Karin Alvtegen Eine zweite Chance

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Inhaltsangabe zu „Eine zweite Chance“ von Karin Alvtegen

Sind wir bereit für Veränderungen, um dem Glück die Tür zu öffnen?Die fünfundvierzigjährige Helena erfüllte sich einen alten Traum, als sie aus Stockholm nach Norrland zog, um ein kleines Hotel zu eröffnen. Doch nun liegt alles in Scherben. Ihr Mann hat sie verlassen und sie alleine mit dem Hotel, einer verlorenen Existenz und einer unglücklichen Tochter zurückgelassen. Anders Strandberg könnte sein Leben genießen. Der Verkauf seiner Firma hat ihm finanzielle Unabhängigkeit geschenkt, doch umso mehr Geld er verdient, desto bedeutungsloser erscheint ihm sein Leben. Das Schicksal führt ihn ganz in den Norden Schwedens, wo er in ein kleines Hotel eincheckt – Helenas Hotel … Ein herzerwärmender Roman über zwei Menschen, denen es vergönnt ist, noch einmal von vorne anzufangen.

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  • Jeder verdient eine zweite Chance

    Eine zweite Chance
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    10. May 2014 um 10:12

    Helena hat sich gemeinsam mit ihrem Mann ihren Traum erfüllt. Sie hat sich den Bauernhof gekauft, in dem sie als Kind jährlich glückliche Ferientage verbrachte, während ihr Zuhause mit einer alkoholkranken Mutter geprägt war. Dafür ist die Familie aus Stockholm weggezogen. Nun soll der Bauernhof ein Hotel werden. Helena merkte nicht, oder wollte es nicht merken, dass sich ihr Mann und ihre Tochter zurück nach Stockholm sehnten, worüber ihre Ehe zerbrach. Nun steht sie da, allein mit ihrer Tochter, die sich mehr und mehr zurückzieht und einem Hotel, in dem noch lange nicht alles getan ist, um Gewinn einzubringen. Anders Strandberg, ein Investmentbanker, kennt nur alles oder nichts. Ein Workaholic im wahrsten Sinne des Wortes. Dann verkauft er eines Tages seine Firma, ist jedoch im allgemeinen unzufrieden. Selbst die Jagd auf Raritäten, der er sich intensiv widmet, bringt nicht das nötige Zufriedenheitsgefühl. Als er von der Gitarre Lucy hört, die ein Hinterwäldler besitzen soll, macht er sich auf den Weg, er muss sehen, ob es wirklich die Gitarre ist, die einst einer der Beatles gespielt hat und wenn ja, muss er sie kaufen, egal zu welchem Preis. Auf dem Weg dahin bekommt er die Anwandlung, den Zufall entscheiden zu lassen, ob er Leben soll oder nicht, schließt im Auto die Augen und fährt mit dem Auto weiter. Seine nächste Wahrnehmung erlebt er im Krankenhaus ... Anders, dem es nicht gelungen ist, die Gitarre zu kaufen, strandet im Hotel von Helena. Dort will er erst mal nichts anderes, als seine Ruhe haben. Nach einem Gespräch mit Helena, die ihm erzählt hat, dass noch viele Arbeiten am Haus nötig sind, entscheidet er sich spontan, ihr zu helfen und lässt sich für 4 Wochen als Maler von ihr anstellen. Natürlich weiß Helena nicht, dass Anders alles andere als ein armer Schlucker ist. Ihm macht die Arbeit Spaß, er kommt zum nachdenken. Helena befindet sich in einer Zwickmühle. Immer wollte sie für ihre Tochter eine andere Mutter sein als ihre eigene Mutter für sie gewesen ist. Zeit wollte sie sich für sie nehmen und immer für sie da sein. Die Realität sieht anders aus, denn ihr Hauptaugenmerk liegt im Hotel, das sie weiter aufbauen will und so entgleitet ihr ihre Tochter. Ihre ehemalige Freundin aus Kindertagen Anna-Karin hilft ihr, wenn Not am Mann ist.  Briefe ihres getrennt lebendes Mannes, der inzwischen eine andere hat, ignoriert sie, wie auch Anrufe und Mails. Alles entgleitet ihr, ihre Tochter hält heimlich Kontakt zu ihrem Vater. Helena und Anders sind zwei völlig zerrissene Menschen. Beide hatten eine schwere Kindheit hinter sich.  Anders' Mutter starb, als er 7 Jahre alt war und ihn und seinen lebensuntüchtigen Vater zurückließ. Anders fühlte sich für ihn verantwortlich, was für ein Kind in dem Alter alles andere als leicht ist. Helena wuchs bei einer Alkoholikern auf und atmete auf, wenn sie ihre Ferien in Norrland verbringen durfte. Jeder der beiden kämpft mit seinen eigenen Dämonen. Aber nicht nur die beiden Protagonisten sind interessante Persönlichkeiten im Buch. Ebenso bereichern Anna-Karin und Verner die Geschichte. Anna-Karin, eine Frau, die immer und mit allem unzufrieden ist und über andere nur schlechtes reden kann. Verquere Ansichten, das Leben betreffend, machen sie nicht unbedingt sympathisch. Trotzdem Helena das alles erkennt, kann sie nicht von Anna-Karin als Freundin lassen. Verner, ein Eigenbrödler und als Sonderling im Ort bekannt, lebt allein in einem Häuschen im Wald. Er war für mich die größte Überraschung im Buch und auch trotz seiner Eigenheiten, ein sympathischer Zeitgenosse. Ein Buch, das vieles beinhaltet. Einsamkeit, Liebe, Neid, Hoffnung, Voreingenommenheit sowie Bewältigung der Vergangenheit. Viele Probleme stehen an, einige werden gelöst oder zumindest auf den Weg gebracht. Ein Buch zum Nach- und Mitdenken und einfühlsam geschrieben. Es hatte anfangs ein paar Längen, wo ich am Text vorbeigelesen habe, aber nachdem die Geschichte mich gepackt hatte, konnte ich sie nicht mehr aus der Hand legen.

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  • Jeder sollte eine zweite Chance haben.

    Eine zweite Chance
    Eka

    Eka

    09. June 2013 um 13:17

    Der Millionär Anders Strandberg kannte kaum etwas anderes als Arbeit. Geld hat für ihn allerdings nie etwas bedeutet, es war ja genug da. Nun steht er mit 47 Jahren am Scheideweg seines Lebens, allein. Nachdem er seine Firma verkauft hat, hat er keine Aufgaben mehr und sieht keinen Sinn in seinem Leben. Nach einem selbst verschuldeten Verkehrsunfall landet er schließlich im Krankenhaus und kann sich nicht mehr erinnern, wie es überhaupt zu dem Unfall gekommen ist. War er etwa am Steuer eingeschlafen? Da seine Verletzungen nicht besonders schlimm sind, macht er sich am nächsten Tag auf den Weg in einen kleinen Ort im Norden Schwedens und landet in einem kleinen Hotel, das von Helena geführt wird. Helena hat sich einen Kindheitstraum verwirklicht und das kleine Hotel gekauft. Doch ihr Mann und ihre Tochter Emelie fühlen sich überhaupt nicht wohl in dem kleinen Ort und eines Tages verlässt ihr Mann sie wegen einer anderen Frau, zieht wieder nach Stockholm und Helena und Emelie bleiben allein zurück. Dann ist da noch Verner, ein Sonderling, der allein in einer kleinen Hütte im Wald wohnt, ohne Wasser und Strom, aber scheinbar glücklich und zufrieden. Die Autorin, eine Großnichte von Astrid Lindgren, hat zunächst mehrere Thriller geschrieben und danach diesen wunderbaren Roman verfasst. Es ist die Lebensgeschichte von Helena, die letztlich zusammengeknüpft wird mit den Lebenszweigen von Anders, Verner und Helenas Freundin. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Personen. Alle Charaktere sind so gut beschrieben, dass man sich sofort in sie hineinversetzen kann. Ein Buch mit viel Lebensweisheiten, die immer wieder zum Nachdenken anregen, ohne das die Flüssigkeit des Lesens verloren geht. Es hat sehr viel Freude gemacht, diese Geschichte zu lesen.

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  • Für meine Person bislang das beste Buch dieser Autorin!

    Eine zweite Chance
    LEXI

    LEXI

    02. June 2013 um 11:18

    Der siebenundvierzigjährige erfolgreiche Unternehmer Anders Strandberg, ein Tag und Nacht arbeitender skrupelloser und kreativer Unternehmer mit Millionenumsatz, lebte Jahre nur für sein Investmentunternehmen. Anders steht an einem Scheideweg seines Lebens, er wird von endlosen Grübeleien und einem Gefühl des Scheiterns übermannt und landet nach einem Autounfall im Krankenhaus. Helena Lindgren, die nach einer schwierigen Kindheit mit einer suchtkranken Mutter und einem unbekannten Vater im Soziologiestudenten Martin ihre große Liebe und ihren Halt im Leben gefunden hatte, muss nun nach ihrer Scheidung alleine zurechtkommen. Die Verwirklichung ihres Lebenstraumes, ein Hotel in ihrer alten Heimat Norrland zu führen, scheint nun der harten Realität weichen zu müssen. Helena kämpft um ihre Pension, die harte Arbeit und der Geldmangel sind jedoch nicht die einzigen Probleme, mit denen Helena zu kämpfen hat. Ihre dreizehnjährige Tochter Emelie leidet sehr unter der Scheidung ihrer Eltern und fühlt eine tiefe Zerrissenheit, ist verloren zwischen der kleinen Welt ihrer Mutter in „Lindgrens Hotel“ und dem neuen Leben ihres Vaters in Stockholm, mit einer jüngeren Frau an seiner Seite. Anna-Karin, ehemals Helenas beste Freundin aus Jugendtagen, kam ihr ganzes Leben nicht aus Norrland heraus und hat bereits zwei Scheidungen hinter sich. Ihre beiden Kinder leben in Stockholm, ihre Einsamkeit wird durch ihr konsequentes Schwarzsehen und ihre Vorurteile verstärkt. Anna-Karin nährt sich scheinbar von Konflikten und ist Frührentnerin auf Halbzeit. Verner, ein eigenartiger alter Mann, der alleine in einer kleinen Hütte ohne jeglichen Komfort lebt, scheint ein Sonderling zu sein. Er hat ungewöhnliche Ansichten und scheint einige Geheimnisse zu bewahren… Karin Alvtegen, die Großnichte der einzigartigen schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, hat nach nun nach fünf Thrillern mit „Eine zweite Chance“ einen hervorragenden Roman über das Schicksal von Menschen geschrieben, die in ihrem Leben scheiterten, wieder aufstanden und weiter machten. Ihre lebendige Art, ihre Protagonisten zu beschreiben, zog mich als Fan dieser Autorin sogleich in den Bann. Die Charaktere sind besonders ausgeprägt gezeichnet, den einzelnen Figuren des Buches wird sehr viel Raum gewidmet. Die Lebensgeschichten von Helena, Anders, Anna-Karin und Verner kreuzen sich an einem ganz bestimmten Punkt in deren Leben – und ihre Begegnung beeinflusst jeweils den anderen. Karin Alvtegen erzählt diesen Roman in insgesamt siebenundzwanzig Kapiteln, die abwechselnd aus der Sicht Helenas, Anders, Verners, Emelies und Anna-Karins geschrieben sind, wobei der schrullige, sonderbare Verner mit der Zeit mein liebster Protagonist wurde, mir am meisten ans Herz wuchs. Die Schilderungen der Autorin beinhalten eine regelrechte Fülle von Lebensweisheiten, die zum Nachdenken anregen. Ein wahrlich wundervolles, liebenswertes Buch, das für meine Person zu einem persönlichen Lese-Highlight des Jahres 2013 wurde. Nachfolgend einige der beeindruckendsten Zitate dieses Buches: „Der Gruß der Toten an die Lebenden – auch eure Kümmernisse werden eines Tages vorüber sein, und niemand wird sich an ihr Gewicht erinnern.“ „Man muss vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht, denn es kann sein, dass es in Erfüllung geht.“ „Es gab Augenblicke, die ihn dazu gezwungen hatten, die Richtung zu wechseln. Einige davon hatten sein Leben in den Grundsätzen erschüttert und nachhaltige Auswirkungen gehabt. Vielleicht enthielten sie genauso viele Sekunden wie andere Augenblicke, vielleicht war es nur die Gewichtung, die anders war.“ „Wenn alles gegen Sie zu sein scheint, gibt es dann nicht Anlass, den Grund bei sich selbst zu suchen?“ „Wie sehr würde die Welt sich verändern, wenn wir alle abends für eine kurze Zeit lang den Blick auf die Sterne richten und der Unendlichkeit des Universums einen Gedanken widmen würden. Die Welt ist ein Mysterium, aber wir nehmen sie für gegeben hin und haben uns so an sie gewöhnt, dass wir ganz vergessen haben zu staunen.“ „Ich habe es nie verstanden wie du es schaffst, dich so sehr darum zu kümmern, was alle anderen die ganze Zeit machen. Das muss doch furchtbar anstrengend sein. Ist es nicht einfacher, wenn man sich auf seine eigenen Angelegenheiten konzentriert? Vielleicht musst du es gar nicht verstehen. Vielleicht musst du die Leute einfach nur das machen lassen, was sie selbst wollen.“ „Die Wahrheit brachte einen erst weiter, wenn man den Mut hatte, sich auf sie einzulassen. Wenn man aufhörte, gegen die Umwelt anzukämpfen und die Fehler bei sich selbst suchte.“ „Verner hatte seine Gedanken verändert und damit auch seine Welt. Genau wie er selbst es in den letzten Tagen getan hatte. Was kam eigentlich zuerst – der Gedanke oder die Wirklichkeit?“ FAZIT Ein bezauberndes, berührendes und beeindruckendes Buch, das ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann. Für mich persönlich eines der Lese-Highlights des heurigen Jahres!

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