Karin Jäckel

 4 Sterne bei 92 Bewertungen

Lebenslauf von Karin Jäckel

Karin Jäckel, Jahrgang 1948, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Sprecherziehung und promovierte über das Leben und Werk des Rokoko-Bildhauers Jaochim Günther. Heute ist sie als Autorin und freie Journalistin tätig. Sie schreibt Kinder- und Jugendbücher, Sachbücher und Romane. „Die Frau des Reformators. Das Leben der Katharina von Bora" ist Karin Jäckels erster historischer Roman. Die Autorin ist Mutter von drei Söhnen und lebt mit ihrer Familie im Schwarzwald.

Alle Bücher von Karin Jäckel

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Isis, die Fürstin der Nacht

Isis, die Fürstin der Nacht

 (35)
Erschienen am 29.04.2003
Er war ein Mann Gottes

Er war ein Mann Gottes

 (8)
Erschienen am 14.08.2007
... weil mein Vater Priester ist

... weil mein Vater Priester ist

 (5)
Erschienen am 14.10.2004
Das Urteil des Salomon

Das Urteil des Salomon

 (2)
Erschienen am 19.07.2005
...weil mein Vater Priester ist

...weil mein Vater Priester ist

 (2)
Erschienen am 25.02.1997
Nicht ohne meine Kinder!

Nicht ohne meine Kinder!

 (2)
Erschienen am 29.10.2012
Die Frau des Reformators

Die Frau des Reformators

 (2)
Erschienen am 01.03.2006

Neue Rezensionen zu Karin Jäckel

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Eine beeindruckende Frau, die von klein auf nur misshandelt und missbraucht wird! Ihre Geschichte ist ein Stück Leben aus unserer Gesellschaft und hängt einem sehr lange noch nach. Es gibt Bücher, da vergesse ich viele Details, aber bei dem Buch, dass ich vor vielen Jahren gelesen habe, ist alles noch hochpräsent.


Mir fällt eine Benotung bei solchen Biografien schwer, so mal wir ja nicht die Lebensgeschichte eines Menschen benoten können. Sehr wohl aber, ob es uns hinzieht, aufschreckt und bewegt. Und das tut diese Geschichte!

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K

Rezension zu "Isis, die Fürstin der Nacht" von Karin Jäckel

Von Kindesbeinen an Opfer einer Parallelgesellschaft
KirstenKleinvor 2 Jahren

Vor einiger Zeit bekam ich dieses Buch von einer Freundin geschenkt und las es mit großem Interesse.

Karin Jäckel erzählt darin die Geschichte einer jungen Frau, die in eine Satanssekte hineingeboren wurde und darin aufgewuchs. Aus Angst vor erneuten Übergriffen, bleibt sie anonym.

Als Tochter der Hohen Priesterin und des Hohen Priesters, ist Isis schon vor ihrer Geburt dazu auserkoren, Satan geweiht zu werden. Für das Mädchen beginnt ein Leidensweg mit unvorstellbar qualvollen Ritualen, die sie auf ihre spätere Rolle als Fürstin der Nacht vorbereiten sollen.

Tagsüber führt Isis ein augenscheinlich normales Leben. Dass ihre labile Konstitution durch körperliche und seelische Folter bedingt ist, kann sie niemandem sagen. Denn immer wieder wird ihr nachhaltig eingebläut, sie würde dafür mit dem Tod bestraft.

Ein erster Versuch, aus diesem Teufelskreis auszubrechen, scheitert – mit dramatischen Folgen. Die seinerzeit Neunjährige muss erfahren, dass selbst die Polizei, die sie aufgreift, ihr nicht glaubt, welche Höllenqualen sie durchmacht. Schließlich gehören angesehene Bürger zu ihrer Familie, die einen praktisch unangreifbaren Einflussreichtum besitzt. Dieser ermöglicht ihr, ein weites Netzwerk zu spinnen, aus dem es kein Entrinnen gibt – eine geradezu kafkaeske Situation.

Erst, als sie sich mit fünfzehn, im Rahmen einer Lehre, in einen jungen Mann verliebt und von ihm schwanger wird, findet Isis erneut den Mut, sich über die Gebote der Sekte hinwegzusetzen. Antriebsfeder dazu ist ihr noch ungeborenes Kind, das von der Familie bereits verplant wird. Ihm will sie ein vergleichbares Schicksal unter allen Umständen ersparen.

Das Buch sprach mich sehr an, auch weil ich mich vor einigen Jahren intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt habe, für Recherchen zu meinem historischen Roman über Kinderhexenprozesse: "Teufelsbrut – Die Kinderhexen von Bärenbrück"

Leider wird der Glaube an Teufel und Hexen bis heute immer noch instrumentalisiert, z. B. um sadistische Neigungen auszuleben. Ohne therapeutische Behandlung werden Kinder, die Misshandlungen und/oder sexuellen Missbrauch am eigenen Leib erfahren müssen, später oft zu Tätern.

Karin Jäckel schlüpft überzeugend in Isis' Haut und erzählt deren Geschichte sehr eindrucksvoll und spannend, zuweilen bis an die Grenze des Erträglichen. Man könnte fast glauben, sie hätte alles selbst erlebt. Insbesondere, dass es einer Sekte möglich ist, innerhalb der "normalen" menschlichen Gesellschaft unbemerkt einen solchen Satanskult zu betreiben, finde ich überaus erschreckend.

Es versteht sich von selbst, dass Isis ihr Leben nur durch eine intensive therapeutische Begleitung bewältigen kann. Dazu gehört natürlich u. a. die Aufarbeitung ihrer Beziehung zu den Eltern. Allerdings hat es mich schon ein bisschen überrascht, dass sie als Erwachsene freiwillig direkten Kontakt zu ihnen hielt. Und das, obwohl doch nach wie vor das Damoklesschwert der Rache über ihr schwebt.

Isis konfrontierte die Mutter mit Fragen und besuchte den Vater im Seniorenheim, fuhr ihn im Rollstuhl spazieren. Sicher, seine beginnende Demenz mochte ihm einen Großteil der einstigen Bedrohlichkeit genommen haben, aber das reicht mir als Erklärung nicht aus.

Auch, dass das immer wieder massiv sexuell missbrauchte Mädchen sich mit fünfzehn aus freien Stücken auf eine intime Beziehung einlassen konnte, erscheint mir schwer nachvollziehbar – zumal sie damals noch nicht therapeutisch betreut wurde.

Nichtsdestotrotz ist "Isis, die Fürstin der Nacht" ein lesenswertes und aufschlussreiches Buch. Abschließend möchte ich noch anmerken, dass ich das Nachwort mit den fachlichen Erläuterungen sehr hilfreich finde.

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Rebecca1120s avatar

Rezension zu "Monika B. Ich bin nicht mehr eure Tochter: Ein Mädchen wird von seiner Familie jahrelang misshandelt" von Karin Jäckel

„Ein Körper zum Missbrauch geboren“ (Buchzitat)
Rebecca1120vor 2 Jahren

Am Ende des ebooks stand in fetter Schrift die Frage „Hat es dir gefallen?“. Nein natürlich hat es mir nicht gefallen! Was hier als Leidensweg von Monika B. geschildert wird, hat mich aufgewühlt, mich wütend und traurig gemacht. Es hat sich mir die Frage gestellt, wie viel kann ein Mensch, insbesondere ein Kind ertragen. Und wie kann es sein, dass die Umwelt davor die Augen verschließt. Insbesondere ihre Mutter hätte es aus eigener leidvoller Erfahrung doch besser wissen müssen!

Karin Jäckel hat es brillant in diesem Buch verstanden den Leidensweg von Monika in der Ich-Form zu schildern. Dabei ist mir aufgefallen, dass auch die Sprache in dem Roman gewechselt hat. Am Anfang, als Monika erstmals im Alter von 4 Jahren missbraucht wurde, ist auch die Wortwahl kindlich naiver, als in den folgenden Jahren. Dadurch gewinnt das Geschilderte in meinen Augen an Authentizität. Am meisten hat mich der Tod von Georg berührt. Kann ein Kind in diesem Alter schon so weittragende Gedanken fassen. Zum Glück war sein Tod ja nicht umsonst.

Für dieses, wenn auch traurige Buch, gebe ich 5 Lesesterne und eine 100%ige Leseempfehlung.

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