Von der Idee her war die Geschichte eigentlich ganz gut, es ging auch vielversprechend los, aber ich mochte den Erzählstil einfach absolut nicht. Die Sprache war mir viel zu aufgesetzt und auch die Geschichte hat schon recht bald an Schwung verloren.
Karin Kersten
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Karin Kersten
Hohe Tannen
An Schlaf war nicht zu denken
Die Aufgeregten
Grand Guignol: Das Vergnügen, tausend Tode zu sterben
Neue Rezensionen zu Karin Kersten
Der Platz 1 auf der SWR-Bestenliste von April 2011 hat mich auf das Buch von Karin Kersten aufmerksam gemacht, und da das Thema "Schlaf" bzw. "Nichtschlaf" per se für mich interessant ist, habe ich ganz schnell und spontan dieses Buch erworben und habe damit sicherlich eines der skurrilsten, handlungsärmsten und doch nie langweiligen Bücher dieser Saison gelesen.
Die drei Hauptfiguren Oda, Lotte und Leo stehen zu Beginn der Geschichte alle an einem Scheidepunkt in ihrem Leben. Oda erbte die Detektei "Sphinx" von ihrer Tante Trude und stellte kurz danach Lotte und auf deren Rat auch noch Leo ein. Da Oda sich aber weigert, die üblichen Ehebruchsermittlungen zu tätigen, kommen immer weniger Aufträge herein, und Oda muß ihre Zukunft und die der beiden Mitarbeiter überdenken.
Ein Suchauftrag von Odas altem Freund Albert bringt neuen Schwung in den erstarrten Alltag der Detektei, wo man sich nur noch selber beobachtet und belauert. Alle schwärmen nun aus (auch diverse freie Mitarbeiter), um Alberts vermißte Mutter zu suchen. Diese Suche wird für Oda, Lotte und Leo eine Suche nach dem eigenen Standpunkt im Leben.
Die ganze Romanhandlung spielt nur an wenigen Tagen, aber enthält viele philosophisch-nachdenkliche Passagen, die das Seelenleben der drei Hauptpersonen beleuchtet, und auch "Klara Chandelliers", die nicht ahnt, dass die "Agentur Sphinx" auf der Suche nach ihr ist, erfährt in diesen wenigen Tagen Dinge über sich und ihr bisheriges Dasein, die sie zu einer Änderung ihres Lebens bringen.
Tätsächlich können die Helden der Geschichte in diesen paar Tagen der Suche nach "Klara" und dem vielen Nachdenken über das Leben im Allgemeinen und ihr Schicksal im Besonderen auch wirklich nicht viel Schlaf finden, was ich gut nachvollziehen konnte!
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