Karin Eger

 4.6 Sterne bei 7 Bewertungen
Autorin von Nachklang.
Karin Eger

Lebenslauf von Karin Eger

Geboren in Süddeutschland in eine Unternehmerfamilie hat sich Karin Eger in ihren jungen Jahren mit einer kleinen Agentur für Markenkommunikation selbständig gemacht. Mit ihrem Mann baute sie die kleine zu einer großen Agentur aus, bekam zwei Kinder und begriff dann kurz vorm Burnout, dass das Leben mehr Facetten hat, als die wirtschaftliche Wertschöpfung und die damit verbundene Tretmühle. Gemeinsam mit Mann und zwei fast erwachsenen Kindern wanderte sie im Jahr 2013 nach Kanada aus, wo sie anfing zu schreiben – zunächst über das festgefahrene Rollen- und Elitedenken in der deutschen Geschäftswelt, was im Jahr 2017 zu ihrem Romandebut "Nachklang" führte.

Alle Bücher von Karin Eger

Nachklang

Nachklang

 (7)
Erschienen am 09.03.2017

Neue Rezensionen zu Karin Eger

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Rezension zu "Nachklang" von Karin Eger

Ein Buch, das nachklingt!
Hopeandlivevor einem Jahr

Ein Familienroman über die Unfreiheit in jedem Einzelnen und die Suche der Seele nach Raum.

Die junge, ehrgeizige Ellie Becker arbeitet Ende der Neunzigerjahre in der Marketingabteilung eines Großkonzerns. Das digitale Zeitalter ist angebrochen und Ellie hat viele innovative Ideen, die sie mit ihrem Team umsetzen will. Ihr Vater hatte sich allerdings eine Karriere als Pianistin für sie erhofft, doch seine hohen Ziele hat sie nie erreicht. So kämpft sie nun in der Firma um den Erfolg, nach dem sie sich seit ihrer Kindheit gesehnt hat. Während einer Firmenmesse begegnet sie dem Mann, der ihre Karrierein in der Hand hat und verliert in nur einer Nacht die Kontrolle über ihr Leben.

Viele Jahre später. In ihrer Ehe mit dem Topmanager Theo Schmidt geht Ellie durch Höhen und Tiefen. Ihre unruhige und hungrige Seele und seine geschäftliche Getriebenheit sind nicht in Einklang zu bringen. Er kennt ihre Ängste und weiß sie zu lenken. Erst als Ellie in die Abgründe der elitären Unternehmerfamilie blickt, in die sie eingeheiratet hat, kommt sie ihren eigenen inneren Fesseln auf die Spur und beginnt sie zu lösen.

Mein Fazit: Ich bin etwas schwer in dieses Debüt hineingekommen und wurde mit der Protagonistin nicht wirklich warm. Oftmal war ich versucht ihr einfach mal eine Therapie zu empfehlen. Doch ich gab nicht auf und je mehr ich las umso spannender wurde es und ich war am Ende stolz auf Ellie:)
Von einigen Sprachformulierungen und der Liebe zur Musik, die sich wie ein feiner Faden durch das Buch zog war ich sehr begeistert.
Es klingt nach! Danke Karin Eger!

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Rezension zu "Nachklang" von Karin Eger

Ein Roman, der nachklingt
Martinchenvor 2 Jahren

"Ende der neunziger Jahre. Die junge, ehrgeizige Ellie Becker ist in der Marketingabteilung eines Großkonzerns angestellt. Das digitale Zeitalter ist angebrochen, und Ellie gehört zu den Vorwärtsdenkern in ihrem Team. Doch während sie versucht, alle Kräfte zu sammeln, um es mit dem konservativen Vorstand aufzunehmen, muss sie sich um ihren Vater kümmern, der als gescheiterter Unternehmer am Abgrund lebt. Zwischen dem Glauben an sich selbst und der Angst vor seinem Erbe liegen oft nur ein paar Gedanken. Ihr Vater wollte sie zur Pianistin ausbilden, doch sie hat seine hohen Ziele nie erreicht. In ihrem Job kämpft sie jetzt um den Erfolg, nach dem sie sich seit ihrer Kindheit sehnt. Da begegnet sie dem Mann, der ihre Karriere in der Hand hat, und verliert in nur einer Nacht die Kontrolle über ihr Leben.

Jahre später. In ihrer Ehe mit dem Topmanager Theo Schmidt geht Ellie durch Höhen und Tiefen. Ihre hungrige Seele und seine geschäftliche Getriebenheit sind nicht in Einklang zu bringen. Er kennt ihre Ängste und weiß sie zu lenken. Erst als Ellie in die Abgründe der elitären Unternehmerfamilie blickt, in die sie eingeheiratet hat, kommt sie ihren eigenen inneren Fesseln auf die Spur und beginnt, sie zu lösen." - soweit der Klappentext.

Das Cover zeigt eine Klaviertastatur mit Notenblatt und dem Foto eines Paares. Vor dem dunklen Hintergrund springt der blutrote Titel springt ins Auge, passend zum Inhalt. Das Buch, im Verlag tredition erschienen, ist hochwertig und mit einem Lesebändchen ausgestattet.

Karin Eger, in Karlsruhe geboren, ist 2013 mit ihrer Familie nach Kanada ausgewandert und lebt mit ihrem Mann in British Kolumbien. Sie war früher Inhaberin einer Marketingagentur. "Nachklang" ist ihr Debütroman.

Der Roman umfasst die Zeit von 1999 bis 2013, die nicht chronologisch in fünf Teile gegliedert ist. Auch in den einzelnen Teilen gibt es Rückblicke, in denen die Ich-Erzählerin Ellie ihr Leben beschreibt, das nach einem One-Night-Stand einen völlig anderen Verlauf nimmt als geplant. Der Leser erfährt so erst nach und nach die Gründe für die Verhaltensweisen der Hauptprotagonisten Ellie und Theo. Eine Erzählform, die mir sehr gefällt, da sich nach und nach ein vollständiges Bild ergibt. Stellenweise konnte ich Ellies Verhalten nicht nachvollziehen, da sie doch eine intelligente, erfolgreiche und schöne Frau ist. Prägungen von Elternhaus und Ehe sind an diesen Stellen jedoch stärker.

Ich habe mich zu Beginn sehr schwer mit diesem Roman getan. Dies liegt an der Sprache und Stil, die von Karin Eger hier verwendet werden. Diese Lebensgeschichte wird sehr sachlich und emotionslos erzählt, obwohl die Beziehung der beiden vom ersten Moment an sehr emotional geführt wird, so empfinde ich es jedenfalls. Erst zum Ende des vierten Teils, wo Ellie von ihrer Schwägerin Charlotte ein Familiengeheimnis erfährt, ändert sich dies. Den fünften Teil habe ich dann geradezu verschlungen.

Der Schluss dieses Romans ist ausgezeichnet gelungen. Ellie verfällt nicht wieder in ihre alten Verhaltensmuster, sondern wagt einen Neuanfang mit ihren wunderbaren Kindern.

Fazit: ein lesenswerter Debutroman, der aktuelle Probleme unserer Gesellschaft behandelt und der nachklingt.

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Gwendolyn22s avatar

Rezension zu "Nachklang" von Karin Eger

Eine Frau auf Sinnsuche
Gwendolyn22vor 2 Jahren

Inhalt:

Der Roman erzählt von Elisabeth Becker, genannt Ellie, die auf der Suche nach sich selbst ist.

Sie heiratet einen reichen Manager, bekommt mit ihm mehrere Kinder und sieht sich immer wieder mit schwierigen Charakterzügen ihres Mannes und dem Problem der Vereinbarkeit von Familie und Karriere konfrontiert.


Die Thematik des Romans ist Ellies Sinnsuche und ihre Suche nach Liebe und sich selbst. Die Autorin berichtet von Familienverhältnissen, gibt Einblicke in die Strukturen und den Machtapparat des Managements eines Betriebes, Ellies Emotionen in Bezug auf berufliches Vorwärtskommen, ihre Persönlichkeit und ihre lang währende Abhängigkeit in Bezug auf ihren Ehemann.

Eingeteilt ist er in fünf Kapitel, die unterschiedliche Zeitspannen beschreiben, welche nicht chronologisch geordnet sind, und somit Zugang zu den verschiedenen Stationen Ellies ermöglichen.


Meine Meinung:

Zunächst dachte ich, dass ich nicht richtig ins Buch hineinkomme, habe dann aber Teil 1 und 2 quasi in einem Rutsch gelesen, weil ich wissen wollte, wie das mit Theo und Ellie anfing. ;-)
Im ersten Teil war ich sogar, obwohl ich den Schreibstil als eher "nüchtern" und distanziert empfinde, an ein paar Stellen total gerührt. Auch der letzte Teil, der viel mit dem Thema Tod zu tun hat, hat mich teilweise bewegt.


Deutlich wird Ellies Zerrisenheit, Ellie in ihrer Rolle als Mutter nicht ganz aufgeht, vor allem vor dem Hintergrund, dass ihr Mann sie nicht wirklich unterstützt und auch ein wirklicher "Kontrollfreak" ist, der sie eher einengt als ihr durch Vertrauen ein gutes Gefühl gibt. Eine schwierige Situation, die sicherlich viele Frauen kennen. Hier reißt der Roman einige aktuelle Probleme unserer Gesellschaft an. Die Figur Ellies ist nachvollziehbar in ihren Handlungen und Emotionen beschrieben.

Der Stil ist nicht durchgehend so flüssig, ich hing manches Mal an kurzen Sätzen fest und manchmal fehlt mir auch irgendwie die Stringenz - wo ist der rote Faden? Teilweise ist die Wortwahl gewöhnungsbedürftig (S. 157: wetzen, dazwischen wedeln, Kobold, etc.), der bildliche Stil ist so gar nicht meins (z.B. S. 174 - Joachim: Als Köder am Haken..)
Längen sind immer wieder vorhanden, manchmal etwas zu viel deskriptive Details, wo ich mir mehr Innensicht Ellies wünschte. Da hätte ich dann gerne etwas weniger "dramatische" Beschreibung ihrer Emotion durch sehr bildliche Beschreibungen gehabt, das wirkt etwas überdramatisiert und kitschig. Die Darstellung aus der Sicht der Ich-Erzählerin birgt wohl ein wenig die Gefahr, in so etwas abzudriften.


Der letzte Teil ist wieder packender, mit einem netten "Show-down" und einem Ausblick aufs Happy End.


Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Auf der anderen Seite etwas irreführend, da es nicht in erster Linie um die Musik geht, die zugegebenermaßen eine Rolle in Ellies Leben spielt.

Layout und Druck könnten noch schöner gestaltet sein.



Fazit:

Alles in allem ist es ein interessanter Roman, der nachdenklich macht und mich auch gut unterhalten hat.

Augrund der kleinen Abzüge vergebe ich für dieses Debüt gerne 4 Sterne. :-)

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Gespräche aus der Community

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KarinEgers avatar

"Ein mutmachender und inspirierender Familienroman (...) Sehr unterhaltsam, tiefgründig, voller Lebensweisheiten und gleichzeitig spannend geschrieben."*

Liebe, Karriere, Elternschaft, Ehe- und Identitätskrisen – die ganze Bandbreite eines Frauenlebens, aus der Tiefe seelischen Empfindens erzählt – das erwartet die Leser/innen meines Romans. Gleichzeitig soll die Geschichte dem konservativen, deutschen Mittelstand in seinem Rollen- und Elitedenken einen Spiegel vorhalten. 

Willkommen in der Leserunde von "Nachklang". 

Ende der neunziger Jahre. Ellie Becker hat ein Ziel: Sie will nach oben in dem Konzern, in dem sie angestellt ist. Das digitale Zeitalter ist angebrochen und Ellie gehört zu den Vorwärtsdenkern. Doch sie kommt nicht weit. Nicht nur die legendäre Glasdecke hält sie auf, sondern auch ihr schlichtes Frausein, ihre Ängste und ihre Sehnsucht nach einem stabilen Familienleben. Sie verliert ihren eigenen Weg aus den Augen und lässt sich von ihrem Mann Theo in eine Zukunft lenken, die seinen Vorstellungen entspricht. 

Über 13 Jahre begleiten meine Leser/innen die Protagonistin, die in eine alt eingesessene süddeutsche Unternehmerfamilie einheiratet. Für den männlichen Teil der Familie ist Lebenszeit in erster Linie dazu da, um Wachstum zu generieren, sprich mehr Erfolg, Macht und Profit. Dass Liebe, familiäre Bindung und auch das eigene Seelenleben Hingabe brauchen, um nicht zu zerbrechen, ist in deren Portfolio nicht angelegt. 

Irgendwann fallen die Strukturen, an denen der zerstrittene Clan festhält, in sich zusammen. Jetzt kommt Ellies Zeit, um mit alten Mustern zu brechen – auch ihren eigenen. 

Hier geht es zu mehr Infos: www.karineger.com 


*Leserrezension auf amazon. 
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Karin Eger wurde am 28. Juni 1969 in Karlsruhe (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 9 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

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