Karin Haß

 4.4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Fremde Heimat Sibirien, Bärenspeck mit Pfeffer und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Karin Haß

Fremde Heimat Sibirien

Fremde Heimat Sibirien

 (3)
Erschienen am 08.12.2014
Bärenspeck mit Pfeffer

Bärenspeck mit Pfeffer

 (2)
Erschienen am 01.06.2016
Alles normalno

Alles normalno

 (0)
Erschienen am 23.02.2018

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Rezension zu "Bärenspeck mit Pfeffer" von Karin Haß

Ein Buch, das Fernweh weckt -Gefühlvoll und anschaulich beschrieben.
Buchraettinvor 2 Jahren

Ich habe das erste Buch der Autorin gelesen, in dem sie beschreibt, wie sie ihre neue Heimat in Sibirien gefunden hat. Nun geht es weiter. Diesmal kommt auch ihr Mann mit nach Deutschland, erlebt die Großstadt. Ein Kulturschock?  Wieder berichtet die Autorin von ihrem Leben in Sibirien, der Taiga. Der Selbstversorgung, den Ausflügen, der Natur, den Gästen, den Dorfbewohnern.

Was mir neben dem detaillierten Bericht der Umgebung und dem normalen Alltag im Dorf sehr gefiel, war die gefühlvolle Art der Beschreibungen der Menschen. Auch die Einblicke in ihre eigene Gefühlswelt, die sie mir als Leser offenbart, gefielen mir sehr. Speziell das Zusammenleben mit ihrem Mann, ihre Konflikte, aber auch die Liebe der beiden, das fand ich sehr gefühlvoll dargestellt.

Es ist ein wenig romantisch, ein wenig wild, ein wenig spannend, ein wenig nachdenklich machend. Es ist ein ganz wunderbarer Stil, der mich in diesem Buch sofort gefangen nahm und Fernweh weckt. Was mir sehr gefiel, war, dass sie nicht nur die Umgebung beschreibt, sondern einen Schwerpunkt auf die Menschen dort legt.

Hilfsbereit, freundlich, sympathisch. Das sind Eigenschaften, die ich aus dem Text heraus lesen kann über die Bewohner dieses kleinen Dorfes mitten in der Taiga.

Aber es gab auch eine dunkle Seite. Der Alkohol. Ein großes Thema und auch wie sich das Verhalten ändern kann dadurch.

Die Beschreibungen der Taiga fand ich wundervoll. Es ist ein Eintauchen in eine andere Welt. Aber auch der Alltag, wie ist es fast 300 Km mit dem Boot im Sommer fahren zu müssen, zum nächsten Ort, nur im Winter kann man mit dem Auto über das Eis des zugefrorenen Flusses fahren. Was tun bei Krankheit, Unfällen oder auch Todesfällen. Selbstversorgung, wieviel Arbeit steckt dahinter. Aber wie ist das Leben  in dieser ganz anderen Welt für die Autorin?

Vorn im Buch findet sich ein Inhaltsverzeichnis und eine Karte. Hinten ein Glossar und weitere Informationen zur  Autorin.  In der Mitte des Buches befinden sich noch schöne Farbfotos, die mir als Leser den Ort und das Leben dort auch bildlich zeigen.

Ein Buch, das Fernweh weckt, aber auch die Schwierigkeiten des Lebens dort in der Taiga zeigt. Gefühlvoll und anschaulich beschrieben. Vollste Fernwehleseempfehlung-

 

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Rezension zu "Fremde Heimat Sibirien" von Karin Haß

'Mir fehlen die Worte zu beschreiben, was Sibirien mit mir tat, indem es lediglich da war.'
sabatayn76vor 4 Jahren

Inhalt:
Nach ersten Reisen in die Taiga beschließt Karin Haß, dass sie länger bleiben möchte und drei sibirische Jahreszeiten hautnah erleben will. Sie bezieht ein Haus in Srednjaja Oljokma, lernt die Umgebung, die Dorfbewohner und die sibirische Lebensweise näher kennen und verliebt sich schließlich in Slawa, einen Ewenken.

Mein Eindruck:
Mir hat 'Fremde Heimat Sibirien' gut gefallen, vor allem aufgrund des bildhaften Erzählstils, der mir die Taiga näher gebracht hat. Karin Haß ist eine gute Erzählerin, und die Mischung aus Schilderungen von persönlichen Erlebnissen und Beschreibungen von Landschaft und Lebensweise haben mir gut gefallen. Man wird hier nicht nur gut unterhalten, sondern kann auch viel über das Leben in Russland im Allgemeinen und Sibirien im Besonderen lernen.

Weniger gut gefallen hat mir, dass die Autorin oft zu sachlich und zu ruppig ist, bei manchen Ereignissen so unemotional und distanziert reagiert, dass sie mir stellenweise alles andere als sympathisch war. Auch sprachlich war mir 'Fremde Heimat Sibirien' bisweilen zu gestelzt und zu bemüht (z.B. 'ergötzten sich meine Augen an').

Der im Untertitel erwähnt Taigajäger Slawa taucht übrigens erst auf Seite 174 auf, d.h. das Buch ist deutlich mehr als eine Liebesgeschichte oder eine Beschreibung von Karin Haß' Leben an Slawas Seite.

Mein Resümee:
Karin Haß erzählt von einem schönen Flecken Erde, lässt jedoch auch die negativen Aspekte eines Lebens in Sibirien nicht unerwähnt (v.a. den exzessiven Alkoholmissbrauch). Spannend!

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