erschienen am 12.10.2011

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Neue Rezensionen zu Karim El-Gawhary

Neu

Rezension zu "Auf der Flucht - Reportagen von beiden Seiten des Mittelmeers" von Karim El-Gawhary

'Der Beginn einer Flucht ist meist, keine andere Option zu haben.'
sabatayn76vor 3 Jahren

Inhalt:
Karim El-Gawhary und Mathilde Schwabeneder haben für ihr Buch verschiedene Fluchtgeschichten zusammengetragen und erzählen in 'Auf der Flucht' von der politischen Situation in und Flüchtlingen aus Syrien, Irak, Afghanistan, Sudan, Gambia, Somalia und Nigeria. Dabei erklären sie Hintergründe, sprechen die Folgen von Krieg und Bürgerkrieg an (vor allem in Bezug auf Syrien) und vermitteln Wissen über Schlepper (Organisationen, Strategien etc.).

Mein Eindruck:
Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich letztes Jahr eine Diskussionsrunde verfolgt, an der unter anderem Karim El-Gawhary teilnahm. Schon bei diesem Gespräch war ich beeindruckt von seiner Art zu erzählen, bewegt von seinen Schilderungen und gespannt auf sein Buch. Nun habe ich 'Auf der Flucht' gelesen und bin sehr begeistert von seinen und Mathilde Schwabeneders Reportagen.

Das Buch ist sehr informativ und von der ersten Seite an bewegend. Die Einblicke in die politische Situation in verschiedenen afrikanischen und (vorder-) asiatischen Ländern waren sehr gut auf den Punkt gebracht, so dass ein Leser, der sich noch nicht mit der jeweiligen Region befasst hat, einen guten Überblick zu Geschichte, Politik und Leben im Land erhält.

Die Reportagen sind detailreich geschrieben und fangen die jeweilige Stimmung im Land gut ein, informieren und bewegen den Leser durch die vielen persönlichen Schicksale, die näher beschrieben werden.

Gefallen hat mir auch, dass die Autoren oft ihre Gedanken und Gefühle schildern sowie zeigen, wie man als Journalist mit Schilderungen extremer Gewalt und Traumatisierung umgehen kann (oder wie man bisweilen trotz jahrzehntelanger Erfahrungen nicht ohne Weiteres damit umgehen kann).

Sehr gelungen fand ich auch den Lichtblick am Ende des Buches: die scheinbar endlose Hilfsbereitschaft der Einwohner des oberösterreichischen Dorfes Großraming.

Mein Resümee:
'Auf der Flucht' sollte jeder lesen, der mehr über Flüchtlinge, Schlepper und die politische Situation in verschiedenen Ländern wissen möchte. Vor allem sollte das Buch von denjenigen gelesen werden, die nicht verstehen, wieso Menschen ihre Heimat verlassen und nach Europa/Deutschland kommen, um ein neues Leben in Sicherheit und mit einer Aussicht auf eine positive Zukunftsperspektive zu beginnen.

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Rezension zu "Frauenpower auf Arabisch" von Karim El-Gawhary

Schluss mit klaglosem Hinnehmen - Frauen wehrt Euch!
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Karim El-Gawhary setzt mit seinem Buch „Frauenpower auf Arabisch“ den Frauen in der arabischen Welt ein Denkmal.
Vieles, was uns selbstverständlich ist, ist in den meisten arabischen Ländern den Frauen verboten.
Das betrifft so essentielle Grundrechte wie Schulbildung für Mädchen, freie Wahl des Ehemanns, eigene Berufsausbildung und Ausübung eines Berufes.

Der Autor geht einfühlsam mit seinen Interviewpartnerinnen um. Er bemüht sich um größtmögliche Objektivität.

Einige Gespräche hat er 2009 geführt, andere später. Soweit möglich hat er kurz vor Erscheinen des Buches (2013) Ergänzungen angeführt.

Einige Stellen dieses Buches machen mich sehr betroffen. Besonders die sexuelle Gewalt, die Frauen in arabischen Ländern ausgesetzt sind, macht - auch angesichts der jüngsten Ereignisse in der Silvesternacht 2015/16 in einigen europäischen Städten -, wütend.

Ob es wirklich in absehbarer Zeit gelingen wird, die extremen patriarchischen Zustände in diesen Ländern abzuschaffen? Momentan sieht es leider nicht danach aus.
Doch wollen wir diesen Frauen Respekt zollen und die ermuntern, ihren Kampf gegen die Machthaber weiterzuführen

Der Autor Karim El-Gawhary, Sohn einer Deutschen und eines Ägypters, ist Journalist beim Österreichischen Fernsehen (ORF). Seit 2004 leitet er das Büro des ORF in Kairo.




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Rezension zu "Auf der Flucht - Reportagen von beiden Seiten des Mittelmeers" von Karim El-Gawhary

Auf der Flucht - Ein Buch, das den flüchtenden Menschenmassen ein Gesicht gibt!
Traca_022vor 3 Jahren

60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Doch im Gegensatz zu Nachrichtensendungen, in denen diese Flüchtlinge meist bloß riesige Massen sind, geben die Autoren diesen Menschen mit diesem Buch ein Gesicht, eine Stimme. In diesem Buch geht es um den Einzelnden, um Menschen wie wir es sind, aber doch so viel mehr leiden müssen.

Dieses Buch zeigt die menschenunwürdigen Verhältnisse in den Flüchtlingslagern, die strapazierende Arbeit der Helfer an den Küsten, die Gefahren und Risiken, und auch die Opfer, die für eine Flucht nach Europa aufgebracht werden. Das "Geschäft" der Schlepper und die die Probleme und Hürden des Lebens in Europa.

Neben den Schicksalen der Flüchtlinge haben mich die der Retter an den Küsten ebenfalls stark erschüttert. Dass die Menschen, die so viele Menschenleben retten so traumatisiert sind, dass die nicht mehr normal leben können, wo doch die Verantwortung für die unterlassene Hilfe ganz woanders, bei den Spitzen der Macht liegt, macht einen wütend.

Das Buch hat außerdem enorm viel Hintergrundwissen vermittelt, dass mir so noch nicht bekannt war. In einem angenehmen Schreibstil geschrieben reißt es einen einfach mit, man versteht die Verzweifelung der Flüchtenden, den Schmerz einer liebenden Mutter, die Hilflosigkeit der unzähligen Helfer und die Wut in sich selbst.

Mich haben die Schicksale der einzelnden Menschen sehr bewegt und nicht mehr losgelassen. Man vergisst so schnell welch ein Glück wir haben, dass wir uns nicht jeden Tag fragen müssen ob unser Haus morgen noch steht oder ob die Kinder morgen noch leben oder schon verhungert oder erfroren sind.

Ich empfehle jedem dieses Buch zu lesen, der nicht nur wissen, sondern auch verstehen möchte. Verstehen warum diese Menschen fliehen, Familienmitglieder zurücklassen müssen, das Risiko der Flucht über das Mittelmeer eingehen.
Eine Frage bleibt jedoch für mich zurück: Wie soll ein Mensch, der so Schreckliches, so Grausames, etwas das man nicht in Worte fassen kann erlebt hat, wie soll dieser Mensch jemals wieder ein normales Leben führen können?

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Gespräche aus der Community

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Worum geht's?

Sie fliehen vor Krieg und Terror aus Syrien und dem Irak und vor der Armut in Afrika. Viele Millionen sind es. Allein in der libanesischen Bekaa-Ebene leben über 200.000 Menschen in notdürftig mit Planen abgedeckten Verschlägen. „Ich habe mein Baby bei Schnee und Eis zur Welt gebracht und in der Kälte ist es dann gestorben“, erzählt etwa Fatma.

Manche wagen den lebensgefährlichen Weg durch die Wüste und über das Meer. „Das Schlimmste“, sagt Dembo aus Gambia, „war die Fahrt durch die Sahara.“ Eine Flasche Wasser musste für eine Woche reichen. Hinzu kam die peinigende Angst, auf dem vollgepferchten Pick-up zu sterben. Für Schlepper sind Flüchtlinge ein gutes Geschäft. Sie bringen „mehr Geld als Drogen“, brüstet sich ein Drahtzieher der römischen „Mafia-Capitale“. Nur wenige schaffen es in sichere Staaten – wie die menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen gelingen kann, zeigt das letzte Kapitel des Buches.

Erscheinungstermin: 12.. September 2015

Karim El-Gawhary
seit 1991 Nahost-Korrespondent für verschiedene deutschsprachige Zeitungen, seit 2004 Leiter des ORF-Nahostbüros in Kairo. Zuvor fünf Jahre als Vertreter des ARD-Rundfunkstudios in Kairo tätig. 2011 erhielt er den „Concordia Presse-Preis“, 2012 wurde er zum Auslandsjournalisten des Jahres gewählt und 2013 Journalist des Jahres in Österreich. Seine bisher erschienenen Bücher waren alle Bestseller.

Mathilde Schwabeneder
seit 2007 ORF-Korrespondentin in Rom. Erstmals übersiedelte sie 1983 nach Rom, studierte dort Romanistik, promovierte und begann ihre journalistische Arbeit. 1995 Rückkehr nach Österreich und Beginn beim ORF. Zahlreiche Radio- und Fernseh-Reportagen aus Afrika, Südosteuropa und Lateinamerika. Rom ist für die mehrsprachige Journalistin eine zweite Heimat.

>> Informationen zum Buch


Bewerbung zur Leserunde: 

Wenn ihr mehr wissen wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 10. September 2015 für eines von 20 Leseexemplaren von "Auf der Flucht". Sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. 

Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! 

> Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at
> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

Zur Leserunde
Liebe Lovelybooks-LeserInnen!

Ohnmächtige, wehrlose graue Mäuse, das ist oft das Bild, das der Westen von arabischen Frauen hat. Meist wird über sie, selten mit ihnen geredet. Nun kommen Araberinnen selbst zu Wort, lassen ihr Leben für sich sprechen. Da ist etwa Umm Naama, die mit nur einem Euro am Tag ihre sechsköpfige Familie durchbringt. Oder Umm Khaled, die einzige LKW-Fahrerin Ägyptens, die mit ihrem 30-Tonner durchs Nilland brettert. In zahlreichen Porträts und Reportagen erzähle ich vom Leben in den dunklen Zeiten der Diktatur, während der Aufstände und in der heutigen arabischen Welt.

Zum heutigen Welttag des Buches verlose ich 5 Exemplare meines Buches "Frauenpower auf Arabisch", wenn ihr mir hier folgende Fragen beantwortet: Was interessiert euch an der arabischen Welt? Welche Länder habt ihr schon oder würdet ihr gerne besuchen und warum?

Die Verlosung startet am 23. April und läuft bis 30. April. Ich freue mich über eure zahlreiche Teilnahme!
Zur Buchverlosung

Wichtig ist, was sie im, nicht was sie auf dem Kopf haben!


Karim El-Gawhary gibt den Frauen Raum
für ihre Geschichten. Ich möchte das Buch
immer wieder in die Hände nehmen, um
noch einmal zu schauen, in welchen Bildern
und Farbenspielen die Lebenswirklichkeiten
von Frauen hier aufscheinen und sich zu
lebendigen Porträts fügen.“

Claudia Roth
Mitglied des Deutschen Bundestages und
Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen




Worum geht's?

Ohnmächtige, wehrlose graue Mäuse, das ist oft das Bild, das der Westen von arabischen Frauen hat. Meist wird über sie, selten mit ihnen geredet. Nun kommen Araberinnen selbst zu Wort, lassen ihr Leben für sich sprechen. Den arabischen Frauen eine Stimme zu geben, das ist das Ziel dieses Buches. Da gibt es die stolzen Pionierinnen wie Umm Khaled, die einzige LKW-Fahrerin Ägyptens, die mit ihrem 30-Tonner durchs Nilland brettert, oder Ghalia, die Fernsehköchin der Armen. Bittere Verliererinnen sind Umm Naama, die mit einem Euro am Tag ihre sechsköpfige Familie durchbringen muss, oder die Palästinenserin Kamile, deren Sohn in
den Krieg zieht, weil Mama nicht gegen Gott konkurrieren kann.
Und schließlich erzählt Karim El-Gawhary auch von den unerschrockenen Kämpferinnen wie Abier, die die erste Gewerkschaft der Brotverkäuferinnen erstritten hat, oder von der Bahraini Zeinab, die für ihr Engagement für Demokratie auch ins Gefängnis geht.

Erscheinungstermin: 9. September 2013

Karim El-Gawhary

geboren 1963 als Sohn einer deutschen Mutter und eines ägyptischen Vaters. Seit 1991 ist er Nahost-Korrespondent für verschiedene deutschsprachige Zeitungen, seit 2004 leitet er das Nahostbüro des ORF in Kairo. Zuvor war er dort fünf Jahre als Vertreter des ARD-Rundfunkstudios tätig. 2011 erhielt er den Concordia Presse-Preis, 2012 wurde er von den österreichischen Chefredakteuren zum Auslandsjournalisten des Jahres gewählt.


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Bewerbung zur Leserunde:

Wenn ihr mehr über Umm Khaled, Kamile oder Zeinab erfahren wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 2. September 2013 für eines von 25 Leseexemplaren von "Frauenpower auf Arabisch". Und so geht's:

Erzählt uns die Geschichte einer besonderen Frau.
(Es kann sich auch um eine Romanfigur handeln.)

Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

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Letzter Beitrag von  Anchesenamunvor 5 Jahren
Die Leserunde lief schon vor einem halben Jahr. ;-)
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Zusätzliche Informationen

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in 107 Bibliotheken

auf 23 Wunschlisten

von 3 Lesern aktuell gelesen

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