Karin Kalisa

 4.1 Sterne bei 127 Bewertungen
Autorin von Sungs Laden, Sternstunde und weiteren Büchern.
Karin Kalisa

Lebenslauf von Karin Kalisa

Die deutsche Wissenschaftlerin und Literatin Karin Kalisa wurde 1965 geboren und lebt nach vielen verschiedenen Stationen in Berlin. "Sungs Laden" ist ihr Debütroman.

Alle Bücher von Karin Kalisa

Sungs Laden

Sungs Laden

 (109)
Erschienen am 26.08.2016
Sternstunde

Sternstunde

 (16)
Erschienen am 01.10.2018
Sternstunde

Sternstunde

 (1)
Erschienen am 02.10.2018
Sungs Laden

Sungs Laden

 (1)
Erschienen am 31.08.2017

Neue Rezensionen zu Karin Kalisa

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Rezension zu "Sungs Laden" von Karin Kalisa

Alles fing mit einer Wasserpuppe an...
Andrea-Karminrotvor 2 Monaten

Und alles fing mit einer Puppe an

Einer Wassertheaterpuppe aus Vietnam. Wassertheater? Was ist das denn. Dann schau mal hier

Sungs Laden

Von Karin Kalisa

In meiner Stadt Berlin, gibt es unglaublich viele Menschen, die hier nicht geboren sind. Sie sprechen unsere Sprache nur mäßig und kamen hier her, weil es in ihrem Land unerträglich war und sie sich ihres Lebens nicht sicher sein konnten. Sie kamen, als die Stadt noch geteilt war und lebten in engen Wohnheimen in schlechter Qualität. Die „Vietnamesen“ oder „Fidschis“, wie sie abfällig genannt wurden, arbeiteten in Fabriken für wenig Geld. Und als die Deutschen sich wieder zusammenfügten, standen die Zugezogenen auf der Straße und konnten weder in ihr eigenes Land zurück, noch konnten sie einen „normalen“ Job annehmen, da sie selten die deutsche Sprache sprachen. Viele kamen auf die „schiefe“ Bahn oder verkauften billige Zigaretten an Menschen, die die Vietnamesen nicht einmal richtig ansahen. Da hatten die Eltern von Sung Glück, denn Dete, die Hebamme, half dem Pärchen einen kleinen Laden aufzumachen, nachdem sie den Beiden schon geholfen hatte, ihren Sohn auf die Welt zu bringen.



Was ich gelesen habe

Eine kleine mitreißende Geschichte, in einem etwas fiktiven Berlin! Wäre es nicht schön, wenn es tatsächlich so wäre, wenn es ein Miteinander ohne Hass gäbe. Karin Kalisa erzählt eine leicht zu glaubende Münchhausen-Geschichte, die so liebevoll erzählt ist, dass man sich wünscht, sie wäre wahr! In dem Buch kommt ein kleiner Stein ins Rollen, der es möglich machen könnte, dass ein Zahnarzt, einfach nur aus Nächstenliebe, die nicht versicherten Asiaten behandelt oder die Ordnungshüter sich verpflichtet fühlen, dem netten Vietnamesen, den Imbiss gegenüber dem Spielplatz, zu gestatten, weil frisches Obst und Gemüse so viel gesünder ist, als die olle Currywurst. Bezaubernd beschreibend, zog mich die Autorin mit. Meistens lächelte ich bei der Erzählung und immer wieder staunend, ob der interessanten Schreibweise, des Romans. Am Ende war ich traurig, dass die Geschichte schon zu Ende war. Ich habe die 246 Seiten in zwei Tagen verschlugen und mochte das Büchlein kaum aus den Händen legen.

Einige Sätze haben mich zum Lachen gebracht. Die Autorin wies in ihrem Roman darauf hin, dass man doch nur in Berlin geblieben oder hergezogen sei, weil es dort so viel lustiger und freier zugehen würde, als in so manch anderer Stadt. Man kann in Berlin... eine Sitzgruppe mit der U-Bahn transportieren, ohne dumm angequatscht zu werden… (Seite 183) Daran sollten wir uns erinnern, wenn wir dieses Buch zur Hand nehmen. Sollten uns daran erinnern, dass es einfach spannend und inspirierend ist, mit fremden Menschen, woher auch immer sie stammen, ins Gespräch zu kommen. Uns ihre netten Angewohnheiten zu eigen machen, um unserer Stadt weiterhin den Anstrich des Besonderen zu geben! Toleranz üben und Spaß haben.

Auf den letzten Seiten findet man einige Hinweise auf Literatur, die ich mir unbedingt noch einmal ansehen möchte. Wusste ich doch so vieles nicht, über das Leben der Vietnamesen in Berlin. Wie sie hier her gekommen sind und unter welchen Bedingungen sie hier lebten (und immer noch leben) Dass sie hier keine Kinder zur Welt bringen durften und viele kein Deutsch können, immer noch nicht.

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Rezension zu "Sternstunde" von Karin Kalisa

Stern oder nicht?
AnasBuchsammlungvor 2 Monaten

Kim ist acht Jahre alt. Fast. Sie hat am 24. Dezember Geburtstag und das ist für sie das größte Glück der Welt. Der Weihnachtsstern ist ihr Beschützer, davon ist sie überzeugt. Kim sammelt alles, worauf er abgedruckt ist in einer großen Mappe. Eigentlich war sie sich immer sicher, dass es den Weihnachtsstern gibt. Doch dann muss sie eines Tages im Radio hören, dass es wohl nur eine große Gaswolke gewesen sein sollen. Für Kim bricht eine Welt zusammen. Sie mag das nicht glauben und beginnt, mit anderen Menschen darüber zu reden. Mit Hilfe eines Sternenstaubforschers und einer unerwartet netten Bekanntschaft kommt sie dem Mysterium des Sterns schließlich auf die Spur.

 

Kim ist ein unheimlich sympathisches Mädchen. Sie ist nicht pink und mag kein Ballett, sie ist irgendwie was Besonderes. Ich konnte mich sofort ein Stück in ihr wiederfinden. Die Erzählung war unheimlich erfrischend und mal was ganz anderes, als die ganzen Weihnachtsgeschichten, die man sonst so kennt. Eine große Empfehlung für alle Altersklassen!

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Rezension zu "Sternstunde" von Karin Kalisa

Bezaubernde Wintererzählung
Binea_Literatwovor 2 Monaten

„Sternstunde“ von Karin Kalisa hat mir meine Lieblingsbuchhändlerin in die Hand gedrückt, als ich fragte, welches Buch sich als kleines Weihnachtsgeschenk eignen würde. Von selbst hätte ich das schmale Büchlein wohl gar nicht entdeckt und selbst wenn, hätte ich wohl auch nicht danach gegriffen. Alle die den kleinen Prinzen lieben und nach ähnlichen Büchern suchen, hätten es sicher schon längst erspäht gehabt. Und gleich vorweg spoilere ich ganz unverschämt: es passt hervorragend zum kleinen Prinzen ins Bücherregal – regelrecht ein MUSS!

Eigentlich sollte das Büchlein nur ein Weihnachtsgeschenk sein – ABER ich musste es auch für mich mitnehmen. Warum? Da eine Wintererzählung im Winter nie schaden kann und da das Buch für alle Altersklassen geeignet ist. Damit meine ich Kinder ab 7 Jahren, sternbegeisterte Himmelsgucker, Geschichtenliebhaber und auch Großeltern. Eine Wintererzählung passt einfach immer und erwärmt das Herz.
Stella (lat. Stern)

Die siebenjährige Kim ist mir gleich ans Herz gewachsen, so viel sei gesagt. Sie kniet vorm Ofen und soll aufpassen, dass der Mohnkuchen gut wird. Ihre Mutter muss zum Elternabend und Kim soll derweil in der Küche die Aufsicht übernehmen. Als im Radio über den Weihnachtsstern berichtet wird, spitzt sie die Ohren.

Kim fühlt sich sehr mit dem Weihnachtsstern verbunden. Schließlich ist ihr zweiter Name Stella (lat. Stern) und sie wurde am 24. Dezember geboren. Doch was sie nun hört, erschüttert sie zutiefst. Ihr Stern soll nur ein Komet gewesen sein? So ein Ding aus Gas und Staub? Das kann nicht sein…
Sternstunde ~ Karin Kalisa

Gut das es Arthur Sanftleben gibt. Er ist Professor für „Interstellaren Staub“ und nimmt Kim Stella an seine Hand und beantwortet all ihre Fragen. Nicht nur sie beginnt zu staunen, zu träumen und allerhand über die Himmelskörper zu lernen.
Sternstunde

Karin Kalisa kenne ich schreibend bereits von „Sungs Laden„. Nun hat sie mich mit einer herzerwärmenden Geschichte berührt. Es ist keine Weihnachtsgeschichte, es ist eine wundervolle Wintererzählung, die sich wie ein Märchen liest. Sie ist warm, auch poetisch, lehrreich, mit Illustrationen versehen – einfach richtig schön und ganz unverstaubt goldig.

Liebevoll sind die Namen gewählt – Herr Sanftleben – toll oder? Kims Mutter hat mich mit ihrem denglisch sehr zum Schmunzeln gebracht und ich habe so einiges über Sterne gelernt. Und wir erfahren, dass es in Kims Leben nicht nur Sternstunden gibt.

„Sternstunde“ (Droemer) – eine bezaubernde Wintererzählung in der es erst eine große Enttäuschung, danach aber viele funkelnde Sternstunden mit einigen Überraschungen gibt.

Bebilderte Rezension: https://literatwo.de/sternstunde-karin-kalisa/

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Der LovelyBooks Lesesommer geht in die vorletzte Runde und auch diese Woche heißt es wieder: Buchtipps bekommen, Aufgabe lösen, Zusatzpunkte sammeln und Buchpakete gewinnen! In der 9. Woche hat der Verlag C.H.Beck auf unserer Übersichtsseite fünf brandaktuelle Buchtipps für euch - lasst euch diese Chance auf Zusatzpunkte und phänomenalen Lesestoff nicht entgehen! 

Zusammen mit dem Verlag C.H.Beck verlosen wir diese Woche 3 Buchpakete bestehend aus:
"Euphoria" von Lily King
"Rucksackkometen" von Stefan Ferdinand Etgeton
"Sungs Laden" von Karin Kalisa
"Der Himmel über Paris" von Bregje Hofstede
"Der Kalligraph von Isfahan" von Amir Hassan Cheheltan


Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier! 

Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, beantwortet uns einfach folgende Frage: 

Welche aufregende, großartige, besondere oder überraschende Entdeckung habt ihr während eures Sommers gemacht? Warum ist diese Entdeckung so für euch außergewöhnlich, besonders oder überraschend?

Für diese Aufgabe gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte! 
Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen! Bewerben könnt ihr euch wie immer über den blauen "Jetzt bewerben"-Button.

Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.
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"Ein Kulturgut?" Sung schaute Minh fragend an.
"Na, eben ein Ding, irgendetwas, das aus Vietnam kommt. Alles, nur nichts zu essen."

Multikultur, Integration... Bei diesen Worten denken die meisten von uns gleich an Politik, Wirtschaft und daran, dass es bestimmt nicht einfach ist, damit umzugehen. Aber ist das wirklich so? Dass es auch anders geht, zeigt uns Karin Kalisa in ihrem Debütroman "Sungs Laden". Ausgerechnet die Bewohner des angesagten Berliner Viertels Prenzlauer Berg entdecken ihre Nachbarn, ehemalige vietnamesische DDR-Vertragsarbeiter, neu und lassen den Traum des harmonischen und friedlichen Miteinanders wahr werden.
"Sungs Laden" ist eine Geschichte, die gute Laune verbreitet - und das auf hohem Niveau!

Möchtet ihr auch eure asiatische Seele entdecken? Dann müsst ihr "Sungs Laden" lesen!

Für ihren Roman "Sungs Laden" ist Karin Kalisa für den diesjährigen Klaus-Michael-Kühne-Preis, der im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals in Hamburg vergeben wird, nominiert.

Zum Inhalt
Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kinder und Lehrer bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu. Brücken aus Bambus spannen sich zwischen den Häusern, Parkraumwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse, und ein Zahnarzt macht Sonntagsdienst für Patienten aus Fernost. Nachdem auf dem Dach des Bezirksamts kurzzeitig auch noch die Ho-Chi-Minh-Flagge wehte, münden die Aktionen in ein Fest, wie der Kiez noch keines erlebt hat: großes vietnamesisches Wassermarionettentheater in einem Ententeich! Vom Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung nimmt all dies seinen Ausgang. Hier treffen die Schicksale ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter mit den Lebensgeschichten früherer DDR-Bürger zusammen, von hier aus wird der Kiez nicht nur mit Obst und Gemüse, sondern auch mit dem guten Geist der Improvisation versorgt. Und siehe da: Gute Laune ist auch in Berlin möglich! Eine Utopie, natürlich. Aber eine hochgradig ansteckende.

Leseprobe

Hier könnt ihr den Trailer zu "Sungs Laden" ansehen:



Zur Autorin
Karin Kalisa, geboren 1965, lebt nach Stationen in Bremerhaven, Hamburg, Tokio und Wien seit einigen Jahren im Osten Berlins. Sowohl als Wissenschaftlerin als auch mit dem Blick einer Literatin forscht sie in den Feldern asiatischer Sprachen, philosophischer Denkfiguren und ethnologischer Beschreibungen. "Sungs Laden" ist ihr erster Roman.

Zusammen mit C.H.Beck verlosen wir 25 Exemplare von "Sungs Laden" unter allen, die auf diese besondere vietnamesisch-berlinerische Geschichte neugierig geworden sind. Bis zum 29.07. könnt ihr euch über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bewerben*. Was müsst ihr dafür tun? Nur eine Frage beantworten:

Wo ist euch die asiatische Kultur in eurem Alltag schon begegnet? Was haltet ihr davon wenn sich Kulturen so vermischen wie in "Sungs Laden"?

Ich freue mich darauf, zu erfahren, was ihr denkt!

Ich wünsche euch viel Glück!

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Karin Kalisa im Netz:

Community-Statistik

in 208 Bibliotheken

auf 22 Wunschlisten

von 8 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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