Karin Alvtegen

 3.8 Sterne bei 250 Bewertungen
Autorin von Der Seitensprung, Taschenbücher / Die Flüchtige und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Karin Alvtegen

1965 geboren, ist die Großnichte von Astrid Lindgren. Sie lebt mit ihrer Familie in Stockholm und arbeitete zuletzt als Drehbuchautorin. Die erfolgreiche Thrillerautorin, versteht es wie keine zweite, in die Abgründe menschlicher Seelen vorzudringen.

Alle Bücher von Karin Alvtegen

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Der Seitensprung

Der Seitensprung

 (77)
Erschienen am 01.10.2005
Taschenbücher / Die Flüchtige

Taschenbücher / Die Flüchtige

 (47)
Erschienen am 23.08.2010
Schatten

Schatten

 (40)
Erschienen am 21.11.2008
Scham

Scham

 (37)
Erschienen am 02.05.2007
Taschenbücher / Schuld

Taschenbücher / Schuld

 (30)
Erschienen am 18.02.2010
Eine zweite Chance

Eine zweite Chance

 (14)
Erschienen am 09.02.2015
Shadow

Shadow

 (0)
Erschienen am 26.01.2010

Neue Rezensionen zu Karin Alvtegen

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Y

Rezension zu "Der Seitensprung" von Karin Alvtegen

Der Seitensprung
Yvo3vor 2 Tagen

Eva hat ihr Leben im Griff, Job, Kind , Mann und Haus. Alles scheint perfekt zu sein, doch dann entdeckt sie das ihr Ehemann eine Affäre hat. Für sie bricht eine Welt zusammen und will diese Beziehung zerstören. Auch aus Frust verbringt sie ein One Night Stand. Doch der junge Mann lässt nicht locker und reist Eva in einen Abgrund.


Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven erzählt, dadurch werden die Gedanken jedes einzelnen gut dargestellt. Es fängt eher harmlos an und steigert sich dann. Evas Rache geht übers übliche hinaus und ist regelrecht boshaft. Der junge Mann entpuppt sich als Stalker nicht nur das, sondern als Psychopath. Die Seelenzustände aler drei Personen sind gut dargestellt. Ich fand es spannend und interessant. 

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Rezension zu "Schatten" von Karin Alvtegen

Dunkle Schatten ...
Unzertrennlichvor 5 Monaten

Schreibstil


"Schatten" ist das vierte Buch das ich nun von Karin Alvtegen, die sich mittlerweile zu einer meiner Lienlingsautorinnen entwickelt hat, gelesen habe. Ich liebe ihren Schreibstil, ihre kritische Betrachtungsweise, ihre Ehrlichkeit und ihren Umgang mit Worten. Jeder einzelne Satz ist stimmig und auch wenn es sich übertrieben anhört, so sind ihre Romane für mich kleine Meisterwerke.


Karin Alvtegens Stil bewundere ich sehr. Mittlerweile ist sie ein großes Vorbild und zeitgleich eine echte Inspiration für mich geworden. "Schatten" ist wohl ihr tiefgründigstes Werk, das besonders die Schattenseiten des Schreibens beleuchtet. Natürlich habe ich mich als Autor hier an vielen Stellen wiedergefunden. Besonders ihre schonungslose Art, die Obsession dahinter zu beschreiben, hat mich ihr regelrecht umgehauen!


Charaktere


Axel Ragnerfeldt


Axel Ragnerfeldt, ein Literaturnobelpreisträger, steht hier im Fokus des Romans, auch wenn er selbst mittlerweile alt ist und nach einem Hirnschlag keine Möglichkeit mehr hat, sich mit der Außenwelt zu verständigen. Er ist in seinem Körper gefangen und wird von den Gedanken an seine Vergangenheit gequält ...


Die Autorin baut hier erst einmal das Bild eines unnahbaren Schriftstellers auf, der sich und das Schreiben viel zu wichtig genommen hat und sein "Talent" über das aller anderen stellte. Sein Erfolg und der damit verbundene Ruhm scheinen ihm das Wichtigste zu sein, doch nach und nach wird hier noch eine ganz andere Seite von Axel offenbart. Eine SCHATTENseite ...


Jan-Erik


Auf der anderen Seite lernen wir dann noch Jan-Erik kennen, der stets im SCHATTEN seines Vaters stand. Er konnte seinen Vater nie stolz machen, doch nutzt nun die Chance, um sich im Ruhm des Vaters zu suhlen. Voller Leidenschaft hält er Vorträge über das Lebenswerk seines Vaters und wird so selbst zum Star.


Obwohl er eine Frau und ein Kind hat, benutzt er seinen Erfolg vordergründig um sich von einer Affäre in die nächste zu stürzen. Im Grunde haben sich die SCHATTEN seines Vaters auch längst über sein Leben ausgebreitet ...


Meine Meinung


"Schatten" ist ein Buch, das besonders die SCHATTENseite des Erfolgs durchleuchtet. In der Geschichte haben beinahe alle Charaktere etwas mit dem Schreiben zu tun. Die einen schreiben, weil sie ihre Berufung darin sehen, die anderen, weil sie erfolgreich sein wollen und wiederum an sehen es als Last. Karin Alvtegen bietet hier einen interessanten und doch kritischen Einblick in die Welt des Schreiben, in die Obsession, die oftmals dahintersteckt.


Ich habe mich in vielen Ansichten wiedergefunden. Es gibt jene Autoren, die unbedingt erfolgreich sein wollen, denen es nicht um das Schreiben an sich, sondern den anschließenden Ruhm geht und dann jene, die einfach nur verstanden werden wollen. Ich zähle mich selbst zur zweiten Gruppe, weiß aber nur zu gut, wie groß die erstgenannte mittlerweile auch in der heutigen Zeit ist.


Axel Ragnerfeldt ist ein Star der Literaturszene. Sein größtes Werk trägt den Namen "SCHATTEN" und behandelt die Zeit der Judenverfolgung auf scheinbar sehr emotionale Art und Weise. Woher er seine Inspiration genommen hat und wie weit seine Recherche ging, verrät er niemanden. Schon zu Beginn der Geschichte wird klar, dass Axel Ragnerfeldt ein Geheimnis haben muss. Ein Geheimnis, das mit jenem Werk zusammen hängt, dass sein größter Erfolg und gleichzeitig sein eigener Untergang werden sollte.


Als Gerda Persson, seine ehemalige Haushälterin verstirbt und in ihrem Besitz auch sein großes Werk gefunden wird, bei dem allerdings alle Seiten durchgestrichen sind, wird nach und nach ein schreckliches Geheimnis offenbart, in dem viele Personen beteiligt zu sein scheinen ...


Nach und nach lernen wir die ganze Familie Ragnerfeldt und noch zwei weitere Autoren kennen, die irgendwie in allem drinstecken. Wir haben hier Axels Sohn Jan-Erik, der sich und auch seine Frau betrügt, dann Axels Frau, die immer im SCHATTEN ihres Mannes stand und selbst niemals ein eigenes Leben hat führen dürfen und dann noch Jan Eriks Frau Louise, die sich in einer Familie wiederfindet, in der vieles nur Schein ist.


Vielschichtig und sehr tiefgründig beschreibt Karin Alvtegen hier wieder einmal die verschiedensten Abgründe, die sich in uns Menschen auftun können. Es geht um Neid, um die Sucht nach Erfolg, um Eifersucht, aber auch um den Wunsch nach Freiheit und Selbstfindung! Ich bin jedes Mal überrascht, wie die Autorin es schafft, so tief in die menschliche Seele abzutauchen.


Das Buch ist eine gute Mischung aus Roman, Krimi und Thriller. Nach und nach werden hier so einige Geheimnisse aufgedeckt und ich war mal wieder komplett in der Geschichte gefangen. Das Ende hat mich mitgenommen, schockiert, gleichzeitig aber auch gezeigt, wie ich ganz sicher nicht werden will. "SCHATTEN" zeigt wieder einmal, dass Ruhm einen Menschen zerstören kann und eindeutig den Blick auf das Wesentliche trübt!


Fazit


"SCHATTEN" war für mich ein kleines, stilles Meisterwerk, das mal wieder viel zu wenig Beachtung gefunden hat. Karin Alvtegen setzt sich hier kritisch mit der Welt des Schreibens auseinander und lässt den Leser tief in die Welt der nach Ruhm gierenden Autoren eintauchen. Das Buch ist ehrlich und kritisch und gehört für mich jetzt definitiv zu meinen Lieblingsbüchern!

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Rezension zu "Taschenbücher / Schuld" von Karin Alvtegen

Peter und die Unbekannte ...
Unzertrennlichvor 6 Monaten

Logik ist mir in Büchern noch nie besonders wichtig gewesen. Mir geht es in erster Linie um gute Unterhaltung, um Spannung und Tiefgang. Allerdings möchte ich bei einem guten Buch die Handlungen der einzelnen Charaktere wenigstens nachvollziehen können - in "Schuld" von Karin Alvtegen fiel mir das leider furchtbar schwer ...


Leider fing das schon beim Ausgangsplot an ... Wir haben hier Peter, der in einem Café sitzt und über sein verkorkstes Leben nachdenkt. Urplötzlich kommt eine wildfremde Frau daher, übergibt ihn ein Paket und verlangt, dass er es zu ihrem Mann bringt. Sie gibt ihm dafür sogar 1000 Kronen, also tut Peter, was sie von ihm verlangt.


Bei Olof Lundberg angekommen stellt sich allerdings heraus, dass dieser seine Frau schon vor einigen Jahren verloren hat und nun regelrecht gestalkt wird. In dem Paket, das Peter ihm überreicht, ist schließlich ein abgeschnittener Zeh. Hört sich erst einmal wie ein netter Thriller an? Ja, aber leider wird die Geschichte dann sehr wirr und strange ...


Olof Lundberg ist reich, dennoch beauftragt er dann wie aus dem Nichts unseren Protagonisten Peter, die Frau aufzuspüren - dafür würde er dann seine Schulden tilgen. Ja klar, Olof hat auch kein Geld für einen echten Privatdetektiven.


Viel zu schnell entwickelt sich dann eine Freundschaft zwischen Peter und Olof, die sich für mich leider überhaupt nicht echt angefühlt hat. Im Verlaufe des Romans geht es dann natürlich darum, die Frau zu finden und dafür zu sorgen, dass sie endlich aufhört Olof zu belästigen. Tja, und da wird die Geschichte dann sehr wirr und ich konnte so einige Dinge nicht nachvollziehen ...


Erst einmal stellt sich natürlich die Frage, warum sie anfangs mit dem Zeh nicht zur Polizei gehen ... Okay, da konnte ich noch ein Auge zudrücken, doch der Weg, wie Peter dann die Frau aufspürt, ist schlicht und ergreifend zu konstruiert. Genau wie das Ende ...


Für mich was Ende die größte Schwachstelle. Hier hätte die Autorin mit einer logischen Erklärung dann doch noch einmal das Ruder rumreißen können, stattdessen verwirrt sie den Leser noch mehr. Warum besagte Täterin es auf Olof abgesehen hatte, bleibt erst einmal verborgen, genau wie ihre restlichen Beweggründe, die leider überhaupt nicht nachvollziehbar sind. Leider gab es für mich auch einige Logikfehler, die sich auch am Ende nicht geschlossen haben. Es hat sich so angefühlt, als hätte die Autorin den Bezug zu ihrer Geschichte irgendwann selbst verloren und versucht, zum Schluss noch alles irgendwie hinzubiegen. Das ist ihr leider nicht geglückt ...

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Zusätzliche Informationen

Karin Alvtegen wurde am 08. Juni 1965 in Huskvarna (Schweden) geboren.

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