Karin Fossum , Nina Petri (Sprecher) Schwarze Sekunden

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Inhaltsangabe zu „Schwarze Sekunden“ von Karin Fossum

Einmal läuft Karin Fossums weltberühmter Ermittler Kommissar Konrad Sejer im Roman <i>Schwarze Sekunden</i> durch die Straßen und freut sich über die rote Feder, die er gefunden hat. "Kinder sammeln alles", denkt Sejer: "sie sind bodennäher, und sie sehen mehr als wir." Durchblick und Weitsicht braucht auch der Kommissar in seinem jüngsten Fall, bei dem ein Mädchen spurlos verschwunden ist. Als Sejer durch die Straßen zieht, hat dessen Mutter Helga Joner bereits einen Albtraum von zehn Tagen Warten und Bangen hinter sich. Kurz darauf hat das Warten ein Ende, und das Bangen schlägt in schiere Verzweiflung um. Denn die verschwundene Ida wird in einen Teppich eingewickelt tot aufgefunden.<p> Sofort wirft die Leiche für Sejer Fragen auf. Warum zum Beispiel ist die kleine Ida nicht mit ihrem Trainingsanzug und ihren Schuhen bekleidet, mit denen sie das Haus verließ, sondern trägt ein weißes Nachthemd? Ist wirklich der in sich gekehrte Sonderling Emil Johannes für das Verbrechen verantwortlich, wie alle glauben? Aus diesem spannenden Plot hat die norwegische Bestseller-Autorin Karin Fossum wieder einen Krimi gebastelt, der an Spannung kaum noch zu überbieten ist. Es ist schon erstaunlich, wie es der Autorin gelingt, ihr Spannungsniveau nach <i>Dunkler Schlaf</i> oder <i>Stumme Schreie</i> noch einmal zu steigern. <i>Schwarze Sekunden</i> jedenfalls wird seine Leser über mehrere Stunden fesseln und auch danach noch eine Weile beschäftigen. Beste Krimi-Unterhaltung, die ein sensibles Thema angemessen fasst. <i>--Stefan Kellerer</i> 300 Minuten lang führt Nina Petri durch eine tragische Geschichte, in der der Mordfall eigentlich von Anfang an ziemlich klar und deutlich vor uns liegt. Trotzdem verliert ihre Lesung von <I>Schwarze Sekunden</I>, in der das Umfeld des Mordopfers psychologisch äußerst genau und glaubwürdig gezeichnet wird, keine Sekunde an Spannung. Die Leistung der Sprecherin liegt in ihrer atemberaubenden Fähigkeit, das Innenleben von extrem angespannten bzw. an sich schon „schwierigen“ Menschen eindringlich, nahezu plastisch wiedergeben zu können. Großartig! <p> Schon am Anfang der Geschichte stellt sie dieses Können unter Beweis. Die unendliche Angst einer allein stehenden Mutter, dem nicht nach Hause gekommenen Kind könnte etwas zugestoßen sein, vermittelt die Sprecherin so intensiv, dass man meint, die Angst selbst zu spüren. Auch die anderen Menschen, die im Umfeld der verschwundenen, kleinen hübschen Ida, eine Rolle spielen, werden eindringlich psychologisch porträtiert: Tomme, der Cousin, der exakt an dem Abend, an dem Ida verschwunden ist, einen Unfall hatte, ist eigentlich nur an Computerspielen und an seinem Opel interessiert. Und da ist auch noch der irgendwie behinderte Emil, der mit seinen 52 Jahren nicht spricht und auf seinem Dreiradmoped durch die Gegend fährt. Seine Mutter, die auf ihn „aufpasst“ und bei ihm sauber macht, hat sich im Laufe des Lebens mit ihrem Schicksal abgefunden. Schließlich noch Kommissar Sejer; der auf eine seltsame Art in dieses düstere Leben passt. Sein bedächtiges, an sich selbst häufig zweifelndes Wesen schenkt ihm sozusagen als Kehrseite der Medaille eine ganz besondere Begabung: Sejer sieht deutlicher und mehr, und er findet in seinen Ermittlungen oft einen Zugang zu verschlossenen Menschen, der anderen verwehrt bleibt. Unvergesslich ist, wie er den autistischen Emil dazu bringt, mit Bauklötzchen seine Geschichte zu erzählen. <p> Seit 1995 schreibt die Norwegerin Karin Fossum Kriminalromane mit der unauffälligen Figur des Kommissar Sejer. Ihre Romane <I>Evas Auge</I>, <I>Fremde Blicke</I> und <I>Wer hat Angst vorm bösen Wolf</I> wurden große Erfolge. Karin Fossums Markenzeichen ist das exakte Zeichnen von psychologischen Hintergründen. Erfahrungen hierfür sammelte sie u.a. auch bei ihren Jobs als Taxifahrerin oder Verkäuferin, bei ihrer Arbeit in Heimen und Krankenhäusern. <p> Nina Petri ist eine einfühlsame Interpretin dieses Stoffs. Die Schauspielerin ist aus zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen bekannt. Sie besuchte die Westfälische Schauspielschule in Bochum und spielte in so bekannten deutschen Filmen wie <I>Happy Birthday, Türke</I>, <I>Lola rennt</I> und <I>Bin ich schön</I>. Nina Petri wurde mit dem Deutschen und dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Sie liest den Psycho-Krimi mit Empathie und schlüpft in die Rollen regelrecht hinein. Die psychologischen Motive der einzelnen Personen vermittelt sie überzeugend und glaubwürdig. In ihrer erstklassigen Interpretation stellt sie die Perspektiven der Figuren in den Vordergrund und sich selbst angenehm in den Hintergrund. <p> Fazit: Ein raffinierter Krimi mit viel psychologischem Gespür und differenzierter Spannung. Und eine professionelle, spannungsreiche Krimi-Lesung, die zeigt: Es muss nicht immer das Hörspiel sein. <p> Lesung, Spieldauer: ca. 309 Minuten. Auch als MC erhältlich (3899403630). <i>-- culture.text<i>

War leider sehr vorhersehbar.

— Cat78
Cat78

ich kann mich nicht mehr erinnern, wie die Handlung war und ob ich es gut fand oder nicht - muss wohl noch mal reinhören

— Nebu
Nebu

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  • Rezension zu "Schwarze Sekunden" von Karin Fossum

    Schwarze Sekunden
    Joey

    Joey

    07. February 2009 um 10:35

    Einfach ein tolles und mal etwas anderes Krimi-Hörbuch. Und Nina Petri liest toll vor. Die Geschichte dreht sich allerdings mehr um die Gedanken und Gefühle der Beteiligten, es ist also kein hochspannender oder actionreicher Krimi (Wer so etwas erwartet wird wohl eher enttäuscht sein von diesem Buch). Ein Mädchen verschwindet und wird erst Tage später gefunden. Ihr Fahrrad allerdings taucht schon vorher, aber an einem völlig anderen Ort auf. Ihre Kleidung bleibt weiterhin verborgen. Was ist mit dem Mädchen geschehen? Und wer hat damit etwas zu tun? Eine interessante Suche beginnnt.

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