Karin Jäckel

 4,3 Sterne bei 230 Bewertungen

Lebenslauf

Karin Jäckel, Jahrgang 1948, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Sprecherziehung und promovierte über das Leben und Werk des Rokoko-Bildhauers Jaochim Günther. Heute ist sie als Autorin und freie Journalistin tätig. Sie schreibt Kinder- und Jugendbücher, Sachbücher und Romane. „Die Frau des Reformators. Das Leben der Katharina von Bora" ist Karin Jäckels erster historischer Roman. Die Autorin ist Mutter von drei Söhnen und lebt mit ihrer Familie im Schwarzwald.

Alle Bücher von Karin Jäckel

Neue Rezensionen zu Karin Jäckel

Cover des Buches Monika B. Ich bin nicht mehr eure Tochter (ISBN: 9783751738484)
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Rezension zu "Monika B. Ich bin nicht mehr eure Tochter" von Karin Jäckel

zickzack
Generationsübergreifender Missbrauch

Monika B. beschreibt den Missbrauch von verschiedenen Personen an ihr. Mit ihrem Großvater ging es los, dann der schlimmste Übeltäter ihr eigener Vater. Auch ihre Brüder haben nicht haltgemacht und selbst auch ihre Mutter ist Mittäterin und das nicht nur, weil sie es vom Vater hat dulden lassen.

 

Schwierig hier die richtigen Worte zu finden. Achtung Spoiler, aber ich glaube, dass ist bei so einem Buch nicht schlimm, sondern zeigt eher, auf was man sich hier gefasst machen sollte.

Monikas Leben als Kind und Jugendliche war eine reine Tortur. Wie sie es schon selbst geschrieben hatte: Monika kam auf die Welt, um Missbraucht zu werden. Erst der Großvater, der sich an einem Baby vergeht. Und schon da wird klar, wie ihre Eltern sie nicht beschützen. Obwohl Monika deutlich zeigt, dass dort etwas nicht stimmt, wird sie immer wieder zu diesen gebrachten. Besonders schockierte mich daran, dass es die Mutter zuließ, die ja selbst von ihrem Vater missbraucht wurde und nun ihre Tochter ins offene Messer laufen ließ.

Die Mutter habe ich sowieso nicht verstanden. Als Monikas Vater, eigentlich hat diesen Titel nicht verdient – er ist lediglich ihr Erzeuger, sich immer mehr auf sie fixierte, war bei der Mutter kein Gedanke daran, sie zu beschützen. Sie hat Monika ja sowieso von Anfang an gehasst. Nein, wie war eifersüchtig – auf ihre Tochter! Das muss man sich mal überlegen. Diese Frau war genauso, wenn nicht sogar schlimmer, als Monikas Erzeuger.

Ihre Brüder waren auch schlimm, dass sie dann auch noch angefangen haben. Erst ihr älterer Halbbruder, dann der Zweitjüngste. Lediglich Georg stand zu ihr und konnte es wohl letzten Endes einfach nicht mehr ertragen. Aber bei den Brüdern, die bekamen es ja so vorgelebt. Ihre Taten kann man nicht gut reden und sind genauso verachtenswert, aber bei so einem Vater… der immer schamloser und grausamer wurde.

Und zu dem Vater fehlen mir alle Worte. Er hat sich als der tolle Vater dargestellt, von jedermann geachtet, sogar alles Schlechte auf seine unzureichende Frau abgewälzt. Doch das war alles nur Fassade. In ihm steckte ein Monster, der seine unschuldige Tochter nach Strich und Faden missbraucht und manipuliert hatte. Und da die Verwandten ihm auch noch in die Karten gespielt haben, wurde er immer schlimmer. Denn wenn Monika versucht hat sich jemand anzuvertrauen, wurde sie ausgeschimpft und niedergemacht, weil sich niemand vorstellen konnte oder wahrscheinlich eher wollte, dass ihr Vater sie missbraucht. Aber wie kann man denn ein Kind so abschmettern, es den Lügen bezichtigen, wenn man es doch gar nicht so genau wissen kann? Ich hoffe, sie fühlten sich richtig Scheiße, als Monika sich endlich wehren konnte, als sie es geschafft hatte, ihren Vater anzuzeigen.

Aber richtig schlimm war am Ende das Urteil. 8 Jahre. Das ist nichts, zudem was er ihr angetan hat. Dieser Mistkerl hätte im Gefängnis versauern sollen.

 

Fazit: Eine Biografie möchte ich gar nicht richtig bewerten, schon gar nicht diese. Trotzdem kann ich sagen, dass das Buch unglaublich gutgeschrieben ist. Monika nimmt den Leser mit und lässt nichts aus. Sie hat sich geöffnet, geht in die Tiefe und das verdient riesigen Respekt. Mich würde es sehr interessieren, wie es Monika heute geht – 30 Jahre später. Natürlich gibt es 5 Sterne.

Mutig

Monika B. schreibt authentisch, mutig, offen und ehrlich über ihr Märtyrium. Wir als Leser können bestimmt nur einen winzigen Teil ihres Leidens verstehen und nachvollziehen. Ihr Buch hört auf und jeder muss sich ihre weitere Entwicklung ausdenken. Ich wünschte mir, Monika B. würde das Buch von Astrid Dauster "Opferkind" lesen. Verletzungen können nur mit dem Blick zum Himmel geheilt werden. 


Die geschilderte Sexualität wurde von ganz unten, als einen scheusslichen Zwang, ihrem Vater als der noch jung war (so glaube ich sehen zu könen) von dessen Vater weitergegeben. Dieser übergab die Sucht und den Zwang an seine Söhne, davon einer den redlichen Weg gehen wollte und aus dem Leben verschied und die Tochter die Qualen erleiden musste. Ich wünsche Monika B. innere Heilung und Befreiung.

Cover des Buches Die Frau des Reformators (ISBN: 9783644403444)

Rezension zu "Die Frau des Reformators" von Karin Jäckel

Ein LovelyBooks-Nutzer
„Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan."

„Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“ Martin Luther

Als die Menschen sich in ihrem Gang aufrichten zu begannen, berauschten sie sich an der Macht ihres erhobenen Hauptes. Der Preis aber für dieses Glücksgefühl war der anschließende Absturz, wie uns der Mythos von Ikarus und Dädalus deutlich zeigt.

Immer wieder haben Menschen durch Gesetzestreue versucht, dem, in der Macht enthaltenen Schmerz zu entfliehen. Solche festgefahrenen Strukturen finden wir zurzeit Jesu ebenso wie in der Reformationszeit.

In unsererm Zeitalter wird der Schmerz so sehr verleugnet und verdrängt, bis er Menschen mit einem Schlag trifft, ihr Herz bricht oder sich in einem rückwärtslaufenden Tier in einem Panzer verschanzt, um so einen Ausweg zu finden.

Luther wies auf Christus in seiner Freiheit eines Christenmenschen, durch den wir gerechtfertigt werden, wenn wir die Liebe Gottes annehmen. Dazu aber ist es notwendig, unseren Verstand zeitweise zurückzunehmen, um der Liebe Raum zu geben.

Eindrucksvoll beschreibt Karin Jäckel in ihrem Roman "Die Frau des Reformators", wie genau diese Liebe die Zisterzienserin Katharina von Bora zur Flucht aus dem Kloster in Marienthron treibt und sie schließlich dem Mann einen Heiratsantrag macht, dem sie die Freiheit zu verdanken hat.

Auch beim Lesen dieses Romans konnte ich einen inneren Widerspruch nicht überhören. Warum muss sich eine solch starke Frau an einen Mann binden? Warum wird sie "nur" zum Schatten des Reformators und nicht selbst zur Reformatorin?

"Weil Gott nun einmal zwei Geschlechter geschaffen hat, damit sie sich in Liebe vereinen, als Zeugnis dieser Liebe Kinder gebären und eine Familie gründen", antwortet mir Karin Jäckel indirekt und straft mich meines erhobenen Hauptes.

Besonders dankbar bin ich der Autorin, dass sie die starke Lutherin auch nach dem Tod ihres Mannes ausführlich und gut recherchiert dargestellt hat.

Hier beuge ich mich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen

 V.S. 


 

Gespräche aus der Community

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Phenya
So nun noch ein Wanderbuch von mir. Das Buch und die Beschreibung haben mich voll angesprochen, aber iwie schieben sich immer andere Bücher zum lesen dazwischen. Also lass ich es erstmal wandern.

Inhalt: 
Am Tag führt Isis ein ganz normales, bürgerliches Leben. Sie hat eine große Schwester, die Mutter ist Lehrerin, der Vater Gärtner. Doch in der Nacht ist alles ganz anders, denn Isis' Eltern gehören einer satanistischen Sekte an. Und Isis ist dazu bestimmt, einst das höchste Amt in dieser Sekte zu bekleiden. Und darauf wird sie von Geburt an vorbereitet. Durch schreckliche Rituale soll sie lernen, Teil dieser verkehrten Glaubenswelt zu werden, in der das Böse als gut gilt und das Gute als böse. Als Isis mit 15 schwanger wird, gelingt es ihr, der Sekte zu entfliehen. Denn sie hat nur ein Ziel: dem ungeborenen Kind ihr Schicksal zu ersparen.


Zu den Regeln:
-Ihr gibt hier bescheid und ich trag euch ein, erstmal probiere ich es mit 10
- ich schicke es an den Ersten und der an den nächsten wenn er fertig ist usw, am Ende wieder zu mir
- um Adressen kümmert ihr euch selbst, um es weiter schicken

 zu können
- wenn es verloren geht teilen sich der Absender und der Empfänger den Betrag um ein neues Exemplar zu kaufen
- natürlich wird mit den Buch sorgfältig umgegangen, so das keine Flecke, Knicke oder sonstiges entstehen
- jeder hat 2 Wochen Zeit um zu lesen, wenn es länger dauert bitte bescheid geben, sowie wenn es angekommen und wieder verschickt wurde
- und noch ein kleiner Wunsch von mir, ich würde es nett finden wenn ihr auf der ersten lehren Seiten evtl. Datum, Stadt

 und wenn Ihr euren Namen eintragt, fand die Idee bei
 den liegengelassenen Büchern ganz nett^^







1   Morgoth666 11.09. verschickt
2   chatty68  04.10. verschickt
3   Zsadista 11.10. angekommen
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Zum Thema
18 Beiträge
Ein LovelyBooks-Nutzer
Ich brauch mal eure Hilfe, ich habe soeben dieses Buch beendet, Rezension ist auf meiner Seite zu finden, nur finde ich das Strafmaß des Vaters lächerlich, kann aber im Internet nichts finden, wie es weiterging. 1992 wurde der Vater zu 8 Jahren Haft verurteilt. 8 JAHRE!!! das ist nichts, wenn man über 17 Jahre Misshandlung gegenüberstellt. Kam er 2000 frei? Wie geht es Monika B.? Mir stellen sich tausend Fragen.... Vielleicht kann mir jemand diese Fragen beantworten.... oder nutzt diesen Thread um über dieses Thema zu diskutieren. Ich empfehle euch dieses Buch bin immer noch durcheinander, wütend und aufgewühlt.
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