Karin Kalisa

 4 Sterne bei 173 Bewertungen
Autorin von Sungs Laden, Radio Activity und weiteren Büchern.
Autorenbild von Karin Kalisa (©Bina Elisabeth Mohn / Quelle: Beck)

Lebenslauf von Karin Kalisa

Deutsche Wissenschaftlerin und Literatin: Karin Kalisa wird 1965 in Deutschland geboren.  Als Wissenschaftlerin beschäftigt sie sich mit asiatischen Sprachen und Ethnologie. Kalisa lebte bereits in Wien, Tokio und verschiedenen Städten Deutschlands. Heute hat sie sich in Ost-Berlin niedergelassen.

2016 veröffentlicht sie ihren Debütroman »Sungs Laden«, der auf Anhieb großen Anklang findet und von der Kritik hochgelobt wird. In dem Buch schlägt Kalisa gekonnt eine Brücke zwischen Deutschland und Vietnam.

Auch ihre weiteren Bücher sind bei Fans sehr beliebt, beispielsweise ihr 2019 erschienener Roman »Radio Activity«.

Alle Bücher von Karin Kalisa

Cover des Buches Sungs Laden9783406681882

Sungs Laden

 (122)
Erschienen am 26.08.2016
Cover des Buches Radio Activity9783406740930

Radio Activity

 (28)
Erschienen am 28.11.2019
Cover des Buches Sternstunde9783426281901

Sternstunde

 (16)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Bergsalz9783426282083

Bergsalz

 (0)
Erscheint am 02.11.2020
Cover des Buches RADIO ACTIVITY9783945095256

RADIO ACTIVITY

 (3)
Erschienen am 01.08.2019
Cover des Buches Sternstunde9783957131423

Sternstunde

 (2)
Erschienen am 02.10.2018
Cover des Buches Sungs LadenB074DXLFM7

Sungs Laden

 (2)
Erschienen am 31.08.2017

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Karin Kalisa

Neu

Rezension zu "Radio Activity" von Karin Kalisa

Tee und Teer
katzenminzevor 2 Monaten

Zu Anfang hat mich dieser Roman rund um Nora, verjährte Verbrechen und einen neuen Radiosender ziemlich begeistert. Kalisa hat eine stimmige Mischung geschaffen aus schweren Themen und einem irgendwie heimeligen Gefühl.

Wir folgen Nora, die Hals über Kopf aus Amerika nach Deutschland zurückgereist ist, weil ihre Mutter im sterben liegt. Der Verlust bringt ihr Leben aus der Spur, Nora weiß kaum wohin mit Trauer, Einsamkeit und Wut. Zu den wenigem Menschen, mit denen sie noch Kontakt hat zählen Tom und Grischa. Spontan entwerfen die drei den Plan einen neuen Radiosender zu gründen und zu ihrem Erstaunen läuft das Projekt mit dem Namen "Tee und Teer" fabelhaft an. Doch Nora hat eigene Pläne und ihr Alleingang könnte das Herzensprojekt sabotieren.

Die Freundschaft der drei und ihr Engagement für humanitäre Themen zusammen mit einer großen Heimatverbundenheit haben mir ausgesprochen gut gefallen. Der Musikmix des Senders, die thematische Ausrichtung, die Leidenschaft und die persönlichen Geschichten, die dahinterstecken haben den anderen großen Themen des Roman – Verlust und Missbrauch – etwas von ihrer Schwere genommen. Auch die Freundschaft untereinander gefiel mir. Tom und Grischa merken, dass mit Nora etwas nicht in Ordnung ist, dass sie aber nicht darüber sprechen will. Auch der Rückblick zu Nora und den letzten Gesprächen mit ihrer Mutter war berührend und wichtig.

„ […] Ich glaube die Ritzer sind alle nur noch da, weil sie sich ritzen. Wenn sie sich nicht ritzen würden, wären sie weg. Würden auseinanderfallen. Diese Narbenlinien halten sie irgendwie zusammen. Wie Fäden.“
„Wenn man sie lesen könnte, diese Linien – wie Wahrsager, du weißt schon...“, meinte Nora.
„...dann würde man die Schande der Welt darin finden“, führte ihre Mutter den Satz zu Ende […].

S. 213

So weit so gut. Doch dann bog der Roman in eine Richtung ab, die mir weitaus weniger zugesagt hat. Das Radioprojekt scheint vergessen, ebenso wie Tom und Grischa. Dafür lernen wir einen neuen Charakter kennen, mit dem Nora von nun an „zusammenarbeitet“ und einen neuen Plan austüftelt. Gegen Ende wird dann noch aus der Perspektive von einer Gruppe alter Studienfreunde – nun alles Juristen oder Journalisten gehobenen alters – berichtet, bei der ich mich endgültig gefragt habe, wo ich denn nun gelandet bin.

Ja, Kalisa spricht mit Verjährung und Missbrauch wichtige Themen an und findet zum Teil großartige Worte dafür, aber der Charme, den der Roman Anfangs für mich hatte, ging durch den harten Bruch verloren. Auch das Ende bleibt recht unbefriedigend und sprachlich bin ich ebenfalls hin- und hergerissen. Größtenteils ist „Radio Activity“ stimmungsvoll geschrieben und Kalisa findet meist die richtigen Worte. Hin und wieder gab es aber Sätze, die mich haben stolpern lassen und die ich zweimal lesen musste.

Zum Teil ein berührender, einfühlsamer Roman mit Themen, die unbedingt angesprochen gehören und einem gekonnten Mix aus leicht und schwer. Leider hat er neben seinem Titelgebenden Plot auch mich auf dem Weg verloren. Trotzdem insgesamt ein gutes Buch, mit dem vor allem Nordlichter einen Versuch wagen sollten!

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Rezension zu "Radio Activity" von Karin Kalisa

Klasse Schreibstil und wichtiges Thema
Lilli33vor 3 Monaten

Gebundene Ausgabe: 351 Seiten

Verlag: C.H.Beck (28. November 2019)

ISBN-13: 978-3406740930

Preis: 22,00 €

auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Klasse Schreibstil und wichtiges Thema


Inhalt:

Nora Tewes kehrt von New York nach Hause zurück, weil ihre Mutter im Sterben liegt. In den letzten gemeinsamen Tagen erfährt sie Ungeheuerliches, das den Wunsch nach Vergeltung in ihr wachruft. Mit Hilfe eines neuen Radiosenders möchte sie ein lange verjährtes Verbrechen bestrafen. 


Meine Meinung:

Karin Kalisas Schreibstil ist einfach klasse. Sie spielt mit den Wörtern, erzählt eindringlich und dabei sehr gut verständlich. Insofern war die Lektüre für mich ein echter Genuss. Inhaltlich ist es allerdings ein harter Brocken, nicht leicht zu verdauen, dabei umso wichtiger, dass dieses Thema immer wieder - und auch in der Belletristik - zur Sprache kommt. Mir geht es hier wie Nora. Auch ich kann oft kaum glauben, wie milde Gerichtsurteile für dermaßen abscheuliche Verbrechen ausfallen, wenn es denn überhaupt einen Prozess gibt. 


Auch wenn Nora als Hauptfigur den größten Raum einnimmt, kommen auch die Nebencharaktere zu ihrem Recht. Jede noch so kleine Rolle ist gut besetzt mit einer plastischen Figur, die mit einer enormen Tiefe ausgearbeitet wurde. Hier vereinen sich mehrere besondere Einzelschicksale und ergeben insgesamt ein rundes Ganzes.


Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!


TRIGGERWARNUNG (bei Bedarf bitte rückwärtslesen):

hcuarbssimsednik


★★★★★

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N

Rezension zu "Radio Activity" von Karin Kalisa

schwankt zwischen tollen Sätzen und langweiligen Passagen
nonostarvor 5 Monaten

Nora hat die perfekte Radiostimme und gründet mit zwei Freunden einen Radiosender. Sie ist gerade erst wieder in ihre Heimatstadt zurückgekehrt und ist noch dabei den Verlust ihrer Mutter zu verarbeiten. Doch nicht nur die Trauer machtihr zu schaffen, sondern auch das Verbrechen, dessen Opfer ihre Mutter alsKind wurde. Doch der Fall ist verjährt, auf die Justiz kein Verlass, also fasst sie den Plan, den Täter mithilfe einer Rätselshow in ihrem Radiosenderzu fassen.

Der Schreibstil ist flüssig, die Sprache klar und dennoch blieben mir die Charaktere zu oberflächlich. Bis auf die Geschichte der Mutter blieben mir die Figuren ziemlich gleichgültig. Die Beweggründe für ihre Handlungen konnten mich nicht erreichen und auch ihre Gedanken blieben mir fern. Insgesamt hat mir etwas die Tiefe gefehlt bei den Charakteren. V.a. am Anfang wird auch ausführlich über das Entstehen des Radiosenders geredet, auch das hat mich jetzt eher weniger interessiert, mag jedoch für manch einen das besondere an dem Buch ausmachen.

Im Endeffekt war es ganz nett zu lesen, ich habe es am Endenicht bereut, doch begeistern konnte mich "Radio Activity" auch nicht gerade. Immer wieder schwankte mein Eindruck zwischen "toller Sprache mit berührenden Sätzen" und "langweilig".

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Euphoriaundefined


Der LovelyBooks Lesesommer geht in die vorletzte Runde und auch diese Woche heißt es wieder: Buchtipps bekommen, Aufgabe lösen, Zusatzpunkte sammeln und Buchpakete gewinnen! In der 9. Woche hat der Verlag C.H.Beck auf unserer Übersichtsseite fünf brandaktuelle Buchtipps für euch - lasst euch diese Chance auf Zusatzpunkte und phänomenalen Lesestoff nicht entgehen! 

Zusammen mit dem Verlag C.H.Beck verlosen wir diese Woche 3 Buchpakete bestehend aus:
"Euphoria" von Lily King
"Rucksackkometen" von Stefan Ferdinand Etgeton
"Sungs Laden" von Karin Kalisa
"Der Himmel über Paris" von Bregje Hofstede
"Der Kalligraph von Isfahan" von Amir Hassan Cheheltan


Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier! 

Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, beantwortet uns einfach folgende Frage: 

Welche aufregende, großartige, besondere oder überraschende Entdeckung habt ihr während eures Sommers gemacht? Warum ist diese Entdeckung so für euch außergewöhnlich, besonders oder überraschend?

Für diese Aufgabe gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte! 
Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen! Bewerben könnt ihr euch wie immer über den blauen "Jetzt bewerben"-Button.

Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.
241 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Sungs Ladenundefined

"Ein Kulturgut?" Sung schaute Minh fragend an.
"Na, eben ein Ding, irgendetwas, das aus Vietnam kommt. Alles, nur nichts zu essen."

Multikultur, Integration... Bei diesen Worten denken die meisten von uns gleich an Politik, Wirtschaft und daran, dass es bestimmt nicht einfach ist, damit umzugehen. Aber ist das wirklich so? Dass es auch anders geht, zeigt uns Karin Kalisa in ihrem Debütroman "Sungs Laden". Ausgerechnet die Bewohner des angesagten Berliner Viertels Prenzlauer Berg entdecken ihre Nachbarn, ehemalige vietnamesische DDR-Vertragsarbeiter, neu und lassen den Traum des harmonischen und friedlichen Miteinanders wahr werden.
"Sungs Laden" ist eine Geschichte, die gute Laune verbreitet - und das auf hohem Niveau!

Möchtet ihr auch eure asiatische Seele entdecken? Dann müsst ihr "Sungs Laden" lesen!

Für ihren Roman "Sungs Laden" ist Karin Kalisa für den diesjährigen Klaus-Michael-Kühne-Preis, der im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals in Hamburg vergeben wird, nominiert.

Zum Inhalt
Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kinder und Lehrer bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu. Brücken aus Bambus spannen sich zwischen den Häusern, Parkraumwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse, und ein Zahnarzt macht Sonntagsdienst für Patienten aus Fernost. Nachdem auf dem Dach des Bezirksamts kurzzeitig auch noch die Ho-Chi-Minh-Flagge wehte, münden die Aktionen in ein Fest, wie der Kiez noch keines erlebt hat: großes vietnamesisches Wassermarionettentheater in einem Ententeich! Vom Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung nimmt all dies seinen Ausgang. Hier treffen die Schicksale ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter mit den Lebensgeschichten früherer DDR-Bürger zusammen, von hier aus wird der Kiez nicht nur mit Obst und Gemüse, sondern auch mit dem guten Geist der Improvisation versorgt. Und siehe da: Gute Laune ist auch in Berlin möglich! Eine Utopie, natürlich. Aber eine hochgradig ansteckende.

Leseprobe

Hier könnt ihr den Trailer zu "Sungs Laden" ansehen:



Zur Autorin
Karin Kalisa, geboren 1965, lebt nach Stationen in Bremerhaven, Hamburg, Tokio und Wien seit einigen Jahren im Osten Berlins. Sowohl als Wissenschaftlerin als auch mit dem Blick einer Literatin forscht sie in den Feldern asiatischer Sprachen, philosophischer Denkfiguren und ethnologischer Beschreibungen. "Sungs Laden" ist ihr erster Roman.

Zusammen mit C.H.Beck verlosen wir 25 Exemplare von "Sungs Laden" unter allen, die auf diese besondere vietnamesisch-berlinerische Geschichte neugierig geworden sind. Bis zum 29.07. könnt ihr euch über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bewerben*. Was müsst ihr dafür tun? Nur eine Frage beantworten:

Wo ist euch die asiatische Kultur in eurem Alltag schon begegnet? Was haltet ihr davon wenn sich Kulturen so vermischen wie in "Sungs Laden"?

Ich freue mich darauf, zu erfahren, was ihr denkt!

Ich wünsche euch viel Glück!

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.
698 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Karin Kalisa im Netz:

Community-Statistik

in 278 Bibliotheken

auf 43 Wunschlisten

von 8 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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