Karin Jäckel

 4,3 Sterne bei 229 Bewertungen

Lebenslauf

Karin Jäckel, Jahrgang 1948, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Sprecherziehung und promovierte über das Leben und Werk des Rokoko-Bildhauers Jaochim Günther. Heute ist sie als Autorin und freie Journalistin tätig. Sie schreibt Kinder- und Jugendbücher, Sachbücher und Romane. „Die Frau des Reformators. Das Leben der Katharina von Bora" ist Karin Jäckels erster historischer Roman. Die Autorin ist Mutter von drei Söhnen und lebt mit ihrer Familie im Schwarzwald.

Neue Bücher

Cover des Buches Die Weihnachtsgeschichte (ISBN: 9783780618269)

Die Weihnachtsgeschichte

Erscheint am 29.08.2024 als Taschenbuch bei Kaufmann, Ernst.

Alle Bücher von Karin Jäckel

Cover des Buches Monika B. Ich bin nicht mehr eure Tochter (ISBN: 9783751738484)

Monika B. Ich bin nicht mehr eure Tochter

 (144)
Erschienen am 24.10.2022
Cover des Buches Isis, die Fürstin der Nacht (ISBN: 9783838727097)

Isis, die Fürstin der Nacht

 (35)
Erschienen am 13.03.2013
Cover des Buches Er war ein Mann Gottes (ISBN: 9783838727080)

Er war ein Mann Gottes

 (8)
Erschienen am 13.03.2013
Cover des Buches ... weil mein Vater Priester ist (ISBN: 9783404615032)

... weil mein Vater Priester ist

 (6)
Erschienen am 14.10.2004
Cover des Buches Die Frau des Reformators (ISBN: 9783644403444)

Die Frau des Reformators

 (3)
Erschienen am 16.10.2017
Cover des Buches Das Urteil des Salomon (ISBN: 9783404615704)

Das Urteil des Salomon

 (2)
Erschienen am 19.07.2005
Cover des Buches ...weil mein Vater Priester ist (ISBN: 9783404613861)

...weil mein Vater Priester ist

 (2)
Erschienen am 25.02.1997

Neue Rezensionen zu Karin Jäckel

Monika B. schreibt authentisch, mutig, offen und ehrlich über ihr Märtyrium. Wir als Leser können bestimmt nur einen winzigen Teil ihres Leidens verstehen und nachvollziehen. Ihr Buch hört auf und jeder muss sich ihre weitere Entwicklung ausdenken. Ich wünschte mir, Monika B. würde das Buch von Astrid Dauster "Opferkind" lesen. Verletzungen können nur mit dem Blick zum Himmel geheilt werden. 


Die geschilderte Sexualität wurde von ganz unten, als einen scheusslichen Zwang, ihrem Vater als der noch jung war (so glaube ich sehen zu könen) von dessen Vater weitergegeben. Dieser übergab die Sucht und den Zwang an seine Söhne, davon einer den redlichen Weg gehen wollte und aus dem Leben verschied und die Tochter die Qualen erleiden musste. Ich wünsche Monika B. innere Heilung und Befreiung.

Cover des Buches Die Frau des Reformators (ISBN: 9783644403444)
V

Rezension zu "Die Frau des Reformators" von Karin Jäckel

„Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan."
Vera-Seidlvor 2 Jahren

„Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“ Martin Luther

Als die Menschen sich in ihrem Gang aufrichten zu begannen, berauschten sie sich an der Macht ihres erhobenen Hauptes. Der Preis aber für dieses Glücksgefühl war der anschließende Absturz, wie uns der Mythos von Ikarus und Dädalus deutlich zeigt.

Immer wieder haben Menschen durch Gesetzestreue versucht, dem, in der Macht enthaltenen Schmerz zu entfliehen. Solche festgefahrenen Strukturen finden wir zurzeit Jesu ebenso wie in der Reformationszeit.

In unsererm Zeitalter wird der Schmerz so sehr verleugnet und verdrängt, bis er Menschen mit einem Schlag trifft, ihr Herz bricht oder sich in einem rückwärtslaufenden Tier in einem Panzer verschanzt, um so einen Ausweg zu finden.

Luther wies auf Christus in seiner Freiheit eines Christenmenschen, durch den wir gerechtfertigt werden, wenn wir die Liebe Gottes annehmen. Dazu aber ist es notwendig, unseren Verstand zeitweise zurückzunehmen, um der Liebe Raum zu geben.

Eindrucksvoll beschreibt Karin Jäckel in ihrem Roman "Die Frau des Reformators", wie genau diese Liebe die Zisterzienserin Katharina von Bora zur Flucht aus dem Kloster in Marienthron treibt und sie schließlich dem Mann einen Heiratsantrag macht, dem sie die Freiheit zu verdanken hat.

Auch beim Lesen dieses Romans konnte ich einen inneren Widerspruch nicht überhören. Warum muss sich eine solch starke Frau an einen Mann binden? Warum wird sie "nur" zum Schatten des Reformators und nicht selbst zur Reformatorin?

"Weil Gott nun einmal zwei Geschlechter geschaffen hat, damit sie sich in Liebe vereinen, als Zeugnis dieser Liebe Kinder gebären und eine Familie gründen", antwortet mir Karin Jäckel indirekt und straft mich meines erhobenen Hauptes.

Besonders dankbar bin ich der Autorin, dass sie die starke Lutherin auch nach dem Tod ihres Mannes ausführlich und gut recherchiert dargestellt hat.

Hier beuge ich mich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen

 Vera Seidl 


 

Cover des Buches Monika B., Ich bin nicht mehr eure Tochter (ISBN: 9783502193401)
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Rezension zu "Monika B., Ich bin nicht mehr eure Tochter" von Karin Jäckel

Monika B., Ich bin nicht mehr eure Tochter
wantreadrepeatvor 4 Jahren

Vorgestern habe ich das Buch beendet. Ich wollte es eigentlich schon nach der Hälfte weg legen - nicht weil es schlecht ist oder mir der Schreibstil nicht gefallen hat, nicht weil mir langweilig wurde - ich wollte es weglegen weil es so grausam ist.
Aber Monika‘s Geschichte muss gehört werden, denn jahrelang haben andere davor die Augen verschlossen und ihr keinen Glauben geschenkt. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Am Anfang schreibt Karin Jäckel sehr kindlich und naiv - Monika ist ja auch erst 4 Jahre als sie das erste Mal missbraucht wird - erst zum Ende des Buches wird die Wortwahl härter und ihre Gedanken erwachsener. Sie erzählt ganz klar und unmissverständlich in welch einer Hölle sie leben musste und was sie am Leben erhalten hat. Das war zum Einen der ständige Wunsch nach Liebe, Aufmerksamkeit und Anerkennung der Eltern und zum anderen ihr kleiner Bruder Georg, der ebenfalls leiden muss und missbraucht wird. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Fazit: Es widert mich an, dass Eltern Kinder in die Welt setzen und dann ihre Seelen zerstören. Es widert mich an, dass keinem Hilferuf Glauben geschenkt wurde. Es widert mich an, dass solche Eltern keine gerechte Strafe bekommen, dass sie oftmals unbemerkt davon kommen. Das Buch ist keine leichte Kost. Trauer, Wut, Mitleid, Ekel - all diese Gefühle haben mich 366 Seiten lang und darüber hinaus begleitet. Ob ich das Buch empfehlen kann? Ja, um aufzuklären und um Bewusstsein zu schaffen.

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